Das Kartenhaus

Für ihr Geld erhalten die Investoren Zinsen in Höhe von fünf Prozent. Zehn Jahre läuft die Anleihe. Besichert ist das Papier mit dem Wert des Volksparkstadions. Sollte der HSV insolvent werden, würde die Arena an die Anleihe-Investoren fallen.

Hoffentlich haben die „Investoren“ im Vorfeld ihrer Investitionen prüfen lassen, wem das Stadion eigentlich gehört. Man hätte sich vielleicht einmal bei der Stadt Hamburg schlau machen sollen, aber – macht ja nichts.

Mit dem Erlös aus der Platzierung kann der HSV seinen Gönner Klaus-Michael Kühne (79) bedienen,…

Wieso denn bedienen? Ich denke, das sind alles versteckte Schenkungen…

Irgendwann wird dieses Kartenhaus in sich zusammenfallen und die Exzellenzen werden eine rauchende Ruine zurücklassen. Sie selbst sind dann natürlich bereits über alle Berge und mir tun jetzt schon die armen Schweine leid, die den Dreck auffegen dürfen. In welcher Liga auch immer.

Es grüßt herzlich der HSV Handball!

 

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/hsv-fussball-bundesligist-verkauft-stadion-anleihe-a-1110749.html#spRedirectedFrom=www

Von | 2016-09-03T07:31:39+02:00 3. September 2016|Allgemein|5 Kommentare

5 Comments

  1. Mosche 3. September 2016 um 07:54 Uhr

    Moin Grave,

    so einfach ist das nicht.

    Die Stadt hat Ihre Finger bei der HSV Stadion HSV Vermögensverwaltungs-GmbH & Co. KG im Spiel ?

    Absicherung von Anleihen über Grundschulden im Insolvenz Fall stellt sich als sehr kompliziert dar.
    Verwalter müssen bei der Abwicklung viele Faktoren berücksichtigen.

    Fakt ist natürlich, dass Kühne seine Kreditlinie zurückhaben möchte. Wahrscheinlich hat er sich den Spass wohl auch mit mehr als 5% verzinsen lassen. (MARKTÜBLICH) 🙂
    Für den Schuldenberg des HSV bleibt am Ende eine Anleihe, die mit 5% für den Club günstig erscheint.
    Hoffentlich kann der Verein die Anleihe als Emittent kündigen.

    LG und schönes Wochenende

  2. Kugelblitz 3. September 2016 um 09:49 Uhr

    verstehe ich den artikel des manager-magazins richtig?

    man leiht sich 40 mio, zahlt innehalb 10 jahre 20 mio zinsen. nach 10 jahren erfolgt die rückzahlung der anleihe.

    kosten also 60 mio, um jetzt 25 mio (plus zinsen) abzulösen?

  3. Kerberos 3. September 2016 um 11:01 Uhr

    .
    Die Stadt Hamburg hatte das Stadion 1998 inkl. Grundstück für DM 1,- an die HSV-Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG übertragen; die Stadt Hamburg ist vollständig raus.
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    Die Verbindlichkeiten des HSV erhöhen sich durch die Stadionfinanzierung um ca. 15 Mio, da die „Altschulden“ auf das Stadion aus dieser Anleihe zurückgezahlt werden sollen.
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    5% ist aktuell der marktübliche Zinssatz einer Anleihe für einen schwachbrüstigen Emittenten wie den HSV ohne Sicherheiten.
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    Der Zinssatz zur Immobilienfinanzierung im erstrangigen Bereich liegt bei Banken aktuell zwischen 0,5% und 1% bei einer Laufzeit von 10 Jahren.
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    Überdies bestehen aktuell Möglichkeiten der Immobilienfinanzierung über kommunale Träger zu 0% (vergl. Stadionfinanzierung in Freiburg).
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    Die Rechte des gesicherten Gläubigers im Insolvenzverfahren wurden zum 01.01.2014 neu geregelt; einfacher ist es tatsächlich nicht geworden. Die Insolvenzordnung sieht in § 49 für unbewegliche Sachen als Kreditsicherheiten ein Absonderungsrecht vor.
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    Am Ende bleiben gegenwärtig 2 Fragen:
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    – warum diese „Immobilienfinanzierung“ mit 5% !!! über ein paar auserwählte „Pfeffersäcke“?
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    – wo ist eigentlich Klaus Meetz?
    .

  4. alfa 3. September 2016 um 11:49 Uhr

    Ich darf an dieser Stelle mal einen ehemaligen Trainer des HSV ,Armin Veh,zitieren : In Hamburg (HSV) geht um alles andere, aber nicht um den Fussball!
    Diese Tradition setzt sich seit jeher nahtlos fort! Es wird gegriffen was es abzugreifen gibt und die „angeschobenen Prozesse “ werden in 7-bis 10 Jahren zur Reife angesetzt, damit man hier und jetzt
    ja nicht noch erfolgsorientiert wirtschaften muss , und sich eher um die eigenen Finanzen in Ruhe kümmern zu können.!
    Ich schätze mal, dass nicht jeder willige Investor die Stadionanleihe, (vielleicht formell ja aber faktisch nicht ), zeichnen darf, damit ein erlesener Kreis sich 5 sichere % einverleiben dürfen! Und die haben wahrscheinlich Ferienhäuser auf Mallorca oder in Florida, die sie gern guten Freunden zur freien Verfügung überlassen! ?oder?
    Ach was würde ich nicht ein Königreich darum geben, wenn Ich nicht in der Lage wäre mir um vieles Drumherum Gedanken zu machen und unbeschwert und federleicht NUR DER HSV hüpf hüpf, hüpf zu zelebrieren. Da wir aber HSV-Plus wollten und Dietmar Beiersdorfer bekamen, kommt man leider nicht an Gedanken und Sorgen um den Verein herum!

  5. Skeptiker 3. September 2016 um 17:54 Uhr

    Offiziell könnte nur der Aufsichtsrat die Reißleine ziehen. An dessen Spitze sitzt ein leitender Mitarbeiter von Herrn Kühne. Bisher gibt es keinerlei Anzeichen dafür, dass sich dort etwas bewegt. Ansonsten kann nur Druck von Außen gemacht werden. Noch gehen aber zu viele Fans der Mär vom Dukaten-Didi auf den Leim. Trotzdem sollte man, wenn man endlich wieder vernünftigen Bundesligafußball beim HSV sehen möchte, nicht nachlassen, den Finger in die Wunde zu legen, z.B. hier im Blog. Von den Mainstreammedien ist leider nicht viel zu erwarten

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