The good the bad and the ugly

So richtig verwundert es eigentlich nicht, dass sich auch die neuerliche Suche nach dem Sportchef-Retterchen beim HSV zur nächsten Peinlichkeit bzw. zum nächsten Desaster entwickelt. Die Kandidaten stehen zur Abstimmung, das Volk ist informiert, die Medien sind in Echtzeit im Bilde. Sowas gibt es wohl in dieser Form wirklich nur in Hamburg und man stellt sich unwillkürlich die Frage: Was ist jetzt eigentlich in den letzten 3 Jahren anders bzw. besser geworden? Worin unterscheidet sich das neue Casting vom alten (Kreuzer/Schmadtke)? Doch halt, es gibt tatsächlich diverse Änderungen, mit dem großen Problem, dass die neue Suche noch gruseliger und unprofessioneller abläuft als die letzte.

sportchef-casting

Da wäre zuerst einmal die Frage der Zuständigkeiten und beantwortet man sich diese Frage, so wird man schon sehr bald auf das Kernproblem des Vereins 2016 stoßen. Der Posten des „Direktor Profifußball“ ist, wie man es bereits erahnen kann, ein Direktoriums-Posten und das Direktorium wird vom Vorstand bestellt und eingestellt. Der Aufsichtsrat hat mit dieser Ebene faktisch absolut nichts zu tun. Nun aber wird berichtet, dass sich Aufsichtsrats-Boss Karl Gernandt an den Gesprächen beteiligt respektive diese sogar allein führt. Dies lässt nur den einen Schluss zu: Gernandt traut seinem Vorstand Beiersdorfer weder die Suche noch die Findung im Alleingang zu. Und wenn ich diese Personal-Entscheidung nicht mehr allein in die Hände des dafür zuständigen Gremiums legen möchte, kann ich mich dieses Gremiums auch ebenso entledigen.

Nächste Frage: Wenn sich schon der AR in eine Personal-Entscheidung einmischt, die ihn de facto nichts angeht, warum dann eigentlich nur der AR-Chef und nicht der gesamte Rat? Hier gibt es verschiedene Erklärungs-Möglichkeiten. So könnte man denken, dass die HSV Fußball AG endlich die Maske hat fallenlassen und zu der Tatsache steht, dass dieser „Rat der Untoten“ ohnehin nur aus dem Gesandten des Herrn Kühne besteht und die restlichen Pseudo-Mitglieder lediglich der Staffage dienen. Außerdem kann die Teilnahme Gernandts auch ein dringlicher Wunsch des Herrn Kühne gewesen sein, der das Vertrauen und Entscheidungen des Herrn Beiersdorfer vollends verloren hat und keine weiteren Fehler zugesteht. Wie man es dreht und wendet – Beiersdorfer ist der Verlierer bei dieser Geschichte. Aber weiter im Text..

Auch die Auswahl der Personen spricht Bände. Da haben wir auf der einen Seite den Mathenia-Wood-Waldschmidt-Sportchef, Nico Jan Hoogma aus Holland. Als einzige Manager-Station steht dort Almelo auf der Habenseite, hier riecht es nach wenig Geld, harter Arbeit und Null Flair. Hoogma wäre der Kandidat für Beiersdorfer, der ihm nicht gefährlich wird, der als etatmäßiger Kaderplaner Didi weiterhin fuhrwerken lassen würde und dafür mit einem netten Vertrag ausgestattet wird. Auf der anderen Seite haben wir den Kostic-Halilovic-Sportchef, Horst Heldt. Große, weite Welt, Stuttgart, Schalke, Meisterschaften, Champions-League. Dies ist dann eher der Kandidat für Gernandt (und Kühne), denn Heldt verkörpert Flair und Glamour.

Kein Wunder, dass Beiersdorfer eigentlich um den kleinen Horst einen großen Bogen machen möchte, denn Horst ist schlau und gefährlich und Horst würde sich mit der unsichtbaren Rolle des Kaderplaners sicher nicht zufrieden geben. Hinzu kommt, dass Heldt in den Augen der Geldmänner auch als eine Art Vorstandsvorsitzender-Backup fungieren könnte, also für den Fall, dass man sich bei anhaltendem Misserfolg von Beiersdorfer trennen würde, stünde Klein-Hotte bereit. Zwei Fliegen, eine Klappe. Wie das Horneberger Schießen ausgeht, ist spannend, denn die Personalie gibt Aufschluss darüber, wie sich die mächtigen Männer im Hintergrund die Zukunft von Verbrennungs-Didi vorstellen.

Wird es Hoogma (womit sich Beiersdorfer durchgesetzt hätte), gibt man dem glück- und erfolglosen Zauderer noch mehr Zeit zum Versagen, wird es Heldt, ist die Geduld aufgebraucht und Didi ist nur noch VV auf Zeit.

Und dann war da noch….

„Der HSV ist definitiv nicht auf der Suche nach einem neuen Vorstands-Vorsitzenden.“ Bei der Fehler-Analyse, welche Gründe den Club aktuell in die sportlich bedrohliche Lage geführt haben, sei eine andere Ursache ans Licht getreten. „Es macht keinen Sinn, den Kapitän im Sturm von Bord zu schicken, wenn man den Eindruck hat, das Schiff läuft nicht mehr richtig. Dann muss man sich um das Schiff kümmern. Wir sind zu dem gemeinsamen Entschluss gekommen, dass wir uns in der Betreuung der Mannschaft verstärken müssen. Daran arbeiten ‚Didi‘ und ich jetzt.“

„Die Euphorie ist kaputt gegangen. Aber das Konstrukt ist ja nicht gescheitert, nur weil wir im Moment keinen sportlichen Erfolg haben. Wir haben, was den Sport angeht, weit unsere Ziele verfehlt. Das passiert in Wolfsburg, das ist auch in Dortmund und in München schon passiert.“

Gernandt

Hierzu ein paar, wie ich hoffe, passende Worte, Leichtmatrose Gernandt. Ihre „Fehler-Analyse“ hat also ergeben, dass nicht derjenige die Schuld am mittlerweile 2 1/2 Jahre andauernden Desaster trägt, der in dieser Zeit mehr als 70!!!! Spieler ausgetauscht, gekauft (für € 90 Mio.), ausgeliehen, verkauft und besonders verschenkt hat, sondern irgendeine höhere Macht. Wahrscheinlich war es auch nicht ihr Versager Beiersdorfer, der all diese Entscheidungen zu verantworten hat, sondern einer der 5 Trainer und 2 Sportdirektoren, die dieser Mann in den letzten 2 1/2 Jahren zu verantworten hat. Sie, Leichtmatrose Gernandt, sind eine Schande für diesen Verein und diese Stadt. Mit ihrem peinlichen Auftreten, ihrer nicht vorhandenen Fähigkeit zur Analyse, mit ihrem dämliche Gelaber haben sie nun endgültig ihr Schicksal mit dem Totengräber dieses Vereins verknüpft und sie werden gemeinsam mit ihm in die Geschichte des HSV eingehen und zwar als derjenigen, der das alles maßgeblich zu verantworten hatte. Sie werden nicht mehr unerkannt durch diese Stadt gehen können, ohne, dass die Leute mit dem Finger auf sie zeigen werden.

Sie, Leichtmatrose Gernandt, haben weder Richtung noch Stil. Zuerst haben sie auf die verunsicherte Mannschaft eingeschlagen, weil dies ja nun mal der einfachste Weg ist. Dann änderten sie die Richtung (wohl auch, weil sie die allgemeine Stimmung mitbekamen) und erweiterten ihre Kritik auf „die Führung“.

„Es geht sportlich und in der Führung so nicht mehr weiter.“

Jetzt plötzlich hat „die Führung“ mit all dem nichts mehr am Hut, wahrscheinlich deshalb, weil ihnen aufgefallen ist, dass sie selbst mit zu dieser „Führung“ gehören, sie Genie. Sie verlangen von jungen Menschen Leistung, sind aber selbst nicht im Mindesten in der Lage, eine Richtung vorzugeben oder auch nur drei Tage zu ihrer Meinung und ihren Äußerungen zu stehen? Sie sind eine jämmerliche Gestalt, Leichtmatrose Gernandt.

So leid es mir tut, liebe HSV-Fans, diesem Verein hilft nur noch eines: Niederlagen! Am besten so viele wie möglich. Die Anhänger und Fans dieses Vereins, die die letzte Windung noch nicht runtergespült haben, müssen ihre Meinung nicht nur im Netz oder via HSV-Facebook kundtun, sie müssen dies im Stadion machen. Vor dem Stadion. Sie müssen diese Führung aus dem Volkspark brüllen, mit allen legalen Mitteln. Wer dies nicht tut, wer tatenlos zusieht, wie diese Spinner diesen Verein absichtlich über den Abgrund steuern, macht sich mitschuldig und soll mir im Mai 2017 bloß nicht mit Krokodilstränchen kommen.

Ich jedenfalls werde dieses Stadion so lange nicht mehr betreten, wie Beiersdorfer und Gernandt dort ungehindert ein- und ausgehen können.  Ausgetreten bin ich bereits, keinen Cent mehr von mir für diese Versager. Wie hatten sich viele Mitglieder und Fans gefreut, als man die angeblich Schuldigen Ertel, Hunke, Jarchow und davor Hoffmann mit Hilfe der Presse vom Hof jagen konnte. Das, was heute im Volkspark abläuft, ist nicht weniger schlimm, nein, es ist eigentlich noch schlimmer. Schlimmer, weil es diese Typen dort mit Vorsatz betreiben und nicht aus Unwissenheit.

By the way: Wie zuverlässig die Aussagen von Leichtmatrose Gernandt sind, erkennt man, wenn man die Geschichte bemüht. „Mirko Slomka wird zu 120% auch im nächsten Spiel auf der Bank sitzen“.

2 Tage später war Slomka gefeuert!

Von | 2016-11-04T09:56:50+01:00 4. November 2016|Allgemein|19 Kommentare

19 Comments

  1. BerndH60 4. November 2016 um 08:06 Uhr

    Klare Kante, wie immer bei dir.
    Bin zu 95% deiner Meinung, außer dem aktuellen Verhalten des „Leichtmatrosen Gernandt“.
    Wie du dich sicher erinnerst, war die einzige Frage, die Bernd Hoffmann bei Sky90 zum Thema HSV komplett ignoriert hat, diejenige nach Hoffmanns eventuellen Wiedereinstieg beim HSV.
    Kein Bild, kein Ton zu diesem Thema.
    In der aktuellen Situation dürfte es schwierig sein den VV zu ersetzen. Der HSV ist in höchster Abstiegsnot.
    Jeder weiß, wie übel das öffentliche Gedächtnis ist. Nächstes Jahr im September werden Millionen Menschen, die 4 Jahre lang ununterbrochen am Stammtisch über die Politik gemeckert haben, in der Wahlkabine ihr Kreuz da machen, wo sie es immer gemacht haben und schon 18:00 Uhr bei der Prognose geht das Gemecker wieder los, warum sich nichts ändert.
    Der Name des VV wird fest verbunden sein mit dem eventuellen Abstieg. Denkbar schlecht für einen Neuanfang.
    Ich denke, dass Gernandt mit seiner Aussage jedem am Vorstandsposten interessierten Manager öffentlich einen Deal anbietet.
    Du kannst bei uns in welcher Funktion auch immer anfangen. Du willst VV sein? Tschüß, Didi. (Aussage 1)
    Du willst Spodi werden und erst abwarten ob der HSV absteigt, bevor du VV wirst? Kein Problem, wir haben einen VV und warten bis Sommer mit „Tschüß, Didi“. (Aussage 2)
    Du willst was auch immer bei uns sein und möchstes noch 18 Monate in Ruhe arbeiten bevor du VV wirst? Kein Problem, wir haben eine Sockenpuppe, die bis dahin einen Vertrag hat.(Aussage 2)
    .
    Und ja, ganz wichtig ist dein Aufruf am Ende des Blogs. Fangt endlich an „laut“ zu werden, ihr Fans. Unter unendlichen Mühen üben die Ultras die kompliziertesten Choreos, schmuggeln Pyros in jedes Stadion. Dagegen ist doch mal 5 Minuten zu skandieren „Vorstand raus“ ein Klacks

  2. Volli 4. November 2016 um 08:11 Uhr

    Es ist so geil! Wenn das Schiff in Schieflage gerät, kann man doch nicht den Kapitän vom Ruder lassen, obwohl dieser schon 2,5 Jahre auf Kollision ? stellt. Er soll weiter das Steuerrad festhalten und bloß nicht nach links oder rechts ausweichen. ??? Es ist unglaublich, was da abgeht. Jeder Kaninchenzuchtverein wird professioneller geführt!!!

  3. jannyjones 4. November 2016 um 09:04 Uhr

    „Wir müssen die positive Energie des Geburtstages mitnehmen…“ Gisdol vor dem Dortmundspiel. Sorry, wenn ein 80ter Geburtstag als Motivation herhalten muss, dann kann ich leider gar nichts mehr beim HSV ernstnehmen.

    • Saschas Alte Liebe 4. November 2016 um 11:06 Uhr

      Vermutlich sehen wir gegen den BVB eine Geburtstagstruppe, die wie 80 Jährige übers Feld schleicht.
      Schuld weden am Ende die Kälte, die Schiedsrichter, die Krankheit dreier Torhüter oder – falls endlich ein Funken Erkenntnis in die unermüdlich Hüpfenden Fanscharen leuchtete – eben diese dann fehlende Unterstützung der Massen sein.
      Schulterzucken der Kicker, Zeit-und-Geduld Rede des Trainers, Selbstzufriedenheitsgestammel des VV-Darstellers…..
      Langweilig !
      Geile Saison ! Geile letzte Saison ?

  4. Captain 4. November 2016 um 10:30 Uhr

    Moin,
    UNGLAUBLICH! Das Stadion ist ausverkauft gegen Dortmund.
    pflichte dir 100%ig bei ,da helfen nur noch DEFTIGE NIEDERLAGEN !
    Einfach nur noch peinlich was sich Beiersdorfer und Co.leisten.
    Man schämt sich Fan dieses HSV zu sein !
    Wo hat Herr Gernandt denn diese Weisheit her ,mit der Schifflage ????Binmein Leben lang zur See
    gefahren und sehr viele Jahre als Kapitän . Beim HSV steht nicht der Kapitän am Ruder ,da steht
    „der messman“ am Ruder

    • Kerberos 4. November 2016 um 10:45 Uhr

      .
      K. Gernandt ist wohl eher der fleischgewordene Klabautermann – treibt nur Schabernack und los wird man ihn erst mit dem Untergang des Schiffes. Vielleicht sollte der HSV statt der vielen unfähigen Gockel lieber schleunigst ein Huhn an Bord nehmen; das soll den Klabautermann bekanntlich ja abschrecken (wenn es dafür nicht doch schon zu spät ist).
      .

      • Saschas Alte Liebe 4. November 2016 um 11:08 Uhr

        Was hat er denn dann mit dem Wrack vor, der Klabautermann ?

  5. Saschas Alte Liebe 4. November 2016 um 11:47 Uhr

    Wartet Kühne nun bis zum Abstieg, um die Uhr, die Gestrigen, Supporter und Putschisten aus dem Weg zu schaffen, die teuren Altlasten mit Ausstiegsklausel oder durch die Leichenfledderer loszuwerden, Beiersdorfer u.a. derweil zu verbrennen und die Mitglieder auf eine Mehrheitsübernahme (49,9 + Marionette) vorgeweicht zu bekommen ?
    So oder so ähnlich ?
    Eine ordentliche Grundreinigung also ?

  6. Kerberos 4. November 2016 um 13:11 Uhr

    .
    Man muss sich einfach davon lösen zu glauben, K-M Kühne hätte einen Plan. Nein; K-M Kühne hat ein Ziel. Er handelt dabei auf dem Weg zum Ziel stets situativ. Er schlägt sofort mit einer Aktion zu, wenn er eine Gelegenheit erkennt, seinem Ziel näher zu kommen. Auch, wenn sich diese Gelegenheit unerwartet eröffnet. Und natürlich befördert er den Eintritt von Umständen, die jene Situationen ermöglichen.
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    K-M Kühne unterlässt es (wenn möglich) kontraproduktiv zu handeln. Kann er jedoch den Eintritt für ihn ungünstiger Situationen nicht verhindern, so muss er „mitmachen“, um den Fortgang weiterhin mit beeinflussen zu können und zu einem günstigen Zeitpunkt diese für ihn ungünstige Situation durch eine geeignete Aktion seinerseits wieder „aus dem Spiel“ zu nehmen.
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    K-M Kühne beherrscht dieses „Spiel“ in Perfektion und er verfügt über die notwendige Liquidität. K-M Kühne führt nicht planmäßig eine bestimmte Konstellation zu einer Übernahme herbei. Er nimmt Alles mit, was dem Erreichen seines Zieles geeignet erscheint. Denn es gibt zu viele Unwägbarkeiten und Zufälle im Zuge einer Übernahme. Nein; K-M Kühne schafft damit die Voraussetzungen, dass, ganz gleich bei welchem Verlauf, am Ende einzig eine Übernahme durch ihn die Lösung des Problems sein kann. Ob der HSV sportlich Erfolg haben wird oder nicht – egal, es braucht K-M Kühne als Retter. Denn, entweder ist der HSV ohne Einnahmen in der Amateurliga oder die Einnahmen aus dem Europa-Pokal gehen an K-M Kühne als Rückzahlung für die „tollen“, von ihm finanzierten, Spieler ohne Marktwert. Fertig hat der HSV also so oder so.
    .
    Wer sich hier über K. Gernandt und seinen „Schlingerkurs“ wundert, sollte seine Auffassung vielleicht noch einmal überdenken. Denn was soll eigentlich die AG – aus Sicht des K-M Kühne – zum jetzigen Zeitpunkt mit einem qualifizierten Vorstandsvorsitzenden oder Sport-Direktor. Warum sollte K-M Kühne denn die Mauern einer mühsam sturmreif geschossenen Festung kurz vor der Einnahme und „Magdeburgisierung“ wieder neu erbauen?
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    • Saschas Alte Liebe 4. November 2016 um 14:31 Uhr

      ja, das klingt ziemlich plausibel; auch weitere Investitionen werden dann in entsprechende Zielriçhtung getätigt werden.
      Verhinderbar scheint dieser Kurs wohl nicht mehr, unabhängig davon, ob eine Alternative überhaupt sinnvoller wäre falls möglich.

    • Skeptiker 4. November 2016 um 17:21 Uhr

      Ich finde Kerberos‘ Darlegung sehr schlüssig und gut nachvollziehbar. Nur vor dem Hintergrund einer Tatsache kann ich mir das alles nicht erklären: Der Mann ist 78 Jahre alt! Warum das alles in diesem Alter?

      • Kerberos 4. November 2016 um 18:00 Uhr

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        Genau deswegen; die unerledigten Dinge des Lebens.
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        Warum unbedingt eine Reederei? Kühne hatte in den 80´zigern bei seinem ersten Versuch eines Einstiegs in diese Branche sein halbes Unternehmen verloren und mehr als 10 Jahre gebraucht, um zumindest die Mehrheit bei Kühne & Nagel zurückkaufen zu können. Und nun das Milliardengrab „Hapag“ in einer Branche, deren Erhohlung er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr erleben wird.
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        Vielleicht wäre ja Alles anders gekommen, wenn seine Eltern ihm als Kind das Fußball spielen nicht verboten hätten….
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  7. Kerberos 4. November 2016 um 13:22 Uhr

    .
    Ganz ehrlich. Der beste Sport-Direktor wäre doch aktuell ein rückratloser Nichtskönner, den man aber den Mitgliedern und Fans als absoluten Fachmann mit ausgewiesener Expertise und „Raute im Herzen“ verkaufen kann. Der würde sich auch nahtlos ohne Störgeräusche in die nichtsnutzige Riege der Exzellenzen einfügen.
    .
    Und warum denn ein neuer Vorstands-Vorsitzender – D. Beiersdorfer entspricht doch genau jenem Anforderungsprofil beim HSV. Oder glaubt noch Jamand ernsthaft, dass der Märchenonkel F. Wettstein auf Grund seiner herausragenden Arbeit bei Alemannia Aachen zum Finanz-Vorstand berufen wurde.
    .

    • Saschas Alte Liebe 4. November 2016 um 14:38 Uhr

      Na, da hat er ja eine schon gut passende Mannschaft beisammen, bis auf den Spodi-Darsteller.
      Irgendwann allerdings wird sich Kühne all dieser Pfeifen entledigen müssen, das Endziel ist ja schließlich, seinen HSV auf Europäischer Bühne auftreten zu lassen. Absehbar, er wird dies wohl gerne noch erleben wollen, posthum wird nicht genügen.

  8. Björn 4. November 2016 um 13:59 Uhr

    Oberflächlichkeiten hin oder her – das Foto von Gernandt in diesem
    hochpeinlichen roten Anzug hätte Warnung genug sein müssen. Nicht nur, dass man so in Hamburg niemals herumläuft, nein, so ein Anzug sagt auch genug über eine Person aus.
    Der Mann ist gerne Mittelpunkt. Hat natürlich von Seefahrt soviel Ahnung wie von einem Fußballverein.

    Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie locker ich jegliche Schreckensmeldung bezüglich des HSV inzwischen nehme. Mein letztes HSV-Utensil, den Schal, habe ich schon zu Barbarez-Zeiten auf dem Weg von der Westtribüne zum Parkplatz entsorgt, die Arena seit nunmehr 9 Jahren nicht betreten. Immer in der leisen Hoffnung, es würde soetwas wie Professionalität langfristig(!) erreicht.

    Nun sitzt man also wie Stadler und Waldorf in der Loge und schaut sich an, wie der Verein sich erstens komplett lächerlich macht und zweitens sang- und klanglos in der Versenkung verschwindet.

  9. vsabi 4. November 2016 um 14:40 Uhr

    Bisher glaubte ich, dass Beiersdorfer der unfähigste Versager beim HSV sei, nein er wird noch übertroffen von einem angeblichen Topmanager der Industrie. Gernandt wechselt schneller seine Meinung, als D. Dierkmaier seine Auftritte in den sozialen Medien. Mein Vertrauen in die Führung incl. Herrn Kühne , ist gleich Null. Es entsteht der Eindruck, dass der Untergang des HSV , dass eigentliche Ziel ist. Solange die verblendeten Anhänger ( Fans ) nicht aufbegeren, wird sich nichts ändern.
    Eine Besserung der jetzigen Situation wurde hier oft genug diskutiert und kann nur durch die Absetzung dieser Versager erreicht werden. Wer glaubt Herr Kühne wäre der Retter des HSV wird bald erkennen, dass er ein ganz anderes Ziel verfolgt !
    Ein Transparent, Ablehungshinweis, auch an die Spieler, dass es so nicht weitergeht, könnte am Samstag förderlich sein.

  10. Skeptiker 4. November 2016 um 17:17 Uhr

    Es wird gemeldet, dass Hoogma sein Interesse am Sportdirektorposten zurückgezogen hat. Man kann dem Mann zu einer weisen Einsicht nur gratulieren, wenn die Meldungen denn stimmen. Welcher Mensch mit Verstand tut sich freiwillig diesen Job an? Bei Horst Heldt könnte ich mir ein Engagement auch nur vorstellen, wenn Kühne ihm insgeheim bereits den VV-Posten in Aussicht stellt. Vielleicht sagt der aber auch ab, und dann steht man wieder ohne Kandidaten da. Würde zum Management des HSV passen. Halt alles wie gehabt bei diesem Club.

  11. Björn 4. November 2016 um 20:11 Uhr

    Heldt war schon auf Schalke der Königsmörder.
    Seine erste Verpflichtung wäre vermutlich Kevin-Prince Boateng, als Agressive Leader! ?

    Nee, ich bin raus. Das ist nur noch Slapstick.
    Plötzlich ist Didi eingefallen, dass Jens Todt ein Freund von ihm ist. Ob er den wohl schon kannte, bevor man damals Kreuzer geholt hat?

  12. Felix 4. November 2016 um 20:28 Uhr

    Man kann Hoogma nur attestieren, dass er eine weise Entscheidung getroffen hat. So hat ihm die Publicity vielleicht genützt – sein Name wurde als neuer Sportdirektor beim HSV gehandelt und er hat das von sich aus abgelehnt. Vielleicht erinnert sich bald ein potenter, aufstrebender Verein an den smarten Holländer, wer weiß…

    Er wird sich vielleicht selbst noch beglückwünschen zu der Entscheidung, das Himmelfahrtskommando abgelehnt zu haben, das sehr wahrscheinlich in der 2. Liga und möglicherweise in der Insolvenz endet. Unter der Führung eines planlosen Selbstoptimierers, der sich selbst mit einem Multimillionengehalt (stimmt es, dass C.E. Jarchow nur 1/3 dessen bekam?) die Taschen vollmacht und bei Bedarf andere öffentlich medial hinrichtet, wenn es wieder einmal nicht läuft.

    Wer im Profifußball als exponierter Funktionär noch etwas werden will, wer nicht auf das sichere Einkommen des nächsten halben Jahres angewiesen ist, meidet den HSV unter Beiersdorfer. Das ist jedenfalls meine Meinung.Ich wüsste nicht, wie man an Bord eines Zuges gewinnen kann, der ins Verderben rast.

    Ich stelle seit einiger Zeit fest, dass ich meinen geliebten Verein als zunehmend seelenlos empfinde und eine stetige Entfremdung eingetreten ist. So schlimm war es noch nie. Wenn es so weiter geht, ist es mir sogar egal, wenn der Abstieg real wird. Das hatte ich in den Relegationsjahren nie, da habe ich bis zuletzt gehofft, gebangt und gezittert.
    Aber jetzt habe ich begonnen zu realisieren, dass es unter dieser Führung keine Perspektiven gibt.
    Hoffentlich folgt der HSV nicht Paderborn.

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