Die Mannschaft stellt sich von allein auf…

Das Spiel.

Nach der gestrigen Pressekonferenz könnte man es mit der Angst bekommen, der HSV geht nach einer Spielpause am Stock. Bruno Labbadia meinte sinngemäß:

Normalerweise trainiert man unter Ausschluss der Öffentlichkeit, weil man sich vom Gegner bzgl. der Aufstellung nicht in die Karten gucken lassen will, das ist bei uns nicht der Fall. Unsere Mannschaft stellt sich quasi von allein auf…

Betrachtet man die aktuelle Verletztenliste, zu der sich nun auch noch Kapitän Djourou gesellte (Knie überdreht), so kann man wohl von folgender Aufstellung ausgehen, denn auch auf den Einsatz von Pierre-Michel Lasogga wollte der Trainer nicht wetten:

Adler – Diekmeier, Cleber, Kacar, Ostrzollek – Holtby, Jung – Hunt, Ilicevic, Müller – Gregoritsch

Wenn man sich jetzt noch ausmalt, dass der verletzungsanfällig Ilicevic ausfällt, wird es täglich dunkler, denn der HSV hätte mit Drobny, Sakai, Schipplock, Rudnevs und Olic nur noch fünf Bundesliga-erfahrene Profis auf der Bank. Es könnte also schnell passieren, dass sich die Ausleihe von Zoltan Stieber zu einem Boomerang erweisen kann, zumal Neuverpflichtungen nicht anstehen sollen.

Sorry, aber wie diese Mannschaft ein Spiel gegen die Bayern halbwegs offen gestalten soll, dafür fehlt mir die Phantasie, wenn man bedenkt, dass auch Kacar und Hunt aus Verletzungen kommen und kaum bei 100% sein können.

Wie seht ihr das?

Transfermarkt.

Laut übereinstimmenden Meldungen verschiedener Medien ist der HSV an zwei Spielern aus ausländischen Ligen interessiert. Bertrand Traorè (20/FC Chelsea, Vertrag bis 2018) und Carlos Manè (21/Sporting Lissabon, Vertrag bis 2020) sollen möglichst geliehen werden. Bedenkt man dabei, dass der eine Spieler (Traorè) beim FC Chelsea unter Vertrag steht und der andere Spieler (Manè) eine Ausstiegsklausel von € 60 Mio. in seinen Arbeitspapieren stehen hat, kann man sich in etwa ausmalen, dass beide Akteure (so sie denn kommen sollten) im Sommer wieder weg sind. Man verkauft also eigene Spieler wie Diaz (€1,8 Mio.) und Marcos (€ 100.000), um für das eingenommen Geld Spieler für ein halbes Jahr zu leihen.

Interessantes Geschäftsmodell.

By the way: Happy Birthday, Bernd Hoffmann

Von | 2016-01-21T07:12:38+01:00 21. Januar 2016|Allgemein|13 Kommentare

13 Comments

  1. BerndH60 21. Januar 2016 um 07:30 Uhr

    Habe letzte Nacht allen Ernstes das Ergebnis 0:17 geträumt.
    .
    Zu dem Geschäftsmodell: In der Politik ist das als PPP (Public-Private-Partnership) bekannt. Da verkaufen schon mal hochintelligente Kämmerer das Rathaus oder die Stadtwerke um das Ganze dann zurück zu mieten.
    Und was für Berlin oder Pühri an der Knatter gut ist, kann doch für echte Exzellenzen nicht schlecht sein.
    Vielleicht sollten die sich schon mal beim Handball-HSV erkundigen wie Insolvenz geht.

  2. Freundchen 21. Januar 2016 um 08:09 Uhr

    …bei Karstadt soll es so etwas auch gegeben haben…was aus dem Laden geworden ist, kann jeder nachlesen. Aber vielleicht ist es für den HSV auch eine Option, dass irgendwann ein Scheich den Club für obligatorische 1 Euro kauft. Aber selbst das scheint, wie Grave gestern schrieb, wohl niemanden richtig zu interessieren, solang das Bier im Stadion noch schmeckt.

  3. Lennart 21. Januar 2016 um 11:24 Uhr

    war sakai nicht deutlich besser als diekmeier? habe ich das nur geträumt? ist der noch angeschlagen?

    • Gravesen 21. Januar 2016 um 11:27 Uhr

      Nein, der ist fit. Aber Youtube-Dennis hat laut Konzerndirektor Knäbel in den letzten Monaten ungeheure Leitungssprünge vollzogen und Oster-Zollek ist links ohnehin alternativlos. Ohne weiteren Kommentar.

      • Waton 22. Januar 2016 um 19:27 Uhr

        Hast recht gehabt mit Dennis. Leider (oder zum Glück) kann ich das Spiel heute nicht im TV verfolgen, da ich mein Auto aus der Werkstatt abholen muss.

  4. 1887 21. Januar 2016 um 12:13 Uhr

    Ich sehe das eigentlich ganz positiv. Sollen doch alle Bankdrücker spielen. Hauptsache zu den wichtigen spielen sind alle Fit. Klar will man nicht abgeschossen werden. Aber was heißt das schon. 4-5 Gegentore sind doch fast normal gegen Bayern. Es gibt fast nix zu verlieren. Außer vielleicht das Torverhältnis. Also die zwei Talente die noch im Kader sind (wenn noch nicht alle weg sind) auf den Platz und feuer frei. Notbremsen vermeiden wäre noch gut. Nich das Cleber noch mit rot fehlt.

  5. Arnold 21. Januar 2016 um 12:42 Uhr

    Wenn ich höre, dass man schon wieder auf der Suche nach einem neuen Stürmer ist, frage ich mich warum die eigentlich Schipplock verpflichtet haben ? Ein Spieler mittleren Alters (27), technisch limitiert, Ergänzungsspieler aus Hoffenheim, der sich sicherlich nicht mehr weiterentwickeln wird, Welche Strategie steckt dahinter, solch einen Spieler zu verpflichten ?
    Es ist doch heute schon -nach einem halben Jahr- ersichtlich, wie das mit ihm enden wird, Vertrag absitzen, Trainingsgruppe II und/oder in die dritte Liga verschenken…..

    • Gravesen 21. Januar 2016 um 13:00 Uhr

      Das kann ich dir zum Teil beantworten: Ohne Schipplock, kein Gregoritsch. Und selbst den hätte man 6 Monate vorher für € 500.000 kriegen können, leider hat man am Ende € 3 Mio. abgedrückt.

  6. Gravesen 21. Januar 2016 um 13:41 Uhr

    Sorry, aber den kann und will ich euch nicht vorenthalten 🙂
    Was muss man eigentlich täglich rauchen, um auf eine solche gequirlte Scheiße zu kommen?

    Matuschka sagt:
    21. Januar 2016 um 13:35
    Einfach nur noch lächerlich was einige hier schreiben. So schreibt Rautendidi:” Fast alle anderen Vereine, mit den wir um den Klassenerhalt kämpfen, haben aufgerüstet.” Welche Vereine sind denn das, die da “aufgerüstet” haben?! Also vielleicht 96, aber bei denen war das auch bitter nötig und sonst so? Das ist doch glatter Blödsinn und es gibt doch gar keinen Grund oder große Notwendigkeit zur Zeit. Außerdem soll doch noch einer kommen. Wenn hier einige den HSV Handball mit dem richtigen HSV vergleichen, dann haben die schon mal gar nichts begriffen. Es zeigt doch nur, dass auf Dauer eben die Retortenvereine keine Chance haben werden! Bevor der HSV pleite ist, wird Deutschland pleite sein. Soviel steht mal fest!

  7. Germenyfe 21. Januar 2016 um 14:55 Uhr

    Wenn man überlegt, Spieler für ein halbes Jahr auszuleihen kann es doch nur bedeuten, dass man nicht wirklich an einen Klassenerhalt glaubt und keine Abfindungen etc. bei einer längeren Verpflichtung zahlen möchte. Sparsam gedacht 🙂
    Und wenn dann der Klassenerhalt doch noch erreicht werden sollte, hat man wieder etwas Luft, um sich nach ähmmm „qualifiziertem“ Personal umzuschauen. Angst fressen Seele auf kann ich da nur sagen.

  8. Seppie 21. Januar 2016 um 16:07 Uhr

    Falls Djourou morgen nicht spielt,dann sollte die Sache zumindest nicht 2-stellig werden.PS:die Vertragsverlängerung
    mit Diekmeyer ist schon eine Meisterleistung p.Exellence(Peterle).

  9. Goldfather 21. Januar 2016 um 18:00 Uhr

    HSV – FC Bayern München 1:6

  10. alfa 21. Januar 2016 um 19:14 Uhr

    Kopfloses durch Europa hetzen mit dem einzigen Ziel irgendeine Alibiverpflichtung noch auf Krampf auch noch nur höchstens mit Leihe zu tätigen kann doch niemandem nutzen. Was diese kurz vor Ultimo Transfers uns wohl eingebracht haben……! Anstatt Arsch in der Hose haben und mal zu sagen , wir können in dieser Transferperiode keine Spieler verpflichten, weil wir nicht investieren können, Naja vielleicht braucht ja der eine oder andere etwas Handgeld von Transfers. Wieso kann denn unser Almpeter nicht entschlossen auftreten und mitteilen, dass man zwar nicht investieren könne jedoch auch gar nicht muß, da er fest an die Qualität seiner vorhandenen Spieler glaube. Einfach auch mal etwas angewandte Psychologie würde der Mannschaft glaube ich eher weiterhelfen als ein Krampf Transfer. Aber Scholle hat ja so oft geschrieben, dass Knäbele ein zwei neue holen will, da will der Knäbele den Jungen ja nicht lügen Strafen. Das wär doch was ein Transfer nur für Scholle, damit der sich nicht in Zukunft an der Tastatur vertippt, wenn er bloggt.
    Oder wie schätzt du den Bedarf am Teransfer ein lieber Grave? !

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