Der Kampf um die Zukunft des HSV

Spannende Wochen stehen an, soviel ist klar. Da wäre zum einen die sportliche Seite, eigentlich sollte es die wichtige Seite sein. Unmittelbar im Anschluss an die Länderspielpause muss der HSV auf Schalke antreten, danach kommt Hoffenheim, bevor es nach Freiburg geht. Könnte irgendwie leichter werden für einen Verein, der im Grunde in kein Bundesligaspiel mehr als Favorit geht. Mag auch durch das 3:1 gegen dezimierte Stuttgarter erst einmal die größte Katastrophe (scheinbar) abgewehrt worden sein, die nächsten Niederlagen werden folgen, soviel ist klar.

Dies ist aber nur die eine Seite der Medaille, denn zeitgleich braut sich über dem Volkspark eine Situation zusammen, die für die Zukunft des Vereins deutlich bedrohlicher ist als eine Klatsche in Gelsenkirchen. Man wählt/bestimmt einen neuen Aufsichtsrat und die Zusammensetzung dieses Rates, der den „Rat der Versager“ beerben wird, welcher auf den „Rat der Ahnungslosen“ folgte, wird die zukünftige Ausrichtung der Profi-Abteilung bzw. HSV Fußball AG maßgeblich bestimmen und prägen. Bei der Auswahl der Kandidaten geht es nämlich um nicht mehr und nicht weniger als die Beantwortung der Frage: Macht Kühne weiter oder nicht?

Bekannt ist, dass unmittelbar nach der Ausgliederung der Vorsitz des Kontrollgremiums durch den „Kühne-Vertreter“ Gernandt besetzt wurde und somit ein direkter Draht für den Logistiker in das Herzstück des Vereins sichergestellt wurde. Oder anders ausgedrückt: Wenn Kühne A gesagt hat, hat Gernandt A gesagt und der Verein hat A gemacht, weil ihm gar nichts anderes übrig blieb. Zu sehr hat General-Versager Beiersdorfer durch miese Transfers und miesere Finanzgeschäfte dazu beigetragen, dass der HSV nicht nur sportlich den Bach runter ging, sondern auch, dass der HSV ohne Kühne nicht mehr atmen konnte/kann.

Jetzt aber gibt es in Hamburg sowas wie den „Aufstand der Vereins-Meier“ und ausgerechnet eben jeder Meier (ohne Eier) möchte davon profitieren. Der Mann, der immer geschickt im Hintergrund agiert, möchte Bruchhagen beerben und endlich für die langjährigen Mühen in den Mühlen der Vereinsgremien finanziell entschädigt werden. Meier war Mitglied im alten Aufsichtsrat (Rat der Ahnungslosen, Januar 2013 bis Juli 2014) und ist seit seiner Ernennung zum e.V. Präsidenten (Januar 2015) erneut Mitglied im Aufsichtsrat (Rat der Versager). Lustig ist nur, dass an Meier irgendwie nichts haften blieb, während Leute wie Hunke, Ertel und Co. noch heute zum Teufel gewünscht werden.

Jetzt aber wird’s richtig spannend, denn der Aufstand der Vereins-Meier möchte gern den Kühne-Vertrauten Gernandt raus kicken und eben nicht durch einen anderen Kühne-Mann ersetzen. Offiziell spielen Namen wie Jens Luther (HEK) und Karl J. Pojer (Hapag Lloyd Cruises) eine Rolle, inoffiziell hört man sogar Namen wie Ex-Aufsichtsrat und aktueller Beirat Frank Mackerodt oder sogar Ex-Profi Marcel Jansen, na herzlichen Glückwunsch. Was aber hätte eine Entscheidung Kontra-Gernandt und pro Vereins-Meier zur Folge?

Eines dürfte klar sein, erheitert wäre Kühne nicht, denn er hätte im Grunde im gesamten Verein niemanden mehr, dem er vertraut, aber noch schlimmer. Er wäre im Verein umzingelt von Personen, von denen er wenig bis gar nichts hält. Bruchhagen wurde von Kühne als Übergangs-Vorstand bezeichnet, von Todt hält er nichts und sogar Gisdol soll mittlerweile bei Kühne durchs Raster gefallen sein. Und nun stellt sich die große Frage:

Warum sollte Kühne diesen Verein weiterhin unterstützen, wenn dort ab Januar Leute sitzen, die ihn im Grunde gar nicht wollen?

Problem bei der Geschichte ist nur – macht Kühne dicht, macht der HSV ab Mai dichter. Denn wie bekannt ist, nimmt der Verein ca. € 46 Mio. pro Saison ein, gibt aber ca. 54 Mio. pro Spielzeit aus. Das Delta von ca. 8 Mio. müsste irgendjemand stopfen, ansonsten ist die Liquidität für die nächste Saison nicht gewährleistet. Aber nehmen wir mal an, der HSV bzw. seine Gremien entscheiden sich gegen Gernandt – gegen einen Ersatz-Gernandt und somit gegen Kühne, was dann? Dann bleibt dem Verein nur eine Wahl, es werden keine Verträge von Großverdienern mehr verlängert und teure Transfers sind nicht mehr drin. Aber das ist noch nicht alles, denn der Verein müsste auch neues Geld generieren und das geht nur noch durch den Verkauf von Spielern.

Und jetzt darf man dreimal raten, welcher Spieler denn dort wohl auf der Verkaufsliste stehen könnte. Kleiner Tipp: Ist jung, wird gerade gehypt und sein Vertrag läuft nach dieser Saison nur noch ein weiteres Jahr. Man sieht also, welche Auswirkungen die Besetzung dieses Rats hat bzw. haben kann. Denjenigen, denen dieses Thema egal ist, sollten sich also nicht wundern, wenn „Uns Fiete“ im Sommer für € 7 Mio. nach Leipzig geht, weil der Verein Geld braucht.

Gerade veröffentlicht und so passend dazu – Klaus-Michael Kühne:

„Ich war Befürworter der unter dem Namen „HSVPlus“ vor ca. drei Jahren gestarteten Initiative, die vor allem von den Herren Otto Rieckhoff und Karl Gernandt erfolgreich umgesetzt wurde. Sie hatte u.a. zum Gegenstand, dass bei Gründung der HSV Fussball AG ein von den Initiatoren selbst bestimmter Aufsichtsrat eingesetzt wurde, der aus sechs Personen bestand. Karl Gernandt wurde damals Aufsichtsratsvorsitzender. Aus vielerlei Gründen hat “HSVPlus“ nicht das erhoffte Ergebnis gebracht. Der HSV kämpfte auch in den vergangenen Jahren wieder gegen den Abstieg, dem er zumeist knapp entronnen ist. Ende vergangenen Jahres wurde der vom Aufsichtsrat zwei Jahre zuvor bestellte Vorstandvorsitzende Dietmar Beiersdorfer durch Heribert Bruchhagen ersetzt. Letzterer verpflichtete Jens Todt als Sportdirektor. Diese Herren waren im Kampf gegen den Abstieg erfolgreich, schafften es aber nicht, die Mannschaft zur Saison 2017/18 so zu verbessern, dass sie sich in der Bundesliga-Tabelle gut platzieren konnte – im Gegenteil, wieder wurde das Thema „Abstieg“ akut. Ausgerechnet in dieser prekären Situation soll der Aufsichtsrat der HSV Fussball AG neu gewählt werden und sich diesmal nicht aus unabhängigen Persönlichkeiten zusammensetzen, die über Führungs- und Wirtschaftskompetenz verfügen, sondern aus grösstenteils vereinsabhängigen Personen, die einseitig von Vereinspräsident Jens Meier nach Anhörung eines Beirats bestimmt werden sollen. Deshalb hat sich Karl Gernandt entschlossen, einem solchen Aufsichtsrat nicht mehr anzugehören. Ich trete dafür ein, dass

1. der voraussichtliche Wahlvorschlag des Vereinspräsidenten nicht zum Zuge kommt,

2. eine „HSVPlus2“-Initiative gestartet wird, die es ermöglicht, dass auch zukünftig ein unabhängiger Aufsichtsrat bestimmt wird,

3. dem zukünftigen Aufsichtsrat der HSV Fussball AG qualifizierte und unabhängige Persönlichkeiten mehrheitlich mit wirtschaftlicher Kompetenz angehören sollen.

Ich erkläre hiermit, dass ich der HSV Fussball AG zukünftig nur dann eine finanzielle Unterstützung gewähren werde, wenn sie über den von mir befürworteten, unabhängigen und kompetenten Aufsichtsrat verfügt und es diesem gelingt, Persönlichkeiten für die Führung der HSV Fussball AG zu gewinnen, die über grosse Managementqualität und -erfahrung verfügen.“

And the loser is – Jens Meier 🙂

Bingo!

 

Von | 2017-11-07T17:05:16+01:00 7. November 2017|Allgemein|32 Kommentare

32 Comments

  1. Ex-HSVer im Herzen 7. November 2017 um 17:22 Uhr

    Gerade wollte ich was im Blog von gestern posten. Du warst schneller.

    Kühne hat doch nicht mehr alle Latten am Zaun!! Sowas öffentlich zu kommunizieren. Also wenn die DFL nicht aktiv wird, sollte Kühne Erfolg haben (50+1!) dann schafft sich der Fussball selbst ab.

    • Gravesen 7. November 2017 um 17:26 Uhr

      Ich könnte mich wegschmeißen. 😀 Ich höre sie noch, die Dumpflappen. „Kühne nimmt keinen Einfluss, der HSV ist absolut autark“. Am Arsch ist er und jetzt zeigt sich, was Meier (ohne Eier) macht. Gekniffen ist er so oder so.

  2. Michael 7. November 2017 um 17:37 Uhr

    Erpressung ist wohl eine deutliche Einflussnahme.
    Sollen sie Kühne und seine Schleppenträger zum Teufel jagen, absteigen, Spieler verkaufen und glaubhaft wiederkommen.
    Oder nicht.

  3. Axel 7. November 2017 um 17:47 Uhr

    Mal naiv gedacht, wäre es nicht der richtige Schritt, sich aus der Abhängigkeit kühnes zu lösen, einen Abstieg in Kauf zu nehmen, sich von den Altlasten zu lösen, es kaufen ja genug Verträge aus und so einen Neuanfang zu machen? Solange Kühne weiter Einfluss nimmt, ändert sich doch nie was. Arp wird doch so oder so nicht zu halten sein.

    • JokusDokus 7. November 2017 um 17:58 Uhr

      Direkt nach der Ausgliederung waere es genau der richtige Schritt gewesen. Da war ein Abstieg zu ueberleben. Mittlerweile ist ist es gehuepft wie gesprungen, der Verein wird mittel oder langfristig finanziell implodieren.

  4. LeonadomitCabrio 7. November 2017 um 17:49 Uhr

    Tja, wer die Band bezahlt, bestimmt, was für Musik gespielt wird…
    Ob Erpressung oder nicht ist nicht mehr die Frage.. Hätte man die bereits geflossene Kohle vernünftig investiert, stände der Verein nicht da, wo er Heute ist und müsste sich nicht am Nasenring durch die Manege führen lassen…

    Selbst Schuld .. Entweder man sagt ja und Amen oder geht freiwillig in die Insolvenz..

    • Michael 7. November 2017 um 18:36 Uhr

      Die Erpressung müsste die DFL als direkte Einflussnahme werten. Und nicht mehr großzügig wegsehen.

  5. Kevin allein in Hamburg 7. November 2017 um 17:53 Uhr

    Also ich hab da mal jetzt eine Frage.
    Es ist doch jetzt eigentlich besser wenn Meier ohne Eier überhaupt nicht im AR wäre ?
    Irgendwie komme ich durcheinander.
    Helft mir mal bitte.??

  6. LeonadomitCabrio 7. November 2017 um 17:53 Uhr

    Nun wird auch klar warum sich der Buntbetuchte vor 2 Wochen aus der Deckung gewagt hat und zum Angriff geblasen hat

  7. bertifux 7. November 2017 um 17:58 Uhr

    Jetzt wird es ja mal richtig spannend 😀

    Wird der Aufsichtsrat gegen KMKs Willen bestimmt und er dreht tatsächlich den Geldhahn zu, könnte es mit der Lizenz eng werden. Knickt man ein und macht den Aufsichtsrat nach KMKs Gusto bestimmt, ist doch eine Einflussnahme beim besten Willen nicht mehr wegzudiskutieren… mit welchen Argumenten die DFL da dann noch die Augen zu drücken will? könnte eng mit der Lizenz werden 😉

  8. Kerberos 7. November 2017 um 17:59 Uhr

    .
    Na, da hat der Alm-Öhi doch endlich die Hosen komplett runtergelassen. Geld gibt es nur noch für einen von ihm gesalbten Aufsichtsrat und dieser dann auch noch einen ihm genehmen Vorstand in der AG eingesetzt hat.
    Da kann ich mich dann ja ganz entspannt zurücklehen, denn nun dürfte es auch der letzte „Einzeller“ kapiert haben. K-M Kühne ist nie ein „Gönner“ des HSV gewesen – er war bereits von Beginn an das vorhersehbare Ende des HSV.
    .

  9. Peter.Helm 7. November 2017 um 18:10 Uhr

    Well done, Grave.

    Deine Prognosen treffen ein und du bringst uns „Laien“ das Hintergrund geschehen der „AG“ näher. Während man den Spaß an den „Rentenvertragskickern“ verliert, gewinnt man an Interesse das Geschehene zu verstehen und einzuordnen.

    Danke noch mal für deinen Blog – wünsche dir eine schöne Restwoche.

    HSV Plus 2 – Aufstellen für Europa

  10. Levti 7. November 2017 um 18:17 Uhr

    Ja, spannend wird es werden.

    Sollte der AR dem KMK nicht gefallen, ist er wohl weg vom Fenster. Frage wann KMK dann mit seinen Forderungen auftaucht und was er mit seinen HSV Anteilen macht.
    Sollte der AR genehm sein, macht er vielleicht weiter.

    Ich denke Kühne hat seine Rolle nie verstanden, oder man hat ihm immer erzählt, dass er doch der Macher im Hintergrund ist, dies nur nicht gesagt werden darf, da sonst die DFL einschreitet.

    Rückblickend muss man sagen, dass das Geld im Prinzip der Anfang vom Ende war. Hätte es nach der richtigen Ausgliederung 2014 nicht so viel Kohle gegeben, wäre man damit vielleicht sensibler umgegangen und hätte nicht jeden Transfer gemacht, der gemacht wurde. Aber da die Kohle schon mal da war….

    Auch wenn es hart klingt, aber dann lasst Kühne doch gehen. Wir müssen gesunden, indem wir teure Leute von der Payroll bekommen und den Nachwuchs einbauen, bzw. die von Herrn Todt angekündigten smarten Transfers tätigen. Arp wird nächsten Sommer eh gehen, wenn er clever ist. Mit dem bisher gezeigten Talent sollte er vielleicht größere Ambitionen haben, als jedes Jahr um Platz 16 zu spielen. Zumal andere Vereine mit Garantie mehr bezahlen könnten.

    Lieber Herr Kühne,

    folgenden Deal würde ich vorschlagen.
    Wir haben gesehen, dass die bisherige Geschäftsbeziehung ein Irrtum war und möchten diese auflösen. Sie verzichten auf Ihre Forderungen und geben die Anteile zurück. Sie bekommen KG für die operative Geschäftstätigkeit Ihres Konzerns und erhalten eine VIP Loge auf Lebenszeit.

    Den Stadionnamen können Sie gerne für weitere Jahre erwerben, ist aber kein Muss.

    Wir bedanken uns für das geleistete Engagement und wünschen für den weiteren Weg alles erdenklich Gute.

    Jetzt kommt nur das neue Problem. Was für Luschen holen wir uns in den neu zu wählenden AR? Leute die die Raute im Herzen tragen oder auch sonst keine Ahnung haben?

  11. Kevin allein in Hamburg 7. November 2017 um 18:22 Uhr

    Wer darf oder wie kommt man eigentlich in den Aufsichtsrat ?
    Nur durch Heuchelei ?
    Oder kann man sich da auch als Außenstehender bewerben ?

    • Julia 7. November 2017 um 18:34 Uhr

      Jens Meier als geborenes AR-Mitglied (weil Präsident des HSV e.V.) schlägt seine neuen AR-Kollegen vor. Die werden vom Beirat (Verdiente Mitglieder anderer Sparten mit goldener Nadel) bestätigt und dann der Hauptversammlung präsentiert. Die Wahl des AR ist dann nur noch Formsache, weil die Vereinsmitglieder nur über das abstimmen können, was ihnen angeboten wird, d.h. wenn wenn Meier ihm genehme Hanseaten wie den HEK-Chef vorschlägt, werden sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gewählt. Und Meier läßt natürlich nur Kandidaten in seine Wohlfühl-Oase, die ihm nicht weh tun werden. Das ist der Fehler im System. Ein Blinder schlägt für das zusammen mit dem Vorstand wichtigste Gremium Einäuige vor, die über die Auswahl geeigneter Nachfolger für Bruchhagen, Gisdol und Todt oder die Bewertung von Transfers befinden. Das kann also nur in die Hose gehen.

      • Kerberos 7. November 2017 um 18:42 Uhr

        Die Vereinsmitglieder wählen gar nicht. In der Hauptversammlung der AG wird das Stimmkapital des Vereins (ca. 80%) von den 3 Mitgliedern des Vereins-Präsidiums vertreten und die Mitglieder des AR einzeln mit jeweils einfacher Mehrheit gewählt, wobei alle 3 Mitglieder des Vereins-Präsidiums in der Haupversammlung der AG nur einheitlich abstimmen dürfen. Meier und seine Kollegen wählen also einfach nur ihren, vom Beirat genehmigten, Vorschlag.

        • Pascal Jarosch 7. November 2017 um 21:38 Uhr

          in der Hauptversammlung sind aber auch sämtliche Investoren vertreten (wie auch Kühne), wenn auch ihr Stimmgewicht nicht ausreicht.

  12. Kerberos 7. November 2017 um 18:24 Uhr

    Ich habe es doch schon immer gewusst: Goethe war ein echter HSV-Fan mit der Raute im Herzen.
    Deshalb auch die langen Streitschriften mit dem VFB-Fan Schiller, dass man in der Treuepflicht zum HSV keine Freude erfahren dürfe, denn dann sei dies keine „Pflicht“ mehr und Treue in der Freude könne schließlich ein Jeder leisten. Der wahre HSV-Fan muss also leiden, um seine Treue zum HSV unter Beweis stellen zu können.

    • Michael 7. November 2017 um 18:40 Uhr

      Da flossen die „Leiden des jungen Werther“ mit ein?
      Werther, nicht Werder.

  13. Saschas Alte Liebe 7. November 2017 um 18:32 Uhr

    HSV nassgemacht, Regen oder Traufe, der begossene Dino am Absaufen.
    Immerhin, alles selbst gemacht.
    Altes Arabisches Sprichwort sagt: ‚Lieber tausend Feinde draußen als einer im Inneren‘.
    Beim HSV ist es seit langem schon andersherum.

  14. Michael 7. November 2017 um 19:05 Uhr

    Ist Meier Feind? Ich glaube kaum. Zwar Meier ohne Eier, aber jemand, der, wenn auch zaghaft und ohne Durchschlagskraft, versucht hat, Kühnes Einfluss zu begrenzen.
    Der Weg, wohin auch immer, kann nur sein, Kühne mitsamt Kohle und Schergen zum Teufel zu jagen. Es ist Dreckskohle, verbunden mit finanziellen Knebelungen und Einflussnahme ins operative Geschäft. Eine Fortsetzung der Beziehung macht alles nur noch aussichtsloser. Er gönnt nicht, halt…doch: sich selbst ein Spielchen.
    Geht der HSV pleite, haut man Kühne auf die Dreckspfoten, schmeißt Tapetendieki, Hohlby und alle anderen Leerlaufmopeds raus und wird ein Ausbildungsverein ganz unten: dann kaufe ich eine Dauerkarte und fahre öfter die 400km (einfache Fahrt).
    Stand jetzt: genießt die Zwickmühle und das Chaos, das ihr sehenden Auges angerichtet habt, stellt Euch der Vwrantwortung, und HSV: rutsche endlich nach unten.

    • Gravesen 7. November 2017 um 20:09 Uhr

      Mit dem kleinen Makel, dass Meier all das nicht für den Verein oder die AG macht, sondern für Meier.

      • Michael 7. November 2017 um 21:01 Uhr

        In Ordnung. Ego first.
        Auch ihn könnte man sich besser vorstellen.
        Die Hauptbaustellen sind andere. Wobei (Plattfischsprech?), ich hätte nichts dagegen, wenn er mit unterginge.

  15. Volli 7. November 2017 um 20:00 Uhr

    Dem Meier geht doch jetzt schon die Düse! Steigt Kühne aus, und sollte der Verein dann, den neuen Liebling aller verkaufen, um die Lizenz zu bekommen, welche Sau wird dann wohl durchs Dorf getrieben? ?

  16. Pascal Jarosch 7. November 2017 um 21:42 Uhr

    das Problem ist ja aber eigentlich ganz einfach:

    kriegt man keine Lizenz für Liga 1 (weil zu niedrige Einnahmen um die Kosten für neue Saison zu decken) kriegt man garantiert auch keine für Liga 2. Alle Spieler haben auch da einen Vertrag und daher wäre der Etat der benötigt wird (fast) der gleiche bei deutlich niedrigeren Kosten.

    Meine Frage wäre: hätte KEIN Spieler einen Vertrag für Liga 2, würde der HSV dann eher eine Lizenz kriegen als mit der Tatsache, dass alle Spieler einen entsprechenden Vertrag haben ?

  17. Probranko 7. November 2017 um 21:54 Uhr

    Hey Grave und weitere Interessierte,

    ich lese schon eine ganze Weile hier mit.
    Denke natürlich auch, daß Kühne mit seinem Einfluß (und seiner ganzen Kohle) bisher dem HSV leider massiv geschadet hat.
    Warum, wissen wir ja alle (persönliche Spielervorlieben werden zu überteuerten Ablösen (und den damit vermeintlich notwendigen dicken Gehältern, die vom Verein bezahlt werden müssen) finanziert, Verantwortliche beim HSV lassen sich zu Statisten herunterstufen, werden aktuell auch zu schwachsinnigen Vertragsverlängerungen erpresst, etc.etc..etc….)

    Doch denke ich, bei aller Asympathie und Zweifeln an den Fähigkeiten der aktuell Verantwortlichen, wäre ein Turnaround genau jetzt möglich.
    Durch die jetzige Personallage in der Mannschaft sieht man sich ja gezwungen auf Nachwuchskräfte zu setzen, was nach den desaströsen bisherigen Auftritten wohl alle Verantwortlichen + Medien + Fans (die ja sowieso) schon kapiert haben.

    Wäre das nicht genau der Zeitpunkt, an dem man Herrn Kühne klarmachen sollte, daß dieses partielle „Geldreinschießen“ für Transfers von Ihrognaden nichts mehr bringt ??

    Na gut, mir ist klar, daß es KMK nicht unbedingt in erster Linie ums Weiterhelfen für den HSV geht, sondern eher um eine gewisse Anerkennung und Hoffierung als Gönner etc….
    Doch könnte man ihn (oder auch andere….) für einen Weg Richtung Nachwuchsförderung gewinnen, so wäre das vielleicht ein Weg, den HSV noch in eine andere Richtung zu lenken (und das, auch ohne den vermeintlich „reinigenden“ Abstieg, der evtl. in Richtung bodenlos gehen könnte).

    Auf jeden Fall geht es nicht anders, daß alte Zöpfe (große Gehälter der Spieler-Aktivisten) mal gekürzt bzw. abgeschnitten werden und ein halbwegs ausgeglichenes Gefüge für die Mannschaft geschaffen wird, um wieder eine erfolgshungrige Truppe zu kreieren, die evtl. auch die Liga besteht.

    Ich denke (vielmehr, ich hoffe), daß diese Veränderungen gerade aktuell möglich sind, wegen o.g. Aspekte und eben der aktuell anstehenden AR-Wahl.

    Ich würde unserer derzeitigen Führung (Bruch/Tod/Gis) trotz Ihrer (natürllich bedauernswerten) Einfältigkeit auch ein Umschwemken in die oben beschriebene Richtung zutrauen, da ein konsequentes bzw. zielorientiertes Handeln in deren Amtszeit bisher nicht zu erkennen ist, und eben jeglicher Umschwung doch evtl. zuzutrauen wäre.

    So frage ich mal Herrn Grave: Wäre das nicht eine Möglichkeit der kleinen Erneuerung mit Hr. Meier ?
    Oder andersrum: Was erwartest und hälst Du von/mit Meier als AR-Vorsitz ?

    Aber Ihr allle seht:
    Ich habe noch (kleine) Hoffnung, da ich noch glaube…
    ( Es ist doch der Verein meines Herzens……., seufz…. )

    Vielleicht glimmt ja bei dem einen anderen auch noch ein schwarzweißblaues Fämmchen…..

    Abstieg is doch blöd…….. ;-))

    • Wenzel 8. November 2017 um 21:31 Uhr

      Da einzig schwarzweißblaue Flämmchen, das in meinem Garten flammt, ist ein dämliches Dino-Maskottchen.
      Nö, Absteig ist superwichtig, das solltest auch Du einsehen.

  18. Micha 7. November 2017 um 23:04 Uhr

    @Grave: Das Plakat ist super gemacht.

    Es gibt aber nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.

    Entweder ein Schwachsinns-Aufstsichtsrat von Jens Meiers Wahl.

    Oder einer mit Kühne-Vertretern, und das Mallorca-Schindellegi-Transfer-Spiel geht weiter. Oder Kühne hat Schlüsse aus seinem bisherigen Fehl-Engagement gezogen – davon steht aber nichts in seinem Statement zur AR-Wahl.

    Keine Alternative ist die bessere – es geht bergab, so oder so.

    • Spörl 7. November 2017 um 23:25 Uhr

      Micha, so sehe ich das auch. Ein echtes Dilemma.

      Wenn man für den HSV denkt müsste man sowohl über einen Rückzug von Kühne froh sein, als aber auch über einen Rückzug der geballten Inkompetenz um Hafen Meier, der hier bereits bei der ersten Relegation Aufsicht führen sollte. Wie schwach seine Aufsicht war zeigt die desaströse sportliche wie wirtschaftliche Bilanz seit 2013.

      Ich bin dafür, dass der HSV ohne Kühne, ohne Meier, ohne Bruchhagen, ohne Todt, aber mit einem kompetenten Aufsichtsrat und einem kompetenten Vorstand inklusive Sportchef wie Kühne ihn heute gefordert hat weitermacht. Pressesprecher kann auch jemand machen, der sich nicht Sportchef nennt.

      Warum soll das vernünftige unrealistisch sein?
      Von mir aus gern verbunden mit einem Neustart in Liga 4.
      Hauptsache der Verein wird endlich von Meier, Kühne und Todt erlöst.

  19. Kugelblitz 8. November 2017 um 00:11 Uhr

    ich möchte gern noch mal graves blog vom 13. oktober ins gedächtnis rufen:

    http://www.hsv-arena.hamburg/2017/10/13/ich-werde-aufsichtsrat/

  20. Bartkowiak 8. November 2017 um 00:47 Uhr

    Sehr spannend…

    Der Dealer will dem armen Junkie das Dope vorenthalten wenn der sich nicht noch tiefer bückt, und das obwohl er schon aus der Kloschüssel schlürfen kann. Nette Art der Nötigung. Aber das ist ja selbst verschuldet. Der nette Onkel schiebt einem, wenns das Leben gerade mal nicht so toll läuft, immer etwas Koks rüber und die Welt ist für eine Weile wieder rosa.

    Leute, der sieht den Verein als eine Art Zeitvertreib weil ihm langweilig ist. Die Steuern, die er in Deutschland nicht bezahlt weil er in der Schweiz haust, verplempert er eben zum Spaß mal beim HSV. Ahnung von Fußball hat er ja nicht. Ein Fan ist er auch nicht, sonst hätte er dem Verein einfach mal die Kohle ohne Bedingungen in die Hand gedrückt.

    Wenn er den Kind² machen will, weiß jetzt wenigstens der letzte Dorftrottel, der ihn als Heilsbringer feiert, Bescheid. Mit dieser Aussage…
    So oder so, was jetzt auch immer passieren wird. Ziemlich in den Podex gekniffen, würde ich sagen. Aber, vielleicht eine Chance für einen Neustart in einer anderen Klasse. Es sei denn, sie tun ihm seinen Willen. Dann, business as usual und jährlich grüßt das Murmeltier.

  21. Wenzel 8. November 2017 um 21:36 Uhr

    Selbst wenn er dem H$V die Kohle überlassen und sich zurückziehen würde, wer bezahlt denn dann die fällige Schenkungssteuer? Das wäre dann genau das, was zur Lizenzerteilung fehlt.

    Der H$V ist und bleibt das Bückstück, das er seit Jahren ist, und womöglich genießt.

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