Das perfide Spiel der BILD

Okay, ich hätte die Serie „Der Kampf beginnt“ heute mit der nächsten Folge verlängern können, aber das langweilt irgendwann. Dabei sollte mittlerweile jeder begriffen haben, was in Hamburg und beim HSV läuft, oder? Wir haben einen Aufsichtsrat, der zum ersten Mal seit Jahren seinen Aufsichts- und Kontrollpflichten nachkommt und wir haben eine Zeitung, die Feuer legt. Warum sie das tut, ist zur Zeit nicht bekannt, vielleicht hat irgendeiner der betroffenen Herren ein Interview verweigert oder eine Information nicht durchgesteckt, wer weiß. Der Grund für eine Diffamierungskampagne der BILD ist teilweise derart lächerlich, das kann man ich gar nicht ausdenken und natürlich funktioniert es. Man muss sich nur die größtenteils debilen Kommentare der Hohl-Rentner in #SchmocksEinöde anschauen um zu erkennen, dass sie der Geschichte glauben. Lasst uns doch die Details einmal anschauen.

Zuerst einmal wird natürlich mit schauerlich klingenden Schlagwörtern operiert. „Spar-Minister“ klingt immer nach Verweigerung, nicht nach Vernunft. „Chaos-Planung“ zeugt von kompletter Handlungsunfähigkeit und lässt den Schluss zu, dass in der Sylvesterallee keiner mehr wüsste, was er zu tun hätte. Da ein Großteil der Konsumenten nicht über die Überschrift hinaus denkt, ist das Ziel fast erreicht. Im Text dann noch ein paar Gerüchte, Halbwahrheiten, Andeutungen und Grusel-Perspektiven und man hat es geschafft: Der geneigte rosa Hüpfer verfällt in Panik und ist felsenfest davon überzeugt, dass der Untergang der Welt bevorsteht.

Gucken wir uns die Dinge doch einmal so an, wie sie tatsächlich sind.

Chaos-Planung zeigt negative Wirkung.

Linksverteidiger Jannes Horn (20, Wolfsburg) hatte keine Lust mehr zu warten, unterschrieb gestern beim 1. FC Köln.

Zuerst einmal: Das Interesse des HSV an Horn war bisher pure Spekulation der Medien und vom Verein nie bestätigt. Desweiteren sollte man beachten, dass der Spieler bisher ganze 13 Bundesligaspiele auf dem Buckel hat und jetzt für € 7,5 Mio. nach Köln wechselt. Hätte der HSV für diesen Mann diese Summe auf den Tisch gelegt, hätte ich gern das Gepöbel gehört, aber jetzt kann man natürlich behaupten, dem Verein wäre ein Riesenfisch durch die Lappen gegangen.

Chaos-Planung zeigt negative Wirkung

Auch die Unterschrift bei der vorzeitigen Vertragsverlängerung von Stürmer Bobby Wood (24) soll nicht mehr so sicher sein.

Mir stellt sich ohnehin die Frage, warum man nach einer Saison mit dem Amerikaner überhaupt verlängern muss, aber egal. Der Spieler hat noch einen Vertrag bis 2020 und eine angebliche Ausstiegsklausel in  Höhe von € 12 Mio. Wenn er nicht verlängern möchte und irgendeiner bezahlt die Kohle, dann weg damit. Genau ist doch das Hamburger Geschäftsmodell der Zukunft bzw. muss es sein. Günstig kaufen und teuer verkaufen. Wood hat in der letzten Saison weniger Scorerpunkte gesammelt als Gregoritsch und soll nun als neuer Serienheld aufgebaut werden? Zum totlachen.

Doch Wood ist verwundert, schaut sich die Querelen um den Aufsichtsrat aus dem fernen USA mit großer Sorge und Stirnrunzeln an. Dort wurde der US-Nationalspieler beim 2:0-Sieg in der WM-Quali gegen Trinidad & Tobago in den letzten acht Minuten eingewechselt.

Boah. Der neue Lewandowski kam also im Spiel gegen die Weltmacht Trinidad & Tobago zu 8 Minuten Spielzeit. Herr Todt, bitte sofort verlängern und Gehalt vervierfachen. Danke.

Desweiteren wird ja bekanntlich das Horrorszenario aufgebaut, dass der HSV ohne neue Superstars für € 20 Mio. dem Untergang geweiht ist, aber warum eigentlich. Schauen wir uns doch mal die IST-Situation an. Eine Startaufstellung könnte morgen wie folgt lauten:

Mathenia – Sakai, Jung, Mavraj, Douglas Santos – Ekdal, Walace – Holtby, Kostic, Müller – Wood

Auf der Bank sitzen: Hirzel, Diekmeier, Oschkenat, Janjicic, Hunt, Porath, Jatta, Gregoritsch, Lasogga, Waldschmidt

Um es deutlicher zu machen: Die Startelf hat den HSV einmal € 56,65 Mio. gekostet, von der Bank mit Lasogga möchte ich gar nicht reden. Außerdem – in den letzten 29 Spielen der letzten Saison holte Trainer Gisdol mit dieser Mannschaft 37 Punkte und bei einem Punkteschnitt von 1,3 käme man im nächsten Jahr auf 45 Punkte, das reichte in der abgelaufenen Saison für Platz 8. Wenn man jetzt noch einrechnet, dass Konzept-Coach Gisdol diesmal eine komplett Saison-Vorbereitung zur Verfügung hat, warum in Gottes Namen soll diese Mannschaft mit diesem Trainer ohne nennenswerte Verstärkung Absteiger Nr. 1 sein? Verstehe ich nicht.

Aber halt, da wären ja die namhaften Abgänge.

Rene Adler. Monatelang verletzt, spielte zum Ende der Saison keine Rolle mehr

Johan Djourou. Erst Kapitän, dann Aussätziger.

Ashton Götz. Ein Bundesliga-Einsatz

Nabil Bahoui. Kein Kommentar

Mathias Ostrzolek. Stand seit Jahren in der Dauerkritik.

Und ohne diese Spieler soll jetzt die Welt untergehen?

Fazit: Betrachtet man die Dinge einmal im Detail, bemerkt man, dass hier nichts anderes als eine perfide Schmutzkampagne gefahren wird, die allerdings einige Personen komplett aus der Verantwortung lässt.

Warum wird von einem hochbezahlten Trainer Gisdol nicht erwartet, dass er aus dem oben aufgezählten Spieler-Material etwas Brauchbares rausholt, anstatt immer nur Verstärkungen zu fordern. Andere Trainer wie z.B. Christian Streich schaffen das doch auch.

Warum wird von einem hochbezahlten Sportchef Todt nicht erwartet, dass er die Situation rechtzeitig eingeschätzt hat und sich nach bezahlbaren (ablösefreien) Spielern umgesehen hat. Sorry, aber auf Namen wie Subotic, Klose etc. komme ich auch, wenn ich Transfermarkt.de anklicke. Warum finden andere Vereine Innenverteidiger oder 6er in Holland, Belgien, Togo oder Dänemark, nur der HSV nicht?

In diesem Verein sollte die überaus gut verdienenden Herren endlich einmal lernen, ihre Jobs zu machen und nicht immer nur kaufen zu wollen. Und die Scheiße in der BILD kann man getrost vergessen.

Halt, Moment, da wäre ja noch der „beleidigte Milliardär“. Damit ich das jetzt richtig verstehe:

Der Mann investiert in 4 Jahren zig-Millionen von seinem sauer-verdienten Geld und sieht dafür nur Fehleinkäufe und sportliche Katastrophen. Jetzt sagt ihm der Verein zum ersten Mal, er müsse nicht mehr einspringen und er soll deshalb beleidigt sein? Wie geht das denn? Fakt ist: Kühne will, dass der HSV angebettelt kommen muss, damit er die Rolle des Gönners spielen kann. Des Gönners übrigens, der stets festverzinst und im Notfall in AG-Anteile umwandelt.

Wie schrieb ich vor vielen Monden einmal:

Das größte Kapital des HSV ist die Dummheit seiner Fans. Und nur deshalb kann die BILD diese perfide Kampagne fahren. Weil ein Großteil der Menschen dumm wie Toastbrot ist.

Von | 2017-06-10T07:32:41+02:00 10. Juni 2017|Allgemein|35 Kommentare

35 Comments

  1. UliStein 10. Juni 2017 um 08:14 Uhr

    Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich wünsche dem AR und Heribert Bruchhagen viel Kraft und Rückgrat. Sie werden beides brauchen in den kommenden Wochen.

  2. Launi 10. Juni 2017 um 08:18 Uhr

    Danke, genau so denke ich mir das auch seit Tagen

  3. BerndH60 10. Juni 2017 um 08:30 Uhr

    @Grave:
    Zum ersten Mal muss ich dir aufs Schärfste widersprechen, du hast in diesem Blog mindestens vier sehr gute Sorten Toastbrot beleidigt. ??
    Wenn ich schon höre: „Dumm wie Brot“. Jeden Abend auf Kika erfreue ich mich nach Sendeschluss an den Weisheiten von meinem Namensvetter Bernd das Brot.??
    Also bitte keine Beleidigungen mehr von Brot.

  4. Weltmeister 10. Juni 2017 um 08:47 Uhr

    @ Grave
    So ist es. Ich wünsche mir ebenfalls, dass der Aufsichtsrat standhaft bleibt.
    Der Kader ist trotzdem halbgar zusammengewürfelte Gütze. Die fußballerischen Leckerbissen *bruharhar* der abgelaufenen Saison haben wir ja alle noch im Gedächnis. Wie man mit dieser Art Fußball zu spielen so viele Punkte einheimsen konnte, ist und bleibt mir ein Rätsel. Aber das ist ja im Grunde auch das Schöne am Fußball: Vieles, was sich auf dem grünen Rasen abspielt, ist nicht immer gerecht und schon gar nicht bis ins letzte Detail planbar.
    /
    PS: Pro HSVplus! Jetzt oder nie!

  5. Michael 10. Juni 2017 um 08:58 Uhr

    Da Bedingungen und Auflagen der Lizenzerteilung keine Alternative zum Sparplan lassen, sollte ein „Einknicken“ des AR unwahrscheinlich sein.
    Also sollen Bild und die Hamburger Fisch- und Käseblätter phantasieren, dass sich die Balken biegen. Dem Klugen ist es offensichtlich, dem Dummen wurde schon im Kreissaal die lebenslange Arschkarte gezeigt. Sie sollen und wollen beschissen werden, dumm und einfach leben.
    Verschiebemasse.
    Man kann den Meinungsmachern nur nicht oft und fest genug auf die Finger kloppen. Sie sind die Übeltäter.

  6. Dr.Jimmy69 10. Juni 2017 um 09:10 Uhr

    Ich finde den heutigen Blog sehr gelungen. Viele andere davor auch, aber heute denke ich, ja genau das sind meine Gedanken.
    Eine Saison, in der sich der Verein mal etwas konsolidieren könnte und der Trainer seine Fähigkeiten mit einem bekannten Kader so einbringen kann, als das sich jeder etwas weiter entwickeln kann. Er sollte ja nun seine Pappenheimer kennen.

    Aber alle gieren ja nach dem „next big thing“.
    Dir vielen Dank für deine hervorragende Saisonbegleitung. Keep on writing!

  7. 1887 10. Juni 2017 um 09:30 Uhr

    Die Theorie das unser Kader permanent nicht die Qualität hat die Liga zu halten kann ich nicht glauben. Sicher haben wir keine Top Stars. Der Kader ist sicher auch nicht optimal zusammen gestellt. Aber wir haben 70 Spieler getauscht. Es scheint doch völlig egal zu sein wer auf dem Platz steht. Ich würde nur noch IV’s verpflichten und wenn möglich vielleicht was auf der 10 machen. Für mich bleibt das Zauberwort nach wie vor Kontinuität. Den Trainer mal wenigstens 3 Jahre behalten und auch das Team so lassen. Einfach mal volle Konzentration auf ein Spielsystem. Wenn da mal was erkennbar ist kann man gerne punktuell tauschen.

    • Der Gast 10. Juni 2017 um 11:10 Uhr

      Danke, das sehr ich ähnlich. Ja, es werden keine Messis entstehen, aber wieso der Trainer es nicht schafft, etwas auf die Beine zu stellen kann nur an Unvermögen des Coach oder mangelnde Bereitschaft des Teams liegen. Und diese Bereitschaft wird doch nicht gefördert, indem der Sportchef davon spricht wen er alles „loswerden“ will (!!), Und alle andere von Neuen spricht. Mit diesem Kader muss man nicht so einen MIESEN Kick spielen. Das vorhandene Team mit Selbstvertrauen stärken und hält immer wieder durch Training verbessern. Der Rest kommt dann von selber

  8. Volli 10. Juni 2017 um 09:32 Uhr

    Vielleicht sollten sich Todt und Bruchhagen auch einmal eindeutig äußern, dass sie zu 100% hinter dem Vernunftskurs des Aufsichtsrats stehen, die Mißwirtschaft aus der Ära Beiersdorfer sei ab sofort beendet, dann ist der Zündstoff sofort raus aus der Diskussion. Wahrscheinlich nur Wunschdenken von mir!

  9. vsabi 10. Juni 2017 um 10:53 Uhr

    Super Blog und Punktlandung der Analyse. Warum beschäftigen sich Bruchhagen und Todt mit der Vertragsverlangerung von Wood. Hier ist von Gravens alles gesagt. Der AR muss sein Vorhaben durchziehen. Verkäufe von Lassoga und Holby werden sich nicht realisieren lassen , da kein Verein in der Welt Interesse zeigt. Die Kampagne der BILD spricht zwar die Dummen an , muss man allerdings mit Leben.

  10. Eggsperte 10. Juni 2017 um 11:15 Uhr

    Ich muss zugeben, dass im heutigen Blog alles richtig analysiert ist. In der Vergangenheit hatte ich oft das Gefühl, hier wird immer nur negativ betrachtet. Aber ich bin ja lernfähig und bestimmt kein Brot oder rosa Hüpfer. Ich würde versuchen die jungen einzubauen, den Trainer zur Not jetzt wechseln, wenn er von diesem Weg nicht überzeugt ist. Thomas Schaaf würde ich in diesem Fall gerne an der Seitenlinie sehen.

  11. ausgegliedert 10. Juni 2017 um 11:23 Uhr

    Mögen die Herrn Bruchhagen und Peters auf nachhaltiges Roggenbrot setzen.
    Auch wenn diese Entscheidung 3 Jahre zu spät kommt, direkt nach der Ausgliederung hätte sich ein solcher Kurs gegenüber Fans und Medien wohl eher verargumentieren lassen.
    Wenn der eine oder andere in Panik geratene Hüpfer jetzt keine Dauerkarte mehr erwirbt, spielt das bei der Höhe der Verbindlichkeiten nun auch keine Rolle mehr. Darauf einen Toast 😉 !

  12. Kugelblitz 10. Juni 2017 um 11:52 Uhr

    moin moin gravesen,

    zitat:

    Schauen wir uns doch mal die IST-Situation an. Eine Startaufstellung könnte morgen wie folgt lauten:
    Mathenia – Sakai, Jung, Mavraj, Douglas Santos – Ekdal, Walace – Holtby, Kostic, Müller – Wood
    Auf der Bank sitzen: Hirzel, Diekmeier, Oschkenat, Janjicic, Hunt, Porath, Jatta, Gregoritsch, Lasogga, Waldschmidt

    dieser kader berücksichtigt leider nicht die vorgaben des aufsichtsrates, die kosten um ca. 10 mio zu senken.

    • Gravesen 10. Juni 2017 um 12:50 Uhr

      Adler : € 2,7 Mio.
      Djourou: € 2,5 Mio.
      Ostrzolek: € 1,8 Mio.
      Papadopoulos : € 1,5 Mio.
      = € 8,5 Mio.
      .
      alles klar?

      • Kugelblitz 10. Juni 2017 um 13:57 Uhr

        ah ok, ich dachte, es müssten nach den bisherigen abgängen weitere 10 mios gespart werden.

  13. Skeptiker 10. Juni 2017 um 12:01 Uhr

    Solche Gossenblätter leben von Skandalgeschichten, und wenn es keine gibt, konstruiert man halt selber welche. Genauso wie die BILD jetzt Stimmung gegen den „Sparkurs“ macht, würde sie in einem Jahr wettern, wenn der Club wegen erneuter Geldverbrennung Insolvenz anmelden muss. Das Schlimme ist nur, dass doch ziemlich viele Menschen derart simpel gestrickt sind, dass sie sich von solchen Kampagnen beeinflussen lassen. Grave hat hier ja schon mal berichtet, welchen Anfeindungen er wegen seines Blogs oft ausgesetzt ist. Ich möchte nicht wissen, welche Vollhonks zurzeit den AR-Vorsitzenden mit übelsten Beschimpfungen traktieren. Hoffentlich knickt er nicht ein.

    Ansonsten frage ich mich, welxhe Ideen Todt eigentlich für die neue Saison entwickelt hat. Bisher konnte man nur vernehmen, dass ein überflüssiger weiterer Torhüter verpflichtet und Woods Gehalt angehoben werden soll. Kreativität sieht angesichts der finanziellen Lage des HSV anders aus. Haben er und Gisdol sich vielleicht zu sehr darauf verlassen, dass man wieder mir Kühnes Kohle einkaufen gehen kann und werden jetzt auf dem falschen Fuß erwischt?

  14. atari 10. Juni 2017 um 12:11 Uhr

    schaut euch an, wie Münchhausen sich jeden Tag selbst widerspricht. Erst befürwortet er den Verkauf der Brasilianer, dann versteht er ihn nicht. Er sieht Sparmaßnahmen als Chance aber Kühne sollte ruhig mal 100 Mio. investieren. Wenn Didi in seinem Job schlecht war, was ist dann Münchhausen für seine Berufskollegen?

    • Gravesen 10. Juni 2017 um 12:51 Uhr

      Du musst immer bedenken, dass sich ein Journalisten-Simulant wie Münchhausen Scholz noch weit unterhalb der BILD ansiedelt.

    • atari 10. Juni 2017 um 13:12 Uhr

      genial ist auch dieser Satz von Münchhausen:

      Aber eben anders. Ich saß heute mit einem langjährigen HSV-Fan zusammen, der manchmal auch echt helle Momente hat, wenn es um Fußball geht.

      Nikki?

      • Gravesen 10. Juni 2017 um 14:03 Uhr

        Schade, dass Münchhausen selbst keine hellen Momente hat.

      • BerndH60 10. Juni 2017 um 15:37 Uhr

        So richtig Fahrt nimmt der Schwachsinn auf, wenn man HSV-Fan durch Begriffe aus dem Alltag ersetzt:
        Arbeitskollege, Notarzt, Vermögensberater, Lebensgefährte, usw.
        Hoffentlich erkennt sich der Gesprächspartner mit den hellen Momenten und sorgt für eine angemessene Reaktion.

      • Saschas Alte Liebe 10. Juni 2017 um 17:55 Uhr

        Nicki hat helle Momente ??

  15. hsv nord 10. Juni 2017 um 15:48 Uhr

    Es ist Genuss den Blog von dir Grave zu lesen !!, Bild ist für mich das letzte was Journalisten sich nennen dürfen , weiter so Grave irgendwann haben wir den HSV wie HSVPLUS mal gedacht hat 😀

  16. Sven 10. Juni 2017 um 16:15 Uhr

    Mich würde ehrlich mal so ein Spielervertrag wie der von Lasogga interessieren. Es muss doch Punkte geben, die Spieler zur Weissglut bzw in den Vertragsbruch zu treiben.
    Schmutziger Gedanke, aber die verweigern ja auch eine reelle Gegenleistung fürs Geld.
    Zur BILD: Ich habe mit der Journaille Themen durch, die bundesweit gelaufen sind und wo der Betroffene nie interviewt wurde. Bild, Mopo & Co sind redaktionell umrahmter Verkauf von Werbeplätzen ohne jeden Anspruch. Da ist jede Erwartungshaltung verfehlt. Im Gegensatz zum HA bspw.

  17. Saschas Alte Liebe 10. Juni 2017 um 17:38 Uhr

    Die Bild ist ein manipulatives Hetzblatt mit starker Neigung zur Brandstiftung, das immer dem Geld, den Mächtigen folgt.
    Offenbar setzen diese Schmierfinke darauf, dass Bruchhagen und der AR am Ende nachgeben würden; andernfalls ist man sich dort aber auch nicht zu schade, andernfalls über Nacht die Seiten zu wechseln und in schäbigster Art und Weise auf die gerade noch protegierten schamlos einzuprügeln. Ekelerregend.
    Sich solchem Schund in seriös sachlicher Weise anzunehmen, um deren Auswürfe zu widerlegen, das ist nichts als Perlen vor die Säue zu werfen.
    Und doch muss immer wieder dieser Hetze widersprochen werden.
    Ein äußerst undankbarer Job ! Respekt dafür.

  18. Skeptiker 10. Juni 2017 um 17:51 Uhr

    Immerhin rückt die MOPO jetzt ein Stück weit von den Skandalisierungsartikeln der letzten Tage ab. Mal sehen, wie lange das anhält.

    http://www.mopo.de/sport/hsv/harter-sparkurs–fast–alles-muss-raus-beim-hsv—aber-acht-sollen-bleiben–27769190?utm_campaign=backlinkhsv24&utm_medium=articleclickhsv&utm_source=hsv24

  19. Dino Uwe 10. Juni 2017 um 18:33 Uhr

    Mal sehen wer am Ende die Oberhand behält. Die „schlimme“ Hamburger Medienlandschaft oder der erstmals pflichterfüllende AR. Man hofft jedes Jahr auf Besserung, bisher nur leider immer vergeblich.

  20. Skeptiker 10. Juni 2017 um 19:35 Uhr

    Wenn ich den aktuellen Blogbeitrag des Qualitätsjournalisten Münchhausen lese, bekomme ich das kalte Kotz.n. ?

    • Oberberger 10. Juni 2017 um 20:49 Uhr

      Er braucht ganze zwei Absätze um von einer Meinung zur anderen zu hopsen wie ein Hase im Rammelrausch.
      Tritt dann das Eine oder das Andere ein, kann er in jedem Fall „Ich hab´s ja damals geschrieben“ rufen.
      Das ist sogar noch schlechter als die Hetzartikel der BILD. Die haben wenigstens genug Cojones offensichtlichen Trash zu verbreiten.

    • Kerberos 10. Juni 2017 um 21:34 Uhr

      .
      Schlimmer ist eigentlich, dass Hr. Scholz seine vollständige Ahnungslosigkeit dokumentiert.
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      Es geht hier um die Ausgeglichenheit von „Einnahmen und Ausgaben“; so auch in der Beurteilung der Wirtschaftlichkeit seitens der DFL. Zusätzliche Gehälter führen zwangsläufig zu erhöhtem Aufwand, denen kein zusätzlicher Erlös oder Ertrag gegenüber steht – auch nicht durch die „Kühne Gelder“, denn Darlehen sind weder Erlöse noch Erträge.
      .
      Es geht nicht darum, ob Gehälter am Monatsende „überwiesen“ werden können. Betrachtet wird zudem bei der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der DFL die gewöhnliche Geschäftstätigkeit, so dass auch die Tricksereien des Märchenonkels F. Wettstein mittels außerordentlicher Erträge nicht mehr helfen.
      .
      Überdies führen weitere Darlehen zu weiteren Verbindlichkeiten und somit zur Gefahr einer Überschuldung. Nicht von ungefähr musste nun erstmalig die „tolerierte“ Unterdeckung im Geschäftsplan mittels einer Kapitalerhöhung durch 20 Mio. Eigenkapital gedeckt werden. In der Vergangenheit genügte der DFL hierfür immer ein Darlehen oder eine Bürgschaft von K-M Kühne.
      .
      Beim HSV ist das Ende der Fahnenstange erreicht und die DFL hat einen mächtigen „Anti-Kühne-Pflock“ eingerammt; vielleicht ist das aber auch eine Chance für den HSV.
      .

    • Ex-HSVer im Herzen 11. Juni 2017 um 02:38 Uhr

      Warum liest du dir das dann durch? Kotzen bockt nicht und es ist doch klar, dass da jeden Tag Müll drin steht. Ich meide das Teil seit Wochen.

  21. Kerberos 10. Juni 2017 um 19:56 Uhr

    .
    Diese aktuelle Diskussion um den Aufsichtsrat ist unfassbar; nicht zuletzt aber auch der bekannten Unfähigkeit des HSV zur Kommunikation geschuldet.
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    In der Saison 2015/16 lagen die Kaderkosten bei rund 50 Mio. Im Hinblick auf die Planung für die Saison 2016/17 erklärte selbst der Märchenonkel F. Wettstein in Finance noch: „Unser langfristiges Ziel sind 40 Millionen Euro (Anm.: Kaderkosten). Jetzt stehen wir ungefähr bei der Hälfte dieses Weges. Ein Etatvolumen von 40 bis 45 Millionen Euro kann sich der HSV ohne weiteres auch leisten, wenn er sich im Gleichgewicht befindet und von den Lasten der Vergangenheit bereinigt ist.“
    .
    Der HSV befindet sich mitnichten im Gleichgewicht und zu Saisonbeginn 2016/17 betrugen die Kaderkosten dennoch erneut knapp 50 Mio. – also Planung weit verfehlt!
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    Im Zuge einer außerordentlichen „Notmaßnahme“ kamen dann die Gehälter der Wintertransfers (Pa., Ma. und Wa.) mit ca. 6 bis 7 Mio noch hinzu. Aber dies sollte mit 56 Mio Kader-Kosten selbstverständlich nur eine temporäre „Sonder-Belastung“ bis zum Saisonende sein und nicht der „neue Basiswert“ des Kader-Budgets für die Saison 2017/18. Ein Kader-Budget von 56 Mio als Saisonplanung war bisher zu keiner Zeit und von keinem Aufsichtsrat jemals genehmigt gewesen.
    .
    Der Aufsichtsrat hat das Kader-Budget für 2017/18 keineswegs drastisch gesenkt – der Aufsichtsrat hat im Wesentlichen lediglich die „Sondermaßnahme Wintertransfer für den Klassenerhalt“ nicht verlängert und das Kader-Budget der Vorsaison 2016/17 übernommen!
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    Ja, wenn der HSV doch nur kommunizieren könnte….
    .

    • Kerberos 10. Juni 2017 um 21:55 Uhr

      .
      Und nochmals ganz deutlich: es geht noch gar nicht um die Frage, ob man die Finanzierung eines Transfers von K-M Kühne ablehnt oder annimmt. Diese Frage stellt sich erst, wenn ein Spieler im Rahmen des Gehalts-Budgets verpflichtet werden kann.
      .
      Unter der obigen Voraussetzung ist gegen eine Finanzierung über ein „vernünftiges“ Gesellschafter-Darlehen zumindest nichts Grundsätzliches einzuwenden. Durch ein solches Darlehen steigt zum einen der Grad der Verschuldung nicht, da den zusätzlichen Verbindlichkeiten ein immaterieller Vermögenszuwachs (und eben kein Aufwand) durch den „erworbenen“ Spieler entgegensteht. Zum anderen ist ein Gesellschafter-Darlehen (ohne Haken) übliche Praxis im Rahmen der Unternehmens-Sanierung.
      .
      Dass weiß K-M Kühne selbstverständlich Alles sehr genau.
      .

  22. Sven 10. Juni 2017 um 20:34 Uhr

    Sollte es eine Demo geben, die den AR unterstützt und der Blog-Hausherr mitmacht, nehme ich inkl. Familie trotz 400km Anfahrt teil. Word!

  23. Volli 10. Juni 2017 um 21:20 Uhr

    Scholz ist ja sehr schnell auf Bild Kurs geschwenkt! In den letzten Tagen hat er noch den Aufsichtsrat verteidigt, mittlerweile schreibt er wieder das genaue Gegenteil! Chaos, Chaos, Chaos, doch das spielt sich scheinbar nur in seinem Kopf ab! Sogar die meisten seiner Blogkommentatoren können dieses Wendehalsgeschreibsel nicht mehr ertragen. Das man für dieses oberpeinliche Gesabbels noch einen Gehaltsscheck einstreichen kann, ist mir unbegreiflich.

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