Herr Beiersdorfer, sie gehören in Behandlung!

„Bei uns herrscht kein Chaos, auch wenn das einige Personen behaupten – vor allem diejenigen, die keinerlei Einblick in unsere tägliche Arbeit haben.“ Er wisse, was er beim HSV bisher gemacht habe „und was ich auch weiterhin imstande bin zu leisten. Daher lasse ich meine Arbeit auch nicht auf vier Punkte im bisherigen Bundesligaverlauf reduzieren“.

Dann, sie Realitäts-Verweigerer, erklären sie doch bitte allen einmal, was genau sie gemacht haben. Ich meine jetzt, außer, den Verein in die vollendete Abhängigkeit  geführt zu haben. Außen, einen Transferflop am nächsten getätigt zu haben. Außer, € 90 Mio. Transfergelder für verletzungsanfällige Fußballrentner zum Fenster rausgeschmissen zu haben. Außer, 5 Trainer und 2 Sportchefs verschlissen zu haben. Außer, den Verein der Lächerlichkeit preisgegeben zu haben. Was genau haben sie getan? Und nein, ich reduziere sie nicht auf den bisherigen Bundesligaverlauf, ich reduziere sie auf die schlimmsten 2 1/2 Jahre in der Geschichte dieses Vereins, für die sie allein verantwortlich sind!

„…dass die Unzufriedenheit über unser bisheriges sportliches Abschneiden sehr groß ist. Dafür habe ich volles Verständnis und teile diese Auffassung. Dennoch haben wir einen Plan“

Ich weiß das. Der Plan ist, so viel Kohle wie möglich aus dem Verein bzw. aus Klaus-Michael Kühne zu ziehen, damit sie und ihre Spießgesellen im Anschluss nie wieder einer geregelten Arbeit nachgehen müssen.

„Unser Aufsichtsratsvorsitzender pflegt einen engen und sehr vertraulichen Austausch mit mir und unserem weiteren Vorstand. Für operative Zielsetzungen der Mannschaft gegenüber aber ist ein Aufsichtsratsvorsitzender nicht verantwortlich und zuständig, daher gibt es auch keine solche Punktevorgabe“

Ne, ist klar. Deshalb führt der Mann ja auch Gespräche mit Magath und Co. Deshalb muss mittlerweile jeder Greenkeeper wahlweise in der Schweiz oder auf Mallorca antanzen, bevor er ein Angebot bekommt. Weil er und sein Herr und Meister nicht ins operative Geschäft eingreifen. Die machen das nur, weil sie zu ihnen, sie kranker Mensch, so ein ein übergroßes Vertrauen empfinden.

Bis man einen geeigneten Sportdirektor-Kandidaten ausgewählt habe, der in die Gesamtstrategie der Hanseaten passe, will Beiersdorfer die Doppelfunktion als Vorstands- und Sportchef ausüben. „Es gibt das vermeintlich akute Problem aber gar nicht“, betonte er. Seit dem Abschied von Peter Knäbel im Mai ist er auch für die Transfers zuständig: „Wir sind operativ voll handlungsfähig. Ich sehe auch kein Führungsvakuum.“

Wissen sie, was sie sind, Beiersdorfer? Sie sind krank im Kopf. Voll handlungsfähig? Letzte Woche wollte sie den Verein noch zweimal vor der Insolvenz gerettet haben und ohne Kühne können sie nicht mal eine Klofrau verpflichten. Irgendeiner muss sie stoppen und zwar schnell.

„Mich nervt diese öffentliche Diskussion über Kandidaten und potenzielle Kandidaten, weil sie die Realität komplett verklärt.“ Man habe in den vergangenen Monaten viele Sondierungsgespräche geführt, aber nur mit Christian Hochstätter und dessen Club VfL Bochum konkret verhandelt.

Ach so. Dann gab es die Gespräche mit Horst Held, Horst Hrubesch und den 4 bis 7 anderen Kandidaten also gar nicht. Die sind alle erfunden worden und die Betreffenden haben sich das alles ausgedacht. Beiersdorfer, sie sind eine Gefahr. Für diesen Verein und wahrscheinlich auch für sich selbst.

Eines kann ich ihnen bereits jetzt garantieren: Sie werden als der größte Wirrkopf, der je dieses Büro bewohnt hat, in die Geschichte der Bundesliga eingehen. Nicht nur in die Geschichte dieses Vereins, den sie vorsätzlich ruiniert haben! Und ich garantiere ihnen noch etwas: Sie werden sich auch nicht mit irgendwelchen dubiosen Andeutungen über irgendwelche geheimnisvollen Großtaten hinter verschlossenen Türen, über Millionen von „angeschobenen Prozessen“ und irgendwelchen sagenhaften Geheimplänen retten können. Sie sind ein Versager, auf ganzer Linie.

(http://www.spiegel.de/sport/fussball/hamburger-sv-boss-dietmar-beiersdorfer-bei-uns-herrscht-kein-chaos-a-1123941.html)

Man muss sich das einmal bildlich vorstellen, dieses sogenannte „Interview“ ist schriftlich erfolgt, Stotter-Düdü hat also dem Journalisten nicht gegenüber gesessen, die Fragen wurde per Mail übermittelt. Anschließend haben dann der Verbrennungs-Künstler und sein lächerlicher neuer Medien-Clown Christian „Tüt tüt“ Pletz tagelang überlegt, wie sie diese Doktorarbeit bewältigen können. Und dann kommt DAS dabei raus?

duedue

Man ist zum zweiten Mal in 2 1/2 Jahren mit einem Trainer in die Saison gegangen, dem man von Anfang an nicht vertraut hat. Man hat einen Sportdirektor installiert, um nach 1 1/2 Jahren festzustellen, dass es unterschiedliche Auffassungen über die sportliche Ausrichtung gibt. Man hat mit Thomas Tuchel den zweiten Klasse-Trainer nach Jürgen Klopp erfolgreich verhindert. Man ist ohne Sportdirektor eine Saison gestartet, um dann plötzlich zu bemerken, dass das nicht klappen wird. Die wichtigsten Kader-Baustellen vor einer Saison nicht ausreichend besetzt. Dafür untaugliche Spieler den Fans als Heilsbringer verkauft, die entweder über Ihr Zenit hinaus, zu teuer oder beides sind. 

Das war ihr Plan???? Jetzt mal Butter bei die Fische und geweihten Mentos gelutscht? Das war ihr ganzer Plan? Oder gehören die armen Schafe auch noch dazu? 

Diese Liste könnte man stundenlang weiterführen, bis man über der Kloschüssel hängt. Noch nie hat ein einziger Mann in so kurzer Zeit so unfassbar viel Scheiße gebaut und dabei so unfassbar viel verdient.

Von | 2016-12-02T09:54:41+01:00 2. Dezember 2016|Allgemein|24 Kommentare

24 Comments

  1. Bruno 2. Dezember 2016 um 07:37 Uhr

    „…dass die Unzufriedenheit über unser bisheriges sportliches Abschneiden sehr groß ist. Dafür habe ich volles Verständnis und teile diese Auffassung. Dennoch haben wir einen Plan“

    Soso, Herr Beiersdorfer hat also volles Verständnis. Nicht etwa „vollstes“ – nein nur „volles“ Verständnis.

    Er war bemüht pünktlich zu sein !!!

  2. Sven 2. Dezember 2016 um 07:49 Uhr

    Und ein Aufsichtsrat, der einen VV mit dieser Bewusstseinsspaltung im Amt belässt, ist mitschuldig.
    Normalerweise müsste jetzt der e.V.-Chef ein Interview geben, wo er unter dem Strich fragt, was DB egtl beruflich macht, um ihm öffentlich die Hosen runter zu lassen und das Vertrauen zu entziehen.
    Es ist Dezember, DB ist noch da, ich lege mich fest: Da kommt nix mehr. Die ziehen den Abstieg durch, solange 1 € in der Kasse ist.

    • Gravesen 2. Dezember 2016 um 07:53 Uhr

      Der Mann kommt mir mittlerweile vor wie eine Mischung aus Erdogan, Trump und Honecker.

      • Saschas Alte Liebe 2. Dezember 2016 um 20:37 Uhr

        (Selbst)Wahrnehmung wie Trump, denkt wie Erdogan, verhält sich wie Honnecker ?
        ?

  3. Frostie 2. Dezember 2016 um 07:50 Uhr

    Das sich selbst Jörn Wolf das Gesülze und decken von „Scheiße“ nicht mehr antun wollte, sag schon vieles !!!,
    vor allem zeigt es das er noch Ehre und Eier in der Hose hatte, im Gegensatz zu unserem VV und seine Spießgesellen!
    Als ich das gestern las dachte ich erst, der Artikel wäre aus der Saisonvorbereitung 😉

    • Saschas Alte Liebe 2. Dezember 2016 um 15:14 Uhr

      Naja, Wolf ist wohl eher noch gerade rechtzeitig geflohen, um nicht durch die „Ausstrahlung“ des großen Vorsitzenden nachhaltig in Mitleidenschaft gezogen zu werden; bei Hilke wird sich ähnlich sein.
      Das hat weniger mit „Eiern“ als mit Selbsterhaltung zu tun.
      Symptomatisch ist es natürlich schon.

  4. Volli 2. Dezember 2016 um 08:02 Uhr

    Den einzigen Plan, den Beiersdorfer je hatte ist das Prinzip Hoffnung! Viel Geld rausschmeissen und auf Erfolg hoffen! Hat auch toll funktioniert! Zu dem Interview brauch man, glaub ich, gar nichts sagen. Das spricht für sich selbst. Ich vermute, es ist der Versuch DB als irrsinnig hinzustellen, um ihm den Niedergang in die Schuhe zu schieben!

    • Ex-HSVer im Herzen 2. Dezember 2016 um 11:11 Uhr

      Ach, Grave… die Erklärung ist doch ganz einfach: Düdu versucht mit solchen Interviews später im Gerichtsprozess dem Staatsanwalt klar zu machen, dass er unzurechnungsfähig ist, um nur eine Bewährungsstrafe zu erhalten.

      Das ist alles so krank und hat mit Vorsitz des Vorstandes nichts mehr zu tun.

      Bitte bitte bitte Herrgott, lass Darmstadt gewinnen!

  5. gerkenderp 2. Dezember 2016 um 09:03 Uhr

    Du hast vergessen, dass wir uns die Erstligalizenz ohne Kühne nicht mehr leisten können. Die Lizenz. Wir haben der Professionalität und Finanzen wegen ausgegliedert. Und Didis Leitbild ist voll von „nachhaltigem Arbeiten“, „hanseatischen Grundwerten“ etc pp. Und wir können die Lizenz nicht ohne Kühne „stemmen“. Als Profiverein.

  6. Oberberger 2. Dezember 2016 um 09:34 Uhr

    Herr Beiersdorfer, Sie sollten mal dringend eine Haarprobe abgeben !

  7. Kubikmeter 2. Dezember 2016 um 10:23 Uhr
  8. Christian 2. Dezember 2016 um 10:31 Uhr

    Ist das eigentlich eine Drohung?!?

    Beiersdorfer „wisse, was er beim HSV bisher gemacht habe ‚und was ich auch weiterhin imstande bin zu leisten.'“

    Aber das passt ja zur Ankündigung von Herrn Gernandt künftig volles Risiko gehen zu wollen.

  9. alfa 2. Dezember 2016 um 10:50 Uhr

    Sorry aber einen Welt Konzern aufgebaut hin oder her, aber was Herr Kühne da um jeden Preis und mit was für einem Personal durchzieht ist unter aller Kanone. Ich behaupte sogar charakterlich sehr anrüchig. Ich sehe zu und unterstütze finanziere einen planlosen Haufen Möchtegernmanager die einen Verein ruinieren um am Ende noch mal einen Riesenhaufen Kohle auf den Tisch zu packen so als edler Ritter um den Kollaps zu verhindern! Was soll das!?

  10. leonardo63 2. Dezember 2016 um 10:59 Uhr

    Moinsen,

    ich kann nicht mehr; bin derart in Agonie verfallen, dass das Ganze mittlerweile mehr oder weniger an mir abperlt.

    Es ist mir derzeit völlig schnuppe, was aus dem Laden wird. Über vierzig Jahre Leidenschaft für den Verein sind ausgelöscht; Beiersdorfer und Co. haben mir entgültig den Rest gegeben.

    Das einzige was mich noch interessiert sind die Sachen, die Beiersdorfer täglich einnimmt. Ich möchte auch fliegende farbige Elephanten sehen und mir die Welt in einem Kaleidoskop der Farben zurechtrücken.

  11. Mitleserheses 2. Dezember 2016 um 14:32 Uhr

    Ich habe eine Frage an die Fachleute. Kann man diesen VV-Laienschauspieler nicht anzeigen? Und eine Blutprobe scheint mir zusätzlich auch angebracht.

  12. Hannes Grundmeyer 2. Dezember 2016 um 15:03 Uhr

    Da fragt man sich doch, weshalb der Spiegel all die Fragen, die hier in diesem Blog seit gut 2,5 Jahren gestellt werden, nicht auch mal zur Sprache gebracht hat? Oder wurden diese Fragen gestellt, aber von den Exzellenzen geflissentlich übersehen und einfach nicht beantwortet? Wenn das so wäre, dann hätte ich gerne mal einen entsprechenden Hinweis dazu im Spiegel gelesen. Diese belanglosen Allgemeinplätze hätte man sich echt sparen können. Das Interview ist doch die reinste Volksverarschung!

  13. BerndH60 2. Dezember 2016 um 15:12 Uhr

    Finanziell muss man sich um den Vorstand keine Sorge machen.
    Nach der Insolvenz brauchen die nur das Zeug, dass sie wohl jeden Tag in der Sylvesterallee rauchen oder schlucken, am Hamburger Hauptbahnhof zu verticken. Die boxen jede bekannte Konkurrenz weg und können im Handumdrehen die Schulden des HSV bezahlen.

  14. vsabi 2. Dezember 2016 um 16:39 Uhr

    Wir können jeden Tag unsere Wut über Beiersdorfer und Anhang rausschreien, unsere Ohnmacht wird bleiben. Solange die Medien diese Versager mit Watte anpacken werden die Hüpfer nichts kapieren. Ich tue mir jeden Tag den anderen Blog an und konzentriere mich hauptsächlich auf die Kommentare. Jedem seine Meinung, okay, aber einige sind nicht nur Realitätsfremd sondern nur Dumm! Da sich VV Beiersdorfer als Unfehlbar hält, sollten im nächsten Heimspiel einmal einige Plakate oder Banner ihm vom Gegenteil Überzeugen!

  15. Freundchen 3. Dezember 2016 um 10:09 Uhr

    Wolf und Hilke: beide sind Profis in Bezug auf Selbstoptimierung und Netzwerk. Jetzt der Anfänger Pletz mit seinen Veröffentlichungen pro Beiersdorfer und dem SPIEGEL-Interview unmittelbar VOR den Football-Leaks Veröffentlichungen…alles Zufall?? Oder sind da zwei Nichtskönner ins offene Messer gerannt? Nur Geduld…

    • Gravesen 3. Dezember 2016 um 10:11 Uhr

      Ich würde besonders den überraschenden Rückzug Hilke’s unmittelbar vor Veröffentlichung der Spiegel/Football-Leaks-Nummer nicht als Zufall betrachten wollen. Meinen Informationen nach steckt (auch) der HSV bzw. Teile des HSV bis zum Hals mit drin.

      • Freundchen 3. Dezember 2016 um 10:20 Uhr

        Wenn schon auf dem Rasen schon Langeweile herrscht, bleibt es rund um den HSV weiter spannend…

  16. Detlev Gerrber 3. Dezember 2016 um 14:58 Uhr

    Wenn es hilft die Sache mit unseren Exzellenzen schnell zu beenden wünsche ich mir ein 3-0 für Darmstadt.Vielleicht noch durch einen Hattrick unseres verliehenen Anläufers.

    Didi hat nicht mehr alle Latten am Zaun, wenn ich das so lese.
    Ich stelle mir gerade ein Bewerbungsgespräch vor, wo man folgende Frage stellt ( die nicht untypisch ist)
    „Herr Beiersdorfer, erläutern Sie uns doch mal Ihre Erfolge in den letzten drei Jahren.“
    Wie lange kann man schweigen?

    • Saschas Alte Liebe 3. Dezember 2016 um 15:22 Uhr

      Er wird stattdessen zu einer langatmig gestammelten einlullenden Rede ansetzen seinen „Plan“ beschreibend, dem aber leider niemand folgen kann, da man am Ende eines Beiersdorfer-Satzes den Anfang vergessen hat….. ?
      Mir geht’s des öfteren so beim Versuch seinen Ausführungen zu folgen.

  17. leonardo63 4. Dezember 2016 um 07:36 Uhr

    ARGHH,

    ich glaube, dass ich den Masterplan begriffen habe.

    Der hat mit Fußball nur am Rande zu tun. Beiersdorfer tut alles damit Hr. Kühne sein Spielzeug bekommt, und er bekommt im Gegenzug einen hochbezahlten Job als Container-Schubser bei Kühne & Nagel .. möglichst ohne Verantwortung, denn die ist ihm zu schwer.

    [IRONIE AUS]

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