Air Gregoritsch. Der neue Bäron?

Ich kann mir nicht helfen, aber an irgendwen erinnert mich dieser schlaksige, rothaarige Vogel. Ich komme nicht drauf. Oder doch? Die Art zu laufen, die körperlichen Voraussetzungen, der Torriecher. Ich hab’s, Karsten Bäron. Zwar war der gebürtige Berliner mit 197 cm nochmal 4 cm länger als Gregoritsch, aber sie haben dennoch eine Menge gemeinsam.

AirBäron

Beide werden bzw. wurden irgendwie unterschätzt, was wohl an der Länge liegen mag. Dabei ist auch ein Zlatan Ibrahimovic 1,95 m groß und der beweist seit Jahren, wie schnell und beweglich man auch mit diesem Gardemaß sein kann. Der Vergleich zum Weltklasse-Schweden verbietet sich selbstverständlich, aber man sieht, was möglich ist.

Gregoritsch ist im April 21 Jahre alt geworden und er hat durchaus noch Zeit, sein vorhandenes Potenzial auszuschöpfen, aber dazu muss er spielen und das am besten auf der für ihn sinnvollsten Position hinter den Spitzen bzw. als zweite Spitze. Der Mann ist für seine Länge relativ schnell, kopfballstark und hat einen guten linken Fuß. Zudem arbeitet er, wie Hakan Calhanoglu, an seinen Fähigkeiten bei Standard-Situationen, besonders beim direkten Freistoss aus der Halb- bzw. Langdistanz.

Das ist nicht alles, der Junge hat Auge. Er ist in der Lage, den „tödlichen Pass“ zu spielen, man kann also mit ihm kombinieren, etwas, was mit beispielsweise mit Lasogga nicht machbar ist.

Alles in allem ist Michael Gregoritsch ein interessantes Paket und es liegt an Trainer Labbadia, aus einem Roh-Diamanten mehr zu machen.

Von | 2015-11-07T13:24:25+01:00 7. November 2015|Allgemein|2 Kommentare

2 Comments

  1. Weltmeister 7. November 2015 um 15:22 Uhr

    Schön beschrieben. Ergänzend möchte ich anmerken: Diese Art von Wunsch-Stürmer, den du gelegentlich beschreibst – und den wir und alle vielleicht sogar herbeisehnen – haben wir im aktuellen Kader nicht.
    Derzeit muss Labbadia mit den Spielern im Sturm klarkommen, die da sind. Dass Rudnevs nur bedingt bundesligatauglich ist, hat er in den letzten Jahre zu genüge eindrucksvoll bewiesen. Da können wir getrost weiter abwarten, aber da kommt nichts mehr! Olic hat seinen Zenit längst überschritten und wird (zurecht) über eine Jokerrolle nicht mehr hinauskommen. Altintas – keine Ahnung, ist scheinbar noch nicht soweit?
    Bleiben also zur Zeit „nur“ Lasogga & Schipplock, was ich nicht einmal als großes Problem ansehe, wenn unseren Mittelfeldstrategen und Aussenverteidiger pro Spiel zumindest mal auf ein halbes Dutzend brauchbarer Flanken bringen würden. – Aber guckt euch Woche für Woche die Flankenläufe, Eckbälle und Freistöße aus dem Halbfeld an: Da wirst du als Strafraumspieler schier wahnsinnig, da allesamt völlig unbrauchbar!
    Und da ich nicht glaube, dass eine gute Fee uns im Winter einen technisch überragenden, spielstarken Wunderstürmer unter den Baum legt, sollten Bruno, Eddy und Bernd bis zum Ende der Saison an jedem gottverdammten Tag Flankenläufe, Eckstösse und Freistöße üben lassen, bis selbst ein Ostrzolek das mal ausnahmsweise hinbekommt.

    • Heiliger Bimbam 8. November 2015 um 07:09 Uhr

      „Rudnevs nur bedingt tauglich?“
      .
      -> erste Saison Hafau 12/13: 34 Spiele, 16 Scorerpunkte.
      Danach unverständlicherweise aussortiert und gedemütigt.
      Dann Ausleihe Rückrunde (Die Viertrainersaison, remember?) 13/14 an Hannoi: 16 Spiele, 8 Scorerpunkte.
      .
      Untauglich??
      .
      Wir HABEN gute Stürmer. Was wir brauchen, sind FLANKENGÖTTER!

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