Es muss nicht unbedingt Gala sein…

12 Spiele, 24 Punkte. So lautet die bisherige Bilanz von Trainer Bruno Labbadia nach seinem Amtsantritt am 15.04.215, seit er den Hamburger Sportverein auf dem letzten Tabellenplatz übernahm. 24 Punkte (6 Ligaspiele Saison  2014/15, 2 mal Relegation, 6 Spiele Saison 2015/16) aus 12 Spielen bedeutet einen Punkteschnitt von 2,0 Punkten, gleichbedeutend mit einer Punkteausbeute von 68 Punkten über eine Saison gesehen. Mit 68 Punkten qualifiziert man sich in der Regel für die Champions League, früher einmal wurde man damit sicher Deutscher Meister. (Der Test hat geklappt. Die Red.)

FCIHSV

Nein, um Gottes willen, ich will den HSV nicht in den europäischen Fußball schreiben, das wäre absoluter Blödsinn. Aber dennoch muss man sich diese Bilanz einmal vor Augen führen, besonders dann, wenn man bedenkt, unter welchem Umständen sie zustande gekommen ist. Labbadia übernahm nicht etwa ein intaktes Team, er übernahm vielmehr eine komplett verunsicherte Truppe, in der Altstars ihre Pfründe verteidigen wollten und der Platz für Nachwuchsspieler verbaut schien. Mit unglaublichem Glück (denn das braucht man auch) wurde die Relegation überstanden, im Anschluss daran wurden die Verträge mit den meisten Großverdienern nicht verlängert.

Und, was besonders wichtig ist: Labbadia schaffte diesen „Aufschwung“ ohne jegliche Hilfe von oben, denn die Performance von Menschen wie Abtaucher Beiersdorfer, Turnbeutel-Vergesser Knäbel, Badelatschen-Peters und Selbstoptimierer Hilke ist nach wie vor erschütternd und schadet dem Verein mehr als sie ihm dient. An all das sollten sich die „Fans“ in dem Moment erinnern, wenn sie das nächste Mal „Trainer raus“ gröhlen, weil „der schlechteste Trainer in der Geschichte des HSV“ (D. Matz) zwei oder drei Spiele in Folge verliert.

Der HSV spielt zur Zeit das, was der HSV spielen kann und was er spielen muss. Die Spieler stellen sich in den Dienst der Mannschaft, erfüllen ihre Aufgaben. Akteure wie Holtby verzichten auf die Theater-Einlagen, Offensiv-Kräfte wie Müller, Lasogga und Ilicevic arbeiten endlich nach hinten, die Defensive steht. Dies klappte in den letzten Spielen sogar, obwohl Taktgeber Ekdal verletzt ausfiel, was bemerkenswert ist. Dazu kommt das notwendige Quäntchen Glück, wie beim abgefälschten Freistoss von Gregoritsch oder dem nicht geahndeten Handspiel von Djourou kurz vor Spielende. Aber – dieses Glück muss man sich eben auch erarbeiten, es kommt nicht von allein.

Wer heute bereits irgendwelche Gala-Auftritte von der Mannschaft erwartet, hat wenig verstanden und noch mehr vergessen, aber Gala ist gar nicht notwendig und kann irgendwann kommen, wenn der HSV wieder Spieler für Gala-Spiele unter Vertrag hat.

So aber kommt am nächsten Wochenende Schalke 04 ins Volksparkstadion und sie kommen mit Respekt, denn der HSV hat gezeigt, dass er ein anderer HSV geworden ist. Die Mannschaft ist schlecht zu bespielen und schwer zu schlagen.

Wenn jetzt noch das leicht lahme Offensivspiel verbessert wird und die Mannschaft in der Lage ist, bei gleichbleibender Stabilität in der Defensive mehr als 2 oder 3 Chancen pro Spiel zu erarbeiten, wird es für die Gegner noch schwerer, gegen Labbadias HSV zu gewinnen.

Von | 2015-09-23T08:40:38+02:00 23. September 2015|Allgemein|30 Kommentare

30 Comments

  1. 1887 23. September 2015 um 08:39 Uhr

    Ja die Punkte ausbeuten ist echt top für unsere Situation. Aber mir hat das Spiel nicht gefallen. Spielaufbau war wieder 0. Fast nur lange Bälle die nicht angekommen sind. Kann ich nicht verstehen wo die Ballsicherheit vom Frankfurt Spiel hin war. Eine Zweitliga Mannschaft die zwar richtig gut drauf ist aber die so hoch steht muss besser ausgespielt werden. Und man darf sich nicht so hinten rein drücken lassen. Nur Befreiungsschläge. Erinnerte mich fast an letzte Saison. Ich hoffe das wird gegen Schalke wieder besser.

    • Stefan 23. September 2015 um 08:53 Uhr

      Das ist korrekt. Ein schöner Spielaufbau war in vielen Phasen des Spiels nicht zu sehen.

      Aber Ingolstadt lief den HSV wie wild an. Und da ist ein geordneter Spielaufbau – wenn man nicht Bayern München oder Dortmund ist – nicht so einfach.

      Nach 75 Minuten war Ingolstadt dann platt und der HSV bekam wieder ein sichtbares Übergewicht im Mittelfeld. Ab da wurde wieder Fußball gespielt.

      Und ich finde es ist eine Qualität, auf solche Chancen hinzuarbeiten, abzuwarten und dann zuzuschlagen.

      Man braucht dafür etwas Glück – gestern war es da. Nicht schön, aber ganz sicher nicht unverdient.

      • 1887 23. September 2015 um 09:20 Uhr

        Ja da geb ich dir recht. Ingolstadt war durch nach 75min. Aber ich finde die Gefahr ein tor zu fangen ist einfach zu groß wenn man den Gegner so viel Druck machen lässt. Da reicht dann ein schnitzer in den 20 Angriffen. Und du weißt ja hätte Ingolstadt irgendwie einen gemacht würden wir das Spiel wieder anders sehen. Ich finde einfach man kann sich nicht derart das Spiel aufdrücken lassen. Auch wenn man nur der hsv ist. Frühes anlaufen und hoch pressen werden wir nicht das letzte mal erlebt haben. Da brauchen wir mehr Ideen als den langen Ball auf PML der ja nicht mal einen fest macht davon. Das macht Gragoritsch zb viel besser finde ich. Sicherlich auch bedingt dadurch das er gegen einen kleinen Außenverteidiger steht.

      • hamuburgmini 23. September 2015 um 21:25 Uhr

        Also ich hatte auch gedacht, daß Ingolstadt müde geworden wäre, war allerdings überrascht, als ich die Daten auf buli.de nachgelesen habe.
        Wir müssen ja annehmen, daß die Spieler von Ingolstadt, wie alle anderen Bundesligisten auch, ein angemessene Profivorbereitung in der Sommerpause absolvierten. Eventuell noch etwas mehr, da die
        Aufstiegseuphorie jedem Spieler mental einen zusätzlichen Schub gibt.

        Ingolstadt ist aber in Gesamtsumme über vier km weniger gelaufen (111 zu 115km gegenüber dem HSV),
        in der Anzahl der intensiven Läufe und Sprints sind die Daten ähnlich.

        Wenn man diese Zahlen einfach nur anschaut, kann man eine einsetzende Müdigkeit nicht daraus erkennen, vielmehr unterstreicht die Einwechslung von Diaz, die Umsetzung von Holtby auf links, einhergehend mit
        dem Spielgeschehen daß der HSV seine, vom Kaderwert, spielerische Individualklasse der einzelnen Spieler eben spielerisch auf dem Feld konsequenter umsetzte. Lange hohe Bälle, wie in der ersten Halbzeit wurden viel seltener gespielt.

        Das wird wohl auch Hrn. Labbadia aufgefallen sein…

        Die Anspielstation Diaz neben einem starken Kacar waren der Schlüssel, der das Konzept der Ingolstädter an der weiteren Durchführbarkeit hinderte.

        • 1887 24. September 2015 um 12:07 Uhr

          Tja interessanter Punkt. Ist für mich schwer einzuschätzen ob eine Zweitliga Mannschaft es nicht gewohnt ist so viel zu laufen. Aber kann auch gut damit zusammen hängen das sie jetzt schon 5 K.O. Spiele auf dem Buckel haben. Die Punkte werden sie nur mit 110% erreicht haben. Und dann hat man in der Englischen Woche vielleicht mal nur noch 90% über. Könnte ich mir jedenfalls vorstellen. Sollte dieser Einbruch bei ihnen und oder bei uns das wieder stärker werden ab der 70min rum an den Einwechselungen liegen wäre das natürlich das beste.

  2. Stefan 23. September 2015 um 08:43 Uhr

    Ich freue mich darüber zu sehen, was für feine Fußballer auf einmal „wiedergeboren“ werden.

    Als Anfang der 2. Halbzeit Holtby auf links aus vollem Lauf unter höchster Bedrängnis eine 1a Flanke in den Strafraum bringt habe ich mich gefragt was bei ihm (und auch bei vielen anderen) im letzten Jahr eigentlich los war.

    Bei den Kickern, die wir da in der Mannschaft haben, werden wir dieses Jahr nicht so in Bedrängnis kommen – wenn sie es schaffen diese Leistungen regelmäßig abzurufen.

  3. Heiliger Bimbam 23. September 2015 um 09:03 Uhr

    Gut analysiert; vielleicht ein wenig zu optimistisch im vorletzten Abschnitt. Schalke ist ein (derzeit) ebenfalls unangenehmer Gegner, und hat ExHSVer im Kader, die ja gerne mal gegen ihren alten Verein mehr als 150% geben.
    Aber auch eine knappe Niederlage würde mich nicht erschüttern, denn Brunos Mannschaft präsentiert sich derzeit wirklich gut, vor allem Angesichts der bekannten Umstände.
    Punkte wären natürlich trotzdem schöner.
    Tja, und „Gala“? Ja, sowas wie von Robert gestern Abend, nech? Würde ich ich hier auch gerne mal vom Hafau sehen… ;-))

  4. Andi Pie 23. September 2015 um 09:13 Uhr

    und dann war da noch… der aktuell meist gehasste Spieler A.H.
    Ohne den hätte es den Freistoss und das daraus resultierende Tor nicht gegeben.
    Zugegeben, ich war von der Verpflichtung des Spielers Hunt nicht begeistert, aber genau dieser Typ Spieler fehlte dem HSV.
    Mit seiner „Ballsicherheit“, er geht ins Dribbling, und holt dann wie einst Jaro Freistösse heraus, das rockt.
    Ich freue mich, dass er sich nicht eingegraben hat nach dem blöden und absolut unnötigen Banner!!!
    Achso: das Tor geht zu mindestens 50% an AH!!!

  5. BerndH60 23. September 2015 um 09:23 Uhr

    Schön analysiert, sehe ich ähnlich.
    Die Bodenhaftung von Bruno, die er scheinbar mühelos auf die Mannschaft überträgt, ist genial.
    Am Ende von „Alle Spiele, alle Tore“, bei der Präsentation der Tabelle, wurde ein Schnipsel aus der Pressekonferenz eingespielt. Angesprochen auf den „besten“ Tabellenplatz der letzten 2 Jahre antwortete Bruno sinngemäß:“Der Tabellenplatz ist mir sowas von egal, aber 10 Punkte zum jetzigen Zeitpunkt,das finde ich toll.“
    7 Tore mehr geschossen, 8 Punkte mehr erkämpft im Vergleich zum 6. Spieltag der Vorsaison. Spätestens nach der Heimniederlage gegen Frankfurt im Vorjahr habe ich alle Hoffnung fahren lassen und ließ die weitere Spielzeit in dumpfer Lethargie über mich ergehen.
    Alleine schon die Tatsache, dass ich mich entschlossen habe am Samstag Abend um 18:30 das Spiel gegen Schalke anzuschauen, ohne Fluchtmöglichkeit zur Konferenz oder ein anderes Spiel zu wechseln, bringt mich zu der Aussage: Danke, Bruno.

  6. atari 23. September 2015 um 09:45 Uhr

    Ich war nicht begeistert, als Labbadia kam, jetzt ziehe ich den Hut vor ihm! Auch bei Hunt war ich skeptisch, aber mal ehrlich, das sieht sehr gut aus, was er macht! Hat der verwirrte Opa sich eigentlich mal zum „schlechtesten HSV – Trainer“Labbadia geäußert? Labbadia ist immerhin der beste Trainer seit Labbadia!!!

    • Freundchen 23. September 2015 um 13:36 Uhr

      Soweit ich weiß, ist der Lockenkopf D.M. nicht mehr für Schmocks Einöde tätig. Jedenfalls hat er das so vor einem halben Jahr angekündigt, falls Labbadia irgendwann mal wieder zum HSV kommen würde.

  7. Sven 23. September 2015 um 09:50 Uhr

    OT: Danke dass das Zoomen wieder geht!!! – Ja, man kann wieder ein ganzes Spiel lang hinschauen. Es wäre schön, wenn das eine Saison lang hält und man das Gefühl haben darf, kein fest gesetzter Kandidat für die letzten 3 Plätze zu sein. Danke Bruno!

  8. hamuburgmini 23. September 2015 um 10:52 Uhr

    Bruno Labbadia hat derzeit ein glückliches Händchen! 🙂

    In der ersten Halbzeit war meines Erachtens kein Klassenunterschied festzustellen, gute Chancen auf beiden Seiten.
    Nach meinem Empfinden lief der Ball bei Ingolstadt schneller, d.h. direkte Weiterleitung von Pässen, Seitenverlagerung, immer auf eine spielerische Lösung bedacht, hingegen der HSV mit Laufarbeit, individueller Klasse (soweit vorhanden) gegenhielt. Der Spielaufbau beim HSV wirkte flacher, zufälliger oder in einfacheren Grundzügen. Der Ball wurde zu lange von den jeweiligen Spielern getragen ehe die Weiterleitung erfolgte.

    Von den Spielern empfand ich
    Spahic, Holtby, Ilicevic, Müller nicht überzeugend, Lasogga übermotiviert.

    Spahic war in zwei/drei Situationen jeweils einen Schritt zu langsam, Holtby war in der zugedachten Mittelfeldrolle
    überfordert (hat Labbadia dann auch erkannt indem er nach den Wechseln auf links setzte). Müller war bemüht, aber
    er braucht Raum, muss intelligenter geschickt werden um seine Schnelligkeit auszuspielen (siehe Kacars Pass auf ihn).
    Ilicevic hat mir im sich anbieten nicht gefallen, so wirkte Ostzrolek auf der linken Seite überfordert.

    In der zweiten Halbzeit hat der HSV seinen Faden verloren und erst mit der Hereinnahme von Diaz spielerisch die Linie wiedergefunden. Das Tor war glücklich, ein „lucky Punch“….

  9. Oberberger 23. September 2015 um 11:29 Uhr

    Endlich, endlich hat der HSV sowas wie eine Linie gefunden. Zumindest auf dem Platz. Die Zeiten der wüsten Grätscherei und planlosen Agierens scheinen unter Bruno Labbadia vorbei zu sein. Wenn es gelingt diese Form und Stimmung zu konservieren, dann wird es endlich mal eine Saison in der man nicht permanent am Randes des Abgrunds wandelt.
    Gar nicht auszudenken wohin das führen könnte, wenn neben Trainer und Mannschaft auch noch das Management performen würde 🙂

    • Aufwärtstrend 23. September 2015 um 20:00 Uhr

      Die Mannschaft (14 neue Spieler) und der Trainer wurden doch vom neuen Vorstand verpflichtet, zudem die Verträge von Kacar und Ilicevic verlängert. Ich finde es wird performt.

      @Gravesen: Die Rechnung aus dem ersten Absatz geht nicht ganz auf: 6+2+6 sind 14 Spiele und 24 Punkte (wenn man die Verlängerung rausrechnet 22 Punkte). „Klugscheißermodus aus“. Trotzdem riesige Leistung von Labbadia.

  10. Joschmann 23. September 2015 um 11:55 Uhr

    ich habe über ein Jahr über ihn geschimpft. Zurecht. Aber seit Hunt an Holtbys Seite ist, spielt der Junge richtig clever. Das Schnick-Schnack-Schnuck war bisschen affig, zumal bei Spieluterbrechung eindeurig KACAR am Ball war… aber gut, bei entsprechender Leistung ist das wurscht, wenn Holtby funktioniert dann ist der spielerisch un kämpferisch absolut bundesligatauglich.
    .
    Noch kurz zum „Helden“ gestern: Vor dem Freistoß, rutsch mir noch ein „bloß nicht Gregerl“ raus… meine Perle antwortet: „Ruhe, der macht den rein.“ – diesen einen Satz sagt sie nach 87 Min Schweigen und unzähligen Kommentaren meinerseits…. und zack, bum. geiles Ding Gregerl! Abgefälscht hin oder her. Ich hab sie angeguckt wie ein Reh das von der Lichthupe erschrocken wurde…
    .
    ein glücklicher Sieg, speziell bei Djourous dämlichen Handspiels in der 93. …. aber solche Siege musste holen um mal nicht 16.er zu werden… wobei die aktuelle Tabelle natürlich Fantasien weckt. Ich will nicht wissen wer sich jetzt alles den Petric-Fallrückzieher in Lüttich nochmal reinzieht XD

  11. ausgegliedert 23. September 2015 um 12:04 Uhr

    Ein wie erwartet hartes Stück Arbeit, diese Ingolstädter. Mich hätte ein 0:0 auch nicht gewundert, wobei wir gegen Frankfurt besser aussahen.
    Bruno sei Dank, in der Truppe ist wieder Leben. Hoffentlich hält das weiter an, nicht daß der eine oder andere anfängt, einen Tick weniger zu machen. Die Geschlossenheit war am Samstag eher vorhanden, gestern gab es da Abstriche.
    Gala mag sich vlt. ergeben, wenn die Punkte weiter gesammelt werden. Einen Fünfbert samt Zuspielern drumrum haben wir nunmal nicht.

  12. BerndH60 23. September 2015 um 14:07 Uhr

    ACHTUNG!! ACHTUNG!!
    .
    Für alle die es noch nicht gesehen haben oder mal wieder sehen möchten:
    Heute Abend um 20:15 UHR auf Sky Sport HD 1: Hamburger SV – Juventus Turin. Finale des Pokales der Landesmeister, heute besser bekannt als Champions League, von 1983.

  13. Micha 24. September 2015 um 11:39 Uhr

    Hi Grave,

    ich lese Deinen Blog täglich und bin eigentlich immer Deiner Meinung. Warum? Weil Du gut recherchierst und kein Blatt vor den Mund nimmst. Ok, manchmal schießt Du über das Ziel hinaus, doch immer mit bissigem Humor geschrieben.
    Als Deinem Fan, und das sage ich ganz ehrlich weil ich wie zu einem gutem Freund ehrlich sein will, bin ich besorgt über die Art von Zensur, die Du kritischen Posts angedeihen läßt. Eben einer dieser wurde kürzlich gelöscht.
    Dazu will ich sagen, es ist keine Schande einen Irrtum einzugestehen. Das zeigt wahre Größe. Es ist aber eine Schande, diesen Irrtum unterdrücken zu wollen.

    Du hast ja immer betont, keinen Spieler vor zu verurteilen. In Sachen Aaron Hunt hast Du das geschrieben :

    „Aaron Hunt, in 4 Tagen 29 Jahre alt, Knieprobleme, lauffaul, charakterlich fragwürdig. Aaron Hunt ist der Spieler, den diese Versager am letzten Tag!!! der Transferperiode aus dem Hut zaubern? Wollen die mir jetzt ernsthaft erklären, dass sie 60 Tage an Transfers gearbeitet haben, um am Ende einen Spieler im Spätherbst seiner Karriere und ohne jeglichen Wiederverkaufswert als Großtat zu verkaufen? Sorry, aber verarschen kann ich mich allein.“

    Grave, Du schreibst sehr impulsiv und emotional. Doch diese Statement ging mir auch zu weit und Du hast zu A. Hunt ja auch sehr positiv Stellung bezogen bzgl. der Haßplakate einiger FANatiker, die nur Hass in sich tragen,

    Meine Bitte an Dich: Gib doch einfach mal zu, daß Du da einen Fehler gemacht hast (Vorverurteilung).
    DAS würde Dich nämlich von der Einöde unterscheiden.
    Es geht darum auch Fehler zuzugeben und Eitelkeiten einzuschränken.

    LG
    Micha

    • Gravesen 24. September 2015 um 12:23 Uhr

      Nein, es geht um die Art und Weise und nicht um die Kritik als solche. Lustig aber, wie einige einen Hunt nach drei halbwegs normalen (und eben nicht weltklass) Spielen in den Rang einer Ikone versetzen wollen. Das erinnert mich in fataler Art und Weise an den Schwachkopf-Blog

  14. Micha 24. September 2015 um 11:56 Uhr

    …und das würde Deinen Blog richtig seriös machen, was ich mir von Herzen wünsche!!!

    • Gravesen 24. September 2015 um 12:23 Uhr

      Ich habe nie behauptet, einen „seriösen“ Blog machen zu wollen.

      • Micha 24. September 2015 um 13:43 Uhr

        Du machst aber einen seriösen Blog, wenn diese emotionalen Ausraster nicht wären. Und, wie erwähnt diese seltsame Zensur nicht vorkäme, mit Ankündigung. Herrje!

        So gering kann es sein, bei einem Fauxpass mal zu sagen: „Leute. ich lag falsch“. Oder einfach mal zu sagen, öh – ich bin auch nur ein ein Mensch, Shit happens?
        Du schreibst gute Sachen, immer ehrlich. Aber man kann bei Allem(!) auch mal nicht ganz richtig liegen.

        Ehrlichkeit ist die stärkste Waffe.
        Und Du bist eine Waffe. Verrate Dich nicht.

        LG, Micha

        • 1887 24. September 2015 um 14:05 Uhr

          micha um was geht es dir denn. Das er nicht so lauf faul ist wie Grave erwartet hat. Alles andere ist doch nicht widerlegt. Und er hat 3 Spiele gemacht.
          Oder verstehe ich was nicht.

        • Gravesen 24. September 2015 um 14:36 Uhr

          Pass auf. Wenn dich angebliche „emotionale Ausraster“ so sehr stören, dann empfehle ich dir den Abflug. Und wenn du meinst, mangelst Beschäftigung oder zu viel Tagesfreizeit hier bei jeder Gelegenheit klugscheißen zu müssen, empfehle ich dir das Gleiche. Ich habe deinen Ausfall von vor ein paar Tagen nicht vergessen, unter normalen Umständen hätte der gereicht, dich für alle Zeiten zu sperren. Wenn du jetzt allerdings meinst, meine Geduld überstrapazieren zu müssen, kann ich dir sagen: Du bist am Anschlag.

  15. Goldfather 24. September 2015 um 12:21 Uhr

    Zu schnell, zu frühzeitig wird mitlerweile über den „neuen HSV“ gesprochen und geschrieben. Das Einzige was ich derzeit unterschreiben würde ist die Tabelle mit den 10 Punkten für den HSV.
    .
    Sowohl die Personalie Hunt, als auch die neue Spielkultur der Mannschaft sind für mich immer noch mit vielen Unbekannten Faktoren versehen. Denn schaut man sich einmal an welche Mannschaften aktuell hinter dem HSV stehen und schaut sich zudem an wie robust und ambitioniert Ingolstadt und Darmstadt bislang auftreten, dann weiß man, dass es in dieser Saison mindestens einen der großen Traditionsclubs erwischen wird.
    .
    Solange die Schwächephase von Clubs wie Hannover, Stuttgart und Hoffenheim anhält sollte tunlichst alles dafür gegeben werden den Abstand zu den Abstiegsplätzen weiter auszubauen. Das Spiel am kommenden Sonnabend gegen Schalke 04 ist mitnichten eines bei dem man entspannt und ohne Druck auflaufen kann, da es immer noch um nichts anderes geht als Abstiegskampf.
    .
    Die Hinrunde sollte um die 25 Punkte bringen damit in der Rückrunde so schnell wie möglich die 40 Punkte gemacht werden können – und dann, erst dann kann man sich Gedanken über entspannte Bundesligaspiele mit internationalen Ambitionen machen.
    .
    Wer glaubt denn wirklich, dass Clubs wie Hoffenheim, Gladbach und Stuttgart, die allesamt über eine enorme Qualität verfügen, letztendlich hinter dem HSV landen werden? Das aktuelle Spiel des HSV wird noch früh genug decodiert werden, so dass man sich beeilen sollte, um den Puffer zur Abstiegszone aufzubauen.
    .
    Zudem scheint Aaron Hunt ein derartig wichtiger Spieler für dieses Gebilde zu sein, dass ich mir lebhaft vorstellen kann, dass der eine oder andere Defensivspezialist eines abstiegsbedrohten Konkurrenten zu der Überzeugung gelangen könnte Hunt einen Termin beim Orthopäden zu machen.
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    Solange das Spiel des HSV nur über Hunt funktioniert, solange erscheint mir der zarte Aufschwung auf sehr fragilem Untergrund zu verlaufen.
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    Angesichts der aktuellen Tabelle ist Freude durchaus angebracht, aber wenn man mal ins Detail geht dann wird leider sehr schnell deutlich wie schwer es noch werden wird. Ich gehe davon aus, dass Ingolstadt nicht zuletzt mit Audis Unterstützung die Klasse halten wird und Red Bull Leipzig zur kommenden Saison in der ersten Liga spielt, was bedeutet, dass zwei gestandene Bundesligaclubs innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre die Segel streichen müssen.
    .
    Der Kampf ums Überleben in der ersten Liga ist noch lange nicht vorbei.

  16. atari 24. September 2015 um 16:41 Uhr

    Aaron Hunt bringt immerhin schon mal das, was andere vor ihm nicht geschafft haben… eine normale Leistung mit Tendenz steigend…

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