Langsam gehen die Lichter aus…

Ich bin ehrlich überrascht. Ja wirklich, ich wundere mich. Ich wundere mich darüber, dass erst jetzt der Großteil der HSV-Anhänger nach und nach begreift, was tatsächlich abläuft. Brauchte es wirklich erst eine Heim-Niederlage gegen Darmstadt und eine in Dortmund, damit man endlich aufwacht? Und ja, es erfüllt mich tatsächlich mit Befriedigung, da bin ich ganz ehrlich. Seit 1 1/2 Jahren beschreibe nicht nur ich, was in diesem Verein passiert und in Zukunft passieren wird, aber dafür wurde man in übelster Form bepöbelt, beleidigt, bedroht etc. Jetzt, wo selbst der letzte Kern-Prolet im Idioten-Blog #SchmocksEinöde auf den Zug aufspringt, wird es auch dem Letzten klar? Wie armselig ist das eigentlich?

Hey Leute, wo ist all eurer Glauben in die Ehrenmänner Gernandt und Beiersdorfer geblieben? Was ist aus all eurer Geduld geworden? Jetzt plötzlich kommt ihr aus euren dreckigen kleinen Löchern und springt auf den fahrenden Zug auf? All ihr kleinen unwichtigen „Blogperlen“, HSVSCnacker“ und „der neue HSV“ und wie ihr Spinner euch alle nennt. Ihr habt mit eurem hündischen Gesülze dafür gesorgt, dass euer Verein heute so beschissen da steht und das freut mich ungemein.

Warum? Weil ihr euch für Experten haltet und keine Ahnung von nichts habt. Weil ihr meint, irgendwelche „Quellen“ zu besitzen und nicht im Ansatz rafft, dass ihr benutzt werdet. Aber dafür habt ihr alle eine riesengroße Fresse und jetzt kriegt ihr die Quittung dafür. Herrlich.

Aber zurück zum Fußball, wobei das Thema eigentlich noch peinlicher ist. Mit ein wenig „Pech“ spielt der HSV gegen den SV Werder ohne Adler (Rot), Müller, Lasogga und Ekdal (alle verletzt). Ob der gnadenlose Spielmacher 😀 Aaron Hunt bis dahin wieder genesen ist, steht im Stern. Zum Glück kommt ja Abwehr-Stabilisator Baba Djourou zurück, was für ein Segen. Und dann? Zückt Big Bruno (meine Herren, was verliert der gerade an Haupthaar) erneut die Karte Rudnevs oder geht man sogar soweit, Ibiza Olic aus dem Exil zu reaktivieren? Hui Buh aus Saudi Arabien kann ja noch keine Hilfe sein, er kennt die Laufwege noch nicht.

Erst jetzt fällt es auch dem Allerletzten auf, was für eine gnadenlose Trümmertruppe Düdü und Knäbelpeter da zusammengebastelt haben. 6 Mittelstürmer (die aber leider alle nicht treffen), aber nur 1 1/2 Außenverteidiger und nur zwei offensive Außenspieler. Sollte der HSV jedoch die Klasse halten, wird nächstes Jahr alles besser, denn dann kommt der 29-jährige Harnik – Hurra.

Ein Pfund hat der HSV noch und das ist das Torverhältnis. Aber es gibt einen Unterschied zu den letzten beiden Jahren. In den zwei Saisons spielte man im Grunde von Anfang gegen den Abstieg, im letzten Jahr war man quasi schon abgestiegen und konnte nur noch gewinnen. In dieser Saison dachte man im Volkspark, man sei frühzeitig gerettet („Wir können wieder ohne Angst ins Stadion gehen“) und jetzt kommt man mit Rückenwind von oben. Wie man diesen Schalter nochmal umlegen möchte, ist mir ein Rätsel, aber bestimmt werden Knalltüten wie dieser bemalte SC-Heini auch dafür noch eine Entschuldigung finden.

Von | 2016-04-18T08:18:49+02:00 18. April 2016|Allgemein|38 Kommentare

38 Comments

  1. Launi 18. April 2016 um 07:38 Uhr

    Ich wurde letztes Jahr im November auch belächelt, als ich gesagt habe, die Saison wird noch verdammt eng, wenn das so weitergeht – verliert man am Freitag gegen Bremen, dann sind wir mittendrin statt nur dabei und dann wird es in dieser Saison vermutlich keine glückliche Relegation geben.
    Ich habe mir gestern das Spiel angesehen und kam zu dem Schluss, dass mit der Truppe gar nichts mehr gewonnen wird, falls nicht zufällig mal jemand den Ball reinstolpert und der Gegner sich selbst Knoten in die Beine spielt vor unserem Tor.

  2. Gravesen 18. April 2016 um 07:54 Uhr

    Nur mal ein paar kurze „Ausrisse“ von Vollspacken, die am 30. Spieltag plötzlich die Seiten wechseln:

    Benno Hafas sagt:
    17. April 2016 um 18:56
    Das Grauen begann nicht nach 30 Minuten, das Grauen begann am Beginn der Saison.
    Altfan sagt:
    18. April 2016 um 06:53
    Es ist so deprimierend! Bitte Herr Labbadia, treten Sie zurück! Damit könnten Sie den HSV vielleicht ein 2. Mal retten!
    HSV63 sagt:
    17. April 2016 um 20:14
    Wenn es nicht der HSV wäre, würde ich ihm den direkten Abstieg gönnen.
    Die Körpersprache von BL nach dem Spiel beim Interview, würde ich als nicht HSVer auf Entlassung noch heute abend deuten.
    Ob wirs schaffen oder nicht, ist letztlich eh egal, die Insolvenz wird alles so zurechtrücken, wie die Vereinsführungen es verdient hat. Schade eigentlich, aber nicht unverdient.

    Dieser Scheißer, HSV63 aka Richard Müthel aus Kleven ist es übrigens, der mich seit mehr als 2 Jahren täglich mehrfach als „Quadratschwätzer“ und Schlimmeres bepöbelt. Was seid ihr bloß für Versager?

  3. Holger 18. April 2016 um 08:44 Uhr

    Die HSV- Anhängerschaft passt mittlerweile zur Führung des Vereins.

    Der HSV spielt seit Monaten wie ein Absteiger. Aus den letzten 14 Spielen wurden 12 Punkte geholt.

    Nochmal: 12!

    …und nochmal zum genießen: 12!

    Und was ist in der Anhängerschaft los? Nichts! Man ist zufrieden. Das ist unfassbar und zeigt entweder, dass weite Teile der Fans die Realität nicht zur Kenntnis nehmen wollen oder vielleicht einfach nur noch desinteressiert sind.

    Mal zum Vergleich: Frankfurt hat im gleichen Zeitraum 13 Punkte gesammelt und in Frankfurt brennt seit Wochen die Luft. Protestaktionen, Buh- Rufe, „Vorstand raus“, etc. Ich kenne einige Eintracht- Fans und kriege dadurch mit, was da in Fan- Foren, bei Facebook, etc. abgeht.

    Jetzt, auf einmal ist das „Entsetzen“ groß. Liebe HSV- Fans, wie blöd seid ihr eigentlich?

  4. DonPommea 18. April 2016 um 08:45 Uhr

    Zumindest bin ich auf der Abschiedstournee dabei. Habe noch Karten für Mainz und Wolfsburg. Was habe ich mir eigentlich dabei gedacht?
    Gäbe es deiner Meinung nach einen Trainer, egal ob Liga 1 oder 2, der einen Weg ähnlich wie Julian Nagelsmann einschlagen könnte? Ich meine fußballerische Verbesserung in relativ kurzer Zeit.

    • Gravesen 18. April 2016 um 08:57 Uhr

      Ehrlich, ich kenne keinen. Herr Beiersdorfer hat es nun zweimal geschafft, dem HSV einen außergewöhnlichen Trainer zu holen. Einmal verhinderte er Klopp, beim zweiten Mal verhinderte er Tuchel. Danke dafür

  5. Hannes Grundmeyer 18. April 2016 um 09:06 Uhr

    Mir ist es mittlerweile egal. Nein, egal ist nicht die richtige Bezeichnung. Ich hab resigniert und mir war schon zum Ende der Hinserie klar, dass die Saison höchstwahrscheinlich genau so enden wird. Die letzten Spiele vor der Winterpause haben genau gezeigt, wo der Hase lang läuft. Es ist für mich ein Wunder, wie man mit so einem besch…. Gekicke (als Fußball kann ich das nicht mehr bezeichnen), überhaupt auf 34 Punkte kommen konnte. Nach dem Hannover-Spiel hat der Selbstzufriedenheitsvirus, der den HSV seit beinahe 3 Jahrzehnten lähmt, mal wieder gnadenlos zugeschlagen. Anstatt sich mit einem Sieg gegen Darmstadt aller Sorgen zu entledigen, hat man es mal wieder vorgezogen, den großen arroganten HSV raushängen zu lassen. Man hat sich mal wieder darauf verlassen, dass die anderen schlechter sind. Darmstadt hat unseren Pfeifen gezeigt, wie eine Mannschaft im Abstiegskampf auftreten muss. Da wurde kein Ball aufgegeben, es wurde jeder Zweikampf gesucht und letztendlich verdient gewonnen. Bei uns? Pustekuchen! Langsam und behäbig wie eh und jeh, im Kopf und körperlich. Ich bin langsam echt soweit, dass ich dem HSV den Abstieg gönne. Ich kann dieses Amateurgebolze einfach nicht mehr sehen. Jedes WE ärgere ich mich über die Spielweise, das arrogante Auftreten und das blöde Gelaber nach dem Spiel. Ich habe fertig!

    • Holger 18. April 2016 um 09:26 Uhr

      „Egal“ ist schon das richtige Wort. Mir geht es zumindest so. Trotz Sky- Abo habe ich in den letzten Wochen vorgezogen Rad zu fahren, im Garten zu arbeiten, oder mit meinen Kindern zu spielen.

      Gestern zu Besuch bei Freunden. Die haben mir den „Gefallen“ getan und für mich extra Sky angeschaltet. Hab´ ´nen paar Minuten reingeguckt, Herrn Schipplock bei seiner Großchance gesehen, um dann lieber nach Draußen in die Sonne zu gehen …

      Für „Real- Wolfsburg“ bin ich extra aus dem Hotel in eine Kneipe gegangen. Das letzte mal, dass ich einen noch so kleinen Umstand auf mich genommen habe, um ein HSV- Spiel zu sehen, daran kann ich mich schon kaum noch erinnern, geschweige denn den Weg (300 km) ins Stadion auf mich zu nehmen.

      Es gab mal eine Zeit, da gab´s Ehekrach, weil ich Karten hatte oder unbedingt Sky gucken musste.

      Na ja, eines hat Diddi geschafft, der Familienfrieden ist durch Fußball nicht mehr in Gefahr! 😉

  6. Gravesen 18. April 2016 um 09:15 Uhr

    Ich zitiere an dieser Stelle einen Tweet von gestern

    Hamburger Jung 1887 :
    Vor zwei Jahren hätte ich geweint bei einem Abstieg des @HSV, letztes Jahr hätte es weh getan, dieses Jahr Schulterzucken. Wer so spielt….

    • Varistor 18. April 2016 um 12:10 Uhr

      ich zitiere auch noch:
      Das gute ist für mich mittlerweile, daß ein Abstiegsszenario überhaupt nicht mehr stört. Eigentlich fände ich es interessanter die Looser scheitern und das Konstrukt HSV endzeitmässig kollabieren zu sehen, als mir diese Art von „Weiterentwicklung“ weiterhin schönreden zu lassen.
      Erstligafussball ohne den HSV ist für mich sicherlich unterhaltsamer und für mein Umfeld nicht so stressig.
      Ich freue mich auf eine neue innere Freiheit, da die Dynamik der tabellarischen Entwicklung eindeutig ist.

  7. DonPommes 18. April 2016 um 09:28 Uhr

    Ist es eigentlich mittlerweile so, dass ein Abstieg das beste wäre, was passieren könnte? Ich tue mich da schwer, einen insolventen Club möchte ich nicht, obwohl man es ja faktisch schon fast ist.

    Grave, wie ist die Lösung? 😉

    • Gravesen 18. April 2016 um 09:52 Uhr

      Es stelle die Gegenfrage: Mal angenommen, der HSV hält in dieser Saison wieder mit Ach und Krach die Klasse. Hast du den Eindruck, dass es die gleichen Exzellenzen, die es schon in den letzten beiden Jahren nicht konnten, dann besser machen? Glaubst du, dass einer von den hochbezahlten Herren angesichts chronischer Erfolgslosigkeit freiwillig den Hut nimmt? Was schätzt du, wo landet der HSV in der nächsten Saison mit diesem Führungspersonal? Mit weniger Geld, aber mit noch mehr Schulden.

      • Arnold 18. April 2016 um 10:40 Uhr

        Der Abstieg wäre doch aber auch eine gute Möglichkeit für die Exzellenzen das ohnehin finanziell sinkende Schiff zu verlassen, oder…..

        • Varistor 18. April 2016 um 12:18 Uhr

          ….das die daran ersaufen geht ja kaum. Der Trick ist folgender: Wenn der Dampfer beim absaufen weit genug runter gegangen ist kann die Yacht seitwärts kommen und es geht ebenerdig auf goldener Planke auf das Luxusdeck. So ist keine Strickleiter notwendig. Das nennt sich in anderen Kreisen dann auch „goldener Handschlag“. Die meisten geschockten „Fans“ meinen dann allerdings es wäre nur ein Strick notwendig. Das gilt aber in anderen Kreisen als primitiv. Dann lieber doch ein Schmähgedicht…..

  8. abausb 18. April 2016 um 09:30 Uhr

    Moin,

    ich bin auch mit allem unzufrieden, was Beiersdorfer seit seinem Amtsantritt geleistet (oder nicht geleistet) hat, aber hat er Tuchel wirklich verhindert? Oder hat er es einfach nur nicht geschafft, ihn zum HSV zu holen, weil die Braut BVB einfach hübscher war?

    Ich kenne aber sicher auch zu wenig Details, bin dennoch etwas überrascht über diese Aussage.
    Gruß
    AB

    • Gravesen 18. April 2016 um 09:49 Uhr

      Ich antworte dir mal mit einer Aussage eines ehemals Verantwortlichen:

      „Wenn sie Tuchel hätten haben wollen, hätten sie ihn gekriegt. Sie hätten nur irgendwann mal einen Haken darunter machen und nicht immer weiter taktieren müssen“.

      Alles klar?

      • Goldfather 18. April 2016 um 16:27 Uhr

        So gern ich Tuchel beim HSV gesehen hätte, aber die These, dass Tuchel kurz vor der Unterschrift stand beim HSV, halte ich für äußerst steil. Klopp hätte man damals in der ersten Amtszeit Beiersdorfers sicherlich bekommen, aber Klopp war damals rein sportlich betrachtet nicht auf dem Niveau auf dem Tuchel vor seinem Wechsel zum BVB war.
        .
        Nimmt man den sportlichen Verlauf und die aktuelle wirtschaftliche Situation hat die Stabübergabe an den FC St.Pauli, als den führenden Proficlub in Hamburg, höchtswahrscheinlich in dieser Saison stattgefunden. Der Rest der jetzt noch folgt ist lediglich der Wurmfortsatz einer Entwicklung, die mit dem ersten Abgang Beiersdorfers ihren forcierten Lauf nahm, obwohl die Problematik bereits Jahrzehnte alt ist.
        .
        Scheitern tut die Fußballsparte des HSV nicht am mangelnden wirtschaftlichen Sachverstand nicht an der fehlenden Unterstützung der Fans oder der Politik, oder einer peinlichen Pressearbeit, scheitern tut der HSV an der kompletten Ahnungslosigkeit im Kerngeschäft FUSSBALL.
        .
        Tuchel wäre das Heilmittel gewesen, aber selbst mit Tuchel wäre es zunächst gegen den Abstieg gegangen. Dass die Entwicklungsmöglichkeiten mit Tuchel jedoch gänzlich anders ausgesehen hätten hat er gestern mit dem Einsatz zweier 17-Jähriger gezeigt, die dem ums Überleben kämpfenden HSV keine Chance ließen.
        .
        Tuchel zeigte mit dem Einsatz dieser beiden Spieler, dass es auch für den HSV Möglichkeiten gäbe, jenseits von wahnsinnigen Gehältern, einen erfolgreichen Bundesligafußball spielen zu lassen. Doch dafür müsste man über das notwendige Know-How zum Thema Jugendfußball, Trainingslehre, Taktik und Psychologie verfügen.
        .
        Der HSV scheitert, weil er den Fußball nie ernst genug genommen hat und es in den letzten Jahren nur noch um persönliche Anliegen irgendwelcher Leute, die gerne im AR oder Vorstand sitzen wollten, ging. Der hanseatische Jahrmarkt der Eitelkeiten dürfte seine Zelte demnächst am Millerntor aufschlagen und könnte dort ähnliches vollbringen wie im Volkspark, schließlich besitzt das Thema Fußball am Millerntor keinen wesentlich größeren Tiefgang als im Volkspark.
        .

        • Gravesen 18. April 2016 um 17:19 Uhr

          Nur, weil du etwas für „steil“ hälst, ist es nicht unwahr. Vielleicht solltest du mal von deinem hohen Ross runterkommen und mir glauben, dass ich bessere Informationen habe als du.

          • Goldfather 18. April 2016 um 18:07 Uhr

            Als kritischer Leser deines Blogs und vieler Presseerzeugnisse im Bereich Profifußball habe ich mir über die Jahrzehnte angewöhnt mir meine eigenen Gedanken zu Aussagen von Spielern, Funktionären und Journalisten zu machen.
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            Nur weil irgendein vermeintlicher HSV-Insider glaubt, dass Tuchel beim HSV unterschrieben hätte, wenn Didi das Zaudern eingestellt hätte, heißt das noch gar nichts. Gerade als HSVer sollte man wissen, dass Transfers erst nach der Unterschrift als solche gelten.
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            Der HSV transferiert in seinem Größenwahn gemeinsam mit BILD und Mopo seit Jahrzehnten Topspieler und Supertrainer am Anfang einer jeden Transferperiode, um dann letztendlich mit der viertbesten Lösung um die Ecke zu kommen.
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            Geschnackt wird im Volkspark seit jeher recht viel, allein die sportliche Richtung (abwärts), wird konsequent beibehalten.
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            Für ungemein schade halte ich es übrigens, dass man Bernhard Peters nicht vollkommen freie Hand lässt und ihn zum einzigen Sportdirektor macht. Julian Nagelsmann wäre somit vielleicht sogar nach Hamburg zu lotsen gewesen.
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            Weißt du eigentlich wer beim FC Barcelona für die konsequente Ausbildung der Barca-Talente für das sogenannte Tiki-Taka verantwortlich ist? Ein ehemaliger deutscher Hockeytrainer….
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            Die Mannschaft des HSV und somit der Rest des Clubs scheitert bereits am einfachen Doppelpass. Passsicherheit ist ein Fremdwort für den HSV und das bereits seit Jahrzehnten. Und solange das so bleibt ist es vollkommen unwichtig wer auf dem Vorstandssessel sitzt.
            .

  9. undulate 18. April 2016 um 09:54 Uhr

    Durch das lange Reflektieren dieses Blogs und die gezeigten Minusleistungen auf allen Ebenen beim HSV, habe ich in der Winterpause meine Mitgliedschaft gekündigt und für den HSV auf Abstieg gewettet. Genau richtig gelesen: GEWETTET und FÜR den HSV! Ich konnte dieses Missmanagement und Kungelei nicht mehr geldlich unterstützen, geschweige denn ertragen.

    Ich sah die einzige mögliche Rettung (leider) nur noch im Abstieg, um sich von diesem Wasserkopf und Rattenbefall endlich zu befreien. Auch wenn die Gefahr des kompletten Abstiegs des HSV besteht, so habe ich dennoch die Hoffnung in Liga 2 wieder Leidenschaft und Fußball beim HSV zu sehen.

    Ich habe sachlich und inhaltlich immer zu Graves Lagebild gestanden und dies unter meiner Freunden auch schlussendlich kundgetan. Kopfschütteln und Unverständnis waren mir meistens sicher, Europapokal war hier eher die Denke…

    Ich habe für mich entschieden, das ich das Management und große Teile der Mannschaft nicht mehr sehen möchte, der HSV als Verein ist mir dabei nicht egal. Ich habe die Hoffnung, dass die Marke doch überleben wird und jemand endlich mal anfängt wieder ehrliche Arbeit und ehrlichen Fußball in Hamburg zu leben.

    • Varistor 18. April 2016 um 13:01 Uhr

      Gratuliere zum guten Verlauf Deiner Wette! Ich hoffe der Einsatz war nicht unerheblich.
      Ich hatte mir letztes Jahr eins von den total beschissenen, 24h erhältlichen T-Shirts mit diesem verhunzten Aufdruck des Postillion-Tweets gekauft (irgendwas mit Relegationsmeister oder so) und das Ding mit 100% Gewinn sofort bei Ebay versteigert. Das war meine Beteiligung an der Idee aus diesem Verein noch was gutes zu machen. Zugegeben es war eher symbolisch, aber für die Seele war es fein.

  10. Kerberos 18. April 2016 um 10:00 Uhr

    .
    Als einer der „frühesten“ Mahner bin ich ehrlich gesagt eigentlich weniger stolz auf das Eintreffen selbst der schwärzesten Prognosen, als dass ich nach mehr als 50 Jahren als HSV-Fan doch sehr traurig über die derzeitige Situation bin.
    .
    Dennoch: ein sportlicher Abstieg bereits in dieser Saison wäre rational betrachtet eine befreiende Erlösung, denn dieser zwänge den HSV ohne Wenn und Aber bereits heute (und vielleicht doch noch rechtzeitig) zu einem Neustart nach Full-Reset, wie er offenkundig mit der Ausgliederung verpasst wurde. Es ist im Übrigen neben der Insolvenz auch die einzig existierende Möglichkeit, sich dieser ruhmreichen „Exzellenzen“ vorzeitig zu entledigen und würde eine Situation schaffen, in der dann wirklich ALLE (AG, Verein und auch K.-M. Kühne) Protagonisten konsequent Farbe bekennen müssten.
    .
    Würde der Abstieg diese Saison sportlich vermieden werden können, so wird sich vor dem Hintergrund des finanziellen Desasters das sportliche Grauen unverändert noch über Jahre bis zum 19.12.2019 hinziehen; dem Tag, an dem mit der Rückzahlung der Fan-Anleihe die Haftung des Vereins für die AG endgültig enden wird. Hierfür spricht, dass bereits HEUTE die erst in 3 Jahren fällige Rückzahlung der Fan-Anleihe durch Kreditaufnahme (Anleihe) unter der Voraussetzung einer zu bildenden Rücklage sicher gestellte werden soll. Bis zu diesem Tag würde also unzweifelhaft das Primat des finanziellen Handels zur Vermeidung einer Insolvenz – zumindest ohne nennenswerte zusätzliche Investitionen durch Dritte über die aktuellen Möglichkeiten hinaus – die Umsetzung sportlich sinnvoller Maßnahmen unmöglich machen.
    .

  11. DonPommes 18. April 2016 um 10:02 Uhr

    Um auf deine Gegenfrage zu antworten: wenn dieses Jahr nicht der Abstieg erfolgt, dann geht die Abwärtsspirale weiter. Irgendwann sind wir unter dem Kommando der Exzellenzen sportlich fällig oder finanziell. Eines von beiden wird sicher eintreten.

  12. abausb 18. April 2016 um 10:05 Uhr

    danke, das habe ich wie gesagt nicht gewusst.

    wenn es stimmt (und ich habe keinen Grund, Dir nicht zu glauben, zumal es in mein Bild von DB passt) ist das ein weiterer Grund, ihn und mit ihm die ganzen anderen Nichtskönner sofort zu entlassen. Wird aber nicht passieren, es sei denn, sie steigen ab (und selbst dann bin ich nicht sicher)

  13. higokaltz 18. April 2016 um 10:49 Uhr

    Selbst wenn Sie 10x Klopp und 10x Tuchel verpflichtet hätten, könnten diese Trainer mit dem derzeit vorhandenen Spielermaterial nichts anfangen. Oder glaubt jemand ernsthaft das Kloppo oder Tuchel z.B. Herrn Oster-Zollek auf Nationalspieler-Niveau bekommen hätten ????

    • undulate 18. April 2016 um 10:58 Uhr

      Natürlich darf man Teile der Mannschaft bzw. schlechtes „Spielermaterial“ nicht völlig außer acht lassen, dennoch ist das Zusammenspiel Trainer und Mannschaft, viel entscheidender, als das eigentliche Material. Siehe nur aktuell Hannover und Hoffenheim! Ein guter Trainer der Zugang zur Mannschaft kriegt, Schwächen umgeht, Stärken raus arbeitet und die richtige Taktik wählt, schafft aus Scheiße evtl. nicht Gold, aber zu mindestens Kupfer…

      …und für 60 Millionen sind bestimmt nicht nur „Scheiße“ gekauft worden! Konzeptlosigkeit hin oder her.

    • Varistor 18. April 2016 um 13:33 Uhr

      „Spielermaterial“.
      Guter Mann, das ist doch kein beklopptes Spiel für eine Playstation oder so. Das hier ist das richtige Leben als Teil des „Fan-materials“.

      Spieler die in der Bundesliga ankommen haben eine Ausbildung hinter sich, die kaum härter sein kann und das meist schon seit der frühen U8. Sie haben etliche Auswahlmannschaften, Trainer, Vereine und Verletzungen hinter sich. Mit der Chance 1:1000 (ab der Jugend) setzen sie sich in einer Bundesligamannschaft durch. Dazu gab es vor einiger Zeit eine sehr gute Themenreihe in der FAZ (Fußball-Talentreport / Spekulationsgeschäft mit Jugendlichen / war Teil 1 von 6). Ließ in die 6 Folgen mal rein, wenn es Dich interessiert.

      Deine Kritik ist „gefühlt“ richtig, trifft aber meines Erachtens die falschen. Es wäre die erste, wichtigste und mit Abstand bedeutendste Aufgabe des unfähigen präsidialen Wasserkopfes des HSV, für ein Umfeld zu sorgen, in dem die Spieler abgeholt, unterwiesen und verbessert werden. Das geht im ersten Schritt wohl nur individuell, aber selbst das zu entscheiden ist Aufgabe eines guten und fähigen Trainerteams. Die Ansprache, das eigene Standing der Trainer, sowie die aufgezeigten Perspektiven in
      a) taktisch-technischer,
      b) konditioneller und
      c) charakterlicher (mentaler) Ebene
      bilden den heiligen Gral einer funktionierenden Mannschaft.
      Ich bin mir sehr sicher, das mit dem „Spielermaterial“ des HSV einiges mehr möglich wäre, wenn nicht so viel Eitelkeiten, Geldgier, Selbstüberschätzung, Süffisanz und Unfähigkeit bei den handelnden Personen an der Tagesordnung wäre und es ein Team hätte, die einen klaren zeitgemässen Plan haben. Das dies geht machen etliche Mannschaften der ersten und zweiten Bundesliga vor, deren Etat noch nicht ein mal die Gehälter der Direktoreninflation der HSV-Geschäftsstelle decken würde.

  14. Thomas Vernunft 18. April 2016 um 10:53 Uhr

    Aufgrund des derzeit amtierenden, jedoch versagenden Vorstandes, des völlig gescheiterten Trainerteams und der unfähigen, überforderten Mannschaft werde ich als HSV-Fan und Mitglied bis auf weiteres meinen Support und die Besuche der Ligaspiele (Heim wie Auswärts) aussetzen.

  15. Flons 18. April 2016 um 11:07 Uhr

    Wie ich bereits gestern schrieb, wäre nach meiner bescheidenen Meinung die einzige Lösung:
    a) Herrn Laberdiva SOFORT entlassen
    b) ALLES daran setzen, Favre als Trainer zu engagieren
    c) ENDLICH das Leistungsprinzip beim HSV einsetzen, was bedeuten würde

    Oster-Zollek macht beim HSV KEIN Spiel mehr, Ilicevic wird die nächsten Spiele nicht mal im Innenraum verfolgen, Rudnevs sofort in die Startelf, Hunt (sofern er überhaupt „fit“ wäre) ebenso aus dem Kader lassen.
    Zum Saisonende ist mMn Knäbel-Pete freizustellen und endlich ein Manager/Sport-Direktor zu verpflichten, der diesen Namen auch verdient! Dann Rücktritt des gesamten Vorstandes und Aufsichtsrates.
    Der Vorstand hat bewiesen, daß er es definitiv nicht kann. Der AR hat bewiesen, daß er nicht gewillt ist, seinen Aufgaben nach zu kommen (sonst hätte er längst interveniert!!).

    • hamuburgmini 18. April 2016 um 21:01 Uhr

      Es ist egal wer als Trainer kommt, oder auch beibt.. Solange die Führung kein sportliches Konzept erarbeitet (unter der Fragestellung:“ Wie will ich als HSV spielen“) und danach den Trainer, bzw die Spieler mittel-und langfristig verpflichtet und sich ausrichtet, wird sie scheitern. Das von Grave ausführlich dargelegte Missverhältnis zwischen den einzelnen Positionen, die mangelnde Flexibilität untereinander macht in der Konsequenz jeden Matchplan für den Gegner durchschaubar. Erschwerend sind keine Spieler im Kader, die einen Unterschied ausmachen.. Selbst wenn sich der HSV diesjährig noch retten sollte, so ist kein zukünftiger perspektivischer Kaderplan erkennbar, geschweige vom nicht vorhandenen Geld, und der Abstieg auch im nächsten Jahr wieder präsent ist. Es nutzt kein Favre, kein Tuchel, kein Klopp oder Nagelsmann, wenn nicht eine offen nach Außen gelebte und von allen Beteiligten vertretende Linie verfolgt wird. Die Führung ist kein Team. Labaddia wird viel zu häufig alleine gelassen…

  16. SvenB. 18. April 2016 um 11:36 Uhr

    Favre? Bloß nicht, der ist in meinen Augen zu launisch, sensibel und kauzig für den HSV.

    Vorstand gehört definitiv abgelöst, bei der „Leistung“ stellt sich die Frage nach adäquatem Ersatz auch nicht wirklich. Da könntest Du einen sitzengebliebenen Baumschüler hinsetzen, der würde es nicht viel schlechter machen, dafür nur einen Bruchteil kosten.

    Was mich von Woche zu Woche entsetzt, wie schon so oft von Grave auf den Punkt gebracht: Die Presse.
    Es mag ja langsam los gehen, dass nicht alles rosarot berichtet wird, aber vor ein paar Jahren hätte hier noch der „mediale“ Baum gebrannt, hätte Hackmann, Hoffmann oder wer auch immer so eine Schxxe fabriziert.

  17. Lonewolf72 18. April 2016 um 12:20 Uhr

    Moin, Moin zusammen,
    meine letzte Hoffnung ist nur noch, dass KMK mit seinem Adlatus Gernandt einen speziellen Masterplan verfolgt. Den jetzigen Vorstand die AG maximal gegen die Wand fahren lassen, damit einen Fanaufstand provozieren und den AR damit zum Handeln zwingen, insbesondere Jens Meier als maßgebliche Stimme dort. Dann kann sich KMK als weißer Ritter präsentieren und den HSV retten. Dafür wird er dann zwar das sagen (inoffiziell) haben, aber eine eine andere Chance sehe ich nicht mehr. Zudem kann ich mir nicht vorstellen, dass KMK soviel Kohle ohne einen vernünftigen Plan einsetzt. Selbst Gernandt kann eigentlich nicht so dilettantisch beim HSV arbeiten und gleichzeitig erfolgreich ein Weltunternehmen wie K&N führen ohne das da ein Plan dahinter steckt. Jens Meier als Hafenchef weiß ja auch, wie man ein großes Unternehmen führt. Diese Leute müssten doch auch in der Lage sein einen kompetente Vorstand nach ihren Vorstellungen zusammenzustellen. Wie gesagt das ist meine letzte Hoffnung, ansonsten geht es innerhalb der nächsten 3 Jahre in die Insolvenz.

    Gruß aus dem verregneten München
    Marco

    • Sven 18. April 2016 um 17:56 Uhr

      „…meine letzte Hoffnung ist nur noch, dass KMK mit seinem Adlatus Gernandt einen speziellen Masterplan verfolgt.“ – Was soll das sein? Insolvenz, Volksparkstadion abreißen und Bürohochhaus dorthin?^^ Weil: Aufsichtsrat und Vorstand wippen konnte und kann er jederzeit. Sei es durch Einstellung aller Zahlungen oder Kompromatschlamm hochblubbern lassen. Das kann es also nicht sein.