Zurück in die Zukunft? Bloß das nicht…

Der 3. Spieltag der Bundesliga-Saison 2016/17 steht an und beim Hamburger Sportverein hat man eine veritable Trainer-Diskussion. Überraschend? Nein, eigentlich nicht. Und die Tatsache, dass dies nicht überraschend ist, rührt nicht etwa daher, dass man in Hamburg so unglaublich ungeduldig wäre und dass man hier etwas mit Gewalt erzwingen möchte, was technisch gar nicht möglich ist. Mitnichten, denn die aktuelle Diskussion um Trainer Labbadia haben lediglich die zu verantworten, die den HSV-PLUS-Weg nicht gehen wollten. Denn hätte man sich an die Vorgaben der Initiative gehalten, hätten die Verantwortlichen Geduld ohne Ende einfordern können. Junge, günstige Spieler. Entschuldung. Solides, transparentes Management. Alles wäre den Mitgliedern und Fans zu verkaufen gewesen, aber die Exzellenzen haben sich nun einmal für einen anderen Weg entschieden und mit dem müssen sie nun leben.

Anstatt sich an die Ideen der Mitglieder zu halten, schmeißt man mit Geld um sich als wäre es Monopoly-Kohle, investiert Zig-Millionen in abgehalfterte Altstars, vergibt Fremdaufträge ohne Ende und baut einen Verwaltungs-Wasserkopf auf, der in der Liga seinesgleichen sucht. Darüberhinaus begibt man sich in die komplette Abhängigkeit eines launischen Milliardärs und ist allein komplett handlungsunfähig. Kann man alles machen, aber dann muss man halt auch Ergebnisse liefern. Tut man das nicht, bekommt man Druck und dieser ist jetzt da. Zwar noch lange nicht so, wie es werden wird, wenn man gegen Leipzig und in Freiburg nicht punktet, aber man muss genau jetzt etwas zeigen.

Natürlich ist der Trainer das schwächste Glied in der Kette, das ist so und das wird immer so bleiben. Beim HSV ist es besonders auffällig, dass sich außer Bruno Labbadia niemand öffentlich zu den Spielen äußert. Bei anderen Vereinen sieht man einen Heidel, einen Rummenigge, einen Baumann etc. vor den Kameras, beim HSV wird Bruno vor die Linse geschubst, die anderen Granden verkriechen sich. Natürlich nur so lange, bis man mal wieder gewinnt, dann sind sie wieder da. Aber mit dem Verlierer der Stunde möchte sich niemand sehen lassen, es wird einsam um den Darmstädter. Eigentlich muss man als Beobachter nur auf das erste öffentliche Bekenntnis warten (Beiersdorfer: „Der Trainer steht nicht zur Diskussion“), ab dann kann man die Tage zählen.

Aber, wie gesagt, den Trainer selbst trifft nicht die Alleinschuld. Irgendwie erinnert mich Labbadias Situation an einen Rennfahrer, der von seinem Rennstall-Besitzer einen VW Golf (und zwar einen teuren) hingestellt bekommt und dieser verlangt nun, dass er mit der Karre Bestzeiten auf dem Nürburgring hinlegt. Da der Fahrer weiß, dass das nicht möglich ist, macht er eines: Er sucht eine Abkürzung.

Damit kommen wir zum nächsten Thema, der Spiel-Idee des HSV bzw. der Taktik.

„Unser Plan war es, das Mittelfeld zu überbrücken und lange, hohe Bäller auf Michael Gregoritsch zu spielen, damit der weiterleitet oder ablegt. Das war auch bereits die Taktik im ersten Spiel gegen Ingolstadt.  Michael Gregoritsch war vorn unser Zielspieler. Wir wollten dann gut nachrücken, um dem Leverkusener Pressing zu entgehen“ [Rene Adler]

Jetzt mal im Ernst – soll das ein Witz sein? Das ist die Spiel-Idee einer Mannschaft, die in den letzten 2 Jahren für € 90 Millionen aufgerüstet wurde und die mehr als € 50 Mio. pro Saison kostet? Lange Bälle nach vorn dreschen und dann auf den lieben Gott hoffen? Wahnsinn. Bisher dachte ich, diese Spielweise wäre pure Hilflosigkeit aufgrund mangelnder Qualität, aber ich hätte nie damit gerechnet, dass dies die Vorgabe des Trainers sein könnte. Da fallen mir auf der Stelle 2 Fragen ein.

Frage 1: Wenn ich vorhabe, mein Spiel durch lange Bälle in die Zentrale aufzubauen, warum kaufe ich auf dem Transfermarkt dann schnelle, sprintstarke Spieler mit Stärken im 1 gegen 1 (Kostic, Halilovic, Douglas Santos)?

Frage 2: Wie sieht denn der Plan aus, sollte der Österreicher einmal ausfallen?

Bei aller Liebe, aber diese Aussage macht mich sprachlos und sie lässt nichts Gutes für die Zukunft erahnen.

Aber zurück zur Trainer-Diskussion. Sollte Labbadia in absehbarer Zeit gefeuert werden, braucht man naturgemäß einen Nachfolger und auch hier werden bereits einige Kandidaten gehandelt. Doll, Breitenreiter,sogar Martin Jol ist in der Fan-Verlosung. Meine Meinung: Bitte nicht! Bloß nicht schon wieder eine rückwärts-gewandte Rückhol-Aktion eines verlorenen Sohns. Hat man nicht aktuell mit Beiersdorfer das beste Beispiel vor Augen, dass dies der falsche Weg ist? Jeder „Ehemalige“ steht bei den Fans für irgendeine Zeit, für irgendeinen Erfolg und das Begehren, diese Zeit zurück zu holen, ist groß. Man kann aber die Uhr nun nicht einfach zurückdrehen und man sollte es nicht versuchen. So falsch wie es war, mit Zauderer Beiersdorfer den „Experten mit Stallgeruch“ zu reaktivieren, so falsch wäre es, einen Ex-Coach oder Ex-Spieler zu verpflichten. Der HSV muss endlich den Mut haben, etwas Neues zu probieren, anstatt immer wieder alte Fehler zu wiederholen

Als eines der göttlichsten Argumente für einen Ex empfinde ich immer wieder „Er kennt den Verein“, einfach geil. Was genau soll das eigentlich bedeuten, er „kennt den Verein“? Weiß der Mann, wo das Stadion steht? Findet er den Weg von Winterhude in den Volkspark ohne Navi? Kennt er vielleicht noch die eine oder andere Sekretärin, die beim HSV überlebt hat? Warum genau sollte beispielsweise ein Martin Jol, der 2009 das letzte Mal in Hamburg war, den HSV 2016 kennen? Bullshit. Auch ein Breitenreiter (1998), ein Bernd Hollerbach (2004) oder ein Thomas Doll (2007) kennen diesen HSV nicht (mehr). Vielleicht kennen sie Didi aus gemeinsamen Zeiten, aber eben das muss nicht unbedingt gut für den Klub sein.

Nein, das kann und darf der Weg nicht mehr sein, nicht mehr nach der üblen Erfahrung mit Deadline-Didi, dem Verbrenner. Der HSV muss endlich den Mut haben, etwas völlig Neues zu machen. Es gibt Trainer wie Nagelsmann oder Martin Schmidt oder Hasenhüttl, man muss sie nur finden. Zur Not fragt man einfach mal bei Volker Struth, vielleicht hat der noch einen im Angebot.

 

Von | 2016-09-12T07:24:08+02:00 12. September 2016|Allgemein|26 Kommentare

26 Comments

  1. Leonadomitcabrio 12. September 2016 um 07:51 Uhr

    Ich bezweifel stark, dass man beim HSV bereit ist, einen von dir genannten Trainern die Zügel in die Hand zu geben..
    In der oberen Etage hat eh keiner den Arsch in der Hose. Es fehlt an “ Big Balls“

    Ich werfe mal den Namen Villas Boas in den Raum..

    Man schreit immer nach Trainern mit einer Idee, einem Konzept.

    Das wäre einer, meine Meinung nach..

  2. Björn 12. September 2016 um 08:23 Uhr

    Solange Beiersdorfer etwas zu sagen hat, wird der keinen starken Trainer holen, um sich nicht zu schwächen.
    Damit wäre ein Villas Boas eh raus.

    • Arnold 12. September 2016 um 08:28 Uhr

      Villas Boas wollte wahrscheinlich auch schon immer zum HSV…..

  3. Sven 12. September 2016 um 09:01 Uhr

    Erstmal danke für die faire Beurteilung von BL, ohne hysterisch draufrumzukloppen. Von außen betrachtet, müsste KMK nochmal Geld in die Hand nehmen, um einen Trainer mit Expertise und Durchsetzungsvermögen zu kriegen, der sich den HSV antut, auch (!) um damit seine Karriere fortzusetzen. Allerdings dürfte und müsste der Forderungen in Richtung DB/Vorstand/Vereinsleitung stellen, die zwischen Enteierung und Rauswurf liegen. Will die Führungsriege das?
    Also wird es ggf. wieder irgendwas Mittelprächtiges werden. Da können wir aus Kostengründen auch BL behalten.

  4. Oliver Bruchholz 12. September 2016 um 10:20 Uhr

    Also ich habe mir nochmal Freiburg angeschaut. Ich glaube diese Mannschaft würde sich für Ihren Trainer zerreißen. Immer wieder junge Talente spielen zu lassen ist dort wohl den Gegebenheiten geschuldet aber die machen das beste daraus. Klappt wohl nicht immer. Siehe Abstieg. Ich würde mir nur wünschen das beim HSV eine Mannschaft auf dem Platz steht wo zb. ein Halihovic machen kann was er will um das Spiel nach vorne anzukurbeln und dahinter abgesichert ist. Einfach gesagt: Eine Mannschaft die sich für einen Erfolg zerreißt und zumindest den Fans den Eindruck vermittelt es passiert was. Und Hamburg: Da stellt sich ein Adler hin und erzählt was der HSV für eine Irre Taktik vorgegeben bekommt. Also mir fällt da nichts mehr ein. Und Trainer: Wenn DB einen neuen suchen soll wird er erst mal selbst auf der Bank sitzten und danach eine Übergangslösung bis der ,,Richtige“ frei ist präsentieren. Man könnte schon fast drüber lachen.

  5. Andi Pie 12. September 2016 um 10:35 Uhr

    Jaja, das gute alte britische Kick-And-Rush…
    Frage: holte England in letzter Zukunft einen bedeutsamen Titel?
    Andere Frage: holte Deutschland einen Titel? Ja, und haben die dort Kick-And-Rush gespielt? Oder hatten die 5 verschiedene Mittelstürmer? Nein.
    Woran hapert es also beim HSV?
    An der richtigen Taktik.
    Ich meine mich sehr entfernt noch erinnern zu können, dass eine Taktik auf den Gegner abgestimmt wird.
    Oder man ist spielstark genug, seine eigene Taktik zu verfolgen.
    Beim HSV gibt es weder das Eine noch das Andere.
    Wer ist dafür verantwortlich?
    Ich denke: der Trainer.
    Und wie schon mehrfach dargestellt, mit dem Kader, den Investitionen und den Fähigkeiten Einzelner sollte zumindest etwas Spielkultur erkennbar sein und etwas anderes als Kick-And-Rush rumkommen.
    .
    Wünsche? Wie wäre es mit Happel oder Zebec? Schade, leider ist hier keine Rückholaktion möglich.
    .
    Auch hier stimme ich zu: so wie es Rodolfo grandios und entgegen aller anderer Meinungen geschafft hat, ein neuer Trainer, also ein junger und hungriger Trainer würde wohl ein wirklicher Gewinn sein.
    Nur wer soll das sein?

  6. Der Axel 12. September 2016 um 11:16 Uhr

    Ich bin der Meinung, der Kader tut vor alleines, nämlich Geld kosten. Sonst kann der nichts. Das ist das Produkt der letzten Transferperioden. Seit dem Beiersdorfer das sagen hat, funktioniert rein gar nichts. Nirgends dürfte das Verhältnis zwischen kosten und nutzen derart daneben liegen wie beim hsv.
    Ohne Labbadia über Gebühr in Schutz nehmen zu wollen, aber ich schätze, er traut dem Kader irgendwie einfach nicht mehr zu. Er hat ja früher durchaus bewiesen, dass er einen Team seinen Stempel und sein system vermitteln kann. Warum sollte er das nun alles verlernt haben?

  7. abausb 12. September 2016 um 11:20 Uhr

    Moin,

    was hältst Du oder was haltet Ihr von Gisdol? Wäre der Einzige, der mir einfallen würde, der eben keinen „Stallgeruch“ hat.

  8. Hannes Grundmeyer 12. September 2016 um 11:52 Uhr

    Diese bescheuerten Rückholaktionen haben uns doch in diese Situation gebracht. Beim HSV ist alles nur rückwärts gewandt, alle blicken in die Vergangenheit. Wie toll das doch früher war mit Hotte und Happel. Ja, stimmt, kommt aber nie wieder! Das müssen alle(!) erstmal begreifen. Besonders wir Fans. Und mit Didi Dödel wird das nie was werden. Man muss jetzt das nachholen, was vor 2 Jahren versäumt wurde und endlich einen wirklichen Neuanfang starten. Inkl. neuer Vereinsführung. Wenn Kühne das nicht veranlasst, wird das nie was. Oder glaubt jemand ernsthaft, die Exzellenzen entlassen sich selber?

  9. alfa 12. September 2016 um 12:20 Uhr

    Die Mopo titelt: So hat sich Didi verzockt! Ach was, das ist denen also gestern aufgegangen! ?

    • Gravesen 12. September 2016 um 12:44 Uhr

      Diese Vorstands-Karikatur ist doch nicht mehr ernst zu nehmen.

  10. Skeptiker 12. September 2016 um 12:43 Uhr

    Himmel, bloß nicht wieder irgendwelche Rückholaktionen! Jetzt muss der Resetknopf gedrückt werden, und zwar bis zum Anschlag! Management neu, und zwar komplett! Neuer, kompetenter Trainer ohne Stallgeruch! Dann gibt es vielleicht noch eine Restchance! Pro Zukunft! Contra Dino und dieser dusseligen Stadionuhr!

  11. Weltmeister 12. September 2016 um 13:44 Uhr

    Nachdem vor einigen Monaten HSV-Investor Alexander Margaritoff verstarb, ist nun auch Ernst Burmeister gestorben.
    http://m.manager-magazin.de/politik/artikel/a-1111935.html#spRedirectedFrom=www
    .
    Zahlreiche Medien berichten über die bedauernswerte Sache, aber die tausendköpfige Presseabteilung des Clubs scheint der Tod eines wichtigen Gönners wieder einmal nicht zu interessieren?
    Sie berichten vermutlich lieber davon, dass Dauerpatient Jung heute Geburtstag hat und ob Diekmeiers Schlüpfer optisch zum pink-schockt-Trikot passt…
    .
    Hochgradig erbärmlich!

    • Gravesen 12. September 2016 um 14:07 Uhr

      Muss doch nicht sein. Man hat von den Jungs das Geld abgegriffen und damit ist gut. Wichtig ist, dass sich Dickie verletzt hat (wobei eigentlich?) und dass die Beachvolleyball-Mädels Sand am Hintern haben. Dieser Verein taugt nicht mal mehr zum fremdschämen.

  12. WolleRolf 12. September 2016 um 14:12 Uhr

    Breitenreiter fällt für mich allerdings nicht zwangsläufig in die Kategorie „verlorener Sohn“, dass er vor 20 Jahren mal zufällig beim HSV war, darf ja nun auch kein Ausschlusskriterium sein.

    Ist doch ein guter Trainer, hat bei Schalke nach gutem Start vielleicht auch Pech mit den Ansprüchen der Fans/des Vorstands (und natürlich den Ergebnissen) gehabt und finanziell gibts sicherlich auch teurere Alternativen, sollte Labbadia wirklich beurlaubt werden.

    • Skeptiker 12. September 2016 um 14:56 Uhr

      Bei Breitenreiter würde ich dir zustimmen, das könnte man ausloten.

  13. ausgegliedert 12. September 2016 um 14:42 Uhr

    Aha…lt. SpoDi gab es keinen Defensivallrounder, der sofort weitergeholfen hätte. Oder gab es nur keinen, der nicht auch den nötigen „Glanz“ auf den Lieferer geworfen hätte, wie Ginter? Man weiß es ja nicht.
    Da ist es dann auch weniger wichtig, ob man noch schnell einige Mios für einen LV aufwendet, der ob seiner Nationalität evtl. auch nicht schnell funktioniert. Obschon der Stammspieler nun bei weitem keine großen Leistungen in petto hat.
    Man kann wirklich nur noch fassungslos den Kopf schütteln.

  14. Goldfather 12. September 2016 um 17:12 Uhr

    „Unser Plan war es, das Mittelfeld zu überbrücken und lange, hohe Bäller auf Michael Gregoritsch zu spielen, damit der weiterleitet oder ablegt. Das war auch bereits die Taktik im ersten Spiel gegen Ingolstadt. Michael Gregoritsch war vorn unser Zielspieler. Wir wollten dann gut nachrücken, um dem Leverkusener Pressing zu entgehen“ [Rene Adler]

    Grundsätzlich ist an dieser Strategie nichts auszusetzen, sofern man in der Lage ist in der Defensive präzise zu arbeiten. Atletico Madrid bedient sich höchst erfolgreich dieser Strategie und zwar sowohl in der Meisterschaft, als auch in der CL wenn es gegen Teams wie Real Madrid, FC Barcelona oder den FC Bayern geht.
    .
    Ein wie Team wie Atletico Madrid verfügt nun einmal nicht über derart spielstarke Spieler wie andere Topmannschaften, so dass gar nichts anderes übrig bleibt als in mit zwei konsequent agierenden Viererketten die Räume vor dem eigenen Strafraum extrem eng zu machen und nach Ballgewinn schnell umzuschalten.
    .
    Für sämtliche Teams der Bundesliga gilt übrigens nichts anderes, da die Bayern selbst dem BVB oder Gladbach spielerisch haushoch überlegen sind. Doch was bedeutet es spielerisch überlegen zu sein? Es bedeutet Spieler zu besitzen die Bälle besser annehmen können. Bälle verspringen nicht so häufig so dass der Ball in den eigenen Reihen zirkulieren kann. Topspieler können Bälle in vollem Lauf sinnvoll verarbeiten während Spieler beim HSV es noch nicht einmal im Stehen hinbekommen einen Ball anzunehmen und präzise zu passen.
    .
    In Topmannschaften ist die Ballzirkulation derart schnell und unterbrechungsfrei, dass Teams wie der HSV zweistellig nach Hause geschickt werden würden, wenn sie sich auf eine offene Partie einlassen würden. Leverkusen ist dem HSV spielerisch soweit überlegen, dass es locker für ein 5:0 in 90 Minuten reicht. Von Mannschaften, die regelmäßig die Gruppenphase in der CL überstehen, ganz zu schweigen.
    .
    Doch leider unterscheidet sich Bruno Labbadia von Diego Simeone, dem Trainer Atleticos, dahingehend, dass er es nicht schafft die Konzentration seiner Spieler über volle 90 Minuten aufrecht zu erhalten. Atletico ist in der Lage extrem präzise in der Defensive zu agieren und gleichzeitig immer gefährlich zu sein mit Antoine Griezmann.
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    Wood ist zwar (noch) kein Griezmann aber er zeigt gute Ansätze um einer zu werden, so dass er in jedem Spiel seine Möglichkeiten bekommen wird. Entscheidend für diesen taktischen Weg des HSV ist also die zentrale Defensive die in der Lage sein muß zwei Viererketten exakt zu dirigieren.
    .
    Der Einzige dem dies halbwegs zuzutrauen ist heißt Emir Spahic, so dass man leider befürchten muß, dass die Strategie Labbadias an der Qualität seiner zentralen Defensivspieler scheitern wird. So gesehen hat Beiersdorfer so schnell wie möglich einen zentralen Defensiven nachzuliefern der intelligent und passsicher in der Lage ist die Defensive zu organisieren.
    .

    Labbadia hingegen benötigt die Unterstützung eines erfahrenen Sportpsychologen, um Trainingsformen zu erarbeiten, welche die Konzentrationsfähigkeit des Kaders drastisch erhöhen und die Ballzirkulation positiv beeinflußen.
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  15. Schenkelklopfer 12. September 2016 um 17:48 Uhr

    Villas Boas wäre meines Erachtens keine gute Wahl. Kennt die Liga nicht, spricht eine andere Sprache usw. Was wir brauchen ist ein Mann mit klaren Vorstellungen und Hunger nach Erfolg.

    Ich finde nicht, dass die Darbietung in Leverkusen ganz Ok war. Nicht mit dem Kader. Gut, nach hinten war bis auf die letzten 15 Minuten alles dicht, aber was ging denn nach vorne? Wenig bis nichts. Ohne Leno hätten wir nicht mal ein Tor gemacht und ist es nicht Sinn des Spiels auch Tore zu erzielen und nicht nur welche zu verhindern?

    Lange Bälle auf den Zielspieler (was ein Wort) Gregoritsch. Sorry aber das ist für mich ein Armutszeignis für den Trainer. Bevor ich einen solchen Fussball a´la Darmstadt (und die können das besser) spielen lasse, werfe ich meine neuen, noch nicht angekommenen, noch laufwegsunerfahrenen und noch-nicht-soweit Spieler ins kalte Wasser. Bei allen Vereinen gehts das, nur beim HSV nicht. Ich wette meinen Kopf, dass z.B. ein Gnabry bei uns nicht gespielt hätte. Selbst wenn alle Stürmer verletzt wären nicht. Vorher wäre Cleber auf der 9 gelandet.

    Leistungsprinzip! Es kann nicht sein, dass ein Spieler, der gerade eine Woche da ist, einem anderen, der hier schon Jahre ehrliche Arbeit verrichtet, vorgezogen wird und sofort spielt. Was bitte ist denn das für eine Aussage? Sowas können sich vielleicht die Bayern und Dortmunder erlauben, aber doch nicht ein Verein, der auf einigen Positionen denkbar schlecht, sprich nicht bundesligatauglich besetzt ist.

    Ich könnte Stunden so weiterschreiben, aber das haben wir alle schon hundertfach gelesen und gehört. Nur die da oben, die das Sagen haben, die wollen das nicht hören und verbarrikadieren sich hinter ihrer Wagenburgmentalität und machen auf Friede-Freude-Eierkuchen. Wie in jedem Unternehmen braucht es Entscheider, Leute die vorangehen und ohne Sentimentalitäten den Takt vorgeben.

    Auch ich hätte gerne einen neuen Trainer. Aber ich habe Angst davor, denn ich befürchte auch diese Personalentscheidung wird ein Schuss in den Ofen sein. Man hätte Ende der letzten Saison schon reagieren müssen bzw. noch früher um zu Beginn der Vorbereitung einen neuen Mann zu haben. Jetzt ist der Markt verlaufen und es bleibt mal wieder nur ein fauler Kompromiss. Wenn es denn so kommen sollte, so hoffe ich, dass wenigstens nur bis Saisonende geplant wird und man sich gleichzeitig um einen fähigen Trainer für die nächste Saison bemüht.

  16. Nift 12. September 2016 um 19:29 Uhr

    Bruno ist die Ärmste Sau. Jede Wette dass er immer wieder auf die fehlende Qualität in der Innenverteidigung hingewiesen hat und einen Innenverteidiger gefordert hat, der geordneten Spielaufbau kann. Cleber kann es nicht und Djourou auch nicht.
    Dennoch muss man ihm vorwerfen dass er trotz dieser offensichtlichen Probleme eine Mauerstrategie und verfolgt. Mit den Offensivkräften müsste nach vorne mehr gehen und Ball länger in den vorderen Reihen zu halten und zu kombinieren sein. Ich bleibe dabei wenn man nicht unendlich viel Geld für den nächsten Trainer ausgibt: Thomas Doll könnte ich mir für diese Mannschaft sehr gut vorstellen. Und ich werde nicht müde darauf zu verweisen was er in Ungarn geleistet hat.

    Was mich aber am aller aller meisten an der jetzigen Situation ärgert ist dass der trantütige Beiersdorfer nichtmal hinbekommen hat zwei talentierte 18 jährige Innenverteidiger aus einer zweiten europäischen Liga zu holen, die ein halbwegs vernünftiges Passpiel haben und denen man zutraut auch nur eventuell mal gute Bundesliga Spieler zu werden. Bei Djourou und Cleber habe ich diese Hoffnung längst aufgegeben.

    Und um nochmals mit Trainer Namen um mich zu werfen: Louis van Gaal könnte hier ein mal richtig ein junges Team formen. Mit Mut gute Talente ranführen, auf einen Porath setzen etc. Es sind einfach zu viele Altlasten im Team, die zeitgemäßen Fußball verhindern.

    Hoffentlich ist der nächste große Transfer von Kühne ein richtiger Klasse Trainer mit großer Entscheidungsbefugnis!

  17. BerndH60 12. September 2016 um 20:38 Uhr

    Vielleicht ist der übernächste Trainer die ersehnte Lösung der Probleme.
    Den nächsten Trainer verpflichtet garantiert der Zauderschlumpf, denn ich bin überzeugt, daß uns der GröSpaZ bis zum Vertragsende 2017 erhalten bleibt. Warum sollte KlauMi das Fass vorzeitig aufmachen, wenn es sich doch so schön in einem Jahr geräuschlos erledigt?
    .
    Zieht euch also warm an und freut euch auf Friedhelm Funkel, Peter Neururer oder maximal den schon vorher bei Bremen entlassenen Skripnik.

  18. Bernd Schmitz-Grube 12. September 2016 um 23:28 Uhr

    „Es gibt Trainer wie Nagelsmann oder Martin Schmidt oder Hasenhüttl, man muss sie nur finden. “

    Danke für diesen Blog Grave. Alles mal wieder auf den Punkt. Ich hoffe auch inständig, das es keine Trainerrückholaktion „mit Stallgeruch“ geben wird.

    Aber noch ist Labbadia da. Aber es ist wirklich eine Frage der Zeit. Glaub irgendjemand im Ernst daran, dass man gegen Leipzig einen Blummentopf gewinnen kann? Ich nicht!

  19. alfa 13. September 2016 um 07:06 Uhr

    Man man man, als erstes guckt man sich das Laufband bei Grave an, um zu sehen ob Didi und Bruno schon urlaubsreif waren und in den Sack gehauen haben, damit man sich wieder mal ne Karte holen kann und “ ohne Angst wieder ins Stadion “ gehen kann. Als nächstes denkst du wenn Bruno noch da ist werden die Jungs bestimmt „brutal hart arbeiten “ um die Zuspiele auf den Kopf von Gregarl zu verfeinern. Also man sieht es ist immer Hoffnung da!

  20. nebu 13. September 2016 um 18:18 Uhr

    Grave,
    der HSV soll kontrolliert abstürzen und dann in die Hände von KMK übergehen (-so er dann noch lebt).
    Anders kann ich mir die Ausführungen von „Kerberos“ im Zusammenhang mit der ganzen Transfer-/Trainer-/Personalpolitik nicht erklären.

    Alle bisher getätigten Aktionen lassen den HSV nicht absteigen. Aber auch kaum mehr als der Klasenerhalt wird möglich sein.

    Ist das das Ziel der Exzellenzen?

    PS: Bitte lass Scholle etwas in Ruhe. Er ist weder als Schreiberling noch als Reporter begabt. Er macht Fehler ohne Ende. Aber er ist HSV Fan durch und durch. (Das wirst du mir wohl um die Ohren hauen, aber okay)

    • alfa 13. September 2016 um 19:18 Uhr

      Lieber Nebu, wenn ich , ich vermute auch du , unsere Jobs so halbseiden nichts halbes nichts ganzes verrichten wie der Plattfisch, würden wir am Hungertuch nagen! Wenn jemand sich Journalist nennt dann muss er auch konkrete Einschätzung der Sachlagen rund um den HSV wiedergeben, und wenn es nur Subjektiv ist. Vom Plattfisch liest man u.a. alles was der Trainer an Aufstellung, und Taktk bzw.
      Auswechselungen tätigt könne man hinterfragen , uner würde alles anders machen und betont im selben Satz dass dieser Trainer absolut der richtige ist. ??
      Und wenn man echter Fan ist, hat man als Journalist allemal auch das Recht und die Verpflichtung aktuelle Entscheidungs-und Entwicklungsprozesse zu kommentieren und sich auch ggf. dagegen zu positionieren!
      Wenn ich gefragt werde ob ich wieder eine DK habe, sage ich Nein weil ich den aktuellen Entscheidern nach leidvoller Erfahrungen nichts zutraue! Das bedeutet ja nicht dass man seine Loyalität dem Verein gegenüber versagt! Wenn Mann willfährig jeden weg begleitet, versündigt man sich eher am Verein, was Grave ja eigentlich des Öfteren immer und immer bedauernd (ich denke schon ) feststellt!

      • nebu 14. September 2016 um 18:31 Uhr

        Hej Alfa, wenn du als „echter Fan“ deine Dauerkarte wegen der Leistung der Truppe nicht verlängerst bedeutet es genau das. Deine Loyalität hat massiv gelitten. Dann bist du nach deiner eigenen Definition kein „echter“ Fan mehr.

        Und dass Grave genau „immer wieder bedauernd“ gesagt haben will möchte ich zitiert haben.

        Und der „Plattfisch“ isn netter. Nur im falschen Beruf

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