Didi’s phantastisches Phrasen-Festival

Ehrlich, ich habe diese Sendung nicht gesehen. Ich gucke mir diese digitale BILD seit Jahren nicht mehr an, das Gleiche gilt für dieses Unsäglichkeits-Format „StammelTV“ im Rahmen des Patientenblogs „SchmocksEinöde“. Wenn ich inhaltsfreies Stammtisch-Gelaber brauche, gehe ich in eine Kneipe. Ne, die Zeit kann ich besser verbringen. In der gleichen Zeit, in der selbsternannte Experten, Ex-Spieler mit zuviel Tagesfreizeit oder geltungsgeile, übergewichtige Blog-Kommentatoren ihren Mumpitz zum Besten geben, kann ich lieber wahlweise spazierengehen, Hecken schneiden oder in der Nase bohren, bis Öl kommt.

Da ich die Freakshow also nicht gesehen habe, kann ich mir zum Auftritt unseres großen Vereinsführers auch kein Urteil erlauben. Die Stimmen, die ich zu der Veranstaltung lesen und hören durfte, haben mich allerdings nicht sonderlich überrascht. Hierbei muss man allerdings wissen, wozu Sendungen solcher Art angelegt sind, es geht mitnichten um Fußball oder um Expertenmeinungen. Vielmehr geht es dabei, sich selbst in erster und seinen Arbeitgeber in zweiter Linie zu repräsentieren und zu verkaufen und beides gehört nun bekanntermaßen nicht zur Kernkompetenz des Verbrennungs-Didis.

Wie auch immer – wer eine Bestätigung dessen, was im Grunde jeder Mensch mit einem Rest-IQ von 17 bereits wußte, noch benötigte, der muss sich halt diesen Heckmeck reinziehen. Was ich aber noch viel witziger finde als den Auftritt selbst, sind die Reaktionen derer, die in einer Art krankhaftem Beißreflex grundsätzlich alles wegnageln, was sich über Auftritte dieser Art lustig macht. Bitte kein Wort gegen „Uns-Düdü“, ansonsten erfüllt man prompt alle Hater-Kriterien.

Diese Art der abnormen Heldenverehrung, die im Grunde durch absolut nichts zu belegen ist, nimmt mehr und mehr ungesunde Züge an und einige Brüllfrösche, die ihre unzureichenden Informationen ausschließlich aus den Presse-Organen beziehen, denen sie beharrlich Lügenmärchen unterstellen, sollten über einen Arzt-Wechsel nachdenken.

Mir selbst ist es mittlerweile einigermaßen egal, welche Exzellenz sich wo wie verkauft, noch mehr externen Schaden als bisher können sie eigentlich gar nicht mehr anrichten.

Von | 2015-12-07T08:49:31+01:00 7. Dezember 2015|Allgemein|13 Kommentare

13 Comments

  1. Carsten Hae 7. Dezember 2015 um 10:41 Uhr

    Büschn Peinlich und Dumm. Aber gut so issa halt. Ein Glück haben wir solche Medienexperten beim HSV.
    Echt der Burner. Andere Manager sehen da irgendwie souveräner aus. Das ist irgendwie so gar nicht hamburgerisch.

    Ich empfehle die Lektüre:
    „Sicheres Auftreten bei vollkommener Ahnungslosigkeit“

  2. Webgolfer101 7. Dezember 2015 um 11:45 Uhr

    Natürlich ist der Doppelpass keine hochgeistige Sendung, aber Sonntags Morgens beim Kochen ganz unterhaltsam.
    Der Beiersdorf war am Sonntag allerdings nur blöd.
    Der bekam ja kaum mal einen richtigen Satz raus.
    Vielleicht sollte er einmal von seinem „geringen“ Gehalt einen Rhetorikkurs besuchen.
    Man hatte auch immer den Eindruck, er hätte vor der Sendung eine Schlaftablette genommen.

  3. Südfan 7. Dezember 2015 um 11:45 Uhr

    Um aber den HSV gut zu vertreten, muss man auch über sich selbst lachen können und ein bischen Angriffsfläche bieten. Gerade ein eher langweiliger Typ wie Beiersdorfer verkörpert doch jemanden, den die meisten Deutschen irgendwie sympathisch finden (siehe Merkel). Von daher glaube ich sogar, dass der HSV außerhalb unter Beiersdorfer wieder positiver wahrgenommen wird, weil man ihn eben sympathisch findet, vielleicht gerade, weil er nicht perfekt st.

    Ob dieser Ausschnitt jetzt als Beispiel für einen peinlichen Auftrnitt herhalten kann, kann ich auch nicht beurteilen, denn ich habe die Sendung auch nicht gesehen. Habe aber sonst auch nichts negatives über Beiersdorfers Auftritt irgendwo gelesen. Die Sendung hat ja auch nicht den Anspruch, bierernst genommen zu werden. Vielmehr geht es um eine etwas humorvolle Auseinandersetzung mit dem Thema Fußball und da ist es vielleicht sogar besser, man kommt etwas humorvoller rüber und macht ein paar Späße mit als bierernst und staubtrocken seinen auswendig gelernten Text vorzutragen.

    • Carsten Hae 7. Dezember 2015 um 13:30 Uhr

      Hohlphrasendreschendes Gestottere ist aber nicht „humorvoll“ oder „symphatisch“. Und nein mir ist Düdü nicht symphatisch. Eher schäme ich mich fremd und Frage mich wie sojemand Vorstandsvorsitzender unseres HSV´s sein kann. Ich hoffe interne Ansprachen gehen flüssiger von den Lippen.

      • Südfan 7. Dezember 2015 um 13:56 Uhr

        Wie gesagt, ich habe es nicht gesehen und kann es nicht beurteilen.Aber mein Eindruck ist, dass er vor allem bei Nichthamburgern recht sympathisch rüberkommt, da er ein recht bodenständiges Auftreten hat und sich auch schon mal verhaspelt. Er verkörpert somit – zum. in Bezug auf sein eher ruiges Auftreten – die von außen eingeforderte Demut und Zurückhaltung. Ich rede dabei nicht von falschen Entscheidungen, die er getroffen hat. Es geht dabei nur um sein eher zurückhaltendes Auftreten.

  4. llorc 7. Dezember 2015 um 15:33 Uhr

    Er verkörpert leider emotionalen Stumpfsinn,
    gepaart mit einer leicht schleichenden Demenz
    und ist als HSV Boss völlig untragbar.

    llorc

    • Gravesen 7. Dezember 2015 um 15:46 Uhr

      Die Eigenschaften, die du beschreibst, treffen aber auf ca. 80% aller HSV-Fans zu 🙂

      • Carsten Hae 7. Dezember 2015 um 21:25 Uhr

        Das macht es aber nicht unbedingt besser. Er sollte ja wenigstens der einäugige sein 😉

    • Gravesen 7. Dezember 2015 um 16:44 Uhr

      Ich frage mich, warum man sich als Trainer oder Sportchef zu solch einer Sache überhaupt öffentlich äußern muss. Wenn man auf Diaz angesprochen wird, kann man sagen: „Das sind Dinge, die klären wir intern“. Aber nein, jede Wurst beim HSV muss unbedingt ein öffentliches Statement abgeben. Wenn ich dann die Vollpatienten wieder lese, die meinen, es wird „Unruhe in den Verein gebracht“, könnte ich schreien. Nur einer bringt Unruhe in den Verein und das ist der Verein selbst.

  5. worka 7. Dezember 2015 um 22:00 Uhr

    Das Didi nicht der große Kommunikator ist, das wusste man ja schon schon lange und über den Tiefgang dieser Sendung muss man nicht diskutieren. Der interessanteste Moment war aber der, als Didi auf die Frage eines strategischen Partners antworten sollte. Und da sollte nun endgültig der Letzte hellhörig geworden sein. Denn, wie du es seit anno Knips hier schreibst, kam gar nichts. Didi bog dieses Thema so dümmlich ab, dass man meinen könnte, er hätte sich zur Vorbereitung auf die Sendung die PK von Niersbach reingezogen. Spannend nur, dass trotz einer so sensationellen Medienabteilung keiner in der Lage ist, ihn auf
    eine 2 Stunden Sendung halbwegs professionell vorzubereiten ( wobei es speziell um den HSV ja nur 20 min zur Sache ging).

  6. seleer 8. Dezember 2015 um 21:49 Uhr

    Als Boss einer AG ganz klar untragbar- nur peinlich,da musst du dich als HSVer fremdschaemen!

  7. llorc 9. Dezember 2015 um 07:02 Uhr

    moin grave,
    könntest du nicht als Abschreckung das Foto von
    düdü mit seiner irren Demenz-Kappe ( die spacken Mütze )
    fest auf deiner Seite verankern?
    Wäre ein täglicher Schock….zum Aufwachen….

    llorc

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