Das macht alles einfach nur noch sprachlos…

Daily Todt, die 431.

Sorry, aber irgendwie ist das alles nicht mehr erträglich. Ich könnte jetzt auf jedes Detail dieses kommunikativen Desasters eingehen, aber es macht nur noch müde. Natürlich kann der Mann vor dem Bayern-Spiel erklären, dass man „etwas holen“ möchte, was soll er auch groß sagen? Mein Problem liegt vielmehr darin, dass man sich (wieder einmal) selbst in diese Situation gebracht hat und zwar sehenden Auges. Man hat (wieder einmal) alles falsch gemacht, was ein professionelle Verein falsch machen kann und steht (wieder einmal) wie der Volldepp der Nation da. Same procedure….

Auf der anderen Seite sollte man nicht den Fehler machen und ausschließlich mit dem Finger auf den Sportchef zeigen, der tatsächlich nur ein schlechterer (und das will was heißen) Pressesprecher ist. Jens Todt ist in dem gesamten Konstrukt des Vereins das schwächste Glied in der Kette, denn er darf jeden Tag das erklären bzw. verkaufen, wofür andere verantwortlich sind. Beiersdorfer, Gernandt, der Aufsichtsrat, Bruchhagen und Kühne. Todt ist weder handlungsbevollmächtigt, noch ist er maßgeblich, weder er selbst noch seine Meinung. Natürlich ist der Job gut bezahlt, garantiert besser als in Karlsruhe, aber das Gehalt des Sportchefs ist beim HSV nichts anderes als Schmerzensgeld.

Apropos Schmerzen. Die bekomme ich nämlich, wenn ich folgende Headline lese:

Weshalb Jens Todt gern flunkern darf

Hätte sich Münchhausen „de Vrij van Gaal Relaunch Spendenbeschiss mein Schatz“ Scholz nicht vor Jahren von allem entfernt, was das Berufsbild eines ernst zu nehmenden Journalisten ausmacht, spätestens gestern war es dann endgültig so weit. Nach seiner Auffassung darf man als Verantwortlicher vorsätzlich lügen (auch wenn der Trampel es „flunkern“ nennt), wenn es der höheren Sache dient. Die Aufgabe eines Journalisten liegt nur leider darin, eben diese Lügenmärchen aufzudecken und zu berichten. Nicht so Fan-Boy, Blogger und Ex-Journalist Scholz, der sich heimlich zur Investoren-Nutte macht und von einem HSV-Investor finanziert wird. Für ihn ist alles legitim, was den Verein schützt. Die Frage ist nur, wie weißt geht das? Was ist noch alles legitim?

Begibt man sich erstmal auf dieses dünne Brett, ist man Teil des Ganzen und kommt nicht wieder raus. Münchhausen wird, wenn er es nicht schon längst ist, Teil des Problems.

 

Von | 2017-10-19T07:01:35+02:00 19. Oktober 2017|Allgemein|24 Kommentare

24 Comments

  1. Weltmeister. 19. Oktober 2017 um 07:25 Uhr

    Du hast die Situation rund um Todt trefflich beschrieben. Mein Mitleid hält sich trotzdem arg in Grenzen. Warum? Weil Todt ein unfassbarer Laberkopp ist. Man wird das Gefühl nicht los, dass es förmlich aus ihm heraussprudelt, sobald ihm ein Mikrofon unter die Nase gehalten wird.
    Das Problem ist auch gar nicht, dass er etwas sagt. Das Problem ist, was und wie er es erzählt.
    Gerade in der Transferzeit war es kaum erträglich. Heute Hü, morgen Hott und umgekehrt.
    Da stellt sich der Beobachter die Frage: Bekommen wichtige Funktioner beim HSV heutezutage keine Schulungs- und Coaching-Maßnahmen mehr verpasst, ehe sie sich vor Journalisten wiederholt um Kopf und Kragen reden?

    @ Rautenperle
    Perlen vor die Säue.
    Aber interessant, was du über die Finanzierung herausgefunden hast.

    • Gravesen 19. Oktober 2017 um 07:26 Uhr

      Nicht wahr? 🙂
      .
      Besonders vor dem Hintergrund der „Unabhängigkeit“…

      • Weltmeister. 19. Oktober 2017 um 07:34 Uhr

        Vermutlich haben wir das Geschwafel von der „Unabhängigkeit“ falsch eingeordnet.
        Er meinte wohl die „Unabhängigkeit von den Pflichten und von den Prinzipien des Journalismus“.

        Sprich: Er wird vermutlich völlig losgelöst von den lästigen Zwängen des seriösen Journalismus künftig als freier anspruchsloser Fanboy und kriechender Hofberichterstatter fungieren.

        Also im Grunde wie immer – nur mit Ansage. ?

      • Kugelblitz 19. Oktober 2017 um 09:30 Uhr

        wo kann ich denn etwas darüber lesen?

  2. Saschas Alte Liebe 19. Oktober 2017 um 08:10 Uhr

    „…und von einem HSV-Investor finanziert wird.“
    ———-
    Aha, wer ist es denn ?
    Es hätte aber auch garnicht gepasst, Scholz auf eigenen Füßen und ähm … „frei“…

    • Gravesen 19. Oktober 2017 um 08:11 Uhr

      Mal nachdenken. Kühne ist es nicht und Margaritoff ist tot. Wer ist denn schon mal im HSV-Trikot bei StammelTV aufgetaucht? 🙂

      • Weltmeister. 19. Oktober 2017 um 09:05 Uhr

        Keine Ahnung, ich hab den Kram zu selten gesehen.
        Vermutlich Agrarkönig Bohnhorst?

      • Saschas Alte Liebe 19. Oktober 2017 um 09:07 Uhr

        Helmut Nr. 12 ?

      • Sag' Tschüss Dino 19. Oktober 2017 um 09:13 Uhr

        Seniorenresidenz Gollum – Mein Schatz – Betreutes Wohnen mit hauseigenem Blog

  3. Michael 19. Oktober 2017 um 09:00 Uhr

    Burmeister ist auch tot…Bohnhorst kenne ich noch.

  4. Saschas Alte Liebe 19. Oktober 2017 um 09:09 Uhr

    Ein Bauer, das passt auch. ?

  5. Michael 19. Oktober 2017 um 09:27 Uhr

    Bohnhorst ist gemeint. Das peinliche Video steht noch auf youtube.

  6. atari 19. Oktober 2017 um 09:48 Uhr

    sind die Videos mit Restaurantwerbung eigentlich bei youtube vom Ersteller auch als Werbung gekennzeichnet, wie es Pflicht ist?

  7. Michael 19. Oktober 2017 um 10:21 Uhr

    Bruchhagen erkennt, dass der HSV verspottet wird. Was er damit zu tun hat, jedoch nicht. Wenn das nicht eine hochslektive Wahrnehmung und Ausblendung der Realität ist.
    Passt mittelbar zum Thema „Kommunikation, Leitbild und Außendarstellung“. Das sind doch alles Laienschauspieler auf der Dorftribüne.
    https://1.ftb.al/zNTc/OEHxUaYKmH

    • Gravesen 19. Oktober 2017 um 11:26 Uhr

      Donald Bruchhagen hat sie doch nicht mehr alle. „Ich mache alles richtig und alles andere sind Fake News“. Der Mann gehört mehr und mehr in die geschlossene Abteilung.

      • Rothose78 19. Oktober 2017 um 11:37 Uhr

        Unglaublich was da abläuft, die merken wirklich nichts mehr.

      • Michael 19. Oktober 2017 um 14:53 Uhr

        Ich lese gerade beim Kicker….“verlängert Bruchhagen beim HSV?“

        Ohne Worte

      • Ex-HSVer im Herzen 20. Oktober 2017 um 03:08 Uhr

        Aber warum schiesst keiner dagegen und zählt die Pfeife aus? Mit Fakten!! Am besten live. Dann wird es eng für diesen Versager

  8. Wenzel 19. Oktober 2017 um 13:09 Uhr

    Heribert Bruchhagen findet, dass man in Deutschland zu viel über den HSV lästert. Andere Klubs, die schlechter dastehen, würden sympathischer dargestellt.

    „Jeder nimmt sich inzwischen das Recht raus, über den HSV zu spotten. Das ist offenbar chic und stört mich massiv“, sagte der 69-Jährige gegenüber der „SportBild“.

    ———————-

    Jetzt fängt er auch noch an zu heulen!!!
    Statt sich darum zu kümmern, den H$V sympathischer darzustellen, schiebt er es einfach auch den Zeitgeist und zeigt, wie wenig er vom Charakteristikum „chic“ versteht, wie auch, mit knapp 70 hat man davon wohl keine Checkung mehr, sofern man sich im Fußballbusiness aufhält.
    Wenn man von Tag zu Tag noch unsympathischer wird als ohnehin schon, schiebt man das Übel eben auf die, die das erkennen.
    Selektive Wahrnehmung ist hier noch untertrieben.

    Steigt endlich ab!

    • Saschas Alte Liebe 19. Oktober 2017 um 15:30 Uhr

      Der HSV drängt sich als Satireziel geradezu penetrant auf. Es gibt jede Menge Lustiges über den Krisendino.
      Jegliche ernsthafte Reputation ist eh längst hinüber.
      Am Wochenende ist wieder Zeit fürs Bällebad im HSV Tor . ???

  9. Wenzel 19. Oktober 2017 um 13:24 Uhr

    Außerdem sind Bremen, Köln und Freiburg definitiv sympathischer, weil ehrlicher und korrekter und weniger Schnorrer als der H$V. Man kann auch auf eigenen Beinen stehen….

  10. Didi-der-Grosse 19. Oktober 2017 um 14:03 Uhr

    Wieso wird der Lügenbaron eigentlich noch erwähnt ? Jede Nennung ist kostenlose Werbung. Wer sich an ihm belustigen will, weiY doch mitlerweile wo. Das beste ist ihn tot schweigen ! Umso schneller ist er verschwunden.

  11. Didi-der-Grosse 20. Oktober 2017 um 01:20 Uhr

    Läuft jetzt wieder eine Pro Gisdol PR-Massnahme ? Gisdol nimmt Fan mit in die Kabine; GISDOL besucht janjic im Krankenhaus….

  12. Ex-HSVer im Herzen 20. Oktober 2017 um 03:05 Uhr

    Alter Verwalter! Was sind denn das bloß so beknackte Fragen? Das ist ja erschütternd!!!!

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