Es gibt noch ein Leben außerhalb der Schweiz, Herr Knäbel

Am Ende ist es dann mal wieder genau so gekommen, wie man es befürchtete. Angesichts der Ergebnis der Rückrunde und der eigenen Konzeptlosigkeit macht man halt nicht das Richtige, man macht irgendwas. Jetzt ist es also der Drmic Josip, der den Verein der unerträglichen Exzellenzen retten soll, man könnte sagen: Interessant. War man bisher (zu recht) auf der Suche nach schnellen Außenstürmern, die im Gegensatz zu den eindimensionalen Ilicevic und Müller, die beide weder ein 1 gegen 1 auflösen noch eine verwertbare Flanke in Strafraum bringen können, so kommt man jetzt knapp 24 Stunden vor Ultimo auf den insgesamt 6!!! zentralen Stürmer. Reife Leistung, Herr Knäbel. Zumal der Nationalspieler selbstverständlich aus der Schweiz kommt und auf den letzten Drücker von Didi-Intimus Volker Struth vermittelt wurde.

Lasogga, Schipplock, Gregoritsch, Rudnevs, Olic, Altintas, Drmic. Sechs Spieler für die gleiche Position in einem System, welches Trainer Labbadia grundsätzlich mit einer Spitze spielen lässt. Das ist kreativ. Kreativ ist auch die finanzielle Gestaltung dieses Deals. Eine Leihe über 5 Monate kostet den HSV € 1,2 Mio. und das, nach dem man vorher für die Leihe eines wesentlich sinnvolleren Spielers (Manè) für eine Leihe über 17 Monate keine € 2 Mio. an Leihgebühr berappen wollte. Bei Manè hätte es eine Kaufoption gegeben, bei Drmic gibt es sie nicht. Vielleicht ist ja irgendjemand mit besseren mathematischen Kenntnisse, als sie mir zur Verfügung stehen, in der Lage, mir das zu erklären.

Mit anderen Worten: Der HSV gibt sein allerletztes Geld für die Leihe eines Spielertyps aus, den man bereits mehrfach im Kader hat und der, sollte er denn in Hamburg funktionieren, entweder nach Gladbach zurückkehren oder im Sommer von irgendeinem steinreichen britischen Club gekauft wird, in Hamburg bleibt Drmic jedenfalls nicht. Dieses panische Verhalten zeugt nicht nur von kompletter Konzeptlosigkeit, es ist in höchstem Maße fahrlässig.

Dabei geht es überhaupt nicht um den Spieler Josip Drmic, im Gegenteil. In Nürnberg fand ich ihn gigantisch und hätte mir ein Loch in die Hose gefreut, wenn er damals gekommen wäre. Sein Scheitern in Leverkusen und Gladbach kann Gründe gehabt haben, aber das ist uninteressant. Interessant ist aber, dass man den Spielertyp Drmic nicht benötigt, ich hole doch auch keinen neuen Innenverteidiger (der vielleicht irgendwie und mit viel Krampf auch außen spielen könnte), wenn ich nur noch einen Linksverteidiger im Team habe. Zumindest kratze ich nicht meine letzten Kröten zusammen, um einen Spieler zu leihen, wenn ich bereits 5 seiner Art im Team habe.

Dabei scheint eines den Herren Exzellenzen inkl. Bruno Labbadia immer noch nicht bewusst zu sein: Das Problem des HSV ist es nicht, Tore zu schießen. Das Problem des HSV ist es, kontrolliert ins letzte Spiel-Drittel zu gelangen. Das funktioniert nicht mit dem Ballverschlepper Aaron Hunt (für mich schon heute van der Vaart 2.0), das funktioniert nicht mit den limitierten Außenspielern Müller und Ilicevic und das funktioniert nicht mit den Bundesliga-untauglichen Außenverteidigern Diekmeier und Ostrzollek . Tauscht man also Drmic gegen Lasogga aus (warum eigentlich, wenn Pierre-Michel gesund bleibt?), hängt der Schweizer genau so  in der Luft wie der Herr mit auffälligen Mutter.

Macht aber alles nichts, sagen die Freunde mit der pinken Vereinsbrille, denn „Endlich ist mal im Vorfeld nichts von der Verpflichtung des Schweizers nach außen gedrungen“. Meine Fresse, wie auch, ihr Insassen? Der HSV selbst wusste vor 24 Stunden noch gar nicht, dass man sich für Drmic interessierte. Wie soll dann bitte etwas nach außen dringen?

Fazit: Der HSV geht gruseligen Zeiten entgegen und erwischt es den Verein nicht am Ende dieser Saison, dann spätestens nach der Spielzeit 2016/17. Denn dann sind Vereine wie Leipzig (Geld) und Freiburg (Konzept) wieder dabei und der HSV ist entgültig finanziell handlungsunfähig. Aber vielleicht spielt man ja irgendwann einmal eine Saison mit einem Team von 25 Spielern, von denen 14 Akteure für eine Spielzeit geliehen sind. Für ganz kleines Geld natürlich.

Heilige Mutter Gottes.

Von | 2016-02-01T07:38:41+01:00 1. Februar 2016|Allgemein|42 Kommentare

42 Comments

  1. Rugiberger 1. Februar 2016 um 08:33 Uhr

    Kopfschüttelschleudertrauma Teil 2. Wenn es nicht so traurig wäre, dann könnte man darüber lachen. Wenn das tote Pferd nicht läuft dann wechsel ich den Jockey. Eine in der Geschichte immer wieder erfolgreiche Strategie. Ich hoffe für den Kollegen Rudnevs das er im Sommer einen Verein findet, der ihn mit Respekt und seinen Leistungen gerecht behandelt.

  2. Oliver Bruchholz 1. Februar 2016 um 08:52 Uhr

    Moin Grave. Das ist nicht zu fassen. Man kann aber fast schon drüber lachen weil du es genau so vorher gesagt hast. Hat sich eigentlich jemand bei dir entschuldigt?

  3. Diego 1. Februar 2016 um 09:15 Uhr

    Nur ein Abstieg kann diese wahnsinnigen Dilettanten stoppen.
    Zurück bleibt dann aber ein Scherbenhaufen eines einstmals stolzen und erfolgreichen Vereins.

    • HSVer im Herzen 1. Februar 2016 um 11:14 Uhr

      Der Verein ist jetzt schon ein Scherbenhaufen. Einfach nur noch traurig…

  4. Webgolfer101 1. Februar 2016 um 09:22 Uhr

    Ich habe das mit dem Drmic auch heute Morgen in der Presse gelesen und war über die 1.2 Mio Leihgebühr entsetzt
    Wobei Grave in seinen Ausführungen nicht ganz Recht hat. Es sind nicht 1.2 Mio für 5 Monate, sondern nur knapp 4 Monate, denn am 14.Mai ist die Bundesligasaison schon zu Ende.
    Berücksichtigt man noch ein evtl. Relegationspiel wäre es ca. der 20.Mai ☺☺
    Eines möchte man den HSV Verantwortlichen wünschen:
    Lasst Hirn regnen!!!

  5. Südfan 1. Februar 2016 um 09:51 Uhr

    Es ist vollkommen unverständlich. Drmic ist doch ein sehr ähnlicher Spielertyp wie Lasogga, zudem hat man doch gerade Rudnevs wieder ins Team bekommen (für mich in beiden Rückrundenspielen der einzige Lichtblick). Wofür brauchen wir denn Drmic noch? Die Mittelstürmerposition ist wirklich die letzte auf der wir noch mehr Konkurrenz brauchen. Die Flügelstürmer, aber auch die AV und IV stellen sich hingegen mittlerweile selbst auf. Drmic hat in Leverkusen und Mgbach bewiesen, dass er nur als Stoßstürmer einsetzbar ist. Hat Kießling bspw. gespielt, saß Drmic immer auf der Bank. Es wird nich funktionieren, Drmic und Lasogga gleichzeitig spielen zulassen.

  6. Diego 1. Februar 2016 um 09:51 Uhr

    @Webgolfer101:

    Wieso? Gladbach hat doch ein gutes Geschäft gemacht und Drmic wird sich auch freuen.
    Und was sind für den großen HSV schon 1,2 Mill. Euro? Sind doch Peanuts……
    Da wurden schon ganz andere Beträge verfeuert.

  7. Andi Pie 1. Februar 2016 um 09:58 Uhr

    Das wäre alles verständlich, wenn Lasocke jetzt nach England oder China für 25Mio+ verscherbelt werden würde. Aber wie sagt der Presse Pete: für den ist kein Markt da…
    Und genauso ja anscheinend auch für Rudnevs. Der kommt rein als Einwechselspieler und macht nach gefühlten Sekunden ein Tor. Aber der ist ja nicht gut genug…
    Oder vielleicht ist er auch zu gut. Wer weiss…

  8. Bjoern 1. Februar 2016 um 10:04 Uhr

    Ich habe auch mal auf den Premier League Club gehofft, der den schwerfälligen Berliner für viele € kauft, aber die sind bedauerlicherweise auch nicht blöd. PML würde nichtmal innerhalb der Bundesliga einen Verein finden.

    Was ist eigentlich mit dem türkischen Stürmer, angeblich ein Riesentalent. Darf der jemals Bundesliga spielen?
    Im Grunde hat der HSV in der Rückrunde nichts zu verlieren, die Zeichen stehen auf Abstieg.
    Das ist nicht pessimistisch, das ist realistisch. Und angesichts der (Un-)Taten der Exzellenzen nicht nur verdient, sondern dringend nötig.

  9. legatfan 1. Februar 2016 um 10:33 Uhr

    Immer diese Schwarzmalerei. Poker-Peter hat es der Liga wieder einmal gezeigt. Statt 2 Mio. für einen bundesligaunerfahrenen Spieler auszugeben, schlägt er für wenig Geld bei einem direkten Konkurrenten zu – die erwünschte Soforthilfe ist da, Gladbach geschwächt und 800.000 Euro gespart – Zack!
    Außerdem kann die finanzielle Lage gar nicht so schlecht sein – wenn es darauf an kommt, kann der HSV immer noch was aus dem Ärmel schütteln. Ein wichtiges Zeichen an die anderen Klubs.
    Auch die Auftritte in den ersten Spielen der Rückrunde machen Mut. Unglückliche Gegentore gegen Bayern und Pech im Abschluß gegen den Vfb (Ilisevic) verhindern 4 sicher geglaubte Punkte. Aber im eigenen Stadion wird man in den beiden nächsten Spielen den Schalter Richtung Europa (nur 7 Punkte bis Platz 6!) umlegen.
    Ok, Scheiß Restalkohol, man sollte damit aufhören, sich HSV-Spiele in voller Länge anzusehen.
    Die See ist rau, aber Gernandt, Didi & Co haben alles unter Kontrolle und werden uns wieder in sichere Gewässer steuern (und die Erde ist eine Scheibe…).

  10. Diego 1. Februar 2016 um 10:52 Uhr

    @legatfan:

    Genau! Das ist die positive Sicht auf die Dinge!
    Die Exzellenzen wissen was sie tun und was gut für den HSV ist.
    Habt nur Vertrauen in die Profis im Vorstand und Aufsichtsrat.
    Außerdem: Der dritte Titel hintereinander ist uns so gut wie sicher.
    Um dieses Ziel zu erreichen wird hart gearbeitet.
    Rucksack-Peter nimmt alle Widrigkeiten auf sich um den HSV sinnvoll und ohne Hast zu verstärken.
    Der Rest der Liga blickt neidvoll auf Hamburg.
    Jetzt gilt es, dass uns die Exzellenzen in ihren Elfenbeintürmen erhalten bleiben.
    Denn der „Hamburger Weg“ wäre nichts ohne sie.

  11. peter 1. Februar 2016 um 10:55 Uhr

    Unglaublich. Und als Hamburger mit HSV-Traditions-Sympathie steht man da und muss alles hilflos mit ansehen. Und keiner – sprich Aufsichtsrat – scheint das Chaos mitzubekommen und lässt die Exzellenzen wurschteln und Geld verbrennen. Es ist wirklich unerträglich.

  12. Flons 1. Februar 2016 um 11:13 Uhr
  13. Flons 1. Februar 2016 um 11:15 Uhr

    Und Sanogo zum HSV?
    http://www.transfermarkt.de/s-sanogo-zu-hamburger-sv-/thread/forum/154/thread_id/1017659

    Das ist bestimmt der Bruder von Boubacar…
    Ich schmeiss mich weg..

    • Gravesen 1. Februar 2016 um 11:23 Uhr

      Da musst du Münchhausen „de Vrij“ Scholz fragen. Der guckt dann schnell mal bei Wikipedia und – schwupps – hast du ein Verwandtschaftsverhältnis 😀

  14. HSVer im Herzen 1. Februar 2016 um 11:21 Uhr

    Wieder einmal gebe ich dir zu 100 % recht. Und täglich/wöchentlich/monatlich grüßt das Murmeltier… Was ich mich allerdings schon seit langem Frage ist, warum die Hamburger Presse geschlossen diesem Treiben zusieht und es an jeglicher kritischer Berichterstattung mangelt. Es werden so viele Fehler gemacht, dass das ja nicht mehr damit zu begründen ist, dass die Hofberichterstatter persönliche Kontakte zu den Dillettenzen haben. Deren Vorgesetzte müssen doch mal ein wenig kritische Auseinandersetzung fordern. Denn damit ließe sich definitiv mehr Auflage machen. Denn das solche Leute wie Knäbel, Hilke und Wolff noch im Amt sind lässt sich nur durch irgend ein dunkles Geheimnis oder Abhängigkeiten erklären….

  15. Goldfather 1. Februar 2016 um 11:25 Uhr

    Natürlich ist Drmic nicht die langfristige Lösung die man sich erhofft hat, da er für den HSV ohne Klaus-Michael unbezahlbar ist. Aber er ist höchstwahrscheinlich exakt der Spieler der in der Lage sein könnte im Abstiegskampf zu funktionieren, wenn Lasogga ausfällt oder nicht trifft.
    .
    Mane und Traore wären für den HSV zwar eine optimale Investition in die Zukunft gewesen, aber beide Spieler kennen die Bundesliga nicht und haben keine Ahnung vom chronischen Abstiegskampf des HSV.
    .
    Drmic erinnert in seiner Dynamik und Durchsetzungsfähigkeit durchaus an den jungen Olic, so dass es aus heutiger Sicht sinnvoller gewesen wäre Olic abzugeben, als Stieber oder Diaz.
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    Doch wie auch immer, die Führung des HSV scheint mitlerweile verstanden zu haben, dass es in den kommenden Wochen mal wieder um nichts anderes als das nackte Überleben geht.
    .
    Dass der VfB Stuttgart fußballerisch überlegen gewesen ist, war alles andere als eine Überraschung, schließlich legt der VfB seit Jahrzehnten Wert auf eine hochwertige und erfolgreiche fußballerische Entwicklung seines Nachwuchses. Früher oder später wird der VfB auch wieder einen Titel gewinnen, weil das Verständnis für die fußballerische Qualität beim VfB grundsätzlich vorhanden ist.

    Zwar ist das Passspiel des HSV im Vergleich zum Vorjahr eindeutig verbessert und das Konzentrationsniveau des gesamten Teams beim Verschieben und Laufen deutlich höher doch leider gibt es in der Liga Trainer, die Trainingsformen beherrschen mit denen sich höhere Geschwindigkeiten bei größerer Präzision herstellen lassen.
    .
    Für den HSV geht es in den kommenden Jahren im wesentlichen darum Trainingsformen und Taktiken zu entwickeln mit denen die wirtschaftlichen Nachteile ausgeglichen und letztendlich eliminiert werden können.
    .
    Mainz 05, SC Freiburg und Gladbach zeigen regelmäßig wie eine trainings- und transferinduzierte Gesamtentwicklung eines Clubs ermöglicht werden kann. Es ist nun an Bruno Labbadia mehr zu leisten, als das bereits Bekannte.
    .

    • Gravesen 1. Februar 2016 um 11:32 Uhr

      Doch wie auch immer, die Führung des HSV scheint mitlerweile verstanden zu haben, dass es in den kommenden Wochen mal wieder um nichts anderes als das nackte Überleben geht.

      Schön. Und dann? Was passiert dann? Wenn man überraschenderweise die Klasse gehalten haben sollte? Ohne einen Cent in der Tasche und dann ohne Herrn Drmic.

      Für den HSV geht es in den kommenden Jahren im wesentlichen darum Trainingsformen und Taktiken zu entwickeln mit denen die wirtschaftlichen Nachteile ausgeglichen und letztendlich eliminiert werden können.

      In den nächsten Jahren? In welcher Liga denn? Und was war in den letzten 1 1/2 Jahren?

      • Flons 1. Februar 2016 um 12:07 Uhr

        „Für den HSV geht es in den kommenden Jahren im wesentlichen darum Trainingsformen und Taktiken zu entwickeln mit denen die wirtschaftlichen Nachteile ausgeglichen und letztendlich eliminiert werden können.“

        Heißt das Düdü und Knäbel treten zurück??
        Oder sollen einfach nur andere deren Inkompetenz wettmachen? Dann bräuchte man Weltstars, um so viel ?#‘! auszugleichen..

      • Goldfather 1. Februar 2016 um 16:11 Uhr

        In den letzten 1 1/2 Jahren wurde lediglich für den Klassenerhalt gearbeitet, so dass eine langfristige taktisch strategische Konzeption, also eine Spielphilosophie, nicht erkennbar war, so wie es sie seit den Tagen Happels im Bereich Profifußball und im titellosen Jugendbereich beim HSV noch nie gegeben hat.
        .
        Der HSV wird lernen müssen mit kleinem Geld Spieler zu holen und weiterzuentwickeln. Die Zeiten der Monstertransfers von sogenenannten fertigen Spielern sind schon lange vorbei.Heutzutage ist es wichtiger, dass ein Spieler Entwicklungspotenzial besitzt und zur Spielphilosophie passt.
        .
        Der HSV befindet sich gerade an der Schwelle zum Verständnis, dass es sich beim Fußball um einen Mannschaftssport handelt in dem das Gesamtgebilde mehr ist als die Summe seiner Teile.
        .
        Natürlich wäre ein Trainer wie Favre oder Tuchel für diesen Umbauprozeß ideal, aber vielleicht ist Labbadia derartig lernfähig, dass die Transformation auch mit ihm als Cheftrainer gelingen kann?
        .
        Scheitert Labbadia in den kommenden Wochen wird es natürlich äußerst eng im Schacht und eine negative wirtschaftliche Entwicklung, wie sie der HSV-Handball bereits explizit vorgemacht hat, könnte auf den HSV-Fußball zukommen.
        .
        Eine Abmeldung beziehungsweise Nicht-Vergabe der Lizenz für den Punktspielbetrieb in der zweiten Bundesliga durch die DFL, halte ich trotz aller Liquiditätsbeteuerungen der HSV-Funktionäre für möglich, so dass das Thema Profifußball im Volkspark für den HSV bereits in diesem Jahr enden könnte.
        .
        Dass es in der Zukunft Profifußball im Volkspark zu sehen geben wird, steht für mich außer Frage, aber ob es der HSV sein wird der dort spielt, steht noch lange nicht fest…

  16. Diego 1. Februar 2016 um 12:13 Uhr

    @Gravesen

    Was ist nicht so recht verstehe:
    Wie können hochbezahlte Angestellte, die nichts anderes zu tun haben (im Gegensatz zu mir und vielen Anderen: Denn ich habe noch einen Hauptberuf) als ihre Arbeit zu verrichten, solchen Stuss abliefern?
    Wie können diese „Experten“ so den HSV schaden, planlos und aktionistisch agieren? Selbst mir als Laien, leuchtet es ein dass mehrere Dinge beim HSV falsch laufen.
    Die Exzellenzen können doch nicht nur die Kohle einstreichen und ansonsten Murks abliefern….
    Wie kann so etwas passieren? In jeder Firma wären die Leute weg vom Fenster (wenn auch mit Abfindung).

    • Gravesen 1. Februar 2016 um 12:26 Uhr

      Das ist nicht leicht zu erklären. Ich will es mal so versuchen: Bevor ich mich intensiv mit dem Verein, seinen Strukturen, seine Gremien und seinen handelnden Personen auseinandergesetzt habe, war ich einfacher Fan. Ich bin ins Stadion gegangen, habe gejubelt oder gelitten und ich habe mich nur für das interessiert, was auf dem Platz passiert. Im Zuge dieses Blogs und ganz besonders im Laufe des Engagements für HSVPLUS habe ich mehr und mehr Einsicht darüber erhalten, was hinter den Kulissen passiert bzw. wie gearbeitet wird. Wie bei den Medien gearbeitet wird, wusste ich schon längst, immerhin habe ich mehr als 20 Jahre für die größten Verlagshäuser Deutschlands gearbeitet.
      Damals, als Fan, dachte ich immer: In den Gremien dieses Vereins, in Vorstand, Aufsichtsrat, Direktorium etc., da müssen absolute Experten sitzen. Die wissen Dinge, die ich nicht weiß und nicht wissen werde. Die haben rechnergesteuerte, langfristige Pläne, haben Verbindungen und Beziehungen, sprechen Millionen von Sprachen.
      Dann habe ich sie fast alle persönlich kennengelernt. Vorstände, Aufsichtsräte, Direktoren, Trainer, Nationalspieler und und und.
      Heute kann ich mit voller Überzeugung sagen (und das ist wirklich nicht, weil ich so unfassbar intelligent bin): Was 98% dieser Vögel können, das mache ich am Vormittag. Ohne Gag. Da wird größtenteils ein so unfassbarer Schwachsinn geredet, dass du aufpassen musst, dass dir nicht die Hand ausrutscht. Da wird aktionistisch von einem Tag auf den anderen gearbeitet, den Plan gibt es einfach nicht. Er existiert nicht. Ein Großteil der Gehalts-Millionäre dort wäre für einen Job außerhalb des Fußballs absolut ungeeignet, die Meisten leben von ihrem Namen. Da aber fast alle so drauf sind, findet auch keine Kontrolle statt. Wenn ich dir sagen würde, wen Herr Kühne gern als Sportchef hätte, würdest du zusammenbrechen. Glaub mir!

      • Micha 1. Februar 2016 um 13:00 Uhr

        Grave,
        verpack das doch mal als Parabel 😉
        Da könnte man noch die ungesehenen Unterlagen des unbekannten bunt Betuchten einarbeiten;)

    • HSVer im Herzen 1. Februar 2016 um 13:13 Uhr

      Yo Gravensen! Genau das ist schon immer meine Vermutung gewesen. Menschen (zumeist eher weniger belichtete Ex-Sportler), die Gehälter kassieren, die ich mir nicht mal nach zehn Jahren an Gewinnen aus meiner Firma nehmen könnte und die zu 0% in der Lage sind, betriebswirtschaftlich, strategisch und konzeptionell zu denken. Es wird Zeit zu kapieren, dass ganz oben die sitzen müssen, die keine Fussball-Experten sind, sondern UNTERNEHMER bzw. Wirtschaftsexperten.

  17. Flons 1. Februar 2016 um 12:39 Uhr

    Ganz ehrlich: Bei diesem Personal“konzept“ hätte man auch Magath einstellen können. Der hätte
    a) weil SpoDi und Coach in einer Person nicht so viel Gehalt verschlungen
    b) DER hätte Treffer gelandet bei seinen Verpflichtungen (auch wenn der Kader jetzt breiter aufgestellt wäre)
    c) weil der Kader HÖCHSTWAHRSCHEINLICH breiter wäre, mehr Konkurenz-> Mannschaft stellt sich nicht von alleine auf, ggf. mehr Rotation.

    Aber nein, man will/wollte ja lieber Düdü, den Macher! Das ich nicht lache!!

  18. Micha 1. Februar 2016 um 12:53 Uhr

    ROFL
    Ja was soll man da noch schreiben? In der Winterpause Diaz+Stieber verschenkt und den Kader weiter geschwächt, und dann diese Nummer. Die Dekadenzen versenkten den HSV schon vor der RR.
    Nach zwei fast Abstiegen hätte man auch etwas daraus lernen können/müssen. Jetzt wird die (gerechte) Strafe kommen: Abstieg und keine Kohle für die 2.Liga Lizenz->ab in Liga 3. Kurz danach Insolvenz.
    Das wissen auch die Verantwortlichen aus Vorstand und AR. Dennoch füllt man sich ganz uverblümt die Taschen und verzichtet seitens des AR und mangels Sachkenntnis auf Konsequenzen, die in freier Wirtschaft schon längst erfolgt wären.
    Es ist eine Schande, wenn ich an die Zeiten 80-83 zurück blicke. Aber um diesen HSV tut´s mir nicht (mehr) weh, er hats verdient.
    Und er hat keinen Platz in meinem Herzen. Ich bin einfach nur erschüttert über soviel Dummdreistigkeit, daß nur Lachen übrig bleibt.

  19. Diego 1. Februar 2016 um 12:57 Uhr

    Danke Gravesen für Deine Erläuterungen.
    Das was Du sagst klingt alles logisch
    Das bedeutet aber für die Zukunft nichts Gutes.
    Kommt mal ein einigermaßen guter Trainer, wird das immer nur ein Strohfeuer sein.
    In diesem Milieu wo jeder keine Ahnung hat und jeder Jeden deckt gibt es keine Innovationen.
    Und wenn es so ist wie Du sagst, gibt es auch kein Entrinnen aus diesem Teufelskreis.
    Diese fatale Entwicklung sollte doch eigentlich mit HSVPLUS vermieden werden sollen.
    Da ist ja einiges schiefgelaufen.
    Jetzt haben wir Gehaltsmillionäre mit wenig Ahnung und keinem Plan an der Backe.
    Selbst wenn es einen Plan gibt wird der strunzdumm umgesetzt.

  20. Mirolsav Okonski 1. Februar 2016 um 14:06 Uhr

    Na ja, jeder kann sich mal irren. Natürlich ist es nicht nötig, dass der Didi dem Knäbel gleich 2 Listen mit auf den Weg gibt, und zwar eine mit den Positionen wo Bedarf besteht (IV, AV, LM, RM) und eine mit den Positionen die ausreichend besetzt sind (DM, MS). Richtig blöd wird es dann aber erst wenn der Knäbel die Listen verwechselt und dann mit einem neuen Stürmer und einem weitern 6er zurückkommt…

    • Gravesen 1. Februar 2016 um 14:11 Uhr

      Das Ganze ist eigentlich nur noch mit Galgenhumor oder volltrunken zu ertragen.

      • Südfan 1. Februar 2016 um 16:06 Uhr

        Leider wahr, wobei ich eine Nachbesserung im DM noch nachvollziehbar finde, da ja Diaz weg ist, Ekdahl verletzt ist, Jung uns Kacar noch nicht ganz bei 100% sind und ja vor allem Kacar auch IV spielen kann. Also bei Sanogo finde ich, dass man erst mal abwarten muss, bevor man sich ein Urteil bildet, im Gegensatz zu der Leihe!! von Drmic, die mir so rein gar nicht einleuchtet.

  21. Diego 1. Februar 2016 um 14:49 Uhr

    Oder beides….

  22. Bjoern 1. Februar 2016 um 16:06 Uhr

    @Grave

    Ist die Sanogo-Story ernstgemeint, oder sind das Wunschträume eines Beraters?? Das würde ja den Drmic-Transfer noch toppen!

  23. Carl benz 1. Februar 2016 um 16:39 Uhr

    Zu den 1,2 Mio. kommen dann ja noch Gehaltskosten von 2,5-3 Mio (pro Jahr) hinzu.

  24. atari 1. Februar 2016 um 18:56 Uhr

    am besten beschreibt es Sport1: Hamburg greift unten an… HSV will das Relegations – Triple!

  25. HSV Hannoveraner 1. Februar 2016 um 19:25 Uhr

    Oh Mann….

    Noch einmal zum Auf-der-Zunge-zergehen-lassen: Es werden für den Abgang von 3 Spielern insgesamt rd. 2 Mio € erlöst (plus Gehaltseinsparung, hoffentlich….), von denen einer als Sieger des Südamerika-Cups im letzten Sommer vermutlich einen nennenswerten Marktwert hatte (zu diesem Zeitpunkt hätten die sportlich Verantwortlichen bereits erkannt haben können, dass er nicht in die Mannschaft passt), um einen Großteil dieses Geldes für 15 bis maximal 17 Spiele eines weiteren Mittelstürmers auszugeben.

    Selbst wenn die 800 T€ Überschuss an dieser Stelle ausreichen, um die Gehaltsdifferenz auszugleichen (was ich keineswegs als sicher ansehen würde), dann ist doch gegen die Vorgabe verstoßen worden, nur die Hälfte der Erlöse zu reinvestieren.

    Und das alles ohne eine Option, den Spieler verpflichten zu können. Nachdem ein paar Tage zuvor eine um 2/3 höhere Leihgebühr für 3 mal soviele Spiele MIT Kaufoption (wenn der Spieler im Sommer 2017 bei Real Madrid auf der Einkaufsliste stehen würde, hätten die 9 Mio Ablöse nur zwischenfinanziert werden müssen) zu viel waren.

    Zumal dieser Spieler nach Ansicht sehr vieler Kommentatoren auf einer Position spielt, auf der dringenderer Handlungsbedarf besteht.

    ICH VERSTEHE ES NICHT!

    Das sieht doch schon stark nach mutwilliger Zerstörung von Kapital aus.
    Aber warum?

    Die Kampagne gegen Arnesen damals war schon heftig und hat im Ergebnis am wenigstens den getroffen, die sie treffen sollte, sondern den HSV (welcher Spodi kann vermutlich überbezahlte Spieler nach deren sportlicher Demontage schon gut verkaufen wenn der Präsi VORHER verkündet, dass sie UNBEDINGT verkauft werden müssen, bevor Neuzugänge kommen dürfen?
    Aber das Ganze war zumindest in einer Hinsicht rational (und ja auch ‚erfolgreich‘): Frank Arnesen ist weg.
    Unabhängig von der Meinung zur Sache: Unverantwortlich war dazu die Inkaufnahme der Kollateralschäden, nämlich der Beschädigung der Marktwerte der Spieler, also des HSV-Kapitals.

    Aber WARUM passiert das was je