Es gibt keine „gefühlten Siege“

Ich schätze, dass nicht nur ich nach dem Abpfiff des gestrigen Spiels gegen den SV Werder Bremen dachte: Und nun? Was passiert jetzt? Im Stadion schien es den verbliebenen Zuschauern ähnlich gegangen zu sein, denn nach dem Ende der Partie herrscht gespenstische Ruhe, kaum einer konnte das Ergebnis irgendwie einordnen und wohl noch weniger meinten zu wissen, was jetzt passieren würde. Denn immerhin hatte AR-Boss Gernandt doch vor zwei Wochen so etwas wie ein Ultimatum verkündet, oder? Im Zuge des informellen Gesprächs mit einigen Medienvertretern (die SportBild war zum Beispiel nicht eingeladen) hatte 120%-Kuddel um Geduld und Unterstützung „bis nach dem Bremen-Spiel“ gebeten und tatsächlich hatten sich die üblichen Verdächtigen (Mopo, Abendblatt) wieder einmal kaufen lassen. Schön. Und jetzt?

didi

Wenn man die Arbeit des „Rates der Untoten“ in den letzten 2 1/2 Jahren genauer verfolgt hat, wird man wissen, dass überhaupt nichts passieren wird. Man wird auf die Ergebnisse der letzten beiden 2:2-Spiele verweisen, wird irgendeine imaginäre Entwicklung erkannt haben und wird sich auf die Winterpause vertagen. Denn dann steht das nächste Ultimatum ins Haus, laut Gernandt sollten es bis Weihnachten 12 Punkte sein, sonst….

12 Punkte also. Aktuell hat man von 36 möglichen Punkte stolze 4 nach Hamburg gebracht, es fehlen also nur noch 8 Punkte aus 4 Spielen (der 17. und letzte Spieltag der Hinrunde wird erst Ende Januar gespielt). Nun soll also eine Mannschaft, die aus 12 Spielen 4 Punkte holte, aus 4 Spielen 8 Punkte holen, also 3 Siege aus 4 Spielen, zwei davon auswärts. Krasse Idee, aber wie sagte doch Erfolgscoach Gisdol nach dem gestrigen Spiel?

„Ich bin mit dem Ergebnis unzufrieden. Auf der Leistung der Mannschaft können wir aber gut aufbauen.“

Na gut, aber worauf will der Mann eigentlich etwas aufbauen? Auf die „Zweikampfstärke “ von Briefschreiber Diekmeier? Auf die Slapstick-Künste von Baba Djourou oder darauf, dass Goldmedaillen-Gewinner Douglas Santos nun endlich HSV-Niveau erreicht hat? Vielleicht meint er ja auch die Flanken ins Bundesliga-Nirwana von Rekord-Einkauf und Defensivkünstler Filip Kostic oder die Unbeholfenheit von Gideon Jung. Aber halt, jetzt weiß ich. Man setzt auf die Rückkehr von 1 gegen 1-Gott Rene Adler, auf die des sprintstarken Emir Spahic und natürlich darauf, dass Partykönig Ekdal irgendwann mal wieder laufen kann. Der Umstand, dass all diese Spieler, inkl. Kickboxer Cleber, vor ihren Verletzungen Teil und nicht Lösung des Problems waren, wird gern verdrängt.

Wenn man ehrlich ist, dann gibt es nur einen Grund, warum Stümper Beiersdorfer in der VIP-Loge immer noch grinsen und mit Scherzkeks Gernandt Witze reißen kann (als ich diese Bilder gestern bei SKY sah, dachte ich: diese Typen haben wirklich weniger als nichts begriffen oder es ist ihnen schlichtweg scheißegal):

Die Anderen da unten punkten halt auch nicht regelmäßig. Hätten Ingolstadt, Bremen und Darmstadt zum jetzigen Zeitpunkt bereits zweistellig gepunktet, wäre Beiersdorfer längst Geschichte und genau hier beginnt das Dilemma. Man macht sich bei der Bewertungsgrundlage abhängig von den Ergebnissen anderer. Dies ist die berühmte „Denke der Verlierer“, die im Falle eines Misserfolgs des eigenen Teams immer erwähnen, dass es „bei den Anderen ja auch schlecht läuft“. Was interessieren mich eigentlich die Anderen? Und wenn mich die Anderen schon interessieren, dann sollte ich doch die ganze Wahrheit erwähnen, oder?

Transferausagaben 14/15 bis 16/17

Werder Bremen. Ausgaben: € 32,7 Mio. (Transfersaldo: + € 13,65 Mio.)

Ingolstadt. Ausgaben: € 11,9 Mio. (Transfersaldo: – € 6,35 Mio.)

Darmstadt 98. Ausgaben: € 4,7 Mio. (Transfersaldo: + € 0,41 Mio.)

Hamburger SV. Ausgaben: € 85,4 Mio. (Transfersaldo: – € 49,35 Mio.)

Dies bedeutet, dass der HSV in den letzten beiden Jahren knapp das Doppelte in neue Spieler investiert hat, wie die anderen drei Abstiegskonkurrenten zusammen. Dies bedeutet auch, dass der HSV sechsmal mehr Verlust bei Spielertransfers gemacht hat, als die anderen drei Vereine zusammen. Was für ein Glück ist es da, dass der HSV an seiner Vereinsspitze einen exzellenten Fachmann sitzen hat, der sich in grauer Vorzeit als genialer Sportchef, Talentspäher und Verhandlungspartner erwiesen hat. Und gut, dass man mit dem Trainerwechsel nach dem 5. Spieltag eine der letzten Karten bereits ausgespielt hat, denn nach der Installation von Markus Gisdol wurde ja bekanntlich alles besser.

Der blonde Markus sitzt nun seit 7 Spielen auf der Bank, in dieser Zeit wurden insgesamt 3 von 21 möglichen Punkten geholt und ja, das macht gewaltig Hoffnung. Hoffnung macht auch, wie brachial das spektakuläre Trainingslager in Barsinghausen gewirkt hat, denn immerhin konnte man im Anschluss an das mediale Theater in Niedersachsen einer überragenden Bremer Mannschaft im emotionalisierten Endspiel des Jahres ein Unentschieden abringen. Vergessen wir an dieser Stelle einfach mal die Tatsache, dass die Bremer die letzten vier Spiele zuvor allesamt verloren und dabei 11 Treffer kassiert hatten. Sorry, aber wenn man nicht mal dann,…

Nach diesem Trainingslager

Im Heimspiel gegen den Erzrivalen

Gegen eine angeschlagene Mannschaft mit der schlechtesten Abwehr der Liga

Mit der Gewissheit des Endspiel-Charakters

Nach einem 1:0 in der dritten Minute

….ein solches Spiel gewinnen kann, welches Spiel will man dann überhaupt noch gewinnen? Oder anders gefragt: Worauf warten die Herren im Aufsichtsrat eigentlich noch? Nun, ich kann sagen, worauf sie warten. Sie warten darauf, dass Beiersdorfer von allein geht, was in 10.000 Jahren nicht passieren wird. Sie hoffen darauf, dass irgendjemand oder irgendein Ereignis das Problem für sie löst. Später dann, wenn der Spuk vorbei ist, werden sie sagen: „Wir haben mit der Entscheidung, Beiersdorfer von seinen Pflichten zu entbinden, eindeutig zu lange gewartet“. Darauf gehe ich jede Wette ein.

Ach ja, es gibt tatsächlich keine „gefühlten Siege“. Es gibt nur echte Siege und die bringen drei Punkte, ein Gefühl, welches man beim HSV schon nicht mehr kennen wird, der letzte Dreier in der Bundesliga gelang am 14.05.2016 und das ist mehr als ein halbes Jahr her. Aber nur Geduld, Didi holt jetzt den Todt ins Haus und dann läuft das Ding….

Von | 2016-11-27T07:20:01+01:00 27. November 2016|Allgemein|30 Kommentare

30 Comments

  1. Ex-HSVer im Herzen 27. November 2016 um 08:10 Uhr

    Das ist alles nur noch schlecht…. schlechter geht es nicht!
    Wie Du so oft sagst: Da möchte man nur brechen! Ingolstadt ist nicht in der Lage gegen indisponierte Wolfsburger den Dreier zu sichern, um auf 4 Punkte davon zu ziehen und Darmstadt verliert auch oft trotz passabler Leistung. Statt demütig den Herrgott zu preisen, dass man trotz Grusel-Folter-Fussball schon 4 Punkte hat und noch nicht 10 Punkte hinter den anderen liegt, wird was von „darauf kann man aufbauen“ geschwafelt. Oder „wenn wir Samstag gewinnen, geht die Saison richtig los und wir starten die Aufholjagd“. Warum nicht einfach mal die Fresse halten und hart hart hart arbeiten.
    Aber was will man schon erwarten von einer Mannschaft, deren Vorgesetzte grinsend und feixend im Warmen sitzen mit nem Drink in der Hand.
    Manchmal denke ich, Gernandt und Didi haben was miteinander und keiner kann den anderen in die Pfanne hauen, weil der andere dann über die sexuellen Abgründe des anderen auspackt…

  2. Mosche 27. November 2016 um 09:08 Uhr

    Ex-HSVer im Herzen, Danke!
    geil gelacht über das Liebespaar. Nette Vorstellung.
    Kann eine Erklärung sein…

    • Ex-HSVer im Herzen 27. November 2016 um 10:09 Uhr

      Manchmal wundert man sich, was es für Abgründe gibt, die durch potente Anwälte abgeschottet werden…. Didi hat mit meiner besten Freundin an der HWP studiert. Was die schon über ihn erzählt hat… ?

  3. leonardo63 27. November 2016 um 09:24 Uhr

    Moinsen,

    die von mir erwartete Punkteteilung.

    Im Grunde genommen für die „Führungsriege“ (Br****, K***, Wü**) des HSV das ideale Ergenbis. Man muß, ob der Verkündung keine Entscheidung treffen. Die nächste Deadline steht mit den geforderten 12 Punkten .. steht Gisdol dann vor dem Aus oder was will Gernandt damit sagen.

    Unabhängig davon werden die Zeitfenster mit jedem Spieltag kleiner bzw. enger. Man beschränkt sich selbst in seiner Handlungsfähigkeit; da kommt doch die Frage auf, wie diese Vögel zu ihrem Status gelangt sind, denn irgendwas müssen sie in der Vergangenheit anders gemacht haben

  4. Volli 27. November 2016 um 09:42 Uhr

    Wie sagte dieser komische Gernandt doch letzte Woche, es gibt das Manöver des letzten Augenblicks. Vielleicht gibt es aber auch das Manöver des allerletzten Augenblicks. Ich habe die Hoffnung auf ein Manöver komplett beerdigt!

  5. Juschu 27. November 2016 um 09:59 Uhr

    Kann man DB nicht irgendwie schassen, ähnlich wie Knäbel? Ich meine jeder in solchen Positionen hat doch irgendwie Dreck am Stecken, da muss es doch irgend etwas geben, was eine fristlose Kündigung rechtfertigt. Die Abfindung darf Düdü auf keinen Fall einstreichen, nicht mal Handy und Tankkarte nach Freistellung lassen bitte! Kündigung per SMS. Spalier stehen und vor die Stadtgrenze jagen den Loser!

  6. Kerberos 27. November 2016 um 10:19 Uhr

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    Korrigiert mich gerne, aber ich habe die etwas sibyllinische Äusserung so verstanden, das es „noch 12 Punkte bis zur Winterpause werden sollen“ – ansonsten wird definitiv für die 2.te Liga geplant.
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    Diese Aussage lässt, wie eigentlich nicht anders zu erwarten, dem Aufsichtsrat und Kühne wieder genügend Spielraum zur Interpretation und somit die so gern im Auge behaltene Hintertür offen. Denn: müssen aus den verbleibenden Spielen (zum Zeitpunkt der Äusserung 5 Spiele) „noch“ 12 Punkte zusätzlich (und somit ins Gesamt 15 Punkte zur Winterpause) erzielt werden oder sollte aus dem bisherigen Punktestand (vormals eben 3 Punkte) nur ins Gesamt 12 Punkte bis zur Winterpause werden?
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    K. Gernandt ist semantisch schon ein cleveres Kerlchen. Sonst aber doch eher ein windiger Hund. Hält er Allen wieder den fleischbesatzten Knochen (Kühne finanzierte Transfers in der Winterpause) hin – aber immer doch schön so weit weg, dass er auf seinem kurzen Ruck an der Leine auch ganz, ganz schnell wieder verschwindet. Eigentlich doch Alles wie immer mit Kühne und seinem Versall ……
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  7. Kerberos 27. November 2016 um 10:46 Uhr

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    Meine ganz persönliche Meinung zu diesem ganzen HSV-Drama:
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    D. Beiersdorf wirkt sehr gelöst in Mimik und Gestik; und es wirkt dabei sehr natürlich. Überdies hat er erkennbar an Sprachfluß gewonnen (bereits in Hoffenheim). Ich bin überzeugt, dass seine „Abdankung“ bereits definitiv beschlossen ist, mit ihm besprochen wurde und für ihn persönlich auch – zumindest unbewusst – als „Befreiung“ wahrgenommen wird.
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    Die Trennung wird gesichtswahrend zu einem Zeitpunkt erfolgen, an dem die sportliche Zukunft des HSV prognostizierbar sein wird, bzw. sein muss (Winter-Transfer: Einkauf für die 1.te Liga oder Ausverkauf für die 2.te Liga); vorbereitend hierzu eben dieses „Ultimatum“. Denn für beide Szenarien werden, auch personell (Vorstand, Sportdirektor), diametral unterschiedliche Konzepte bereits vorliegen.
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    Warum? Weil es keine „Idioten“ sind, die da beim HSV im Vorstand, Aufsichtsrat und Hintergrund die strippen ziehen!
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    • Bjoern 27. November 2016 um 11:44 Uhr

      Sehe ich auch so. Die Anwälte von Beiersdorfer waren bereits in Gesprächen mit dem Verein, zu einem Zeitpunkt, wo Beiersdorfer sichtbar gestresst wirkte. Es geht schon seit Wochen nur noch um das „Wann“ und um die üblichen „Details“. Es ist einfach nicht möglich, dass in der Situation nichts passiert, selbst beim HSV nicht.

  8. Saschas Alte Liebe 27. November 2016 um 11:03 Uhr

    12 Punkte insgesamt sind bis zur Winterpause unrealistisch, 15 sowieso.
    Dass in der Wintertransfer-Periode Spieler eingekauft werden können, die das Format haben, die riesigen Lücken zu stopfen, ist ziemlich unrealistisch; zu welchem Preis auch immer.
    Dass Beiersdorfer oder ein Spodi unter Beiersdorfer dies zuwege bringen könnte, hat noch viel weniger mit Realität zu tun.
    Dass überhaupt ein kompetenter Sportdirektor gefunden werden könnte, der sich unter DB und den gegenwärtigen Bedingungen auf dieses Abenteuer einließe, ist paradox.
    Ein kompetenter Manager wäre dies beim HSV eben nicht mehr, das ist offensichtlich, also käme nur einer, der’s nötig hätte – oder nicht alle Tassen im Regal.
    Jeder Kandidat liefe Gefahr, sich und sein Portfolio zu beschädigen.
    Guten Spielern geht es im Grunde genauso.
    Somit bleibt nur bestenfalls eine längerfristige Planung, die Abstieg und personellen Umbau beinhaltet, eher über zwei oder mehr Jahre.

  9. Leonadomitcabrio 27. November 2016 um 12:13 Uhr

    Guten Tag zusammen,

    gestern wurden 2 wichtige Punkte liegengelassen, Konsequenzen sind nicht gezogen worden.Wenn man schon gegen die schlechteste Abwehr der Liga nicht gewinnt, wann dann ?? Auf was wird gewartet ???

    Der Pöbel wird weiter hingehalten mit der Begründung “ Es gehe vorwärts, es sei Fortschritt zu erkennen“. Wo sind wir hingekommen, der gemeine Fan nimmt alles nur noch hin. Ein Zeichen von Zustimmung oder ist es die Gleichgültigkeit, die eingezogen ist ??? Nachdem man uns 2 Jahre erzählt hat, wie hart wir arbeiten müssen, wie lang und hart der Weg nach oben sei. Systematisch klein geredet, um die Ansprüche klein zu halten.
    War es Brunos Weitsicht, mit dem Wissen, unter DB ändert sich eh nichts ?
    Ich bin einfach erschrocken, dass man von oben nichts, rein gar nichts unternimmt, um was zu ändern. Ich bin mittlerweile der Überzeugung, dass man es wohlweislich in Kauf nimmt, abzusteigen.
    Mit jedem Tag, dem der Verein dem Abgrund näher kommt, wird es schwieriger, den turn around zu schaffen.
    Der Punkt of no retourn ist eh schon passee , geeignete Kandidaten wurden vergrault oder als nicht würdig abgetan. Da wird bestimmt ein J. Todt von Gottes Gnaden berufen, man wartet nur darauf, dass es ein wenig ruhiger wird…

    Wie man mit vollem Gewissen so zusehen kann und nichts unternimmt, will mir nicht in den Kopf.. Sorry

    • Saschas Alte Liebe 27. November 2016 um 12:44 Uhr

      Um mit J. Todt zu sprechen – „man kann garnicht soviel essen, wie man kotzen möchte“ (nach dem Relegations-Rückspiel 2015)
      ? na, damit liegt er schon mal richtig.

  10. vsabi 27. November 2016 um 13:56 Uhr

    Ich bin sicher, dass die persönliche Einschätzung von Kerberos, zutreffend ist. Gernandt wird auch gehen, er ist im Fussballgeschäft nur ein Blender und läuft langsam Gefahr seinen Ruf als Topmanager der Industrie zu opfern. Didi hat die Erwartungen von Herrn Kühne erfüllt und kann als Totalversager sich aus dem Fussballgeschäft für immer verabschieden.

    • Ex-HSVer im Herzen 27. November 2016 um 14:09 Uhr

      Na klar!! Mit sicherlich mehr als 5Mio. netto Bares auf der hohen Kante (wenn nicht viel mehr nach 30 Jahren als Profi und Manager-Laufbahn) kann man schon grinsen und sich denken „Mann, sind die seit 10 Jahren alle blöd! Hab nix aufm Kasten und komme überall damit durch und verdiene mehr als 100 dieser Idioten in der Nordkurve oder 60 dieser Scheiberlinge“.

  11. Weltmeister 27. November 2016 um 14:17 Uhr

    Ist Dukate schon weg?
    .
    MoPo: „Diekmeier Verdacht auf Gehirnerschütterung“
    Hahaha – was ist das denn für ne Ente?

  12. Spörl 27. November 2016 um 14:45 Uhr

    Worauf wartet eigentlich HPA Hamburg Port Authority Mann Meier?
    .
    Der ist Vertreter des Mehrheitseigentümers.
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    Was macht der den ganzen Tag? Was macht er heute?
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    Zugucken wie der HSV absteigt?
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    Der soll sofort zurücktreten, wenn er sich nicht gegen einen Minderheitsgesellschafter Kühne bzw. dessen Witzfigur ankommt.
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    Und wieviel mehr Beweis bedarf es noch das Beiersdorfer komplett versagt hat? Kein bundesligatauglicher Innenverteidiger und keine bundesligatauglicher 6er auf dem Platz. Eine solche Kaderzusammenstellung ist absurd.
    .
    Und ja, dass der Kader im Sommer amateurhaft zusammengestellt wurde kann man auch im Aufsichtsrat und ohne grossen Fussballsachverstand sehen. Man hätte dies sehen müssen. Selbst wenn man sich hauptberuflich mit Hafen oder was auch immer beschäftigt. Soviel Mindest-Sachverstand muss jeder Aufsichtsrat auch nach dem Gesetz haben.
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    Und nun worauf wird gewartet?
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    Worauf warten Aufsichtsrat? Was erlauben Hafen Meier?
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    Wenn man den letzten Strohhalm ergreifen will, müssen noch in den nächsten 14 Tagen die Winterzugänge eingetütet sein.
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    Zentrale Spieler wie Innenverteidiger oder defensive Mittelfeldspieler müssen im Winter beim ersten Training dabei sein.
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    Will man jetzt auch noch zuschauen wie die vielleicht, wirklich nur noch vielleicht letzte Chance vergeben wird?
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    Soll Beiersdorfer wieder Neuzugänge erst am Ende der Transferperiode präsentieren?
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    Das ist so lächerlich, das ist so fahrlässig lieber Aufsichtsrat.

    • Volli 27. November 2016 um 16:38 Uhr

      Die Herren vom Aufsichtsrat warten darauf, dass Didi von selbst zurücktritt, um ihre dummen Gesichter zu wahren! Beiersdorfer wird dies aber nicht tun, da er auf die Abfindung angewiesen ist! Oder glaubt noch irgendjemand, dass dieser Totalversager noch irgendwo einen Job bekommt! Also wird alles so weitergehen wie bisher, oder er bekommt, nach weiteren Niederlagen, von irgendeinem frustrierten Fan eine Tracht Prügel! Dann könnte ich mir einen Rücktritt vorstellen! ?

  13. Spörl 27. November 2016 um 16:58 Uhr

    Wenn man von 14/15 bis 16/17 Transferausgaben von mehr als 80 (!) Millionen Euro tätigt, um dann 2 Stümper wie Diekmeier (0 Bundesligatore) und Ostrzolek (0 Bundesligatore) aufzustellen und dazu die bundesligauntauglichen Jung und Djourou wirklich ohne Alternative aufstellen muss, dann, ja dann hat man aber mal so richtig viel falsch gemacht.
    .
    Beiersdorfer raus. Heute noch! Und Hafen Meier auch, wenn er es nicht schafft sich als Mehrheitseigentümer gegen den Kühne -Vertreter durchzusetzen.

    • Volli 27. November 2016 um 17:07 Uhr

      ?Stimmt! Aber von diesen Pfeifen erwarte ich gar nichts! Die haben alle keinen Arsch in der Hose. Wie Grave schon geschrieben hat, wird erst dann etwas passieren, wenn es einen Fanaufstand gibt, aber den sehe ich nicht!

  14. Ex-HSVer im Herzen 27. November 2016 um 17:11 Uhr

    Apropos Fans…. schon extrem verwunderlich, dass in dieser Lage so gar keine Aktionen und Realtionen der Fans erfolgen. Bei anderen Vereinen passiert in einer weniger desolaten Situation beträchtlich mehr. Das bedeutet doch für mich eigentlich, dass die meisten Fans nur Pseudo-Fans sind, die entweder völlig desillusioniert sind oder einfach das ganze als Familienersatz betrachten. Und die Familie kommt auch in der 2./3. Liga

  15. Spörl 27. November 2016 um 17:20 Uhr

    Eine Frage an Gravesen, oder andere, die sich in den HSV Strukturen auskennen:

    Wie konnte es eigentlich soweit kommen, dass nicht der Mehrheitseigentümer HSV ev den Aufsichtsratsvorsitz stellt, sondern die Marionette des Minderheitsgesellschafters Kühne?
    .
    Das scheint einzigartig deutschlandweit. Sowas habe ich in der Wirtschaft noch nie gesehen.

  16. Skeptiker 27. November 2016 um 18:01 Uhr

    Meiner Ansicht nach teilt sich die Anhängerschaft des HSV derzeit in drei Gruppen auf: Zunöchst sind da wir, die kleine Gruppe der scharfen Kritiker, die sich trotz allem nicht einfach damit abfinden will, dass unfähiges Personal den HSV immer weiter Richtung Abgrund treibt. Daneben gibt es die Gruppe der „beratungsresisten“ Fanboys, denen Beiersdorfer den größten Mist verkaufen kann, ohne dass sie es merken. Und dann gibt es die sehr große Gruppe der inzwischen müden, desillusionierten Anhängerschaft, die langsam keinen Sinn mehr darin sieht, einen Verein zu unterstützen, bei dem es sportlich nur noch darum geht, ob Ingolstadt, Darmstadt und Bremen noch schlechter performen. Diese große Gruppe ist unzufrieden, protestiert aber auch nicht gegen die Zustände, sondern wird mehr und mehr einfach zu Hause bleiben. Wann hat es das zuletzt gegeben, dass ein Nordderby nicht ausverkauft war? Die Reaktionen der Zuschauer nach dem Spiel sprachen Bände: Man reagiert einfach überhaupt nicht mehr, ist müde, hat einfach keine Lust mehr. Ich vermute, dass dieser Ermüdungseffekt beim nächsten Heimspiel gegen Augsburg erstmals so richtig auf die Zuschauerzahlen durchschlagen wird.

    • abausb 27. November 2016 um 18:35 Uhr

      Zumindest bei mir wird das zu 100 Prozent so sein, ich gebe zu, ich war (obwohl ich sicher kein Hüpfer bin, und schon gar nicht in rosa) gegen Werder wieder im Stadion, und ich habe auf drei Punkte gehofft, und wie du es beschreibst, am Ende war ich einfach müde und bin nach Hause gegangen. Weiß nicht, ob ich mich gegen Schalke noch mal aufraffe (da bin ich eh in der Stadt, vielleicht kann man sich das mit einem vorherigen Weihnachtsmarktbesuch nach der Arbeit irgendwie schön trinken, mal sehen), aber gegen Augsburg wird mein Platz wohl leer bleiben. (Wobei ich natürlich in der Statistik als DK-Inhaber mitgezählt werden dürfte, oder? Ist eigentlich mal ne ernstgemeinte Frage, die Zuschauerzahlen, sind das die verkauften Tickets oder die „Drehkreuzbenutzer“?)

    • Marco 27. November 2016 um 18:53 Uhr

      Oha, das hört sich aber nach allem anderen an als nach einem „Schulterschluss“.
      Absolut passend und ich bin gespannt wie die Presse in den kommenden Wochen reagieren wird.
      Die größte Katastrophe wäre wirklich wenn Düdü nochmals Geld verbrennen dürfte.

  17. Volli 27. November 2016 um 19:57 Uhr

    Da scheint ja ein recht harmonisches Betriebsklima im Aufsichtsrat zu herrschen! Wann schmeißt wohl der erste das Handtuch?

  18. Uwe Bein 27. November 2016 um 20:54 Uhr

    Wie wäre es mit Dittsche (ist arbeitslos und hat bestimmt Zeit…) und dem Krötenmann als Ar-Vorsitzender… Schlechter werden es die beiden auch nicht machen (das ist nicht ernst gemeint)… es ist unfassbar…

  19. Weltmeister 27. November 2016 um 22:30 Uhr

    Ehe da Handtücher fliegen muss erst noch der Vorstand ausgetauscht werden. Wir müssen in wenigen Tagen schon wieder handlungsfähig sein, wenn das Winter-Transferfenster sich öffnet.
    Ich hoffe inständig, der Aufsichtsrat werkelt fieberhaft an einer Lösung und präsentiert diese in Kürze.
    Uns läuft die Zeit davon, verdammt!

  20. Hamburger Jung 28. November 2016 um 06:30 Uhr

    Es ist immer die Rede von „großen Investitionen“ in der Winterpause. Das Geld wäre vielleicht da, aber welcher Spieler, der den HSV wirklich weiterbringt und eine Verstärkung wäre, geht denn bitte zu einem Verein, der dann mit evtl. 10 Punkten abgeschlagen auf dem letzten Platz steht?
    Was für ein Spieler soll das sein? Im Regelfall bekommt man im Winter doch nur Spieler, die bei einem anderen Club aussortiert werden sollen, weil sie entweder keine Leistung gebracht haben oder nur auf der Bank sitzen.
    Hinzu kommt, dass der Abstieg dann ja sehr wahrscheinlich ist. Welchen Vertrag soll der Spieler, der ein vermeintlicher Retter ist, denn unterschreiben? Nur für sechs Monate? Denn, wenn er wirklich so überragend ist, würde er sicherlich nicht mit in die zweite Liga gehen.
    Hinzu kommt, dass man seriöser Weise (ich weiß, dieses Wort schließt sich im Zusammenhang mit dem HSV aus) ja bereist für die zweite Liga planen muss, also zusehen muss, den Kader von teuren Spielern zu befreien. Demnach kann man einem potentiellen Top-Spieler auch kein Mega-Gehalt á la Holtby anbieten…..
    Also von daher glaube ich nicht daran, dass man im Winter 2-3 Spieler verpflichten kann, die dann plötzlich 25 – 30 Punkte in der Rückrunde möglich machen.

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