Der Kampf beginnt, Stufe 3

Na also, jetzt meldet sich dann auch mal die “andere Seite”, wurde auch höchste Zeit.

Spar-Boss Dr. Andreas Peters verteidigt den Transfer-Stau.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats tritt mit einigen Rats-Kollegen auf die Gehalts-Bremse. Die Kader-Kosten sollen von knapp 56 Millionen Euro auf 48 Mio runter. Und das möglichst bevor Neue kommen.

Peters zu BILD: „Es gibt Diskussionen darüber, wie wir mit den vorhandenen Mitteln umgehen. Wir müssen zwischen den wirtschaftlichen und sportlichen Erfordernissen abwägen.“

Klar ist: Die Räte wollen nicht im Vorgriff mehrere Transfers genehmigen, solange keine Ladenhüter wie Pierre-Michel Lasogga (25/3,4 Mio Jahres-Gage) abgegeben wurden.

Peters: „Es gibt keine zwingende Reihenfolge, es muss ein Wechselspiel zwischen Zu- und Abgängen sein. Es wird einen weisen Mittelweg geben.“

Weil es für Lasogga oder andere Verkaufs-Kandidaten (Holtby, Hunt) keine Angebote gibt, ruhen beim HSV die Geschäfte. Das sorgt bei Trainer Markus Gisdol (47), der mit Sportchef Jens Todt (47) eine umfangreiche Einkaufsliste erstellt hatte, genauso für Frust wie bei Geldgeber Kühne.

Zuerst einmal muss selbstverständlich der Aufsichtsratsvorsitzende als “Spar-Boss” betitelt werden, damit auch der dämlichste BILD-Leser weiß, wer Schuld am Desaster hat, gell? Würde man korrekten Journalismus betreiben, würde man Dr. Peters als Vernunfts-Vorsitzenden bezeichnen, denn das ist er. Endlich sind zumindest Teile des AR aufgewacht und haben beschlossen, dass es so nicht weitergeht. Danke dafür.

Und natürlich hat Wundertrainer Gisdol zusammen mit Sportchef-Magier Todt eine umfangreiche Einkaufsliste erstellt, schließlich sind wir beim HSV ja auch bei “Wünsch-dir-was”. Dazu nur ein paar kurze Fragen:

Markus Gisdol ist seit dem 25.09.2017 Trainer beim HSV, Jens Todt wirkt seit dem 06.01.2017 in seiner Funktion als Sportchef. Heute schreiben wir den 08.06.2017, oder? Warum ist es Herrn Gisdol in einem 3/4 Jahr nicht gelungen, auch nur einen dieser “Ladenhüter” besser zu machen? Warum gibt es nicht für einen HSV-Spieler auch nur einen Interessenten? Sorry, aber an dieses gesteuerte Waldschmidt-Gerücht (Klient von Struth) glaube ich keine Sekunde. Seltsam, dass es angeblich für genau zwei Spieler Interessenten gegeben haben soll. Wood und Waldschmidt und beide werden von Volker Struth vertreten (genau wie Gisdol), der über die Kohle von Kühne verfügt. Hat Herr Todt seit einem halben Jahr gepennt oder seinen Job gemacht?

Bei aller Freundschaft, aber Wunschlisten aufstellen kann ich auch.

Aber man sieht – bei einigen Vollidioten wirkt die Kampagne bereits.

“Da haste Geld zum ausgeben..”, was für ein Irrsinn. Kaum zu fassen, das solche Menschen in der Lage sind, ohne fremde Hilfe zu atmen. Anyway, der Spaß geht weiter und ich hoffe, dass sich die vernünftigen Kräfte im Aufsichtsrat nicht von der unmaßgebliche Meinung einiger Einzeller beeindrucken lassen.

Von | 2017-06-08T07:05:52+02:00 8. Juni 2017|Allgemein|36 Kommentare

36 Comments

  1. Michael 8. Juni 2017 um 07:45 Uhr - Antworten

    Ich bin froh, daß sich der Aufsichtsratsvorsitzende als pflichtbewusst und integer erweist. Er tut, was er tun muss, bzw. was der Aufsichtsrat vor ihm längst hätte tun müssen. Aber nicht tat, weil der bisherige AR-Vorsitzende Handlanger Kühnes ist. Er sitzt immer noch als Fremdkörper im Aufsichtsrat wie der Stachel im Po.
    In den nächsten Wochen gilt es zu verhindern, dass Kühne via Darlehen Zugriff auf weitere Anteile nimmt. Sein Ziel ist, dank der unermüdlichen Missionsarbeit des Blogs klar und für jeden Denkwilligen verständlich: mehr als 25 % Anteile möglichst billig erwerben und dann den Aufsichtsrat umkrempeln. Danach gehört der HSV ihm. Kein weiterer Investor wird mehr kommen, da er offensichtlich außerordentlich beliebt ist.
    Sollte der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem VV die Schlacht gewinnen, geht der Kampf trotzdem weiter. Die tödliche Umarmung des “Gönners” ist dann noch lange nicht vorbei. Dann gilt es, finanziell aus der Schlinge zu schlüpfen. Dazu müsste der AR und der Vorstand neu und insgesamt integer besetzt werden. Das Finanzgenie Wettstein und die Leuchte Gernandt (meine rheumatischen Finger wollen was ganz anderes schreiben) gehören vor die Tür gesetzt.
    Nun erweist es sich als schade, dass mit dem VV keine langfristige Besetzung und damit eine perspektivische Ausrichtung erfolgte. Immerhin wehrt sich Bruchhagen. Da tut sich in absehbarer Zeit eine brisante Baustelle auf. Zu gerne würde Kühne Didi II. inthronisieren, wieder ein submissives Bückstück.
    Jetzt sind die Finger zufrieden. 😉

    • WhatAboutHSVism 8. Juni 2017 um 08:31 Uhr - Antworten

      Volle Zustimmung, leider sitzen Gernandt und Wettstein sehr fest im Sattel…

  2. Volli 8. Juni 2017 um 07:49 Uhr - Antworten

    Santos und Wallace dürfen sich einen neuen Verein suchen! Wofür wurden sie dann eigentlich verpflichtet? Konzept gleich 0,0. Werden beim HSV Würfel geworfen, wer kommt und wer geht?

  3. Birnello 8. Juni 2017 um 07:58 Uhr - Antworten

    Angenommen du hättest das alleinige Sagen beim HSV Grave..
    Wie würdest du in folgendem Szenario handeln:
    – Es gibt kein einziges Angebot für die Großverdiener Lasogga, Hunt, Holtby.
    – Selbst für die von Düdü als Schnellschuss verpflichteten Wallace und Santos gibt es keine Angebote.
    – Alte Spieler zu kaufen steht nicht zur Disposition und wird auch nicht vom Trainer gefordert.
    – Es gibt eine Reihe vielversprechender junger Spieler wie zB Pollersbeck, die Interesse haben zum HSV zu kommen.

    Würdest du weiter warten und keine Spieler verpflichten, bis die alten verkauft sind?

    oder doch schon zumindest bei vielversprechenden Spielern in einer Range von Ablösesumme 1-5m mit mideraten Gehältern zuschlagen?

    was würdest du sonst jetzt gerade noch machen?

    (Bitte keine Erklärungen wie ich hätte damals schon vorher alles anders gemacht)

    • Gravesen 8. Juni 2017 um 08:04 Uhr - Antworten

      Grundsätzlich würde ich zwei Dinge im Auge behalten bzw. drei.
      .
      1. Ich würde mich dem Verein und seinem Wohl verpflichtet sehen und die Finanzen im Blick behalten. Was es dem HSV gebracht hat, wenn man auf das Geld scheißt und sinnfrei in der Gegend rumkauft, haben die letzten 3 Jahre gezeigt.
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      2. Ich würde die beiden Brasilianer auf keinen Fall verkaufen, sondern vom Trainer einfordern, brasilianische Nationalspieler ihren Stärken nach zu fördern und aufzubauen.
      .
      3. Ich würde mich von weiteren Kühne-Geldern, so lange sie nicht ohne jede Gegenleistung gegeben werden, fernhalten. Lieber keine neuen Spieler als weiteren Auskauf Richtung Schweiz.
      .
      Wer sagt dir eigentlich, dass dies der Realität entspricht? “Alte Spieler zu kaufen steht nicht zur Disposition und wird auch nicht vom Trainer gefordert.”

  4. Birnello 8. Juni 2017 um 08:14 Uhr - Antworten

    zu 3.) kurz vorab.

    nach meinem Steuerwissen ist eine Geldüberlassung ohne Gegenleistung eine Schenkung und damit unterliegt sie dem vollen Steuersatz den der HSV zahlen müsste. Aus 20mio werden dann schnell 12mio netto weil man 8mio Steuern zahlen muss (oder 13m und 7mio steuern).
    Wenn man hingegen eine Gegenleistung, wie zB Transferrechte oder eine Erfolgskomponenten einbaut (mehrmaliges erreichen den Europapokals) einbaut, ist es ein Investment und es müssen keine Steuern gezahlt werden.

    nach meinem Verständnis stehen Gegenleistungen wie weitere Anteile abgeben auch nicht zur Disposition momentan (was gut ist).

    Würdest du denn ‘Talente’ wie Pollersbeck
    jetzt signen?

    Was ist dein Wissensstand zum Aufsichtsrat:
    Gibt es momentan einen kompletten Transferstopp, der auch einen Pollersbeck Transfer erfassen würde, oder geht es lediglich darum keine teureren Spieler mit hohen Gehältern wie ‘Papa’ zu verpflichten?

    • Julia 8. Juni 2017 um 08:58 Uhr - Antworten

      Schenkungen gibt es nur unter “Lebenden”, d.h. Überlassungen an eine Aktiengesellschaft sind steuerlich neutral. Ich nehme auch nicht an, daß die Geld-Transfers von Kühne aus seinem Privatvermögen stammen, sondern aus seinem Unternehmensgeflecht und die relevanten gesellschafts- und steuerechtlichen Vorgaben penibelst eingehalten werden.

    • Gravesen 8. Juni 2017 um 09:13 Uhr - Antworten

      Meines Wissens nach gibt es überhaupt keinen “Transferstop”, sondern es gibt Vorgaben von seiten des Kontrollgremiums, also des Aufsichtsrats. Dieser übt seine Kontrollpflicht das erste Mal seit Jahren so aus, wie es gedacht ist und schon kreischt der hektische Hüpfer “Blockade”, was für ein Irrsinn.
      .
      Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, warum man so verzweifelt einen Torhüter von einem Fast-Absteiger aus der zweiten Liga holen muss, das klingt doch eher nach On-Top-Verpflichtung. Der HSV hat ganz andere Baustellen und Todt hatte reichlich Zeit, sich auf diese Situation einzustellen.

  5. Olaf 8. Juni 2017 um 08:39 Uhr - Antworten

    Bravo Grave, der Wundertrainer sollte allmählich seinen Job als Fußballehrer machen. Endlich fußballspielen lassen, Schluß mit der Bolzerei, mit dem, was man hat, auskommen. Aber er hat wohl eine andere Sichtweise, siehe Trainingsbeginn neue Saison.

  6. Kerberos 8. Juni 2017 um 08:50 Uhr - Antworten

    .
    Zur Klarstellung: ohne “Gegenleistung” meint hier sicherlich ohne Bedingungen. Der HSV kann von Kühne ohne weiteres ein (endfälliges) Gesellschafterdarlehen mit vereinbartem Zinssatz und angemessener Laufzeit annehmen, wie es bei der Sanierung von Unternehmen praxisüblich ist. Ein Gesellschafter-Darlehen wird im Fall von Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung in Eigenkapital “umqualifiziert” (so die gesetzliche Regelung). Der Darlehnsgeber kann daher über dieses Darlehen keinen Einfluss auf das Unternehmen nehmen.
    .
    Es gibt auch noch weitere Möglichkeiten, den Gehalts-Etat zu senken ohne Spieler zu verkaufen. Zum einen können Spieler (auch längerfristig) verliehen werden (englische Vereine haben bis zu 35 Spieler pro Saison verliehen); hier könnte man auf eine Leihgebühr vollständig verzichten, weil entscheidend ist aktuell ja nicht, dass Transfererlöse erzielt werden müssen. Zum anderen wäre unter gewissen Konstellationen auch ein “Gehaltsverzicht” von Spielern denkbar, wenn man (ggf. mit Kühne-Hilfe) die Gehaltseinbußen der betroffenen Spieler mit “externen” Einnahmen kompensieren könnte. Auch eine Kombination verschiedener Maßnahmen ist vorstellbar.
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    Dies sollen wohlgemerkt nur Anregungen für “kreative” Lösungsansätze sein. Man sieht aber, dass die Entscheidung des AR an der Gehaltskonsolidierung festzuhalten, mitnichten eine “Blockode-Politik” zu Lasten des sportlichen Erfolgs sein muss.
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    • alterplusser 8. Juni 2017 um 16:26 Uhr - Antworten

      Und wie wäre eine Planinsolvenz zu betrachten ??

  7. Matthias 8. Juni 2017 um 09:00 Uhr - Antworten

    Moin,
    ja Grave, 1. 2. 3. , so einfach ist es, oder sollte es sein!!
    Warum eigentlich Pollersbeck? Der HSV hat mit Mathenia eine starke Nr. 1. Wenn Gisdol Hirzel den Ersatzmann nicht zutraut, dann soll er eine günstigere Alternative auf die Wunschliste setzen.
    4.Keine alten Spieler!

  8. Kerberos 8. Juni 2017 um 11:35 Uhr - Antworten

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    Sehr dumme Fans gibt es sicherlich in jedem Verein und ob es beim HSV besonders viele sind, weiß man nicht. Liest man aber so manchen Kommentar, so wird sehr schnell klar, dass wirklich die Dümmsten der Dummen beim HSV am lautesten den meisten Unsinn verbreiten.
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    Wenn man liest, dass man ja noch die zusätzlichen 10 Mio aus TV-Geldern hat und die bereits genehmigten 3 Mio – ja, dann hat man doch immerhin schon 13 Mio für Transfers als Anfang.
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    Nichts, aber auch wirklich nichts begriffen diese blogfans, nikkis und wie sie alle heißen. Verdammt; es geht um die Gehaltskosten und die “zusätzlichen” TV-Gelder waren bereits im Lizenzantrag berücksichtigt – ohne diese “zusätzlichen” TV-Gelder hätte es vermutlich nie eine Lizenz für den HSV gegeben.
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  9. Skeptiker 8. Juni 2017 um 11:49 Uhr - Antworten

    Die Pollersbeck-Personalie erschließt sich mir auch nicht. Mathenia, Mickel und Hirzel sind da, und damit sollte man vorerst klarkommen. Der Sportdirektor bietet nun Wallace und Santos an. Eine reine Verzweifelungstat, weil er seine Ladenhüter nicht losschlagen kann. Die beiden Brasilianer sind junge Spieler, aus denen man bestimmt etwas machen kann, wenn man denn will und fachlich dazu in der Lage ist. Diesbezüglich kommt von Gisdol aber nichts, er hat es eher mit dem Aussortieren. Genau so einen Trainer kann der HSV aber nicht gebrauchen, wenn er künftig junge Spieler günstig einkaufen und ausbilden will. Wie schon gesagt, mit diesem Trainer hat sich Bruchhagen ein schönes Ei ins Nest gelegt.

    • alfa 8. Juni 2017 um 12:29 Uhr - Antworten

      Ein schönes Ei wurde Bruchhagen ins Nest gelegt, ich glaube mittlerweile weiß Herr HB ganz genau woran er beim Grinsebäckchen ist.
      Losgelöst von allem.wenn und aber , könnte mann sich sogar über zumindest in Teilen vorhandene Eigenstndigkeit
      des AR freuen, da man den Verein ja schon im Geiste in der Bahre auf dem Weg zum Friedhof wähnte, da keiner den Selbstgefälligkeiten der Zahnleiste ,aus dem Land der Eidgenossen ,widerstreben wollte. Ob der Plattfisch mittlerweile weiß, dass.die Österreicher selten.bist gar nicht als Eidgenossen bezeichnen werden sollten!??

  10. Kugelblitz 8. Juni 2017 um 12:16 Uhr - Antworten

    bei der derzeitigen MoPo-Umfrage:

    “Sollte der HSV noch einmal Geld von Kühne annehmen?”

    stehts zur Zeit 86% zu 14% für

    JA

    http://www.mopo.de/sport/hsv/der-hsv-und-sein-investor-woran-hakt-der-kuehne-deal–herr-peters–27757740

    • Gravesen 8. Juni 2017 um 12:39 Uhr - Antworten

      Passt zum Intellekt der Mopo-Leserschaft.

    • Ex-HSVer im Herzen 8. Juni 2017 um 21:43 Uhr - Antworten

      Diese Spacken würden auch “Ja” klicken, wenn die Frage lauten würde: “Sollte Kühne den HSV ganz übernehmen, damit innerhalb der nächsten 20 Jahre einmal Europa League spielt”

  11. Kerberos 8. Juni 2017 um 12:35 Uhr - Antworten

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    Aha; Gisdol und Todt sind genervt? Sollten am Besten gleich Beide ihre Arbeitspapiere abholen und besser nicht mehr im Fußball eine Anstellung finden.
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    H. Bruchhagen predigt diese Linie seit seinem Amtsantritt – die lfd. Kosten dürfen die lfd. Einnahmen nicht übersteigen! Dieses Kredo für die nächste Saison war sowohl Todt bei seiner Anstellung als auch Gisdol bei seiner Vertragsverlängerung bekannt. Hatten beide etwa mit Kühne bereits eine andere Absprache getroffen? Sonst ist ihr jetziges Verhalten und die offenbar ungenügende Planung in diese Richtung nur schwer nachvollziehbar.
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    Wann soll der HSV denn anfangen mit verantwortungsvollem Wirtschaften – etwa, wenn es nicht einmal mehr eine Lizenz mit Bedingungen gibt? Der HSV hat doch von der DFL bereits den letzten Warnschuss vor dem endgültigen Aus erhalten.
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