Ausschließlich Verlierer

Meine Meinung

Pro Kühne oder Kontra Meier? Ist Kühne nun Retter und Ratte? Ist Meier Befreier oder hat er keine Eier?

Das eigentliche Problem liegt darin, dass viele im Grunde gar nicht genau verstehen, was tatsächlich passiert ist und die Hintergründe nicht umfassend einschätzen können. Insofern machen sie es sich leicht, indem sie sagen „Kühne muss weg, er ist ein Erpresser, der HSV muss den Rat selbst bestimmen“ oder sie sagen „Kühne hat den HSV gerettet, was bildet sich Meier eigentlich ein?“ Die Wahrheit ist aber wesentlich komplexer, aber um das zu umreißen, müsste man sich schon ein wenig tiefer mit den Abläufen beschäftigt haben.

Kühne hat dem HSV geholfen, das stimmt.

Er hat immer dann Anteile gekauft, wenn es um die Lizenz ging. Aber warum ging es um die Lizenz? Weil Kühne zuvor Leute unterstützt hat (Beiersdorfer, Gernandt, Hilke), die den Karren an die Wand gefahren haben und er hat sie bewusst unterstützt. Außerdem beschwert er sich heute über „Luschen“, die beim HSV hängen bleiben, hat aber selbst massiv dafür gesorgt, durch direkte!! Einflussnahme, dass eben solche Luschen zu überteuerten Preisen geholt wurden (van der Vaart, Holtby, Hunt, Lassoga, Hahn, Kostic etc.). Mit anderen Worten: Kühne hat den HSV abhängig gemacht (mit der Hilfe von Gernandt und Beiersdorfer) und hat dann dem Süchtigen neue Drogen gegeben, als der sie brauchte.

Kühne hat den Stadionnamen gekauft, ebenfalls richtig. Er bezahlt € 4 Mio. pro Saison und somit deutlich weniger als seine Vorgänger AOL und HSH Nordbank. Handelt so ein „Gönner“? Nein, Kühne war niemals ein „Gönner“, aber das wird einigen wohl auch jetzt nicht klar.

Meier auf der anderen Seite ist keinesfalls der edle Vereinsretter, der den HSV aus der Umklammerung Kühnes befreien möchte, denn Meier verfolgt ausschließlich seine eigene Agenda und dabei sollen ihm nun neue Aufsichtsräte helfen, seine Ziele zu erreichen. Meier möchte Bruchhagen beerben, um endlich (gut) bezahlter Vorstandsvorsitzender zu werden und dafür braucht er Räte, die ihn ernennen. Zu diesem Zweck bestimmt er zuvor Räte, das das mitmachen würden. Man sieht, es gibt keine Sieger in diesem „Spiel“, es gibt nur Verlierer und der größte Verlierer ist wieder mal der HSV.

Fazit: Es gibt kein Zurück mehr, für niemanden. Der HSV (Meier) kann den Forderungen Kühnes nicht nachgeben, weil man

a. Sein Gesicht vollends verlieren und

b.die DFL auf den Plan rufen würde

Kühne kann nicht mehr zurück und mit einem Rat unter Meier zusammenarbeiten, dafür war seine öffentlich gemachte Ansage zu deutlich. Die Herren im Vorstand sollten sich also bereits jetzt ein Szenario überlegen, wie sie es gewährleisten können, im Mai eine Lizenz ohne Kühne zu erreichen. Ob dies machbar ist, wird man sehen, nicht umsonst hat Kühne den Herren Bruchhagen und Todt die Qualität dafür abgesprochen. Mich würde es nicht wundern, wenn Bruchhagen von sich aus gehen würde. Auf jeden Fall steht dem HSV ein langer, hart und beschwerlicher Weg bevor.

Von | 2017-11-08T07:38:17+01:00 8. November 2017|Allgemein|49 Kommentare

49 Comments

  1. Volli 8. November 2017 um 07:44 Uhr

    Eine dumme Frage. Warum geht Kühne öffentlich so in die Offensive? Zweite Frage „Wer sind die Leute im Beirat, die zusammen mit Meier die Vorschläge für den Aufsichtsrat machen?“ Im übrigen, wer soll eigentlich das VV Gehalt von Meier bezahlen, wenn Kühne weg ist?

  2. Gravesen 8. November 2017 um 07:51 Uhr

    Antwort 1. Das weiß Kühne allein. Tatsache ist, dass der Mann unabhängig, ungeduldig und unberechenbar ist. Für jeden. Kann sein, dass Kalkül dahinter steckt, muss aber nicht. Kann ebenso sein, dass ihm einfach der Kragen geplatzt ist. Das ist ja das große Problem mit Kühne, er ist nicht steuerbar und er macht Sachen aus dem Bauch heraus.
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    Antwort 2. Das ist z.B. der ehemalige Aufsichtsrat Frank Mackerodt, der angeblich selbst Ambitionen verfolgen soll, wie man hört. Vielleicht leidet er aber auch nur darunter, dass es StammelTV nicht mehr gibt, denn dort war er mehrfach zu Gast 🙂

  3. Julia 8. November 2017 um 07:54 Uhr

    >>> Meier möchte Bruchhagen beerben, um endlich (gut) bezahlter Vorstandsvorsitzender zu werden

    Ist das eine gesicherte Erkenntnis? Was sollte den Hafen-Manager dazu qualifizieren?

    >>> Die Herren im Vorstand sollten sich also bereits jetzt ein Szenario überlegen, wie sie es gewährleisten können, im Mai eine Lizenz ohne Kühne zu erreichen.

    Vermutlich denken sie darüber nach, das Stadion weiter zu beleihen oder ähnliches (sale and lease back etc.). Der erwähnte Stadionwert von 300 Mio. dürfte eher in diesem Zusammenhang zu sehen sein als bilanzielle Erwägungen. In der aktuellen Situation ist es naheliegend, das Tafelsiber zu taxieren.

    • Gravesen 8. November 2017 um 08:09 Uhr

      Es gibt keinen Stadionwert in Höhe von € 300 Mio. Bruchhagen hat lediglich in einem seiner launigen Interviews verlauten lassen, dass man heute ca. € 300 Mio. bezahlen müsste, um die Bude hochzuziehen. Das Stadion hat damals knapp € 100 Mio. gekostet, wird mit ca. € 50 Mio. bis € 60 Mio. bewertet, ist aber belastet. Unter anderem durch Kühne.

      • Julia 8. November 2017 um 08:16 Uhr

        Die Frage in diesem Zusammenhang ist doch lediglich, ob über das Stadion noch Gelder freigesetzt werden können, und davon würde ich ausgehen. Das es keine 300 Mio sind ist klar, aber vielleicht lassen sich darüber 1-2 Spielzeiten finanzieren. Dann wäre man insoweit unabhängig von Kühne.

        • Gravesen 8. November 2017 um 08:19 Uhr

          Soweit ich informiert bin, kann man etwas, was einem gar nicht mehr komplett gehört, nicht so einfach verkaufen. Und wenn doch, an wen? Die tun immer alle so, als würden Käufer für ein sanierungsbedürftiges Stadion Schlange stehen, das bezweifel ich aber mal. Aber selbst wenn man es machen würde – was dann? Was kommt danach?

          • Julia 8. November 2017 um 08:43 Uhr

            Kein klassischer Verkauf, sondern ein Finanzierungsmodell mit dem Stadion als Sicherheit. Das funktioniert natürlich nur, wenn bei der aktuellen Belastung noch Luft nach oben ist und die Finanziers mitgehen. Und das wäre dann der letzte Schuss.

        • Kerberos 8. November 2017 um 09:03 Uhr

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          Nein. Mit dem Stadion wurde das Schuldscheindarlehen dinglich besichert. € 40 Mio. (+ € 20 Mio. Zinsen zzgl. ggf. weitere Kosten bei Zahlungsausfall). Für die Fananleihe von € 17,5 Mio besteht eine Ausfallbürgschaft der Volksbank. Die Ausfallbürgschaft ist zzgl. Zinsen und Kosten über das Stadion zugunsten der Volksbank rückbesichert.
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          Bei der Verkehrswertermittlung des Stadions ist der Sachwert unerheblich. Je nach Verfahren kann der Sachwert der Immobilie mit ca. 15% in die Berechnung einfließen; der Sachwert ist praktisch vernachlässigbar in der Verkehrswertermittlung bei gewerblicher Nutzung. Entscheidend ist der wirtschaftliche Wert des Stadion – wirtschaftlicher Ertrag abzüglich Unterhaltung und Modernisierung.
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          Der HSV hatte vor der Verschmelzung eine (interne) Stadionmiete von ca. € 8 Mio. vertraglich mit der Stadion GmbH vereinbart – hier ist nur Frankfurt mit € 9 Mio. „teurer“ gewesen. Ins Gesamt liegt die durchschnittliche Stadionmiete der Bundesligisten bei ca. € 4.5 Mio.
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          Was aber, wenn es in Hamburg keinen Erstliga-Fußball mehr gibt? Jahn Regenburg zahlt € 0.85 Mio. Stadionmiete pro Saison.
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          • Kerberos 8. November 2017 um 09:11 Uhr

            Sorry – Jahn Regensburg zahlte nur 0.085 Mio, also € 85.000,- pro Saison.

  4. Thomas S. 8. November 2017 um 08:51 Uhr

    Prinzipiell finde ich es nicht schlecht, wenn jemand seinen Hut in den Ring wirft und signalisiert, dass er VV werden will. Bloß soll er dann auch seine Pläne, die er mit der AG hat, öffentlich machen. Wenn er denn welche hat.
    Aber beim HSV wurde ja schon immer lieber über Köpfe (Hoffmann ist ein Machtmensch! Didi ist ein netter Kerl! Hunke ist ein Intrigant!) als über konkrete Vereinspolitik diskutiert.

  5. Gravesen 8. November 2017 um 08:52 Uhr

    „Es ist ein Austausch zwischen dem Gesellschafter Herrn Kühne und dem Aufsichtsrat“, sagt der 69-Jährige: „Der Vorstand hat nicht das Recht und nicht die Pflicht zu diesen Dingen Stellung zu nehmen. Das habe ich nicht zu kommentieren, das ist auch bei großen Unternehmen so. Ich habe mit Herrn Kühne einen sehr guten und freundschaftlichen Austausch.“

    • Ex-HSVer im Herzen 8. November 2017 um 10:26 Uhr

      Wie kann man sich als 69-jähriger Millionär so zum Speichellecker degradieren!!! Was für ein Würstchen… unfassbares Kaspertheater in Hamburg

  6. Michael 8. November 2017 um 08:56 Uhr

    Am besten vergessen wir zum jetzigen Zeitpunkt die Immobilien. Alt und belastet.
    Akut geht es um Personalfragen und ggf. darum, Kühnes Schleppenträger (Gernandt, Wettstein) zugunsten einer Riege für Meier zu ersetzen.
    Ich vermute, jetzt ist der HSV eh nicht mehr zu retten. Kühne in den Milliardärsarsch zu kriechen, verlängert das Leiden nur um die eine oder andere Saison. Ihn verprellen, heißt nächste Saison den Ligaverbleib zu riskieren.
    Unabhängig von der Personalie Meier bi ich für den Gang in die Pleite ohne den widerlichen „Gönner“.
    Kann nicht im Sinne einer Person sein, die sich gerade ein warmes Nest baut (Meier ohne Eier). Ich frage mich, welches Szenario er fährt. Er muss doch eine Phantasie über Sommer 2018 hinaus haben. Wo soll die Kohle herkommen? Das verstehe ich nicht.

  7. steven-leonardo 8. November 2017 um 09:18 Uhr

    Moinsen,

    letztendlich ist es doch vollkommen egal was passieren wird.

    Nach derzeitigen Kenntnisstand wird es zu einer der Extrempositionen kommen — Hafenmeier & Co. einerseits oder Kühnes Vasallen andererseits. Verlierer dieser Egotrips ist auf jeden Fall der Verein. Die Fronten scheinen derart verhärtet zu sein, dass es im Sinne der Vereines bzw. Fußballes keine Kompromisse zu geben scheint.

    Für beide Seiten bzw. Modelle gibt es keine Erfolgsgarantie. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Verein am Ende auf die eine oder andere Weise zerbricht schätze ich recht hoch ein. Wer und wie den daraus resultierenden Schaden beheben wird, der tut mir jetzt schon leid, denn das wird eine Sisyphusarbeit. Diese Person muss eine große Portion Enthusiasmus mitbringen.

  8. Michael 8. November 2017 um 09:31 Uhr

    Volkspark in zehn Jahren?
    https://www.google.de/search?client=safari&channel=ipad_bm&dcr=0&ei=TcACWtncMs-akwW0jo3YCg&q=bild+kolosseum&oq=bild+kolosseum&gs_l=mobile-gws-serp.3..0l2j0i30k1j0i8i30k1.16872.16872.0.18030.1.1.0.0.0.0.334.334.3-1.1.0….0…1..64.mobile-gws-serp..0.1.334….0.nl4B3XyJ9-k#imgrc=YXp30BeNh2CHRM:

  9. Skeptiker 8. November 2017 um 10:19 Uhr

    Die Titanic mit Volldampf Kurs Eisberg. Die HSV-Akteure bieten das ganze Jahr verlässlich beste Unterhaltung. Man kann sich die Show genüsslich von außen betrachten. Mir ist es inzwischen völlig egal, was aus diesem Schrottverein wird. Ganz egal, wer sich durchsetzt – das Ende kommt näher. Wenn man schon untergeht, dann bitte für das Publikum noch eine richtig tolle Show bieten!

  10. Kugelblitz 8. November 2017 um 10:25 Uhr

    hier mal zitat aus dem rautenforum. herrlcih, wie naiv manche sind:

    „Es ist wieder typisch, dass aus einer Aussage reißerische Überschriften gestrickt werden, sogar von Erpressung ist die Rede. Hallo?! Was soll diese Stimmungsmache gegen Kühne und den HSV? Scheinbar weiß die Presse, dass der HSV mit Kühne tolle Möglichkeiten hätte, das will man wohl nicht.

    Kühne gibt dem HSV viel Geld, da müssen dann auch die Voraussetzungen stimmen. Wo ist das fucking Problem? Es ist ja nicht so, dass der HSV jetzt täglich vor Kühnes Tür steht und um Geld bittet, dieser dies aber nur geben will, wenn der AR komplett von ihm bestimmt wird. Nein, wenn beim HSV nicht so gearbeitet wird, wie es für einen Investor Sinn macht, dann würde er halt kein Geld geben.

    Aber Hauptsache man kann wieder Stimmung gegen diese Konstellation machen, wo der HSV einen Wettbewerbsvorteil anderen Bundesligisten gegenüber hat. Und der Großteil (sogar auch bei den HSV-Fans) springt schön darauf an, anstatt mal zu hinterfragen, was er wirklich sagt…“

    • Ex-HSVer im Herzen 8. November 2017 um 10:28 Uhr

      Ohne Worte!!! Wie Grave so schön sagt: „Das größte Kapital des HSV ist die Dummheit seiner Fans“

  11. Ex-HSVer im Herzen 8. November 2017 um 10:34 Uhr

    Also, wenn ich das hier alles so lese frage ich mich wirklich ernsthaft: wann ist endlich Schluss mit diesem Verein?

    Es vergeht kein Tag ohne neue Peinlichkeit. Inklusive der berichtenden Presse. Auch wenn der Fußball insgesamt nur noch Show und kaum noch Idealismus ist, so ist das, was beim HSV passiert die absolute Krönung. Inkompetenz, Waschlappen, Ahnungslose, Insolvenzverschleppung. Jedes normale Unternehmen mit solchen Zahlen würde nicht 1 Cent von einer Bank bekommen bzw. würden die Banken die Immobilie schon längst zwangsversteigert haben bei so einer Schuldenlast.

    Aber es gibt ja immer noch genug Bankvorstände, die 1979 mit Papa in der Westkurve standen und aus Sentimentalität Kohle geben, weil dieser GROSSE Verein darf nicht untergehen.

    Zum Kotzen das ganze!

  12. Micha 8. November 2017 um 10:46 Uhr

    Heute ist mir völlig klar geworden, dass ein großes HSV-Talent nicht bei diesem Verein / AG verlängern wird, weil es in der Führung keine Persönlichkeiten gibt, die Standing und ein klares Konzept haben, sowohl sportlich als auch wirtschaftlich. Es gibt nur Grabenkämpfe nicht kompetenter Streitparteien zwischen AG, Verein, AR und Schindellegi. Das Sportliche spielt keine Rolle. Die ökonomische Vernunft wird zudem unterschätzt. Es ist Irrsinn, weil es nur um Macht, Eitelkeiten und Einfluss geht – ohne jegliche konzeptionelle Gesamtverantwortung. Was für ein sich selbst bescheißender beschissener Scheiß-Verein!

  13. Gravesen 8. November 2017 um 11:31 Uhr

    Wenn ich zwischendurch mal so quer lese, durch SchmocksEinöde und Graupen Perle/Mein Scheiß, dann muss ich erkennen (nicht, dass ich mich überraschen würde), dass diese Vollpfosten dort zwar ne Menge schreiben, aber nicht mal im Ansatz kapieren, was tatsächlich abgeht. Muss aber auch nicht, Hauptsache, man rotzt seine Stuss zeitgleich und wörtlich identisch in zwei Primaten-Blogs und bettelt hündisch um Zustimmung. Gell, „scorpion“, du Spacken

  14. ausgegliedert 8. November 2017 um 11:37 Uhr

    Worauf wohl das KMK-Statement „unabhängige Kompetenzen“ bzgl. des aktuellen AR beruht?
    Muß auf KGs Mist gewachsen sein.

    Jetzt geht es ab beim HSV. Ergänzt um den Zusatz „wärts“ stellt sich eigentlich nur noch die Frage, in welche Liga.
    Wie stand es unter einigen deiner Blogs: Diesmal schaffen sie es.

    • Gravesen 8. November 2017 um 11:46 Uhr

      Eben genau dort kommt doch das nächste Problem. Kühne hatte doch in den letzten 3 Jahren, nach HSVPLUS und Ausgliederung, sogenannte „unabhängige Kompetenzen“ im Aufsichtsrat. Sein Mann Gernandt, den PR-Profi Bönte, Geschäftsmann Goedhart, Unternehmer Becken, die Ex-Profis von Heesen und Nogly. Und was ist? In welche Situation, sportlich wie finanziell, hat dieses Kontrollgremium den Verein geführt?
      .
      Jetzt sollen die alten „unabhängigen Kompetenzen“ durch neue „unabhängige Kompetenzen“ ausgetauscht werden und dann wird alles besser? Das ist doch kompletter Schwachsinn. Es geht bei diesem ganzen Kaspertheater nur um eines, nämlich um Verhinderung.
      .
      Kühne möchte einen, von ihm unabhängigen AR verhindern.
      Meier möchte eine weitere Kühne-Abhängigkeit verhindern, weil er dann nicht so könnte, wie er wollte.
      .
      Nach vorn gucken beide Parteien nicht, es geht nur darum, dem anderen einen Knüppel zwischen den Beine zu werfen

      • Kevin allein in Hamburg 8. November 2017 um 11:54 Uhr

        Auch genannt Profilierungsneurose.

        Profilneurotiker leben in Einklang mit sich selbst, schaffen es jedoch nur in der Welt zu überleben, indem sie sich selbiger wiederholt ins Bewusstsein rufen, auch wenn es der Umwelt unangenehm ist. Dazu kommt ein introvertiertes, durch scheinbar extrovertiertes Verhalten verdecktes, jedoch ständig auf Konfrontation ausgerichtetes Handeln. Dieses Handeln wird allgemein als ein übertriebenes Ego interpretiert bzw. von manchen als Persönlichkeitsstörung oder mangelndes Selbstbewusstsein. In Wirklichkeit strebt der Profilneurotiker danach, die als überlegen empfundene Umwelt zu provozieren.

        Streitsucht, verbale Exzesse und ein Hang zur Rechthaberei sind häufig zu beobachten.
        usw. usw.
        kann man alles googeln.

      • ausgegliedert 8. November 2017 um 12:10 Uhr

        So meinte ich das auch, eine Kontrolle bei Dingen wie überteuerten Transfers konnte ich nie erkennen, die sportliche Kompentenz eines Nogly als AR kann ich gar nicht beurteilen.

        Einen Heiland, der diesen unsäglichen Teufelskreis aus Macht und Eitelkeiten durchbricht, sehe ich allerdings auch nicht.

        Vlt. kann ein Gisdol dann am Ende der Saison noch sagen, sportlich hätte es gereicht.

    • Kevin allein in Hamburg 8. November 2017 um 11:50 Uhr

      Man muss eigentlich hoffen, dass Sie es endlich schaffen.
      dann hat dieses ganze Elend endlich ein Ende.

  15. Kerberos 8. November 2017 um 12:11 Uhr

    .
    Genau die aktuelle Problematik der Situation wurde bereits vor der Abstimmung zu HSV Plus thematisiert – nur wollte man es einfach nicht hören. Es geht nicht um die Frage „Kühne oder der Verein“ und auch nicht um Kompetenzen oder Konzepte. Es geht auf beiden Seiten einzig um die Durchsetzung persönlicher Interessen der Protagonisten.
    .
    Der Hafensänger stellt sich nun „seinen“ AR zusammen, der den nächsten Vorstandsvorsitzenden der AG bestellen wird und diesen mit einem entsprechend lukrativen Vertrag ausstatten kann. Es ist ein offenes Geheimnis, dass J. Meier diesen Posten bereits gerne gehabt hätte, nur wollte oder konnte sein Dienstherr (hier konkret der Erste Bürgermeister) die von J. Meier geforderte „Rückkehr-Garantie“ auf seinen Posten bei der HPA nicht geben. Und ohne dieses „Fangnetz“ wollte sich J. Meier verständlicherweise nicht auf den Schleudersitz als Vorstandsvorsitzender der AG mit einem von K. Gernand beherrschten AR setzen.
    .
    Das wird nun anders, wenn die „Freunde“ im AR einen entsprechend lukrativen Vertrag für den Vorstandsvorsitzenden J. Meier ausloben können und der Posten in der AG unter einem „befreundeten“ AR kein Schleudersitz für ihn mehr sein wird – da kann man dann auch gut auf eine mögliche Rückkehr zur HPA verzichten.
    .

  16. Saschas Alte Liebe 8. November 2017 um 12:18 Uhr

    Für beinahe jeden böte sich jetzt eine ausgezeichnete Gelegenheit, gerade noch rechtzeitig unbeschadet von Bord zu gehen. Man bräuchte nur die lapidare Feststellung, „diesem Club ist nicht zu helfen“ äußern und wäre raus aus dem Schneider.

  17. Gravesen 8. November 2017 um 13:11 Uhr

    Und immer immer wieder geht die Sonne auf…
    .
    https://www.youtube.com/watch?v=3BbXWD71eKA

  18. LeonadomitCabrio 8. November 2017 um 14:45 Uhr

    Die Frage, die ich mir stelle:
    Wer ist hier jetzt der böse Mann… Das scheint manchen gar nicht so klar zu sein.

    Die Hafendirne will ein linkes Ding abziehen und die e.V. Mische wieder in den AR holen( seine Getreuen um sich scharren) und Onkel Klaumi weiß sich wohl nicht anders zu helfen oder Druck aus zu üben als die gestrige Stellungnahme zu veröffentlichen. Da muss es doch vorher irgendwas an Gesprächen gegeben haben.

    Frage an Kerberos: Hat Kühne als Anteilseigner nicht irgendwie ein Informationsrecht, informiert man seine Geschäftspartner nicht irgendwie über das, was man vorhat ? Gebietet das nicht der gute Ton ?

    Für mich ist da irgendwas mächtig aus dem Ruder gelaufen.. Und verlieren tut wie immer der HSV…

    • Kerberos 8. November 2017 um 16:52 Uhr

      .
      Einen rechtlichen Anspruch auf einen Aufsichtsrat hat Kühne nicht. Die Hauptversammlung wählt die Mitglieder des Aufsichtsrats. Kühne kann als Eigentümer selbstverständlich einen Bewerber zur Wahl vorschlagen.
      .
      Selbstverständlich wird in der üblichen Praxis ein Eigentümer wie Kühne nach Absprache bei der Vertretung im AR berücksichtigt. Auch der Verein wollte ursprünglich vor einiger Zeit einen Vertreter Kühnes akzeptieren und in den AR wählen – nur eben nicht K. Gernand. Kühne hingegen bestand auf K. Gernand. Das Ergebnis ist die Machtprobe, die wir heute sehen können. Kühne will dann gänzlich verzichten und der Verein will nun gar keinen Kanditaten von Kühne unterstützen.
      .
      Alte und eitle Egos in einer Sandkiste – beide Seiten sind einfach zum kotzen – und alles natürlich zu Lasten des HSV.
      .

  19. hamuburgmini 8. November 2017 um 14:50 Uhr

    Moin Grave,

    schöner Beitrag, wie immer.

    Die Absichten, die Herr Meier verfolgt sind mir unklar. Es stellt sich die Frage nach dem persönlichen Nutzen, den er aus einer Position des HSV-Vorstands erzielen könnte. Falls Herr Kühne ernst macht und aussteigt, wird der HSV nicht nur gegen den Abstieg, sondern auch gegen eine Insolvenz kämpfen. Herr Meier wäre in der Folge vorerst gebrandmarkt und seine Person würde immer mit der Insolvenz des HSV’s in Verbindung gebracht.

    Seine heutige Jobbekleidung als „Hafenchef“ bringt ihn doch bereits in politische Nähe / öffentliche Präsenz sowie größeren Einflüssen, als daß er sie beim HSV mittelfristig hätte.

    Finanziell unabhängig ist er…
    http://www.zeit.de/2016/47/jens-meier-chef-hamburger-hafen
    https://www.abendblatt.de/wirtschaft/karriere/article109781600/Jens-Meier-Vom-Computerfreak-zum-Hafenchef.html

    Wo liegt genau die Intention diesen HSV-Job zu übernehmen, sich mit Kühne anzulegen, wenn er bis dato im „stillen Kämmerlein“ des AR’s ohne weiter aufzufallen auch mitbestimmen konnte, ohne sich die Finger öffentlich „schmutzig“ zu machen..

    Konntest Du mal in ein Gespräch mit Hrn. Meier führen? Wo liegt genau seine Agenda bei vorliegenden Tatsachen um den HSV?

    • Gravesen 8. November 2017 um 15:07 Uhr

      Zuerst einmal: Im Aufsichtsrat „arbeitet“ man ehrenamtlich, als Vorstandsvorsitzender kassiert man so zwischen € 600.000 (Bruchhagen) und € 2,5 Mio. (Beiersdorfer). Das könnte schon mal eine kleine Motivation sein, zumal als als Boss der Port Authority dies ganz sicher nicht hat.
      .
      Ein Gespräch mit mir wird Herr Meier sicher nicht führen (wollen).

      • HamburgerJung70 8. November 2017 um 15:41 Uhr

        2013 waren es knapp 311 TEUR; heute dürfte es etwas mehr sein:

        https://www.abendblatt.de/bin/scr-205571399.jpg

        Mehr Geld wäre es für M. somit auf jeden Fall. Und auf seiner alten Stelle wird es langsam ungemütlich, weil die Fragen nach seinen „Leistungen“ dort immer kritischer werden…

        • hamuburgmini 8. November 2017 um 15:47 Uhr

          Moin,
          ja, jedoch ist er bereits aus seinen vorherigen Positionen – samt Firmenverkauf – sehr gut situiert..

      • hamuburgmini 8. November 2017 um 15:44 Uhr

        Ja,
        der Geldfaktor ist hoch, unbestritten. Jedoch wäre dieser doch nur kurzweilig zu betrachten – Stichwort Insolvenz – zudem wäre eine Rückkehr in die Wirtschaft ebenso erschwert und der erarbeitete Ruf als „Mr. Smart-Hafenchef“ der freien und Hansestadt Hamburg auch dahin…

        Kann das jemand wollen, das kurzfristige, geldlockende Rampenlicht bei absehbarer Endlichkeit des Unternehmens?

        Der Verlierer ist so oder so der HSV, daß jedoch nicht erst seit heute, sondern vielmehr durch die komplett falsche Weichenstellung vor drei Jahren, hervorgerufen durch Kühne, Gernandt und seinem willigen Gefährten Beiersdorfer – wie Du es dargelegt hast.

  20. alterplusser 8. November 2017 um 16:21 Uhr