Absturz ins Bodenlose

Wie richtet man einen Blog zugrunde? Ganz einfach. Man schreibt jahrelang, wie supi endgeil doch alles beim HSV ist. Welche unfassbare Entwicklung der Verein unter der jeweils herrschenden Führung gerade nimmt. Wie phantastisch die Zukunft aussehen wird. Am Ende einer Saison dann, wenn der Eine oder Andere gehen muss, wird der Dreckkübel rausgeholt und dann wird auf die geworfen, auf die man nicht mehr angewiesen zu sein scheint. Jedes Jahr das gleiche, schmutzige Spielchen. Alles ist Friede, Freude, Eierkuchen, das Blödvolk scheint’s zufrieden und folgt.

Dann aber merkt man scheinbar, dass vielleicht doch nicht alles so super ist und man deutet es an. Nein, natürlich schreibt man auch weiterhin kein Klartext und benennt die Verlierer dann, wenn sie tatsächlich handeln, aber man verwirrt sein dämliches Publikum. Warum denn jetzt plötzlich Kritik, wo doch vor drei Wochen noch alles Spitze war? Das kann nicht sein, der Schreiber muss ein Idiot sein.

Das, liebe „Journalisten“ von SchmocksEinöde, kommt dabei raus, wenn man keine klare Linie hat. Die Menschen kommen mit der Wahrheit klar, jedenfalls einige. Mit „Heute hü, morgen hott“ kommen sie nicht klar, sie sind verwirrt. Und noch einen Fehler sollte man keinesfalls begehen, möchte man einen Blog am Leben erhalten: Man sollte rechtzeitig für klare Regeln sorgen und diese auch konsequent durchziehen. Man sollte nicht auf Kosten von Klicks auf die Arschlöcher unter den Kommentatoren zählen, sondern auf die, die inhaltliche Qualität abliefern. Man sollte seinen Blog nicht zu einem Asozialen-Chat verkommen lassen.

Ach ja, und man sollte seine eigenen Leser/User nicht bescheißen, betrügen und hinters Licht führen. Stichwort: Spendenmarathon, Relaunch, de Vrij, Gondorf, „alles in die Technik“, € 100.000 , Jarchow-Abrechnung, Nachwuchs-Report, Bilanz-Analyse und und und.

Matz

Good bye, „einzig wahrer HSV-Blog“

🙂 🙂 🙂

Von | 2016-06-14T08:26:55+02:00 14. Juni 2016|Allgemein|13 Kommentare

13 Comments

  1. Didi-der-Grosse 14. Juni 2016 um 08:54 Uhr

    Warum schreibst du eigentlich noch über den Mist ? Jeder klar denkende nimmt den Schwachsinn dort nicht mehr ernst. Auch schlechte PR ist PR. Also vielleicht die Idioten zusammen mit den Bildidioten unter sich lassen. Nich mehr erwähnen und einfach in ihrer Fantasiewelt lassen !

  2. Flons 14. Juni 2016 um 10:44 Uhr

    Ach, so lang können die Gesichter gar nicht werden. Denn wie sagte der VV von Kühnes Gnaden: „Alles ist besser als der Ist-Zustand“.
    Na dann…

  3. Weltmeister 14. Juni 2016 um 11:28 Uhr

    http://hsv24.mopo.de/2016/06/14/medien-hsv-bietet-zwoelf-millionen-fuer-franzosen-sissoko.html
    falls an diesem Gerücht wirklich was dran ist: die raffen es beim HSV wirklich nicht, oder?
    Der Spieler wird im August 27 Jahre alt. Wenn alles normal läuft spielt er also 2-3 Jahre für den nächsten Verein und ist dann im Rentenalter. Wiederverkaufswert = Null.
    Geldverbrennungsmaschine HSV.

  4. Gravesen 14. Juni 2016 um 12:19 Uhr

    Ich glaube, irgendwann veröffentliche ich mal ein „Best of“ aller persönlichen Beleidigungen, Pöbeleien, Bedrohungen und anderer Schwachsinnigkeiten, die hier tagtäglich auf dem Spamfilter landen. Obwohl ich die Meisten davon ungelesen lösche (weil ich die Namen der Patienten kenne), sind ab und zu immer mal wieder einige Highlights von Vollidioten dabei, die meinen, irgendjemand würde sich für ihre, in irgendeiner geschlossenen Abteilung erlernten Meinung interessieren 😀 😀

  5. D10S 14. Juni 2016 um 12:48 Uhr

    Moin Zusammen…

    Bei all der Diskusion um das Geld, das Kühne zur Verfügung stellt/stellen wollte bzw. wie das Geld an den HSV kommt (Schenkung, Spieler-Anteile usw.) hab ich mich gefragt, warum Kühne bzw. das Unternehmen Kühne & Nagel nicht einfach als Trikotsponsor fungiert und den jährlichen Sponsor-Betrag selbst bestimmt. Ausserdem würde m.M.n. das Firmenlogo auf ´nem HSV-Trikot echt derbe aussehen…
    Vielleicht kann mir das mal Jemand mit Ahnung erläutern…

    Vielen Dank

    • Carsten Hae 14. Juni 2016 um 13:20 Uhr

      Das wäre ja Geld mit dem der HSV machen könnte was er will… Das will Herr Kühne vermutlich nicht so gerne 😉

    • Goldfather 14. Juni 2016 um 14:15 Uhr

      Kontrolle und Übernahme des Clubs wären auf diesem Wege nicht möglich. Klaus-Michael könnte dem HSV auch für Bandenwerbung oder irgendeinen anderen Schnickschnack jährlich 25 Millionen € geben und dadurch die Handlungsfähigkeit des Clubs entsprechend erhöhen, aber eine Übernahme/Kontrolle wäre damit nicht möglich.
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      Die meisten Beobachter des Geschehens gehen immer noch von einmaligen Spenden für den Club aus und verdrängen dabei, dass diese „Spenden“ mit dazu beigetragen haben dass der Club so extrem in der Kreide steht. Schließlich mussten Gehälter gezahlt werden.
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      Desweiteren hat diese Strategie eine knallharte Sanierung, die unter Umständen über den Weg der zweiten Liga gegangen wäre, so wie in Köln oder Gladbach, verhindert. Anstatt dem drohenden Lizenzverlust frühzeitig auf einem wesentlich niedrigeren Schuldenniveau begegnen zu können hat der HSV seine Ausgabenpolitik weiter verschärft durch Spielertransfers a la van der Vaart, Lasogga, Olic, Hunt und die Aufstockung der Direktorenriege mit Gehältern die jenseits dessen liegen was dieser Club sich leisten kann.
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      Sollte Klaus-Michael das Zeitliche segnen oder die Lust an seinem Hobby verlieren, wird die Kühne Holding AG nicht umhinkommen den HSV komplett zu übernehmen oder für eine sehr sehr weiche Landung zu sorgen.
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      Denn mit der HSV AG und seinen Fans ist es in letzter Konsequenz, wie mit einem schwer drogenabhängigen Menschen der plötzlich auf Entzug gesetzt wird ohne entsprechend vorbereitet worden zu sein, sollte Klaus-Michael die Kohle nicht mehr zur Verfügung stellen. Niemand der ernsthaft daran interessiert ist ein langes und glückliches Leben zu führen möchte in so einem Moment in der Nähe sein.
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      Für einen Logistikkonzern, wie Kühne & Nagel, ist Hamburg nach wie vor einer der wichtigsten Umschlagplätze der Welt und gleichzeitig so etwas wie Heimat für tausende von Mitarbeitern die weltweit tätig sind. Mitlerweile ist Klaus-Michael mitsamt der Kühne Holding AG derartig stark verbunden mit dem HSV, dass etwas anderes als eine Übernahme mit einer positiven sportlichen Entwicklung ausgeschlossen werden kann.
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      Der Imageverlust der Kühne Holding AG wäre in Hamburg und weit darüber hinaus enorm, sollte Klaus-Michael oder einer seiner Erben sich für einen kalten Ausstieg entscheiden. In Hamburg und somit auch im Hafen, dort wo Logistikentscheidungen getroffen werden die letztendlich Milliarden € bewegen sitzt immer an irgendeinem Hebel und in irgendeinem Büro ein HSV-Fan der Aufträge nicht zwangsläufig an Kühne & Nagel vergeben muss.
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      Nein, Kühne & Nagel ist Fluch und Segen zugleich für den defizitären Sportverein zu Hamburg. Eine Symbiose die zum Erfolg verdammt ist und noch eine lange und erfolgreiche Zeit vor sich haben wird.

      • Gravesen 14. Juni 2016 um 15:22 Uhr

        Du glaubst den Kram wirklich, fürchte ich. Imageverlust für Kühne Holding, wenn KMK dem HSV seine Liebe entzieht? Sorry, aber das ist zum totlachen. Es interessiert in diesem Milliarden-Unternehmen keine Sau, ob der HSV pleite, insolvent oder in der 4. Liga ist. Wenn Kühne morgen den Stecker zieht, ist der HSV weg vom Fenster. Und womit? Mit Recht!

      • Kerberos 14. Juni 2016 um 17:01 Uhr

        Im Kommentar von Goldfather geht doch einiges durcheinander; die Kausalkette sollte man bezüglich möglicher Ursachen doch schon konkludent bis zum Ursprung nachzeichnen.
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        Mit der Umwandlung zur AG hatte Kühne nicht nur seine Bereitschaft zur Unterstützung unabhängig von der Ligazugehörigkeit zugesichert, sondern öffentlich einen Abstieg des HSV in die 2. Liga bezüglich der Möglichkeiten eines nachhaltigen Neuanfangs sogar präferiert. Es war der Verein, der einen solchen Neuanfang kathegorisch ausschloss, da er einen Mitgliederschwund bis zu 35% und sonstige erhebliche Einnahmeverluste befürchtete.
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        Beiersdorfer hatte dann ohne Spenden, Rücksprache und Abstimmung von und mit Kühne (dafür aber mit Slomka und Kreuzer) für die Saison geplant und alles Geld dessen er habhaft werden konnte mit vollen Händen zum Fenster heraus geworfen. Erst als dann Alles weg war und nur noch Verbindlichkeiten und Zahlungsverpflichtungen für die AG übrig blieben, musste Kühne wieder zur Abwendung einer Insolvenz (erfolgreich) um Spenden angebettelt werden. Dies wiederholte sich dann ständig. Hatte Beiersdorfer ein paar Euros aus Transfers oder irgendwelchen Vorgriffen aus künftigen Einnahmen locker machen können, schmiss er die Euros gleich wieder mit vollen Händen zum Fenster raus. Prompt kam die nächste (unvorhergesehene) Zahlungsverpflichtung für die AG ins Haus geflattert und Kühne musste wieder „Spenden“.
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        Nein! Beierdorfer und seine Spießgesellen tragen vollumfänglich die alleinige Verantwortung. Sie hatten einen Plan (ohne Kühne oder zumindest an Kühne vorbei) und dieser ging ganz gewaltig in die Hose. Kein Huhnke, Ertl, Jarchow oder wer auch immer haben damit etwas zu tun, ganz gleich, wo auch immer der HSV her kam. Da wollte einfach der kleine fränkische Aphasiker ein Mal mit dem ganz großen Jung spielen – das Ergebnis haben wir jetzt.
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        Und auch wenn ich den „Kühne-Deal“ in dieser Form aufs schärfste missbillige; was hätte Kühne denn alternativ in seiner Denkwelt machen sollen? Einfach weiter Spenden oder Nichts tun und den HSV begraben? In meinen Augen hat Kühne mit diesem „Deal“ vom Grundsatz her zumindest in seiner Logik eines Unternehmers nachvollziehbar aus einer Art „Notwehrsituation“ heraus nach dem Credo gehandelt: Geld für den HSV gerne, aber bitte keinen Cent für Beiersdorfer!
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        Was ich missbillige? Meines Erachten ist daraus ein Notwehrexzess geworden; die von Kühne gewählten Mittel sind nicht der Situation angemessen und erforderlich. Denn konkret die Situation des HSV hätte auch durch intelligente Finanzkonstrukte mit geringeren Eingriffen in das operative Geschäft und somit in die Eigenständigkeit der AG nachhaltig positiv bereinigt werden können. Das ist, was ich missbillige.
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      • Torsten Erxleben 14. Juni 2016 um 17:23 Uhr

        Lieber Godfather,

        Du ballerst hier so manchmal Kommentare rein, die man zumindest diskutieren kann. Bei diesem nehme ich allerdings an, Du hast vorher eine bunte Pille geschluckt.

  6. alfa 14. Juni 2016 um 16:44 Uhr

    Hallo Grave,
    du siehst das einfach zu schwarz, kannst du denn nicht einmal wenigstens für eine Sekunde beipflichten, dass der liebe Didi ein Glücksfall für den HSV ist, und wenn Herr Kühne den Stecker zieht , findet Didi eben einen Milchbauern der Ihm nochmal
    20€ in die Kaffeekasse gibt. Didi hat ja nun lange genug unter Beweis gestellt ,dass er ein herausragender Manager ist, der jede Herausfoprderung annimmt.
    Er hat es sogar fertiggebracht es so einzufädeln, dass andere dran schuld sind wenn der Laden den er führt hops geht.
    Prost Mahlzeit…..
    ich glaube ich lauf schnell los und kündige meine Mitgliedschaft, bevor der Insolvensverwalter Anprüche auf die Mitgliedsbeiträge für die nächsten fünf Jahre im voraus erhebt.

  7. Oliver Bruchholz 14. Juni 2016 um 19:53 Uhr

    Grave um 12:19. Bitte bitte mach dieses Best of. Ich würde den Scheiß eh veröffentlichen. Hier würden solch bescheuerte Beiträge mal so richtig seziert.

  8. Goldfather 15. Juni 2016 um 16:09 Uhr

    @Gravesen – Die Beteiligung der Kühne Holding AG an einer möglichen Insolvenz der Profiabteilung des größten und wichtigsten Sportvereins der Stadt Hamburg halte ich nicht für eine Kleinigkeit. Sollte der Name Kühne & Nagel mit einer solchen Insolvenz dauerhaft in Verbindung gebracht werden, gehe ich von einem langfristigen Imageschaden aus, der durchaus ökonomische Interessen berühren kann.
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    Präsident des HSV ist übrigens Jens Meier, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Port Authority und ehemaliges Vorstandsmitglied des Kühne & Nagel Konkurrenten FIEGE Logistik Holding Stiftung & Co. KG.
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    @Kerberos – Kühnes Engagement beim HSV begann mit Bernd Hoffmanns Investorenmodell “ Anstoß hoch drei“. Damals erwarb Kühne Anteile an mehreren Spielern des HSV mit der angeblichen Aussicht auf einen Profit im Falle des Transfers.
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    Was damals als reines Investorenmodell begann hat sich mitlerweile zur kompletten Übernahme des operativen Geschäfts gewandelt. Mit Karl Gernandt als AR-Chef kontrolliert Kühne die Personalpolitik des Vorstands der HSV AG.
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    Hinzu kommt die Übernahme verschiedener Verbindlichkeiten, die so weit reichend ist, dass der HSV ohne die finanzielle Deckung der Kühne Holding AG keine Lizenz für den Spielbetrieb einer Profimannschaft erhalten würde.
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    Die bislang erworbenen Anteile der Kühne Holding AG an der HSV AG sind angesichts der wirtschaftlichen Kräfteverhältnisse bislang zu vernachlässigen.
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    In Ermangelung von sportlichem Know-How und angesichts eines enormen Kostenapparates ist der HSV auf die Zuwendungen Kühnes existenziell angewiesen. Und das weiß Klaus-Michael Kühne nur zu gut, so dass das Märchen vom debilen alten Milliardär, dem man die Kohle für nichts aus der Tasche ziehen könnte, zu den Akten gelegt werden kann.
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    Klaus Michael Kühne ist der Hai im Aquarium und nicht Dietmar Beiersdorfer, der Getriebener der Erwartungshaltungen im Umfeld und seines eigenen Anspruchs, auf der Grundlage bestimmter Defizite im sportlichen Bereich, ist.
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    Die Kühne Holding AG ist nicht das Opfer eines bettelnden Sportchefs ohne Plan, sondern investiert Millionen und aber Millionen in den HSV mit der eindeutigen Zielsetzung der kompletten Kontrolle über das operative Geschäft.
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    Sollte der öffentlich gemachte Investitionsplan von 25 Millionen € jährlich in den nächsten 3 (drei) Jahren eingehalten werden kommt die Kühne Holding AG auf Gesamtinvestitionen von 120 Millionen €, was selbst für das Hobby eines Multimilliardärs ein wenig zuviel wäre, wenn nicht auch wirtschaftliche Interessen dahinter stehen würden.
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    Bislang ist objektiv feststellbar, dass seit Bernd Hoffmanns Projekt „Anstoß hoch drei“ der Griff der Kühne Holding AG sich Jahr für Jahr fester um die Raute schließt. Einen plötzlichen Rückzug schließe ich von daher aus und gehe von zwei Szenarien aus:
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    1. Übernahme Stimmrechtsmehrheit der HSV AG durch die Kühne Holding AG
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    2. Abwicklung des Engagements mit einem vertraglich fixierten Entflechtungsplan, der den HSV ohne wirschaftliche Not in die Lage versetzt seinen Weg im Profigeschäft ohne die Kühne Holding AG zu gehen
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    Ausschließen tue ich einen kalten Ausstieg der den HSV mittellos dem Insolvenzverwalter überlassen würde. Dafür sind die Interessen der Kühne Holding AG in der Stadt Hamburg von zu großem ökonomischem Interesse und die Verbindungen des HSV mit den wirtschaftlichen und politischen Eliten der Stadt zu intensiv.

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