Es ist so erschütternd…

Ca. 20 Minuten vor dem gestrigen Spiel führte ich ein Telefonat, wir sprachen natürlich über den HSV und das anstehende Spiel gegen Leverkusen. Nach meinem Tipp für das Spiel gefragt, meinte ich, ich sehe zur Zeit nur drei Mannschaften, gegen den diese Truppe eine eventuelle Chance hätte, dreifach zu punkten: Darmstadt (weil einfach die Qualität fehlt,  Hertha (weil sie einfach in einer schlechten Phase sind) und Leverkusen (weil sie es nicht hinkriege, trotz aller Qualität stabil zu werden). Eine Mannschaft, die gegen kriselnde Gladbacher 2:0 führt und am Ende 2:3 verliert, ist verunsichert.

Das Ergebnis ist bekannt.

Leverkusen spielte 85 Minuten wie ein echter Absteiger, ohne Zugriff, ohne Zweikampfstärke, das war weniger als nichts. Ich weiß, ich weiß, jetzt kommen wieder die Sprüche wie: Man spielt immer nur so gut, wie es der Gegner zulässt. Aber das ist Schwachsinn, weil dieser HSV nahezu alles zulässt. Der Umstand, dass es möglich ist, mit einer solchen Leistung in der Bundesliga drei Punkte einfahren zu können, macht mich sprachlos. Und klar, jetzt kann man wieder lesen, dass „sie zumindest gekämpft und gebissen haben“, aber sorry, ist das nicht Grundvoraussetzung? Sollte man das nicht von einem Profi, der mehr als 2 Mio. im Jahr einstreicht, grundsätzlich erwarten können? Bei aller Liebe, Freunde, aber Kampf ist kein Qualitätsmerkmal, es ist verdammte Pflicht. Wenn aber jetzt schon bejubelt wird, wenn die Pflicht erfüllt wird, dann gute Nacht.

Ach ja, natürlich, ich kann es jetzt schon lesen. „In unserer momentanen Situation kann man halt keinen Zauberfußball erwarten“. Okay, aber wann kann man ihn denn erwarten? Wann kann man zumindest ein halbwegs geordnetes Spiel erwarten? Oder anders gefragt:

Was trainieren die eigentlich die ganze Woche??? 

Trainieren die Wohlfühlprofis unter dem Klopp-Trainer Fink, dem Nationaltrainer van Marwaijk, dem Motivationstrainer Labbadia, dem 10-Sekunden-Trainer Slomka oder dem Konzeptrainer Gisdol Kampf unter der Woche? Trainieren sie, wie man bis zur Erschöpfung rennt? Wie man grätscht? Das kann und will ich nicht glauben, deshalb verstehe ich nicht, warum man von dem, was unter der Woche trainiert wird, seit mehr als 5 Jahren nicht mal im Ansatz etwas erkennen kann.

Aber ich verstehe schon, guten Fußball sieht man im Volkspark dann mal wieder, wenn man sich „stabilisiert“ hat und wenn man „tabellarisch“ anders dasteht. Also nie. Irgendwie ist das mit dem ansehnlich Fußball so wie mit den eigenen Nachwuchsspielern. Irgendwie ist nie die richtige Zeit, sie auch mal spielen zu lassen. Entweder, es ist noch zu früh. Oder der Tabellenstand gibt es nicht her. Oder man benötigt noch ein paar Punkte, aber dann… Oder man hat irgendwas zu verlieren und das ist den jungen Spielern ja nicht zuzumuten. Bullshit.

Noch schlimmer als diesen Folterfußball finde ich allerdings die Sprüche unmittelbar nach Spielende. Plötzlich sind sie wieder da, die Holtbys. „Wir haben den Sieg mehr gewollt“, bla bla bla. Nach jedem Sieg (zum Glück sind sie so selten) und nach jedem arroganten Text danach, freue ich mich auf die nächste Niederlage. Jedesmal denke ich (und weiß ich): Eure Arroganz wird euch bereits nächstes Wochenende wieder um die Ohren fliegen.

…zeigte sich Holtby deutlich euphorischer. „Wenn wir so weiterspielen, mache ich mir keine Sorgen“

Es tut mir leid, wenn ich deutlich werde, aber dieser verblödet grinsende € 4 Mio-Verdiener, der seit er in Hamburg spielt, maximal 4 halbwegs vernünftige Spiele hingelegt hat, macht mich krank. Monatelang spielt dieser Pfeife wie ein Regionalliga-Kicker, aber nach dem ersten Sieg reißt er seine dumme Fresse auf.

Ich freue mich auf Leipzig.

Von | 2017-02-04T07:24:08+01:00 4. Februar 2017|Allgemein|42 Kommentare

42 Comments

  1. Ex-HSVer im Herzen 4. Februar 2017 um 09:00 Uhr

    Du triffst den Nagel auf den Kopf! Genau das gleiche habe ich gestern schon während des Spiels und auch nach dem Spiel gedacht. Leverkusen war sowas von schlecht! Und in der ersten Halbzeit gab es nur ein Fehlpass-Gestolpere von beiden Mannschaften. Erschütternd! Das war ein klassisches null zu null Spiel und der HSV hat er auf einmal mehr das Glück auf seiner Seite, durch einen kapitalen Fehler des Gegners einen Sieg einzufahren. Und die Posse um Calhaloglu hat ihr übriges getan. Genau 1 Tag vor dem Spiel…. ich sag ja: irgendeine höhere Macht will nicht, dass der HSV absteigt. Dass Holtby nach dem Spiel in der Euphorie des Sieges vielleicht übertreibt ist ja noch zu verstehen. Aber man kann sicher sein, dass heute die Presse wieder ein anderes Spiel gesehen hat und ebenso Todt, Gisdol und alle Hüpfer. Zum Brechen!!!

    Ich freue mich auf Köln und Leipzig… Bämm!!!!!

    PS: der HSV steigt nicht ab. Leider!!!

  2. Weltmeister 4. Februar 2017 um 09:03 Uhr

    Na klar ist es frustrierend, dass diese Mannschaft spielerisch nicht viel bis gar nichts auf die Reihe bekommt. Aber über diesen Punkt bin ich längst hinweg.
    /
    Dem Club fehlt immer noch eine gewisse Grundordnung, eine Philosopie nach der man a) handeln und b) Fußball spielen möchte.
    Ein derartiges Konzept oder Leitbild ist nur so viel wert, wie es den Menschen bekannt ist und wie danach tagtäglich gelebt und gehandelt wird. Sprich: Keinen Pfifferling im Falle des HSV.
    Denn weder den Mitgliedern, noch den Angestellten des Clubs sind diese Werte bekannt, geschweige denn, dass jemand danach handeln würde.
    Und genau dieses Manko zieht sich wie ein roter Faden von der Spitze des Clubs bis hin zum schlichten Fan. Dieser Club ist konzept- und führungslos.
    /
    Außer simple Parolen wie „Alle Mann auf Kurs“, „Tradition“, „Unabsteigbar“ und „Nur der HSV“ eint diese instabile Masse doch schon lange nichts mehr. Und ich kann diesen Scheiss auch nicht mehr hören.
    Ein einfaches Konzept, ein bisschen mehr Demut, sowie ein nach Außen ehrliches und seriöses Handeln würde den Funktionern und Spielern des HSV, sowie ihrem Ansehen gut tun.

  3. heRBert 4. Februar 2017 um 09:16 Uhr

    Ich habe mir gestern das Spiel als neutraler Zuschauer in voller Länge angesehen. Das war ein typisches Zweitligaspiel mit endlosen Kopfballstaffetten und sinnlosen Grätschen im Mittelfeld, Hauen und Stechen, Hin und Her. Lange Bälle und den Ball einfach wegdreschen, ohne Plan. Der Zufall war der beste Freund beider Mannschaften. Eigentlich war von einem „Spiel“ keine Rede und einen Sieger hatte es auch nicht verdient. Nun, der HSV hat wichtige Punkte im Abstiegskampf gesammelt. Eine spielerische Besserung wird es aber nicht geben und mit einer solchen Spielweise dauerhaft Punkte zu sammeln, wird sehr, sehr schwer.

  4. Saschas Alte Liebe 4. Februar 2017 um 09:41 Uhr

    „So geht Abstiegskampf“ heißt es jetzt, „90 Min. Gras fressen und am Ende den Gegner niederringen“.
    Leider kicken auf solchem Abstiegskampf-Niveau ohne jegliches Spielvermögen genau die Abstiegskandidaten, die am Ende auch absteigen.
    Mannschaften im Abstiegskampf wie Bremen oder Ingolstadt bekommen in beinahe jedem Spiel einige durchaus strukturierte Offensiv-Aktionen auf den Platz oder sind sogar in der Lage, den Gegner phasenweise unter Druck zu setzen (siehe Werder-Bayern letzte Woche).
    Beim HSV konnte selbst vom gestrigen Abstiegskampf-Niveau in bestenfalls 6 von 19 Spielen gesprochen werden – zwei Drittel der bisherigen Partien waren weit darunter.
    Der Grund für dieses desolate Abschneiden trotz inzwischen fast 50 Mio. Invest ist oben treffend beschrieben: Der HSV spielt rein destruktiv, im Moment des Umschaltens beginnt der reine Zufall.
    Gegen äußerst schwache Leverkusener konnte Gisdols Truppe diese Destruktivität dem Gegner aufzwingen.
    Mehr nicht.
    Vermutlich wird im Training auch strukturiert offensives Fußballspiel geübt.
    Dass davon im Liga-Spiel überhaupt nichts zu sehen ist, ist ein Symptom, die Art der Äußerungen der Spieler nach Abpfiff gestern ist ein weiteres – für die Beantwortung der hier neulich gestellten Kernfrage:“ Zu blöd für die Liga?“
    Wenn sich nicht absehbar Entscheidendes in den HSV-Köpfen tut, wird diese Frage wohl mit JA beantwortet werden müssen.

  5. Captain 4. Februar 2017 um 09:41 Uhr

    Moin,moin
    Hallo Ex-HSVer im Herzen,was soll der Spruch die Posse um Calhanoglu hat ihr Übriges beigetragen ??? Wer solche Typen ohne Charakter verpflichtet,MUß mit sowas rechnen.Diese Deutsch Türken werden von ihren Vätern gesteuert. ( Özil ,Calhanoglu und auch Öztunali)
    Den Vätern geht es NUR ums Geld,ist leider so.Dazu kommen noch die windigen Berater.
    Ach ja und Tah gehört wohl auch dazu,obwohl er KEIN Deutsch Türke´ist aber genauso einen gedgeilen Vater hat.
    Natürlich war das kein gutes Spiel aber in dieser Situation zählen nur die Punkte,das ist bei jeder Mannschaft in so einer Situation so.Ob die am Ende reichen zum Klassenerhalt kann Niemand sagen.Ich glaube eher nicht. Denn wie immer beim HSV und vor allem den Spielen überschätzen sie sich nach einem Sieg total anstatt demütig zu bleiben .

    • Ex-HSVer im Herzen 4. Februar 2017 um 09:58 Uhr

      Mir geht es nicht um das Urteil an sich. Es ist der Zeitpunkt. Wenn eine Mannschaft ihre Schaltzentrale einen (!) Tag vorher verliert, ist das nicht zum Nachteil des Gegners. Das meine ich mit dem Glück, das den HSV vorm Abstieg bewahren wird. Das Ergebnis haben wir bei Bayer gesehen: Hühnerhaufen.

  6. ausgegliedert 4. Februar 2017 um 10:02 Uhr

    Ein Gegner, der offensiv ebenso wenig vorhanden war, wie der HSV letzten Samstag, bei der Besetzung. Ein derart ruhiges Spiel hatte Adler hier wohl noch nie, selbst Rückpässe hielten sich in Grenzen.
    Mal sehen, ob Gisdol die Highflyer á la Holtby wieder eingefangen kriegt, damit die Truppe zumindest die erwähnten Grundtugenden wieder auf den Platz bringt. Das Wort Konstanz ist sogar von Tweety Lewis gefallen…

  7. Saschas Alte Liebe 4. Februar 2017 um 10:15 Uhr

    Apropos „zu blöd“ – dass das entscheidende Tor durch einen (gezielten) Kopfball und von dem noch vom „HSV-Virus“ unbelastetsten Spieler erzielt wurde, das ist doch passend amüsante Symbolik !
    🙂

  8. Gravesen 4. Februar 2017 um 10:49 Uhr

    Nur noch ein kurzes Wort von mir zu den lustigen Kommentaren, die allesamt auf dem Spamfilter landen und die ich mittlerweile ungelesen lösche: Die Texte dieser asozialen Primaten zeigen mir immer wieder überdeutlich auf – HSV-Fans sind wirklich das Primitivste, was es gibt, das absolut unterste Ende der Nahrungskette. Diese Proleten haben genau diesen Scheiß-Verein verdient.

    • Saschas Alte Liebe 4. Februar 2017 um 13:13 Uhr

      Da nachgewiesenermaßen Intelligenz und Denkvermögen in der Regel mehrheitlich nicht erblich bedingt sonder abhängig von sozialer Herkunft und Bildungs-Chance ist, kann also konstatiert werden:
      Unter den HSV-Fans konzentriert sich offensichtlich die Elite bildungsfern intellektuell Benachteiligter und sozialschwacher Hamburger Fußball-Interessierter mit unterdurchschnittlicher Entwicklungs-Erwartung.
      😉

    • Ex-HSVer im Herzen 4. Februar 2017 um 13:51 Uhr

      Absolut richtig! Wenn ich die oberprollige Tormelodie höre und dieses unsägliche „Dreimal Deutscher Meister…..“ könnt ich mit ner Pumpgun meine Glotze ausballern. Was willst Du von Hauptschülern, Arbeitslosen und familiär vernachlässigten erwarten. Die Nordkurve ist ihre Heimat und der Verein die Familie

      • Saschas Alte Liebe 4. Februar 2017 um 14:33 Uhr

        Und da kann sich dieses Klientel in der neuen/zweiten Familie HSV ganz wie zuhause fühlen – hier gibts auch nur Abstiegskrampf, Vernachlässigung, Frust, Schulden, Misserfolge zuhauf, Abwertung und Spott noch dazu.
        Passt !

    • Marxo 5. Februar 2017 um 09:49 Uhr

      Ich glaube, HSV Fans per se als dumm und asozial zu bezeichnen, geht ein wenig zu weit. Eher spiegelt ein volles Stadion einen Querschnitt der Bevölkerung wider. Dort findet man vom Banker über den „normalen“ Angestellten bis hin zum Hartz IV Empänger so ziemlich alles.
      Ich wohne in Köln in unmittelbarer Nähe zum Stadion. Und gestern Mittag, als ich am Stadion vorbei müsste, habe ich mich mal wieder gefragt aus welchen Löchern all diese dummen Gestalten bei einem FC Spiel gekrochen kommen.

  9. atari 4. Februar 2017 um 11:28 Uhr

    jetzt bist Du allerdings bei einem Thema, dass weit über den HSV hinaus geht. Jeder der Sky hat und alle Spiele verfolgt, der kann Woche für Woche schlechte Leistungen und Gurkenspiele sehen, die für meine Einschätzung kein Bundesliga-Niveau haben! Der HSV und Leverkusen sind da in guter Gesellschaft! Ist die Liga zu schlecht oder sind die Ansprüche an Bundesliga-Fussball mittlerweile zu hoch, weil wir wirklich jede Minute live erleben und viele Spiele sehr langweilig oder einfach nur schlecht sind?

  10. Kugelblitz 4. Februar 2017 um 11:32 Uhr

    herrlich, wie der adler sowohl die leistung als auch die situation einschätzt:

    https://www.youtube.com/watch?v=4F4IyiyxGXs&feature=youtu.be

  11. Weltmeister 4. Februar 2017 um 11:40 Uhr

    @ Herbert / Atari
    Für mich war es gestern wieder einmal interessant zu beobachten, dass technisch versierte und gut ausgebildete Kicker (aus Leverkusen) in Krisenzeiten das einstudierte Fußballspiel nahezu komplett einstellen und sich auf einem simplen Nenner wiederfinden: Dem mehr oder weniger zufälligen Gebolze.
    Die Leverkusener lähmte quasi das gleiche Problem: Angst vor dem erneuten Versagen.

    • Saschas Alte Liebe 4. Februar 2017 um 14:01 Uhr

      Interessantes Thema.
      Neben dem Dauer-Symptomträger HSV taucht dieses Phänomen der Identifikations- und Motivationskrise ja auch bei anderen Clubs auf wie Wolfsburg, Leverkusen, Gladbach, Hoffenheim, sogar Dortmund blieb unter Klopp nicht verschont. Einzig die Bayern scheinen inzwischen solche Leistungs-Täler abfedern zu können.
      Hast Du eine Erklärung/These bzw. siehst du ursächliche Übereinstimmungen ?
      Markt-Sättigungs-Symptome ? Motivatorisch Identifikatorische Konjunkturschwankungen ? Spätfolgen von Misswirtschaft ? Interne Sozial-Defizite ? …

      • Saschas Alte Liebe 4. Februar 2017 um 16:03 Uhr

        Danke, das klingt sehr plausibel. Die wichtigste Kugel im Fußball ist doch der Kopf.

      • atari 4. Februar 2017 um 16:35 Uhr

        meistens kommt der Absturz, wenn nach Erreichen eines europäischen Wettbewerbs Spieler für diese höheren Aufgaben dazu gekauft werden.. siehe aktuell Gladbach, Wolfsburg, Leverkusen und Schalke. Aktuell sind es Frankfurt, Freiburg, Hoffenheim und die Hertha, die begeistern. Da braucht man nur abzuwarten, bis sie europäisch spielen und die teuren Granatenspieler dazu kaufen… um dann irgendwann wieder abzustürzen! Ein Vorgang, den man immer wieder beobachten darf. Wir kaufen solche Spieler allerdings schon vor Erreichen eines europäischen Wettbewerbs 🙂

      • Saschas Alte Liebe 4. Februar 2017 um 18:32 Uhr

        Wir kaufen solche Spieler allerdings schon vor Erreichen eines europäischen Wettbewerbs
        ———–
        … und das Abstürzen hat sich dann auch schon längst erledigt. Zum Absturz ist eine gewisse Höhe vorher Voraussetzung 😉

  12. atari 4. Februar 2017 um 12:00 Uhr

    @Weltmeister
    Mir fällt es schwer, die Niederlage der Leverkusener gegen Gladbach als „versagen“ zu bezeichnen. Leverkusen hat auch gestern einen schlechten Auftritt hingelegt und ein Spiel verloren, mehr nicht.
    Das Wort „Versager“ und „versagen“ hat aus meiner Erfahrung eine andere Bedeutung, als die, für die es in der heutigen Zeit häufig genutzt wird.
    Das mittlerweile Milliarden schwere Produkt Fussball ist für meinen Geschmack einfach nicht so gut, wie man es uns aus Profitgier verkaufen will!

  13. Apfelhari 4. Februar 2017 um 12:45 Uhr

    Dieser Blog und seine Leser kommen fast immer zu zutreffenden Einschätzungen bezüglich der Leistungen des HSV auf und neben dem Spielfeld. Das ist wohltuend und hebt sich deutlich von den in der Tat durch rosarote Brillen blickende Fans in dem Abendblatt-Blog ab. Schade nur, das Grave die anderen so übel beschimpft. Warum tut er das?
    Ich darf mich doch, auch wenn ich den anderen Blog lese, als normaler Fan fühlen. Oder bin ich auch ein „Primat“ weil ich den Blog lese?

    • Saschas Alte Liebe 4. Februar 2017 um 13:50 Uhr

      ich lese auch da drüben, schreibe auch mal was rein. Das bin ich gewissermaßen meinem sozialen Verantwortungsgefühl schuldig 😉
      Wer nur liest, zeigt sich ja nicht. Was sich dort ganz überwiegend zeigt, unterscheidet sich aber doch sehr wesentlich von dem hier zu Lesenden in Form und Inhalt.
      Das kann man natürlich auch bewerten. Das ist Gravesens eigener Blog; er kann das so bewerten, wie er es sieht, denk ich. Im Rahmen der Regeln tu‘ ich das auch gelegentlich wie andere ebenso.
      Was kümmern Dich Bewertungen hier oder dort ? Inhalte sind doch eigentlich interessanter, oder?!

  14. Bruno 4. Februar 2017 um 12:52 Uhr

    Meine Analyse fällt ziemlich einfach aus:

    Fußball: Null – Pingpong
    Taktik: D-Jugend – alle wollen den Ball haben und danach nach vorne dreschen und hinterher
    Variabilität: nicht vorhanden – nur ein Plan, wenn man es Plan nennen kann

    Auffällige Spieler: Das ich das mal sage, verschlägt mir die Sprache. Osterzollek hat die Mittelfeldrolle geholfen. Endlich mal mit Mut, Auge und ein wenig Technik.

    Schlimm: Ballabwischer – Slapstick pur !

    Medien: Hätte Leverkusen unverdientermaßen das entscheidende Tor gemacht, wären alle zerrissen worden – so wird gejubelt. Peinlich und typisch !!

    Fazit: Ich wollte ins Stadion – meine Frau meinte nur: „Schlechte Filme laufen auch auf ZDF“ – Wie immer haben sie Recht 😉

  15. BerndH60 4. Februar 2017 um 13:54 Uhr

    Kein Kommentar zum HSV heute, sondern zur Qualität der Bundesliga.
    Aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen verbringe ich reichlich Zeit vor dem TV.
    In Wochen in denen die CL stattfindet, läuft Sky Sport in Endlosschleife. Es ist unglaublich, wieviel unerträgliches Gekicke in dieser Zeit zu sehen ist.
    Hat man in der CL noch eine halbwegs funktionierende Torgarantie, so wird einem dies in der Bundesliga auch oft genug verweigert, da die vorhandenen Trainer nichts schöneres kennen als ein 0:0.
    Anscheinend gibt es nicht Mal global genug Spieler und Trainer um 5 oder 6 Topligen mit Personal zu füttern.
    Und wenn der chinesische Staubsauger erstmal auf vollen Touren läuft wird das Niveau weiter sinken. Es gibt aktuell einfach nicht genug Spieler um das massive TV Angebot zu füllen.

  16. Gravesen 4. Februar 2017 um 14:00 Uhr

    Bemerkenswert richtig.
    .
    http://heluecht.stupid-and-slow.de/abstand/
    .
    Die schwachsinnigen Kommentare von Ky Kastning und Dyller1492 kann man einfach ausblenden.

    • atari 4. Februar 2017 um 14:18 Uhr

      Ist der Luecht-Blog das Strafgefangenenlager der Einöde?

      • Gravesen 4. Februar 2017 um 14:58 Uhr

        So ist es. Jeder Schwachmat, der aus der Einöde geflogen und hier an der Tür gescheitert ist, bekommt dort Asyl.

      • atari 4. Februar 2017 um 15:26 Uhr

        jetzt wird da ein Schuh draus 🙂 HeLuecht war ja derjenige, der bei jeder Sperre in der Einöde „Free Willy“ forderte. Einfach nur ein netter Mensch oder hat er so viel Geltungsdrang und es nötig um jeden Kommentator zu kämpfen, auch wenn es sich dabei um Rassisten handelt? Ich bin so froh, dass Du hier die Tür zu hältst!

  17. Michael 4. Februar 2017 um 15:04 Uhr

    Für einen schwächelnden Gegner hat es mal gereicht. Für den Rest der Rückrunde reicht es nie und nimmer.
    Ein Grottenkick und eine hässliche Geburt des Tores nach 75 Min.
    Dem HSV wünsche ich den Klassenerhalt. Nicht als Belohnung für jahrelange Erfolglosigkeit, sondern als einzige winzige Chance des Überlebens.
    Mir kommen nur zunehmend Zweifel, ob in der kommenden Saison die Sanierung anfängt. Wenn nicht jetzt, warum dann später?
    Bis jetzt ist nicht angefangen worden. Es zeichnet sich eher ab, dass es so weiter geht wie bisher.
    Mit wenig Engagement meinerseits, seit dem Auftaktspiel dieser Saison war ich nicht mehr im Stadion. Schalke, Dortmund, Leverkusen, Köln und Mönchengladbach sind in maximal 100km Entfernung.
    Kein Bock. Irgendwann ohne mich, dann verliere ich noch die Lust, hinzusehrn.

    • Saschas Alte Liebe 4. Februar 2017 um 15:25 Uhr

      ich hatte Unterstützung durch den Spielplan. Als ich unbedachterweise vor Rückrundenstart Karten für Frankfurt besorgte, waren die Spiele in Köln, Darmstadt, Mainz und Hoffenheim schon gelaufen. 😉
      Nunja, die Eintracht kickt immerhin ganz ordentlich zur Zeit.
      Guter Fußball ist mir wichtiger als FanBrillen-Fetischismus 🙂

  18. Micha 4. Februar 2017 um 18:28 Uhr

    „Was trainieren die eigentlich die ganze Woche???“

    Die trainieren alles das, was andere Mannschaften wie Dortmund oder Bayern auch trainieren – das ist ja das Erschreckende! Sie trainieren es nur auf weitaus niedrigerem Niveau, deshalb haben sie unter der Woche immer wieder Erfolgserlebnisse und werden mit der Realität nicht konfronitiert, außer an den Wochenenden.

  19. Bidriovo 5. Februar 2017 um 00:18 Uhr

    Ich sehe wesentlich mehr Mannschaften, gegen die der HSV dreifach punkten kann. Die Liste, auf die es nicht zutrifft ist wesentlich kürzer: Bayern! Das wars.
    Die restlichen Bundesligamannschaften spielen so unkonstant. Da wechseln sich wirklich gute Spiele mit grausam schlechten regelmäßig ab. Da kann der HSV an jedem beliebigen Spieltag gegen eine der Mannschaften gewinnen. Nicht weil der HSV wie gestern „gut“ spielt, sondern weil der Gegner an diesem Spieltag auch nichts auf die Reihe bekommt. Ist leider kein Qualitätsmerkmal für die Bundesliga aber so steht sie nun mal da.
    Und das die Pappenheimer nach Siegen immer alle aus ihren Löchern gekrochen kommen. Das kennt man beim HSV auch schon seit vielen Jahren, in denen der Club regelmäßig um den Abstieg mitspielt. Genauso wie man kaum Stimmen bekommt, wenn der HSV sich mal wieder wie in Ingolstadt blamiert hat. Im Endeffekt sind Interviews nach Siegen total langweilig und werden deshalb systematisch von mir ignoriert. Mir muss keiner erklären, was er alles toll gemacht hat. Interessant ist nur, was jemand aus Rückschlägen gelernt hat, wie er zur Niederlage steht und warum die eigenen Vorsätze nicht umgesetzt wurden. Siege kann jeder, Niederlagen nur die wenigsten.

  20. Weltmeister 5. Februar 2017 um 08:21 Uhr

    @ Atari
    Setz anstatt „versagen“ so etwas wie „lähmende Angst vor dem Nichterreichen der eigenen Ansprüche“ ein. Das kommt in etwa auf das Gleiche hinaus. ?

    • atari 5. Februar 2017 um 09:58 Uhr

      Wahrscheinlich ist es so, obwohl man sich bei der großen Klappe vieler Spieler kaum vorstellen kann, dass die so etwas wie Angst kennen. Ich dachte immer, die setzt nur ein, wenn kurz vor Vertragsende noch nicht klar ist, wieviel Kohle im nächsten Jahr auf’s Konto kommt.

  21. BerndH60 5. Februar 2017 um 10:58 Uhr

    Schönes Beispiel zum Thema Qualität wurde gestern um 18:30 in den darauf folgenden 90 Minuten abgeliefert.
    Zwei angebliche Top Mannschaften, die es auf gerade einmal 7 oder 8 brauchbare Spielzüge gebracht haben und ein einziger Geistesblitz von Dembele zum 1:0 Siegtreffer für Dortmund führt.
    Der ZDF Videotext ist sich nicht zu dämlich um von einem „mitreißenden“ Spiel zu fantasieren. Das Premiumprodukt „Fußball“ darf heutzutage nicht nur nicht beschädigt werden, nein, selbst negative Kritik ist nicht mehr erwünscht.
    Ein bekanntes deutsches Unternehmen ließ, genau wie Borussia Dortmund in eigener Sache, mehrfach chinesische Schriftzeichen auf der Bandenwerbung einblenden.
    Fußball ist die „wichtigste“ Nebensache der Welt, garantiert ohne Doping, Korruption und Absprachen.
    Was der HSV unter Beiersdorfer geboten hat ist nur ein Zerrbild der Gesamtsituation. Und ich denke mit dem Abstieg wird es wieder nichts, was aktuell von Platz 18 bis Platz 6 geboten wird kann man nur als unberechenbaren Mist bezeichnen.

  22. Launi 5. Februar 2017 um 11:05 Uhr

    Was dem HSV zuallererst fehlt sind Zielvorgaben auf höchster Ebene die dem Grundsatz SMART entsprechen. Diese müssen dann zwangsläufig von Oben nach unten „transportiert“ / „vorgelebt“ werden.

    Für alle, die mit SMART nichts oder nur wenig anfangen können:
    S Spezifisch Ziele müssen eindeutig definiert sein (nicht vage, sondern so präzise wie möglich).
    M Messbar Ziele müssen messbar sein (Messbarkeitskriterien).
    A Ansprechend Die Ziele müssen für die Person ansprechend bzw. erstrebenswert sein.[2], zum Teil auch „achievable“ oder