Das Bild des Leidens

Das war’s jetzt also? DAS? Diese 10 Seiten mehr oder weniger heiße Luft nach 1 1/2 Jahren für € 100.000? Den nachfolgenden Blog verfasste ich am 08.01.2016 innerhalb von 28 Minuten. Unten, am Ende des Blog, könnt ihr die Datei öffnen und nachlesen, was der großartige HSV, seine Exzellenzen und eine externe Agentur produziert haben. Vergleicht, spielt Bingo und habt Spaß. Ich muss erstmal meine Tränen trocknen 😀

Der Wahnsinn hat einen Namen! Endlich, nach mehr als 1 1/2 Jahren ist mir nun gestern am späten Abend ein Dokument in die Hände gefallen, welches an Brisanz kaum noch zu toppen ist:

Das neue, streng geheime, in zahlreichen, teuren Workshops von den größten Wissenschaftlern dieses Planeten und von den kleinstes Gehirnen dieses Vereins in mühevoller Kleinarbeit erdachte Leitbild des HSV! 

Bevor wir jedoch zu den brandheißen und bahnbrechenden Inhalten des Geheim-Dossiers kommen, zuvor noch eine kurze Hinführung zu dem, worum es eigentlich geht oder der Frage: Was ist eigentlich ein Leitbild und warum braucht der Verein eines?

Das Vereins-Leitbild beschreibt, wie ein Verein sich sieht, welche Wertvorstellungen er hat und wie er wahrgenommen werden möchte. Es ist langfristig angelegt und beinhaltet allgemein gültige Regeln, die den Rahmen für das strategische Vereinshandeln nach innen und außen vorgeben. Jedes Leitbild hat zwei Bestandteile: (Quelle: www.ehrenamt-im-Sport.de)

Leitideen: Sie definieren Sinn und Zweck des Vereins (z.B. Gesunderhaltung, Stadtteilförderung, Förderung einer bestimmten Sportart). Sie beschreiben den Nutzen für Mitglieder und Gesellschaft, legen Werte und Ziele fest und eröffnen Visionen für die Zukunft.

Leitsätze: Sie halten diese Ideen und Visionen fest, konkretisieren und formen sie zu Kernaussagen. Im Zusammenwirken der einzelnen, schriftlich fixierten Leitsätze entsteht das Leitbild des Sportvereins. Die im Vereins-Leitbild schriftlich formulierten Handlungsgrundsätze dienen als Orientierung für alle Mitglieder. Deshalb sollten sie auch möglichst allen bekannt sein.

Hier nun also das neue Leitbild des Hamburger Sportverein e.V. von 1887:

Das folgende Leitbild gibt die Linie des Vereins vor, es regelt, was wir sind und was wir wollen. Es zeigt, wofür stehen und welches unsere Ziele sind. Sportlich, sozial und gesellschaftlich.

Gesellschaftlich:

Der HSV ist ein Verein von allen und für alle. Er steht jedem offen und jeder, der bereit ist, unsere Werte mitzutragen, ist jederzeit eingeladen, Mitglied dieses Vereins zu sein. Wir tolerieren weder Rassismus noch Ausgrenzung anderer. Wir fördern das Miteinander und das Füreinander.

Respekt: 

Konkurrenz ist im sportlichen Wettkampf notwendig, aber Konkurrenz bedeutet ebenfalls Respekt. Respekt für den sportlichen Gegner, Respekt für den im sportlichen Wettkampf Überlegenen. Wir begegnen unseren Gegner mit Achtung und betrachten sie und ihre Fans als Gäste in unserem Verein.

Hamburg:

Der HSV ist der Verein der Stadt Hamburg, wir sind stolz auf unsere Herkunft. Wir sehen es als hohes Ziel an, die Stadt Hamburg und seine Bürger im tiefsten Sinne der hanseatischen Kultur bestmöglich zu vertreten und zu repräsentieren. Wir möchten, dass die Heimatstadt unseres Vereins, die Hamburger und alle Mitglieder des HSV stolz auf den Hamburger Sportverein sind.

Förderung:

Der HSV möchte Talente fördern und dazu beitragen, dass diese jungen Sportler zu besseren Sportlern und besseren Menschen werden können. Hierzu werden wir alles in unserer Macht stehende tun. Die Förderung von Talenten gilt für selbstverständlich für den gesamten Verein und nicht nur für den Lizenzfußball.

Integration:

Die Integration jeglicher Kultur und jeglichen Glaubens ist ein fester Bestandteil unserer Werte. Im Hamburger Sportverein gibt es keine Unterschiede zwischen Rassen, Konfessionen und Geschlechtern. Jeder hat grundsätzlich die gleiche Chance. Der HSV ist sich seiner sozialen Verantwortung bewusst und wird sich dieser Verantwortung nicht entziehen.

Partner:

Der HSV ist ein verlässlicher Partner für seine Mitglieder, Sponsoren und Unterstützer. Eine Partnerschaft mit dem HSV wird immer fair und im gegenseitigen Respekt erfolgen.

Transparenz:

Die Arbeit beim HSV wird grundsätzlich transparent erfolgen, d.h. jeder ist jederzeit eingeladen, Fragen zu stellen. Im Rahmen der Möglichkeiten (vertrauliche Inhalte selbstverständlich ausgeschlossen) werden diese Fragen zeitnah beantwortet.

Familie:

Der HSV ist für viele Mitglieder so etwas wie eine Familie und dieses Gefühl wollen wir nicht nur erhalten, wir wollen es ausbauen. Der HSV ist ein familiärer Verein und lebt eine familiäre Vereinskultur.

Ziele:

Das Ziel des HSV ist grundsätzlich maximaler sportlicher Erfolg bei gleichzeitiger Fairness und wirtschaftlicher Arbeitsweise. Der Vorstand des Vereins geht mit den vorhandenen finanziellen Mitteln wirtschaftlich optimiert um und nutzt hierbei sämtliche Ressourcen des Vereins. Wir bekennen uns zum Leistungssport bei Sportarten mit Wettkampfcharakter. Für die HSV Fußball AG ist das geringste Ziel die dauerhafte Beibehaltung der Bundesliga-Zugehörigkeit.

Leitmotiv:

„hanseatisch, fair, professionell und zuverlässig Hamburg ist HSV, HSV ist Hamburg“

Kurze Erklärung: Ich habe natürlich kein „Geheimpapier“ bzgl. der Leitbildfindung des HSV in die Finger bekommen, einfach deshalb, weil es keines gibt. Die Formulierung (obwohl es sicherlich Punkte gibt, die man ergänzen könnte) hat mich insgesamt 28 Minuten gekostet, die Vereinsführung der Exzellenzen doktert bereits, trotz Unterstützung durch eine externe Agentur, die knapp € 100.000 dafür kassiert, mehr als 1 1/2 Jahren an der Nummer herum, als wäre es ein Hexenwerk. Das Problem dabei: So, wie diese Leitbildfindung betrieben wird, wird die gesamte HSV Fußball AG betrieben.

Lahmarschig, zögerlich, ohne Antrieb und Visionen.

Ach ja. Irgendwann in ferner Zukunft, in Monaten oder Jahren, wird das neue, spektakuläre Leitbild des Hamburger Sportvereins garantiert mit großem Brimborium, großem Pathos und von vielen extrem stolzen Vorständen und Direktoren präsentiert werden. Ich lade dann jeden ein, diesen Blog zu nehmen und eine Art Bullshit-Bingo mit dem zu spielen, was der HSV nach Jahren, mit der Hilfe von Agenturen und unter Einsatz von Huderttausenden von Euros präsentiert. Viel Erfolg.

http://www.hsv.de/fileadmin/redaktion/Saison/Saison_2015_16/Mixed/HSV-Leitbild.pdf

Von | 2016-02-17T15:07:49+01:00 17. Februar 2016|Allgemein|15 Kommentare

15 Comments

  1. Carsten Hae 17. Februar 2016 um 15:31 Uhr

    Das ist ja besser als Bullshitbingo 😀 muaha
    Man fragt sich echt was die in der Zeit gemacht haben. Ich vermute das auch neue Grills angeschafft werden mussten weil die ersten bereits den Geist aufgegeben haben.

  2. Andrezinho 17. Februar 2016 um 15:37 Uhr

    War ja zu erwarten, dass jetzt wieder die große Kritik kommt – im Sinne von: Das hätte ich den „Exzellenzen“ auch in x Stunden zusammengezimmert. Der Gedanke kam mir tatsächlich auch. Allerdings wäre das dann kein Leitbild eines (mehr oder weniger) demokratischen Vereins gewesen, sondern eine Vorstellung davon, wie x oder y den Verein sieht – und eben nicht, wie der Verein „sich selbst“ sieht. Sicherlich hätte auch die Führung so ein Leitbild vorgeben können – aber auch in diesem Fall wäre das kein Leitbild „aus dem Verein heraus“ gewesen, sondern eher eine ideologische Vorgabe „von oben“. Auch das kann man so machen und wird auch so gemacht – in privaten Unternehmen.
    Tatsächlich bin ich der Meinung, dass der eingeschlagene Weg der einzig legitime Weg zur Entwicklung eines Leitbildes für den HSV gewesen ist. Die Einbindung der Mitglieder ( die angesprochenen 200 Personen) war auch vollkommen richtig. Das ist Demokratie und die dauert nun einmal. Und kostet.

    Das Ergebnis selbst finde ich (vom ersten Eindruck her) eigentlich ganz in Ordnung. Man muss allerdings monieren, dass scheinbar der Breitensport keinen Platz in diesem Leitbild gefunden hat (wenn überhaupt nur sehr stiefmütterlich). Allerdings bin ich mir gar nicht so sicher, ob das Leitbild nun für den gesamten Verein (AG + e.V.) oder nur für die AG gilt – ich vermute letzteres.

    • Gravesen 17. Februar 2016 um 19:07 Uhr

      Bullshit. Die große Kritik kommt deshalb, weil dieses alberne Leitbild die Fortführung einer exorbitanten Realsatire ist. Ich erinnere erneut:
      Strategische Partner. Entschuldung. Junge Nachwuchsspieler. Und jetzt dieses Bildes des Leidens. Das Ganze ist an Verlogenheit bei gleichzeitiger Inkompetenz nicht mehr zu überbieten und kostet den HSV gerade seine letzten Kröten.

      • Pascal Jarosch 17. Februar 2016 um 20:06 Uhr

        Traurig nur, dass wir alle glaubten … mit HSV+ könnte es wieder aufwärts gehen …

        Da will ich wieder Bernd Hoffmann zurück … der könnte den HSV vielleicht noch Retten

      • Andi Pie 17. Februar 2016 um 21:38 Uhr

        Dazu kommt, dass das gar kein Leitbild ist.
        Schon der erste Passus enthält 3 ( DREI ) Leitsätze.
        Da zeigt sich, dass einfache und klare Kommunikation nicht das Ding der Exzellenzen ist (obwohl sie in Passus 4? genau dieses behaupten bzw. als Leitsatz definieren… klare Kommunikation etc…)
        Lächerlich und ohne Inhalt, bzw. mit an Null grenzendem Mehrwert…

  3. BritPostNew 17. Februar 2016 um 16:50 Uhr

    … 100.000€? Stimmt das wirklich?

  4. TC von der anderen Elbseite 17. Februar 2016 um 18:00 Uhr

    Fassunglosigkeit trifft es nicht einmal annähernd, was mich ergriffen hat, nachdem ich das „HSV-Leitbild“ gelesen habe.
    Nicht von den Inhalten, denn die waren eindeutig und klar zu erwarten. Gravesen hat sie vorher ja schon exakt formuliert. Und dieses Ergebnis haut mich jetzt auch nicht vom Hocker. Phrasendrescherei hoch sechs! Aber die Formulierung eines Leitbildes musste endlich kommen.

    Was mich aber wieder einmal über die Maßen empört, verärgert und schockiert, ist die Tatsache, dass es tatsächlich anderthalb Jahre gebraucht hat, das zu produzieren und dabei soviel Geld zu verbrennen, wissend das der HSV eine eigene Marketingabteilung hat, die soetwas in einer Wochensitzung in Eigenproduktion hätte hervorbringen müssen

    Scheinbar konnte Didi sich in seiner Amtszeit immer noch nicht auf die finanzielle Situation des HSV einstellen können und jongliert mit dem Geld des Vereins als wäre er immer noch bei Zenith St. Petersburg.

    Die Kosten für dieses an Klarheit und Einfachheit kaum zu überbietende Leitbild sollte Didi am besten aus seiner eigenen Tasche übernehmen und seinen Marketing-Leuten einen Arschtritt verpassen!

  5. menke 17. Februar 2016 um 18:55 Uhr

    Moment, bin gleich wieder da….eben was nachschauen….ok, kann losgehen…also ich hab da noch ein Fass Teer in der Garage zu stehen….wer besorgt die Federn?..
    Dieses Leitbild ist in seiner Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten, das liest sich wie ein Parteiprogramm…Familie,Respekt,Transparenz, Integration,…Ich schüttel nur noch den Kopf und für sowas wird Kohle ausgegeben…?
    „Wooow…Eh, Du …Didi, mal ne Frage: wenn Du jemanden brauchst, der dir Dein Büro mal grünmässig aufpimmpt: I´m your Man…ich nehm auch nur die Hälfte von den 100.000 €, kein Ding, min Jung…“

    Jeder der damals im Mai voller Hoffnung war als HSV + endlich kam, möchte heute nur noch auskotzen… Schönen Dank, Ihr Heuschrecken und Postenzuschieber,…
    Ich frage mich langsam echt, wie eine an sich gute Idee wie HSV + soooooo schamlos ausgenutzt werden konnte und wie die damaligen Anschieber wie z.B H.H. heute diese Entwicklung sehen bzw. ob sie nochmal den Mut haben gegenzusteuern…
    Unser HSV steuert ins Nirvana, wir brauchen Hilfe und Mut…Wir verkaufen Anteile unter Wert, jeder weiß: Eine Braut ist nur geil wenn sie gut aussieht aber nicht wenn Sie aus dem Hals stinkt und unter den Armen müffelt…Wir verkaufen Anteile weil uns das Relegations-Triple vor der Tür steht, sehr geil…will ja auch jeder Anteile kaufen,…
    Lieber Didi, einen Tipp falls irgendeiner deiner beauftragten, kostenspieligen, externen Agenturen dieses liest: Ich hatte Hoffnung dass sich beim HSV etwas ändert als Du dein Baby betreuen wolltest…doch du wiegst es in den Tod…Lasst die Finger von meinem Verein, Ihr könnt es einfach nicht…
    Holger H., bitte übernehmen sie Verantwortung, es ist kurz vor 12…Dieser Verein ist mehr als ein schwarzes Quadrat auf die Spitze gestellt flankiert mit weiß , es ist unser und mein Leben…
    Menke….

    • hamuburgmini 17. Februar 2016 um 21:58 Uhr

      Lieber Menke, my friend.
      Wahrlich, Du sprichst mir aus dem Herzen. Ansonsten bin ich einfach nur platt… Dafür eine externe Agentur?
      Eine Aneinanderreihung von Floskeln die dadurch noch abstruser wird, wenn man sich das Handeln der gegenwärtigen Führung gegenüberstellt…

      Schönen Abend!

  6. Bjoern 17. Februar 2016 um 19:44 Uhr

    Ich habe die Leitsätze des HSV gerade zufällig auf Mopo-Online gesehen und gelesen und musste mir tatsächlich die Lachtränen aus dem Gesicht wischen.

    Passt perfekt zu Didi B. – lahmarschig, bürokratisch und unfassbar peinlich.

    Bei „finanziell solide“ bin ich gleich mal abgebrochen, wie man so schön sagt.

  7. Pascal Jarosch 17. Februar 2016 um 20:04 Uhr

    Moin Grave,

    ich muss zu geben ich bin in den letzten Monaten immer mehr zu einem Leser verkommen, ohne hier Kommentare zu hinterlassen … das lag weniger an deiner Qualität, die ist nachwievor spitze in dem was sie tut.

    Nein es lag viel mehr daran, dass meine persönliche Zeit für sowas einfach immer knapper wurde. Dein „Leitbild“, welches du „auf die schnelle“ erarbeitet hast fand ich ganz angenehm … aber das jetzt ??? also Entschuldigung aber ich kann darüber schon nicht mehr lachen bis die Tränen kommen … ich bin auch nicht mehr Fassungslos, was ich eigentlich sein müsste … Ich nehm es nur noch hin … Ich bin Tief enttäuscht was die letzten 18 Monate beim HSV passiert ist aber sorry… das setzt dem ganzen nochmal die Krone auf … Ich hoffe … nein eigentlich muss ich langsam mal anfangen dafür zu beten dass wir von Didi und Co (eigentlich mindestens kompletter Vorstand und Direktoren, eher noch der Aufsichtsrat mindestens in Teilen (Gernandt, … ) gleich mit) eeeeendlich erlöst werden.

    Ich finde es Tottraurig, dass man als HSV so dermaßen abgestumft wird, dass einen sowas nicht mehr mit dem Interesse interessiert wie noch z.B. vor HSV Plus …. Didi es tut mir echt Leid aber erlöse uns doch bitte vor der entgültigen Pleite oder dem Abstieg und GEH!!!

    Mir fällt nix mehr ein 🙁

  8. alfa 17. Februar 2016 um 20:07 Uhr

    Wenn Ich als Herr Beiersdorfer das entwickelte Leitbild nochmals sorgfältig durchlesen würde, würde ich ja sofort meinen Hut nehmen, da ja nun alles was er (DB) „angeschoben“hat conträr zu den Leitsätzen sich gestalten. Wo ist die aufstrebende Junge Mannschaft ,die auf eine continuität hinzielende entwicklungsfähige Perspektive zusammengestellt ist? Wo ist die hanseatische Verlässlichkeit des Wortes 4 Trainer in EINEM Jahr?
    Wo ist die Sensibilität für die Notwendigkeit der finanziellen Konsolidierung mittels sorgsamer Investitionen .?
    Wo ist die regionale Verbundenheit und Identifkatition , nicht immer ist mehr Geld (Köpi statt Holsten) mit Nachhaltigkeit beseelt.
    Wo ist die weiterzutrgende Spiel Kultur sukzessiv Spielphilosophie ?…hinten ein zwei drei mal quer und dann langen Hafer nach vorne?
    Ich will auch nicht mehr auseinandersetzen nur : Ich bin enttäuscht.
    Was ist denn eigentlich der Fürsprecher für Herrn Beiersdorfer, vielleicht hab ich ja was verpasst?
    Und kommt mir bitte nicht mit Geduld ,die hat Grave mit DB, aber nicht ich!
    Vaya con dios!

  9. Andi Pie 17. Februar 2016 um 21:51 Uhr

    Und man stelle sich jetzt bitte mal die grünen Herren von der Weser vor. Das Lachen des Hr. Eichin schallt immer noch nach.
    Oder den gelben Trainer… Tuchel klopft sich immer noch auf die Schenkel…
    Und nicht zu vergessen, die Bauern, die Liga-Betrüger. Die sitzen mit Zigarre und Whiskey in der Hand, der Ulli, der Kalle und der Franzl, und meinen, dass das alles nicht wahr sein kann. Sowas kann sich doch eigentlich nur HSV-Arena ausgedacht haben.
    Ehrlich? Ich höre die gesamt Liga lachen.
    .
    Und nicht zu vergessen, dass der HSV ja wieder anstrebt, im Sinne des Passus: „Mehrwert, mehr Umsatz“ zwei zusätzliche Spiele diese Saison zu spielen. Um dann Relegations-Tripple-Sieger zu werden… Schöne neue T-Shirts gibt das.
    .
    Es ist einfach nicht zu glauben.
    Ich denke, ich werde mich beim HSV mal als freier Berater anbieten.
    Scheint ja eine Menge Geld zu verdienen zu sein, für eher so null Leistung bzw. Ergebnis.

  10. DrChaos 18. Februar 2016 um 12:03 Uhr

    Natürlich ist 100.000€ zuviel Geld und im Prinzip hätte sich das jeder ausdenken können, aber ich muss Andrezinho zustimmen, so bestimmt man ein Leitbild nicht.
    Die oben zitierte Quelle http://www.ehrenamt-im-Sport.de ist auch nur sehr verkürzt wiedergegeben, dort heisst es nämlich auch:

    Leitbildarbeit im Team
    Egal, ob Sie schon ein Leitbild haben, das Sie erneuern möchten oder erst eines schaffen wollen:
    Ein Leitbild (weiter) zu entwickeln, ist Projektarbeit. Und das heißt:
    1. Das Leitbild sollte von einem Projektteam entwickelt werden, das sich aus Vertretern aller
    Abteilungen und Bereiche zusammensetzt: Mitgliedern, Mitarbeitern und Ehrenamtlichen.
    Schließlich soll es für alle gelten, also muss es auch alle einbeziehen.
    2. Es muss einen Verantwortlichen geben, der die Richtung bestimmt und das Ziel im Auge
    behält. Sonst wird Ihre Suche nach dem Leitbild leicht zur Odyssee.
    3.Es braucht eine Instanz, die sicher stellt, dass bei aller Selbstbetrachtung die Objektivität
    nicht verloren geht. Deshalb macht es Sinn, einen externen Moderator einzuschalten, der
    als Außenstehender einen neutralen Blick bewahrt.

    Wie gesagt, ob das jetzt 100.000€ kosten muss ist etwas anderes, aber wenn man ein formuliertes Leitbild möchte kann man sich das nicht einfach so überlegen, auch wenn das Ergebnis im Vorfeld feststeht…

  11. Peter 18. Februar 2016 um 12:12 Uhr

    Dieses Leitbild passt nun gar nicht zum Leidbild, welches der HSV derzeit abgibt. Und 100000 EUR. Wird beim HSV nicht ausgeschrieben oder ein Preisvergleich angestellt. Das mutet wirklich schon sehr komisch an, auch hierfür so viel Geld zum Fenster hinauszuschmeißen. Oha.
    Grave, 100% Zustimmung.

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