Ein Akt der Verzweiflung

01.10.2014 – 09.05.2016

Etwas mehr als 19 Monate hielt dann am Ende also das, was auf Dauer halten sollte. Das, was den Hamburger Sportverein wieder ans Licht führen sollte. Das Dream-Team, bestehend aus Karl Gernandt (AR), Dietmar Beiersdorfer (Vorsitz), Bernhard Peters (Strategie) und Peter Knäbel (Profifußball) ist nach nicht einmal zwei Jahren gesprengt, nein, es ist krachend gescheitert. Was vor knapp zwei Jahren aussehen sollte wie der Aufbruch in bessere, alte Zeiten, ist heute nichts mehr als ein abgewrackter Trümmerhaufen, der den Teilnehmern den Lebenssaft aus den Adern saugt und sie in Rekordgeschwindigkeit altern lässt.

Und egal, was die Herren dort gestern, heute und in den nächsten Tagen erklären werden, im Grunde weiß es jeder: Peter Knäbel ist das Bauernopfer, von dem hier in der HSV-Arena bereits mehrfach geschrieben wurde. Er, das vermeintlich schwächste Glied, wurde nun gestern in einer Nacht- und Nebelaktion gefeuert und man wird unmittelbar an die Situation am 15.09.2014 (also knapp 2 Wochen vor Knäbels Amtsantritt) erinnert, als Rettungs-Didi die Herren aus der U23 via SMS in sein Büro zitierte und den überraschten Nachwuchs-Coaches eröffnete („Du bist jetzt Chef-Trainer, du bist jetzt Co-Trainer…“), dass sie in die Bundesliga befördert werden würden.

Wie gesagt, dass war niemand anderes als Dietmar Beiersdorfer, Peter Knäbel saß zu diesem Zeitpunkt noch in der Schweiz. Und ebenso planlos, wie die damalige Demission von Mirko Slomka und die Ernennung von Manic-Joe Zinnbauer über die Bühne ging, kommt einem heute die gestrige Panik-Aktion vor. Man ist erneut und wieder einmal vollkommen unvorbereitet und macht irgendwas, weil man der Meinung ist, man müsste irgendwas machen. Strategie? Planung? Am Arsch.

Für Peter Knäbel wirkt die Entlassung hingegen wie eine Befreiung, denn so ausgebrannt, ergraut und mutlos, wie man ihn und Trainer Labbadia in den letzten Wochen erleben musste, kann das alles keinen Spaß mehr machen. Knäbel wusste, was auf ihn zukommen würde, denn er kennt das Geschäft und ebenso weiß Bruno Labbadia, was auf ihn zukommt, sollte die neue Saison beginnen wie die alte geendet hat. Die Perspektivlosigkeit laugt aus und der Umstand, dass Labbadia von sich aus mit einem vorzeitigen Abgang liebäugelt, ist ein offenes Geheimnis.

Dietmar Beiersdorfer: Wir hatten unterschiedliche Auffassungen von der zukünftigen Ausrichtung des sportlichen Bereichs, dabei ging es vor allem um unsere sportlichen Kernthemen Kader- und Personalplanung, Scouting und Teammanagement. Dabei sind wir zum Entschluss gekommen, dass für beide Seiten eine Trennung das Beste ist.

Nimmt man diese erschütternde Aussage des Vorstandsvorsitzenden, die er gestern via HSV.de verkünden ließ, so nimmt man zur Kenntnis, dass Peter Knäbel mitnichten (nur) wegen verfehlter Transfers gehen musste. Nein, man wirft ihm fehlendes Konzept und mangelhafte Führung vor und man erkennt nach 19 Monaten, dass man sich über die zukünftige sportliche Ausrichtung nicht einig war. Wie genau kann das eigentlich sein? Beiersdorfer selbst hat den Mann doch schließlich eingestellt und bevor man einen hochdotierten Vertrag unterzeichnet, sollte man sich doch wohl darüber unterhalten haben, wohin die Reise gehen soll, oder? Jetzt plötzlich merkt man, dass man unterschiedliche Ziele hatte? Wer soll das denn bitte glauben?

Und: Wer gibt denn eigentlich die Ziele vor? Wer soll eigentlich „führen“? Beiersdorfer wirft Knäbel Untätigkeit vor, dabei ist er derjenige, der jeden Furz aussitzt, bis die Chance vertan ist.

„Die Pfiffe im Volkspark haben uns gezeigt, dass da etwas nicht stimmt, dass wir handeln müssen“ (Karl Gernandt)

Ach so, die Pfiffe waren es also? Hat denn der blonde Vorsitzende auch herausgehört, wem diese Pfiffe galten? Ich jedenfalls habe keine „Knäbel raus“ Sprechchöre vernehmen können, das Publikum pfiff nämlich nicht nur die Mannschaft, sondern die gesamte Führung (und eben nicht nur Peter Knäbel) aus, aber warum? Ganz einfach, weil die Leute die Schnauze voll haben von den Sprüchen und der Selbstgefälligkeit der Exzellenzen. Keine Entwicklung, sportlicher Stillstand, Neuverschuldung, aber große Sprüche. Die Zeit ist abgelaufen und daran ändert auch das Opfer Knäbel nichts mehr. Der Verein bricht auseinander bzw. die Riege der Exzellenzen bricht auseinander und es ist nur eine Frage der Zeit, wann es den Nächsten erwischt. Wann kommt man auf den Gedanken, dass das Konzept mit Hockeytrainer Bernhard Peters, der sich in der Szene benimmt, wie eine offene Hose, gescheitert ist? Noch vor oder erst nach der Entlassung des Cheftrainers?

Von der künstlichen Einigkeit ist nichts mehr geblieben, es regieren die Grabenkämpfe und jeder versucht, so gut es geht die eigene Haut zu retten. Für ein Konstrukt wie den fragilen HSV ist das fatal und kann unmittelbar in den Abgrund führen, denn es kommt schon lange nicht mehr drauf an, wer was kann, sondern wer mit wem kann.

Vor Kurzem hieß es noch aus dem unmittelbaren Umfeld des HSV, die Zeiten der vorzeitigen Vertragsauflösungen seien vorbei. Zwei Tage später musste Knäbel nun gehen. Fakt ist: Vorstand und Aufsichtsrat sind komplett unglaubwürdig geworden, denn – welche Heldentaten müsste Beiersdorfer in Personalunion als Vorstandsvorsitzender und Sportchef vollbringen, um verlorene Glaubwürdigkeit zurück zu erobern? Dieses Szenario existiert nicht, weil es nicht existieren kann.

Gernandt beim NDR: „Ich bin froh, dass wir das letzte Spiel in Augsburg gelassen hinnehmen können. Aber es gibt hier ja auch einen guten Spruch: Man springt immer nur gerade so hoch, dass man übers Hindernis kommt, alles andere ist vergossene Kraft..“

Allein für diese Aussage, die für zahlenden und leidende Zuschauer ein Faustschlag ins Gesicht bedeutet, gehört dieser Mann auf der Stelle abgelöst und aus der Stadt gejagt. Das muss man sich mal vorstellen: Der Mann ist seit 2 Jahren Aufsichtsratsvorsitzender, in den zwei Jahren steht eine Relegation und ein Abstiegskampf in den Büchern. Und unmittelbar nach diesen zwei Jahren erklärt der oberste Kontrolleur, dass er es völlig okay findet, wenn man immer nur soviel tun muss, dass es so gerade eben reicht? Was für ein Wahnsinn und nach dem „durchdeklinierten Tuchel“ die zweite (und hoffentlich letzte) Ausfallerscheinung von 120%-Kuddel.

Fazit: Knäbel ist gefeuert, aber das „Projekt Exzellenzen“ ist gescheitert. Die einzigen Fragen sind:

Wer geht als nächstes bzw. muss als nächstes gehen?

Wie lange gucken sich Herr Kühne und die Mitglieder diese Katastrophe noch an, bevor er/sie handeln?

Wer wäre bereit, den von Beiersdorfer und Gernandt errichteten Trümmerhaufen wieder aufzubauen?

Nur mal so zur Einschätzung, wie dort im exzellenten Bereich miteinander umgegangen wird:

Der HSV spricht in seiner Stellungnahme von einer einvernehmlichen Trennung. Doch davon kann keine Rede sein. Knäbel trifft das Aus mit voller Wucht. Nachdem das Abendblatt bereits vor zwei Wochen berichtete, dass der Sportchef beim HSV auf dem Prüfstand steht, suchte Knäbel in der vergangenen Woche den direkten Weg zum Vorstand und fragte nach seiner Zukunft. Die Antwort: Er stehe nicht zur Diskussion.

Bis zum Freitag vor dem Spiel gegen Wolfsburg hatte noch kein Vereinsverantwortlicher mit Knäbel über dessen Zukunft gesprochen. Dabei hatte sich der Vorstand zu diesem Zeitpunkt nach Abendblatt-Informationen schon längst mit einem möglichen Nachfolger und dem Namen Horst Heldt beschäftigt.

(Quelle: Abendblatt.de)

 

Von | 2016-05-10T08:17:22+02:00 10. Mai 2016|Allgemein|23 Kommentare

23 Comments

  1. Saschas Alte Liebe 10. Mai 2016 um 09:04 Uhr

    Moin, wen wundert da noch etwas ? So wie diese Herren miteinander umgehen, tun sie‘ auch mit den Spielern, den Trainern und – richtig, den Fans, also uns. Aber die sind ja treu und nehmen alles hin, Jahr um Jahr, von einer „Führung“ zur nächsten.
    Oder etwa nicht ? Oder nur hier nicht ?
    Warum gab und gibt es keinen Aufstand ?
    Warum schallt immer wieder nur der Ruf nach einem neuen Retter von den zigtausenden Fans ?
    Wer ist denn hier die einzige Konstante ? Der einzige Faktor mit Qualität ?
    Warum tun wir uns das an ?
    Jagen wir doch diese selbstgerecht selbsternannten Exzellenzen mit Karnickelzüchter-Format vom Hof !

    • Sven 10. Mai 2016 um 13:45 Uhr

      Super Artikel. Geh ich alles mit. Nur Labbadia gibt mir Rätsel auf: „Ist der Trainer nicht in der Lage, in der täglichen Arbeit die Basis für eine Weiterentwicklung zu legen? Oder hat die sportliche Leitung eine charakterlose Truppe zusammengestellt, die sich in Hamburg ein schönes Leben macht und nur dann liefert, wenn sie liefern muss?“ – Das man als langjähriger Profi und auch BL-Triner so gar keinen Plan hat, ist schwer zu glauben. Die A-Lizenz gibt’s schließlich nicht per Losentscheid. Charakterloses Team glaube ich auch nicht, da die ja woanders perform(t)en. Zumal das ja genuine Aufgabe der sportlichen Leitung wäre, daran was zu drehen. Ich tippe mal eher auf charkaterlose sportliche Leitung. Also ich kenne Labbadia nicht persönlicn und beurteile das nur aus der Ferne, aber der scheint mir nicht innerlich unbeteiligt am Spielfeldrand zu stehen und mit dem Gegurke glücklich zu sein.

  2. Oberberger 10. Mai 2016 um 09:17 Uhr

    Was für ein beschämendes Theater. Schalke war / ist ja auch immer für reichlich Chaos bekannt. Aber die Exzellenzen stellen wirklich alles in den Schatten.
    Ich freue mich schon auf Didi´s LastMinute Transfers inkl. der obligatorischen Ausreden. Aus den folgenden Satzbausteinen kann sich der geneigte HSV Fan schon mal einen Artikel für Ende September 2016 zusammenbauen 🙂
    „konnte die Vorbereitung nicht absolvieren“
    “ Unter´m Strich sind wir über´m Strich“
    „Trainer erreicht die Mannschaft nicht mehr“
    „Unterschiedliche Auffassungen“
    „Danken ihm für die geleistete Arbeit“
    „Trainingsrückstand“
    „Raute im Herzen“
    „stellvertretender Schnittstellen-Koordinator Betreuer“
    „Negativ-Ertrag“
    „fordern Geduld ein“

  3. Patrick 10. Mai 2016 um 10:21 Uhr

    Nach zehn Jahren DK gekündigt. Es reicht.

  4. Dipi 10. Mai 2016 um 12:25 Uhr

    Für mich die beste Nachricht seit Monaten vom HSV.
    Der liebe DüDü setzt sich mit dieser Aktion nun komplett ins Rampenlicht. Und da der mediale Wind ENDLICH etwas dreht, muss der verehrte DB liefern oder wird weggeweht …….
    Mag diesen Schritt aus Sicht des ewigen Zauderers und Absicherers verstehen wer will. Es beschleunigt das Notwendige!

    Vielleicht ist dann die Zeit für das wahre HSV—Power-Trio Triple H (Hoffmann, Hrubesch als Nachwuchskoordinator und den in Gelsenkirchen gescheiterten Heidel) gekommen …… 😉
    Ist natürlich nur meine kleine Utopie. In der Realität werden sich die nächsten Low-Performer schon gemütlich beim HSV für 2,3 Jahre einrichten ….. Leider!

    • UngebetenerGast 10. Mai 2016 um 16:39 Uhr

      Nur wenn er es verkackt und weggeweht wird (wovon ich ausgehe) dann ist der HSV richtig am *****, denn dann ist die Situation die, dass der HSV noch mehr Schulden hat und vermutlich abgestiegen sein wird bzw. kurz davor steht.

      Wenn man aufräumt sollte man es richtig machen und DB gleich mit entsorgen und ihn nicht mit noch mehr Macht ausstatten.

  5. Weltmeister 10. Mai 2016 um 13:24 Uhr

    Nur soviel: Die Ablösung von Knäbel halte ich trotz allem für richtig und wichtig. Beiersdorfer muss nun endlich liefern, ansonsten ist er (nach dem Rauswurf von Labbadia) der nächste.

  6. Flons 10. Mai 2016 um 13:44 Uhr

    Drobny erhält keinen neuen Vertrag und wird den HSV verlassen.
    „Dietmar Beiersdorfer, Vorstandschef und künftig nach der Demission Peter Knäbels zudem Sportdirekter, sagte zu der Personalie: „Davon weiß ich bisher nichts. Der Trainer wollte darüber mit Drobny sprechen. Fakt ist: Jaro ist ein herausragender Mann, der uns in vielen wichtigen Phasen geholfen hat“
    Quelle:http://www.transfermarkt.de/keeper-drobny-bestatigt-abschied-bdquo-ich-habe-fertig-beim-hsv-ldquo-/view/news/234745

    DB weiß davon nichts?? Gehts noch dämlicher?? Der Trainer entscheidet und der VV und SpoDi weiß nichts davon?? Ja, nee, is‘ klar..

  7. Goldfather 10. Mai 2016 um 14:12 Uhr

    Nun denn Dietmar, jetzt oder nie…
    .
    Im Kern des Manövers dürfte der aktuelle Gesprächsstand zwischen Klaus-Michael und Dietmar bzw. Karl Gernandt stehen. Sowohl Gernadt als auch Klaus-Michael haben nicht den geringsten Schimmer von Fußball. Die zwei von der Spedition wissen maximal dass das Runde ins Eckige gehört und das ein zweistelliger Tabellenplatz am Ende der Saison suboptimal ist.
    .
    Klaus-Michael dürfte seinem Stellvertreter Karl Gernandt irgendwann in den letzten Wochen relativ kurz nach einem kleinen Frühsück mit sehr wenig Konfitüre und Schonkaffee im Wintergarten zu Schindeleggi telefonisch mitgeteilt haben, dass ein neuer Manager im Vorstand des HSV für Performance zu sorgen hat. Gesprächsende.
    .
    Gernandt dürfte daraufhin Dietmar informiert haben, dass er grünes Licht für eine Komplettsanierung hat und er es mit ihm, Dukaten-Didi, noch einmal versuchen möchte, so dass zwangsläufig der schwächste Rucksack ins Fadenkreuz kam.
    .
    Während Knäbel direkt versenkt worden ist wurde Dietmar ca. bis sechs (6) angezählt, so dass er sich davor hüten wird sein HSV-Schicksal in die Hände eines neu eingestellten Direktor Sport zu legen.
    .
    Liefert Beiersdorfer in der kommenden Saison keinen einstelligen Tabellenplatz, dürfte er HSV-Geschichte sein. Selbstverständlich wird Klaus-Michael über irgendeine Konstruktion noch einmal Geld in die Raute pumpen, so dass Dietmar einen Transferjob machen kann wie er ihn gewohnt ist.
    .
    Sollte Klaus-Michael sich jedoch wider erwartend finanziell zugeknöpft zeigen, wird es verdammt eng für Dietmar, zumal mit Freiburg und RB Leipzig zwei hoch attraktive Mannschaften aufsteigen, die dem HSV bereits jetzt schon spielerisch überlegen sind.
    .
    Klaus-Michael und Karl Gernandt mögen keine Ahnung von Fußball haben, aber eine Tabelle lesen können die zwei durchaus und das bedeutet für jeden Underperformer im Führungsstab des HSV die akute Gefährdung seines Beschäftigungsverhältnisses im Bereich Profifußball und darüber hinaus in nicht unerheblichen Bereichen des freien Unternehmertums, da Klaus-Michaels Einfluß sich selbstverständlich nicht auf den Fußball oder das Speditionsgeschäft beschränkt.
    .
    Wer beim HSV in führender Position arbeitet und nicht liefert, sollte seine Schäfchen im trockenen haben.
    .
    Für die Kühne Holding AG ergibt sich eine klassische Win-Win Situation:
    .
    1. Beiersdorfer liefert und der HSV performt, so dass die Beteiligungen am HSV im Wert steigen.
    .
    2. Die Raute bleibt auf Kurs und scheckt in die zweite Liga ein. Daraus folgt wirtschaftlicher Kollaps, Weigerung der Kühne Holding AG die Verbindlichkeiten der HSV AG zu übernehmen bzw. umzulasten. Insolvenz der HSV AG. Die Kühne Holding erklärt sich bereit dem HSV e.V. wirtschaftlich zur Seite zu stehen und übernimmt mit einer eigenen Profifußball Hamburg AG das Stadion sowie das Rautenlogo für den Profifußball. Der neugegründetet Club besteht aus 9 (neun) Leuten, die allesamt für die Kühne Holding AG arbeiten. Vorbild ist RB Leipzig, so dass mit einem Aufstieg in die 1.Bundesliga in wenigen Jahren gerechnet werden kann.
    .
    So oder so wird der Profifußball in Hamburg performen. Ob Dietmar Beiersdorfer dabei eine Rolle spielen wird entscheidet er selbst innerhalb der nächsten Monate mit der Qualität seiner Arbeit.

  8. Skeptiker 10. Mai 2016 um 14:26 Uhr

    Meine Fresse, seht euch bitte mal diese heutige Pressekonferenz an, auch wenn es schwerfällt. Dieser VV ist dermaßen am Ende, und der HSV leider auch. Erbärmlich!

  9. Saschas Alte Liebe 10. Mai 2016 um 14:54 Uhr

    So ganz futuristisch klingt das nicht…

  10. Gravesen 10. Mai 2016 um 16:25 Uhr

    Hahahahahahahahahahahahahaha 😀

    […]Er umgeht es geschickt. Er hat eine Pressekonferenz hingelegt, die wirklich, wo man sagen muss, hat er sich sehr sehr gut verkauft. Er hat den HSV so dargestellt wie er ist im Moment. Nämlich in Schwierigkeiten und trotzdem hat er versucht einen gewissen Optimismus zu verbreiten.

    https://www.youtube.com/watch?v=CL7A4NO0aB0
    Selbst zu feige, eine einzige (kritische) Frage zu stellen. Was ist dieser Vogel bloß für ein unaussprechlicher Pfosten.

    • Skeptiker 10. Mai 2016 um 16:43 Uhr

      Keine Ahnung, welcher Pressekonferenz dieser „Journalist“ beigewohnt hat, bei der heutigen mit Düdü kann er nicht gewesen sein.

      • Gravesen 10. Mai 2016 um 16:45 Uhr

        Als freier Jorunalist lässt man sich gern noch ein Hintertürchen offen, schließlich arbeiten mittlerweile reichlich ehemalige Abendblatt-Pfeifen beim HSV (Pletz, Matz, Wolf)

  11. Skeptiker 10. Mai 2016 um 17:24 Uhr

    Dieser Herr Wolf ist auch so ein Ärgernis. Wie kann man es als Bundesligaverein zulassen, dass ein derart muffeliger, nuschelnder Typ am Mikrofon die Pressekonferenzen leitet? Jeder drittklassige Kaninchenzuchtverein auf dem platten Land hat eine bessere Außendarstellung als der HSV.

  12. früherwaralles... 10. Mai 2016 um 18:33 Uhr

    „Ich habe Dinge mehrfach moniert. Die Situation hatte sich nicht verbessert und ich hatte auch nicht das Gefühl, dass es sich in Zukunft bessert.“ (http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/651542/artikel_beiersdorfer—big-boss-als-dauerloesung.html)

    …das dürfte ihm doch noch aus dem Jahr 2009 bekannt sein, das mit dem Monieren und ausbleibender Reaktion darauf.

  13. Saschas Alte Liebe 10. Mai 2016 um 20:10 Uhr

    So schnell kann’s gehen. Gestern noch schallte es „DB RAUS!“ und nachdem der schwarze Peter verteilt ist, wird jener DB zum Lieben Didi aus der Mitte, der alles wieder gut macht.
    Es wird ziemlich saftkitschig gelobhudelt nebenan.

  14. Skeptiker 10. Mai 2016 um 20:54 Uhr

    Wie soll das denn bitteschön funktionieren? Ein neuer Sportdirektor in Personalunion mit dem VV, der gerade in einer desaströsen Pressekonferenz der gesamten Öffentlichkeit gezeigt hat, wie angezählt er ist: Wie soll der denn die Transferverhamdlungen führen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass der HSV wegen des finanziellen Desasters eisenhart um jeden Cent feilschen muss. Der wird doch von den Spielerberatern gar nicht mehr ernst genommen.

  15. hamuburgmini 10. Mai 2016 um 21:31 Uhr

    Moin!

    Herr Beiersdorfer hat scheinbar einen Rhetorik-Kurs besucht. Nichtsdestotrotz hat er ein schwaches Bild abgegeben.
    Ich habe mir mal die Mühe gemacht ein paar Kernsätze des Interviews zu notieren.
    – Wir haben zusammen einiges entwickelt
    – Die Entscheidung kommt nicht von heute auf morgen, sie ist aus den Erfahrungen der letzten Monate gereift.
    – Die Situation hat sich nicht verbessert und ich hatte auch nicht das Gefühl gehabt, daß sich was verbessert
    – Wir haben vertrauensvoll zusammengearbeitet
    – Wir wußten, daß das nicht in zwei Jahren machbar ist
    – Wir haben die ganze Zeit gesprochen (über Knäbel)
    – Ich habe die letzten Tage nicht mit Herrn Kühne gesprochen
    – Ich habe im ganzen Prozess nicht mit Horst Heldt gesprochen
    – Man bespricht immer alles (zum Direktorenteam)
    – Wir haben eine gute Vorrunde gespielt und sind dann hinter den Erwartungen zurückgeblieben

    ———————————————————————————————————————————–
    Meine „Ableitung“- oder auch Fragen, die sich ergeben.
    Da Herr Beiersdorf eben nicht lügt, kann man auch annehmen, daß die Arbeit mit Knäbel intern auch funktionierte- so oft sprach er von vertrauensvoller Zusammenarbeit heute.

    Als „Studierter“ spricht er von Prozessen- also einem KVP (kontinuierlicher Verbesserungsprozess), der einen ständigen Austausch miteinander einfordert. Dieses hat stattgefunden und wird konsequent auch in seinen Aussagen bestätigt.
    D.h. Herr Beiersdorfer hat ALLES mit dem Direktorenteam besprochen, d.h. auch jedweden Transfer im einzelnen „durchdekliniert“. Als Fußballer wird sich Herr Beiersdorfer ebenso Spieler mit angeschaut und entschieden haben, was man von ihm auch als „Gesamtverantwortlicher“ mit Fußballhintergrund ebenfalls einfordern muss.

    Als Vorstandsvorsitzender in diesem „KVP“, ist er es, der bei Abweichungen die Entscheidungen zum Gegensteuern treffen muss. Die negativen Entwicklungen nehmen ihn also gleichermaßen in die Verantwortung und bestätigen zugleich Knäbel als Bauernopfer der Situation.

    Herr Beiersdorfer hat vor Tagen (nach eigenen Aussagen) zuletzt mit Herrn Kühne gesprochen. Neulich war zudem eine AR- Sitzung mit dem Vorstand wodurch Herr Beiersdorfer zu spät zu einer Folgeveranstaltung erschienen ist.
    Des Weiteren macht Herr Gernandt in dem Kurzinterview des NDR einen äußerst entspannten Eindruck, wohlwissende um die „brodelnde“ Situation beim HSV nach der Niederlage….

    In der Gesamtbetrachtung hat es den Eindruck eines Ultimatums seitens Herrn Kühne und des AR’S (Herrn Gernandt), welches aufgrund der sportlichen Entwicklung der letzten Monate bereits vor Wochen / Monaten ausgesprochen sein könnte mit der Direktive, bei Feststellung des Klassenerhalts zu handeln.
    Zugleich ist Herr Beiersdorfer „gezwungen“ die Rolle des Sportdirektors in Personalunion zu führen, da zugleich die, selbst versursachte, finanzielle Situation bei einhergehendem Veto des Finanzchefs und des AR’s die Neubesetzung eines Sportchefs nicht zulässt.

    Mit der Freisetzung von Knäbel, kommt er dem Handeln des AR’s zuvor und nimmt sich damit -vorerst – aus der Schusslinie, wohlwissend, daß der nächste Schuss sitzen muss…

    Herr Kühne als Minderheitsaktionär übt indirekt mehr und mehr Druck aus und lenkt mittelfristig die Planungen in „seine Bahnen“. Bis Oktober ist Ruhe, die sportliche Entwicklung wird ausschlaggebend für Herrn Beiersdorfer himself, mittlerweile geht es um seinen Ruf…

    • Gravesen 10. Mai 2016 um 21:58 Uhr

      😉

      • hamuburgmini 10. Mai 2016 um 22:20 Uhr

        Könnte ich in meiner Annahme etwas richtig liegen? 🙂

  16. Weltmeister 11. Mai 2016 um 14:03 Uhr

    … ist wohl so.
    Ergänzung: vermutlich würde dann noch im Herbst/Winter/Frühjahr der Trainer gefeuert werden, um den eigenen Hals erneut aus der Schlinge zu ziehen.

Die Kommentarfunktion wurde geschlossen.

Unser Archiv