…in 7 bis 10 Jahren

Na sowas. Zuerst waren es 3 Jahre, nach denen man sich und seine „Taten“ messen lassen wollte. Sagte zumindest Herr Gernandt, ich kann das Video hier gern nochmal reinstellen. Gestern, nachdem man nun die Ergebnisse des Leidbild-Prozesses (kein Schreibfehler) präsentierte, redet man plötzlich von ganzen anderen Zeitspannen.

Auch Dietmar Beiersdorfer gab heute an, dass man die formulierten Ziele innerhalb der nächsten sieben bis zehn Jahre erreichen wolle – und sich daran messen lassen will.

In 7 bis 10 Jahren, Herr Beiersdorfer? Wollen sie und ihr teuerster Vorstand in der Geschichte des Hamburger Sportvereins die Mitglieder und Fans jetzt eigentlich endgültig für blöd verkaufen?

In 7 bis 10 Jahren hat Herr Beiersdorfer den Verein weitere € 25 Mio. an Gehalt gekostet. Nur er allein.

In 7 bis 10 Jahren hat dieser Vorstand zu 100% die restlichen 49,9% der verfügbaren AG-Anteile an Kleinstaktionäre verschachert und das daraus generierte Geld verbrannt.

In 7 bis 10 Jahren ist Klaus-Michael Kühne (79) wahrscheinlich nicht mehr am Leben.

In 7 bis 10 Jahren spielt der HSV nicht mehr in der 1. Liga, da halte ich jede Wette.

In 7 bis 10 Jahren ist Emir Spahic 46 Jahre alt.

In 7 bis 10 Jahren haben die externen Dienstleister und Agenturen den HSV weitere Millionen gekostet.

In 7 bis 10 Jahren hat der HSV mindestens 600 Festangestellte und einen Personaletat von € 90 Mio. jährlich.

In 7 bis 10 Jahren finden sich keine 50.000, sondern nur noch 25.000 Idioten im Volkspark ein.

In 7 bis 10 Jahren ist der Campus halb verrottet, aber leider hat kein Jahrhundert-Talent den Sprung in die erste Mannschaft geschafft.

In 7 bis 10 Jahren ist dieses Volksparkstadion immer noch nicht abbezahlt, vielleicht gehört es bis dahin der Stadt Hamburg.

In 7 bis 10 Jahren haben sie in ihre Spießgesellen diesen Verein über die Klippe gefahren. Wenn man sie lässt.

Mission

 

Von | 2016-02-18T10:41:31+01:00 18. Februar 2016|Allgemein|11 Kommentare

11 Comments

  1. UFO 18. Februar 2016 um 09:06 Uhr

    Moin Grave,

    ich habe immer noch Bauchmuskelkater – vom Lachen. Es ist für unsere heutige Zeit bezeichnend, dass Menschen für solchen schriftlichen und mündlichen Unsinn nicht abgestraft werden. Im Wilden Westen hätte man sie schon längst geteert, gefedert und zur Stadt hinaus katapultiert 🙂 !

    In dieser Konstitution braucht dieser Club (Verein ist er ja nicht mehr) keine 7 Jahre, um in der Versenkung zu verschwinden – da bin ich mir sicher und ganz bei dir!

    Gruß
    Uwe

    • Gravesen 18. Februar 2016 um 09:16 Uhr

      Im Grunde finde ich eigentlich diejenigen noch viel geiler, die jetzt krampfhaft versuchen, diesen Stuss auch noch zu verteidigen, obwohl sie selbst wissen, dass es nichts zu verteidigen gibt. Man nenne mir bitte einen Indikator, der mir Hoffnung auf Besserung machen soll. Einen. Und damit meine ich nicht „Geduld“ oder „Hoffnung“. Für die Verbreitung von „Geduld“ und „Hoffnung“ kann man keine € 2,5 Mio. im Jahr kassieren. Dann kann man auch gleich mit Phrasen wie „Wir schaffen das“ operieren.

  2. Bidriovo 18. Februar 2016 um 09:37 Uhr

    Schade, dass Beiersdorfer und Co. keinerlei Interesse an irgendeinem Dialog zeigen. Auf dieser Basis kann man natürlich den lieben langen Tag machen und erzählen, was man will, wenn man sich dafür sowieso nicht rechtfertigen/gerade stehen muss. Es ist unglaublich, dass der aktuelle Vorstand ständig etwas von Transparenz predigt und selber bei jeder sich bietenden Gelegenheit sich selbiger entzieht. Hoffentlich scheitert die Ära Beiersdorfer und zwar lieber früher als später und solange Kühne noch am Leben ist. Denn sollte diese Geldquelle versiegen, sehe ich ganz duster. Wer würde denn dann bei jeder Notsituation wieder mit einem Notgroschen einspringen? Scheint offensichtlich weit und breit niemand in Sicht zu sein, was basierend auf den Zahlen auch absolut verständlich ist.

  3. Webgolfer101 18. Februar 2016 um 11:07 Uhr

    Die Situation beim HSV ist bestimmt nicht einfach.
    Einem guten Sanierer müsste aber auch das gelingen, was Dortmund vor ca 10 Jahren auch gelungen ist. Die haben jetzt nach meinen Informationen keine Schulden mehr und ein ordentliches Festgeldkonto. Ganz zu schweigen, von einer guten Mannschaft.
    Aber wer einmal durch Dortmund gefahren ist hat wohl wie ich gesehen, dass diese Stadt nicht annähernd so wohlhabend ist wie Hamburg.
    Hamburg hat neben der wirtschaftlichen Stärke ein Umfeld von fast 3 Mio Menschen.
    Was ist Dortmund dagegen ?
    Dies soll keine Aussage eines überheblichen Hamburger sein.
    Ähnliche Worte habe ich schon einmal von Watzke gelesen.
    Und da bringen die Unfähigen nur ein paar Kleininvestoren zusammen.
    Die werden auch in 10 Jahren noch nichts erreicht haben.

  4. Peter 18. Februar 2016 um 12:18 Uhr

    Und ich habe mich wirklich seinerzeit anstecken lassen von dem Irrsinn, dass Hoffmann Schuld an der Misere hätte. Und der arme Düdi wurde geschasst.
    Sorry Herr Hoffmann.

  5. undulate 18. Februar 2016 um 15:34 Uhr

    zuerst(nach fast 2 Jahren) aller Gutenberg das „Leidbild“ präsentieren. bedeutet der Beauftrage kopiert einfach was zusammen.
    und nun noch das politische 1mal1, die Probleme in der Zukunft lösen zu wollen, aber man hat ja schon vieles angeschoben. bedeutet ich mache mal nix, denn wer nix macht…und zu dem Zeitpunkt wo ich Lösungen versprochen habe, bin ich ja nicht mehr im Amt. und zwischenzeitlich muss dem Fan jeglicher Scheiß als der megageile Clou verkauft werden.
    wenn es um den HSV und die Stadt nicht so traurig wäre!

  6. Diego 18. Februar 2016 um 16:00 Uhr

    Kühne schenkt dem HSV in seinem Testament 50% seines Vermögens.
    Noch Fragen?

    • Gravesen 18. Februar 2016 um 16:01 Uhr

      Ja, habe ich.
      Financial Fairplay? 😉

      • Diego 18. Februar 2016 um 16:16 Uhr

        Hmmm, Dann kriegen die Exzellenzen für ihre exzellente Arbeit eben mehr Geld.
        Verdient haben die das allemal. 🙂

        • Pascal Jarosch 18. Februar 2016 um 17:17 Uhr

          sorry aber wo ist deine Antwort eine auf das Thema Financial Fairplay ???

          Außerdem glaubst du doch nicht im Ernst das der HSV auch nur 1 % des Vermögens von Kühne per Nachlass erhält oder ?

          • Diego 18. Februar 2016 um 20:11 Uhr

            Financial Fairplay?
            „Das Financial Fairplay ist tot“, sagt der Sport-Ökonom Henning Vöpel zu SPORT1. Der Geschäftsführer des Hamburgischen WeltWirtschafts Instituts (HWWI) beschäftigt sich seit Jahren auch mit den rechtlichen Aspekten des FFP. Vor kurzem hat er im Rahmen einer möglichen Klage gegen die Regelung auch ein wissenschaftliches Gutachten darüber geschrieben. „Gemessen an dem, was das Financial Fairplay bewirken sollte, nämlich die Verschuldung der Klubs zu verringern und den Einfluss von Investoren zu mindern, bedeuten die jetzigen Reformen der UEFA den Tod“, sagt er.

            Und was Kühnes Vermögen betrifft: Natürlich wird dieser HSV keinen Cent bekommen. Und das ist auch gut so.

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