Platz 6 bis 8 :-)

Ganz ehrlich, ich habe mir das gestrige Spiel gegen Eintracht Frankfurt bis zum Ende angeguckt. Nicht etwa, weil ich noch an eine Wende geglaubt habe, noch nicht einmal, weil ich noch eine Resthoffnung auf auf vielleicht 10 Minuten hatte, in der man eine Art Bundesliga-Fußball sehen könnte. Nein, ich war auf die Reaktionen nach dem Spiel gespannt. Ich wollte sehen, wie viele “Fans” den Abpfiff noch erleben würden und ich wollte sehen, welche Spieler oder anderen Verantwortlichen sich im Anschluss den Fragen der Journalisten stellen würden. Und noch eines interessierte mich und hielt mich vom wohlverdienten Schlaf ab: Würde unser aller Sportchef-Simulant nach 2 Punkten aus 8 Spielen jetzt vielleicht doch den Abstiegskampf ausrufen, so, wie es Schalkes Manager Heidel bereits nach dem 3. Spieltag tat?

untergang

Nun, wer etwas verkünden will, muss sich zeigen, das geht nun mal nicht anders. Deadline-Didi aber verschwand wieder einmal, wie er immer verschwindet, wenn es eng wird. Dann lässt er andere die blutigen Nasen kassieren, diesmal war es erneut Rene Adler, dem einzigen HSV-Spieler, dem man nach diesem Match eine Bundesliga-reife Leistung bescheinigen konnte. Adler stand dort also vor den SKY-Mikrophonen und suchte nach Erklärungen, die er nicht preisgeben kann und darf. Anschließend entlud sich der Frust des Keepers, als er in den Katakomben des Stadions ausrastete. “Ich habe kein Bock immer das Arschloch zu sein, das immer alles erklären muss.”  Diese, im Affekt getätigte, Aussage offenbart ungewollt das gesamte Dilemma, in dem der HSV 2016 steckt und in welches er von dem unfähigsten Vorstandsvorsitzenden in der Geschichte des HSV manövriert  wurde: Der HSV hat keine Führung, er hat keine Führungsspieler, er hat niemanden mit Eiern, der in der Lage und bereit ist, Verantwortung zu übernehmen.

Wer jetzt noch denkt, dass dem völlig überforderten Beiersdorfer die Hilfe eines echten Sportchefs fehlen würde, dem ist einfach nicht mehr zu helfen. Wenn der Mann nicht einmal mehr in seiner eigentlich Kernkompetenz punkten kann, was soll er dann noch hier? Reden halten?

Beiersdorfer entlässt nicht, Beiersdorfer demütigt

Diejenigen, die diesen Blog schon ein wenig länger verfolgen, werden es bestätigten können – die Kritik an Verbrennungs-Didi ist nicht neu und es gibt nichts, was ich noch mehr verachte, als Trittbrettfahrer, die auf den Zug aufspringen, wenn das Unheil unübersehbar ist. Das Problem ist nur: Um Kritik zu äußern, wenn man sie erkennt und nicht erst dann, wenn die Katastrophe eingetreten ist, braucht man Eier. Meine Kritik an dem Mann äußerte ich bereits vor seiner Inthronisierung zum Chef der HSV Fußball AG, ich äußerte sie sogar schon zum Zeitpunkt seine unrühmlichen Abgangs im Jahr 2009. Beiersdorfer kann es nicht, er wird es nie können, weil er eben gar nichts kann. Während in seiner ersten Amtszeit die Erfolgsgier des Machers Bernd Hoffmann seine Schwächen übertünchen konnte (und ironischerweise Beiersdorfer den Ruhm und Hoffmann die Schläge bekam), steht er nun allein im Wind und niemand kann ihn retten.

Kreuzer, Slomka, Zinnbauer, Knäbel, Labbadia. Betrachtet man die Umstände der jeweiligen Entlassung, so fällt auf, dass DB nicht einfach entlässt, nein, er demütigt. Die betreffenden Personen bekommen über Woche kein Gesprächstermin bei ihm (Knäbel), werden am Telefon gefeuert (Labbadia) oder erfahren aus den Medien, dass sie nicht mehr erwünscht sind (Kreuzer). Beiersdorfer ist ein stammelnder Feigling und exakt an dieser Stelle beginnt das Problem dieses Vereins. Auch, wenn viele immer noch den jeweiligen Trainer oder die Spieler in die Verantwortung nehmen, dieser Mann hat die Trainer verpflichtet und die Spieler gekauft. Wer sonst sollte zur Verantwortung gezogen werden.

Tawatha, Mascarell, Hrgota, Blum, Tarashaj, Rebic, Varela, Hector, Vallejo. Nicht bekannt, die Namen? Nun, es sind die Spieler, die der Verein, der in der letzten Saison die Relegation überstand, vor dieser Saison für insgesamt € 2,2 Mio. kaufte oder auslieh. Zambrano, Aigner, Castaignos, Waldschmidt, Ignjovksi. Auch nicht bekannt? Nun, diese Spieler verkaufte Eintracht Frankfurt für insgesamt € 11,05 Mio. vor dieser Saison. Vergleich gefällig? Ein HSV, der in der letzten Saison 6 Plätze vor den Hessen landete, kaufte für insgesamt € 32,95 Mio. und verkaufte für zusammen € 2,15 Mio. Dies sind FAKTEN und sie beweisen, welche Fähigkeiten ein Herr Beiersdorfer besitzt. Frankfurt spielte gestern Bundesliga-Fußball, der HSV spielte Pingpong.

Gisdols dünnes Eis bricht ein, Trainer-Effekt hat nie stattgefunden

Ich hatte bereits vor 2 Wochen erklärt, dass ich nicht nur die Art und Weise der Demission Bruno Labbadia’s für extrem fragwürdig halte, ich hatte auch den Zeitpunkt kritisiert. Man holt einen neuen Trainer, gibt ihm einen Vertrag über 9 Monate und guckt dann mal zu, was er aus einem desolaten Kader macht. By the way – man muss sich das wirklich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Beim HSV fehlte gestern exakt EIN SPIELER verletzungsbedingt (Djourou) und Trainer Gisdol muss die komplette Mannschaft umbauen. Durch die Sperre Clebers (kann immer mal passieren), muss der 6er Ekdal in die Innenverteidigung, dafür rutscht ein inkonstanter Jung wieder ins Team usw. usw. Mal zum Vergleich: Bei Borussia Dortmund fehlen verletzungs-bedingt zur Zeit  8 Spieler, bei Gladbach ebenfalls 8, bei Mainz auch 8 und bei Frankfurt fehlten sogar 9 Spieler. Aber nur beim HSV ist der von Beiersdorfer zusammengestellte Kader so konfus, dass bei einem Ausfall alles zusammenbricht.

http://www.ligainsider.de/bundesliga/verletzte-und-gesperrte-spieler/

Noch ein Wort zu Herrn Grinsdol. Mag ja sein, dass man als neuer Übungsleiter zuerst einmal einen positiven Schwung in die Mannschaft bringen muss, aber das, was der Süddeutsche dort macht, ist nicht positiv, es ist weltfremd. “Nur zwei Tore in 7 Spielen? Interessiert mich nicht, meine Mannschaften haben immer viele Tore geschossen”. Verstehe. “Nur zwei Punkte aus 7 Partien? Keine Panik, kriegen wir locker hin”. Ne Markus, kriegt ihr eben nicht. Und je länger du diesen Blödsinn in die Welt hustest, umso unglaubwürdiger wird es. Kein Mensch verlangt zu diesem Zeitpunkt Panik-Aktion, aber Realismus wäre angesagt. Jetzt!

Was tut man eigentlich als normaler Mensch, wenn man etwas nicht kann, aber eigentlich können müsste? Richtig, man übt es. Der HSV schießt keine Tore, er spielt sich noch nicht einmal Chancen heraus. Keine Treffer aus dem Spiel und keine Standard-Tore. Dies alles könnte und sollte man trainieren, aber beim Abstiegskandidaten Nr.1 macht man auf Ferienlager. Täglich 45 Minuten lustigen Kicken und dann ab in die Belastungssteuerung. Ich hatte bereits nach Gisdold’s erster Woche gesagt, dass ihm diese Maßnahmen um die Ohren fliegen werden, wenn es nicht klappt – jetzt ist es soweit. Jetzt allerdings das Training hoch zu fahren, kommt einem Offenbarungseid gleich, aber das hat sich der Verein selbst zuzuschreiben.

Fazit: Platz 6 – 8 wollte Mäzen Kühne am Ende der Saison sehen. Hierzu ein kleiner Vergleich: Am 8. Spieltag der letzten Saison hatte der HSV insgesamt 10 Punkte und 8 erzielte Treffer. Tabellenletzter nach dem 8. Spieltag der Saison 2015/16 war der VfB Stuttgart mit 4 Punkten und einem Torverhältnis von 11:19. Am Ende der Katastrophen-Saison 2014/15 rettete sich der HSV mit 35 Punkten in die Relegation, am 8.Spieltag der gleichen Saison hatte man am 8. Spieltag 6 Punkte und 3 erzielte Tore.

Und, liebe rosa Hüpfer in der Nordkurve, hört auf damit, euch gegenseitig auf die Fresse zu schlagen oder die Spieler zu bepöbeln. Der Schuldige für die ganze Katastrophe sitzt auf der Haupttribüne, kassiert pro Jahr € 2,5 Mio. und wird irgendwann einfach nach Haus gehen, während ihr immer noch pfeift.

Die nächsten Spiele:

1.FC Köln (A)

Borussia Dortmund (H)

TSG 1899 Hoffenheim (A)

SV Werder Bremen (H)

Tasmania Hamburg!

Von | 2016-10-22T07:31:31+02:00 22. Oktober 2016|Allgemein|76 Kommentare

76 Comments

  1. Saschas Alte Liebe 22. Oktober 2016 um 07:55 Uhr

    Moin, wo sind denn all die Herren Honoratioren und Vorstände und Aufsichtsräte, die diesen Simultanten auf solch eine Position gehoben haben ? DIE sollen jetzt die Reißleine ziehen und eine Lösung hervorzaubern ? Wer glaubt das denn.
    Dieser Haufen willfähriger Vereinsmeier taucht ebenso ab wie ihr großer Vorsitzender.
    Und die werden mehrheitlich auch noch in der 2.Liga dasein.
    Die kann doch auch ein Kühne nicht durch Entzugs-Androhung rauspressen, oder ?
    Was, wenn Kühne wirklich sofort den Stecker zieht ? Seiten-Notausgang aus der BL ?
    Oberliga ? Neuaufbau als “Kühne Hamburg SV” ?
    Vielleicht könnte er aus der Konkursmasse das eine oder andere Talent mitnehmen.
    Vielleicht findet sich noch so ein Rangnick und entsprechende Partner.
    Wie auch immer, lange kann es nicht mehr dauern, bis es endlich kracht !
    Man wünscht sich einfach nur noch, dass dieses Drama endlich zuende ist !

  2. Marco 22. Oktober 2016 um 08:33 Uhr

    Was ich einfach nicht verstehe ist, welche Rolle die Medien in dieser unglaublichen Situation spielen? Dass man einem Vorstand genügend Zeit gibt um seinen Plan umzusetzen ist absolut richtig und muss zwingend so sein. Aber was passiert denn gerade in dieser schwierigen Medienstadt Hamburg? Gar nichts…
    Es muss doch nun endlich auch dem allerletzten verblendeten klar geworden sein, dass die Karre gerade in den tiefsten Dreck gefahren wird und das die Weichen mehr als deutlich auf Liga 2 gestellt sind und dass dafür weder ein Trainer noch die Spieler selber verantwortlich sind. Wann werden diese Schreiberlinge das endlich auch mal erkennen und genau den Druck aufbauen, der das Arbeiten beim HSV ja angeblich so unglaublich schwierig macht?

    In Stuttgart lacht man sich doch heute noch den Arsch ab, dass man für einen Spieler 14 Mio in den Allerwertesten gestreckt bekommen hat, der maximal die Hälfte wert WAR. Man holt einen Balkan-Messi von Barcelona, der angeblich Begehrlichkeiten in ganz Europa geweckt hat, um die Berufsfans zu begeistern, der aber seine Bundesligatauglichkeit schuldig bleiben wird. Man hätte die Möglichkeit gehabt einen Toljan von Hoffenheim zu holen, aber es muss ja unbedingt ein brasilianischer Olympiasieger sein. Kommt ja besser bei den Berufsfans.
    Man verscherbelt einen Demirbay für Kleingeld nach Hoffenheim, der anschließend vor einem Debüt bei der Nationalmannschaft steht. Man findet dass ein Tah nicht restlos überzeugt hat, und verscherbelt ihn für die Hälfte der festgeschrieben Ablöse nach Pillenkusen, bevor er mit zur EM fahren darf. Man verhindert einen Tuchel, weil man mal sich mal wieder nicht entscheiden kann, nachdem man schon Jahre zuvor Klopp verhindert hat, weil der ja aussieht wie ein Waldschrat, bevor man sich selbst dazu entscheidet sich von seinem Rasierer zu trennen.
    Ich denke die Liste könnte man noch um das vielfache verlängern…

    Hat dieser Sportchef-Simulant die Presse in der Hand, oder was läuft in diesem miesen Horrorfilm gerade schief?
    Und warum beauftragt Kühne sein Schoßhündchen nicht endlich damit seinen Herzensverein von diesem Totengräber zu befreien?

  3. früherwaralles... 22. Oktober 2016 um 08:39 Uhr

    Mir lief damals im Mai 2014 auf der Mitgliederversammlung schon ein kalter Schauer den Rücken herunter als der Name Beiersdorfer immer häufiger fiel…denn Beiersdorfer in einer ausgegliederten Fussballabteilung ohne einen Macher wie Hoffmann an seiner Seite, das klang nicht gut….es wurde alles noch schlimmer !

    In dem Zusammenhang frage ich mich übrigens seit damals immer wieder, wie verarscht und erniedrigt sich eigentlich Christian Reichert fühlen muss. Manch einer erinnert sich vielleicht, wie er auf der MV verzweifelt und flehend (so kam es mir zumindest vor) am Mikrofon stand und sagte, er habe erst kürzlich mit seinem Freund Didi telefoniert und dieser würde in jedem Fall zurück wollen auch ohne AG und Ausgliederung.

    Dieser Kumpel Didi konnte dann ganz schnell die Seiten wechseln…ach, wäre er nur mal als aktiver Spieler so wendig gewesen, vielleicht hätten wir nen angestaubten Pokal mehr in den Vitrinen.

  4. Volli 22. Oktober 2016 um 08:42 Uhr

    Es braucht halt Zeit, bis Gisdol sein System der Mannschaft implementiert hat. Wir können mit der Situation umgehen. Diesen Sch….dreck stammelt dieser Pausenclown bei Sky in die Kammera! Man sieht ihm an, dass er merkt, was die Stunde geschlagen hat! Aber wo ist der Aufsichtsrat der diese Posse beendet. In dieser AG weiß keiner, absolut keiner, was jetzt noch zu tun ist. Stimmt Grave, der Rekord von Tasmania ist fällig.Im Februar kann diese ätzende Uhr abgeschraubt werden!

  5. Mosche 22. Oktober 2016 um 08:48 Uhr

    Ich rede seit Wochen schon von Tasmania. Wie geil , dass Du es hier jetzt raushaust!!!!
    Komplett Deiner Meinung. Man sollte zu der Grotten Situation stehen und Byeersdorfer sollte zurücktreten ! Ohne Ihn wird es auch nicht mehr schlimmer …
    Denke noch an die Worte
    Von Struth, sind Alle klasse Spieler, die der HSV geholt hat ?
    Mal gucken wieviel wir bei Abstieg noch einnehmen für diesen Dreckskader. Dann haben wir andere Sorgen und starten in der Hammonia Neu …

  6. Hamburger Jung 22. Oktober 2016 um 09:05 Uhr

    Also wenn man DB jetzt noch weiter im Amt lässt, dann weiß ich auch nicht.
    Man muss nun auch feststellen, das DB erneut den falschen Trainer verpflichtet hat. Gisdol ist offensichtlich total überfordert. Ich hatte mich ja sowieso gefragt, was genau ihn auszeichnet, eine Mannschaft wie den HSV zu übernehmen??
    Hat er sich eigentlich nicht die bisherigen Spiele des HSV unter Labbadia angesehen? Weshalb wird weiter mit dieser erfolglosen taktischen Aufstellung agiert? Weshalb wird ein Halilovic nach der ersten Halbzeit geopfert und damit meiner Meinung nach endgültig demontiert?? Weshalb darf ein Müller, Kostic, Holtby weiterspielen?? Was sollten die Wechsel??
    Hier ist ganz klar Beiersdorfer in der Verantwortung, der offenbar keinen Gedanken daran verschwendet hat, welche Art von Trainer diesem Sauhaufen von Söldnern den Marsch blasen kann.
    Dem Gisdol merkt man die mangelnde Erfahrung an: in dieser Situation so wenig zu trainieren ist fatal und nicht zu verstehen. Diese schwachsinnigen Aussagen in einer Medienstadt wie Hamburg zu bringen, sind naiv. Es ist hier nunmal nicht in Hoffenheim, wo es keine Sau interessiert, was da gesabbelt wird.
    Nein, nur ein harter Hund kann dieser Mannschaft evtl. noch beibringen, wie man die notwendigen Punkte für Platz 15 holt. Um mehr kann es diese Saison nicht gehen. Die Historie zeigt, dass nur harte Trainer erfolgreich waren. Die jungen, unerfahrenen Trainer lassen sich zu sehr von den fragwürdigen Charakteren in der Mannschaft (Djourou, Holtby, Dieki, Spahic etc.) auf der Nase herumtanzen- hinzu kommt die Vorstandsriege, die permanent mitreden will, obwohl sie keine Ahnung hat – allen voran Peters, Beiersdorfer. Nee, Leute, ich glaube, die Messe ist endgültig gelesen. Nur eine sofortige Demission der Totengräber Beiersdorfer, Peters, Wolf und Co. inkl. Trainer kann noch die Rettung sein.
    Traumhaft wäre es, wenn ein Bernd Hoffmann noch einal bereitstehen würde. Oder eben ein vergleichbarer, guter und kompromissloser Geschäftsmann, der den Laden gründlich auf links dreht.

    • Marco 22. Oktober 2016 um 09:49 Uhr

      Aber das kann man doch in der Medienstadt Hamburg nicht wagen, wir haben doch ganz andere Ansprüche als dieser Provinzclub Hoffenheim.
      Wir brauchen jemanden der weiß wie man Titel holt, der die Raute im Herzen trägt und der weiß wie man in dieser schwierigen Medienstdt bestehen kann. Da kann man doch nicht mit jemanden kommen der so eine moderne Fußballphilosophie umsetzen will, wie dieser Nagelsmann.

  7. Jana 22. Oktober 2016 um 09:42 Uhr

    Ja Didi muss weg. Das steht außer Frage. Aber du musst eingestehen dass es zum Großteil auch an den Spielern liegt. Auch wenn du einen Holtby nie gekauft hättest und die Kaderzusammenstellung scheiße ist, so darf man doch eine durchschnittliche Bundesligaleistung erwarten. Kostic, Müller und wie sie alle heißen, das waren doch früher keine Blinden.
    Nochmal, auch wenn du sie nicht gekauft hättest und der Preis für diese Spieler zu hoch war, man kann doch nicht in Hamburg ankommen und das Fußballspielen verlernen.
    Die bekommen keine 3 Meter Pässe auf die Reihe und das nur, weil sich Herr Beiersdorfer im Umfeld befindet?
    Ich glaube man wird noch enttäuscht sein, wenn Didi plötzlich weg ist und auf dem Rasen immer noch Grütze gespielt wird. Es funktionieren die einfachsten Dinge nicht und sorry, aber so ist ein Kostic sicher nicht Bundesliagprofi geworden. Die können alle mehr. Meinetwegen sollen sie Didi entlassen, ich bin gespannt welche Ausrede die Mannschaft als nächstes hat. Das Hamburger Wetter?

    • Marco 22. Oktober 2016 um 13:22 Uhr

      Natürlich wird es nicht besser wenn Herr Beiersdorfer entlassen wird, aber er hat die ganze Misere zu verantworten und sollte auch so viel Arsch in der Hose haben dies einzugestehen und freiwillig abtreten.
      Da dies aber nicht passieren wird, müsste eigentlich der Aufsichtsrat handeln, aber auch hier scheint die Hoffnung vergebens. Letztendlich wird Beiersdorfer als derjenige Vorstandsvorsitzende/Sportdirektor in die Geschichte eingehen, der den ersten Abstieg der Vereinsgeschichte zu verantworten hat.

    • Heidelberger 22. Oktober 2016 um 13:54 Uhr

      In meinen Augen gehst du die Sache falsch an. Selbstverständlich wird es zu keiner Leistungsexplosion der Spieler kommen wenn DB endlich Geschichte ist. Schließlich sind es ja noch die gleichen Versager.

      Es geht in erster Linie darum, dass DB keinen weiteren Tag Zeit bekommt, den Verein mit weiteren falschen Entscheidungen endgültig über die Klinge springen zu lassen! Wir brauchen endlich wieder einen Macher. Einen Vorsitzenden mit Visionen. Einen Mann, der auf die ganzen unfähigen Abstauber in der Führungsriege keine Rücksicht nimmt und diese entlässt – der HSV benötigt einen Sanierer. Man kann sich halt auf Dauer keinen Verwaltungsapparat eines CL-Teilnehmers leisten und dafür dauerhaft um sein sportliches Überleben kämpfen.

      Aber unser Verbrennungs-Düdü hat ja aktuell zwei Führungsjobs inne. Ergo benötigt der Intensivpatient HSV schnellstmöglich einen fähigen Sportchef. Auch hier darf man DB nicht einen weiteren Tag Zeit geben, tagtäglich die falschen Entscheidungen zu treffen! Die Einkaufspolitik ist unter aller Sau. Meiner Meinung nach gibt es nicht einen einzigen Transfer, der die Mannschaft nachhaltig gestärkt hätte. Aber über das Preis- Leistungsverhältnis ist hier in der Vergangenheit schon ausreichend geschrieben worden. DB hat über 90 Mio. versenkt!!! Da fehlen zumindest mir die Worte. Der Verein benötigt jemanden, der schon jetzt anfängt etwaige Wintertransfers klar zu machen. Und das sollten nicht unbedingt Transfers mit Flair sein…. Denn günstig UND GUT geht auch – siehe zum Beispiel die Eintracht.

      Es liegt auch nicht an den bösen Medien, die dem HSV keine Zeit gegeben haben oder das Wetter könnte ja vlt. schuld sein. Denn ich behaupte mal an dieser Stelle, dass die Medien in Hamburg die letzten Jahre extrem Handzahm gewesen sind, was ein Jansen auch erst kürzlich glaubwürdig bestätigt hat.

      Die vorgelebte Mentalität färbt halt irgendwann auch auf die Spieler ab. Das ist der einzige Hoffnungsschimmer, den ich noch habe. Was im Negativen wunderbar und schnell funktioniert hat, klappt vielleicht auch im positiven Sinne. Allein der Glaube daran fehlt…..

  8. Spörl 22. Oktober 2016 um 09:48 Uhr

    Der 1. FC Köln hat Schmadtke – wir haben Didi

    Den Unterschied zwischen diesen beiden zeigt die Tabelle.

    Der HSV Kader ist völlig unausgewogen zusammengestellt. Und zwar so, dass man absteigen wird. Im Einzelnen:

    1. Achse – Nicht vorhanden: Jede gute Jugendmannschaft zeichnet sich dadurch aus, dass es eine Achse aus gutem Innenverteidiger, zentralem Mittelfeldspieler, und Stürmer gibt. Dem HSV fehlt diese Achse.

    2. Qualität in der Breite: Dem HSV fehlen stinknormale Fussballer, die die Grundlagen des Fussballs beherrschen. Gondorf, Kacar, Baier, Groß…um nur einige zu nennen.

    3. Beim HSV kann ja nicht mal jemand Distanzschüsse. Freiburg hat da z.B. einen Grifo.

    4. Der HSV ist der einzige Bundesligist der mit drei Innenverteidigern in die Saison gegangen ist. Wow!

    5. Der HSV hat im defensiven Mittelfeld auf beiden Positionen keinen bundesligareifen Spieler.

    6. Stattdessen hat man, dass muss man sagen, sehr gute aber zuviele Spieler auf den Aussenbahnen.

    Ja, Didi hat einen desolaten Zustand bei seiner Rückkehr vorgefunden. Aber er hat er hatte genug Chancen, und genug Warnschüsse, und genug Zeit, und vor allem genügend finanzielle Mittel, um dieses Problem zu beheben.

    Das war sein Job. Den hat er verfehlt.

    Das Resultat ist der Abstieg.

    Wie sollte man das noch verhindern?

    Gibt es irgendwo noch vertraglose Innenverteidger oder defensive Mittelfeldspieler?

    Würde im Winter überhaupt noch ein guter Spieler zum HSV wechseln?

    Wäre DiDi in der Lage, die notwendigen Spieler mal nicht erst am Ende der TransferPeriode einzubauen?

    Ist der Abstand im Winter zu Platz 16 wenigstens nicht grösser als 7 Punkte?

    Die Antwort ist Nein. Nein und nochmals Nein. Der Abstieg ist lange vorbereitet. Und damit hochverdient.

    Dass Didi nach seinem Versagen zeitnah gehen wird steht für mich fest. Ich hoffe, dass sein Nachfolger genug Zeit vor der neuen Saison bekommt, um das Projekt Wiederaufstieg vernünftig planen zu können.

  9. Münsterland HSV 22. Oktober 2016 um 09:48 Uhr

    War gestern im Stadion. Bin immer noch sprachlos… Beiersdorfer raus…

  10. ausgegliedert 22. Oktober 2016 um 09:57 Uhr

    Was bin ich froh, daß ich den letzten Jahren meine Erwartungen zunehmend heruntergeschraubt habe. Macht Grottenkicks wie den gestrigen um einiges leichter.
    Respekt denjenigen, die sich das bis zum Schluß angetan haben. Nach dem 0:2 habe ich auf Jurassic Park umgeschaltet.
    Und da gab es sie – große, mächtige Dinos mit entsprechenden Cojones, die sich auch ausgesprochen flink bewegten.

  11. Hannes Grundmeyer 22. Oktober 2016 um 10:02 Uhr