Das endgültig beerdigte Konzept.

Huntgefahr

Aaron Hunt. Ehrlich, ich fasse es nicht. Ich hatte den Rucksack-verlierenden Exzellenzen ja eine Menge zugetraut, aber das schlägt jetzt dem Fass den Boden aus. Aaron Hunt, in 4 Tagen 29 Jahre alt, Knieprobleme, lauffaul, charakterlich fragwürdig. Aaron Hunt ist der Spieler, den diese Versager am letzten Tag!!! der Transferperiode aus dem Hut zaubern? Wollen die mir jetzt ernsthaft erklären, dass sie 60 Tage an Transfers gearbeitet haben, um am Ende einen Spieler im Spätherbst seiner Karriere und ohne jeglichen Wiederverkaufswert als Großtat zu verkaufen? Sorry, aber verarschen kann ich mich allein.

Wie hieß es doch noch vor wenigen Monden? „Wir wollen junge Nachwuchsspieler ausbilden, sportlich wie charakterlich. Die Zeiten von teuren Altstars, die über ihren Zenit sind, sind vorbei“. (Karl Gernandt)

Seither hat der HSV Spieler wie Albin Ekdal (26), Sven Schipplock (27), Emir Spahic (35), Valon Behrami (30), Nicolai Müller (27), Johan Djourou (28), Marcelo Diaz (28), Ivica Olic (35) und jetzt Aaron Hunt (29) verpflichtet, mit Spielern wie Ivo Ilicevic (28) und Gojko Kacar (28) verlängert.

Im Umkehrschluss verließen u.a. Spieler wie Calhanolgu (20), Tah (19), Beister (24), Arslan (25), Badelj (25), Sobiech (24), Ricon (26), Brunst (20), Rajkovic (26), Demirbay (22), Steinmann (20), Gouaida (22) den Verein bzw. wurden verliehen.

Damit es jeder, der es bisher nicht glauben wollte, endlich einmal kapiert:

Weder Beiersdorfer, noch Knäbel oder Gernandt und ebenfalls Peters haben irgendein Konzept! Das einzige Konzept, welches diese Herren haben, lautet: So lange wie möglich den Posten behalten! Man plant keine Zukunft, man hat keine Ideen. Das Einzige, was man tut – man versucht von einem Tag zum nächsten zu überleben! Aktionismus plus Geldverbrennung anstelle von Zukunftsplanung! 

Meinte man es nicht besser zu wissen, könnte man denken, dass diese Herren den Verein mit voller Absicht gegen die Wand fahren wollen, wobei sie selbst natürlich noch rechtzeitig abspringen werden.

„Irgendwas kann nicht stimmen, jetzt habe ich schon ein halbes Jahr Probleme damit“, sagte Hunt vor zwei Wochen über sein Knie. Kurze Zeit später gab der Doc Entwarnung, es sei „nichts Schlimmes“.

Natürlich erklärt der Vereinsarzt, es sei „nichts schlimmes“. Glaubt denn jemand ernsthaft, er würde twittern: „Oh Scheiße, Aaron, das ist ein Knorpelschaden. Tut mir leid“?  Hunt wird den angeblich so klammen HSV ca. € 3 Mio. Ablöse (ich höre Klaus Allofs bis hier lachen) und für 3 Jahre ca. € 8 Mio. Gehalt kosten. Das bedeutet, dass der Spieler den Verein die nächsten 3 Jahre mehr als € 10 Mio. kosten wird. Aber hey, wir haben’s doch. Und wenn wir im nächsten Jahr wieder blank sind, verhökern wir halt Gideon Jung für € 2,4 Mio. nach Leverkusen, das geht immer.

, , , , Lucas , , , , , diese Spieler und einige andere wurden während der 2-monatigen Transferphase gespielt, allesamt junge Spieler mit viel Potenzial. Am letzten Tag! kommt dann ein 29-jähriger Kniepatient aus Bremen dabei raus? Was tun diese Typen den ganzen Tag für ihre Millionengehälter? Ich meine, außer den Verein täglich lächerlich zu machen und Rucksäcke zu verlieren?

Gehaltsetat: Mit der Verpflichtung von Hunt ist der Etat für den Lizenzspieler-Kader erneut höher als vor der Ausgliederung.

Kadergröße: Mit Hunt ist man erneut bei einem Kader von 28 Spielern, obwohl fast alle Spieler, die man abgegeben hat, ohne Ablöse und einige sogar mit Abfindungen gingen.

Verschuldung: Erneut wurde auf geniale Art und Weise („für HSV-Spieler gibt es keinen Markt“) ein Transferminus von € 11,2 Mio. „erwirtschaftet“. Reife Leistung.

Wie sagte doch unser aller Turnbeutel-Vergesser vor nicht allzu langer Zeit? „Bei den Transfers müssen wir kreativ sein“

Genial. Der Hunt-Transfer ist ungefähr so kreativ wie ne Dose Thunfisch von Aldi.

Die können nichts. Weder zählen, noch sparen, noch die Wahrheit sagen.

Freunde, was genug ist, ist genug. Wenn man diese Typen nicht umgehend vor die Tür setzt, wird’s für immer dunkel in Hamburg.

„Der Hamburger SV lässt kein Fettnäpfchen aus – und am letzten Tag der Wechselperiode bekam das Schalke 04 zu spüren: Eine fest vereinbarte Ausleihe von Schalkes Abwehrtalent Marvin Friedrich (19) platzte, weil der HSV-Vorstand sich nicht traute, beim Aufsichtsrat um eine Erhöhung des Transferbudgets um 300 000 Euro zu bitten.

Auf diese Leihgebühr hatten sich Schalkes Manager Horst Heldt und Hamburgs Peter Knäbel geeinigt: Friedrich sollte beim HSV ein Jahr lang Spielpraxis sammeln und dann zurückkehren. Am Montagmorgen schickte Schalke dem HSV den Vertrag zu – um 14.39 Uhr kam die Antwort mit kleinen Korrekturwünschen. Und um 16.30 Uhr rief Knäbel an und ließ den Wechsel platzen. Er sagte zu Heldt: Das Transferbudget des HSV sei ausgereizt und man wolle den Aufsichtsrat nicht um eine Erhöhung bitten. Heldt nennt das Ganze „eine Frechheit“ – nicht wegen der entgangenen Einnahme, sondern im Verhalten gegenüber Marvin Friedrich: „Der Junge hatte sich auf den Wechsel gefreut und hatte vier anderen Klubs abgesagt.“ (WAZ)

Das muss man sich einmal vorstellen. € 300.000. Bei den Gehältern (Holtby/€ 4 Mio., Lasogga/€ 3,5 Mio.) scheitert sowas an € 300.000. Denen steht das Wasser dermaßen bis zum Hals und dann holen sie einen Hunt, der ja so großzügig ist und auf einen Teil seines Gehalts verzichtet, nur, um beim Erzfeind endlich wieder kicken zu dürfen. Wer das glaubt, der klaut auch Rucksäcke.

Von | 2015-09-01T08:43:45+02:00 1. September 2015|Allgemein|34 Kommentare

34 Comments

  1. Luke 1. September 2015 um 07:52 Uhr

    Ich Trauer immer noch der Zeit mit BH hinterher. Wie sollen sich den Spielen mit dem Verein identifizieren können, wenn so viel schlecht läuft…?

    • Gravesen 1. September 2015 um 07:56 Uhr

      Du sprichst da etwas ganz Entscheidendes an, was von einschlägigen Kommentatoren wo auch immer gern ignoriert wird. Welches Bild gebe ich als Verein ab, wenn die Führungsspitze einen Bock nach dem nächsten baut? Welche Auswirkungen hat das auf die Mitarbeiter (Spieler), wenn sie sehen, wie in Vorstand und Direktorium für Millionengehälter „gearbeitet“ wird? Die Führung eines Unternehmens sollte/muss das Vorbild für das gesamte Unternehmen sein, beim HSV ist die Führung eine intrigante Geisterbahntruppe ohne Kontakte und Konzept.

  2. Timo 1. September 2015 um 08:35 Uhr

    Ich höre Allofs auch bis hier hin lachen…

    Der hat Hunt letztes Jahr ablösefrei geholt, Hunt spielte und spielt keine Rolle in Wolfsburg! Bei Knäbels hieße dies, für diesen Spieler gibt es keinen Markt und wir hauen 3mio für Ihn raus….. Vom Gehalt für 3 Jahre will ich nicht mal sprechen…

    Hier werden reihenweise junge Spieler verarscht und verprellt. Und damit meine ich nichtmal, dass man Sie abgibt oder nicht verpflichtet, sondern schlichtweg der Umgang mit Ihnen. Ich frage mich manchmal, ob Sie sich der Verantwortung junger Leistungssportler gegenüber bewusst sind? Die sind im Wesen doch noch überhaupt nicht gefestigt und werden so behandelt. Das ist traurig und einfach nur dilettantisch. Ich spreche da leider aus Erfahrung, wie es mit jungen Sportler dann so ist.

    Dieser Vorstand gehört weg! Ganz schnell. Wie neidisch schiele ich nach Köln! Die machen tolle Arbeit da momentan! Aus voller Demut heraus arbeiten Sie akribisch. Ich fand das einfach stark, dass Schmadtke und Stöger zugeben konnten, dass es kein Elfer war.
    Hsv??? Nur am pesten und hadern mit dem Schiedsrichter! Anstatt mal zu sagen… Hey wir waren einfach zu blöd im Spiel, dass es überhaupt zu dieser Spielsituation kommen musste! Dass daraus ein Elfer passiert? Nicht schön aber Shit happens und wir müssen daran arbeiten das sowas nicht entsteht! Aber bein selbst da präsentieren sich alle medial voll daneben. Und dann wundert man sich, dass der HSV unbeliebt ist….

  3. Hoobs 1. September 2015 um 08:53 Uhr

    Dem ist leider nicht zu widersprechen, weder inhaltlich noch in der Wortwahl.

  4. randomize 1. September 2015 um 08:54 Uhr

    Soweit ist es nämlich schon gekommen..
    http://ibash.de/zitat_59180.html

  5. Rugiberger 1. September 2015 um 09:09 Uhr

    Naja, genau genommen hatte Allofs ja noch zwei gut bei uns. Da er uns ja freundlicher Weise den Kollegen Sanogu abnahm und verhinderte das wir Carlos Alberto holten. Wer war zu der Zeit eigentlich der Sportchef? Ach ja, das war ja unser Didi.Gerade noch vorbeigeschrammt am Fehlgriff. Da muss man sich auch mal revanchieren. Wolfsburg zumindestens geht plus minus null aus der Nummer raus !!! Natürlich kann es auch anders kommen und der Spieler Hunt bleibt gesund und verhilft dem HSV zu Stabilität.Es ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass dies ein konzeptloser Panikkauf war, der dazu noch aufgrund der Auswirkungen auf eine andere Transaktion die Seriösität des Transfergebahren des HSV in Frage stellt.

    Ich bin mittlerweile an dem Punkt angekommen, an dem jede Hoffnung erloschen ist, dass irgendjemand diesen Wahnsinn stoppt. Dazu hat weder einer der Protagonisten aus dem Aufsichtsrat den Arsch in der Hose bzw. den Mut dazu.Die Großverdiener werden kaum von selbst Platz machen. Der HSV ist ja für seine Großzügigkeit vor dem Arbeitsgericht bekannt. Die breite Masse interessiert es weder das die Herren völlig entgegen der Initiative HSV-Plus handeln, noch interessiert es die Fangemeinde das die Herren sogar entgegen dem handeln, was sie selbst verkünden. Jeder Strohhalm der mit der noch so schwachsinnigsten Verpflichtung vermeintlich zu Tage tritt wird ergriffen, um an den Turn-Around zu glauben. Das zeichnet alle Fans in ihrer Treue, Loyalität und Verbundenheit gegenüber dem Verein aus. Es ändert allerdings nicht das geringste daran, dass Gelder vernichtet werden und das Votum tausender Mitglieder aus dem Mai 2014 mit Füßen getreten wird.
    http://www.der-postillon.com/2015/08/last-minute-transfer-hsv-fan-33.html
    Schade das ich einfach nicht vom HSV loskomme.

  6. Sassen 1. September 2015 um 09:22 Uhr

    mal wieder eine nette geschichte mit Marvin Friedrich, wie das abgelaufen ist.
    ja, ich denke auch, die mannschaft und die transfers spiegeln genau die arbeit der verantwortlichen wieder.
    den hsv nimmt keiner mehr ernst, spieler für die es keinen markt gibt, ein running gag, genießen die vorzüge der komfortzone volkspark.

  7. captain 1. September 2015 um 09:36 Uhr

    OH MANN, was für ein Fehlgriff !!! Wenn Labbadia genau diesen Spieler haben wollte ,sollt man ihm den „Sack“ geben.
    Seit mehr als 50 Jahren bin ich Anhänger des HSV und er hat mir auch schon viel Freude bereitet.(NICHT in den letzten 5 Jahren) Samstag war für mich immer Feiertag,auf Kurzwelle die Bundesligaübertragung der DW gehört.
    Leider nicht mehr möglich,KW der Deutschen Welle wurde eingestellt.Vielleicht besser so,brauche ich mich am Samstag nicht mehr ärgern.
    Am 9. November letzten Jahres mußte ich Hals über Kopf nach Hongkong fliegen.Ein Kollege hatte einen Schlaganfall.
    Am Flughafen Fuhlsbüttel stand Bruno Labbadia vor mir .Ich dachte nur ,Oh Gott !!!! Mein schlimmsten Befürchtungen haben sich bestätigt,er wurde Coach beim HSV !!!
    Ich kann nicht glauben,daß Beiersdorfer,Knäbel und Labbadia jemals Fußball gespielt haben in der Bundesliga.
    was diese Herren dort fabrizieren ist gelinde gesagt „Mist hoch drei“!!!!
    Wenn ich als Kapitän so eine Arbeit leisten würde ,hätte mir der Reeder schon nach einer Woche den Sack gegeben!!!
    In diesem Sinne,dahilft nur noch BETEN!

    • Ideendiebstahl 1. September 2015 um 12:09 Uhr

      Labbadia würde ich da gar nicht den ganz großen Vorwurf machen. Er hat sicherlich lange bei seinen Exzellenzen den Wunsch hinterlegt, noch einen offensiven Mittelfeldspieler haben zu wollen. Dass diese dann mit Hunt um die Ecke kommen, kann man nicht direkt Labbadia ankreiden. Der muss sich auf seinen Sportchef verlassen, hat keine Zeit selber auch noch als Scout zu fungieren und/oder den Spielermarkt zu konsolidieren. Das kann er auch gar nicht. Dafür gibt es doch eigentlich einen Diktator Sport, der dieses eigentlich können müsste, der eigentlich über genügend Fachwissen, Kontakte, Verhandlungssinn und und und verfügen müsste, um den Wunsch seines Trainers zu erfüllen (im Rahmen der Vereinsphilosophie natürlich). Aber es bleibt halt bei dem „eigentlich“. Labbadia ist sicherlich kein Tuchel und kein Wundertrainer, der aus schwierigen Talenten gute Bundesligaspieler formt. Aber er ist einer, der seinen Job mit seinen Möglichkeiten ganz gut beherrscht. Nee nee, Hunt ist nicht der Fehler von Labbadia, Hunt spiegelt die Unfähigkeit und fehlende Kreativität der Vereinsführung wider. Und war heftig!
      Arnesen muss zurück! Und zwar sofort!

  8. Gravesen 1. September 2015 um 09:41 Uhr

    Wo all die HSVPLUS-Befürworter geblieben sind, fragst du? Die sind in der Versenkung verschwunden, wollen mit dem ganzen Kram nichts mehr zu tun haben, distanzieren sich nicht nur von den handelnden Personen, sondern gleich vom ganzen Verein. Leider hat keiner die Eier, einmal öffentlich zu sagen, was dort abläuft. Otto Rieckhoff hat auf der Mitgliederversammlung das Wort ergriffen und einen Versuch unternommen, wurde daraufhin von den Verblendeten Didi-Jüngern und von Kühne abgestraft und redet seither nicht mehr, wer will es ihm verdenken. Alle anderen sind WEG !
    Mit dem, was aus dem HSV seit dem 25.05.2014 geworden ist, wollen sie nichts mehr zu tun haben, weil sie zugeben müssten, dass sie einem gigantischen Schwindel (bin ich übrigens auch) aufgesessen sind und dass sie die Steigbügelhalter für Personen waren, die sie nach allen Regeln der Kunst manipuliert und verarscht haben.
    Ein zweites HSVPLUS wird es nicht mehr geben, die 83er machen den Kram nicht nochmal mit.

    • Andi Pie 1. September 2015 um 21:47 Uhr

      Oooch, da kommt bestimmt noch ein Matz um die Ecke und läßt sich mit dem Schweber in den Aufsichtsrat wählen… hahahaha 😉

    • SvenB. 1. September 2015 um 22:28 Uhr

      Ich mag es ja kaum schreiben, aber vor so etwas in der Art hat doch der Wurstverkäufer im Patientenblog gewarnt, wenn ich mich recht erinnere…
      Naja, sogar mein Opa hatte bei Alzheimer im Endstadium noch lichte Momente.

  9. Hans 1. September 2015 um 10:41 Uhr

    Danke Grave! Genau so isses! Und man muss hilflos zuschauen, wie dieser einst so tolle Verein in der Versenkung verschwindet. #schlimm

  10. Eldo747 1. September 2015 um 10:46 Uhr

    Als alter Zweckpessimist rechne ich stets mit dem Schlimmsten. Weil ich von einem hilflosen 0:3 in Köln ausgegangen bin, tat mir die Ruhe in der Südkurve und das schlimme Geschimpfe der „die Nieten hauen wir weg“ größenwahnsinnigen Kölner ziemlich gut. Das Spiel fand ich gut! Am Ende hörte ich auch hier (nach DIESEM SPIEL) aus einer Kölner Fangruppe „gut dass es nur 2 Tore waren, bei 5 wären die sicher wieder abgehoben“. Soviel zur besonderen Betriebsblindheit der HSV Fans – das sind auch nur nromale Fans, bloss vom gerade unbeliebtesten Verein der Welt. Und so viele können auch echt nicht mehr. Ganz ehrlich? Ist Konzept nicht völlig egal? Das was der HSV Fan dringend wie ein Verdurstender in der Wüste Wasser braucht ist Erfolg. Ruhe und vor dem Wochenende auch etwas Hoffnung und auch mal ein Erlebnis, dass die Hoffnung nicht trügt. Insofern: Sollte das mit Hunt und Versagervorstand wundersamer Weise klappen, ist mir das Konzept WURST! Ein Lob vom HSV hassenden Sky Reporter für die Jugendarbeit, die leider zum Abstieg geführt hat, hilft nicht. Wenn das „Joberhalt“ ist, klasse. Ansonsten: Ich stimme dem Inhalt des Blogs und derr Kommentare in jedem Punkt zu. Schlimmes Versagen in jeder Hinsicht. Panik. Versprechenbrechen. Nur: Wir HABEN BEREITS VORSTAND AUFSICHTSRAT UND TEAM GEWECHSELT. Weil es vorher unerträglich war. Nun ist es leider immer noch unerträglich UND völlig hoffnungslos. Das tut schlimm weh. Bloß: Wer soll es denn jetzt machen? Die 83 wollen nicht mehr? Cool. Riekhoff? Müsste Versprechenbrechen vollenden und hat es auch nicht besser gemacht. Grave? Meint auch, er kann es nicht besser. Ich? Ich verliere keine Rucksäcke, aber ansonsten hab ich null Ahnung. Personalkosten senken, ok, das könnte ich auch noch. Aber sonst? Also, liebe „Alle weg“ Fraktion, welcher Halbgott soll denn der neue Netzer werden? Allofs? Schmadkte wär toll gewesen, aber hätte er es auch in HH gebracht? Also ist die Lösung freiwllig in die Amateurliga? Also analog Selbstmord? Hat denn jemand noch Kraft, nochmal einen Start zu machen? Ich bin gern dabei. Ich weiss aber nicht, wie und wer es besser machen sollte. Offenbar war ja die Grundidee, Tuchel zu holen, nicht völlig blod. Kann DB also doch was, hat er bloß sein „Sammergate“ erlebt? Ich kann nicht anders, ich hoffe einfach weiter, das es besser wird. Weil Bayernfan kann ich nicht werden. Und ganz ohne Fussi ist auch spaßfrei. DAS ist mE der wahre Grund, warum alles so läuft, wie es läuft. Und es tut einfach sehr weh.

  11. higokaltz 1. September 2015 um 11:05 Uhr

    @Grave

    Eine durchaus ernstgemeinte Frage…

    „Wann warst Du eigentlich letztmalig richtig zufrieden und positiv beeindruckt vom HSV ?“

    • Gravesen 1. September 2015 um 11:28 Uhr

      Auf ernstgemeinte Frage, ernstgemeinte Antworten.
      Der letzte Mal war ich positiv beeindruckt vom HSV, als Frank Arnesen als Sportchef Spieler holte, die ich vorher kaum kannte und diese auch noch zu Preisen, über die man heute nur noch schallend lachen würde. Spieler wie Bruma, Rajkovic, Mancienne, Töre, Sala, Calhanoglu, Badelj, Rudnevs, Skjelbred etc. Hätte man zu dem Zeitpunkt eine starke Vereinsführung und einen außergewöhnlichen Trainer wie Tuchel, Klopp, Weinzierl oder Favre gehabt, würde der HSV heute ganz woanders stehen oder hätte zumindest echte Transferumsätze generieren können. Chance verpasst.
      Die gleiche Chance, allerdings mit ganz anderen finanziellen Möglichkeiten, hatte Beiersdorfer vor der letzten Saison. Verein auf Null, alle Fans hinter ihm, Millionen für Transfers zur Verfügung. Aber – er hat sie verknallt, weil er eben kein Sportchef wie Frank Arnesen ist, weil er dessen Kontakte nicht hat, weil er ein Zauderer ist. Chance verpasst.
      Problem ist nur: Diese Chance kommt nie wieder.

  12. abausb 1. September 2015 um 11:55 Uhr

    Moin,

    stimme dem letzten Beitrag zu, das Problem bei Arnesen war (meiner Meinung nach), dass er eben keinen starken Trainer geholt hat, sondern Fink, und der hat es auch nicht gebracht. Was danach kam war noch schlimmer, und das Ergebnis sehen wir leider jetzt.

    • Gravesen 1. September 2015 um 12:17 Uhr

      Das mit Fink sehe ich ein wenig anders. Der hatte in Basel Erfolg (Meister, Champions League) und galt bei vielen Vereinen in Deutschland als Wunschtrainer („Ich bin einer wie Klopp“). Sogar als möglicher Bayern-Trainer wurde er gespielt. Leider hat sich niemand in Basel tatsächlich schlau gemacht, denn dann wäre aufgefallen, dass der wirklich Macher in der Schweiz Heiko Vogel war, der jetzt als Trainer/Nachwuchskoordinator bei den Bayern arbeitet.
      Ich bin mir heute nicht mal sicher, ob Fink tatsächlich Arnesens erste Wahl war, denn auch Fin kann man am Ende als den üblichen „HSV-PR-Kauf“ einstufen (van der Vaart, Olic, Behrami, Lasogga etc.), bei denen oft und gern auch der Vorstand Marketing die Finger im Spiel hat, auch wenn das niemand glauben möchte.

      • Sassen 2. September 2015 um 07:51 Uhr

        ist schon komisch, Arnesen hatte irgendwie von anfang an keine lobby. galt immer, so wurde es zumindest in der presse oft dargestellt, als der typ, der die reserve von chelsea ranholt, weil er sonst nix kennt. dabei hat er ja schon in eindhoven sehr gute arbeit geleistet und mir persönlich hat seine arbeit gut gefallen.
        einem mann wie Beiersdorfer vertraut man, also die hsv affine öffentlichkeit, scheinbar blind, er hat ja die raute im herzen.
        die sache mit Fink war mir gar nicht bekannt, ich habe ihn auch für keinen guten trainer gehalten, aber dies eher dem hsv-virus zugeschrieben, daß seine gute arbeit in basel eigentlich dem co zugeschrieben werden muß, wußte ich nicht.
        darf man eigentlich gar nicht drüber nachdenken das man mit Arnesen einen der fähigsten sportchefs der neuzeit vom hof gejagt hat.

  13. Endlich 1. September 2015 um 11:59 Uhr

    SUPER DIDI, SUPER DIDI, HEY HEY ! So feiert das Klatschvolk Beiersdorfer. Aber die reden ja auch noch von Geduld (in 5 Jahren bestimmt immer noch), das die Medien unruhe in den Verein bringen und und und. Man merkt das viele Hardcore (Chosen Few) Fans weg sind. Ich denke sogar die hätten es endlich begriffen. Obwohl, mit den hätte der ängstliche Didi bestimmt nen abkommen geschlossen

  14. Goldfather 1. September 2015 um 12:27 Uhr

    Aaron Hunt tat mir bereits schon als Werder-Profi leid, da er offensichtlich nicht den Körper besitzt den ein Fußballprofi benötigt, um eine lange und überaus erfolgreiche Karriere zu machen.
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    Hunt erinnert in seiner Körperlichkeit immer ein wenig an einen typischen Underdog-Kicker aus irgendeinem Slum Südamerikas, wo es immer zuwenig zu essen gibt, um keine körperlichen Entwicklungsdefizite auszubilden, die durch eine besondere Ballfertigkeit ausgeglichen werden müssten, so wie einst bei Diego Maradonna, Marcio Amoroso oder einem gewissen Lionel Messi.
    .
    Wäre Hunt mit dem Körper eines Lothar Matthäus gesegnet, so wäre er zeitlebens unbezahlbar geblieben für den HSV, da er über eine Siegermentalität, Spielintelligenz sowie eine gute Schußtechnik verfügt.
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    Hunt dürfte der im Rehabereich lange ersehnte Nachfolger Marcel Jansens sein, wenn man sich auf die Fehlzeiten bezieht und weiß, dass Hunt eine Menge Zeit dort verbringen wird – und zwar gemeinsam mit Ilicevic und Kacar.
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    Doch wer weiß, vielleicht schafft Labbadia es und motiviert Ilicevic derart, dass er kaum Fehlzeiten aufweisen wird in dieser Saison?
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    Das ewige Muster Dietmar Beiersdorfers, „leicht angestoßene Ware“ zu speziellen Konditionen zum HSV zu locken, greift auch bei der Personalie Aaron Hunt und vielleicht schafft Hunt es sogar den HSV in seiner ersten Saison in der Liga zu halten, doch langfristig gesehen wird Hunt von den drei Jahren die sein Vertrag läuft mindestens zu 40% ausfallen.
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    Das Spiel des HSV ist zu physisch, zu unpräzise, als das es einem älteren Kniepatienten, wie Aaron Hunt, gut tun würde. Beim VfL Wolfsburg musste er zwar ebenfalls weite Wege gehen, aber dafür war das Passspiel wesentlich präziser und somit zuverlässiger.
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    Überhaupt werden die Spieler um Kapitän Djourou sehr schnell Bekanntschaft mit einem relativ kurz angebundenen Hunt machen, der es gewohnt ist, dass der Ball sauber in den Fuß gespielt wird und er nicht dazu verleitet wird eine Knie-Knorpel-Grätsche durchzuführen.
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    Für die Passgenauigkeit und die Spielintelligenz des Teams ist Hunt sicherlich eine gute Wahl, aber sollten die Erwartungen Hunts nicht erfüllt werden, wird es ziemlich schnell Feuer auf dem Platz und in der Kabine geben.
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    Interessant könnte es werden, wenn Labbadia den Weg Hunts mitgeht und dem Kader klar macht, was es bedeutet ein Spiel 95 Minuten lang hochkonzentriert zu bestreiten, so wie es Hunt noch aus den seeligen Champions-League-Zeiten Werder Bremens kennt.
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    Dass das alles nichts mit einem langfristig angelegten Plan zu tun hat..nun ja man hat es schließlich mit dem HSV zu tun und nicht mit dem SC Freiburg, Mainz 05, Gladbach oder Leverkusen….
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    Im Vergleich zu dem wie es aktuell läuft war Frank Arnesen ein genialer Manager für den HSV, der leider nur eines nicht konnte: Trainer
    .
    Ob Hunt jemals die einzige wahre Raute küssen wird ? 😉

  15. Micha 1. September 2015 um 12:29 Uhr

    Moin Grave,
    das war mal ´ne klare Ansage und es ist schon eine Schande, daß sich sonst offenbar niemand traut den Verrat an HSV+ so deutlich auszusprechen und offen zu legen. Eines habe ich aber doch zu bemängeln, aber ich vermute es geschah aus reinem emotionalen Ärger über diesen „Kreativtransfer“ für nur 3 Mios: Aaron Hunt als charakterlich fragwürdig und lauffaul zu bezeichnen, finde ich nicht ok und kommt einer Vorverurteilung gleich. Den Aufmacher zu Deiner berechtigten Kritik an diesem Transfer hast Du doch nicht nötig.

    Läßt man HSV+ aussen vor, ergibt sich für mich schon eine gewisse Taktik bzgl. der Transfers und der gewollten Überalterung des Kaders. Diddl, der Turnbeutelvergesser und letztlich der Trainer, der zwar kein schlechter ist aber auch keine Visionen zu haben scheint, setzen massiv auf ausgebildete Spieler – auch im Spätherbst ihrer Karriere – die man, für kleines Geld i. S. d. HSV Ansprüche, binden kann und Soforthilfen darstellen mögen.
    Hier wird m. M. n. versucht, ad hoc für viel Geld einen funktionierenden Kader zusammen zu stellen der den Klassenerhalt mehr als sichern soll. Jugendexperimente werden weitestgehend auf Eis gelegt. Es regiert die blanke Angst vorm Abstieg.
    So in etwa deute ich das Verhalten des „magischen Dreiecks“ und es erscheint mir nachvollziehbar aus der Sicht der HSV-Führung.
    Heißt allerdings nicht, das mir das gefällt. Wo ist die Nachhaltigkeit i. S. HSV+ ?
    Mit dieser teuren Strategie kann man Abstiege evtl. vermeiden, etwas Neues wird man damit nicht aufbauen können.
    Ich muß jetzt schließen, weil Herr Allofs immer noch so laut lacht, daß es mir das Trommelfell sprengt.

  16. AaronHunt 1. September 2015 um 12:34 Uhr

    Hunt hat 200+ Bundesligaspiele und dabei über 90 Scorerpunkte. Des Weiteren hat er noch einige Jahre vor sich. Für 2,5-3,5 Mio. € ist das ein mehr als solider Transfer. Der bringt uns nach vorne.

  17. Gravesen 1. September 2015 um 12:41 Uhr

    In Schmocks Einöde habe ich gerade einen Beitrag des Users „Kerberos“ gefunden, den ich den „Nicht-Matz-Lesern“ nicht vorenthalten möchte, weil er brillant ist. Das Einverständnis des Schreibers vorausgesetzt….

    Kerberos sagt:
    1. September 2015 um 11:58
    Ein kritischer Blog zur Transferpolitik des HSV und es werden hier sofort wieder reflexartig die einzelnen Transfers auf Grundlage hypothetischer Szenarien durch dekliniert und bejubelt, bereits zur Gewohnheit gewordene Wortbrüchigkeiten der HSV-Führung relativiert und letztendlich bei der Beurteilung von Transfers auch noch das persönliche Bauchgefühl unter Hinzuziehens der alten Farbenlehre frei nach Goethe „Grün-Weiss verursacht Brechreiz“ als Stein des Weisen mit hysterischer Eloquenz feilgeboten.
    .
    Nun; das ist natürlich ausgemachter Quatsch! Und ob ein einzelner Transfer tatsächlich sportlich positive Auswirkungen für einen aufnehmenden Verein entfalten wird, ist für „Aussenstehende“ auf Grund der Unzahl von zu berücksichtigenden Faktoren sicherlich nicht belastbar zu prognostizieren. Hingegen macht es durchaus Sinn, die getätigten Transfers des HSV wirtschaftlich in ihrer Gesamtheit anhand von Fakten zu betrachten und hieraus eine belastbare wirtschaftliche Prognose für die Zukunft des HSV abzuleiten. Denn schon seit Langem ist Fußball nur noch zu einem geringen Teil „auf´m Platz“.
    .
    Die Kader-Kosten haben für sich betrachtet noch keine Aussagekraft. Ausschlaggebend ist bei einer wirtschaftlicher Betrachtung das Verhältnis der (Gesamt-)Löhne zur Produktivität. Zu den Fakten beim HSV: die (kolportierten) Kader-Kosten wurden von 52 Mio auf aktuell 44 Mio (mit A. Hunt) reduziert, also um 15,4% gesenkt. Der Marktwert des Spieler-Kaders wird auf aktuell 52,9 Mio (mit A. Hunt) nach 78 Mio in der Vorsaison taxiert; sank also um 32,2%! Das ist schlicht eine Katastrophe, denn der Spieler-Kader ist damit offenkundig gegenüber der Vorsaison unrentabler geworden! Zu den laufenden Gehältern sind überdies noch die Abfindungen für abgegebene Spieler hinzuzurechnen. Es wird also jetzt marginal weniger Gehalt für signifikant weniger Leistung gezahlt. Wer jetzt gleich wieder reflexartig „Aber,…“ sagt, gehört vermutlich auch zu den „Einsteins“ dieser Welt, bei denen 0,5 Liter Milch für 35 Cent billiger ist als 1 Liter Milch für 52 Cent. Ein einfacher Dreisatz sollte sich auch bei grenzwertiger Fan-Euphorie noch Platz in einem gesunden Denksystem verschaffen können.
    .
    Der HSV wurde durch die Transferpolitik der Exzellenzen schlicht drastisch entreichert (zusätzlicher Indikator: wiederholtes Transferminus i.V.m. reduziertem Kader-Wert) und das Missverhältnis der Kader-Kosten zum Kader-Wert hat sich nochmals dramatisch verschlechtert. Lag der Quotient Kader-Kosten/Kader-Wert in der letzten Saison bei 1,50, so ist der Quotient jetzt auf 1,20 gesunken. Einfacher ausgedrückt: das „Preis-Leistungsverhältnis“ beim HSV hat sich um 20% verschlechtert – eine exzellente Mogelpackung also. Zum Vergleich die unverdächtige Eintracht aus Frankfurt in der letzten Saison: 69 Mio Kader-Wert bei 30 Mio Kader-Kosten – Quotient 2,30; der FCB mit 568 Mio Kader-Wert bei 140 Mio Kader-Kosten in der letzten Saison – Quotient 4,07.
    .
    Die Transferpolitik der Exzellenzen war, ist und bleibt der noch fehlende Sargnagel für den HSV. Das echte Tafelsilber an (auch noch weiter) entwicklungsfähigen Spielern wurde bereits fast gänzlich verscherbelt und der aktuelle Spieler-Kader beinhaltet kaum noch Potential für positive Überraschungen bezüglich der Entwicklung von (jüngeren) Spielern in Hinblick auf außerordentliche Transfererlöse in der näheren Zukunft (das Verleihen von Spielern an niederklassige Vereine dürfte dabei nur in seltenen Ausnahmen zu Wertsteigerungen von Spielern führen). Berücksichtigt man zudem, dass im aktuellen Kader-Wert die 35-jährigen Olic, Drobny und Spahic noch mit 3,25 Mio eingerechnet sind und dass die überproportional hohen Spieler-Gehälter den Spieler-Kader nahezu unverkäuflich erscheinen lassen (oder alternativ für die Zukunft auch weiterhin Abfindungen bei Transfers bedingen werden), so muss Einem zwangsläufig um die wirtschaftliche Zukunft des HSV mehr als nur Angst und Bange werden – und dabei ist es