Wahre Worte!

HSV Spirit of 1983 (Facebook-Seite)

Die Fans sind bereits abgestiegen. Und die Mannschaft trottet ihnen hinterher. Hashtag Aufschrei: natürlich sind nicht alle HSV-Anhänger Ultras und die überwiegende Mehrheit hat vermutlich kein Verständnis für diese Idiotie. Trotzdem war die ganze Aktion irgendwie symbolisch für das, was beim HSV so los ist.

Der destruktive Anti-Fußball, der nur auf Zerstörung aus ist, funktioniert bei Mannschaften, die selber das Spiel machen. Geht es gegen Gegner, die tief stehen und der HSV muss selber kreativ werden, geht der Ball im wahrsten Sinne nach hinten los. Diese Mannschaft hat zwar eine Raute auf dem Trikot aber kein Herz darunter. Bis auf ein zwei Ausnahmen ist dieser HSV eine überteuerte Resterampe. Über 4 Millionen verdient ein Lasogga angeblich und ein Holtby wohl noch mehr, nein, hier stimmt einfach gar nichts.

Nach zweimal Relegation heißt es dann immer als Entschuldigung „Man muss mal sehen, wo wir herkommen“. Heißt: man habe ja gerade erst den Abstiegskampf einigermaßen überstanden, da können jetzt nicht die Bäume in den Himmel wachsen. Ja, aber der HSV verstärkt sich ja auch jedes Jahr auf’s Neue. Geld spielt keine Rolex. Kostic: 14 Mio., Walace: 9,2 Mio, Santos: 7,5 Mio, Halilovic: 5 Mio, Bobby Wood: 4 Mio. „Man muss mal sehen wo wir herkommen“ – das wissen wir: Vom Safe von Onkel-Kühne. Und genau das ist das Problem seit so vielen Jahren: der Fisch stinkt auch beim HSV am Kopf. Was in der freien Wirtschaf gilt, gilt auch für die Angestellten des Wirtschaftsunternehmen HSV AG: Dysfunktionale Systeme in der Spitze übertragen sich auch nach unten. Die Mannschaft ist nur ein Spiegelbild von AR und Vorstand.

Wie es anders geht, konnte man im gestrigen Doppelpass erleben, wo Gladbach Manager Eberl erklärte, wieviel Freude es ihm immer noch macht, den Kreislauf von Nachwuchstalent zu Top-Star mit Millionenrendite am Laufen zu halten. Max Eberl ist nicht nur in der Kontinutität seines Wirkens, sondern auch in seiner Management-Philiosophie der Gegenentwurf zu den Protagonisten beim HSV, wo Laber-Gerlandt der Presse erstmal steckt, wieviel Millionen sein Chef nächste Saison in sein Hobby stecken will.

Auch wenn das jetzt gleich ganz viele nicht verstehen werden: wer es wirklich gut mit dem HSV meint, der will, dass es einen kompletten Reset gibt. So sehr ich mich über die gewonnen Relagationen der vergangenen Jahre gefreut hab, so sehr wünsche ich mir diese Saison nur eines: das der HSV endlich absteigt. Denn steigen wir nicht ab, dann wiederholt sich das Elend zum x-ten mal: Erst werden alle besoffen vor Glück sein, dann holt Kühne wieder sein Scheckbuch raus und der HSV reitet sich tiefer und tiefer in Schulden und Abhängigkeit. Dann wird es wieder nicht so gut laufen und alle werden sich Fragen, woran es denn bloß liegen könnte. Und dann heißt es wieder: „Man muss mal sehen, wo wir herkommen…“

Viele Fans mögen das anders sehen, aber mal ehrlich: denen geht es in erster Linie nicht um den HSV, sondern um sich selbst. Die benutzen egomanisch den HSV, um ihr Sozialleben zwischen Fanfahrten, Bier und Pyro zu gestalten Jeder, der wie ich, Dinge ausspricht bzw. schreibt, die nötig sind, wird als Feind gesehen, weil ich denen ihr Sozialleben wegnehmen will. Ganz ehrlich: euer Sozialleben ist mir scheißegal. Sucht Euch etwas anderes. Und vor allem: wagt es nicht, mir irgendwas abzusprechen, was ihr nie hattet.

Nein, es muss Schluß sein mit Murmeltiertag. Der immergleiche Kreislauf kann leider nur mit einem Abstieg durchbrochen werden. Weg mit dem Dino, weg mit der Stadionuhr, weg mit Lotto, weg mit dieser ganzen Loser-Folklore. Dafür mehr Eberl beim HSV. Mal ehrlich: jemand, der die Dinge so sieht, wie Eberl, hätte beim HSV heute keine Chance. Und genau das ist das Problem.

Ich freue mich deshalb auf den HSV von morgen. Nein, zweite Liga ist nichts, was Spass macht und schmeckt. Aber das ist Medizin, die wirkt, nie.

(Das Einverständnis des Verfasser vorausgesetzt…..)

Von | 2017-04-25T09:14:32+02:00 25. April 2017|Allgemein|24 Kommentare

24 Comments

  1. Hamburger Jung 25. April 2017 um 09:41 Uhr

    Weshalb sollte sich das alles wiederholen? Wenn Du schon Eberl ansprichst, kannst Du auch erwähnen, dass er gesagt hat, dass man den 4. Platz in der Saison nach der geschafften Relegation nicht planen konnte, aber das eben genau das am Fussball in der Bunesliga ausmacht, dass man diese Erfolge erreichen kann.
    Und genau das kann nun mal auch der HSV schaffe, Jedenfalls kann man das nicht komplett ausschliessen. Denn wenn 2-3 neue Spieler einschlagen und man einen Lauf hat zu Beginn der neuen Saison, kann man durchaus das Überraschungsteam werden. Ebenso wie Hoffenheim das in dieser Saison geschafft hat oder mit Abstrichen Frankfirt oder im letzten Jahr Hertha.
    Von daher ist ein Abstieg auf jeden Fall zu vermeiden. Denn es kann nun mal auch positiv anders kommen, als man denkt.

    • Gravesen 25. April 2017 um 09:59 Uhr

      1. Habe ich das nicht geschrieben, wenn es auch meine Meinung abbildet
      2. Wie lange willst du denn noch warten, bis „2-3 neue Spieler einschlagen“? Warst du die letzten 7 bzw. 34 Jahre tiefgefroren? Oder ist die rosa Brille beschlagen?

    • Sven 25. April 2017 um 10:54 Uhr

      @HJ: Der Punkt ist doch, Erfolg zu planen und zu erarbeiten um dann die Früchte der Arbeit über einen längeren Zeitraum hinweg zu ernten.
      Hoffen auf Gevatter Zufall ist für Unternehmen mit Millionenumsätzen kein belastbares Geschäftsmodell. Vor allem wenn man seit Jahren am Rand der Klippe steht.

  2. Gravesen 25. April 2017 um 10:53 Uhr

    Was für eine unbegreifliche Vollfeile muss man eigentlich haben?
    .

    Trotz der aktuellen Form- und Ergebniskrise, der Verletzungen und Sperren, der Dummheiten auf der Nordtribüne, der Benachteiligung durch Schiedsrichter, des bisherigen Ausbleibens eines unverdienten Sieges, WIRD DER HSV AUFGRUND DES KÖNNENS UND DES WILLENS DER MANNSCHAFT UND DER SPORTLICHEN LEITUNG OHNE RELEGATION, ALSO DIEEKT IN DER 1. LIGA BLEIBEN!

  3. abausb 25. April 2017 um 11:30 Uhr

    Sorry, ich bin ja vielleicht ein bisschen beschränkt. Aber vielleicht kann mir ja hier geholfen werden, hier schreiben ja ziemlich viele schlaue Leute. Meine Frage ist schlicht, was genau denn durch einen Abstieg besser werden soll? Klar, die Uhr könnte abgebaut werden, vielleicht würde man Lotto aus dem Volkspark verbannen, aber DADURCH alleine wird doch nichts besser? Dadurch bekommen wir doch keine neue Führung, die dann vielleicht nicht mehr vom Kopf her stinkt. Dadurch ist doch auch nicht sichergestellt, dass Herr Kühne sich zurückzieht und dementsprechend teure Transferflops nicht mehr möglich sein werden. Oder habe ich was verpasst?

    Ich bin auch nicht damit zufrieden, wie z.B. HSV plus mit Füßen getreten wurde (in erster Linie von Beiersdorfer, aber natürlich mit Billigung oder Weggucken des Aufsichtsrates), aber das wird doch nicht alles automatisch besser, wenn der HSV in die zweite Liga absteigt 8oder dann wahrscheinlich wegen Insolvenz gleich in die Amateurliga zurück muss).

    • Gravesen 25. April 2017 um 11:57 Uhr

      Weißt du, ich habe das schon so oft erklärt, ich bin langsam müde. Der Autor der Facebook-Seite „HSV Spirit of 1983“ hat es in seinem oben zu lesenden Eintrag erklärt. Was ist daran nicht begeifen?

      • abausb 25. April 2017 um 17:00 Uhr

        Ich habe doch geschrieben, was ich daran nicht begreife. Ich zitiere:“ Der immergleiche Kreislauf kann leider nur mit einem Abstieg durchbrochen werden. Weg mit dem Dino, weg mit der Stadionuhr, weg mit Lotto, weg mit dieser ganzen Loser-Folklore. Dafür mehr Eberl beim HSV. Mal ehrlich: jemand, der die Dinge so sieht, wie Eberl, hätte beim HSV heute keine Chance. Und genau das ist das Problem.“

        Wie kommst Du (bzw. der Autor) darauf, dass bei einem Abstieg (außer der Uhr, die würde dann ja keinen Sinn mehr machen) die „ganze Loser-Folklore“ durch „mehr Eberl“ ersetzt werden würde? ich bin ja bei Euch, wenn es bei einem Abstieg einen wirklichen Neubeginn geben würde, würde ich den Weg durchaus mitgehen. Aber ich glaube nicht,. dass das passieren wird. warum sollte es denn?

        Und sorry, das magst Du vielleicht schon mehrfach erklärt haben, dann habe ich es leider auch nicht verstanden. In dem o.g. Artikel steht dazu nichts.

  4. Julia 25. April 2017 um 11:33 Uhr

    Auch ohne zu wissen, wie der HSV aktuell finanziell genau dasteht, spricht einiges dafür, daß die aktuelle Saison wieder mit einem zweistelligen Defizit abgeschlossen werden wird und die HSV AG auf externe ‚Hilfe‘ angewiesen bleibt, und zwar nicht nur für neue Spieler, sondern v.a. auch, um den laufenden Betrieb aufrecht zu erhalten. Die HSV AG ist seit Jahren defizitär und wäre ohne Gönner schon längst zahlungsunfähig. Zum Saisonstart hatte der HSV gerade mal 1,3 Mio. in der Kasse, und die Einnahmen z.B. aus dem Vorverkauf der Saisonkarten waren da bereits verfrühstückt.

    Wenn der HSV in dieser Situation absteigt, würden in der nächsten Saison die Einnahmen noch weiter zurückgehen, während die Kosten viel zu hoch bleiben werden, selbst wenn der Kader erfolgreich ausgedünnt wird. Bei einem Abstieg besteht damit nicht nur die Gefahr, dass der HSV in der 2. Liga mit einem noch schwächerem Kader gleich nach unten durchgereicht wird, sondern es droht unmittelbar die Insolvenz. Wenn der HSV jemals aus eigener Kraft der finanziellen Misere entkommen kann, dann nur durch spielerischen Erfolg in der 1. Liga, und das jetzt. Einen Abstieg in die 2. Liga würde der Verein nicht verkraften, es sei denn, es fallen Sterntaler vom Himmel. Da die Bäume nicht in den Himmel wachsen, würde ich da nicht drauf bauen. Finanziell ist der HSV keinesfalls Zweitliga-tauglich, und ein sofortiger Wiederaufstieg kein Selbstgänger.

    • Kerberos 25. April 2017 um 12:03 Uhr

      .
      Soweit richtig; ein Abstieg, soweit keine Sternthaler vom Himmel fielen, zöge wohl unvermeidlich eine Insolvenz nach sich. Aber – eine Insolvenz bedeutet nicht zwingend das Aus in einer der Profi-Ligen. Mit den richtigen Personen in der Führung, einem klaren Konzept und einem geeigneten Insolvenzverwalter ist durchaus ein Spielbetrieb selbst in der 2.ten Liga denkbar.
      .
      So konnten z.B. in 2014 der Insolvenzverwalter Professor Dr. Rolf-Dieter Mönning und der Sanierungs-Geschäftsführer Michael Mönig die Alemannia in Aachen binnen 6 Monaten im laufenden Spielbetrieb ohne Mäzen entschulden und das Insolvenzverfahren beenden. Dass die Alemannia nun kürzlich erneut Insolvenz anmelden musste, findet hingegen seine Ursache in der manifesten Unbelehrbarkeit der dort immer wieder agierenden „Klubfürsten“. Da sehe ich allerdings Parallelen zum HSV.
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      Ein Neustart (dann auch wieder gottlob ohne Kühne) in der 2.ten Liga ist durchaus denkbar; denn Kühnes Position in einem möglichen Insolvenzverfahren ist m.E. nicht so stark, wie nur allzu oft aus gewissen Kreisen heraus Glauben gemacht werden soll.
      .

  5. Ex-HSVer im Herzen 25. April 2017 um 12:00 Uhr

    Weltklasse-Statement das Ganze! Danke Grave, dass du uns an so etwas teilhaben lässt.

    Das ist alles sowas von wahr und die Problematik mit dem dysfunktionalen System in der Spitze ist genau das Problem von allem! Und wie bei so vielen Dingen im Leben wird sich nur etwas ändern, wenn es einen RADIKALEN Neuanfang gibt. Und das ist in der Bundesliga einfach nicht möglich aufgrund des Erfolgsdrucks und des Zwangs, den überteuerten Kader zu refinanzieren (= 1. Liga, egal wie).

    Besonders genial ist der Kommentar hinsichtlich der „Fans“ und ihrer Angst, dass man ihnen Das gewohnte soziale Leben klauen möchte. Dabei ist das alles auch in der zweiten Liga möglich. Die Wahrheit tut nun mal weh. Nur sorgt das Leugnen der Wahrheit langfristig dafür, dass es nicht vorangeht.
    Und nachdem ich gestern ein Statement von Lotto gehört habe, in dem er Pyro als stimmungsfördernd deklariert hatte, ist dieser Mensch für mich auch sowas von durch. Diese ganzen lahme Scheisse mit „Hamburg meine Perle“ ist sowas von ausgelutscht. Wenn ich immer höre „Ob bei Juve oder Rom“… Ha!!! Die sind so weit entfernt wie Auckland von Hamburg. Wie wäre es dann mal nach 15 Jahren den Text anzupassen…. alles nur provinziell und gestrig beim HSV.

  6. Holger 25. April 2017 um 12:11 Uhr

    Das neue Ärzteteam (Gisdol, Bruchhagen und Todt) haben das Leben des Patienten ein wenig verlängert, und es sah für einen Moment nach einer Genesung aus. Leider ist die alte Krankheit nun doch wieder durchgebrochen.

    Die Hamburger Krankheit heißt „Zufriedenheit“. Vor dem Bremen- Spiel war man „aus dem Schneider“ und sofort trat das ein, was wir beim HSV mittlerweile seit Jahren beobachten können. Der berühmte „Spannungsabfall“.

    Das ist keine Frage der Qualität, sondern der Mentalität. Dank Kühnes Millionen ist „Qualität“ nicht das Thema beim HSV.

    In Hamburg hat man keine Träume und keine Visionen. Der ganze Verein (nicht nur die Mannschaft) ist Tod! Nach dem Spiel gegen Hoffenheim betrug der Abstand zu den europäischen Plätzen 7 Punkte und zum Relegationsplatz 4 Punkte.

    Angesichts des Restprogramms wäre hätte ganz klar der „Marsch nach Europa“ als Ziel ausgegeben werden müssen, um neue Spannung im Team zu erzeugen. Statt dessen, wurde die Saison mental beendet und die Zufriedenheit kehrte mal wieder ein. Abzulesen an Zitaten wie „Man muss bedenken, wo wir her kommen“, etc.

    Jetzt darf sich Werder auf Europa freuen und der HSV mal wieder irgendwie „drinbleiben“. Dieses „Drinbleiben“ wird dann am Ende wieder abgefeiert, weil „Man muss ja bedenken, wo ….“ Wieso sollte man auch von einer Mannschaft, in die in den letzten Jahren 100 Mio. investiert wurden „höhere Ziele“ zu erreichen einfordern?

    Mentalität schlägt Qualität. Sinnbildlich dafür stehen die Wege des SV Werder und des HSV.

  7. Skeptiker 25. April 2017 um 13:14 Uhr

    Mir ist gar nicht klar, wie der HSV, sollte er erstklassig bleiben, nach Erfüllung der Lizenzauflagen eine auch nur halbwegs erstligataugliche Truppe auf den Rasen schicken will. Die jetzige Mannschaft ist ja schon nicht wirklich tauglich für die erste Liga, nun muss drastisch eingespart werden….. Es geht natürlich auch mit weniger Geld, andere Clubs beweisen das, nur setzt das voraus, dass man Scouting beherrscht und sich günstig aus eigenem Nachwuchs bedienen kann. Beides sehe ich beim HSV absolut nicht. Wie soll das also funktionieren? Im Grunde genommen ist es schon fast egal, ob diese Truppe absteigt oder nicht, die nächste Saison dürfte in jedem Fall unglaublich bitter werden.

    • Holger 25. April 2017 um 15:08 Uhr

      Die Mannschaft ist absolut Erstligatauglich! Ich würde wetten, dass fast jeder Spieler in einem anderen Team der 1. Liga Stammspieler und Leistungsträger wäre.

      Das haben wir doch in der Vergangenheit oft genug gesehen. Tauglicher Spieler kommt zum HSV – wird dort schlechter- geht wieder- und wird bei anderem Verein wieder zu einem Leistungsträger. Ich glaube die Namen muss ich jetzt nicht alle aufzählen. Oder?

      Was nicht passt ist die Kaderzusammenstellung, das Umfeld und eine leistungsfördernde Atmosphäre.

      In Hamburg spielt fast jeder Spieler spätestens nach 3- 6 Wochen unter seinen Möglichkeiten. Talente aus der Jugend oder U23 schaffen in Hamburg den Sprung nicht, werden dann bei anderen Clubs feste Größen.

      Es ist nicht das (Spieler-) Material!

      Letzte Beispiele: Wallace und Papa. Beide schlugen sofort ordentlich ein. Bei Wallace hatte man das Gefühl, dass er von Woche zu Woche abbaut, bei Papa ist die Tendenz auch klar zu erkennen.

      Ich wette, der HSV könnte Messi, Ronaldo und Neymar verpflichten. Nach ´nem halben Jahr hätten die das Niveau eines 2. Liga- Spielers erreicht.

      Als Vorsitzender oder Aufsichtsrat beim HSV würde ich die Ursache außerhalb des Platzes suchen. Was ist in Hamburg so anders als in anderen Bundesligastädten? Wie verbringen die Spieler ihre Freizeit? Welche gruppendynamischen Prozesse gibt es im Team und vor allem im Umfeld (Betreuerteam). Was für eine Kultur und Atmosphäre herrscht in der Geschäftsstelle, bei den Co- Trainern, bei den Scouts, bis hin zu den Securitys und den Putzfrauen?

      Welche Gesprächskultur wird gepflegt? Wer hat Einfluss auf die Spieler und welche Gruppen (Freundschaften) gibt es zu Mitarbeitern, Personen aus Partnerunternehmen? Wie sieht das Umfeld aus?

      Ihr könnt mich gerne für einen Spinner halten, aber ich vermute, dass es im Umfeld der Mannschaft zu viele Dinge gibt, die negativen Einfluss auf die Leistung der Sportler haben und zu Wenige die die Leistung positiv beeinflussen.

  8. Weltmeister 25. April 2017 um 13:25 Uhr

    Passend dazu in den Medien: „Abstiegsfinale? Da mache ich mir keine Sorgen!“
    /
    Prophet! Mastermind! Ein wahres Superhirn.
    Satiriker sprechen in diesem Zusammenhang auch vom Hirn Todt.

    • Bjoern 25. April 2017 um 19:50 Uhr

      Ernsthaft, wenn ich mir ansehe, was Jens Todt in Karlsruhe hinterlassen hat, wird mir wahlweise Angst und Bange, oder aber wohlig warm ums Herz, weil man mit dem ganz sicher den Abstieg schaffen wird.

  9. Thomas Vernunft 25. April 2017 um 14:27 Uhr

    Was würde sich denn bei einem Abstieg ändern ? Die Abhängigkeit von Kühnes Kohle würde nur noch grösser werden da der finanzielle Kraftakt für einen von allen* geforderten sofortigen Wiederaufstieg mindestens genausso gross wäre wie der langjährige Abstiegskampf. Es muss ein sofortiges Umdenken bei allen* stattfinden: Warum beansprucht der HSV das Alleinvertrtungsrecht aller HHer Fussballvereine ? So gelesen in der neuesten Ausgabe der SN-Titanic. Warum muss der HSV immer 1.Liga spielen und dann noch möglichst in irgendwelchen UI oder CL-Cups ? Warum werden immer noch sog. HSV-Helden versucht zu reaktievieren dem HSV personell zu unterstützen ? Warum fasseln alle* immer was von 1979, ´83 in Athen und 3x DFB Pokalsieger ? Warum werden Unsummen in Leitbilder, Vorbilder und Geldvernichtungsmaschinen wie das NWLZ oder den Campus verballert ? Warum ist die Erde rund und warum können wir zwar zum Mond fliegen aber der HSV hat kein Konzept, aber davon mindestens genausoviel wie Kohle von alten Männern und windigen Geschäftspartnern. Zwei mögliche Szenarien: Der HSV schafft den Klassenerhalt (direkt oder Religation – egal) und es wird weiter so gewurschtelt wie bisher bis der DFB irgendwann die Lizenz verweigert und wir den ewigen Murmietiertag als regionalen Feiertag am 27.09. begehen. Oder aber der HSV steigt ab – Kühne wird auf seine Kohle nicht verzichten und weiter Geld für den geforderten Wiederaufstieg in die Mannschaft pumpen lassen und die bekannte Blutsaugerschaft von Profis, Spielervermittlern und Managern werden sich die Taschen vollstopfen. Business as usual -auch in Liga 2. Da wird sich nichts ändern.

    *RosaShirt-Hüpfer, Scholz & Friends, MoPo-Bild und Co., Leute wie Helm-Peter und anderen Legenden und die sog. „ächten HSVer midde Raude im Härzen.

    • Thomas Vernunft 25. April 2017 um 15:52 Uhr

      Andere Vereine haben sich erst gar nicht in diese wirtschaftliche Abhängigkeit begeben. In Hamburg beginnt die Fehlerkette doch schon in den 1980er Jahren, als man sich mit Bayern München auf Augenhöhe wähnte. Damals hat man es versäumt, die Erfolge aus der Zebec/Happel-Ära zu nutzen indem man eine nachhaltige und vor allem wirtschaftliche Basis aufbaut. Stattdessen wurden schon damals eine Oase erschaffen in der sich gegenseitig Gefälligkeiten in Form von bevorzugten Jounalisten, Reportern, kostenlosen VIP-Karten und Geschäftsabschlüssen zugunsten der damaligen Clubführungen und HHer Wirtschaftsgrössen ergaben. Denke nur einmal an die Zeiten nach 83, wo Graupen und Kasper wie Lux, Schatzschneider und (Gott hab in seelig) Wuttke für den Verein spielten. Und das meistens dann nur 1,2 Jahre mit mässigen Erfolg und Nebengeräuschen. Da wurde m.E. viel Geld verbrannt und auch schon da durften sich nach Netzer „Managergrössen“ wie Magath, Wehmeyer und Ribbeck versuchen. Ergebnis bekannt. In dieser Zeit hat z.B. Bayer es geschafft, wie Hoeness einen starken Mann zu etablierender dann nebenbei sein Geschäft verstand. Indem er die richtigen Spieler holte und z.B. nicht Karsten Bäron.

      • Thomas Vernunft 25. April 2017 um 22:26 Uhr

        1. Anspruch und Wirklichkeit in Einklang bringen 2. Daraus eine reelle und finanziell umsetzbare sportliche Strategie entwickeln die 3. den Hauptgeldgeber dazu veranlassen seine Entscheidungen an 4. Beraterunabhängige Entscheidungsträger im Vorstand abzugeben

  10. Saschas Alte Liebe 26. April 2017 um 08:39 Uhr

    ich kann mich des Verdachts nicht erwehren, dass ein ‚einfacher‘ Abstieg wohl keine grundlegende Besserung brächte.
    Da müssten schon etwas gründlicher die einträglichen Gefilde verlassen werden (3. oder 4. Liga) und die Notwendigkeit eines kompletten Umbruchs wie auch eines völlig neuen Selbstverständnisseswirklich jedem noch so limitierten Fanhirn offensichtlich werden.
    Wenn die 1. Mannschaft kaum noch höher kickt, als die zweite jetzt, z.B.
    Wenn jeder Anlass, sich zu profilieren entfiele, bzw. die entsprechenden Kandidaten auch nach außen nur noch vom Format und Stand von Karnickelzüchter-Vereinsvorsitzenden wären…
    Zumindest diese traumatisch ausartende Abstiegsangst-Psychose, die seit Jahren jeden im Club zu befallen scheint, hätte sich dann wohl erledigt.
    Immerhin.

    • Saschas Alte Liebe 26. April 2017 um 08:42 Uhr

      …und auch das eine oder andere soziale Medium würde sich sicher als obsolet erweisen. ?

  11. ausgegliedert 26. April 2017 um 20:27 Uhr

    Visionen und ein dazu passendes, nachhaltiges Konzept. Für derartiges ist der Sumpf HSV aber wohl nur nach Trockenlegung empfänglich. Und dazu taugt der Profi-Fußball (auch in Liga 2) eher nicht.
    Da bieten sich imer noch zu viele Möglichkeiten, sich wichtig zu tun.
    Die Ausgliederungschance wurde exzellent versemmelt.

  12. Welle05 26. April 2017 um 22:15 Uhr

    Eine sehr zuverlässiger Quelle hat mir gerade mitgeteilt, dass ein Großteil der HSV Mannschaft gerade im Brian’s Steak and Lobster ist und dort ordentlich Gas gibt. Gewissenhafte Vorbereitung für das Wochenende also und den Ernst der Lage komplett ignorierend.
    Läuft.

    • Sven 27. April 2017 um 00:20 Uhr

      Währendessen BL im ARD Sportclub mit viel Klartext… 😉

  13. mb 27. April 2017 um 03:18 Uhr

    Einfach nur interessant Bruno gestern im ARD Sportclub mal zu zuhören (ab Minute 11:00 http://www.ardmediathek.de/tv/Sportschau/Der-Sportschau-Club-mit-Labbadia/Das-Erste/Video?bcastId=53524&documentId=42341172

    Deutlicher zwischen den Zeilen geht wohl nimmer hinsichtlich Beiersdorfer/Kühne…

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