Schleudertrauma oder Lachkrampf

So richtig kann ich mich immer noch nicht entscheiden. Tendiere ich jetzt dazu, mein Schleudertrauma vom ständigen Kopfschütteln zu behandeln? Kopfschütteln darüber, dass es den Exzellenzen des HSV wieder einmal gelungen ist, den Verein zum Gespött der gesamten Liga zu machen? Kopfschütteln darüber, dass immer, wenn die wirklich peinlichste Panne des Monats zu bewundern ist, der HSV eine tragende Rolle spielt? Kopfschütteln darüber, dass dort in Vorstand und Direktorium Mitarbeiter sitzen, die zusammen mehrere Millionen Euro im Jahr „verdienen“, die aber nicht in der Lage sind, auch nur im Ansatz einen Plan zu entwickeln?

Man muss sich das wirklich einmal vorstellen. Das Transferfenster Winter 2016 ist zwischen dem 01.01. und dem 31.01.2016 geöffnet, wobei es selbstverständlich niemandem verboten ist, ein wenig vor zu arbeiten. Wie sagte doch unser alle Profifußball-Direktor und Leiter Rucksack vor Kurzem: „Wir haben alle möglichen Szenarien durchgespielt und haben für jeden erdenklichen Fall eine Alternative.“  Ich verstehe, Pete. Und die Alternativen lauten dann Drmic ca. 12 Stunden vor Ultimo und ein vereinsloser Schwede aus Saudi-Arabien? Und dann interessiert man sich für einen Spieler aus der Schweiz (woher auch sonst) und schafft es zum wiederholten Mal, den Deal zu versauen, weil man (angeblich) die Unterlagen zu spät hin- und her-mailt?

Sanogo2

Seid ihr nicht ganz dicht?

Gucken wir doch mal kurz, wie (sub)-optimal wieder einmal mit den letzten verbliebenen Kröten gewürgt wurde.

Was hat man abgegeben?

Marcelo Diaz (28)/Chile. Copa-Sieger 2015. Gekauft im Winter 2015 für € 2 Mio., verkauft nach nur einem Jahr für € 1,8 Mio. Naja, wahrscheinlich gab es keinen Markt für den Chilenen, außerdem war er eh zu gut für die Mannschaft (B. Labbadia)

Ronny Marcos (22)/Mosambik/Deutschland. Back up-Linksverteidiger. Marktwert: € 600.000. Verkauft für € 100.000 nach Fürth. Vor einem Jahr noch eines der angeblichen Top-Nachwuchstalente des HSV

Zoltan Stieber (27)/Ungarn. Nationalspieler, EM-Teilnehmer. 2014 für € 1,3 Mio. geholt, Marktwert: € 1,7 Mio. Wird bis zum Sommer für eine Leihgebühr von € 100.000 nach Nürnberg verliehen.

Was hat man bekommen?

Josip Drmic (23)/Schweiz. In Leverkusen und Gladbach gescheitert, gilt bei Insidern als überheblicher Stinkstiefel. Wird für 5 Monate ohne anschließende Kaufoption geliehen, kostet € 1,2 Mio Leihgebühr plus Gehalts-Anteil (verdient in Gladbach € 3,8 Mio.)

Nabil Bahoui (24)/Schweden. 8 Länderspiele für Schweden, kein Tor. Kommt ablösefrei, nachdem er seinen Vertrag bei Al-Ahli Dschidda auflöste. Über Bahoui sagt der Knäbelpeter:

Er wird sicherlich zunächst an seiner physischen Basis arbeiten müssen um dann auch in der Bundesliga seine großen fußballerischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.“

Ich sage: Willkommen in der Trainingsgruppe 2, lieber Nabil. Dort heißt es laufen und zwar zusammen mit dem aussortierten Olic und dem immer noch unfitten Altintas.

Darüber hinaus ist den Granden erneut gelungen, einen Transfer in lächerlichste Art und Weise zu versauen. Mit dem Ivorer Sanogo und seinem Club Young Boys Bern war man sich einig, der Spieler hatte bereits den Medizin-Check in Hamburg bestanden. Außerdem hatte der Spieler extra für den HSV dem Konkurrenten Hannover 96 abgesagt, mit man sich bereits zuvor einig war. Jetzt darf der Akteur wegen der unfassbaren Blödheit der Pfeifen wieder zurück nach Bern. Gute Reise, Sekou. Bleibt nur zu hoffen, dass die beiden verpflichten Spieler nicht wieder zu gut für den HSV sind, ansonsten droht die Weitergabe nach Vigo.

Fassen wir zusammen: Man gibt drei Spieler ab (alle sind aktuelle Nationalspieler ihres Landes) und verknallt die gesamte Kohle für die Leihe eines Spielers, von dessen Art man bereits 6 im Team hat und der den HSV garantiert nach 5 Monaten wieder verlassen wird. Hinzu kommt ein unfitter Schwede aus Saudi-Arabien und eine Peinlichkeit ohne Grenzen. Aber für einen dringend benötigten Außenspieler wollte man keine € 2 Mio. Leihgebühr inkl. Kaufoption hinlegen. Und das war jetzt die „Ausbeute“ der Pläne („Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet“), die Arbeit von Monaten? Das? Die Note, die ich für diese Arbeit vergeben könnte, existiert nicht.

Sanogo1

Aber – die Alternative zur Schleudertrauma-Behandlung lautet: Regeneration meines Bauchmuskel-Katers, den ich vom Dauer-Zusammenbrechen habe. Außerdem sollte ich heute viel trinken, denn durch die verlorene Tränenflüssigkeit leide ich heute morgen unter Flüssigkeitsmangel.

Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen. Da bauen die Exzellenzen einen Bock am nächsten, machen Fehler, die man gar nicht machen kann und dann werden sie von einer Herde von Schwachmaten auch noch dafür abgefeiert 😀 😀

Was für ein Wahnsinn. Mittlerweile hat man den Eindruck, dass eine gewisse Klientel ihr Resthirn mit dem Erwerb einer Dauerkarte bzw. eines Trikots mit Lasogga-Beflockung eingetauscht haben. Ein richtig echter HSV-Fan kann man ja eh nur dann sein, wenn man wirklich alles gut findet. Weißt man auf die erkennbaren Tatsachen hin, sollte man dringend nach Bremen umsiedeln, ich könnte mich wegschmeißen 🙂

All diese Kleinhirne haben immer noch nicht begriffen, wohin sie ihre hündische Gefolgschaft gebracht hat. Sie haben Didi damals vertraut und er hat den HSV sitzenlassen. Sie haben Jarchow vertraut (er bringt Ruhe in den Verein), sie haben Presse-Olli Kreuzer vertraut. Jetzt vertrauen sie Gernandt (Ehrenmann), Hilke (unsichtbar, aber wirkungsvoll), Didi sowieso (einer von uns), sie vertrauen sogar Knäbel („macht einen guten Job“). Und sie vertrauen ihrer eigenen Geduld, die dafür sorgt, dass die Granden den Verein mit Höchstgeschwindigkeit an die Wand fahren. Ein HSV-Fan ist man eben nicht dann, wenn man alles geil findet und jeden Dreck absegnet. Ein HSV-Fan ist man dann, wenn man die Dinge hinterfragt, sich Gedanken und notfalls Sorgen macht. Aber das werden diese Amöben nicht mehr begreifen. Im Gegenteil. Sie sind auf einer Art Kreuzzug gegen die „pöse Presse“ und realisieren nicht, dass sie ihre dünnen Erkenntnisse ausschließlich aus eben dieser Presse beziehen. Sie freuen sich wie die Kleinstkinder darüber, dass angeblich „nichts nach außen gedrungen“ ist und raffen nicht, dass eben gar nichts nach außen dringen konnte. Wenn die Beteiligten selbst erst wenigen Stunden zuvor von Drmic und Bahoui erfahren haben, wie sollen sie es dann auch weitergeben?

Auf jeden Fall scheint es einer Reihe von selbsternannten Fans mittlerweile wichtiger zu sein, dass die Katastrophen „nicht nach außen gedrungen sind“, als die Katastrophen selbst. Ich breche zusammen 😀

Ach ja, Düdü baut übrigens schon mal für den worst case vor.

„Das Szenario, von der Bundesliga in die Zweite Liga abzusteigen, ist mit Blick auf die Erlöse dramatisch. Man sollte über ein Auffangjahr für Absteiger aus der Bundesliga nachdenken, da ein Abstieg beinahe existenzgefährdend sein und einen Klub zerlegen kann“, sagte der 52-Jährige beim SpoBiS in Düsseldorf. (Quelle: Sport1)

Ich habe mich entschieden, ich werde weiterlachen. Sei es aus Fatalismus oder Resignation, ich werde über diese Typen nur noch lachen. Vielleicht auch deshalb, weil mir der Hals wehtut.

Unfassbar! Wahnsinn! Einfach nur blamabel! Der HSV wollte Sekou Sanogo (26) von Young Boys Bern leihen, doch der Deal scheiterte, weil sich die Klubs zu spät um die Unterlagen kümmerten. Weil die Papiere vier Minuten zu spät eingingen, ist der Wechsel geplatzt. Peinlich. Stattdessen kam im letzten Moment der schwedische Nationaspieler Nabil Bahoui (24) vom saudischen Klub Al-Ahli Dschidda.

Diese Nummer wird den HSV noch eine Weile verfolgen – und sie passt in die Chronik dieser Saison mit gestohlenen und wieder aufgefundenen Rucksäcken, falsch bedruckten T-Shirts und ähnlichen Dingen. Nun diese technische Panne. Der HSV ärgert sich und der Rest der Liga klopft sich vor Lachen auf die Schenkel. Außer Hannover 96 – dort stand Sanogo im Wort, ehe der HSV dazwischen funkte …

Was für eine wilde Nummer! Um 18 Uhr endete das Transferfenster, erst um 18.04 Uhr sollen alle Papiere in der Schweiz angekommen sein. Wer aber hat die Schuld? Der HSV schiebt sie den Young Boys in die Schuhe, die wiederum werfen dem HSV vor, die unterschriftsreifen Verträge zu spät geschickt zu haben. Fakt ist: Der HSV entschied sich am Montag viel zu spät, ob er den zentral-defensiv einsetzbaren Sanogo überhaupt wollte.

Stattdessen kommt der schwedische Flügelflitzer Bahoui. Der unterschreibt bis 2018, soll Ivo Ilicevic auf der linken Seite Druck machen. Acht Länderspiele absolvierte der gebürtige Marokkaner für die Schweden, will sich beim HSV für die EM empfehlen. (Quelle: Mopo.de)

Von | 2016-02-02T08:48:59+01:00 2. Februar 2016|Allgemein|38 Kommentare

38 Comments

  1. Hannes Grundmeyer 2. Februar 2016 um 07:42 Uhr

    Ich schrieb es schon in den gestrigen Blog:

    Ich versinke immer mehr vor Scham. Ist das alles peinlich! Kriegen die ihr Geld eigentlich nur dafür, immer noch einen Knaller drauf zu setzen? Ich kündige bald meine Mitgliedschaft, wenn das so weiter geht. Irgendwann ist aber auch mal genug!

  2. Detlev Gerber 2. Februar 2016 um 08:04 Uhr

    Hallo Grave, ich schreibe eher selten und deswegen zuerst einmal danke dafür, dass Du zurück bist.

    Was aktuell in Hamburg wieder abgeht, entbehrt wirklich jeglichen Sachverstandes. Allein so ein Blödsinn „…wir sind auf alles vorbereitet…“ um dann bis zum 31.Januar zu warten ist schon extrem bescheuert. In jedem Job gibt es ein worst case szenario, wasmachen die Leute eigentlich?Ich würe erwarten, dass man kontinuierlich scoutet und einen Plan in der Schublade hat, wenn Spieler x uns verlässt oder Spieler y auf dem Markt ist.

    Jetzt Spieler zu verpflichten, die man schon hat, bzw. nicht fit sind, geht doch völlig am Ziel vorbei.Da hätte ich es eher begrüßt, wenn man das Geld zusammengehalten hätte, vielleicht Schulden abgebaut, um dann das Geld im Sommer vernünftig zu investieren.

    Apropos Mitgleidschaft, was der Kollege hier eben schrieb.
    Ich habe gestern eine Mail bekommen… „Glückwunsch zu 20 Jahren Mitgliedschaft … schöne Zeiten erlebt ….“.
    Und sonst? Nichts. Ich hätte ja keine Ehrennadel erwartet, aber nicht mal ein € 5 Gutschein für den Fanshop, obwohl ich den eh nicht benutzt hätte. Da sieht man mal, was einem die Mitglieder wert sind.
    Lieber Herr Meier, dann verzichten Sie doch bitte direkt auf solche Propaganda-Mails.

    Einen schönen Tag wünsche ich allen noch

    • Gravesen 2. Februar 2016 um 08:12 Uhr

      Ich denke, die Erklärung ist recht einfach. Die haben einfach keine Kohle mehr für einen € 5-Gutschein.

  3. Arnold 2. Februar 2016 um 08:38 Uhr

    Sind die Granden eigentlich im Größenwahn total verblendet oder merken Sie irgendwann nochmal dass dem Verein das Wasser Unterkante Oberlippe steht ???

    Da die Kohle jetzt komplett verpulvert ist, erscheint es mir, dass man im kommenden Transfer-Fenster nicht handlungsfähig ist. Der Teufelskreis ist in voll in Gang. Der Kader verfügt nicht mehr über die Einzelspieler, für die man noch bemerkenswerte Summen aufrufen könnte, wenn es denn überhaupt einen Markt für diese Spieler gibt……

    Können wir uns darauf einstellen, dass die Granden als Ratten im Sommer das sinkende Schiff verlassen ?

  4. Webgolfer101 2. Februar 2016 um 08:44 Uhr

    Mein Eimer ist voll ? Aber nicht voller Tränen sondern weil ich so viel kotzen muss.
    Entschuldigt Bitte die etwas derbe Sprache.
    Einen Spieler aus der so leistungsstarken Saudi Liga der noch nicht einmal fit ist zu holen ist doch der Höhepunkt. Ganz zu schweigen von den anderen Knäbeleien.
    Ich Danke dem lieben Gott, dass all meine Freunde mit ihren Dauerkarten diees gekündigt haben.
    So können sie mich nicht mehr bei Verhinderung fragen, ob ich für sie zum HSV gehen will.
    Ich habe meine schon vor 2,5 Jahren gekündigt.

  5. Wilfried Schade 2. Februar 2016 um 09:02 Uhr

    Es ist mir schon kaum noch geheuerlich. Du triffst , so lange ich diesen Blog lese, zu 95% immer meine Meinung. Ich habe mein erstes Spiel im Stadion 1961 gegen Burnley gesehen, war seit 1966 bis 2013 Mitglied, hatte 26 Jahre Dauerkarte, habe in dieser Zeit etwa 450 bis 475 Heimspiele gesehen und war ca 200 mal auswärts dabei. ( dieses nur um zu zeigen das ich sicher ein wenig vom HSV kenne und ich war vom ersten Tag in Hh bis zu seinem Tod ein enger Bekannter von Kuno Klötzer ) . Ich bin mittlerweile aus allen Foren und Diskutierrunden raus weil ich mich mit Meinung zur aktuellen Situation und zum ewigen Mahnen über Abstieg, Geldverbrennung, schlechte bis gar keine Personalpolitik, -Planung immer wieder mit 25 jährigen HSV Hardcore und einzig wahren Fans auseinandersetzen muss. Mir wurde der Vorschlag “ dann bist du kein Fan, dann geh doch zu Werder“ schon so oft gemacht, das man fast drüber nachdenken könnte.? gerade die Diskussionen über die Personalpolitik der letzten Jahre Und der jüngsten Vergangenheit und meiner dauerhaften Kritik dazu, ist es was mich zu einem Nestbeschmutzer gemacht haben soll, der keine Ahnung hat. Copa Sieger zu intelligen für unsere Spielweise, ungarischer Nationalspieler zu schlecht für und und passt nicht ins System. Man verscheucht und verschleudert Millionen und vielleicht kommt in der Rückserie auch noch Eine Trainerabfindung hinzu, weil man am 30. Spieltag die Reissleine ziehen muss um vielleicht doch noch den Relegationsplatz zu erreichen. Dann wars das eben und Rucksack Peter übernimmt …… Ich will nicht schwarzmalen, aber ich sehe schwarz….dunkelschwarz und das HSV – Herz blutet, aber ich habe ja keine Ahnung. Und ich bin gerne der viel geschmähte ewig gestrige, denn ich kenn die Zeiten von 1977 – 1987 noch genau, die die Gefolgshorden nur aus Berichten kennen. Ach ich könnte den ganzen Tag weiterschreiben….. Aber ich wollte doch eigentlich nur bemerken welch Zufall es ist, dass wir so gleich denken…ich denke immer wieder…. 2 Personen, so verschieden, ohne sich zu kennen, ohne miteinander zu reden, …. Wie kann deren Meinung so deckungsgleich sein. Du bist näher dran, ich hab keine Ahnung, trotzdem so viel Gemeinsamkei……. Unfassbar….so unfassbar wie die Tatsache das alle nicht lernen ( wollen ? ) und sehenden Auges und mit fliegenden Fahnen unbedingt den Platz mit RB Leipzig scheinbar tauschen wollen. Und ob dann eine Rückkehr oder ein Weg in Liga drei bevorsteht, vermag ich mir nicht vorzustellen. Aus dem Herzogtum die besten Wünsche für alle Anhänger des gepflegten Flachpasses…..Wilfried Schade

    • Gravesen 2. Februar 2016 um 09:19 Uhr

      Wilfried, sei sicher, du bist nicht allein. Ich kenne zahlreiche ehemalige Vorstände, Aufsichtsräte, Trainer, Sportchefs, Manager etc., die exakt das Gleiche denken. Und die sich auch fragen, wie es sein kann, dass den Vereins-Verbrennern immer noch so viele Weichbirnen folgen.

  6. randomize 2. Februar 2016 um 09:09 Uhr

    Maxi Biester wäre doch auch verfügbar gewesen, dass man da nicht zugegriffen hat.

  7. Flons 2. Februar 2016 um 09:10 Uhr

    Daß die Granden einen Knaller nach dem anderen landen, ist HIER wohl unbestritten. Nur sie selbst merken es (noch) nicht. Wie auch? Im Stadion ist ja immer Friede, Freude, Eierkuchen. Die Presse betreibt munter Ars*hkriecherei, und kritische Nachfragen kommen nicht.
    Wer als Fan wagt, die Transfers zu kritisieren wird vom Mob niedergepöbelt. Egal ob im Stadion, bei Transfermarkt.de oder in Schmocks Einöde. Immer schön Fresse halten (ausser zum Jubeln) und zahlen.
    Also ist doch alles super, was Vorstand und AR machen und auch nicht machen.
    Und wenn dann das bittere Ende kommt, will es wieder jeder gewusst haben und keiner Schuld sein.

  8. Oliver Bruchholz 2. Februar 2016 um 09:23 Uhr

    Guten Morgen. Ein Auffangjahr für Absteiger? Das klingt schon sehr nach Panik! Vielleicht sollte Knäbel mal einen Zwischenstop auf seinen Reisen in die Schweiz beim SC Freiburg machen. Dort ein Praktikum zum Thema: Wie schaffe ich es mit relativ wenig Geld immer wieder eine gute Mannschaft zu haben die ohne weiteres in der ersten Liga bestehen kann. Und wenn man dann unglücklich absteigt im nächsten Jahr wieder eine gute Truppe beisammen zu haben. Und zwar ohne teure Altstars. Aber das sind Wunschträume. So was geht nicht beim HSV. Da hat man einfach andere Ansprüche.

  9. atari 2. Februar 2016 um 09:50 Uhr

    Verspätete Faxe? Absicht oder Blödheit? Rückblick 2011:
    Eine Minute zu spät: Vittek-Transfer zu RB Salzburg geplatzt… Sportchef RB Salzburg? Düdü. Kommt das vom zaudern?

  10. Gravesen 2. Februar 2016 um 10:05 Uhr

    Für mich schon jetzt der Schmock-Kommentar des Tages. Danke dafür, Veruschka 🙂

    Matuschka sagt:
    2. Februar 2016 um 10:00
    @scorpion 9.05
    …… und ich finde es furchtbar, dass ehemalige Fans meinen Verein und deren Mitarbeiter mit gefährlichem Halbwissen diffamieren. Wenn sich diese Leute nicht mehr für den Verein interessieren, dann sollen sie sich gern ihre Meinungen bilden, aber nicht Verein und deren Mitarbeiter beleidigen. Der Vorstand in meinem Verein “lallt nicht rum” (Zitat Eiche) und es steht keinem von uns zu, diesen Vorstand auf Grund von wagen Zeitungsberichten als inkompetent zu bezeichnen (Zitat Eiche). Mit welchem Recht maßen sich das hier irgendwelche aufgeplusterte Wellensittiche an?! Man kann die Transfers gern kritisch sehen und am Ende dieser Saison abrechnen und erst dann wird sich zeigen, was die Arbeit des Vorstandes gebracht hat. Versprochen wurde eine schwierige Saison mit einem Platz 9-12 und den Verein in ruhige finanzielle Fahrwasser zu bringen und das wurde bisher ausnahmslos erreicht!! Der Vorstand meines Vereins ist kein “Freiwild” und wie gesagt bei sachlicher Diskussion gern ohne Beleidigungen!

    • atari 2. Februar 2016 um 10:12 Uhr

      „gern ohne Beleidigungen“ das kann man sich in Schmocks Einöde abschminken. Das ist ein Widerspruch in sich.

  11. Bidriovo0 2. Februar 2016 um 10:10 Uhr

    Ich bin ganz zufrieden mit der Transferausbeute. Mit Drmic wird Labbadia wieder mal zu seinem Glück gezwungen, seine Aufstellung zu verändern. Entweder es wird nun mit 2 Stürmern gespielt oder aber Lasogga verschwindet doch mal auf der Bank. Beide Varianten wären eine Verstärkung gegenüber dem status quo. Ich hoffe, dass Drmic es schaffen wird, ähnlich wie in Nürnberg, im Alleingang für Gefahr zu sorgen. Eine Qualität, die allen anderen Offensiven des HSV leider völlig abgeht.
    Bahoui ist natürlich ein Witztransfer. Alle können schon seit vielen Jahren bewundern, wie der HSV es schafft oder besser nicht schafft, Spieler allein durch Training auf Wettkampfniveau zu bringen. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch Bahoui kein Land sehen wird, es sei denn Illicevic/Müller verletzen sich und er wird gezwungenermaßen reingeworfen und eignet sich so eine gewisse Form an.
    Über den gescheiterten Transfer von Sanogo bin ich sehr froh. Auf der Doppelsechs besteht ein Überangebot. Über die Qualität kann man streiten. Aber für mich wäre die Verpflichtung von Sanogo der Sargnagel für Jung beim HSV gewesen. Da auch Ekdal bald wieder zurückkehren wird, ist man zumindest quantitativ breit genug aufgestellt. Und ob Sanogo aus der schweizer Liga das Niveau hat, um wirklich ein Leistungsupgrade zum vorhandenen Personal darzustellen, wage ich auch zu bezweifeln. Ich schätze mal, dass der HSV mit Absicht den Transfer hat platzen lassen. Ist natürlich für die Medien ein gefundenes Fressen und für den Spieler schlecht.
    Insgesamt ist es aber mal wieder auffällig, wie weit der Horizont von Knäbel zu reichen scheint. Nämlich genau bis in die Schweiz. Neben Drmic und Sanogo wurde schließlich auch Inler noch gehandelt. Meine Erfahrung mit schweizer Spielern ist die, dass sie oftmals solide spielen, aber nur ganz selten (vllt Shaquiri) höheren Ansprüchen genügen. Dafür sind sie oft recht teuer, was ihr Gehalt angesichts ihrer Leistungsstärke angeht. Ich freue mich jedenfalls auf die kommenden Heimspiele, wie die Mannschaft spielen wird und was im Falle von 2 Niederlagen für ein Geschrei losgehen wird, das auch den Trainer einschließen wird.

    • Gravesen 2. Februar 2016 um 10:21 Uhr

      […] Ich bin ganz zufrieden mit der Transferausbeute. Mit Drmic wird Labbadia wieder mal zu seinem Glück gezwungen, seine Aufstellung zu verändern

      […] Bahoui ist natürlich ein Witztransfer

      […] Insgesamt ist es aber mal wieder auffällig, wie we

      it der Horizont von Knäbel zu reichen scheint. Nämlich genau bis in die Schweiz


      Und damit bist du zufrieden????
      Die Abgänge hast du übrigens gänzlich vergessen? Ebenso den Umstand, dass Ekdal wahrscheinlich erst im März wieder spielen wird und das Labbadia grundsätzlich mit einer Spitze agieren lässt.

  12. HarshTruth 2. Februar 2016 um 10:30 Uhr

    Es ist einfach nur traurig.
    Und man ist so hilflos. Und alle die evtl. was machen könnten bleiben ruhig. WAS IST DA LOS? Ich verstehe es wirklich nicht.

  13. Gravesen 2. Februar 2016 um 11:01 Uhr

    Hahahahahahahahahahahahahahahahahahahahaaaa…. „Er komme nicht mehr dazu“. Sorry, aber diese Karrikatur ist einfach nicht mehr tragbar

    In Bern sehen sie die Sache ein wenig anders. Einem Bericht des Schweizer „Blick“ zufolge hätten die Klubverantwortlichen die fertigen Verträge rechtzeitig übermittelt. Beim HSV seien die E-Mails jedoch zunächst nicht angekommen.
    „Knäbel bat uns, die Vereinbarung aufzusetzen, er komme nicht mehr dazu“, zitiert der „Blick“ Berns Sportchef Fredy Bickel. Den Schweizern seien demnach rund 90 Minuten geblieben, um einen Vertrag zu formulieren. Um 17.51 Uhr sei dann eine E-Mail mit dem fertigen Vertrag versendet worden. Doch in Hamburg kam nichts an. Der Vorgang habe sich dem Bericht zufolge wiederholt, doch erst nach Fristende habe der HSV die Unterlagen erhalten.

  14. Andy 2. Februar 2016 um 11:21 Uhr

    Schöner treffender Blog! Danke!
    Na, der Blick in die Schweiz vom Rucksack-Knäbelchen ist ja erst mal nicht so schlimm. Andere Vereine kommen mit Spielern wie Yann Sommer, Roman Bürki,Marwin Hitz, Granit Xhaka,Lichtsteiner (Juve), Mehmedi auch ganz gut zurecht. Kapitän Djorou spielt ja auch meist solide.
    Dennoch war diese Transferperiode unglaublich und das zugehörige Gelaber der Direktoren ist einfach unerträglich.
    Ich hatte erst von einem „Schwedenstürmer mit nicht schwedischen Wurzeln“ gehört und das Träumen angefangen. Zlatan hätte zumindest genügend Potenzial für ca. 1 Jahr bis der HSV ihn auch schlechter gemacht hat und er nicht mehr bundesligatauglich wäre. Insofern muss man Knäbel auch mal loben, dass er den Ibrahimovic nicht verpflichtet hat. Das alles geschieht ja in weiser Voraussicht, weil in 2017 es „keinen Markt“ mehr für diesen Spieler geben würde. Nabil Bahoui hat für mich jedenfalls schon seinen Spitznamen weg. Knäbelzlatan!

  15. Ligature 2. Februar 2016 um 12:13 Uhr

    Der Blogeintrag ist in der Sache leider richtig. Hier ist wirklich garnichts schönzureden – jedenfalls nicht für seriöse Berichterstatter. Die Verschleuderung von Diaz und Stieber ist bedrückend. Dass hier nicht mehr Ertrag erzielt werden konnte, erklärt sich für mich daraus, dass die Verhandlungsgegner einen Liquiditätsengpass des HSV vermuten und annehmen konnten, dass der Verein einfach seinen Etat entlasten musste. Selbst verschuldet: Der Olic- und Lasogga Transfer sind – schon finanziell besehen – bislang eine Belastung. Dann noch die sehr kostspielige Drmic-Ausleihe ohne Kaufoption. Das ist Verzweiflung und keine Investition, so scheint es. Und nun das statement von Herrn Beiersdorfer – ein Alarmsignal (jedenfalls für jene, die bisher Augen und Ohren verschlossen haben).

    Ps. Es gibt – das sei nicht vergessen – auch Gutes: Salai und Ekdal sind mE ein Gewinn für die Mannschaft. Mittlerweile auch Holtby und Müller. Und Hunt? Ich würde sagen, „the jury is still out“.

  16. Micha 2. Februar 2016 um 12:52 Uhr

    Seit Jahren toppt eine Peinlichkeit die Nächste und man denkt jedes mal: DAS ist nicht mehr zu steigern. Aber unsere Influenzen schaffen das. Nach dem (erneutem) 04 Minuten Gedächtnis Deal schüttelteten mich Lachkrämpfe, der von Dir gepostete Artikel führte dann auch bei mir zu heftigen Flüssigkeitsverlusten.
    Knäbel-Peterchen arbeitet doch schon 48h am Tag für den HSV und Düdü schläft wahrscheinlich auf seinem Büroschreibtisch.
    „Er komme nicht mehr dazu“ beschreibt doch exakt die Fähigkeiten dieser Luftpumpe.
    Wie der Verhandlungen „führt“, kann ich mir lebhaft vorstellen.
    Was mich echauffiert, sind die Gehälter, die diese Minus Performer einfahren im Wissen, diesen Club in die Insolvenz zu führen. Dazu ein AR, der offenbar noch unqualifizierter ist um die nötigen Maßnahmen zu veranlassen.

    Grave, ich bewundere Deinen Einsatz und frage mich, wie man täglich ernsthaft über solche Katastrophen schreiben kann ohne dabei persönlichen Schaden zu nehmen 😉 Es ist ja fast schon ein inverser Satire-Blog.

  17. Leonadomitcabrio 2. Februar 2016 um 13:07 Uhr

    Moin Moin Freunde des gepflegten Ballspiels

    Es kann einfach nicht angehen. Würde ich so arbeiten wie Rucksack-Peeder, wäre ich innerhalb von 6 Wochen raus aus meiner Firma. . Das is Fakt

    Normalerweise darf dem HSV von Kiel bis Hannover KEIN Talent durch die Lappen gehen.. Man sollte den Namen der Talente, die vor der eigenen Haustür liegen, ab einem Alter von 10 jahren auswendig kennen oder mantra-artig herunterleiern können. Ich bezweifle, dass man auch nur ansatzweise 10 Namen zusammen bekommt.
    Wobei ich als Normalsterblicher Vater meinen Filius den Hintern versohlen würde, sollte er zum HSV wechseln wollen. Da liegt das Problem. Der Verein ist für sein schlechten Ruf selbst Schuld.

    Wenn ich einen Spodi habe, der nicht weiß, was vor der eigenen Haustür los ist, ist er für mich definitiv der verkehrte Mann auf dem Posten.

    Aber nein, man lässt den Stümper weitermachen.
    Mir fehlen einfach die Worte für so viel Dilettantismus. ..

  18. Leonadomitcabrio 2. Februar 2016 um 13:18 Uhr

    Wäre ich KLAUMI,
    Hätte ich den Telefonhörer schon seit 2 Wochen in der Hand und hatte nur noch 2 Namen in den Hörer geschriehen, bis ich umfalle: hol mir den Heidel und Bernd Hoffmann, egal was es kostet

  19. daufenbach 2. Februar 2016 um 13:27 Uhr

    @Grave: Danke für die Blogs der letzten Tage.
    Sie treffen leider ins Schwarze und benennen das, was man sonst im HSV-Kosmos nicht zu hören oder zu lesen bekommt.
    Gut, dass Du wieder da bist !

    Es wird sich nichts ändern bis diese Nasen endlich weg sind- und das passiert frühstens bei einem Abstieg…

  20. solitaer 2. Februar 2016 um 14:21 Uhr

    Danke @Grave alles richtig geschrieben. Also beten wir wieder, dass wie wieder mit einem blauen Auge in der Bundesliga bleibt. So wie der Blick schreibt, wäre es vom HSV und auch von Bern nur fair, wenn der Spieler ab Sommer dann beim HSV verpflichtet wird. Fehler hin oder her… 17:51 Uhr ist ja auch nicht gerade mal früh, wenn man für den Vertrag 90 Minuten Zeit hatte. In der heutigen Zeit weiß man schließlich, das der Vordruck fertig im Computer ist… 😉

  21. Goldfather 2. Februar 2016 um 15:26 Uhr

    Nabil Bahoui – …gemessen an den wirtschaftlichen und sportlichen Möglichkeiten des HSV ein hervorragender Transfer! 24 Jahre alt, schwedischer Nationalspieler und mit einem enormen Potenzial ausgestattet, sofern der HSV es schafft den Jungen auf Bundesliganiveau zu bringen.
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    Nabil Bahoui ist ein Rohdiamant, der in den richtigen Händen, ebendso wie Gregoritsch, Altintas, Reis und Jung Bestandteil eines zukünftigen HSV-Teams werden kann, das erfolgreichen offensiven Kombinationsfußball spielt.
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    Entscheidend bei der Entwicklung Bahouis wird es sein ihn körperlich auf ein höheres Niveau zu bringen ohne ihm Muskelpakete ans Bein zu binden mit denen er seine Beweglichkeit und Flexibilität einbüßt.
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    Desweiteren wird es darum gehen Geschwindigkeit hinzuzugewinnen und die bereits vorhandenen Fähigkeiten im „1 gegen 1“ weiter auszubauen.
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    Dem geplatzten Sanogo-Deal weine ich angesichts dieses Transfers keine Träne nach. Sanogo war ein kompakter 6er mit einer robusten Statur und wesentlich geringerem fußballerischen Potenzial als Jung oder Ekdal.
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    Das Geschäft ist derartig hart und brutal geworden, dass es mich nicht wundern würde, wenn Knäbel den Sanogo-Deal absichtlich gegen die Wand gesetzt hat, als feststand dass man mit Nabil Bahoui einig ist. Sollte der Deal jedoch ein Resultat von Inkompetenz sein, so kann ich Knäbel nur für seinen Schutzengel beglückwünschen.
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    Drimic ist der Transfer um den HSV in der ersten Liga zu halten und Bahoui ist der Transfer für eine bessere fußballerische Zukunft. Sämtliche Transfers wurden mit ziemlicher Sicherheit zu 100% von Bruno Labbadia abgesegnet, so dass es nun an ihm ist den Kader weiterzuentwickeln und den aktuellen Abwärtstrend endlich zu stoppen.
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    Wer technisch hochwertigen Fußball mag kann sich über den Transfer von Nabil Bahoui nur freuen und sollte sich nicht darüber wundern, dass der Spieler aus der Saudi-Liga kommt denn dass ist zukünftig der Weg des HSV. Um in den großen Ligen hochtalentierte Spieler für sich gewinnen zu können hat der HSV kein Geld, so dass es noch viele Nabil Bahoui´s geben wird.
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    Entscheidend ist letztendlich die Qualität der Trainingseinheiten im Volkspark! Stimmt die Qualität im Trainingsbetrieb kann der HSV auch mit einer Hamburgauswahl in der ersten Liga bestehen.
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    Willkommen in Hamburg Nabil Bahoui.
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    https://www.youtube.com/watch?v=aK5IsjL3oK0