Diese Dummheit tut weh

Man stelle sich das einmal vor:

Da versorgen die Medien in Hamburg ihre Leser seit Jahren mit gezielten Halb-Information und zum Teil mit echten Erfindungen.

Da werden Personen (die Namen sind bekannt) über Jahre vorsätzlich geschützt, während andere vorsätzlich diskreditiert werden.

Da findet eine einseitige, größtenteils unfähige Hofberichterstattung statt, während im Volkspark bestimmte Vögel einen krummen Deal am nächsten drehen.

Da wird über wirklich alles berichtet, nur nicht über die Wahrheit.

Dann bricht das Kartenhaus zusammen und ein Schmierblättchen wie das Funke-Abendblatt imitiert die Mopo und fordert über ihren Unterschichten-Blog SchmocksEinöde aka Matz Ab die Einzeller zu einer Ur-Abstimmung auf, bei der der Leser entscheiden soll, ob mit Kühne oder ohne.

Und dann folgende diverse Proleten diesem Aufruf auch noch, weil sie zu dämlich sind, das perfide Spiel zu durchschauen. Andererseits beschweren sie sich darüber, dass sie nur unzureichend informiert werden und dann raffen sie nicht, wie sie benutzt werden. 

Diese komplett-Verblödung verursacht mir körperlichen Schmerz, aber der Vorgang zeigt wieder einmal überdeutlich:

Diese Anhänger haben genau diesen Verein so verdient, wie er ist!

Nebenbei bemerkt. Es ist einfach nur unfassbar, dass ein Investor und FAN des Vereins in der Lage sein darf, über den hauseigenen Kanal (HSV.de) seine Drohungen zu wiederholen, während sich der Verein selbst in Schweigen hüllt. Es geht einfach nicht mehr amateurhafter als beim HSV

Und ab jetzt gibt es richtig Feuer.

http://www.bild.de/sport/fussball/hsv/ohne-kuehne-wackelt-die-zweitliga-lizenz-53794700.bild.html

 

Von | 2017-11-09T07:27:29+01:00 9. November 2017|Allgemein|39 Kommentare

39 Comments

  1. ULRICH ANGENENDT 9. November 2017 um 07:23 Uhr

    Nicht aufregen, denn dieser Verein verschwindet bald von der Bildfläche. Für längere Zeit.

  2. Kugelblitz 9. November 2017 um 08:14 Uhr

    ich hab mich auch gefragt, warum auf der vereinseigenen seite kein interview mit bruchhagen veröffentlicht , sondern eine weitere plattform für die forderungen des investors geboten wird.

    und diese erneute zurschaustellung von macht wird trotzdem von vielen usern in den sozialen medien als zurückrudern oder relativieren des ganzen eingestuft. unglaublich.

    • Micha 9. November 2017 um 17:11 Uhr

      Bruchhagen steht als VV der AG zwischen Vereinspräsident Meier und Investor Kühne. Bruchhagen hat das Interview auf HSV.de initiiert, um Kühnes Kritik an den Vereins-Meiern zu unterstützen und Kühne seine Kritik an Bruchhagen vom Vortag relativieren zu lassen. Bruchhagens Ziel ist es, Meier in seinem Machtkampf gegen Kühne zu bremsen und Kühne als Investor zu halten, dessen Einmischungen aber möglichst zu begrenzen bzw. zu vertuschen. That’s HSV.

  3. ari13 9. November 2017 um 08:57 Uhr

    Ich verfolge den Quatsch seit drei Jahren zum Glück nur noch aus der Distanz. Bereits nach Gernants Antrittsrede war klar, dass hier etwas unfassbar schief laufen wird und dass hsv plus nicht umgesetzt werden wird. Als hsv plus Befürworter fanden meine Zweifel in den darauf folgenden Monaten Nahrung und dann bin ich aus dem Verein ausgetreten. Seit dem kann ich distanziert auf das Geschehen gucken. Beim hsv gibt es grundsätzlich immer zwei Lager, meist Idealisten, die nicht zusammen passen und sobald die jeweils andere Seite etwas von sich gibt, schlägt man sich verbalen Knüppel die Köpfe ein. Teilweise ist das Theater belustigend zu beobachten, andererseits macht es mich traurig, weil es dem Verein geschadet hat und immer weiter schadet. Entweder ist man für eine Seite oder dagegen. Dazwischen gibt es keinerlei Position die vernünftig argumentiert. Hsv plus hatte in den Anfängen die Hoffnung ausgelöst, dass sich etwas ändert. Aber hsv plus wurde nicht umgesetzt, weil sich Eitelkeit und Gier eingeschlichen haben. 

    Ich finde es bewundernswert dass Grave sich das jeden Tag antut und den intelligenten und kritischen Fan informiert. Aber ähnlich wie bei Football leaks, den Panama papers und jetzt den Paradise papers interessiert sich leider nur eine Minderheit dafür. 

    Wenn Kühne jetzt hsv plus 2.0 fordert, bin ich nicht dabei. Wenn die Vereins-Meier Kühne loswerden wollen bin ich nicht dabei. Man braucht eine dritte Saite um den Verein wieder auf eine gesunden Weg zu führen, aber die gibt es nicht. Lizenzentzug und Abstieg werden jetzt die Folge sein. Aber wer weiß wofür es gut ist. Vielleicht, um alle Personen loszuwerden die den Verein lähmen und um etwas Neues zu schaffen. 

  4. Sag' Tschüss Dino 9. November 2017 um 09:06 Uhr

    Ich sehe es wie Ulrich. Dieser HSV geht mir emotional schon lange an der Rosette vorbei und ich kann mittlerweile niemanden mehr verstehen, den diese Zustände noch aufreiben.
    Journalist: Als solcher wäre mir schon lange die Lust vergangen, über den Verein zu berichten.
    Hafenmeier & Co: Soweit ich das beurteilen kann, macht der Meier sonst einen guten Job. Inkl. des echten Lebens sollte man mit diesem Job ausgelastet genug sein, um nicht noch Energie beim HSV zu verschwenden.
    Gönner: Wenn ich annähernd so viel Kohle hätte, würde ich mir einen Lenz machen, mir schon mit einem kleinen Bruchteil dessen, was Kühne im HSV versenkt hat, einen netten Lebensabend machen, anstatt mir dieses bocklose Gekicke und die grottige Vereinsführung anzutun.
    Fans: Vor langer Zeit war ich mal enttäuscht, aus beruflichen Gründen nicht am Wochenende ins damals noch alte Stadion zum HSV gehen zu können. Mittlerweile genieße ich freie Wochenenden lieber und je mehr ich von dieser Fanzszene mit kriege, desto weniger möchte ich mit solchen Orks im Stadion stehen.
    Man entdeckt viele schöne Dinge, die man tun kann, anstatt sich über dieses unsagbare Dauerelend HSV zu grämen oder es gar live zu ertragen. Mir könnte man eine Dauerkarte schenken und ich würde sie gegen Tickets für Zoo oder Wildpark tauschen und mir lieber Fischotter oder Orang Utans anschauen, als in die Nordkurve zu tippeln.

    Nur der HSV? DER HSV? Dieser HSV?

    Am A… – bis Honig kommt; Und das schon lange!

  5. Matthias 9. November 2017 um 09:06 Uhr

    Diese Anhänger unterscheiden sich nicht von den Anhängern der anderen Bundesligisten.
    Mein Sohn hatte sich einen Stadionbesuch beim HSV gewünscht. Gegen Stuttgart sind wir also ins Stadion gegangen. Ich denke wir können alle nachvollziehen, was der Kleine nach dem Spiel empfunden hat.
    Mein Sohn und ja, auch diese Anhänger, haben einen gut geführten HSV verdient!
    Jede weitere verpasste Chance dazu, verursacht auch bei mir körperlichen Schmerz.

  6. Herbert Plamböck 9. November 2017 um 09:27 Uhr

    http://www.hsv.de ist aber nicht die vereinseigene Seite des e.V., laut Impressum ist die Fusball AG der Herauageber,

    s. hier: https://www.hsv.de/hinweise/impressum/

  7. Skeptiker 9. November 2017 um 11:26 Uhr

    Seht euch nur mal diesen Müll an. Was labert dieser sogenannte Journalist für einen Blödsinn? Die Äußerungen Kühnes kämen mal wieder zur Unzeit, denn dem HSV ginge es doch aktuell ganz gut. Schließlich habe man doch das letzte Spiel gewonnen und außerdem noch Fiete Arp. Hat der Sie noch alle? Dann noch die Krönung: Deutschland würde inzwischen schon „ein bisschen“ über den HSV lachen. Diese Dummheit tut echt weh. Genau diese windelweichen Sportjournalisten sind für die Situation des HSV mitverantwortlich.

    https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/Nach-Kuehne-Drohung-Wie-geht-es-weiter-beim-HSV,hamj61436.html

    • Gravesen 9. November 2017 um 12:38 Uhr

      Absolut lächerlich

      • alterplusser 9. November 2017 um 14:53 Uhr

        Hallo Gravesen, ich will noch mal auf gestern, bzw. die Forderung Kühnes hinsichtlich „Entscheidungsfreudigkeit im Bezug auf Müller, sowie Arp“ eingehen.

        Dass man ziemlich zügig mit Arp verlängern sollte steht wohl außer Frage- eher ob er momentan noch gewillt ist,
        in einem Verein zu spielen, der sich selber auseinander nimmt !

        Und warum nicht für ein Jahr mit Müller verlängern, um zu sehen, wie dieser sich nach seiner Verletzung
        macht ?

        Wir sind uns sehr wahrscheinlich darüber einig, dass ohne Kühne das Licht ausgeht – oder ?

        Gruß

        • Gravesen 9. November 2017 um 16:04 Uhr

          Mit Müller (dann fast 31) zu erhöhten Bezügen zu verlängern ist krank und kann nur von einem Fan wie Kühne kommen. Ich würde heute bereits fast eine Wette eingehen, dass Fiete Arp spätestens 2019 in München spielt.

          • alterplusser 9. November 2017 um 16:26 Uhr

            Bei Müller ging es mir um ein Jahr, natürlich bei weit geringerem Gehaltsbezug.

            Betreffend Arp würde ich anstelle zu Bayern lieber nach Leipzig oder nach Freiburg wechseln !

  8. Kerberos 9. November 2017 um 13:32 Uhr

    .
    Weil man soviel dummes Zeug liest (angefangen bei Lars49) hier betreffend Hafensänger Meier zum besseren Verständnis: Meier ist weder ein verbeamteter Behördenleiter mit „mickrigen“ Gehalt von A15 noch wird sein Vertrag bei HPA nicht verlängert. J. Meier hat einen frei ausgehandelten Vertrag als Geschäftsführer der HPA. Die HPA wird zwar gerne als „interdisziplinäre Behörde“ verstanden, ist jedoch eine Körperschaft (Anstalt des öffentlichen Rechts) vergleichbar der ARD – und hier wird sehr ordentlich verdient. Und J. Meier hat gerade letztes Jahr seinen Vertrag bei der HPA für weitere 5 Jahre bis 2020 verlängert.
    .
    Und dies ist ja gerade die „Zwicke“ für J. Meier: er sucht keinen neuen Job, weil er keinen Job hat – er will sich dauerhaft gesichert verbessern. Und hierfür benötigt er eben zwingend als Vorstand der AG seine uneingeschränkte Hausmacht im AR. Vetternwirtschaft in Reinkultur einzig zur Befriedigung persönlicher Begehrlichkeiten.
    .

    • alterplusser 9. November 2017 um 15:06 Uhr

      In welcher Liga würde bei einer Insolvenz der HSV antreten dürfen ?

      • Gravesen 9. November 2017 um 16:02 Uhr

        Wahrscheinlich in der 4.

        • alterplusser 9. November 2017 um 16:28 Uhr

          … und wenn die zweite Mannschaft aufsteigt könnte man doch in der dritten Liga spielen – oder ?

          Quasi den Resetknopf drücken !

          Oder ?

        • Heidelberger 9. November 2017 um 16:40 Uhr

          Hallo Grave,

          aber muss der Verein nicht noch eine gewisse Zeit uneingeschränkt für die Verbindlichkeiten der ausgegliederten AG haften? Ich glaube es waren insgesamt 5 Jahre.

          Ich denke Kerberos kann das besser beantworten. Doch wenn dem so ist, dann wäre der Verein im Falle einer Insolvenz der AG ebenfalls insolvent und würde damit genauso von der Bildfläche verschwinden wie die AG.

          Gäbe es dann eigentlich noch einen HSV e.V.?

          Ich glaube mittlerweile, dass Kühne den Karren jetzt absichtlich gegen die Wand fahren lässt, um anschließend die Markenrechte sowie den Namen aus der Insolvenzmasse heraus zu lösen. Zusätzlich sichert er sich dann noch eine Lizenz für Liga 4. Anschließend beginnt er dann nach seinen Vorstellungen neu. Ich weiß, das klingt sehr weit hergeholt. Doch welchen anderen Grund sollte sein Gebaren haben.

    • Kerberos 9. November 2017 um 19:19 Uhr

      Korrektur: zum HPA-Vertrag von Jens Meier muss es richtig heißen „Und J. Meier hat gerade vorletztes Jahr seinen Vertrag bei der HPA vorzeitig auf weitere 5 Jahre bis 2020 verlängert.“ – Man, wir haben ja schon 2017, sorry.

  9. alterplusser 9. November 2017 um 15:03 Uhr

    Des weiteren würde mich interessieren, was im Falle einer Insolvenz mit den Rückzahlungen an Herr Kühne passiert !?!

    Wie könnte ein Szenario „zweite Liga“ oder gar „dritte Liga“ aussehen ?

  10. ZeroCool 9. November 2017 um 15:54 Uhr

    . „Ich bin mit Jens Meier im Gespräch. Er weiß, dass die Herausforderungen im Hafen seine ganze Konzentration und Kraft benötigen. Diese Aufgaben müssen Priorität vor anderen Aktivitäten haben“, sagte Hamburgs Horch dem Radiosender „NDR 90,3.“ Eine klare Aufforderung an Meier, zügig reinen Tisch zu machen – und seinen Job nicht darunter leiden zu lassen.

    Wenn man sich die Connection (oder einfach nur das Bild) hier ansieht…
    https://www.welt.de/regionales/hamburg/article143396520/Hamburger-Senat-ehrt-Unternehmer-Klaus-Michael-Kuehne.html

    Das ist so House of Cards-mäßig… allerdings reine Spekulation

  11. Micha 9. November 2017 um 16:47 Uhr

    „Und Ehefrau Christine sagte auf Nachfragen: „Wenn er sich einer Sache annimmt, zieht er es von vorne bis hinten durch. Ein anderer würde aufgeben, dass macht er nicht. Er hat immer Erfolg.“ “

    Diese Aussage kann auch bedeuten, dass Kühne Erfolg haben wird, wenn sein Ziel plötzlich der tiefst mögliche Abstieg des HSV sein sollte. Attention!

  12. Wenzel 9. November 2017 um 17:08 Uhr

    Soo spekulativ sehe ich das gar nicht.
    Die machen sich ja gar nicht mehr die Mühe, verborgen zu handeln. Ist halt Pfeffersack-Territorium in Stellingen.
    Alle wollen sich auch weiterhin in der Höllen-Sonne braten und eine Loge durch Gefälligkeiten.abzuschnorren.

    Seit 2 Jahren muß auch ich mich mit einer drohenden Insolvenz beschäftigen, und zwar 24/7.
    Nähme ich jetzt noch einen Kredit auf und ginge dann pleite, wäre ich am Arsch wegen Insolvenzverschleppung, so posthum geschehen bei meinem Schwiegervater.
    Nicht so beim „Nur der H$V“, da wird weiter geschnorrt, u.a. auch mit Hilfe des Staates.

    Jeder Kreisligist, der 10k Unterdeckung hat, wird abgemahnt oder gleich entfernt.
    „Nur der H$V“ hat das tausendfache, wird aber gepampert durch Dummschwätzer, „Prominente“ oder Politiker.
    Und dann noch auf dicke Hose machen, das Maß an Realitätsverlust ist schon lange übertreten.

    Dieser „Verein“ gehört abgeschafft, DFB/DFL kriegen das nicht gebacken, er sollte es aus eigener Kraft tun.
    Sportlich werden wohl wieder 3 blödere im Spiel sein, finanziell wird wieder genügend in die Rosette gesteckt.

    Ich sehe schwarz, die bleiben drin, die Unsympathen werden wir nicht los…..

  13. Kerberos 9. November 2017 um 17:18 Uhr

    .
    Thema „Insolvenz“: eine mgl. Insolvenz hat nicht zwingend eine Lizenzversagung zur Folge. Es ist sogar möglich, dass eine Lizenzerteilung nur durch eine Insolvenz möglich wird, da hierdurch die Verbindlichkeiten und die daraus resultierenden Verpflichtungen entfallen können. Entscheidend ist für eine Lizenzerteilung nach Insolvenz, ob der Spielbetrieb gewährleistet werden kann. Und hier kommt dem Insolvenzverwalter eine gewichtige Rolle zu und ob die Gläubigerversammlung dem Insolvenzplan des Insolvenzverwalters zustimmt.
    .
    Jüngstes Beispiel hierfür ist aktuell der VfR Aalen in der 3.ten Liga. Der Spielbetrieb konnte im Frühjahr 2017 nur durch eine Insolvenz aufrecht erhalten werden. Die Lizenz 2017/18 für die 3.te Liga wurde vom DFB trotz Insolvenz-Verfahrens danach noch ohne Auflagen erteilt.
    .
    Problematisch ist lediglich der mit der Insolvenz einhergehende Punktabzug von 9 Punkten. Maßgeblich ist hier der Zeitpunkt der Insolvenz – ob also der Punktabzug im laufenden Ligabetrieb erfolgt (und dies hat zumeist einen Abstieg zur Folge) oder bei Insolvenz nach dem Ligabetrieb der Punktabzug für die kommende Spielzeit vorgenommen wird.
    .
    Und ja, der Verein steht 5 Jahre für die ausgegliederte AG in der Haftung. Es macht schon Sinn, dass der Verein sich im Mai diesen Jahres „überraschend“ von seinen Geschäftsführer „mit der Raute im Herzen“ Jörn Spuida trennte und den sturmerprobten Banker Michael Papenfuß (ehemaliges Vorstandsmitglied u.A. bei der Bay. HypoVereinsbank und der Vereins- und Westbank) als neuen Geschäftsführer verpflichtete.
    .
    Fraglich dürfte auch sein, ob ein Insolvenzverwalter Forderungen eines K-M Kühne überhaupt anerkennen wird oder diese als Gesellschafterdarlehen und somit verdecktes Eigenkapital einstuft. Denn dann säße K-M Kühne nicht einmal in der Gläubigerversammlung und es blieben als Finanz-Verbindlichkeiten lediglich das Schuldscheindarlehen (€ 40 Mio) und die Fan-Anleihe (€ 17,5 Mio) – wobei auch die Eventual-Verbindlichkeiten gegenüber K-M Kühne aus den Spielerfinanzierungen gegenstandslos würden.
    .
    In diesem Zusammenhang verweise ich stets auf die Rechtsprechung des BGH vom 26.03.1984 – II ZR 171/83 (amtlicher Leitsatz zu (b)): „Die vom Senat entwickelten Grundsätze über die Behandlung kapitalersetzender Gesellschafterdarlehen sind auf eine Aktiengesellschaft sinngemäß anzuwenden, wenn der Gläubiger an ihr unternehmerisch beteiligt ist. Davon ist regelmäßig bei einem Aktienbesitz von mehr als 25 % des Grundkapitals auszugehen. Bei einer darunter liegenden, aber nicht unbeträchtlichen Beteiligung kann ein Gesellschafterdarlehen als haftendes Kapital einzustufen sein, wenn die Beteiligung in Verbindung mit weiteren Umständen dem Gläubiger Einfluß auf die Unternehmensleitung sichert und er ein entsprechendes unternehmerisches Interesse erkennen läßt.“
    .

    • Saschas Alte Liebe 9. November 2017 um 18:28 Uhr

      Verstehe ich das richtig, dass Kühne im Insolvenzfall nicht verlustfrei sein würde ?
      Falls ja, in welcher Größenordnung würde sich das bewegen ?
      Und, falls ja, könnte es ein Szenario geben, indem dies sogar zu einer Art Druckmittel gegen ihn werden könnte, d.h. er evtl. auch zu weiterer Unterstützung gedrängt wäre, obwohl er wenig bis keinen direkten Einfluss im AR hätte ?

      • Kerberos 9. November 2017 um 18:58 Uhr

        .
        Ein „kapitalersetzendes Darlehen“ ist verdecktes Eigenkapital der AG. Es ist eine stille Beteiligung am Unternehmen, die zwar am Gewinn der AG über eine Dividenden-Ausschüttung beteiligt wird, jedoch kein Stimmrecht besitzt und im Fall einer Insolvenz genau wie das (Aktien-)Eigenkapital behandelt wird – es „verschwindet“ mit den Verlusten der AG.
        .
        K-M Kühne hat sich stets über seine „Darlehen“ als patriarchischer Unternehmer gegenüber der AG gebärdet – operative und personelle Bedingungen nach seinem Gusto, die weit über eine übliche Darlehensbesicherung hinausgingen, in der AG durchgesetzt. Da wird er es eventuell hinnehmen müssen, dass er in der Insolvenz eben wie ein (stimmrechtloser) Unternehmer behandelt wird.
        .
        Schließlich kommt es entscheidend auf den Regelungsgehalt eines Vertrages und dessen Wirkung an und nicht auf die Überschrift zu diesem Vertrag. Ein Vertrag ist also nicht bereits deshalb ein Darlehensvertrag, nur weil über einen Vertrag das Wort „Darlehensvertrag“ geschrieben wird.
        .

        • Saschas Alte Liebe 9. November 2017 um 20:42 Uhr

          Danke!
          Das lässt seine „Waffen“ ein wenig stumpfer bzw. zweischneidiger erscheinen.
          Und „Insolvenz“ verliert u.U. etwas den im Fanvolk sehr verbreiteten Horrorcharakter.

    • Micha 9. November 2017 um 23:31 Uhr

      Einem „BinMladen“ stehe ich schon vom Namen her äußerst skeptisch gegenüber. Wenn Kerberos sich geirrt hat, wird er das korrigieren. „Kompletten Unsinn“ hat Kerberos hier noch nie verzapft, im Gegenteil, Kerberos hat mit viel Engagement sehr gute und informative Blogs geschrieben, und sein Wissen, selbst wenn es punktuell mal halb sein sollte, ist absolut ungefährlich. Ich werte diesen Kommentar bis auf weiteres als Spam.

    • Kerberos 10. November 2017 um 00:20 Uhr

      .
      Man – Du verstehst ja selbst Wikipedia nicht. Versuch es doch nicht ständig immer wieder und konzentriere Dich besser auf Deinen Hauptschulabschluss im zweiten Bildungsweg..
      .
      Bei dem zitierten BGH-Urteil geht es im Wesentlichen um die mögliche „Unternehmer-Eigenschaft“ eines Aktionärs einer AG, der unter 25% der Anteile hält.
      .
      Dies ist entscheidend für die Frage, ob es sich bei der Darlehensgewährung eines Aktionärs um verdecktes Eigenkapital oder um Fremdkapital handelt. Eine entscheidende Frage für die Bilanz und später für ein mgl. Insolvenzverfahren – das GmbH-Gesetz und das MoMiG sind an dieser Stelle vollkommen irrelevant.
      .
      In der Insolvenz werden grundsätzlich zuerst ALLE „Zuwendungen“ von Aktionären an die AG als nachrangig behandelt, können daher im ersten Zug der Insolvenz vom Aktionär nicht als Forderung angemeldet werden. Im ersten Zug der Insolvenz kann ein Aktionär nicht Gläubiger der AG sein/werden.
      .
      Im zweiten Zug der Insolvenz (also nach Befriedigung der Gläubiger und Kostenausgleich aus dem ersten Zug der Insolvenz) fordert das Insolvenzgericht nun diejenigen Aktionäre mit als Fremdkapital gewährte Darlehen zur Anmeldung ihrer (nachrangigen) Forderungen gegen die AG auf. Nun können auch diese Aktionäre Gläubiger der AG sein/werden.
      .
      Die Aktionäre hingegen, die der AG als „Darlehen“ apostrophiertes verdecktes Eigenkapital zur Verfügung gestellt haben, werden vom Insolvenzgericht nicht zur Anmeldung nachrangiger Forderungen aufgefordert. Denn hier wurden die „Zuwendungen“ der Aktionäre an die AG als Eigenkapital qualifiziert; entscheidend ist dabei die „Nähe“ des Aktionärs zur AG und die Umstände der „Gewährung“ der Zuwendungen; u.A. eine Unternehmer-Eigenschaft des Aktionärs oder z.B. der Verzicht auf eine Besicherung der als „Darlehen“ gewährten Zuwendungen. Da eine Forderungsanmeldung bei Aktionären nur nach Aufforderung zur Anmeldung durch das Insolvenzgericht möglich ist, werden diese Aktionäre (mit verdecktem Eigenkapital) also zu keiner Zeit Gläubiger der AG.
      .
      Sind die „Zuwendungen“ des K-M Kühne an die AG als verdecktes Eigenkapital zu qualifizieren, kann er – auch nicht durch nachrangigige Forderungen – Gläubiger der AG in einem Insolvenzverfahren werden.
      .
      Ob Du es kapierst oder nicht, aber so ist das.
      .

      • Kerberos 10. November 2017 um 00:29 Uhr

        Korrektur:
        .
        Sind die „Zuwendungen“ des K-M Kühne an die AG als verdecktes Eigenkapital zu qualifizieren, kann er – selbst durch nachrangige Forderungen – eben N I C H T Gläubiger der AG in einem Insolvenzverfahren werden.

    • Dirk45 10. November 2017 um 14:59 Uhr

      „wenn die Beteiligung in Verbindung mit weiteren Umständen dem Gläubiger Einfluß auf die Unternehmensleitung sichert und er ein entsprechendes unternehmerisches Interesse erkennen läßt.“
      .
      Würde bedeuten, wenn der HSV die Kühnedarlehen nicht zurückzahlen müsste, müsste die DFL eigentlich wegen Verstoßes gegen 50+1 einschreiten.

  14. Micha 9. November 2017 um 17:25 Uhr

    Danke für deine lehrreichen Kommentare zu den Themen Insolvenz, (gestern) Verkehrswert Stadion und Hafensänger-Cliquenwirtschaft.

  15. Wenzel 9. November 2017 um 19:32 Uhr

    Von mir auch vielen Dank.
    Obwohl ich Jurist bin – wenn auch kein tätiger -. die roten Bücher habe ich alle im Schrank.
    Ich sehe das Ganze jedoch nicht aus juristischer Sicht, sondern aus der eines Fußballbegeisterten.

    Daher stellt sich das für mich dar, daß hier Lücken gesucht und gefunden werden, die dem Normalbürger nicht zustehen.
    Nur weil hier ein Firmenformat (KGaA) und dessen Lücken ausgenutzt werden, macht es das für mich nicht sympathischer, sondern eher unerträglich.

    Und genau das ist es, was mir diesen „Verein“ unerträglich macht:
    – Sport? – Nebensache.
    – Geld? Brauchen wir um zu überleben und die Nebensache halbwegs laufen zu lassen.
    – Von wem? – Egal, irgendwas geht immer.

    Widerlich, abgenutzt und von Spacken unterstützt…
    Machts wie William Wallace, lasst Euch vierteilen und in jerder Himmelsrichtung in HH verteilen.
    Oder steigt einfach ab!

  16. Micha 9. November 2017 um 20:13 Uhr

    Da die Frage „Ist Kühne senil?“ im HSV-Umfeld aufgetaucht ist, hier ein Link zu einem wie ich finde eindrucksvollen Interview von 2017 – welcher 80-Jährige kann mit einer derartigen Übersicht und Klarheit über eine Vielfalt logistischer Projekte sprechen?

    https://www.youtube.com/watch?v=Oiq2zEMUIF4

    Umso erstaunlicher die Außenwirkung von Kühnes Kommunikation mit den HSV-„Praktikern“.

    • Skeptiker 9. November 2017 um 23:43 Uhr

      Jetzt kommen sie wieder aus ihren Löchern gekrochen. Der Schweber, Hunke – alle wieder da. Fehlen nur noch sinnbefreite Kommentare von Ertel und Liebnau.

  17. Gravesen 9. November 2017 um 20:40 Uhr

    Gisdol ist ein echter Komiker 😀
    .

    „Wir sind zuletzt gut damit gefahren, die erste Woche in Länderspielpausen sehr intensiv zu gestal