Dieser Verein ist eine einzige große Karikatur

Die Mannschaft spielt einen Fußball auf dem technischen Niveau eines Oberligisten.

Der Aufsichtsrats-Vorsitzende poltert erst gegen die Mannschaft, rudert dann zurück und bemerkt, dass er sich die 2 1/2-jährige Null-Performance des Vorstandes nicht länger gefallen lassen will.

wir-schaffen-das

Passieren tut trotzdem nichts.

Der Vorstandsvorsitzende grinst, ist sich keiner Schuld bewusst und erkennt, dass er “Kritik von außen” ohnehin nicht ernst nimmt.

Dem Trainer ist das impertinente Dauergrinsen im Hals stecken geblieben.

Das Sportchef-Casting beginnt und ein Vorstand, der den Verein an einen Mäzen verschenkt hat, darf mitreden.

Der aussichtsreichste Kandidat für den Posten des “Spielervorschlägers für Kühne” redet täglich mit der Presse und setzt diese über den letzten Stand der Verhandlungen in Kenntnis.

Heute ist trainingsfrei!

Helm-Peter bekommt demnächst sein eigenes Format auf Sport1.

Gegen diesen HSV war Halloween ein Streichelzoo.

Am Samstag gibts gegen Dortmund die nächste Klatsche, der nächste Negativ-Rekord wird geknackt und immer noch ruft kein Patient in der Nordkurve “Vorstand raus!”

kaspertheater

Derjenige, der mir eine Karte für das nächste Heimspiel schenken möchte, kann diese lieber verbrennen. Ich ziehe eine Wurzelbehandlung ohne Betäubung vor.

Lilly Hollunder leidet. Rene auch.

Holtby twittert weniger.

Ich habe die Raute von meinem Auto entfernt und es ist mir peinlich, in anderen deutschen Städten zugeben zu müssen, dass ich aus Hamburg kommen

Erster November: Das Geld auf den Konten der Spieler und Vorstände war wieder pünktlich da.

Herr Kühne gibt keine Interviews zum Thema HSV, wahrscheinlich ist es ihm auch peinlich, dass er aus Hamburg kommt.

 

 

Von | 2016-11-01T13:51:32+01:00 1. November 2016|Allgemein|27 Kommentare

27 Comments

  1. Oberberger 1. November 2016 um 07:22 Uhr - Antworten

    Ich habe fertig mit diesem Verein. Ich kann mich nicht mal mehr aufregen. Alles was bleibt ist Fassungslosigkeit und Resignation.
    Hier wurde alles ge- und beschrieben, was zum Absturz geführt hat.
    Hunderte von Kommentaren in diesem Blog mit einem einzigen Tenor: Es muss schnell und umfassend gehandelt werden, sonst ist die Kacke mal so richtig am Dampfen. Alle hatten Recht, nur in der Sylvesterallee merkt man seit Jahren nicht was die Uhr geschlagen hat.
    Ich schaue mir das sinkende Schiff jetzt fast emotionslos an und erfreue mich zukünftig einfach an schönem Fussball, egal wer ihn spielt.
    Spannend wird es höchstens noch zu beobachten an welcher Stelle die Versager in den nächsten Jahren wieder auftauchen. Denn eines ist sicher: keiner von denen wird sich irgendeiner persönlichen Schuld bewußt sein oder gar irgendeine Verantwortung für das jetzige Desaster übernehmen. Dazu ist der Job einfach zu schlecht bezahlt 😉

  2. Sven 1. November 2016 um 08:05 Uhr - Antworten

    Seltsame Situation.
    Die Titanic sinkt und die Musik spielt einfach weiter…
    Keine Reaktion der Führungsriege an der man (als Mitarbeiter, Spieler, Fan) ablesen könnte, das die Hütte lichterloh brennt.
    Nicht einmal das Ausrufen des Abstiegskampfes und das ab sofort jedes Spiel ein Endspiel ist.
    Nicht, rein gar nichts…

  3. BerndH60 1. November 2016 um 08:17 Uhr - Antworten

    Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal bedanken bei @Kerberos für die fundierten Erläuterungen zur Misere des HSV.
    Auch ich glaube, dass es nichts mehr zu sagen gibt. Warten auf Godot.
    Der nächste Experte mit Stallgeruch ist ja schon in der Warteschleife. Sollte ich Mitleid für Hoogma empfinden?
    Nein, nicht wirklich, das Schmerzensgeld wird ausreichend sein. Was bleibt?
    Salü mit ü, Tschau mit vau, Tschö mit ö. Mach et jot, wie der Kölsche sagt.

  4. Siri 1. November 2016 um 08:18 Uhr - Antworten

    EILMELDUNG+++EILMELDUNG+++EILMELDUNG+++EILMELDUNG+++EILMELDUNG++EILMELDUNG+++EILMELDUNG+++EILMELDUNG+++
    Die Hamburger Polizei sucht mit Hochdruck nach einer flüchtigen Gruppe rosa Grusel Clowns, die von Spaziergängern im Volkspark beobachtet worden sind. Die Clowns jagen den Hamburgern gehörig Angst und Schrecken ein. Beobachter berichteten im Anschluss, die Horde sei in mässiger Geschwindigkeit in Richtung Volksparkstadion verschwunden. Die Polizei gibt an, Bürger hätten bemerkt, daß vier der Grusel Clowns die Rückennummern 2, 5, 8 und 14 getragen haben sollen. Ein anderer, besonders fürchterlicher Horror Clown soll auf den Namen „Boss Dietmar“ gehört haben. Die Polizei geht weiterhin davon aus, daß es sich bei dieser Gruppe um Serientäter handeln könnte. Wer sachdienliche Hinweisung zur Ermittlung der Identität der Spaßvögel geben kann, möchte sich bitte umgehend melden!

  5. V. Hinsch 1. November 2016 um 08:47 Uhr - Antworten

    Man schwelgt allein noch in schönen Erinnerungen des tollen HSV-Fußballs der Jahre 1998, 1999, 2000,
    im Volksparkstadion, Westtribüne Block 17 A, mehr geht einfach nicht:
    http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/vereine/1-bundesliga/1999-00/hamburger-sv-12/kader.html
    http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/vereine/1-bundesliga/2000-01/hamburger-sv-12/kader.html
    Die große Enttäuschung an der aktuellen HSV-Entwicklung ist gerade in den Augen unserer Kinder abzulesen,
    die damals den tollen und so erfolgreichen HSV-Fußball der Pagelsdorf-Truppe erleben durften.

    Was ist nur aus dem HSV unserer Väter, ihrer Söhne, ihrer Enkelkinder, geworden…
    Ihr 26.000 Dauerkarten-HSV-Fans im Stadion, IST-DOCH-EGAL ?
    Was für eine Schande für Hamburg !

  6. Matthias 1. November 2016 um 09:02 Uhr - Antworten

    Für einen Tag mit KMK tauschen…
    Ein Austausch der handelnden Personen noch heute. Vorschläge gab es hier, insbesondere von Grave, genug.
    Der Kaderplaner/ Sportchef muss sofort anfangen. Egal ob es 300 oder 500 Millionen kostet, ich möchte hier in 2 Jahren wieder internationalen Fußball sehen.
    Warum? Weil mein Herz am HSV hängt und weil ich es kann!

    Wie lange möchten Sie noch warten Herr Kühne?
    Das Transferfenster öffnet am 01.01.2017. Bis dahin sollten aber bereits die entscheidenden Transfers eingetütet sein!

  7. Volli 1. November 2016 um 09:45 Uhr - Antworten

    Grave hat völlig recht, solange noch 50000 jede Woche ins Stadion rennen, in der Hoffnung auf Besserung, wird sich nichts ändern. Es gibt immer noch Leute, die der Meinung sind, es läge an der Einstellung der Mannschaft (siehe Mopo). Die Truppe kann noch so viel kämpfen, es wird sich kein Erfolg einstellen! Der gute Didi hat auf jeden Fall, die Kritik an ihm schon wieder im Keim erstickt! Wenn man die Medien liest, ist der neue Sündenbock die Mannschaft. Der arme Dietmar ist nur überfordert, weil er sich so viel Arbeit aufgehalst hat. Wenn ein neuer Sportdirektor kommt wird alles besser! Bin mal gespannt, wann die ersten sogenannten Fans mal richtig ausrasten, und damit meine ich richtig.

  8. derGast 1. November 2016 um 09:56 Uhr - Antworten

    Matthias – mit Verlaub, das ist doch eines der Probleme: Die Erwartungshaltung ist zu Hoch. Bis auf zwei Peaks in den 80 und um den Jahrtausendwechseln ist der HSV einfach nur graues Mittelfeld, erstickt am Unterschied zwischen Wunsch- und realistischem Nachdenken.
    Ziel sollte es aktuell sein,
    a) den Verein – sorry – die Fussballsparte der AG – zu sanieren
    b) eine Infrastuktrur nicht nur zu planen, sondern auch umzusetzen
    c) Fussball etablieren, keine Selbstbedienungsmentalität.

    Es geht nicht um internationalen Fussball, der ist a) uninteressant, wenn man nicht zu dem Team gehört, welches (c) spielt. und b) illusorisch, wenn (a) und (b) noch nicht mal begonnen – oder bei KPMG am Reissbrett erst erzeugt wird.

    Was soll denn als schlimmstes passieren ?
    / Insolvenz ? Niedergang in die Amateurklasse (wenn wir Glück haben in die 4. denn dort kickt die II – vielleicht aber auch komplett nach unten durch ?) -> Kerberos hat das doch schon alles erzählt
    / Keinen schönen Fussball mehr sehen ? Sehen wir eh seit X Jahren nicht
    / Nicht mehr “Dino sein” ? Fuck, ist das egal !?
    / Nicht mehr Traditionell? Fuck, ist das mega egal ?!
    / Der HSV ist halt eine Herzensangelegenheit? Ja und? Wieviele sind noch mit der ersten Liebe zusammen?

  9. lewemar 1. November 2016 um 10:02 Uhr - Antworten

    Hallo Grave, ich bin zwar kein HSV Fan aber verfolge diesen Verein nunmal seit meit mehr als 40 Jahren. Vor einigen Monaten bin ich auf Deinen Blog aufmerksam geworden und kann Dir nur meinen Respekt aussprechen. So einen Blog bräuchten einige Vereine.

    Wenn ich das hier nun lese und auch in anderen (kritiklosen) Medien verfolge, drängt sich mir eine Frage auf:
    So UNFÄHIG kann doch kein Wirtschftsunternehmen sein!!! Ich kann mir das nur so erklären, dass euer VV einiges aus dem Verein mitbekommen hat und es alles noch viel SCHLIMMER (geht das?) werden würde, wenn man DAS entlassen würde. Anders kann ich mir das nicht mehr erklären.

    Mitleidige Grüße

  10. db 1. November 2016 um 10:05 Uhr - Antworten

    Ich bin seit über 30 Jahren HSV-Anhänger und habe in all den Jahren unzählige Heimspiele besucht.
    Dank der Beiträge in diesem Blog wurden mir die Augen geöffnet und ich habe irgendwann in 2015 für mich beschlossen, dass ich diesen Verein nicht mehr aktiv unterstütze und keine Heimspiele mehr besuchen werde, solange ein überzahlter Stümper wie Herr Beiersdorfer diesen Verein in verantwortlicher Position zugrunde richtet.
    .
    Seitdem habe ich mich, wie auch hier schon von vielen anderen langjährigen Anhängern geschildert, immer weiter emotional vom HSV entfernt und empfinde mittlerweile den drohenden Abstieg als gerechte Strafe.
    .
    Der Schaden, die die jetzigen Protagonisten dem HSV zufügen, ist m.E. in keinster Weise absehbar.
    Glaubt jemand, dass im Gegensatz zu meiner Generation, ein großer Anteil der jetzigen 8-14-jährigen fußballinteressierten Kinder zum HSV-Fan wird? Diese Altersgruppe ist aufgrund der peinlichen und desaströsen Situation größtenteils „HSV-geschädigt“ und wird dem Club in einigen Jahren als zahlungskräftige Anhänger fehlen – sofern der HSV dann überhaupt noch existieren sollte.

  11. Skeptiker 1. November 2016 um 10:07 Uhr - Antworten

    Ich habe die Hoffnung aufgegeben, dass Kühne oder der AR im Management aufräumen. Jetzt darf der Pausenclown einen neuen Sportchef suchen, und es wird bestimmt wieder einer mit Saustallgeruch. Das Schiff fährt mit Volldampf auf den Eisberg zu und niemand stoppt die Maschine. Dieser Club ist fertig, und er hat es verdient.

  12. Felix 1. November 2016 um 10:46 Uhr - Antworten

    Kühne wird nicht eingreifen. Warum auch?

    Beiersdorfers Handeln entspricht doch voll und ganz seinem Interesse. Kühne bekommt den Verein auf einem Silbertablett serviert. Der Verein ist ihm doch jetzt schon – Beiersdorfer sei Dank – auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

    Warum sollte Kühne da eingreifen? Läuft doch!

  13. Felix 1. November 2016 um 11:28 Uhr - Antworten

    Auch die FAZ berichtet heute über das verheerende Ergebnis des Beiersdorferschen Wirkens:

    http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/bundesliga/hamburger-sv-dietmar-beiersdorfer-in-krise-in-fussball-bundesliga-14503862.html

  14. Marco 1. November 2016 um 12:28 Uhr - Antworten

    Also ich habe am Sonntag im Gästeblock mal ein “Vorstand raus” angestimmt und bin von den Vollpfosten um mich herum angeglotzt worden als käme ich vom Mars und nach dem Motto “was willst du denn? Didi macht das schon”.
    Nein, ich bin bin nicht so bescheuert und fahre an einem Sonntag 450km zu einem Auswärtsspiel, ich hatte es lediglich 10 Minuten zu Fuß…

  15. Spörl 1. November 2016 um 12:54 Uhr - Antworten

    Das ist aber auch schwer für den Herrn Beiersdorfer. Woanders klappt es ja auch nicht. Oder etwa doch?

    http://www.ligainsider.de/sv-darmstadt-98/1267/darmstadt-verkuendet-millionengewinn-162549/

  16. Micha 1. November 2016 um 13:14 Uhr - Antworten

    “Ich habe die Raute von meinem Auto entfernt und es ist mir peinlich, in anderen deutschen Städten zugeben zu müssen, dass ich aus Hamburg komme”
    Meins (Bj. 2014) bekam die Raute gar nicht drauf, weil sie mir schon damals aus gutem Grund peinlich war. Auch mein Basecap wird nicht mehr getragen, ein paar Trikots “reifen” im Schrank… und ich will den Schrott gerne los werden (verbrennen ist zu schade, momentan). Könnten wir den Müll nicht gesammelt von den “HSV-Stars” signieren lassen, um ihn dann für einen wohltätigen Zweck zu versteigern?
    Ich nehme das Schicksal des HSV als ehemaliger Fan (seit 40 Jahren) nur noch mit einer Mischung aus Entsetzen und Belustigung zur Kenntnis. Letzteres obsiegt allerdings immer mehr.
    Der HSV ist tot. Selbst ein Abstieg wird ihn nicht retten, die Insolvenz wird kommen.

    Dank an dich, dass Du so am Ball bleibst. Und auch vielen Dank für die guten Beitträge der Leser!

  17. Skeptiker 1. November 2016 um 13:42 Uhr - Antworten

    Stimmt es etwa, was heute in der FAZ steht, dass das jüngste Kühne-Darlehen bei Nichterreichen der europäischen Ränge zurückgezahlt werden muss? Das wäre ja ganz anders als bisher vom Verein kommuniziert.

    http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/bundesliga/hamburger-sv-dietmar-beiersdorfer-geraet-ins-kreuzfeuer-14503862.html

    • dead-alive 1. November 2016 um 14:19 Uhr - Antworten

      Nein! Tippfehler. Mehr nicht. Kein Aufdecken einer Verschwörung durch die seriöse FAZ.
      .
      Aber man hofft eben, dass ein weiteres Puzzl