Passt ins Gesamtbild

Liebe Leser,

mal ehrlich – wer ist eigentlich noch von Auftritten wie dem gestrigen bei Strand 08 überrascht? Ich nicht. Denn ich habe mir viele Vorbereitungsspiele angeschaut, habe die für jeden offensichtlichen Schwachstellen analysiert und habe daraus die (offenkundig) richtigen Schlüsse gezogen. Nicht, weil ich schlauer bin als andere, mit Sicherheit bin ich das nicht. Nein, weil ich in der Lage bin, hin- und nicht wegzusehen. Weil ich den Verein mittlerweile ohne rosa Brille und nahezu emotionslos betrachte. Wenn man all dies weglässt, die Emotionen, die Hoffnungen, den verzweifelten Glauben an Besserung unter den aktuellen Machthabern, dann ist man auch relativ problemlos in der Lage, die Fehler zu erkennen, denn sie liegen auf der Hand.

Aber dieser Hamburger Sportverein macht leider nicht nur Fehler auf dem Transfermarkt, bei der Auswahl seines Führungspersonals und in der Außendarstellung, dieser HSV macht eigentlich seit mehr als 2 Jahren alles falsch, was man falsch machen kann und zwar mit einer solchen perfiden Beständigkeit, dass man Methode dahinter vermuten könnte. Der HSV versucht sich Dinge zu leisten, die man sich leisten kann, wenn es läuft, aber nicht dann, wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt. Dieser HSV versucht witzig zu sein, wo Spaß nicht angebracht ist, dieser HSV bedient sich auf Nebenkriegsschauplätzen, ohne vorher die Basics abzuarbeiten.

So gesehen passt die Mail eines Leser, die mich gestern früh erreichte, zu 100% in das Bild, welches dieser Verein abgibt. Desorientiert, führungslos, hilflos, aktionistisch. Ein erschütterndes Bild, für das eine einzige Person verantwortlich zeichnet. Die Mail:

Moin Grave,
geil, was Du hier machst! Danke zum 1000sten. Ich hab mal ne Frage an Dich bzw. ob sowas für Dich interessant sein kann.
Vorweg: ich bin (war) HSV-Fan, weil mein Vater am Rothenbaum mit Uwe Seeler geklönt hat und ich mal bei Uli Stein auf der Schulter saß als ich eine Karte für Deurschland gg. Ungarn im Volkspark kaufte…

In diesem Zusammenhang zum Thema: Heute spielt der HSV vs. NTSV 08. Dort bin ich Trainer für die Jugend. Die Jungs haben sich wie Bolle gefreut, als sie zu Beginn hörten, dass sie „Auflaufkids“ mit den „Stars“ sein dürfen. Geil, dachte ich: mein Kurzer an der Hand von … schade nicht Horst Hrubesch, aber meinetwegen Halilovic…auch gut.

Jetzt krieg ich die Mitteilung: April, April…die HSV-Kicker dürfen nur von „Sponsoren-Kindern“ aufs Feld begleitet werden….Unsere dürfen „nur“ die NTSV-Spieler begleiten!!?? Hääh?

Ich weiß noch gar nicht, wie ich das den Lütten beibringen soll, aber wie kann ich mir das vorstellen?? Werden die „Sponsorenkinder“ eingeflogen? Mitgebracht aus HH?

Ist das der Lauf der Zeit? Wenn das bei jedem Dorfspiel so ähnlich läuft, dann verpasst man doch hier schon eine Riesenchance, Kinder emotional an den HSV zu binden.???

Gruß aus Timmendorf und weiter so!
Gruß
Auch hier – nein. Auch diese Aktion wundert mich ebenso wenig wie der blutleere Pflichtauftritt einer Mannschaft, die mit Spielern bestückt war, die alle den Anspruch haben, Bundesliga spielen zu wollen. Die Verweigerung des Trainers im Anschluss an das Match und die Absage der angekündigten Pressekonferenz tut ihr Übriges. Der HSV gibt ein Bild des Jammers ab, während der Dukaten-Verbrenner versucht, sich mit Hilfe von Calmund und Struth noch ein halbes Jahr Zeit zu erkaufen, in dem er einen Brasilianer zu völlig überhöhten Konditionen nach Hamburg holt.
Das wirklich Schlimme aber: Eigentlich weiß jeder, auch die Medien-Vertreter, dass Labbadias und auch Beiersdorfers Zeit abgelaufen ist. Jeder weitere Monat, jede weitere Million führt den HSV nur noch einen Schritt dichter an die Klippe und alle, die tatenlos dabei zugesehen haben, versündigen sich an diesem Verein.
Zitat der Woche: „Wir wollten HSVPLUS – und bekamen Dietmar Beiersdorfer.“
Von | 2016-09-01T07:11:26+02:00 1. September 2016|Allgemein|47 Kommentare

47 Comments

  1. Mosche 1. September 2016 um 07:27 Uhr

    Tja, traurig ! und nochmal traurig !
    Schön auch, dass diese DD Geschichte auf Pro7 läuft

    Zum Fazit,
    wir haben tatsächlich eine brauchbare Neuverpflichtung mit Kostic. Douglas Costa (wie unsere Matz Kollegen schrieben) werde ich mir dann mal in Ruhe anschauen. Ein Stabilisator im DM oder in der IV wurden nicht geholt. FATAL !
    Das Bindeglied zwischen erstem und den letzten beiden Dritteln ist nicht vorhanden.
    Sicherlich wird es einen neuen Trainer geben, aber bei der Kaderzusammenstellung wird es trotzdem anspruchsvoll.

    FAZIT FÜR 2016/2017
    ABSTIEGSKAMPF!
    (Ingolstadt, Freiburg, Augsburg, Darmstadt, Werder sind hierbei unsere Konkurrenz)
    1 Punkt haben wir da ja schon gegen einen direkten Konkurrenten gesammelt

    STARK, Byeersdorfer

  2. Rainer Trapp 1. September 2016 um 07:41 Uhr

    Ich kann dem nur zustimmen. Es ist nur noch erbärmlich.

    Gespannt bin ich in den nächsten Tagen auf die mediale Gegenüberstellung der Schönwetterpresse hinsichtlich aller Vorhaben, die unser VV für diese Wechselperiode hatte (vor allem hinsichtlich der Abgänge) und der dann tatsächlich durchgeführten Deals.

    Aber da warte ich vermutlich vergebens…

  3. derGast 1. September 2016 um 11:11 Uhr

    Mal ein bisschen ausserhalb der Fehler von dem ganzen Orga Team drumherum:

    Da ist ein Kader von nun 30 Spielern. Alle haben den Anspruch in der Bundesliga spielen zu wollen und Sie schaffen es nicht, gegen Strand 08 zu glänzen?
    Ok – Fussball ist ein Teamsport. Ja! Aber es funktioniert, wenn die 11 auf dem Platz als erstes ->Ihre Leistung bringen UND dann als Team zusammen halten. Wenn aber schon die einzelne Leistung nicht passt ?

    Geht nicht in meinen Kopf, wie ich als Profi nicht auf mich aufmerksam machen will, dass ich keine Blinse bin.
    Selbst wenn mein Trainer in einer 2-7-1 Aufstellung spielt, kann ich mich als Spieler doch auf dem Feld beweisen. Oder haben wir eventuell das Problem, dass die Spieler einfach zu doof sind !?

    • Gravesen 1. September 2016 um 11:24 Uhr

      Nun ja, wirklich viele Erklärungen kann es dafür tatsächlich nicht geben. Warum versuche ich mich in solch einem Spiel bei meinem Trainer nicht zu empfehlen? Weil ich keine Lust mehr auf den Trainer habe? Weil ich vermute,dass der Mann ohnehin nicht mehr lange da ist und sich Engagement bei ihm eh nicht mehr lohnt? Weil ich weiß, dass bei diesem Trainer eh immer die Gleichen auflaufen werden, egal, wie sehr ich auch Gas gebe?
      .
      Wenn ich mir vorstelle, dass Labbadia innerhalb der Mannschaft schon „der Sonnenkönig“ genannt wird, kann ich mir ausmalen, wohin die Reise gehen wird.

  4. Skeptiker 1. September 2016 um 11:45 Uhr

    Auch diese Geschichte mit den Auflaufkids von Strand 08 passt leider absolut in das jämmerliche Bild, das der HSV abgibt. Es spricht Bände, dass es innerhalb der HSV-Führungsclique jemanden geben muss, der eine solche Entscheidung trifft. Man sitzt auf dem hohen Ross, entsprechend verhält sich dann auch die Mannschaft auf dem Platz. Und was sagt das mal wieder aus? Es gibt keine professionelle Führung bei diesem Club. Da muss man sich überhaupt nicht wundern, wenn auch auf dem Rasen nicht geliefert wird. Man wird noch Millionen versenken und dutzende Trainer ausprobieren können, es wird ohne professionelle Leitung nichts bringen. Das wahre Problem sitzt an der Spitze!

  5. FoppaXL 1. September 2016 um 11:54 Uhr

    …schön, wie Du solche kleinen Hinweise wie den „Sonnenkönig“ so ganz nebenbei fallen lässt, obwohl sich daraus sicher ein ganzer Blogeintrag schreiben ließe.
    Oder kommt dieser zeitnah?

    • Gravesen 1. September 2016 um 11:56 Uhr

      Manchmal muss man auch mal subtil mit der feinen Klinge schneiden 😉

  6. Oliver Bruchholz 1. September 2016 um 13:37 Uhr

    Hallo Grave. Ich hab mich auch schon gefragt ob hinter dieser Schei.. Methode stecken könnte. Aber erkläre mal bitte welche das sein könnte. So richtig steige ich da nicht durch. Gerne auch alle anderen Kommentatoren.

  7. Skeptiker 1. September 2016 um 14:03 Uhr

    Gerade auf mopo.de: „Am Mittag nach dem Deadline Day wirkt Dietmar Beiersdorfer locker und gelöst.“
    Na dann ist ja alles im Lot. Realisiert dieser Mann überhaupt noch, was um ihn herum passiert?

    • Gravesen 1. September 2016 um 14:36 Uhr

      Beiersdorfer: „Erster Kontakt zu Douglas Santos war am letzten Freitag“. Sorry, aber der Mann ist doch nicht mehr ganz dicht. 2 Monate Transferperiode, dann kauft er völlig überteuert einen Spieler, der bereits zweimal in Europa gescheitert ist und dann haut er sowas raus?

  8. Kerberos 1. September 2016 um 15:29 Uhr

    .
    @ Oliver Buchholz: dann versuche ich Dir das als Beispiel in Kurzform und stark vereinfacht darzustellen:
    .
    Ich leihe Dir heute 50 Mio für Spieler und übernehme für 2 Jahre die Gehälter von 50 Mio. Damit fallen für Dich in den nächsten 2 Jahren 75 Mio Verluste (50% Abschreibung + Gehälter) an.
    .
    In 2 Jahren erreichst Du die Teilnahme am Europa-Pokal und musst mir nun 100 Mio zurückzahlen; aber wovon? Also bist Du zahlungsunfähig. Wir erstellen also eine Vermögensübersicht mit 25 Mio (Restwert der Spieler) zum Zeitpunkt der Zahlungsunfähigkeit (künftige Einnahmen können nicht berücksichtigt werden).
    .
    Stellen wir also fest, dass 75% verloren sind, machen wir einen Kapitalschnitt. Damit verlierst Du mit allen bestehenden Anteilseigner 3/4 Deines Kapitals und als Gläubiger habe ich das Recht, das bereits genehmigte (noch nicht veräußerte) Eigenkapital zum aktuellen Preis (25%) zur Befriedigung meiner Ansprüche zu übernehmen.
    .
    Auf Grund einiger Sonderregelungen im Insolvenzrecht ist damit jetzt sogar die Übernahme von Stimmrechten bis zu 33% möglich und ich kann somit eine Sperrminorität einfahren (an dieser Stelle zu kompliziert).
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    Das Alles habe ich von Dir bekommen, weil ich 75 Mio „verloren“ habe (denn 25 Mio sind ja noch der Wert Deines Unternehmens zum Insolvenzzeitpunkt durch vorhandene Spieler). Dazu habe ich die Sperrminorität bekommen, das faktische Bestimmen in Deinem Unternehmen und die Gewinne von Morgen durch Europa-Pokal, Transfererlöse, etc.
    .
    Warum also soll ich heute für 100 Mio nur 24,9% Deines Unternehmens kaufen und rein gar nichts zu sagen haben? Das macht keinen Sinn. Besser ich leihe Dir das Geld in einer Form, in der ich die sportliche und finanzielle Zunkunft Deines Unternehmens ganz alleine bestimme und morgen Dein Unternehmen gänzlich schlucke.
    .
    Der ganze Trick liegt in der Zeitschiene: meine „Verluste“ als Darlehensgeber fallen in eine Zeit, in der ich nicht wesentlich an Deinem Unternehmen beteiligt bin. Die Investitionsverluste tragen also die „Alteigentümer“, deren „Aktien-Vermögen“ dahinschmilzt. Als einziger Gläubiger bestimme ich dann den Preis (Kapitalschnitt) und die Konditionen für eine Übernahme (sogar noch über 25% hinaus) bei der Insolvenz. Mit der Übernahme kommt der Erfolg und es fallen die Gewinne nach neuen Eigentumsverhältnissen an. Ich muss also lediglich „geeignete“ Verluste machen, so dass bei der Insolvenz der „turnaround“ bereits von Dir und den anderen Miteigentümern finanziert wurde.
    .
    Das ist das Tagesgeschäft aller Heuschrecken und wirklich keine bemerkenswerte Investorenleistung.
    .

    • alfa 1. September 2016 um 15:50 Uhr

      @Kerberos
      Und die Kardinalsfrage: Hat VV von Anfang an wissentlich Teilhabe am Geschehen des unabwendbaren Vorgangs oder das Lamm, welches glaubte als Löwe agieren zu können und durch eigenes Unvermögen der Begünstiger (Beschleuniger ?),der als kastriertes Kätzchen endete?

      • Kerberos 1. September 2016 um 16:00 Uhr

        Kennst Du die Antwort? Ich kenne sie nicht. Mein rein persönliches Gefühl aus einer unvollständigen Gesamtschau vieler einzelner Vorgänge sagt mir, dass Beiersdorfer zumindest anfänglich nicht (wissentlich) involviert war.

        • Gravesen 1. September 2016 um 16:20 Uhr

          Eines fällt mir mehr und mehr auf und zumindest ich finde das bemerkenswert.
          .
          Hat irgendjemand den Eindruck, dass unser Vorstandsvorsitzender in irgendeiner Form gestresst wirkt? Kann man der Auffassung sein, dass ihn die aktuelle Situation, die Entwicklung des Vereins, die sportliche Performance in irgendeiner Art tangiert? Ich kann nichts dergleichen erkennen. Vielmehr denke ich mehr und mehr, dass Beiersdorfer die ganze Nummer im Grunde komplett egal ist. Er hat seinen Vertrag über 4 Jahre und den gilt es ab zu sitzen und sich dabei nicht allzu sehr stressen zu lassen.
          .
          Wenn alle Stricke reißen, feuert man halt den Trainer und erkauft sich durch den Erwerb des nächsten Heilsbringers wieder 6 Monate Ruhe und Zeit. Im schlimmsten Fall (und wenn mindestens ein Trainer bereits über den Jordan gegangen ist), wirft man über einige Wochen den allein schuldigen Sportchef der Meute zu Fraß vor, um ihn denn irgendwann notgedrungen zu köpfen. Folge: Wieder einige Monate gekauft.
          .
          Das ganze Verhalten wird natürlich garniert mit entsprechenden PR-Käufen/Aktionen. Die Jatta-Nummer beispielsweise hat über Wochen richtig nett ausgesehen, sportlich ist das weniger als eine Nullnummer. Die Käufe von zuletzt Kostic, Halilovic und nun auch noch Goldjunge Douglas Santos sehen für Fans und Medien (und Kühne) ganz toll aus, sind aber im Grunde
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          1. Komplett sinnlos (Halilovic)
          2. viel zu teuer (Kostic, Douglas Santos)
          .
          Ich behaupte, man hätte Spieler vergleichbarer Klasse für deutlich weniger Geld in der Bundesliga oder dem europäischen Ausland verpflichten können (beispielsweise Emre Mor vor einem halben Jahr oder Pione Sisto), aber die haben halt nicht das von Didi gewünschte Flair. Mit solchen Spielern kann man sich nicht so wunderbar schmücken wie mit dem Barca-Star oder dem Brasilianer, der in die Selecao möchte.
          .
          Wieder erkauft man sich Zeit, der sportliche Wert ist überschaubar. Aber: Als Vorstandsvorsitzender kann man sich für solche Deals abfeiern lassen, während der Trainer derjenige ist, der den sportlichen Wert realistisch einschätzen kann und deshalb mittelmäßig gelaunt ist.
          .
          Nein, Beiersdorfer ist das alles komplett Latte, so lange ihm die Maßnahmen dazu verhelfen, seinen Vertrag über die gesamte Laufzeit aus zu sitzen. Und wenn nicht, sollen sie ihn doch abfinden. Ihm doch egal.

          • Kerberos 1. September 2016 um 16:39 Uhr

            .
            Bedingungslose Kapitulation.
            .
            Bereits seit Abschluss des Kühne-Deals weiss Beiersdorfer: „Game Over“ und wirkt seither tatsächlich entspannt und befreit. Beiersdorfer hat sich vollends in sein persönliches „Schicksal“ gefügt; da ist sein Verhalten sogar „normal“.
            .

          • Saschas Alte Liebe 1. September 2016 um 17:54 Uhr

            Genau so drängt es sich schon zwingend auf, dass man eigentlich nur noch mit mehreren ‚pinkschock-Brillen‘ übereinander auf diesen HSV schauen müsste – also praktisch blind -, um das zu ignorieren oder gar zu verneinen.
            Wer so blöd ist ? Na, Tausende treudoofer Fan-Schafsköpfe, die sich weiter an der Nase herum führen lassen, jubeln und hüpfen, egal was sie für’n dilletantischen öden Mist vorgeführt bekommen – unbegreiflich ! Und die wollen es auch offenbar so. Tut mir leid, das sagen zu müssen. ich kann’s mir nicht anders erklären.

        • alfa 1. September 2016 um 22:11 Uhr

          Wenn man die Antwort wüsste, könnte es den Herrn DB schlechter dastehen lassen können, als ohnehin rückblickend und vorausschauend? Ich sage nein.

  9. Hannes Grundmeyer 1. September 2016 um 15:33 Uhr

    Mittlerweile grenzt es wirklich an ein Wunder, dass dieser Verein noch in der Buli spielt. Normalerweise wäre man schon vor Jahren krachend in der 2. Liga oder tiefer gelandet. Da die Ansprüche in HH nicht mehr besonders hoch sind, Klassenerhalt reicht den meisten, wird sich daran wohl auch in der Zukunft nichts ändern. Klaus-Michael wird schon die Schatulle aufmachen, so dass es wieder zum Klassenerhalt reicht.
    Nur wenn der gute Klaus es mal satt hat, den Nicolaus zu spielen und nichts mehr in den Stiefel steckt, dann beginnt hier das große Heulen und Zähneklappern. Aber dann sind Brüno und Diddi schon lange Geschichte.

    Möglicherweise kommt es ja auch ganz anders. Den „Sonnenkönig“ finde ich nämlich extrem interessant. Wenn eine Mannschaft schon so über den Trainer redet, ist das Ende nah. Wir werden sehen. Ich tippe auf Ende September, so am 24.9. um 18.03 Uhr. Nach einer 0-9 Klatsche gegen die Bayern hat Diddl so große Angst um seinen Job und die Fans lassen sich mit einem Bratwurstgrillfest nicht mehr besänftigen, dass er den schönen Brüno als Bauernopfer präsentiert. Dann bleibt nur zu hoffen, dass der gute Klaus die Reißleine zieht und auch den Dukatenschisser rausschmeißt. Wenn dann tatsächlich ein kompletter Neuanfang gestartet wird und wirklich die ganze Führungsebene ausgetauscht wird, bleibt bis Saisonende noch genügend Zeit, die Kurve zu kriegen….
    Ach, ich fang schon wieder an zu träumen….
    Scheiß drauf! Wird eh nix.

  10. Oliver Bruchholz 1. September 2016 um 16:26 Uhr

    Danke @Kerberos. Das erklärt die Sichtweise eines Kühne. Aber doch nicht DB. Soviel Mist geht doch gar nicht ohne Plan. Oder?

    • Kerberos 1. September 2016 um 16:41 Uhr

      .
      Soviel „Mist“ geht eigentlich nur ohne Plan; ins Besondere, wenn man von Anderen falsch herum aufs Pferd gesetzt wird ohne es zu merken!
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      • Kerberos 1. September 2016 um 16:55 Uhr

        .
        Das klingt ohne Erklärung vielleicht etwas zu gehässig. Gemeint ist damit, dass Beiersdorfer während der Konzeption HSV-Plus in St. Petersburg tätig war. Er hatte daher im Vorwege nur sehr eingeschränkt die Möglichkeit, Strömungen und Bewegungen unter den widerstreitenden Interessensgruppen zu HSV-Plus objektiv selbst zu erfahren und wurde lediglich, je nach Interessenslage der Informierenden, nur selektiv informiert.
        .

  11. Buttje 1. September 2016 um 17:23 Uhr

    Buyersdorfer lebt mittlerweile in einer für ihn unangreifbaren Parallelwelt. Er kann machen was er will, die „Fans“ strömen trotzdem in Scharen ins Stadion. Er glaubt, er braucht sie ja eigentlich nicht mehr. Trotz desaströser Leistungen. Trotz Grottenfussball. Solange diese Fans nicht aufwachen und sich dem Ticketkauf verweigern und für ein beschämend leeres Stadion sorgen wird sich nichts ändern. Sein Umfeld hält die Füße still, weil sie genau wissen, wenn Buyersdorfer fällt, fallen sie auch. Ganz besonders der Klaumi – Adjutant Gernandt. Der HSV ist aber schon immer ein Missbrauchsopfer von Profilneurotikern gewesen.

  12. Fußballwunder 1. September 2016 um 17:58 Uhr

    Dann ist ja jetzt im Prinzip nur noch die Frage offen, was passiert, wenn der HSV die kommenden Jahre weiterhin zwischen Platz 12-15 dümpelt und nichts weiter weg ist, als die Rückzahlung an Herrn Kühne? Das ist wohl derzeit die wahrscheinlichste aller Varianten.
    Immer vorausgesetzt, Herr Kühne erfreut sich guter Gesundheit, zahlt er dann weiterhin jeden Sommer 35 Millionen? Dann sind es irgendwann 200 Millionen oder mehr. Wie lange macht er das wohl? Und was passiert, wenn Herr Kühne die nächste EL-Teilnahme nicht mehr erleben darf? Eine Stiftung soll sein hinterlassene Geld vermutlich mehren und dürfte wenig Interesse haben, eine Fußball-AG vor der Insolvenz zu retten und anschließend zu führen. Dann gehen die Lichter wohl final aus ….

  13. Skeptiker 1. September 2016 um 18:39 Uhr

    Vergangener Samstag: 50.000 Zuschauer sind im Volkspark, die nicht gerade geringe Eintrittspreise zahlen und zudem über die Gastronomie, die man auch nicht gerade als günstig bezeichnen kann, zusätzliches Geld in die Kasse spülen. Die Mannschaft liefert als Gegenwert mal wieder eine desolate Leistung. Pfiffe am Ende des Spiels, die Menschen sind bitter enttäuscht. Hat sich der große VV danach einmal an die Fans gewandt und sich für diese Minusleistung entschuldigt? Fehlanzeige!

    Gestern: Der HSV bestreitet ein Gastspiel gegen Strand 08. Dort kommen 3000 Zuschauer, die pro Sitzplatz über 20 Euro bezahlen. Die Gegenleistung der HSV-Truppe: Quasi Arbeitsverweigerung! Die geplante Pressekonferenz mit Bruno wird zudem kurzerhand abgesagt. Irgendeine Reaktion von Beiersdorfer? Irgendein Wort des Bedauerns an die zahlenden und enttäuschten Zuschauer? Wird der Mannschaft für diese Arbeitsverweigerung vom Chef mal deutlich der Tarif angesagt? Fehlanzeige!

    Glaubt irgendjemand hier, dass ein Herr Hoeneß, man mag zu ihm stehen wie man will, sich derartiges hätte bieten lassen?

    Beim HSV passen Preise und gezeigte Gegenleistung überhaupt nicht mehr zusammen. Das scheint dem Herrn Dukate und seiner Clique aber völlig egal zu sein. Das Stadion wird schon wieder voll, die Lämmer werden ihr Geld schon wieder im Volkspark abgeben. Dieser Mann, der für die Misere die Gesamtverantwortung trägt, ist locker und entspannt drauf und signalisiert damit, dass ihm die Fans im Grunde genommen am Allerwertesten vorbei gehen. Das ist einfach nur noch oberpeinlich. Oder er lebt tatsächlich in einer Parallelwelt.

  14. Oliver Bruchholz 1. September 2016 um 18:59 Uhr

    Mir kommt es so vor als wenn die Besucher einfach nur ins Volksparkstadion kommen wegen dem Event. Was da auf dem Platz geschieht ist im Grunde egal. Wie halt auch in München. Nur drei bis vier Klassen schlechter.

  15. Skeptiker 1. September 2016 um 19:40 Uhr

    Auf mopo.de über Douglas Santos: Was ihm in Deutschland besonders gefällt? „Der Fußball in Deutschland ist viel schneller“, sagte er.

    Da hat er sich aber den falschen Verein ausgesucht.

  16. Skeptiker 1. September 2016 um 20:14 Uhr

    Soeben auf HSV.de: DIETMAR BEIERSDORFER ZIEHT IM GESPRÄCH MIT HSV.DE EIN POSITIVES FAZIT ZUR ABGESCHLOSSENEN TRANSFERPERIODE UND BLICKT MIT GROSSER VORFREUDE AUF DIE KOMMENDEN SPIELE UND DIE ENTWICKLUNG DER MANNSCHAFT.

    Parallelwelt, eindeutig Parallelwelt!

    • nebu 1. September 2016 um 21:10 Uhr

      Versalien machen Pipi in meine Augen und Aua im Kopf. Bitte lassen

  17. Goldfather 1. September 2016 um 20:38 Uhr

    Wer wissen möchte, was es bedeutet für seinen Club und das Spiel zu brennen und dennoch fairen Sportsgeist zu besitzen, dem empfehle ich folgendes Video:
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    https://www.youtube.com/watch?v=Fo0_zzSBFdY
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    Die U12 des FC Barcelona hat bereits Tugenden verinnerlicht, deren Resultate man noch Jahrzehnte später im Profikader beobachten kann. Ein Auftritt der U12 des FC Barcelona, der vergleichbar wäre mit dem was der Profikader des HSV sich im Testspiel gegen Strand 08 geleistet hat, halte ich für unwahrscheinlich.
    .
    Horst Hrubesch wäre bereits vor zwanzig Jahren der Mann gewesen der ganze Generationen von HSV-Jugendspielern derart hätte prägen können, dass der Profikader davon entsprechend profitiert hätte und somit die katastrophale sportliche Entwicklung vermieden worden wäre.
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    Jetzt jedoch hoffe ich darauf, dass Hrubesch sich sein eigenes Denkmal nicht zerstört und seine Rente ohne den Chaosclub genießt.

  18. Björn 1. September 2016 um 21:40 Uhr

    @Grave
    Die Mopo vermeldet gerade den „heimlichen“ Transfer eines 20-jährigen supermegatoptalents aus der Schweiz (FCZ).
    Ist da was dran?

  19. Marco 2. September 2016 um 03:06 Uhr

    Nehmt euch ein Beispiel am „kleinen“ HSV im Norden!

    Wir sind in Würde als Tabellenletzter aus der Liga abgestiegen – sportlich vollkommen zu recht – nicht zum ersten Mal…ähem!

    Aber wir haben unseren Kehraus durch (fast) alle Instanzen gemacht und haben aktuell eine sehr gute Stimmung unter den Fans und im Verein. Martin Kind lieben wir vielleicht nicht, aber er hat den Verein zumindest finanziell auf solide Füße gestellt, dafür respektieren und achten wir ihn wenigstens!

    Wir steigen vielleicht dieses Jahr nocht nicht auf, wer weiß… Aber der Verein ist finanziell selbst in Liga 2 gesünder, als der „große“ Bruder aus Hamburg!

    Ich wünsche euch als Wahl-Hamburger, der seit über 10 Jahren in dieser schönen Stadt lebt, wahrlich nichts schlechtes. Nur so, wie der HSV von 1887 das macht, wird das nix werden!

    Warten wir die Zeit ab und schauen wir mal wo 96 und der HSV in 5 bis 10 Jahren stehen werden. Ich schätze 96 wird im Mittelfeld der 1. Liga stehen und der HSV wird insolvent sein in Liga 2 bis 3. Da, wo 1860 München sich mittlerweile tummelt… Ein Jammer, aber wohl realistisch.

    Man weiß allerdings nie wofür es gut ist. Ich hatte meine schönsten Tage im „Niedersachsen-Stadion“ 1997/1998 als wie in der Regionalliga (damals noch 3. Liga) mit Jungs wie Gerald Asamoah, Fabian Ernst, Sebastian Kehl und Otto Addo gespielt haben!

    Vielleicht muss man mal soweit runter, um den ganz großen Kehraus bei so einem Verein wie dem HSV von 1887 überhaupt machen zu können!

    Ich wünsche euch das nicht, aber sehr lange werdet ihr in der ersten Liga nicht mehr so weiter „murkseln“ können. Siehe VfB Stuttgart. Hätte auch niemand gedacht, dass es bei einem solchen Verein mal soweit kommen würde…

    Trotzdessen viel Glück für diese Saison. Ihr werdet es definitv brauchen!

  20. Didi-der-Grosse 2. September 2016 um 08:47 Uhr

    Der Rentnerblog wird ab und zu mal von mir besucht. Nicht weil ich mir da Neuigkeiten erhoffe, sondern lediglich um zu sehen was der Idiot Scholz als nächstes für ein Scheiss baut. Er ist eigentlich der Didi Beiersdorfer der Blogszene. Er scheint sich ja den Bock geleistet