Kühne gegen Red Bull oder Diese Verblödung macht einfach nur noch sprachlos

„Was Red Bull in Leipzig macht, ist schon eine harte Form der Kommerzialisierung“, sagt Nils Krüger. Der Mitgründer des Fanclubs HSVInside hat zu einem Fanmarsch gegen Red Bull aufgerufen

Es ist noch gar nicht so lange her, da schrieb ich einen Blog mit dem Titel „Das größte Kapital des HSV ist die Dummheit seiner Fans“ und unglücklicherweise könnte man diesen Blog im Wochen-Rhythmus aktualisieren. Nicht nur, dass sich die Hüpfer in den rosa Nachthemden Woche für Woche von ihren heiligen Exzellenzen bis zur Besinnungslosigkeit verarschen lassen und die Propaganda in BILD, Mopo und Abendblatt immer dann für bare Münze nehmen, wenn es in den Vereinsbrillen-Kram passt, nein, jetzt will man auch noch gegen einen anderen Verein marschieren. Mal ehrlich, haben die eigentlich keine anderen Probleme?

Hümörbömbe

Red Bull steht also für Kommerzialisierung? Und wofür steht ein HSV, der ohne einen Milliardär bereits seit Jahren ohne gültige Profilizenz in der 4. Liga bolzen würde? Für Gemeinnützigkeit? Wie bescheuert kann man eigentlich noch sein? Und warum veranstalten diese Penner dann eigentlich keinen Marsch gegen ihren eigenen großen Vorsitzenden, der immerhin fast 2 Jahre für genau diesen „Kommerz-Verein“ arbeitete und von dem großen Kommerz-Satan Dietrich Matteschitz ein fürstliches Gehalt abgriff? Ach halt, das ist ja etwas vollkommen anderes. Wahrscheinlich wollte Deadline-Didi damals in Salzburg dieses unheilige Unternehmen unterwandern und an den Rand des Ruins führen, so, wie er es jetzt mit dem HSV macht.

Es tut mir leid, aber diese Verlogenheit macht mich krank. Ausgerechnet die Anhänger des HSV, der aufgrund eklatanter Misswirtschaft über Jahrzehnte allein nicht mehr handlungsfähig und auf fremde, kommerzielle Hilfe angewiesen ist, sollten einfach mal die Fresse halten. Aber nicht nur das. Sie sollten mit Neid nach Leipzig blicken, wo man  einen Plan hat. Wo man Millionen in Infrastruktur und Nachwuchs steckt. Wo man beim Aufbau einer überdurchschnittlichen Profi-Mannschaft eine klare Strategie verfolgt und nicht wie in Hamburg, wo man das Geld zentnerweise verbrennt, sich dabei aber regelmäßig die eigenen Taschen vollstopft. Aber um das zu verstehen, dafür fehlt ca. 90% dieser sogenannten Fans leider das notwendige Blut zwischen den Ohren.

Ach ja, dann kommt noch die Geschichte mit der Tradition, die den Bullen aus Leipzig ja bekanntlich fehlt. Ich frage mich ja immer wieder, wie 17-jährige Transparenten-Maler auf eine Tradition stolz sein können, zu der sie selbst weniger als nichts beigetragen haben. Zu der ca. 98% der Hirnis nicht mal zwei zusammenhängende Sätze äußern könnte. Und überhaupt – haben nicht ausgerechnet die HSV-Mitglieder ihre eigene „Tradition“ am 25.05.2014 komplett über den Haufen geworfen, als sie für eine Ausgliederung (und somit gleichzeitig für eine umfassende Kommerzialisierung) der Profi-Abteilung stimmten? Investoren, Spekulanten, Profiteuren wurden Tür und Tor geöffnet und jetzt demonstriert man gegen Kommerzialisierung? Wahnsinn.

Tatsächlich geht es diesen Vollidioten überhaupt nicht um RB-Leipzig, gegen Geld oder Kommerz. Es geht darum, irgendeinen Klassenfeind zu kreieren, damit man mal wieder gegen irgendwas brüllen kann. Hakan ist schon zwei Jahre weg, Tah macht auch kaum noch Sinn, wogegen können wir denn jetzt mal sein? Hey, die anderen sind ja auch gegen den Brause-Club aus Leipzig, dann schließen wir uns doch mal an. Geil. Endlich wieder Krawall und vielleicht kommt ja auch das Fernsehen.

Wenn diese Einzeller clever wären (was sie aber nie sein werden), dann würden sie gegen ihre eigene Vereins-Führung marschieren, denn die schadet „ihrem“ Verein deutlich mehr als ein Verein aus dem Osten der Republik, der den Plan umsetzt, den der HSV gern hätte. Ich jedenfalls wünsche RB Leipzig, dass das Konzept aufgeht, weil ich einfach gern guten Fußball sehe. Und ich wünsche mir, dass die Leipziger den Brüllfröschen mit den Blöd-Transparenten das Maul stopfen.

Timo Horn, Chef der HSV-Supporters, hat hierzu eine klare Meinung. „RB Leipzig ist in eine neue Dimension vorgestoßen. Marketing kann ein Mittel zum Zweck Fußball sein. Wenn der Fußball als Zweck zum Marketing benutzt wird, finde ich das aber schwierig“

Herrjeh Horn, schalte doch mal das kleine Gehirn ein. Rate mal, warum „Fly Emirates“ jedes Jahr  ca.  6 Mio. dafür überweist, damit der Schriftzug der Airline auf dem Hamburger Trikot klebt.  Warum haben AOL, HSH Nordbank und Imtech wohl über all die Jahre die Kohle überwiesen? Ach, die hatten die Raute im Herzen und kein Marketing im Sinn. Jetzt verstehe ich endlich….

Und noch was. Glaubt eigentlich jemand ernsthaft, dass die Weltmarke Red Bull tatsächlich einen Bundesliga-Verein braucht, um zu noch mehr Markenbekanntheit zu gelangen?

Angeblich mehr als eine halbe Milliarde Euro lässt Red Bull jedes Jahr aus seinem gewaltigen PR-Etat für Sportsponsoring springen

Formel 1, Skispringen, Kunstfliegen, Klippenspringen, Rennboot-Veranstaltungen und sogar Fallschirmsprünge aus dem Weltall – überall hat Red Bull seine Hände im Spiel. Und eine letzte Frage: Haben eigentlich diejenigen, die jetzt Fan-Märsche organisieren oder abgeschlagene Bullenköpfe auf Spielfelder werfen auch aus voller Seele gepfiffen, als der Deutsche Sebastian Vettel mit einem RED BULL Formel 1 Weltmeister wurde?

Scheinheiligkeit ohne Ende.

Der Hamburger Sportverein als Verein erlaubt am kommenden Wochenende Anti-Leipzig-Plakate, ist selbst aber nicht in der Lage, auch nur mit einer Silbe auf den tragischen Tod seines Investors Herrn Burmeister zu reagieren, genauso, wie man es bereits beim Tod des Investors Margaritoff unterließ. Stattdessen feiert man auf der hauseigenen Website Rollstuhl-Medaillen und Webmail-Adressen. Ich kann gar nicht zum Ausdruck bringen, wie sehr ich mich als ehemaliger Spieler und ehemaliges Mitglied für diesen Verein schäme.

Von | 2016-09-15T13:46:49+02:00 15. September 2016|Allgemein|20 Kommentare

20 Comments

  1. Mosche 15. September 2016 um 07:57 Uhr

    Moin Grave,
    hier würde ich Dich bitten etwas über den Tellerrand hinauszuschauen.
    Die Fans / hirnlose Idioten haben dafür gesorgt, dass in den letzten 30 Jahren Stimmung in der Bude wahren.
    Auswärts hat der Support teilweise keine Grenzen gekannt. Du solltest andere Menschen nicht an Deinen persönlichen Ansprüchen messen! Diese hirnlosen Idioten machen sich keine Gedanken über Deine angesprochenen Zusammenhänge.
    Korrekt!
    Ist aus meiner Sicht auch gut so, weil Dein Support Grave hat sich in der Kurve, in den letzten 30 Jahren, wahrscheinlich in Grenzen gehalten ? 🙂 Du kannst Dich bequem mit Deiner Denkweise distanzieren. Das gelingt den meisten Supporter nicht.
    Diese Supporter sind die Seele des Fussballs, bringen die Stimmung in die Stadien und stellen Familie, Beruf, etc. ziemlich hinten an.
    Der Anführer der „Hirnlosen“ Jojo Liebnau hat damals vom Verkauf des Vereins gewarnt. Viele Anhänger haben dem Verein damals den Rücken gekehrt. Heute ist dies im jedem Spiel zu spüren. Allerdings findet Tradition wieder Gehör in der Branche um Millionen und Milliarden! Es gibt immer mehr mahnende Worte.
    Der Kopf der Fans weiss um den Umstand, dass der HSV ähnlich agiert wie RB Leipzig. Das Herz der Fans hängt immer noch an der Tradition, dem e.V. vor 2014 ! Deshalb gibt es diesen Protest. Vielleicht in Begründung mit der Sehnsucht nach alten Zeiten! Jetzt hat der HSV nämlich Nichts mehr.
    SCHULDEN, VERKAUFTER VEREIN, SPORTLICHE AHNUNGSLOSIGKEIT
    Um Platz 12-15 in der Liga hätte man auch mit den alten Strukturen spielen können.
    (Voraussetzung, andere handelnden Personen)
    Noch etwas Grave, die Fans sollten lieber gegen die Führung wettern. Viele, viele Jahre haben die „Supporters“ die Verantwortlichen kritisiert und wurden als „hirnlos“ abgestempelt. Dann haben die HSV Touristen (neue Form der HSV Fans) es mit HSVPlus versucht. Vielleicht weniger hirnlos, aber auch nicht mit dem Herzen dabei. Gewählt, und ? Das Ergebnis bekommen wir von Dir ausführlich geschildert. Heute gibt es fast nur noch HSV Touristen im Stadion. Oder wer glaubst Du, zieht sich diese besch… Rosa Trikots an 🙁

    Ich wünsche mir manchmal die CFH zurück. Hör bitte auf die letzten Supporter um Timo Horn bloss zu stellen.

    Think about it !

    • Gravesen 15. September 2016 um 08:27 Uhr

      Deine Meinung, die ich respektiere, ich sehe es komplett anders.

  2. Peter Lustig 15. September 2016 um 08:50 Uhr

    Faire Antwort von dir , Grave.
    Ich denke die Wahrheit liegt irgendwo zwischen den beiden Meinungen.

    Ich habe die Sky Reportage der Bullen gesehen und mir kamen fast die Tränen, als ich dieses tolle Konzept vom Brain Rangnick erklärt bekommen habe. Warum nur kann ein Mensch sowas nicht mal in Hamburg aufbauen? Wir kriegen ein Jugendleistungszentrum ohne Spielphilosophie. Jedes Jugendteam und sogar unsere U21 spielen anders als die Profis unter Bruno. So schade. Ich wünsche mir einen van Gaal der zwar menschlich schwierig ist, aber einen Verein auf links drehen kann. Bei Favre haben wir die Chance leider verpasst, dass er es noch drauf hat, zeigt er gerade in Nizza.

  3. Gravesen 15. September 2016 um 09:30 Uhr

    Dieses Zitat fand ich vor einiger Zeit im Internet, ich glaube sogar auf der HSV Facebook-Page.
    .

    Tom Par Ich gehe ins Stadion, um alles für die Mannschaft zu geben und nicht, um Fussball zu schauen. Fussball schaut man zuhause aufm Sofa vorm TV . Leider macht es die Mannschaft immoment genau anders herum.. Sie gehen ins Stadion, um uns anfeuern zu sehen und zocken aufm TV Fussball

  4. FaulerZauber 15. September 2016 um 10:00 Uhr

    Sehr schönes Statement, lieber Grave! Ich Fan von Rasenballsport Leipzig kann ich durchaus verstehen, dass man sich an dem Verein RBL, dessen Struktur und finanziellen Möglichkeiten (letzteres gilt für die Bundesligakonkurrenz nicht) reiben kann. Ich muss als Fan des Vereins auch nicht alles gut finden, geht vielen RB-Fans da genauso wie vielen HSV-Fans.

    Letztlich nervt uns nicht, dass es Rivalität, Ablehnung und Kritik gibt, sondern 1.) wie sie artikuliert wird, 2.) dass sie zu oft in blanken Hass umschlägt (und seriöse Kritiker es nicht hinbekommen, sich vom Hass anderer zu distanzieren), 3.) die Doppelmoral bei Konstrukten wie LR Ahlen, das alles bei RB mit Ausnahme der strikten Mitgliederpolitik vorweggenommen hat und 4.) die Anfeindung gegenüber Fans.

    Und Letzteres ist auch mein Anliegen: es gibt nicht den RB-Fan (Kunden), es ist eine sehr heterogene Fanlandschaft mit unterschiedlichen Einstellungen, die bislang – und das möge man bewahren – kaum Krawall macht und zu sehr weiten Teilen gegen Rechts eingestellt ist. Man kann Vereine ablehnen, aber man sollte Respekt walten lassen und v.a. andere Fans respektieren, ohne dass man auf Rivalität verzichten muss.

    Mal ein Lob: beim HSV lese ich glücklicherweise viel mehr differenzierte Töne als bei K’lautern, Ingolstadt und Co.

  5. ExHSVer im Herzen 15. September 2016 um 11:32 Uhr

    Normalerweise lese ich diesen Blog jeden Morgen einfach nur. Denn fast alles spricht mir aus der Seele, weil es sich mit meiner Meinung deckt. Heute muss ich aber mal was dazu beisteuern, weil mir echt die Schlagader schwillt, wie der HSV mit dieses sogenannten „Fans“ umgeht. Es wäre meiner Meinung nach angebracht, sich schon im Vorwege von dieser Aktion zu distanzieren und Anti-Leipzig-Plakate vorher zu genehmigen im Sinne eines hanseatischen Gastgebers. Und mal ehrlich: wen interessiert es schon, was ein paar hirnlose Gestalten mitzuteilen haben? Keinen. Das ganze bringt nichts ausser dass man sich seinem eigenen Lebensfrust und dem typisch Deutschen Neid auf Bessere Ausdruck verleiht.
    Und wenn ich höre, diese Fans sorgen seit jeher für Stimmung? Dass ich nicht lache. Immer die gleichen langweiligen Lieder und Stimmung nur, wenn der Alkohol fliesst und der HSV nicht zurück liegt. Für Stimmung kann nur die Mannschaft selbst sorgen, denn dann bebt das ganze Stadion. So wie vor 10 Jahren. Aber dieser Folterfussball sorgt für alles andere als Stimmung.
    Was jedoch zum maximalen Schämen ist, ist die Tatsache, dass der tragische Tod eines Geldgebers nicht angemessen kommuniziert wird. Ich bin mal gespannt, was Samstag im Stadion dazu gesagt wird. Der gesamte Verein ist nur noch peinlich und ich hoffe, in diesem Jahr steigen die Schergen ab oder bekommen keine Lizenz erteilt.

    Grave, mach weiter so!!

  6. Kerberos 15. September 2016 um 11:40 Uhr

    Ich hatte es an anderer Stelle bereits geschrieben: RB Leipzig ist einfach der falsche Adressat solcher Proteste.
    .
    Denn Mateschitz hatte ursprünglich beiden Leipziger Traditionsklubs seine Unterstützung angeboten. Der VfB Leipzig hatte von Beginn an kategorisch abgelehnt und so wollte Mateschitz am Ende eigentlich den FC Sachsen Leipzig unterstützen und zum Erfolg führen; dieser ging 1990 aus der Fusion des Traditionsklubs BSG Chemie Leipzig mit Grün-Weiß Leipzig hervor, kam wirtschaftlich nicht so recht voran, spielte erfolgreich in der Oberliga, erhielt jedoch vom DFB keine Lizenz für die Teilnahme zum Aufstieg in die 2.te Bundesliga, erste Insolvenz dann 2001…2009… . usw. Genau hier wollte Mateschitz „einspringen“.
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    Auf Grund von massiven Fanprotesten und einer endgültigen Untersagung des DFB nahm Mateschitz dann Abstand von diesen Plänen und gründete mit einer Menge „Wut und Trotz im Bauch“ RB Leipzig,…. .
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    Mateschitz hat dabei KEINEN Verein gekauft oder übernommen; der Verein ist eine Neugründung und schmückt sich daher auch nicht mit geheucheltem Traditionsbewusstsein, sondern ist ehrlich in der Kommunikation nur auf Erfolg ausgerichtet. Übernommen hat RB Leipzig dabei lediglich die Spiel-Lizenz des SSV Markranstädt in der Oberliga.
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    Dies analog HSV-Handball seiner Zeit mit der Spiel-Lizenz aus Bad Schwartau; wobei der HSV hier sogar noch entgeltlich seinen „Namen vermietete“, um eine nicht vorhandene Tradition zu heucheln. Aber das war ja auch in Hamburg und daher natürlich etwas ganz Anderes. Von den Münchner Freezers wollen wir hier lieber gar nicht erst anfangen zu reden.
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    Die Reaktion von Mateschitz mit der Gründung von RB Leipzig ist durchaus nachvollziehbar und so bleibt den Leipzigern – als Gründungsstadt des DFB und Heimat des ersten deutschen Meisters mit dem VfB Leipzig – zumindest neben der allgemeinen historischen „Fußball-Tradition“ auch noch „Top-Fußball im „Zentral-Stadion“ erhalten.
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    Und wie hätten wohl all die heute protestierenden HSV-Fan reagiert, wenn die DFL das „Sponsering“ von KMK beim HSV untersagt hätte. Man kann einfach als HSV-Fan nicht einem von Kühne finanzierten Spieler wie van der Vaart (1.te Verpflichtung) euphorisch bejubeln und RB Leipzig für erfolgsorientiertes Sponsering in die Verdammnis wünschen; zumindest dann nicht, wenn man als HSV-Fan nicht nachvollziehbar als „hirnlos“ bezeichnet werden möchte.
    .
    Und zum Schutz seiner eigenen Fans – die dies vielleicht eben intellektuell nicht überreißen können – und seiner selbst hätte der HSV hier geradezu aus Gründen der Fürsorge die Pflicht gehabt, solche Aktionen, zumindest im Rahmen seiner Möglichkeiten, zu unterbinden. So aber bleibt am Ende wieder nur grenzenloses Fremdschämen für diesen HSV.
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  7. BerndH60 15. September 2016 um 11:47 Uhr

    Niemand, absolut Niemand, auch keine Einzeller, wird das Projekt „Weltliga“ und die dahinter steckende, endgültige totale Kommerzialisierung durch die Sponsoren des Unterfangens, aufhalten.
    Solange sich weltweit schon Fünfjährige Trikots ihrer Topstars zu 150 € das Stück wünschen und dies dann auch bekommen bleibt die Druckmaschine in Betrieb.
    In 10-15 Jahren sind die nationalen Meisterschaften dann nur noch der Blinddarm dieses Systems. Jede Mannschaft, die es bis dahin nicht nach oben geschafft hat, wird dermaßen von TV Geldern und Sponsorenverträgen abgeschnitten, dass man von da an sich selbst nur als Ligafüllmaterial betrachten darf.
    Auch unter diesem Aspekt, Hut ab vor Leipzig, die werden dabei sein.

  8. JB 15. September 2016 um 12:09 Uhr

    Super Kommentar! Ich kann das nur vertreten! Und als Hinweis: Bayern mit Telekom und Allianz, Leverkusen mit Bayer, Wolfsburg mit VW, Ingolstadt mit AUDI…. usw.
    und Leipzig hat halt RedBull …. was ist das Problem?

  9. 1887 15. September 2016 um 12:33 Uhr

    Ich glaube der hsv vermarktet seine Einnahmen durch Kühne auch einfach blöd. Warum gibt Kühne nicht einfach 50mille und bringt dafür Werbung an. Ich möchte nicht wissen was Bayern im Jahr an Werbung einnimmt. Ich weiß auch nicht wieviel zb. Schalke und Hannover von ihren Mäzen bekommen. Fußball ist eine reine Marketing Veranstaltung. Ob das Geld nun von Red Bull, Gazprom, Telekom oder Kühne kommt ist doch egal. Die Bayern und Leipzig machen wohl im Moment noch das beste aus ihrem Geld.

  10. Skeptiker 15. September 2016 um 12:34 Uhr

    An dieser unsäglichen Fanaktion stören mich zwei Dinge gewaltig:

    1. Diese unsägliche Doppelmoral! Man kann gegen Kommerz im Fußball sein, man kann der Meinung sein, dass ein Bundesligaclub als e.V. geführt werden sollte – kann man alles so sehen, meine Meinung ist es nicht, aber kann man machen. Nur ist man dann als Fan bei der HSV Fußball AG absolut verkehrt. Vielleicht sollten die Herrschaften mal ein paar Biere weniger konsumieren, dann besteht vielleicht die Chance, dass es dem einen oder anderen auffällt.

    2. Mich widert es an, wenn man selber absolut nichts vorzuweisen hat, aber gegen andere tritt. Der HSV bekommt seit Jahren weder wirtschaftlich noch sportlich irgendwas auf die Kette. An den letzten sportlichen Erfolg in einem Wettbewerb kann man sich schon gar nicht mehr erinnern. Die Finanzen sind ein einziges Desaster. Selbst die Chance, durch HSV Plus endlich einen erfolgversprechenden Neustart hinzulegen, wird noch durch inkompetentes Personal versemmelt. Wenn die Herrschaften protestieren wollen, sollten sie sich mit ihren Transparenten vor die HSV Geschäftsstelle stellen, da wären sie richtig. Aber nein, man tritt lieber gegen andere. Ich könnte kotzen! Es hat schon seine Gründe, warum der HSV zu den unbeliebtesten Clubs der Liga zählt.

    Sollte das Spiel gegen RB verloren gehen, und es spricht leider wesentlich mehr dafür als dagegen, werden die Medien schön über diese hirnlose Fanaktion berichten und der HSV ist mal wieder das Gespött von ganz Fußballdeutschland. Dazke dafür, liebe Hüpfer!

    • Hinnerk1887 15. September 2016 um 16:51 Uhr

      Super Kommentar. Dem ist nichts hinzuzufügen.
      Leider wird erst sicherlich erst BL treffen und der so kompetente und billige Vorstand darf weiter wurschteln. Und bevor die nicht weg sind, wird nichts besser werden…

  11. seleer 15. September 2016 um 14:34 Uhr

    Am Samstag ist dann Schluß mit Bruno, dann kann er nach Stuttgart und auf 2.Liga machen, das passt besser zu ihm. Nur der HSV

  12. Trombone 15. September 2016 um 14:57 Uhr

    Also ich schreibe nicht so schnell Kommentare, aber ich möchte mich mal an der Stelle bedanken, dass Menschen mit Hirn sich mal mit diesem Thema auseinandersetzen. Hier habe ich zuweilen auch an sonst geschätzten Herren wie Aki Watzke oder Stefan Kuntz gezweifelt, die in Ihren Vereinen Superarbeit geleistet haben, aber in der Öffentlichkeit zum damals aufkommenden Thema RB, Kommerzialisierung, 50+1 und Tradition im Fußball sich schnell selbst disqualifiziert haben. Ich bin RB Leipzig Fan der ersten Stunde und schon in der fünften Liga im Stadion am Bad zugegen gewesen. Ich war früher glühender Lok Fan( zu DDR Zeiten) und habe bei Chemie selbst gespielt.

    Also zunächst gilt mein auffrichtiges Mitleid dem HSV Fan… und ich meine es wirklich aufrichtig und es gilt nicht dem hirnlosen Fan… Der Leidensdruck des gemeinen Leipziger Fußbalfans ist in der 20jährigen Nachwendezeit immens gestiegen und gipfelte in zwei Insolvenzen mit Liquidation(Sachsen Leipzig und zuvor VfB Leipzig als Nachfolger von Chemie und Lok) und ich rede nicht von Insolvenz mit Neubeginn und Spielrecht in der 3.oder 4.Liga wie jüngst zum Beispiel MSV Duisburg. Hier wurde der Sarg aufgemacht und der Fußball zu Grabe getragen in der Stadt der Gründung des DFB und des ersten deutschen Fußballmeisters.
    Als Gegenbeispiel war der BVB 2005 mausetot und darüberhinaus…keine Insolvenz oder Liquidation, wahrscheinlich aus Angst vor einer schnell wachsenden Suizidrate in der Region, nun gut, Watzke kam damals auf die Intensivstaion, ich möchte das nicht weiter bewerten.
    Aus dieser Gemütslage in Sachsen (Dresden klammer ich jetzt mal aus) war das Engagement von RedBull ein Segen und das nachhaltige Konzept ist zukunftsorientiert und springt auf den Zug der Kommerzialisierung auf und schiebt den nicht an.
    Was mich begeistert kann sich jeder noch mal von Ralf Rangnick im Netz erklären lassen bei diversen Talkrunden.
    Und zurück zum HSV, ich mag den Verein (Rene Adler Supertyp) aber was da an Flickschusterei und konzeptionslose Misswirtschaft herrscht, ist kaum zu toppen, also Geld macht nur Sinn wenn man es richtig einsetzt….dass der Kühne das nicht schnallt? Begeisterung und Fankultur bei RB kann sich jeder noch mal beim Spiel RB gegen BVB kommen lassen.

    Und noch ein Wort an die ewig gestrigen Fans zum Thema Tradition

    Hier spreche ich gern mal die Vollpfosten aus dem Osten an wie Hansa Rostock oder Dynamo Dresden.
    Wer sich hier mal mit der eigenen Klubgeschichte befasst, wird schnell merken, dass es wenig Grund gibt, auf
    die eigene Vereinsgeschichte stolz zu sein. Hansa Rostock ist per SED Dekret entstanden in dem in den 60iger
    ein kompletter thüringer Verein (Empor Lauter ) in den Bezirk Rostock abkommandiert wurde…. Dynamo Dresden wurde
    per Befehl zu Dynamo Berlin und bekam nur mit Leipziger Hilfe wieder Startrecht für die DDR Oberliga, weil DHfK Leipzig zurückzog. Tradition wird begründet und ist kein Wert an sich!!

    Also super Blog und ich wünsch dem HSV alles Gute, ich vermute Umdenken bei den Verantwortlichen erst bei Abstieg.
    Wahrscheinlich ist das für eine Neuausrichtung mit Konzept sogar das Beste.
    Mein Tip HSV:RBL 1:3

    Letzte Frage: Wer kann eigentlich noch das Gestammel von Didi Beiersdorfer aushalten?

  13. efehner 15. September 2016 um 16:07 Uhr

    HSV ? lasst uns besser von der „Kühne-Betriebssportgruppe-Hamburg“ sprechen. Das passt besser. Gerade die Fans der KBS-HH sollten ruhig sein und wenn ein Marsch notwendig ist dann doch wohl eher in Richtung des neuen Besitzers KMK !?

  14. Didi-der-Grosse 15. September 2016 um 18:45 Uhr

    VW hat den Hauptsitz in Wolfsburg…. Kann man vertreten, dass die den örtlichen Club unterstützen. Audi – Ingolstadt, Hopp kommt aus Hoffenheim. RB hat nichts mit Leipzig zu tun. Die haben nur einen Standort gesucht, wo die Leute kaum Chancen auf 1 Bundesliga Fussball haben, eventuell auch wegen dem Stadion dass nutzlos rum stand. Daher werde ich den Verein niemals mögen. Es ist nur zur Vermarktung der Marke da.

  15. Rainer Trapp 15. September 2016 um 18:51 Uhr

    Wie geil 🙂 :

    Ralf Hasenhüttl in der PK von Leipzig unter anderem auf die Frage/Aussage, dass ein paar Einzeller beim HSV einen Marsch planen würden:

    „Was ich schon versprechen kann, ist, dass wir, oder unsere Fans, von unserer Seite keinen Protestmarsch gegen Investor Kühne geplant haben! “

    http://www.dierotenbullen.com/feeds/videodetail.html?videoid=b82e58f4-a52e-4c75-8a1e-07d9a8156454 ab 11:30

    • ausgegliedert 15. September 2016 um 21:03 Uhr

      So und nicht anders reagiert man professionell.
      Beim HSV freut man sich, daß nicht gegen die eigenen Verantwortlichen demonstriert wird. Ganz im Sinne des harmoniebedürftigen VV.

  16. Sven 16. September 2016 um 08:56 Uhr

    Um mal eine weitere Lanze für die Professionalität zu brechen: In Sachsen heißen RB Leipzig und der andere „Plastic-Club“ FC International Leipzig mitunter „FC Retorte“ und es wurde anfangs mächtig gefremdelt. Allerdings machen sich die Bullen auch in der Region positiv bemerkbar, indem Sie bei Traditionsmannschaften wie bspw. der BSG Stahl Riesa (schon zu DDR-Oberliga-Zeiten stets eingeklemmt zwischen Dresden und Leipzig) und dessen Fussballakademie, die Nachwuchsarbeit unterstützen (siehe Links). V.a. die Bullen sind hier aktiv. Mal neugierig gefragt: Macht der HSV sowas egtl auch?

    http://stahl-riesa.de/news/allgemeines/noch-freie-plaetze-in-der-fussballschule-der-roten-bullen/
    http://stahl-riesa.de/news/mitteldeutsche-fussballschule-gastiert-3-tage-in-den-herbstferien-in-riesa/

  17. ausLE 18. September 2016 um 02:21 Uhr

    Vorab, auch ich bin Fan vom Rasenballsport Leipzig.

    Wir haben in den letzten 7 Jahren das Ganze drum und dran um RB, Geld, Verein etc schon lange mit und durchlebt (Tradition?) und es war klar, das dies auch in Liga 1 passieren wird. Die Argumente um Pro und Contra ziehen sich wie ein roter Faden durch alle Diskusionen. Ich kann da nur Lächeln, sorry. Wie beim Lesen der Kommentare auf diversen Online-Medien. Es gibt wahrhaft nur EIN! Unterschied und den gibt auch JEDER Leipziger zu. Bei anderen Vereinen war zuerst der Verein da und dann kam das Geld und bei uns war eben zuerst das Geld da und dann kam der Verein!! Ja, dazu stehe ich. Aber was ist daran verkehrt, wenn ALLES den Regeln und Statuten entspricht, angefangen vom Finanzamt Leipzig, dem Sächsischen Fußballverband, dem DFB und weiter bis zur DFL?!

    Dort liegt der Hase im Pfeffer!
    Ob Mülltüten, Bullenkopf, Fan-Proteste gegen RB, alle haben die falsche Adresse. Die Jungs auf dem Rasen und ihre Unterstützer auf den Rängen wollen nur das Spiel mit dem runden Leder beiwohnen. Das man hier in LE dafür die Erfolgs-Formel 3xK (Kohle, Konzept, Kompetenz) einsetzt, zeigt mMn den richtigen Weg.

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