„Komm mir nicht mit Fakten“ – die Bilanz Teil 2

Die Finanzen

Für alle, denen es bisher durchgegangen ist, an dieser Stelle noch einmal der Hinweis auf das wirklich bemerkenswerte Interview mit Finanzvorstand Frank Wettstein

http://www.finance-magazin.de/persoenlich-personal/interviews/hamburger-sv-will-schulden-restrukturieren-1372341/

Hieraus gehen Dinge hervor, die man sich noch wenige Wochen zuvor nicht vorstellen konnte. So muss beispielsweise eine Restschuld für den Stadionkredit in Höhe von € 25 Mio. innerhalb der nächsten 18 Monate abgetragen werden, der HSV kann das aber nicht, im Gegenteil. Man möchte den Kredit für die Arena erneut strecken, um liquide zu bleiben. Ein Schlag ins Gesicht eines jeden (und es waren nicht wenige), die argumentierten, wenn erst das Stadion im Jahr 2017 abbezahlt wäre, hätte der Verein jährlich wieder ca. € 10 Mio. mehr für den sportlichen Bereich zur Verfügung. Nun, das Gegenteil ist der Fall, der Kredit wird nicht abbezahlt sein, er wird verlängert. Das Gleiche, und an dieser Stelle wird es extrem unschön, gilt für die Verbindlichkeiten. Hier verkündete man vor der Mitgliederversammlung eine Summe von € 56 Mio., die einige Mitglieder vor Freude aufheulen ließ, man hätte ja bereits fast € 40 Mio. Schulden abgebaut. Nein, hat man nicht und man wusste es bereits zu dem Zeitpunkt, an dem man mit den € 56 Mio. „spielte“. Fakt ist: Die Mitglieder wurden bewusst getäuscht, der HSV hat in den letzten 1 1/2 Jahren (also seit Beiersdorfer) kaum einen Cent an Verbindlichkeiten abgebaut.

Also wird verkündet, dass man besonders im sportlichen Bereich sparen muss. Schade nur, dass man nicht in der Lage ist, im administrativen Bereich zu sparen. Mehr als 300 Mitarbeiter (inkl. Tochterfirmen) tummeln sich unter der Raute, aber man leistet sich mehr externe Dienstleister als je zuvor in der Geschichte des Vereins. Zum dem größten (3 Personen) und teuersten Vorstand und den meisten Direktoren in der Vereinsgeschichte kommen für wirklich jeden Bereich teure externe Dienstleistungs-Unternehmen, die grundsätzlich Hunderttausende für ihre Dienste verlangen.

Sportfive (Marketing), MatchIQ (Trainingslager und Freundschaftsspiele), Schipper Company (Social Media), Aramark (Catering), KPMG (Wirtschaftsprüfung),  XPole (Leidbild-workshops), die Liste geht weiter. Die Frage, was eigentlich die mehr als 300 angestellten Fachkräfte den ganzen Tag machen, stellt man schon längst nicht mehr. Müsste man auch nicht, wenn die Arbeit dieser Externen denn endlich einmal von Erfolg gekrönt wäre. Aber nach mehr als 1 1/2 Jahren hat man weder ein Leidbild noch auch nur einen sogenannten Strategischen Partner.

Apropos Strategische Partner, auch hierzu äußert sich Wettstein in dem Interview. Deutlich wird, dass sich der HSV beispielsweise durch die unsinnige Verlängerung des Ausrüster-Vertrages mit adidas bis 2025 und zu schlechteren Konditionen als zuvor mehr als eine Partner-Tür zugeschlagen hat. Denn es wäre natürlich in allererster Linie der eigenen Ausrüster, der für eine strategische Partnerschaft in Frage gekommen wäre. Adidas aber wollte nicht und jetzt wollen die anderen (Puma, Nike etc.) natürlich nicht mehr, wer will es ihnen verdenken. Man wird also auch in Zukunft auf Kleinst-Aktionäre wie Agrarbauern, Ex-Weinhändler und Obsthöker angewiesen sein und es passiert exakt das, wovor im Vorfeld der Ausgliederung gewarnt wurde: Der HSV wird stückchenweise verschachert. Dies ist alles andere als ein strategisches Konzept wie es beispielsweise die Bayern verfolgen, dies ist purer Aktionismus, der von chronischer und selbstverschuldeter Geldknappheit getrieben ist.

Die sind die Fakten! und sie sind nachzulesen. Es handelt sich hierbei weder um Gerüchte, noch um Verschwörungstheorie. All die aufgeführten Daten sind jeder Zeit recherchierbar. 

Die Außendarstellung

Eines muss man den Herren lassen, sie sprechen eine Sprache. Während man früher den Eindruck hatte, dass dort Leute am Ruder saßen, die vor einer öffentlichen Stellungnahme scheinbar nicht miteinander kommuniziert hatten, ist das heute anders. Das liegt u.a. daran, dass heute jede Anfrage zu jedem Gespräch über den Tisch des Mediendirektors Jörn Wolf geht. Hier wird koordiniert und gesteuert. Dies hat zur Folge, dass man im Grunde überall das Gleiche lesen kann. Für den Konsumenten mag das langweilig erscheinen, für den Verein ist das gut. Dennoch: Wenn jemand behauptet, dass „nichts mehr nach draußen dringt“, so irrt er. Es dringt immer noch nahezu alles nach außen (Interesse an Spielern, welche Spieler man loswerden möchte, Gehälter, Ablösesumme, Ausstiegsklauseln etc.). Das aber hat der HSV nicht exklusiv, das ist fast überall so und liegt daran, dass halt extrem viele Leute in diese Sachen eingeweiht sind und ihre eigenen Interessen verfolgen, z.B. Berater. Die sensationelle Neuerung, dass aus dem ehemals geschwätzigen Aufsichtsrat nichts mehr „nach außen dringt“ ist hingegen weniger ein Verdienst der neuen Verschwiegenheit, sondern vielmehr dem Umstand geschuldet, dass es schlicht und einfach nichts mitzuteilen gibt. Der Aufsichtsrat gibt am Anfang der Saison einen Etat frei und das war’s. Es gibt also überhaupt nichts auszuplaudern, der „Sieg über den Maulwurf“ hat nie stattgefunden.

Dafür hat man aber in knäbeligen Zeiten etwas bisher Unbekanntes entdeckt und das ist unter den Hashtags #Rucksackgate und #Faxgate zu bewundern. Wohl noch nie in der Geschichte des Hamburger Sportvereins hat sich ein Sportchef in so kurzer Zeit mehrmals zum Horst gemacht wie Peter Knäbel. Erstaunlicherweise ist das, was bei seinen zahlreichen Vorgänger zur sofortigen Freistellung geführt hätte, in seinem Fall kein großes Thema, weder bei seinen Vorgesetzten noch bei der hiesigen Presse. Warum das so ist, hat verschiedene Gründe und ich habe sie mehrfach erklärt. Der Umstand, dass es keinen Verantwortlichen mehr zu interessieren scheint, macht die Vorfälle jedoch nicht zu einer kleineren Katastrophe, allein die Tatsache, dass sich nun alle relevanten Daten in Händen des Hamburger Boulevards befinden, ist unfassbar.

Die sind die Fakten! und sie sind nachzulesen. Es handelt sich hierbei weder um Gerüchte, noch um Verschwörungstheorie. All die aufgeführten Daten sind jeder Zeit recherchierbar. 

Der Nachwuchs

Die Idee, sich endlich einmal verstärkt um die Nachwuchsarbeit zu kümmern ist ebenso alt wie alternativlos. Besonders Vereinen, die finanziell nicht eben auf Rosen gebettet sind, bleibt in Zeiten von 50+1 gar nichts anderes übrig. Was also machte der HSV? Der HSV organisierte sich mit Bernhard Peters einen Fachmann von außerhalb des Fußballgeschäfts. Der ehemalige Hockey-Bundestrainer kam aus Hoffenheim und er kam mit reichlich Vorschusslorbeer. Mit reichlich Vollmachten ausgestattet, ging Peters also ans Werk. Es wurden zahlreiche alte Trainer entlassen, neue Trainer, neue Technik-Trainer, neue Torwart-Trainer und auch ein Torwart-Trainer-Koordinator wurden installiert. Allerdings ist der Hype schon wieder vorbei, seit Monaten herrscht mangels Geld Einstellungsstopp. Dabei hatte man keine Mühen gescheut und verdiente Ex-Trainer sogar im Schuhputzraum gefeuert, ein Indikator dafür, wie der schwierige Herr Peters mit seinem Mitarbeitern umgeht. Die hatte zur Folge, dass das Klima im Nachwuchsleistungszentrum merklich gelitten hat. Ein Beispiel: Nachdem HSV-Arena vor einigen Monaten interne Papiere mit dem Konzept des Herrn Peters veröffentlichte, wurde allen Mitarbeitern in Ochsenzoll verboten, mit Pressevertretern zu reden. Erstaunlich: Bereits am nächsten Tag stand dieses Verbot in der BILD, es hatte also jemand geredet.

Desweiteren hat der Ruf von Bernhard Peters innerhalb des Vereins weiter gelitten. Spätestens zu dem Zeitpunkt, an dem Trainer Labbadia den Hockeymann Peters aus der Profi-Kabine beförderte, wurde es problematisch, denn man muss sich in der Innen- und der Außenwirkung eines Vereins folgendes vorstellen: Wie wirkt es auf die Untergebenen von Herrn Peters, wie wirkt es aber auch auf Berater und Eltern von angesprochenen Nachwuchsspielern, wenn der Nachwuchs-Chef des Vereins in der Kabine der Profis Hausverbot hat? Was sagt uns das über sein Standing?

Ebenfalls investiert wurde in das angeblich brachliegende Scouting und hier kommen wir zum nächsten Problem. Die Scouts des HSV können scouten, bis die Reifen glühen, wenn der Verein den gescouteten Talenten aber kein vernünftiges Angebot machen kann, ist alles für die Katz. Man gibt also viel Geld für das Scouting aus, kann es aber nicht finalisieren.

Grundsätzlich gibt es innerhalb der Nachwuchsförderung zwei unterschiedliche Ansätze.

  1. Man investiert viel Geld und kauft den kleineren Vereinen die besten Nachwuchskicker weg. Dies wird z.B. in Leverkusen und Hoffenheim so gehandhabt.
  2. Man hat sich über die Jahre einen hervorragenden Ruf im Nachwuchsbereich erarbeitet (z.B. Freiburg). Dieser Ruf kennzeichnet sich durch gute und sportlich erfolgreiche U-Mannschaften und besonders durch die Durchlässigkeit zum Profibereich

Nun, der HSV hat beides nicht. Er hat kein Geld und er hat keinen guten Ruf. Jedenfalls ist der Ruf nicht so gut, dass man in der Lage wäre, bequem die Mitbewerber allein aus dem norddeutschen Umland (St. Pauli, Bremen, Rostock etc.) auszustechen. Wer sich jetzt auf die Personalien Feka und Porath (davor Müller) kaprizieren möchte, dem sei der Begriff „local player“ ans Herz gelegt. Diesen Spielern musste der HSV Verträge geben, um die Zertifizierung des Nachwuchsleistungszentrums nicht zu gefährden.

Die sind die Fakten! und sie sind nachzulesen. Es handelt sich hierbei weder um Gerüchte, noch um Verschwörungstheorie. All die aufgeführten Daten sind jeder Zeit recherchierbar. 

Fazit: Ich habe mir im Laufe der letzten 624 Tage mehrfach die Frage gestellt: Was hat sich eigentlich gegenüber der Zeit vor dem 25.05.2014 verändert? Was ist tatsächlich besser geworden? Wenn man ehrlich ist, auch zu sich selbst, wird man erkennen, dass sich im Grunde überhaupt nichts geändert und noch weniger verbessert hat. Mit dem Unterschied zu früher natürlich, dass die Exzellenzen im Jahr 2016 von Fans, Presse und Mitgliedern ungehindert weiter fuhrwerken dürfen, Geld verschleudern dürfen, sinnlose Transfers tätigen dürfen, Versprechen brechen dürfen…..

….und niemand kann sie stoppen.

P.S. Ein „Gutes“ hat das alles dann doch. Zumindest wird nie wieder jemanden diesen Mann als „Dukaten-Didi“ bezeichnen wollen. Das war er während seiner Amtszeit als Sportchef nicht und das war er erst recht während seiner Amtszeit als Vorstandsvorsitzender nicht.

Zauderschlumpf

 Happy Birthday, Trainer.

Von | 2016-02-08T12:56:10+01:00 8. Februar 2016|Allgemein|21 Kommentare

21 Comments

  1. Oberberger 8. Februar 2016 um 09:09 Uhr

    Danke für die sachliche Aufarbeitung der Faktenlage !
    .
    Am traurigsten an der ganzen Sache ist, mit welcher Kaltschnäuzigkeit die Herren Gernandt, Beiersdorfer und Hilke sämtliche guten Vorsätze von HSV+ mit Füßen treten.
    Es ist ja nicht so, dass sie sich als Vereinslenker- und denker versuchen und es halt einfach nicht können. Nein, diese Herren haben jedes Prinzip, dass zur Sanierung der Finanzen und zur Verbesserung der sportlichen Situation hätte beitragen können BEWUSST mit Füßen getreten.
    Die Mitglieder, die im Mai 2014 nach Hamburg kamen um HSV+ ihre Stimme zu geben wurden nicht nur verarscht, sondern regelrecht mißbraucht. Sie haben ungewollt einem Trio Infernale die Steigbügel gehalten, dass ihnen jetzt höhnisch erklärt, die Ziele von HSV+ seien eben einfach nicht umsetzbar. Pech gehabt, liebes Stimmvieh !

  2. Hoobs 8. Februar 2016 um 09:30 Uhr

    Ich fand ja schon den heutigen Blog gut und wichtig. Aber der Kommentar von „Oberberger“ verdient heute ausnahmsweise ein noch größeres Lob. Genau so fühle ich auch! 100% Zustimmung!

  3. Webgolfer101 8. Februar 2016 um 10:12 Uhr

    Nach dem verheerenden Spiel gestern 2014 /2015 und 2013/2014 lassen grüßen, und der katastrophalen
    finanziellen Situation sehe ich nur noch folgende Möglichkeiten den HSV zu retten.
    Sportlich:
    Es gibt noch 2-3 schlechtere Manschetten als den HSV.
    Finanziell:
    Die Banken stimmen einer Tilgungsstreckung zu.
    Dies halte ich für wahrscheinlich, da im Falle eines Konkurses das Stadion als Sicherheit herhalten muss. Dies ist allerdings als Sicherheit schlecht zu verwerten, da hier kaum ein Käuferkreis vorhanden sein wird.
    Es noch einen Verrückten mit viel Vermögen gibt, dem der HSV so am Herzen liegt, dass er ihn nicht den Bach heruntergehen sehen kann..
    Oder ein Wunder, dass mann einen deBruyne durch Zufall findet den ein englischer Club unbedingt haben will.:-)
    Übrigens stand heute morgen im HA dass der Anteilsverkauf des „HSV Bauern“ eine Zeitungsente sein soll ???
    Ansonsten kann ich mich meinen beiden “ Vorschreibern „nur anschließen

  4. Saschas Alte Liebe 8. Februar 2016 um 11:03 Uhr

    Moin, sehr griffig zusammengefasst, und damit grenzt es an eine Zumutung, die beiden Bilanz-Kommentarteile lesen zu müssen. Des Inhalts wegen natürlich.
    ich habe mich oft gefragt – sind diese Leute so unfähig oder sind sie dreiste Betrüger ?
    Die Antwort ist wohl einfach und schlimm zugleich – es scheint doch sehr so, dass beides zutrifft!
    Dreist und verschlagen genug, um all die Hoffnungsvollen und Gutgläubigen vorsätzlich hinters Licht zu führen, sowie dabei durch Seilschaften und Mauschelein Gefolgschaft zu sichern.
    Und unfähig genug, diesen Verein vollends in den Ruin zu treiben – sehenden Auges und in beachtlicher Zeit.
    Ja, es ist zum Kotzen !
    Welche Möglichkeiten sind denkbar bzw. umsetzbar, diese Bande vom Hof zu jagen ?

  5. Oliver Bruchholz 8. Februar 2016 um 11:05 Uhr

    Moin Grave. Allen Respekt zu deinen letzten Blogs. Vor allem der gestern War geil!? Ich hätte ne Frage: Was ist das Stadion plus Gelände wert? Denke ich falsch oder wird das das nächste sein was verramscht wird? Ist ja wohl fast noch der letzte wirkliche Wert?

    • Gravesen 8. Februar 2016 um 11:09 Uhr

      Die Frage ist doch eigentlich eine andere. Wer sollte denn ein Stadion überhaupt kaufen wollen?`

  6. Oliver Bruchholz 8. Februar 2016 um 11:20 Uhr

    Aber ein Wert ist doch vorhanden mit dem man handeln kann oder nicht? Klär mich bitte auf!

    • Gravesen 8. Februar 2016 um 11:41 Uhr

      Der Wert eines Gegenstandes ist doch eigentlich immer abhängig von der jeweiligen Nachfrage. Insofern kannst du ein Grundstück, ein Gebäude oder was auch immer haben – solange es niemand kaufen will….

      • Hannes Grundmeyer 8. Februar 2016 um 13:17 Uhr

        Vielleicht kommen die Exzellenzen ja demnächst auf die grandiose Idee, der Stadt das Stadion für ein paar Kröten zu verhökern. Dann hat man erstmal Kohle zum verfeuern, darf aber in Zukunft ne stattliche Jahresmiete zahlen. Hat die öffentliche Hand ja auch schon öfters vorgemacht. Irgendwann ist die Kohle aber weg und man muss weiter Miete für ein Objekt zahlen, was einem mal gehört hat. Wie heißt das doch so schön: Liquidität geht vor Rentabilität.

  7. apfelhari 8. Februar 2016 um 13:16 Uhr

    Lesen die „Exzellenzen“ diesen Blog? Und wenn ja, wie reagieren sie darauf? Es muss doch furchtbar sein, in der Öffentlichkeit so ungeschminkt mit seinen Fehlern und seiner Unfähigkeit konfrontiert zu werde.
    Können wir nicht eine Initiative gründen, die nur ein Ziel hat: Weg mit diesen Leuten!!! (dies könnte zwischenzeitlich auch erst mal als Leitbild herhalten; grins)

    • Gravesen 8. Februar 2016 um 13:18 Uhr

      Sie lesen,. aber wahrscheinlich ist es ihnen egal. Solange die großen Medien wie BILD etc. die Füße stillhalten…
      Eine Initiative? Klar, aber nie wieder mit mir. Ich lasse mich nur einmal für eine Sache missbrauchen, bei denen andere Millionenverträge erhalten und ich die Prügel einstecken muss. Never again.

  8. Webgolfer101 8. Februar 2016 um 13:40 Uhr

    @Oliver Buchholz
    wie schon oben geschrieben, ist es schwer ein Stadion zu verkaufen.
    Für eine Eigentumswohnung findest du bestimmt mehrere Interessenten, die diese entweder selbst bewohnen oder vermieten.
    Ein Stadion hat nur Sinn für jemanden, der es auch füllen kann.
    Ist dies nicht der Fall hast du nur einen großen Haufen Steine, deren Unterhalt auch noch eine Menge Geld kostet.
    Nun überlasse ich es deiner eigenen Phantasie, wer ausser dem HSV so ein Sadion andauern füllen kann.

  9. SwissHSV 8. Februar 2016 um 14:38 Uhr

    Wie ist das mit dem strategischen Partner (Bohnhorst)? Hat der seine Anteile wieder veräussert? Danke für eine mit Fakten unterlegte Rückmeldung.

    • Gravesen 8. Februar 2016 um 15:18 Uhr

      Siehe einfach letzten Blog 🙂

  10. ausgegliedert 8. Februar 2016 um 18:53 Uhr

    Der in der Wirtschaft gebräuchliche Begriff KPI gewinnt beim HSV an anderer Bedeutung…Knäbels Pannen Indizes.
    Und dann holt man nach einer unterirdischen 1. Hz tatsächlich noch einen Punkt und der in Ungnade gefallene Rudnevs erdreistet sich, dazu die Vorarbeit zu leisten.
    Ein Käfig voller Narren, passend zur Jahreszeit.

  11. Saschas Alte Liebe 8. Februar 2016 um 19:36 Uhr

    Narren und Tore ! Letztere gewinnen beim HSV zunehmend wieder Bedeutung in der alten 2. Bedeutung des Wortes.
    Es scheint als sei das Verhältnis der auf dem Platz zählbaren Tore zu jenen im Exzellenzbereich defizitär, und doch von einander abhängig.

  12. Freundchen 8. Februar 2016 um 20:23 Uhr

    Zu Deinem gestrigen Blog versucht das Abendblatt aber den Schwarzen Peter Dir zuzuschieben? Dachte, Du bist kein Fan-Blog?!??

    • Gravesen 9. Februar 2016 um 06:02 Uhr

      Lass sie labern. Sie begreifen nicht, dass sie selbst den übelsten Fan-Blog betreiben und der nennt sich Schmocks Einöde aka Matz ab. Der HSV befindet sich sowohl sportlich wie finanziell im freien Fall, aber Münchhausen ‚de Vrij‘ Scholz greift sich einen, weil Bruno Kuchen zum Geburtstag bekommt. Das ist Leser-Verarschung in Reinkultur. Dann könnte ich auch gleich den debilen Schwachkopf und „ich-wäre-gern-Journalist“ Rebiger schmieren lassen.

  13. hamuburgmini 9. Februar 2016 um 21:31 Uhr

    Der HSV fährt komplett gegen die Wand…
    Die Äußerung des Verkaufs weiterer Anteile, zeigt die vorherrschende Not… Der HSV / respektive die
    Anteile werden verschachert. Ob nun 20Mio / 27 Mio oder 30 Mio… Der HSV wird solange wie es geht am
    Leben gehalten und „gemelkt“…

    Das interessante dabei, der E.V. hat doch eine gesetzmäßige Verpflichtung, eine Frist, für die Schulden der AG einzustehen, d.h. das Mitglied im Verein haftet, oder? Wann ist diese eigentlich abgelaufen?

    Das Konzept war klar, es wurde gewählt.. Warum wurde es nicht umgesetzt und warum darf sich der Fan nicht darauf berufen? Warum stellt Herr Beiersdorfer HSV + in Frage?

    Es ist tragisch…Es war die größte Chance mit freiwerdenden Kapital, a) die Stadionschuld zu tilgen, b) Rücklagen für die Fananleihe zu schaffen und sich trotzdessen einen Handlungsspielraum zu erarbeiten…

    Es beginnt mit einer Vision, einem Konzept nach dem man das Personal aussucht und ohne vorbehaltlos unterstützt und zugleich für jedes Mitglied transparent nach Außen vorlebt. „Alle man an Bord, gemeinsam schaffen wir den Umbruch“..

    Stattdessen haben sich die warnenden Stimmen der „NotforSale“ Fraktion bewahrheitet…

    Wo ist ihr konkreter Plan Herr Beiersdorfer? 624 Tage am „regieren“ und nichts ist erkennbar…

  14. Trauerfall 9. Februar 2016 um 23:30 Uhr

    Wenn wir hier über Fakten reden, drängen sich für mich noch 2 Fragen auf, die ich leider nicht beantworten und doppelt leider nicht mit Fakten belegen kann. Im Protokoll zur Mitgliederversammlung vom 17.01.2016 ist folgendes zu lesen:

    Das operativ positive Ergebnis von TEuro 165 wird daher durch außerordentliche und periodenfremde Aufwendungen insbesondere durch Steuerrückstellungen auf ein negatives Ergebnis von aktuell TEuro 196 saldiert. Da die laufende Betriebsprüfung für die Jahre 2009 bis 2013 noch nicht abgeschlossen ist, handelt es sich um ein vorläufiges Ergebnis. Das Präsidium bat daher darum, die Entlastung für das Geschäftsjahr 2014/15 erst auf der Mitgliederversammlung im Sommer durchzuführen.
    Quelle: http://www.hsv.de/verein/meldungen/verein/2016/mitgliederversammlung-verabschiedet-satzungsaenderungen/

    1. Der HSV e.V. hat als gemeinnütziger Verein grundsätzlich nur Steuern für seine wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe (wGB) zu zahlen. Daneben noch Umsatzsteuer im Bereich der Vermögensverwaltung und der Zweckbetriebe. Aus der Vermögensverwaltung (dürfte nur die Vermietung von Sportanlagen an Vereinsfremde geben) und den Zweckbetrieben (da fällt mir gar keiner ein) kann es niemals eine eine Nachzahlung von 361 TEuro geben. Da müssten Umsätze in Millionenhöhe nicht versteuert worden sein. Völlig (hoffentlich) ausgeschlossen aus meiner Sicht. Mir ist zwar nicht bekannt, welche wGB der HSV vor der Ausgliederung neben dem ausgegliederten Bereich gehabt hatte aber auf der aktuellen Hompage für den VEREIN fällt mir nur das spezielle Merchandising der Supporters und der die Veranstaltung von Auswärtsreisen auf. Da müsste der Verein seine Supporter aber massiv über den Tisch gezogen haben, wenn solche Steuern für Gewinne anfallen. Ergo bleibt eigentlich nur der wGB „Fussballbundesliga“ als Auslöser für die Steuerrückstellungen. Und dann würde es dramatisch werden. Wenn im Ausgliederungsvertrag die AG nicht alle Steuern aus diesem wGB übernimmt, verliert der HSV e.V. die Gemeinnützigkeit (wer nachlesen möchte, § 56 Abgabenordnung, Verstoß gegen die Selbstlosigkeit). Ohne gemeinnützigen HSV e.V. ist auch sofort die Lizenz von der DFL/DFB für die AG der Bundesliga weg, Es können ohne Gemeinnützigkeit keine Mannschaften mehr im Jugendbereich gemeldet werden. Dafür haben selbst Leipzig, Wolfsburg und Hoffenheim gemeinnützige Vereine im Hintergrund.

    2. Noch viel dubioser ist die Aussage: „Da die laufende Betriebsprüfung für die Jahre 2009 bis 2013 noch nicht abgeschlossen ist, handelt es sich um ein vorläufiges Ergebnis. Das Präsidium bat daher darum, die Entlastung für das Geschäftsjahr 2014/15 erst auf der Mitgliederversammlung im Sommer durchzuführen.“
    Wer hat so etwas schon in einem Geschäftsberichten gelesen??? Da kann es doch nicht nur um 1887 Euro gehen, sondern es muss sich um richtig hohe Beträge handeln. Die, wie oben beschrieben, dem wGB „Fussballbundesliga“ zuzuordnen sind. Das würde dann wieder vom e.V. der AG in Rechnung gestellt werden müssen, um die Gemeinnützigkeit zu erhalten. Der Abschluss der AG für 2015 ist (noch) nicht veröffentlicht. Vielleicht sind in dem Horrorverlust von 16,7 Mio. diese Risiken abgebildet. Das hoffe ich mal inständig aber ich habe ich erhebliche Zweifel! Ansonsten hätte auch KPMG als Abschlussprüfer wegen erwiesener Unfähigkeit ein Problem. Aber auch die Prüfer der Rucksackaffäre waren je nicht ganz so erfolgreich 😉

  15. Goldfather 10. Februar 2016 um 02:07 Uhr

    Peter sagt:

    „Die Angst, ins Stadion zu gehen, ist weg“

    .
    Goldfather sagt: „Profifußball wird es noch eine sehr lange Zeit im Volksparkstadion geben.“

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