Hilfe abgelehnt!

Gestern habe ich tatsächlich mal wieder einen Gerichtssaal von innen gesehen, eine überaus interessante Geschichte. Nein, es ging nicht um mich und mich hatte auch keiner der Patienten, die es ständig und in penetranter Form großfressig ankündigen, verklagt und vor den Kadi gezerrt. Nein, es ging natürlich um den HSV. Ich spare mir an dieser Stelle eine Menge Arbeit und zitierte einfach nur das, was Lars Pegelow, welcher ebenfalls vor Ort war, in Schmocks Einöde sachlich vollkommen richtig dargestellt hat.

Hamburg, den 09.09.2015, Ziviljustizgebäude, Sitzungssaal 335

Im Hamburger Landgericht stand heute der Fall HSV gegen “Rautenherz” auf dem Plan. Nach einer Viertelstunde verließ HSV-Finanzvorstand Frank Wettstein mit seinen Anwälten als Sieger den Sitzungssaal. Worum ging es? “Rautenherz”, vertreten durch Reiner Ferslev und Martin Rüssel, die im vergangenen Jahr mit ihrem Modell einer HSV-KG ins Rennen um das richtige Ausgliederungs-Konzept gegangen waren (und scheiterten), wollten einen Hilfsfonds zur Unterstützung des HSV-Nachwuchses gründen. Im Grunde ein großartiger Ansatz, aber die Sache hatte einen Haken: Der HSV wollte das so nicht. Bereits am 3. Juni erwirkte der Verein eine einstweilige Verfügung gegen “Rautenherz”. Ferslev wollte die nun aufheben lassen.

“Es ist schwierig, wenn man mit seiner Liebe zu weit ging.” So eröffnete der Richter die Verhandlung – und damit war schon früh klar, dass “Rautenherz” scheitern würde. Der Richter weiter: “So wie Sie es gemacht haben, geht es nicht.” Der Vorwurf an “Rautenherz” war, dass in der Beschreibung des Fonds suggeriert wurde, der HSV sei einverstanden mit dieser Form des Geldsammelns. Doch der Club wertet den Ferslev-Vorstoß nicht als willkommene Hilfsmaßnahme, sondern als Eingriff in sein Selbstbestimmungsrecht. Dabei, auch das machte das Gericht deutlich, sei es egal, ob die HSV AG oder der HSV e.V. von dem “Rautenherz”-Fonds unterstützt werden soll. Nach kurzer Beratung nahmen Ferslev und Rüssel ihren Widerspruch gegen die einstweilige Verfügung zurück – ihr Modell ist damit ziemlich sicher gestorben. Und die Kosten des Verfahrens müssen sie auch noch tragen.

Wie gesagt – alles das, was Herr Pegelow hier beschrieben hat, entspricht zu 100% der Wahrheit, es wurde nicht hinzugefügt bzw. ausgelassen. Halt, es wurde doch etwas ausgelassen, aber das ist Pegelow nicht vorzuwerfen. Es wurden die inhaltlichen und vereinspolitischen Dimensionen ausgelassen, aber ein Journalist ist nicht verpflichtet, diese zu benennen oder zu bewerten. Ich tue das sehr wohl.

Man muss sich das einmal vorstellen. Der HSV sammelte vor Jahresfrist über eine Anleihe € 17,5 Mio. von seinen Mitgliedern und Fans ein, man wolle einen Campus für die zukünftige Nachwuchsarbeit errichten und benötige Unterstützung der Fans. Diese kam, aber was leider nicht kam, war der Campus. Unglücklicherweise war der HSV wieder einmal so klamm und hatte derart mit seinen Finanzen geschludert, dass die gesamten Millionen für Vorstand- und Spielergehälter bzw. für Abfindungen an geschasste Ex-Mitarbeiter verbraucht wurde, Campus – Pustekuchen. Und hätte Alexander Otto nicht seine Geldbörse großzügig geöffnet, würde es in 200 Jahren kein Nachwuchsleistungszentrum im Volkspark geben.

Nächster Teil des Dramas. Vor einigen Wochen forderte Sponsor, Investor, Mäzen oder was-auch-immer, Klaus-Michael Kühne, die Mitglieder auf, sich mit Spenden am HSV zu beteiligen, er wäre es leid, immer nur der Einzige zu sein. Nun hat eine Fan-Initiative (Rautenherz) die Idee, einen Fond zu gründen, um dem HSV (zweckgebunden) Gelder für Verpflichtungen, Bezahlung und Ausbildung zur Verfügung zu stellen, Rautenherz spricht davon, dass es Absichtserklärungen im hoher sechsstellige Höhe bereits jetzt gebe.

Und was tut der HSV? Er lässt der Initiative Rautenherz eine Unterlassungserklärung zukommen, in der der Initiative mit einem Bußgeld in sechsstellige Höhe bzw. mehrmonatiger Haft gedroht wird, vorausgesetzt, sie verkünde weiterhin, sie würde irgendwelche Gelder im Namen des HSV einsammeln. Rein rechtlich mag man sich darüber streiten, ob dies tatsächlich notwendig sei (die rechtlichen Fragen sind in der Tat ein wenig komplizierter), rein sachlich ist dies meiner Meinung nach das nächste Eigentor per Fallrückzieher von Seiten des Hamburger Sportvereins.

Denn – wie elegant hätte man diese Sache außergerichtlich und ohne Unterlassungserkärung regeln können? Man hätte sich zusammensetzen und besprechen können, wie man am besten an einem Strang ziehen könne, im Sinne des Vereins natürlich. Man hätte Kundenlisten für potenzielle Ansprechpartner erstellen können, die Rautenherz hätte ansprechen können. Mit anderen Worten:

Gemeinsam und nicht gegeneinander!

Dies aber möchte der HSV nicht, er schlägt mit dem groben Hammer zu und findet sich auch noch gut dabei. Vor dem Hintergrund des neuerlichen Trainer-Engagements von Jugendhoffnung Thomas von Heesen in Polen darf man nun gespannt sein, wie sich die Nachwuchsarbeit beim HSV entwickeln wird, denn eines sollte den Herren bewusst sein: Sie stehen unter verstärkter Beobachtung, besonders dann, wenn sie Bemühungen von Mitglieder, ihnen bei einem schwierigen Thema unter die Arme greifen zu wollen, knallhart abschmettern.

Ein Hinweis von meiner Seite zum Schluss:

Die Art, wie Lars Pegelow diese brisante Geschichte „an den Mann“ brachte, war sachlich und inhaltlich zu 100% korrekt, das Resultat bei seiner Leserschaft war:

Keine Reaktion! Nun sollte man nicht so weit gehen und die Reaktionsfähigkeit des durchschnittlichen Schmock-Leser als Maßstab nehmen, dennoch ist es irgendwie bezeichnend. Denn gibt man lediglich die sachlichen Fakten bekannt, verhallt die Geschichte im Nirwana. Interpretiert man sie jedoch und erklärt die Hintergründe, wir die Sache „heiß“.

Und dann heißt es immer, die Leute wollen nun sachlich informiert werden und glauben dem Boulevard kein Sterbenswörtchen. Mal drüber nachdenken!

P.S. Der Richter war laut eigener Aussage übrigens Werder Bremen-Fan.

Von | 2015-09-10T09:34:36+02:00 10. September 2015|Allgemein|39 Kommentare

39 Comments

  1. UFO 10. September 2015 um 09:02 Uhr

    Moin Grave,

    ohne deine Erläuterungen wäre diese Geschichte auch bei mir mehr oder weniger verpufft, danke dafür.
    Auf der anderen Seite ist meine Meinung zu den „Granden“ im Speziellen und dem Club im Allgemeinen schon so schlecht, dass es keine wirkliche Rolle mehr spielt.

    Ich traue den handelnden Personen nichts zu und habe auch keine Hoffnung auf Besserung. Es wäre Zeit für eine Palastrevolution – aber wer wäre bereit und fähig es endlich besser zu machen, ohne nur an die eigene Reputation/den eigenen Vorteil zu denken?

    Gruß
    UFO

    • Gravesen 10. September 2015 um 09:10 Uhr

      Mir fällt niemand ein, aber eines ist auch klar: Herr Kühne ist über das Vorgehen der Vorstandsfreunde alles andere als glücklich.

      • Diego 10. September 2015 um 13:23 Uhr

        Das Problem bei Herrn Kühne ist jedoch (selbst mit besten Absichten), dass er als Mäzen, Sponsor, Geldgeber oder was auch immer, durch sein Geld zu großen Einfluss bekommt.
        Dieses strukturelle Problem wird dem HSV noch zu schaffen machen, oder wir haben einen ganz anderen Fussball.

  2. Hannes Grundmeyer 10. September 2015 um 09:06 Uhr

    Mal wieder ein neues Puzzleteil im Gesamtbild des „neuen“ HSV. Und leider mal wieder kein Positives. Ist doch klar, dass die „Exzellenzen“, wie du immer so schön schreibst, sich nicht durch die Hintertür eine neue Fanbeteiligung ins Haus holen wollen. Das wollte man mit der Ausgliederung ja grade verhindern. Dann müsste man sich ja wieder mit einer Menge Leuten darüber streiten, welcher Spieler gekauft oder verkauft wird und man hätte wieder endlose Diskussionen, die natürlich alle brühwarm an die Presse gelangen. Am liebsten wäre dem Vorstand natürlich eine neue Fananleihe. Noch mehr Trottel, die ihr Geld für irgendetwas Großartiges hergeben sollen, auf das sie keinen Einfluss haben und das auch nicht zweckgebunden ist. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, ich habe auch bei der Fananleihe mitgemacht. Ein Fehler, den ich unter den damaligen Voraussetzungen mit Sicherheit nicht nochmal machen werde. Aber wie heißt das so schön, (Fan-)Liebe macht blind. Das hat der Richter schon ganz gut erkannt. Ich bin schon gespannt, welche Begründungen uns präsentiert werden, warum das Geld nicht wie vereinbart an die Fans zurückgezahlt werden kann.

  3. NickCave 10. September 2015 um 09:11 Uhr

    Klar, der erste Impuls, wenn man das liest mag für viele Menschen sein „Der Vorstand macht alles verkehrt, was man verkehrt machen kann und dann lassen die sich nicht mal helfen..typisch…“. Aber wenn man das differenzierter betrachtet, könnte man ja auch hinterfragen, warum der jetzige Vorstand einem ausgesprochenen Gegner des bestehenden Systems (Herr Ferslev) das Vertrauen geben sollte und mit diesem eng und intensiv zusammen arbeiten sollte? So gutgemeint und ehrenwert der Fonds vordergründig zu sein scheint. Da entsteht doch eher der Verdacht, dass die Rautenherzler quasi durch die Hintertür Mitspracherecht beim HSV erschleichen wollen. Und dieses Mitspracherecht ist einfach nicht erwünscht, wie die Mehrheit der Mitglieder klar entschieden hat. Ich finde es legitim, wenn der Vorstand sich selber aussuchen darf, wer im Namen des HSV mitbestimmen/mitreden will/darf. Wenn man sich das Konzept von Rautenherz anschaut, gibt es da ja schon sehr konkrete Vorstellungen, die sich möglicherweise nicht mit decken mit dem Status Quo. Wenn der so „geschätzte Scholle“ Dir seine Mitarbeit anbieten würde für lau um neue Leser zu bekommen(z.B. exklusive Transferinfos 🙂 ), wäre es doch legitim zu sagen…ne Danke…mit dem möchte ich aber nicht. Nichts anderes ist hier gerade passiert.

    • Gravesen 10. September 2015 um 09:19 Uhr

      Wer sagt dir, dass Herr Ferslev ein „ausgesprochener Gegner des bestehenden Systems“ ist? Nur, weil er während der Ausgliederungsdebatte eine KG und keine AG vorgeschlagen hatte? Kennst du den Mann, hast du schon mal mit ihm gesprochen?

      • NickCave 10. September 2015 um 09:40 Uhr

        Ich kenne seine diversen Wortbeiträge auf den Mitgliederversammlungen,Zeitungsinterviews und meine für mich erkannt zu haben, dass er in Zusammenspiel mit Herrn Hunke zunächst gegen die Ausgliederung war und ganz eigene, abweichende Vorstellungen hat, wie der HSV strukturiert sein sollte. Als die Ausgliederung nicht zu verhindern war, versuchte er den Start zu verzögern wegen inhaltlicher Bedenken. Das ist glaub ich kein Geheimnis. Das alles lässt mich zu dem Schluss kommen, dass er kein „Freund“ des bestehenden Vorstandes ist. Und unabhängig wie gut oder doof man die Exzellenzen findet…allein aus deren Sicht finde ich es legitim, wenn ich mit jemandem, der eine Art Opposition vertreten hat, keine Geschäft mache.

        • Gravesen 10. September 2015 um 09:59 Uhr

          Also mit anderen Worten: Du kennst den Mann nicht, hast nie mit ihm gesprochen und beziehst deine Kenntnis aus den Medien.

          • NickCave 10. September 2015 um 10:10 Uhr

            Seine Wortbeiträge auf Mitgliederversammlungen bzw. die dazu gereichten Konzepte reichen mir zu einer Meinungsbildung um sagen zu können, ob er ein Befürworter des jetzigen Vorstandes ist oder nicht. Ich komme dann zu dem Schluss,dass er es eher nicht ist. Vielleicht zu gewagt. Aber im nä. Schritt sage ich dass es der Vorstand wohl ähnlich sieht und daher eine Zusammenarbeit ablehnt. Und das könnte ich nachvollziehen. Mehr habe ich nicht gesagt. Keine Wertung wer gut, wer böse ist.
            By the way: Mit Beiersdorfer, Knäbel-Pete tauscht du dich sicher auch regelmäßig vertraulich aus? 🙂

  4. Gravesen 10. September 2015 um 10:16 Uhr

    Billiger Versuch. Du hast also keine Ahnung, was die tatsächliche Motivation sein könnte, sondern du unterstellst „dunkle Machenschaften“, die der Vorstand selbstverständlich ablehnen muss. Ich bin nun kein Fan von Rautenherz oder sonstwem, aber ich weiß, dass man die Dinge anders regeln könnte, wenn man denn wollte. Wenn Herr Hilke den Initiatoren nach Vorstellung des Konzeptes jedoch hämisch erklärt, die sollten es doch am besten mal bei St. Pauli oder Werder Bremen vorstellen, dann ist das an Überheblichkeit nicht mehr zu toppen und ich frage mich, wer dann am Ende tatsächlich ein Gegner des angebliches Ziels des Vereins sein soll.

    • Diego 10. September 2015 um 13:28 Uhr

      Werder Bremen könnte das Geld sehr gut gebrauchen. Tolle Idee! 🙂
      Die Excellenzen und der Vorstand schaufeln sich noch ihr eigenens Grab, sind schon kräftig dabei.
      Letztes und vorletztes jahr hat es leider noch nicht gereicht und mit Labbadia hat der HSV zumindest einen Trainer der aus der Mannschaft etwas mehr herausholen kann. Eine Weiterentwickölung wird es jedoch nicht geben, daher sind seine Wochen/Monate beim HSV auch gezählt. Ich gehe jede Wette ein dass er nicht länger als 1,5 Jahre Trainer bleibt.

  5. NickCave 10. September 2015 um 10:46 Uhr

    Nicht mehr als du dem Vorstand dunkle Machenschaften unterstellst. 🙂 Ich glaube Herrn Ferslev ja, dass er durchaus ehrenwerte Absichten hat. Er will das Beste für den HSV. Das glaube ich aber auch vom Vorstand, auch wenn es zugegebenermassen manchmal schwer fällt. Und offensichtlich scheint es da Gräben (= unterschiedliche Vorstellungen wie der Verein aufgestellt sein sollte) zwischen beiden Lagern zu geben, die eine Zusammenarbeit verhindern. Merkt man im übrigen auch an den vielen polemischen Spitzen von beiden Seiten in besagten Beiträgen der MV´s. Finde ich auch schade, aber muss man so akzeptieren. Ein Grundproblem des HSV…es geht selten um die Sache sondern meist um persönliche Eitelkeiten/Machtbestrebungen. Und da klammere ich ausdrücklich niemanden aus.
    Dein Blog sagt ja im Prinzip „Die nehmen keine Hilfe an, die sind blöd“ …ich sage „ja vielleicht aber möglicherweise kann ich das Nein ein bißchen verstehen“ In Ihrer Welt konsequent gehandelt. Mitsprache verhindert, wir können das Beste für den HSV am Besten alleine. 🙂

    • Gravesen 10. September 2015 um 10:53 Uhr

      Ich unterstelle dem aktuellen Vorstand keine dunklen Machenschaften, sondern Unfähigkeit.

      • didi 10. September 2015 um 11:09 Uhr

        Dunkle Machenschaften würden ja ein Mindestmaß an Kompetenz erfordern …

        Aber mal eine generelle Nachfrage: hat Ferslev dem Vorstand sein Konzept vorab präsentiert? Hatte er das Gespräch gesucht oder einfach gemacht. Wenn er einfach losgelegt hat, dann liegt der erste Fehler zunächst einmal bei ihm. Ob der Vorstand dann so reagieren muss ist eine andere Sache – und da meine ich nein, das kann man eleganter lösen. Wenn er dem Vorstand sein Konzept allerdings präsentiert hat, man dieses von HSV-Seite aber ablehnte, dann ist die Reaktion wiederum verständlicher.

  6. Hans 10. September 2015 um 10:59 Uhr

    Und wieder ein Fettnapf in den der HSV-Vorstand mit beiden Beinen hineinspringt. Wie ungeschickt sind die Leute da nur. Juristisch vielleicht im Recht. Das ist auch schon alles. Aber die Aussen-Darstellung: unter aller Kanone.

  7. Felix 10. September 2015 um 11:30 Uhr

    Man kann ruhig anderer Meinung sein als Rautenherz, aber so eine Sache sollte man woanders klären, der Vorstand hat dafür hinreichende Möglichkeiten, aber nicht im Gerichtssaal.
    Ich kann mich darüber aber schon nicht mehr aufregen, weil das einfach ins Bild passt und man auch nichts anderes mehr von Beiersdorfer erwartet, als die nächste Peinlichkeit, den nächsten Ausdruck von Inkompetenz oder den nächsten kleinen oder großen Skandal.
    Ich hoffe nur, dass Herr Kühne einen Weg findet, den HSV von diesem Vorstand zu befreien.
    Eines ist sicher: nach dem Skandal ist vor dem Skandal.

    • Diego 10. September 2015 um 13:35 Uhr

      Was wollt ihr immer von Herrn Kühne? Der ist kein Messias, sonern ein knallhart denkender Geschäftsmann mit Liebe zum Fussball, speziell zum HSV.
      Aber eine solche Verquickung hat nicht nur Gutes. Genausowenig wie ein absolutistisch herrschender König mit besten Absichten. Irgendwann gibt es Konflikte und dann? Das „dumme“ Volk hat bei einem König nichts zu melden, und bei Herrn Kühne? Wollt ihr das wirklich?

      • Felix 10. September 2015 um 20:37 Uhr

        Vielen Dank für die vielen neuen Informationen…
        Kühne ist als einziger in der Lage, auf den ARV Gernandt (das ist sein Mitarbeiter) Druck auszuüben, das Ende der Ära Beiersdorfer einzuleiten, bzw. Schritte zu unternehmen, die das vorbereiten.
        Dämmerts jetzt?

        • diego 11. September 2015 um 13:06 Uhr

          Glaubst Du wirklich Beiersdorfer ist das einzige Problem?
          Es stimmt etwas grundsätzlich nicht am HSV und Kühne wird daran nichts ändern, eher mit seinem Geld noch schlimmer machen.
          Ich denke, es muss ein Abstieg her….so traurig das auf eine Art auch wäre.

  8. Micha 10. September 2015 um 11:38 Uhr

    @Grave+NickCave
    Erstmal Dank für die Hintergrunganalyse des Artikels von Lars Pegelow.
    Ich kann hier beide Standpunkte verstehen und sie liegen doch eigentlich eng zusammen.
    Das Traurige ist doch, das so ein Fall vor Gericht gehen muß, bzw. der HSV eine solche Initiative per Unterlassungserklärung unterbinden wollte. Die andere Seite der Medaille ist, warum erheben die Helfer Klage gegen die Begünstigten?
    Wenn ich helfen will und mir der Begünstigte ne Klage androht, ab dafür.
    Deshalb glaube ich, der Fall ist nicht so einfach, wie er erscheint.
    Zitat Grave
    “ Denn – wie elegant hätte man diese Sache außergerichtlich und ohne Unterlassungserkärung regeln können? Man hätte sich zusammensetzen und besprechen können, wie man am besten an einem Strang ziehen könne, im Sinne des Vereins natürlich. Man hätte Kundenlisten für potenzielle Ansprechpartner erstellen können, die Rautenherz hätte ansprechen können. Gemeinsam und nicht gegeneinander!“
    Zitat NickCave:
    „Ein Grundproblem des HSV…es geht selten um die Sache sondern meist um persönliche Eitelkeiten/Machtbestrebungen. Und da klammere ich ausdrücklich niemanden aus.“

    Das ist das Problem.

    Allerdings, wenn ich als klammer Verein auf Hilfe angewiesen bin und die Fans nicht mit einer zweiten Campus Anleihe betrügen kann, sollte ich mit Initiativen kooperieren oder sie ggf. leise abwürgen/beenden.
    Aber doch nicht so.

    Grave, hat Hilke das wirklich so gesagt:
    „Wenn Herr Hilke den Initiatoren nach Vorstellung des Konzeptes jedoch hämisch erklärt, die sollten es doch am besten mal bei St. Pauli oder Werder Bremen vorstellen, dann ist das an Überheblichkeit nicht mehr zu toppen und ich frage mich, wer dann am Ende tatsächlich ein Gegner des angebliches Ziels des Vereins sein soll.“

    LG,
    Micha

    • Gravesen 10. September 2015 um 11:48 Uhr

      Die Initiative rautenherz hat dem Vorstand des HSV bereits vor einigen Monaten ihr Konzept „Talent-Invest rautenherz“ zukommen lassen. Als Reaktion darauf erfolgte eine Antwort von Vorstand Joachim Hilke, der die Vorstellung des Konzeptes bei St. Pauli und Werder Bremen anregte. An einer derartigen Talentförderung jedenfalls, hätte der HSV-Vorstand absolut kein Interesse.

      (Quelle: http://blog.rautenherz.com/blog/104)

  9. Micha 10. September 2015 um 14:00 Uhr

    Das ist krass. Als Fan kann man nur sagen, laßt die verhungern. Ich bin soooo sauer.

    “ Die Initiative rautenherz hat dem Vorstand des HSV bereits vor einigen Monaten ihr Konzept „Talent-Invest rautenherz“ zukommen lassen. Als Reaktion darauf erfolgte eine Antwort von Vorstand Joachim Hilke, der die Vorstellung des Konzeptes bei St. Pauli und Werder Bremen anregte. An einer derartigen Talentförderung jedenfalls, hätte der HSV-Vorstand absolut kein Interesse.

    (Quelle: http://blog.rautenherz.com/blog/104)“

  10. Micha 10. September 2015 um 15:04 Uhr

    Warum kürzt Du meinen objektiven Kommentar ein und schnalzt ihn auf Dein Niveau?
    Merkst Du noch was?

    DU, genau DU furzt hier immer rum betreffend Freiheit. Der Presse wegen. Und jetzt zensierst Du die Hälfte meiner Antwort an Dich, weil sie Dir nicht passen könnte?
    Habe ich da jetzt was verpasst?, ich dachte Dich zu kennen.
    Grave, was´n los?

    • Gravesen 10. September 2015 um 18:05 Uhr

      Wie meinen?

  11. Micha 10. September 2015 um 15:23 Uhr

    Bruder? Hau einen raus! Aber wie geht´s Dir?

  12. Hessenloewe 10. September 2015 um 19:05 Uhr

    Und ich habe eine Veranstaltung moderieren dürfen, bei dem ich Herrn Ferslev „live“ und in kleinem Kreis erlebt habe. Und ich bestätige die Aussage von „Nick Cave“. Er hat kein gutes Haar an dem gesamten Konzept „HSVplus“ gelassen, sich aufgeplustert, als hätte „Rautenherz“ die Quadratur des Kreises gefunden. Sein Auftritt bei dieser Veranstaltung, bei den folgenden Mitgliederversammlungen haben deutlich gezeigt, welcher Narzismus ihn antreibt. Ich kann also mit Fug und Recht behaupten, dass ich aus persönlichen Gesprächen mit Rainer Ferslev die Feststellungen von „Nick Cave“ aber sowas von unterstreiche. Ich habe damals die Ruhe und Gelassenheit von Holger Hieronymus bewundert, der ebenfalls anwesend war. sein Kommentar, sinngemäß: „Lass ihn agieren! Er demontiert Rautenherz und sich gerade selber!“ Mir schwoll damals schon der Kamm und ich unterstelle Rainer Ferslev und Martin Rüssel ebenfalls: durch die Hintertür hinein in die „Mitsprache Zone“ der „HSV AG“. Nichts anderes ist die Triebfeder!

    • Gravesen 10. September 2015 um 19:16 Uhr

      Du verstehst aber schon, dass es darum Nicht mal im Ansatz geht, oder?

      • Hessenloewe 10. September 2015 um 21:02 Uhr

        Hast du „Nick Cave“ die Frage gestellt, ob er sein Wissen nur aus Medien hat? Hast du ihn damit bloßstellen wollen, oder darf man nicht mit persönlichen Erlebnissen, die „Mutmaßungen“ von Nick bestätigen? Du verstehst schon, dass ich auf keine andere Sache eingegangen bin.

  13. Gravesen 10. September 2015 um 20:31 Uhr

    Also nochmal für die Blitzmerker. Es geht weder um die Person Ferslev noch um Rautenherz oder Vergleichbares. Es geht darum, wie ein Verein und sein Vorstand mit Geldern, Mitgliedern, Unterstützern und der Kommunikation umgeht. Ich habe diesen Vorgang jetzt seit Monaten verfolgt und die ganze Geschichte hätte der Verein, der sich seit Jahren Null um den Nachwuchs kümmert, eleganter, freundlicher und im Sinne des HSV klären können. Stattdessen scheisst man den Leuten vor den Koffer und macht auf erfolgreiche Manager. Sieht Kühne übrigens auch so.

    • didi 11. September 2015 um 09:05 Uhr

      Haha, das mit Kühne glaube ich dir sofort. Andererseits dachte ich gleich ans Glashaus, Steine und so … Ich frage mich an der Stelle aber immer, welche Rolle Gernandt nun eigentlich spielt. Ist er noch ein Unterstützer des Vorstands? Oder ist er auch schon abgerückt? Kann er den Vorstand überhaupt noch unterstützen, wenn Kühne es nicht mehr tut?

  14. Gravesen 11. September 2015 um 09:59 Uhr

    Reicht jetzt

  15. Gravesen 11. September 2015 um 14:17 Uhr

    Ich könnte dir eventuell sagen, wo du dir einen Finger hinstecken kannst, „Peter Klug“

    • Heinn 11. September 2015 um 15:41 Uhr

      Lach – das könntest du natürlich machen, es ist ja dein Blog. Ich hoffe aber nicht, dass es dazu kommen muss.

  16. ausgegliedert 11. September 2015 um 14:56 Uhr

    Beim ersten Blog lesen war ich versucht, an genau eine einzige Begründung für das Vereinsvorgehen zu glauben: unser Marketingvorstand macht seinem Amt Ehre und generiert anderweitig Gelder.
    Wenn „Herr Hilke den Initiatoren nach Vorstellung des Konzeptes jedoch hämisch erklärt, die sollten es doch am besten mal bei St. Pauli oder Werder Bremen vorstellen, “ so stimmt (ich weiß nicht, ob das nur aus dem RH-Blog stammt?), hat man wieder tolles hanseatisches Understatement gezeigt.
    Aber was will man erwarten, das fehlende Konzept bzgl. Presse und Außendarstellung wurde hier bereits mehrmals erwähnt.

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