Das perfide Spiel der BILD

Okay, ich hätte die Serie “Der Kampf beginnt” heute mit der nächsten Folge verlängern können, aber das langweilt irgendwann. Dabei sollte mittlerweile jeder begriffen haben, was in Hamburg und beim HSV läuft, oder? Wir haben einen Aufsichtsrat, der zum ersten Mal seit Jahren seinen Aufsichts- und Kontrollpflichten nachkommt und wir haben eine Zeitung, die Feuer legt. Warum sie das tut, ist zur Zeit nicht bekannt, vielleicht hat irgendeiner der betroffenen Herren ein Interview verweigert oder eine Information nicht durchgesteckt, wer weiß. Der Grund für eine Diffamierungskampagne der BILD ist teilweise derart lächerlich, das kann man ich gar nicht ausdenken und natürlich funktioniert es. Man muss sich nur die größtenteils debilen Kommentare der Hohl-Rentner in #SchmocksEinöde anschauen um zu erkennen, dass sie der Geschichte glauben. Lasst uns doch die Details einmal anschauen.

Zuerst einmal wird natürlich mit schauerlich klingenden Schlagwörtern operiert. “Spar-Minister” klingt immer nach Verweigerung, nicht nach Vernunft. “Chaos-Planung” zeugt von kompletter Handlungsunfähigkeit und lässt den Schluss zu, dass in der Sylvesterallee keiner mehr wüsste, was er zu tun hätte. Da ein Großteil der Konsumenten nicht über die Überschrift hinaus denkt, ist das Ziel fast erreicht. Im Text dann noch ein paar Gerüchte, Halbwahrheiten, Andeutungen und Grusel-Perspektiven und man hat es geschafft: Der geneigte rosa Hüpfer verfällt in Panik und ist felsenfest davon überzeugt, dass der Untergang der Welt bevorsteht.

Gucken wir uns die Dinge doch einmal so an, wie sie tatsächlich sind.

Chaos-Planung zeigt negative Wirkung.

Linksverteidiger Jannes Horn (20, Wolfsburg) hatte keine Lust mehr zu warten, unterschrieb gestern beim 1. FC Köln.

Zuerst einmal: Das Interesse des HSV an Horn war bisher pure Spekulation der Medien und vom Verein nie bestätigt. Desweiteren sollte man beachten, dass der Spieler bisher ganze 13 Bundesligaspiele auf dem Buckel hat und jetzt für € 7,5 Mio. nach Köln wechselt. Hätte der HSV für diesen Mann diese Summe auf den Tisch gelegt, hätte ich gern das Gepöbel gehört, aber jetzt kann man natürlich behaupten, dem Verein wäre ein Riesenfisch durch die Lappen gegangen.

Chaos-Planung zeigt negative Wirkung

Auch die Unterschrift bei der vorzeitigen Vertragsverlängerung von Stürmer Bobby Wood (24) soll nicht mehr so sicher sein.

Mir stellt sich ohnehin die Frage, warum man nach einer Saison mit dem Amerikaner überhaupt verlängern muss, aber egal. Der Spieler hat noch einen Vertrag bis 2020 und eine angebliche Ausstiegsklausel in  Höhe von € 12 Mio. Wenn er nicht verlängern möchte und irgendeiner bezahlt die Kohle, dann weg damit. Genau ist doch das Hamburger Geschäftsmodell der Zukunft bzw. muss es sein. Günstig kaufen und teuer verkaufen. Wood hat in der letzten Saison weniger Scorerpunkte gesammelt als Gregoritsch und soll nun als neuer Serienheld aufgebaut werden? Zum totlachen.

Doch Wood ist verwundert, schaut sich die Querelen um den Aufsichtsrat aus dem fernen USA mit großer Sorge und Stirnrunzeln an. Dort wurde der US-Nationalspieler beim 2:0-Sieg in der WM-Quali gegen Trinidad & Tobago in den letzten acht Minuten eingewechselt.

Boah. Der neue Lewandowski kam also im Spiel gegen die Weltmacht Trinidad & Tobago zu 8 Minuten Spielzeit. Herr Todt, bitte sofort verlängern und Gehalt vervierfachen. Danke.

Desweiteren wird ja bekanntlich das Horrorszenario aufgebaut, dass der HSV ohne neue Superstars für € 20 Mio. dem Untergang geweiht ist, aber warum eigentlich. Schauen wir uns doch mal die IST-Situation an. Eine Startaufstellung könnte morgen wie folgt lauten:

Mathenia – Sakai, Jung, Mavraj, Douglas Santos – Ekdal, Walace – Holtby, Kostic, Müller – Wood

Auf der Bank sitzen: Hirzel, Diekmeier, Oschkenat, Janjicic, Hunt, Porath, Jatta, Gregoritsch, Lasogga, Waldschmidt

Um es deutlicher zu machen: Die Startelf hat den HSV einmal € 56,65 Mio. gekostet, von der Bank mit Lasogga möchte ich gar nicht reden. Außerdem – in den letzten 29 Spielen der letzten Saison holte Trainer Gisdol mit dieser Mannschaft 37 Punkte und bei einem Punkteschnitt von 1,3 käme man im nächsten Jahr auf 45 Punkte, das reichte in der abgelaufenen Saison für Platz 8. Wenn man jetzt noch einrechnet, dass Konzept-Coach Gisdol diesmal eine komplett Saison-Vorbereitung zur Verfügung hat, warum in Gottes Namen soll diese Mannschaft mit diesem Trainer ohne nennenswerte Verstärkung Absteiger Nr. 1 sein? Verstehe ich nicht.

Aber halt, da wären ja die namhaften Abgänge.

Rene Adler. Monatelang verletzt, spielte zum Ende der Saison keine Rolle mehr

Johan Djourou. Erst Kapitän, dann Aussätziger.

Ashton Götz. Ein Bundesliga-Einsatz

Nabil Bahoui. Kein Kommentar

Mathias Ostrzolek. Stand seit Jahren in der Dauerkritik.

Und ohne diese Spieler soll jetzt die Welt untergehen?

Fazit: Betrachtet man die Dinge einmal im Detail, bemerkt man, dass hier nichts anderes als eine perfide Schmutzkampagne gefahren wird, die allerdings einige Personen komplett aus der Verantwortung lässt.

Warum wird von einem hochbezahlten Trainer Gisdol nicht erwartet, dass er aus dem oben aufgezählten Spieler-Material etwas Brauchbares rausholt, anstatt immer nur Verstärkungen zu fordern. Andere Trainer wie z.B. Christian Streich schaffen das doch auch.

Warum wird von einem hochbezahlten Sportchef Todt nicht erwartet, dass er die Situation rechtzeitig eingeschätzt hat und sich nach bezahlbaren (ablösefreien) Spielern umgesehen hat. Sorry, aber auf Namen wie Subotic, Klose etc. komme ich auch, wenn ich Transfermarkt.de anklicke. Warum finden andere Vereine Innenverteidiger oder 6er in Holland, Belgien, Togo oder Dänemark, nur der HSV nicht?

In diesem Verein sollte die überaus gut verdienenden Herren endlich einmal lernen, ihre Jobs zu machen und nicht immer nur kaufen zu wollen. Und die Scheiße in der BILD kann man getrost vergessen.

Halt, Moment, da wäre ja noch der “beleidigte Milliardär”. Damit ich das jetzt richtig verstehe:

Der Mann investiert in 4 Jahren zig-Millionen von seinem sauer-verdienten Geld und sieht dafür nur Fehleinkäufe und sportliche Katastrophen. Jetzt sagt ihm der Verein zum ersten Mal, er müsse nicht mehr einspringen und er soll deshalb beleidigt sein? Wie geht das denn? Fakt ist: Kühne will, dass der HSV angebettelt kommen muss, damit er die Rolle des Gönners spielen kann. Des Gönners übrigens, der stets festverzinst und im Notfall in AG-Anteile umwandelt.

Wie schrieb ich vor vielen Monden einmal:

Das größte Kapital des HSV ist die Dummheit seiner Fans. Und nur deshalb kann die BILD diese perfide Kampagne fahren. Weil ein Großteil der Menschen dumm wie Toastbrot ist.

Von | 2017-06-10T07:32:41+02:00 10. Juni 2017|Allgemein|35 Kommentare

35 Comments

  1. UliStein 10. Juni 2017 um 08:14 Uhr - Antworten

    Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich wünsche dem AR und Heribert Bruchhagen viel Kraft und Rückgrat. Sie werden beides brauchen in den kommenden Wochen.

  2. Launi 10. Juni 2017 um 08:18 Uhr - Antworten

    Danke, genau so denke ich mir das auch seit Tagen

  3. BerndH60 10. Juni 2017 um 08:30 Uhr - Antworten

    @Grave:
    Zum ersten Mal muss ich dir aufs Schärfste widersprechen, du hast in diesem Blog mindestens vier sehr gute Sorten Toastbrot beleidigt. ??
    Wenn ich schon höre: “Dumm wie Brot”. Jeden Abend auf Kika erfreue ich mich nach Sendeschluss an den Weisheiten von meinem Namensvetter Bernd das Brot.??
    Also bitte keine Beleidigungen mehr von Brot.

  4. Weltmeister 10. Juni 2017 um 08:47 Uhr - Antworten

    @ Grave
    So ist es. Ich wünsche mir ebenfalls, dass der Aufsichtsrat standhaft bleibt.
    Der Kader ist trotzdem halbgar zusammengewürfelte Gütze. Die fußballerischen Leckerbissen *bruharhar* der abgelaufenen Saison haben wir ja alle noch im Gedächnis. Wie man mit dieser Art Fußball zu spielen so viele Punkte einheimsen konnte, ist und bleibt mir ein Rätsel. Aber das ist ja im Grunde auch das Schöne am Fußball: Vieles, was sich auf dem grünen Rasen abspielt, ist nicht immer gerecht und schon gar nicht bis ins letzte Detail planbar.
    /
    PS: Pro HSVplus! Jetzt oder nie!

  5. Michael 10. Juni 2017 um 08:58 Uhr - Antworten

    Da Bedingungen und Auflagen der Lizenzerteilung keine Alternative zum Sparplan lassen, sollte ein “Einknicken” des AR unwahrscheinlich sein.
    Also sollen Bild und die Hamburger Fisch- und Käseblätter phantasieren, dass sich die Balken biegen. Dem Klugen ist es offensichtlich, dem Dummen wurde schon im Kreissaal die lebenslange Arschkarte gezeigt. Sie sollen und wollen beschissen werden, dumm und einfach leben.
    Verschiebemasse.
    Man kann den Meinungsmachern nur nicht oft und fest genug auf die Finger kloppen. Sie sind die Übeltäter.

  6. Dr.Jimmy69 10. Juni 2017 um 09:10 Uhr - Antworten

    Ich finde den heutigen Blog sehr gelungen. Viele andere davor auch, aber heute denke ich, ja genau das sind meine Gedanken.
    Eine Saison, in der sich der Verein mal etwas konsolidieren könnte und der Trainer seine Fähigkeiten mit einem bekannten Kader so einbringen kann, als das sich jeder etwas weiter entwickeln kann. Er sollte ja nun seine Pappenheimer kennen.

    Aber alle gieren ja nach dem “next big thing”.
    Dir vielen Dank für deine hervorragende Saisonbegleitung. Keep on writing!

  7. 1887 10. Juni 2017 um 09:30 Uhr - Antworten

    Die Theorie das unser Kader permanent nicht die Qualität hat die Liga zu halten kann ich nicht glauben. Sicher haben wir keine Top Stars. Der Kader ist sicher auch nicht optimal zusammen gestellt. Aber wir haben 70 Spieler getauscht. Es scheint doch völlig egal zu sein wer auf dem Platz steht. Ich würde nur noch IV’s verpflichten und wenn möglich vielleicht was auf der 10 machen. Für mich bleibt das Zauberwort nach wie vor Kontinuität. Den Trainer mal wenigstens 3 Jahre behalten und auch das Team so lassen. Einfach mal volle Konzentration auf ein Spielsystem. Wenn da mal was erkennbar ist kann man gerne punktuell tauschen.

    • Der Gast 10. Juni 2017 um 11:10 Uhr - Antworten

      Danke, das sehr ich ähnlich. Ja, es werden keine Messis entstehen, aber wieso der Trainer es nicht schafft, etwas auf die Beine zu stellen kann nur an Unvermögen des Coach oder mangelnde Bereitschaft des Teams liegen. Und diese Bereitschaft wird doch nicht gefördert, indem der Sportchef davon spricht wen er alles “loswerden” will (!!), Und alle andere von Neuen spricht. Mit diesem Kader muss man nicht so einen MIESEN Kick spielen. Das vorhandene Team mit Selbstvertrauen stärken und hält immer wieder durch Training verbessern. Der Rest kommt dann von selber

  8. Volli 10. Juni 2017 um 09:32 Uhr - Antworten

    Vielleicht sollten sich Todt und Bruchhagen auch einmal eindeutig äußern, dass sie zu 100% hinter dem Vernunftskurs des Aufsichtsrats stehen, die Mißwirtschaft aus der Ära Beiersdorfer sei ab sofort beendet, dann ist der Zündstoff sofort raus aus der Diskussion. Wahrscheinlich nur Wunschdenken von mir!

  9. vsabi 10. Juni 2017 um 10:53 Uhr - Antworten

    Super Blog und Punktlandung der Analyse. Warum beschäftigen sich Bruchhagen und Todt mit der Vertragsverlangerung von Wood. Hier ist von Gravens alles gesagt. Der AR muss sein Vorhaben durchziehen. Verkäufe von Lassoga und Holby werden sich nicht realisieren lassen , da kein Verein in der Welt Interesse zeigt. Die Kampagne der BILD spricht zwar die Dummen an , muss man allerdings mit Leben.

  10. Eggsperte 10. Juni 2017 um 11:15 Uhr - Antworten

    Ich muss zugeben, dass im heutigen Blog alles richtig analysiert ist. In der Vergangenheit hatte ich oft das Gefühl, hier wird immer nur negativ betrachtet. Aber ich bin ja lernfähig und bestimmt kein Brot oder rosa Hüpfer. Ich würde versuchen die jungen einzubauen, den Trainer zur Not jetzt wechseln, wenn er von diesem Weg nicht überzeugt ist. Thomas Schaaf würde ich in diesem Fall gerne an der Seitenlinie sehen.

  11. ausgegliedert 10. Juni 2017 um 11:23 Uhr - Antworten

    Mögen die Herrn Bruchhagen und Peters auf nachhaltiges Roggenbrot setzen.
    Auch wenn diese Entscheidung 3 Jahre zu spät kommt, direkt nach der Ausgliederung hätte sich ein solcher Kurs gegenüber Fans und Medien wohl eher verargumentieren lassen.
    Wenn der eine oder andere in Panik geratene Hüpfer jetzt keine Dauerkarte mehr erwirbt, spielt das bei der Höhe der Verbindlichkeiten nun auch keine Rolle mehr. Darauf einen Toast 😉 !

  12. Kugelblitz 10. Juni 2017 um 11:52 Uhr - Antworten

    moin moin gravesen,

    zitat:

    Schauen wir uns doch mal die IST-Situation an. Eine Startaufstellung könnte morgen wie folgt lauten:
    Mathenia – Sakai, Jung, Mavraj, Douglas Santos – Ekdal, Walace – Holtby, Kostic, Müller – Wood
    Auf der Bank sitzen: Hirzel, Diekmeier, Oschkenat, Janjicic, Hunt, Porath, Jatta, Gregoritsch, Lasogga, Waldschmidt

    dieser kader berücksichtigt leider nicht die vorgaben des aufsichtsrates, die kosten um ca. 10 mio zu senken.

    • Gravesen 10. Juni 2017 um 12:50 Uhr - Antworten

      Adler : € 2,7 Mio.
      Djourou: € 2,5 Mio.
      Ostrzolek: € 1,8 Mio.
      Papadopoulos : € 1,5 Mio.
      = € 8,5 Mio.
      .
      alles klar?

      • Kugelblitz 10. Juni 2017 um 13:57 Uhr - Antworten

        ah ok, ich dachte, es müssten nach den bisherigen abgängen weitere 10 mios gespart werden.

  13. Skeptiker 10. Juni 2017 um 12:01 Uhr - Antworten

    Solche Gossenblätter leben von Skandalgeschichten, und wenn es keine gibt, konstruiert man halt selber welche. Genauso wie die BILD jetzt Stimmung gegen den “Sparkurs” macht, würde sie in einem Jahr wettern, wenn der Club wegen erneuter Geldverbrennung Insolvenz anmelden muss. Das Schlimme ist nur, dass doch ziemlich viele Menschen derart simpel gestrickt sind, dass sie sich von solchen Kampagnen beeinflussen lassen. Grave hat hier ja schon mal berichtet, welchen Anfeindungen er wegen seines Blogs oft ausgesetzt ist. Ich möchte nicht wissen, welche Vollhonks zurzeit den AR-Vorsitzenden mit übelsten Beschimpfungen traktieren. Hoffentlich knickt er nicht ein.

    Ansonsten frage ich mich, welxhe Ideen Todt eigentlich für die neue Saison entwickelt hat. Bisher konnte man nur vernehmen, dass ein überflüssiger weiterer Torhüter verpflichtet und Woods Gehalt angehoben werden soll. Kreativität sieht angesichts der finanziellen Lage des HSV anders aus. Haben er und Gisdol sich vielleicht zu sehr darauf verlassen, dass man wieder mir Kühnes Kohle einkaufen gehen kann und werden jetzt auf dem falschen Fuß erwischt?

  14. atari 10. Juni 2017 um 12:11 Uhr - Antworten

    schaut euch an, wie Münchhausen sich jeden Tag selbst widerspricht. Erst befürwortet er den Verkauf der Brasilianer, dann versteht er ihn nicht. Er sieht Sparmaßnahmen als Chance aber Kühne sollte ruhig mal 100 Mio. investieren. Wenn Didi in seinem Job schlecht war, was ist dann Münchhausen für seine Berufskollegen?

    • Gravesen 10. Juni 2017 um 12:51 Uhr - Antworten

      Du musst immer bedenken, dass sich ein Journalisten-Simulant wie Münchhausen Scholz noch weit unterhalb der BILD ansiedelt.

    • atari 10. Juni 2017 um 13:12 Uhr - Antworten

      genial ist auch dieser Satz von Münchhausen:

      Aber eben anders. Ich saß heute mit einem langjährigen HSV-Fan zusammen, der manchmal auch echt helle Momente hat, wenn es um Fußball geht.

      Nikki?

      • Gravesen 10. Juni 2017 um 14:03 Uhr - Antworten

        Schade, dass Münchhausen selbst keine hellen Momente hat.

      • BerndH60 10. Juni 2017 um 15:37 Uhr