Stillstand auf allen Ebenen

Das Schicksal ist eine launische Schlampe und der Umstand, dass der HSV vom Schicksal eingeholt wurde, hat mehrere Gründe. Bereits in der Halbzeitpause schrieb ich gestern bei Facebook: „Wenn sich das am Ende mal nicht rächt…“ und so kam es dann auch? Bin ich nun schlauer als alle anderen oder gar hellsichtig veranlagt? Garantiert nicht, ich kann nur beobachten. Die Art und Weise wie der HSV in der ersten Hälfte gegen nicht mal Zweitliga-tauglichen Hannoveraner seine Chancen liegen ließ, musste sich am Ende rächen, denn so ist normalerweise Fußball. Wenn du vorn zu blöd (oder zu überheblich) bist, wird sich das früher oder später hinten rächen.

Dabei gibt es, wie bereits geschrieben, mehrere Gründe für das, was gestern passierte und was auch in Zukunft passieren wird.

Da ist zum Einen die mentale Grundeinstellung der Mannschaft, aber eben auch des Vereins. Während die einschlägigen Hofberichterstatter nach 14 Punkten und 9:13 Toren aus 10 Spielen davon schwafelten, dass der HSV demnächst von Europa würde träumen dürften und noch etwas dünner angerührte Journalisten-Darsteller etwas von „Ich mag diese Langeweile – ich nenne sie sogar Fortschritt“ laberten, legt sich nach und nach so etwas wie Selbstzufriedenheit wie lähmender Mehltau über den Verein. Alle reden sich ein, es sei doch alles supi und auf dem richtigen Weg, der Profifußballdirektor hat auf einmal keine Angst mehr vor dem Gang ins Stadion und der leichenblasse Vorstandsvorsitzende gibt Interviews (goal.com) die mehr als deutlich machen, dass dieser Mann und damit dieser Verein keine Visionen hat.

Man hat sich wunderbar eingemuggelt im gut geheizten Volkspark und guckt dann mal, wie es weitergeht. Das, was in einem Unternehmen von der Führungsspitze vorgelebt wird, setzt sich bis in die Poststelle durch und vorgelebt wird trügerische Selbstzufriedenheit. Man kann gegen einen Bernd Hoffmann sagen was man will, aber er peitsche diesen Verein unnachgiebig nach vorn. Stillstand ist in diesem Business Rückschritt, aber KingDidi scheint es wichtiger zu sein, von allen liebgehabt zu werden als die Schlagzahl zu erhöhen. In den letzten 4 Jahren gaben nur 4 Bundesligisten (Bayern, Wolfsburg, Dortmund, Leverkusen) mehr Geld für Transfers aus als der HSV (über € 93 Mio.) und der große Vorsitzende, der selbst mit mehr als der Hälfte dieses Geldes jonglierte und dieses nachhaltig verbrannte (ca. € 53 Mio.) spricht davon, dass sein Verein nach wie vor ein Sanierungsfall ist. Wie passt das alles zusammen?

Interessant wird es sein, wenn man hört, was Investor Klaus-Michael Kühne zu der (Nicht)-Entwicklung des Vereins sagt, denn diese Art von „Fortschritt“ muss einen Macher wie ihn zur Weißglut treiben. „Haben wir angeschoben“, „die Prozesse wurden eingeleitet“, „darüber kann ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts sagen“. Bla bla bla nach 1 1/2 Jahren.

Aber neben den mentalen Problemen der lähmenden Selbstzufriedenheit gibt es auch noch einige fußballerische Gründe für den Stillstand. Der Umstand, dass Labbadia neben einem Plan A eigentlich nie einen Plan B zu haben scheint, wird immer auffälliger. Der HSV ist in der Lage, vom Anpfiff an einen vorgegebenen Stiefel zu spielen, aber weder Mannschaft noch Trainer scheint fähig zu sein, im Verlauf einer Partie reagieren zu können. Der HSV ist eindimensional, statisch und leicht auszurechnen. Wer einen Gegner wie gestern Hannover selbst bei optimalem Spielverlauf (schneller Führungstreffer) nicht leicht und locker nach Haus schicken kann, wird im Verlauf der Saison erneut gegen den Abstieg spielen und dann wird die Angst des Direktors vor dem Stadion schneller wieder auftauchen als der verschwundene Rucksack.

Ein weiterer Grund und dieser kann sich für Bruno Labbadia im Verlauf der Saison noch zum Boomerang entwickeln: Sein Kadaver-Gehorsam zu einigen Spielern.

Was ein Mathias Ostrzolek getan haben muss, damit er nach 1 1/2 Jahren und nicht einem wirklich guten Spiel für den HSV immer noch gesetzt ist, werde ich in diesem Leben nicht mehr verstehen. Der Mini-Holtby, auf jedem Kabinen-Selfie in Reihe 1, ist kein Bundesliga-Fußballer und ist Sakai tatsächlich noch schlechter, muss man Labbadia und Beiersdorfer attestieren, den nächsten Transferflop gelandet zu haben.

Bei Nicolai Müller habe ich den Eindruck, er dürfte auch mit einem Bein spielen, dabei ist der Ex-Mainzer seit seinem Wechsel nach Hamburg ein Schatten bzw. eine Karikatur seiner selbst. Dagegen sitzt ein Zoltan Stieber seit Saisonbeginn auf der Tribüne, wohl deshalb, weil Labbadia einfach keinen Bock auf ihn hat.

Fast identisch der Gleiche gilt für Peter-Michael Lasogga, der Meister der großen Geste und selbsternannte Mittelstürmer der deutschen Nationalmannschaft. Was Artjoms Rudnevs verbrochen hat, bleibt wohl das Geheimnis der Exzellenzen, aber weniger Tore als Lasagne schießt auch er nicht. Warum gibt man eigentlich einem 19-jährigen Altintas nicht einmal eine Chance für die letzten 15 Minuten, schlechter humpeln als Olic kann er auch nicht.

Und zum Schluss – Emir Spahic. Sperre abgelaufen, Verletzung auskuriert, Spahic spielt. Dabei ist der Bosnier eben nicht der Gott des Aufbauspiels, sondern eine ständiges Sicherheitsrisiko. Wenn man einem 23-jährigen Clèber unterstellt, er würde zu risikoreich spielen, was tut dann der Emir? Er ist in fast jeder Partie für einen Elfmeter oder eine gelb-rote Karte gut, aber er spielt,  da kann Clèber machen, was er will.

Holt man Punkte, kann man das alles verargumentieren, weil dann den Bankdrückern die Gründe fehlen. Punktet man aber nicht, muss man Erklärungen liefern und das dürfte im Verlauf der Saison schwerer und schwerer fallen. Unser Didi aber wird garantiert demnächst mal wieder etwas von angeschobenen Prozessen husten und dann legen sich alle wieder hin.

Läuft doch….

Von | 2015-11-02T07:43:26+01:00 2. November 2015|Allgemein|27 Kommentare

27 Comments

  1. Holger 2. November 2015 um 09:19 Uhr

    Ich möchte mal das Positive herausstreichen: Der HSV hätte dieses Spiel, gegen einen zugegebenermaßen sehr schwachen Gegner, 4:0 oder höher gewinnen können. Das ist definitiv ein Fortschritt.

    Ich kann mich an kein Spiel in den vergangenen 2 Saisons erinnern, in dem so etwas möglich gewesen wäre.

    Das ist eine Verbesserung. Aber eben auch nicht mehr. Die Leistungsfähigkeit dieser Mannschaft reicht zu einer Platzierung zwischen 8 und 14 am Ende der Saison. Jeder sollte sich überlegen, wie sein Kommentar heute ausgefallen wäre, wenn es einen deutlichen Sieg gegeben hätte. (Das ist ja keine Spinnerei, sondern war, nüchtern betrachtet, in diesem Spiel im Bereich des Möglichen)

    Auch wenn die Geduld mit der Vereinsführung aus gutem Grund erschöpft ist, so muss man Labbadia schon zugestehen, dass er nicht binnen weniger Monate aus eine Lastesel ein Rennpferd machen kann. Auf die Gefahr hin richtig „kontra“ zu kriegen fordere ich einfach mal „Geduld“ mit dem Trainer und der Mannschaft. Wo bei ich die Kritik an einigen Spielern durchaus teile.

    Fußball ist aber ein Mannschaftssport und ich denke Labbadia versucht nicht die elf besten Spieler aufzustellen, sondern die beste Elf. Und dort scheint ein Stieber oder ein Sakai einfach nicht in das Konzept zu passen, oder nicht in der Lage (aus Brunos Sicht) die taktischen Vorgaben zu erfüllen.

  2. Hans 2. November 2015 um 09:50 Uhr

    Zustimmung.
    Bruno bleibt ein Rätsel. Seine Sturheit und der fehlende Plan B werden ihm wohl zum Verhängnis.

    • atari 2. November 2015 um 12:56 Uhr

      wenn ein Kader keinen Plan-B hergibt kann man das wohl nicht Bruno anlasten. Bin doch hier nicht in der Einöde, oder?

  3. Südfan 2. November 2015 um 09:54 Uhr

    Es ist einfach nur bitter, denn der HSV hat über weite Strecken ein richtig gutes Spiel gemacht, auch wenn Hannover schlecht war. Aber man macht es sich auch zu einfach, den Gegner Woche für Woche als schwach und nicht bundesligawürdig zu bezeichnen, denn schließlich spielen all diese Vereine – wie auch der HSV – in der Bundesliga. Man kann nun nach dem kurzfristigen Frust, den alle schieben, weiter lamentieren, wie scheiße doch dieser HSV ist, oder mal überlegen, was gut war und worauf man aufbauen kann. Dass mit dem Stillstand kann ich so nicht teilen. Man schaue sich dazu nur mal die gleiche Begenung vor 9 Monaten an. Damals gewann der HSV total unverdient und glücklich; zudem noch unter Hilfe des Schiris, mit 2:1. Heute war der HSV ganz klar die bessere Mannschaft und wurde auch mind. zwei mal vom Schiri spielentscheidend benachteiligt Wie Holger schon geschrieben hat: Hätten wir das Spiel 4:1 gewonnen, würden die Kommentare sicher anders ausfallen. Dennoch muss man die Probleme klar ansprechen. Erstens, der HSV vergibt zu viele Chancen leichtfertig, auch wenn Zieler einen sehr guten Tag hatte.Zweitens, der HSV kommt nach Rückstand nicht mehr so recht auf die Beine. Das ist immer wieder das Mentalitätsproblem vergangener Spielzeiten. Fakt ist, dass der HSV in 6 Spielen, in denen man zurücklag 5 mal verloren hat. Und bei diesen Spielen auch kein Tor mehr erzielen konnte.

  4. Webgolfer101 2. November 2015 um 09:55 Uhr

    Ich kann Holger nur zustimmen. Es ist doch inzwischen schon so etwas wie eine Spielkultur zu erkennen. Sie sind nur noch zu blöd die Tore zu schießen.
    Bei Ostrzolek stimme ich Grave absolut zu. Bei Müller muss ich allerdings sagen, dass er für mich gestern mit der beste Spieler war. Vielleicht kommt er ja jetzt.
    In diesem Tabellenbereich kann z.Zt. jeder jeden schlagen. Für mich gibt es z.Zt. nur wenige Mannschaften mit guter Spielkulrur:
    Bayern, Gladbach und Dortmund und mit Abstrichen Wolfsburg und Leverkusen.
    Wenn man Schalke im Pokalsieg gegen Gladbach gesehen hat, war das doch eine Blaupause zum gestrigen Spiel.

  5. legatfan 2. November 2015 um 10:00 Uhr

    Ich hatte während der Woche auch mit dem Kopf geschüttelt, als Gerhard Delling in seiner Kolumne in unser Heimatzeitung von den Gründen für das „Hamburger Fußballhoch“ schwafelte. Ein deutlicher Sieg gg. völlig verunsicherte Gladbacher, dazu drei knappe Siege tlw. mit starker Unterstützung durch den Gegner. Das Ganze garniert mit Ilicevic‘ Aussage auf NDR2 kurz nach dem 0:3 in Berlin vor einigen Wochen: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Nichts sind wir.
    Die Offensive ist nicht vorhanden, trotzdem dürfen – wie hier zu Recht deutlich kritisiert wird – Woche für Woche dieselben „Stars“ erneut auflaufen. Geht es weiter sieglos durch den November, was gegen Darmstadt, BVB und in Bremen problemlos möglich sein wird, stehen wir zur Adventszeit wieder da, wo wir die letzten beiden Jahre standen. Soviel zum „besten Saisonstart der letzten fünf Jahre“…

    • Südfan 2. November 2015 um 10:21 Uhr

      Genauso wie es unsinnig ist, nach Siegen ins Schwärmen zu geraten, genauso sollte man auch mit etwas Abstand nach Niederlagen einen kühlen Kopf bewahren. Also BL hat ja eine nicht unwesentliche Änderung vorgenommen und Schipplock für Ivo in die Startelf genommen und damit das System auf 442 geändert.
      Müller wiederum war zudem. meiner Meinung nach bester Hamburger; und das nicht nur wegen der tollen Vorbereitung beim 1:0. Leider hat er die Chance zum 2:0 nicht genutzt, was sehr ärgerlich ist. Dennoch finde ich, dass er aktuell in recht guter Form ist. Warum sollte man ihn z.B. jetzt auswechseln? Woher wisst ihr, dass Stieber derzeit besser ist? Seid ihr beim Training dabei und könnt es beurteilen. Bei Ostzrolek teile ich eure Bedenken. Wir haben wohl leider derzeit keinen, der ihn besser ersetzen kann. Wenn man im Winter noch einen Spieler verpflichten kann (z.B. wenn Olic, Rudi gehen sollten), sollte man einen LV einkaufen.

  6. Erge 2. November 2015 um 10:32 Uhr

    Wenn irgend jemand die Spiele des HSV’s mit dem Begriff Langeweile in Verbindung bringt dann seh ich wahrscheinlich immer andere Spiele. Es ist doch „jedes“ Spiel der selbe sch… Zittern bis zum Schluss obs reicht oder die Jungs es wieder vergeigen. Und entspannt ins Stadion? Hmmmmm wann war das denn das letzte mal? Kann mich nicht erinnern.

  7. ccb100 2. November 2015 um 11:25 Uhr

    Treffender Kommentar. Obwohl ich beileibe nicht immer diesem Blog zustimme.
    Bruno vercoacht sich leider immer mehr. Daher denke ich das in nicht allzu ferner
    Zukunft ein Weg ohne ihn gegangen werden wird. Typisch Bruno halt. Er ist ein
    Feuerwehrmann und sonst nix. Spahic ist für mich schon jetzt ein weiterer großer
    Transferflop vom Möchtegern VV. Es wird wieder duster. Evtl. läuft es auf eine
    Relegation gegen Pauli raus. Und das wird dann der schlimmste anzunehmende Ernstfall. 😉

  8. Lonewolf72 2. November 2015 um 12:57 Uhr

    Ein Drittel der Saison ist vorbei und ich ziehe mal ein persönliches und subjektives Fazit der Mannschaft (nur anhand der gesehenen Spiele):
    .
    Tor:
    Adler: Unsere Nummer eins und mit einer bisher überdurchschnittlichen Leistung.
    Drobny: Klasse zweiter Mann. Immer da wenn er gebraucht wird.
    Hirzel: Ein Versprechen auf die Zukunft. Besser als gedacht.
    .
    Abwehr:
    Diekmeier: Besser als erwartet. Er ist halt ein mittelmäßiger Bundesligaspieler und von daher passt das mit seiner Leistung.
    Ostrzolek: Keine Ahnung was bei Ihm schief läuft und warum er anscheinend gesetzt ist. Sollte dringend mal eine Pause bekommen.
    Sakai: Warum er nicht mal eine Chance auf links bekommt erschließt sich mir nicht. Bin allerdings auch nie beim Training und kann seine Bereitschaft dort nicht beurteilen.
    Djourou: Einen besseren IV bekommen wir im Moment wohl nicht und diese Saison auch mit mehr Licht als Schatten. Von daher in Ordnung.
    Spahic: Immer wieder mit merkwürdigen Aussetzern und das Aufbauspiel ist anscheinend auch nicht seins. Wäre für mich nur Ersatz.
    Cleber: Sollte für mich als zweiter IV gesetzt sein. Jung und ab und zu leichtsinnig aber immer hochmotiviert.
    Ronny Marcos + Ashton Götz: Scheinen im Moment in der Regionalliga besser aufgehoben zu sein.
    .
    Mittelfeld:
    Ekdal: Toptransfer und -spieler. Schade das er jetzt so lange verletzt ausfällt.
    Holtby: Keine Ahnung was BL mit ihm gemacht hat aber für mich der konstanteste Spieler in dieser Saison. Hält die Position, stört den Gegner beim Spielaufbau und macht auch nach vorne vieles richtig.
    Diaz: Kommt nach der Südamerikameisterschaft langsam in Tritt und macht seine Sache langsam wieder besser.
    Kacar: Leider wieder verletzt. Ist für mich sonst der erste Ersatz im zentralen Mittelfeld (defensiv).
    Jung: Sollte mehr in den BuLi-Kader mit einbezogen werden, d.h. häufiger im Kader stehen und regelmäßig Einsatzzeiten bekommen. Unser größtes Talent.
    Hunt: Positive Überraschung und bringt tatsächlich Struktur in unser Spiel.
    Stieber: Sollte eigentlich immer zum Kader gehören und regelmäßig spielen bei seinen Vorraussetzungen. Ist mir nicht klar, warum BL Ihn so ignoriert.
    .
    Sturm:
    Illicevic: Am Anfang der Saison ganz gut und seitdem kontinuierlich schlechter. Sollte dringend mal eine Pause bekommen.
    Müller: Am Anfang der Saison so mies wie in der letzten und seitdem kontinuierlich besser werdend. Hoffe er entwickelt sich so weiter.
    Gregoritsch: Nach Ekdal bester Transfer in dieser Saison. Großes Talent mit Zug zum Tor und Auge für den MItspieler. Lasst Ihn spielen und auch Fehler machen.
    Lasogga: Unermüdlich, nur leider limitiert in seinen Möglichkeiten. Braucht Mitspieler die Ihn in der Box einsetzen, dann eine echte Waffe.
    Schipplock: Kann tatsächlich mit Lasogga zusammen spielen, ansonsten ein guter Backup. Immer in Bewegung nur fehlt noch die Torgefahr.
    Olic: Typisch HSV, Rückholaktionen klappen einfach nicht. Ist über seinen Zenit und ich wünsche dem sympathischen Kerl noch viel Spaß in den USA.
    Rudnevs: Darf anscheinend nicht mehr BuLi spielen. Schade.
    Altintas: Der Junge wurde nun lange genug aufgepäppelt und versteckt. Einfach mal für die letzte Viertelstunde bringen und schauen was passiert.
    .
    Trainerteam:
    Machen bisher vieles richtig und scheinen die einzigen im Verein mit einer gewissen Erdung zu sein. Einige Entscheidungen verstehe ich zwar auch nicht (Illicevic, Ostrzolek) aber ich denke und hoffe, dass da doch ein Plan dahintersteckt. Und diese ewige Kritik, dass BL keinen zweiten Spielplan hat, da möchte ich nur alle daran erinnern, dass diese Mannschaft in den letzten 3 Jahren noch nicht mal EINEN Spielplan hatte. Von daher lasst BL in Ruhe arbeiten und hoffen das er nicht von unserem „glorreichen“ Vorstand mutwillig verbrannt wird.
    .
    Fazit:
    Von Stillstand in der Mannschaft zu sprechen erscheint mir viel zu hart. Hinten stehen wir relativ sicher und vorne werden auch regelmäßig Torchancen herausgespielt. Das war am Beginn der Saison noch ganz anders. Es ist ein weiter und steiniger Weg der vor uns liegt und der Anfang sieht für mich bisher gut aus. Vielleicht ist es auch ganz gut, das wir das Spiel gestern unnötig vergeigt haben. So quatscht wenigstens keiner über Europa. Wenn wir in dieser Saison einen Platz zwischen 9 und 14 erreichen und am 30. Spieltag schon relativ sicher dastehen, bin ich mehr als zufrieden. Es wird in dieser Saison noch häufiger Vorkommen, dass wir schlechte Spiele von unserem HSV sehen, aber solange der Einsatz stimmt und eine Entwicklung zu sehen ist, bin ich persönlich ganz zufrieden.

    Schönen Grüße aus dem sonnigen München
    Marco

    • Südfan 2. November 2015 um 13:45 Uhr

      wirklich sehr treffend analyisiert. Kompliment. Auch die Nuancen stimmern m.E. haargenau. Für mich wäre sogar Kacar erste Wahl bei der IV-Position neben Djourou oder eben Cleber.

  9. Joschmann 2. November 2015 um 14:22 Uhr

    Muss ich Grave zustimmen, nach gezeigten Leistungen in Pflichtspielen seit seinem Amtsantritt stellt Bruno definitiv nicht auf. Dann würde es eher aussehen wie z.B: Adler/Drobny – ????? , Djourou, Kacar, ???? – Holtby/Diaz, Ekdal, Jung – Stieber, Gregerl, Hunt

    Verletzungen außen vor gelassen, bleiben Stiebers und Jungs Nichtberücksichtigungen schleierhaft. Und eines steht ja leider schon seit Jahren fest, auf den Außenverteidiger-Positionen läuft bei uns nur Alibi rum. Ablösefrei und jung wäre übrigens ein Mitchell Weiser im Sommer gewesen, jung ist er nach wie vor 😉 Doch wir konnten ja gar nicht planen, ob nun 1. oder 2. Liga blablablabla…. meine Fresse. Nur Amateure am Werk, dieses Gefühl wird man nicht los. Bruno klar ausgenommen, denn seine Fehler halten sich nach wie vor in Grenzen! Zudem ein Kredit wie er größer nicht sein könnte beim HSV.

  10. Goldfather 2. November 2015 um 16:30 Uhr

    Eine Entwicklung ist tatsächlich festzustellen doch das bedeutet leider nicht zwangsläufig den Erhalt der Erstklassigkeit. Am Beispiel des SC Freiburg aus der letzen Saison kann sehr schön verdeutlicht werden, wie eine spielerisch und technisch höherwertige Mannschaft, als die des HSV, trotzdem den Gang in die zweite Liga antreten mußte.
    .
    Eine fußballerische Entwicklung, die zweifelsohne vorhanden ist, muß immer in Bezug zu den aktuellen Konkurrenten um einen Nichtabstiegsplatz betrachtet werden. Und um es kurz zu machen: Lediglich Darmstadt 98 sehe ich klar hinter dem HSV, wenn es darum geht den Klassenerhalt zu sichern.
    .
    Allerdings halte ich Darmstadt 98 für stark genug den HSV in einem direkten Vergleich zu schlagen, aber letztendlich wird die Erfahrung im Abstiegskampf den Ausschlag für den HSV geben im Duell mit Darmstadt 98.
    .
    Der Rest der Mannschaften die zur Zeit hinter dem HSV in der Tabelle angesiedelt sind verfügt über ausreichend Qualität um sich im Verlauf der Saison weiter zu steigern und am HSV vorbei zu ziehen.
    .
    Hoffenheim – dickes Bankkonto, Wintertransfers, Huub Stevens
    Augsburg – Weinzierl, Reuter, das Team wird sich finden und wieder anfangen zu beißen.
    Bremen – Ujah ist mal wieder ein Transfervolltreffer der Bremer und mit Pizza in der Hinterhand sollte es reichen.
    Stuttgart – ambitionierter Trainer, ambitionierte Jugendarbeit, wunderbare Fußballer im Kader, kein Abstieg
    Hannover 96 – wäre nach Darmstadt 98 eigentlich der zweite Kandidat jedoch ist Kind ein bockstarker Präsi…
    Mainz 05 – Heidel, Heidel, Heidel, kein Abstieg
    Frankfurt – Alexander Meier sollte eigentlich reichen für Platz 15, Risikofaktor Armin Veh, wacklige Kiste
    .
    Auf lange Sicht gesehen ist der HSV in dieser Saison alles andere als ein gesicherter Kandidat für den Nichtabstieg. Trainiert und entwickelt wird auch bei anderen Clubs. Es wird Zeit, dass Herr Knäbel endlich einen offensiven Volltreffer auf dem Transfermarkt landet, um Pierre – Michel ein wenig nachdenklicher zu stimmen und Schipplock darauf aufmerksam zu machen, dass ein professioneller Mittelstürmer freistehend allein vor dem Torwart aus 16m durchaus treffen sollte…
    .
    Meine Fresse Schipplock was für eine be…. Schußhaltung…nach der Szene habe ich mir erst einmal was anderes zur Genesung anschauen müssen.
    .
    https://www.youtube.com/watch?v=JfVBnVZyQN0

  11. Oliver Bruchholz 2. November 2015 um 19:04 Uhr

    Hallo atari. Wir sind hier nicht in der Einöde. Man muß doch ganz einfach mal fragen dürfen warum Bruno in einer Spielentscheidenden Situation Olic bringt und nicht Stieber der in Hoffenheim das Tor super vorbereitet hat. Ein Abschiedsspiel bei 1:2? Na herzlichen Glückwunsch. So wie Grave sagt: Der Verein ist am Arsch. Und wenn sich Bruno weiter so vertut mit seiner Aufstellung oder den Auswechslungen dann gute Nacht.

    • atari 3. November 2015 um 08:14 Uhr

      das kann man fragen, muss man aber nicht, denn dieser Wechsel war nicht spielentscheidend! Es bringt auch nichts, dies in einem Blog zu fragen, geh zu Bruno und frag ihn.

  12. Lothar54 2. November 2015 um 21:10 Uhr

    Guten Abend,
    habe mich heute neu im Blog angemeldet. Der Grund ist das gestrige Interview im Sportclub mit Peter Knäbel. Ich habe in den letzten Wochen und Monaten aufmerksam, amüsiert und meistens zustimmend hier die Einträge vom Blogvater gelesen und genossen. Gestern wurde für mich vieles, was ich hier im Blog gelesen habe bestätigt. Ein Interviewer, der keine konkrete Fragen hatte, ein Interviewer, der es top geschafft hat um alle Themen, die die Fans und die Mitglieder, wie ich einer bin, interessiert, zu umschiffen und schließlich als Highlight verraten konnrte, wo Peter Knäbel mit seinem Freund Ottens das nächste Bier trinkt. Dies bestätigt mich, dass irgendwie zwischen den Pressevertretern in Hamburg und dem HSV irgendetwas laufen muß. Ich hoffe, hier im Blog gibt es weiter aktuelle Insiderinformationen, denn diese sind für alle Fans und Mitglieder des HSV absolut wichtig. Zur Leistung der Mannschaft gestern kann man nur sagen: The same procedure than every season since Hoffmann!

  13. atari 3. November 2015 um 09:13 Uhr

    Bruno hat sich nicht vercoacht, die falsche Aufstellung gebracht oder falsch gewechselt. Die Aufstellung war aufgrund der vorherigen Spiele absolut nachvollziehbar. Der Gesamtkader bietet auch nicht viele Möglichkeiten oder Alternativen! Gegen den bisher schwächsten Gegner im Volkspark hat man sich auch ausreichend Chancen herausgespielt. Der Trainer ist doch machtlos, wenn die Kicker das Tor nicht treffen. Bei den Auswechslungen gehe ich davon aus, dass Bruno niemanden ein Abschiedspiel gönnen wollte sondern nur das Ziel hatte, dass Ergebnis zu verbessern und nach seiner Einschätzung hat er dafür die Spieler gewählt, die er im Moment dafür am geeignetsten hielt. Auch in der Schlussphase gab es noch genug Chancen, das Ergebnis zu korrigieren. Der letzte, dem man für die Niederlage einen Vorwurf machen darf, ist der beste Trainer, den wir seit langer Zeit haben und der aus zum Teil talentfreien Kickern eine Menge heraus holt. Aus einigen guten Aktionen von Stieber zu schliessen, er hätte dieses Spiel entscheiden können, ist genauso weit hergeholt, wie aus einer Niederlage in Darmstadt den Schluss zu ziehen, der Laden bricht dann auseinander. Es ist richtig, dass Bruno versucht ein eingespieltes Team auf den Rasen zu bringen und nicht bei jedem Fehler gleich alles umzubauen. Er hat kein besseres Personal zur Verfügung, dass weiss er doch auch. Der Linksverteidiger könnte nochmal überdacht werden, aber vielleicht entwickelt er sich auch so wie Diekmeier, dem wohl keiner diese gute Leistung in dieser Saison zugetraut hat. Ich habe volles Vertrauen in Bruno und bin der Meinung, er holt mehr aus dem Kader heraus, als der eigentlich hergibt. Es ist daher primitiv, jetzt schlechte Stimmung gegen den Trainer zu machen, zumal so offensichtlich war, warum wir verloren haben. Die Überheblichkeit der Durchschnittskicker und die mangelhafte Chancenauswertung könnten zum Problem werden.

    • Gravesen 3. November 2015 um 09:53 Uhr

      Du scheinst tatsächlich komplett andere Spiele zu sehen als ich. Diekmeier z.B. hat sich in seinen 5 Jahren beim HSV keinen Milimeter entwickelt, aber was solls. Im Übrigen achte mal in Zukunft darauf, aus welcher Ecke Stimmung gegen den Trainer gemacht werden wird.

      • atari 3. November 2015 um 10:20 Uhr

        … die meisten Spiele ertrage ich Diekmeier nicht – meistens beim zeitverzögernden Einwurf – und das seit er in Hamburg ist, aber Fakt ist, dass er bis jetzt eine gute Saison spielt. Beim Linksverteidiger teile ich Deine Meinung aber vermutlich ist Bruno der Auffassung, dass er durch Spielpraxis und Vertrauen bei Ostrzolek auch etwas verbessern kann. Bleibt abzuwarten, wie lange er mit ihm Geduld hat. Auf jeden Fall hat die Alternative schon Chancen bekommen und sich nicht durchgesetzt! Das immer irgendwo Stimmung gegen den Trainer gemacht wird ist doch normal, aber mit solch lächerlichen Kommentaren einiger hier den Trainer in Frage zu stellen erinnert mich stark an die Einöde, sorry! Oder bist Du wirklich auch der Meinung, Bruno hat das Spiel gegen Hannover verloren?
        Die Probleme des HSV liegen doch viel tiefer, als das sie an einer Aufstellung oder Einwechslung festzumachen wären.

  14. seleer 3. November 2015 um 21:02 Uhr

    Unser HSV wird mal wieder gegen den Abstieg spielen und die 3. Relegation spielen. Ich ueberlege schon die ganze Zeit wo sich unser HSV weiterentwickelt hat, leider komme ich nicht drauf. Ich ueberlege,auf welchem Tabellenplatz waeren wir den,wenn Gladbach und Hoppenheim kein Trainerproblem gehabt haette und diese beiden Mannschaften normalerweise mit 2 Toren unterschied gegen uns gewonnen haetten.Brille runter und sich mal fragen,gegen welche Mannschaft haben wir denn spielerisch ueberzeugt, Herr Labbadia? Gegen Hannover war unser Uebungsleiter ueberfordert u hat spaetestens da bewiesen,dass er keine Zukunft bei uns hat, schade eigentlich.

  15. wasp 4. November 2015 um 08:32 Uhr

    in der Bundesliga spielen 10 Mannschaften gegen den Abstieg. Das sind immerhin 55%. Der HSV ist auch dabei und das ist nach der schlechten Arbeit der letzten 5 Jahre ja auch nicht verwunderlich. Labbadia macht einen super Job!

  16. Niclas Kindvall 4. November 2015 um 08:33 Uhr

    Seleer, es ist doch müßig darüber zu diskutieren, was wäre wenn Hoffenheim und Gladbach damals kein Trainerproblem gehabt hätten. Dann kann man auch genauso gut die „Wahre Tabelle“ in Betracht ziehen. Bei richtigen Schiedsrichterentscheidungen wäre der HSV Tabellensechster. Aber „hätte“, „wäre“, „könnte“ bringen uns hier nicht weiter…welchen (freien und bezahlbaren)Trainer würdest Du denn vorschlagen? Auch ein Magath, der in seinen letzten Trainerstationen keinen Erfolg hatte? Diese Art von Trainer ist heutzutage (leider) nicht mehr zeitgemäß.

    Auch ich denke, dass Bruno nicht alles richtig macht (Warum nehme ich z.B. Cleber nach einem guten gewonnenen Spiel wieder raus), und auch ich will Stieber endlich mal sehen. Aber wer nicht täglich das Training beobachtet und wer nicht täglich intern bei der Mannschaft dabei ist, kann sich einfach kein Urteil erlauben.
    Ich bin auch Trainer einer Herren-Fußballmannschaft und darf mir nach verlorenen Spielen oftmals von Leuten/Zuschauern vorwerfen, dass ich ja einige Spieler nicht spielen lassen habe…aber das hat immer seine Gründe! So wird es auch bei Bruno und seinem Trainerteam sein.
    Nach so kurzer Amtszeit halte ich es echt für völlig überzogen, schon wieder über einen neuen Trainer zu diskutieren!
    Eine leichte, aber wirklich auch nur eine ganz leichte Entwicklung ist doch zu erkennen (z.B. etliche Spiele zu Null hinten).

    Also an Alle die Bruno gerade verteufeln…wer wäre denn im Moment ein geeigneter Trainerkandidat?

  17. wasp 4. November 2015 um 09:15 Uhr

    @Niclas Kindvall: es gibt ihn nicht, diesen Wundertrainer, der den HSV wieder zu einem Club macht, der er vor 30 Jahren mal war. Bruno Labbadia macht einen super Job, trotz einiger weniger Entscheidungen, die sich hinterher vielleicht als falsch heraus gestellt haben. Das Problem ist eben, das man vorher nie wissen kann, ob eine Einwechslung ein Spiel dreht oder ob eine Anfangsformation die richtige ist. Das wissen aber Blog-Kommentatoren nach dem Spiel, genauso wie Bruno das auch erst dann wissen kann. Wir spielen genauso gegen den Abstieg, wie 9-10 andere Mannschaften auch. Warum? Weil es eben diese 2-3 Mannschaften, die nur Kanonenfutter sind, in der Bundesliga nicht mehr gibt. Bruno Labbadia macht beim HSV einen super Job und ich bin überzeugt davon, dass kein anderer Trainer mit diesem Team mehr Erfolg hätte, denn mehr wäre gar nicht drin!

  18. Gravesen 4. November 2015 um 19:03 Uhr

    Da sollte jemand seinen Namen auf 3-Hirnzellen ändern. Wie man eine solche Scheiße verbreiten kann, wird mir ein Rätsel bleiben.

    3-punkte sagt:
    4. November 2015 um 18:55
    “Danke für nichts, HSV Plus.”
    #
    völlig daneben dieses transparent, denn hsv plus wollte nur die ausgliederung durchsetzten.
    traurig, dass viele mitglieder das bis heute nicht begriffen haben und wahrscheinlich auch nie begreifen werden

  19. seleer 4. November 2015 um 21:31 Uhr

    Wir sind momentan die Spielschwaechste Mannschaft und stehen auf Tabellenplatz 10.Ich weiss nicht gegen welche Mannschaft wir gewinnen wollen,wenn Bruno weiterhin auf Spieler setzt die keine Leistung bringen.Aber vielleicht haben die Spiele ja eine Spielgarantieklausel im Vertrag.Ein guter Trainer wuerde sich das nicht gefallen lassen und wuerde handeln.Aber bei unserem HSV wird erst wieder reagiert wenn es mal wieder zu spaet ist.Ich bin mir sicher,dass wir gegen Darmstadt ne Klatsche bekommen und Bruno mal wieder in Frage gestellt wird.Wir muessen den naechsten Schritt machen und der heisst Favre.

Die Kommentarfunktion wurde geschlossen.