Die Situation ist nahezu ausweglos

An dieser Stelle man etwas Grundsätzliches.
 
Im Zuge des Aufsichtsrats-Debakels wird immer wieder, auch und besonders von Seiten der Medien, ein Szenario gespielt, welches dem HSV in Person des Herrn Meier erlauben würde, die Geschäfte auch ohne Klaus-Michael Kühne weiter zu führen. Dabei wird dann vermutet/gehofft:
 
Eventuell hat Meier ja neue, andere „Geldgeber“ in der Hinterhand…
 
Die Frage, was diese „Geldgeber“ tun sollten bzw. können, stellt sich kaum jemand, jeder sieht nur eine neue externe Geldquelle sprudeln. Dazu aber wird es nicht kommen, weil es nicht kommen kann. Die Fakten besagen, dass die HSV Fußball AG nur noch über ca. 1 % der eigenen AG-Anteile verfügt und diese an einen Investoren veräußern könnte, der Rest ist weg. Kühne hält mehr als 20% der Anteile, die anderen Prozente teilen sich in Klein-Aktionäre auf.
 
Nun wurde das Geld, welches man mit dem Verkauf der Anteile eingenommen hatte, nicht gewinnbringend angelegt, im Gegenteil. Es wurde leichtfertig und vorsätzlich von den Herren Beiersdorfer und danach Bruchhagen investiert und verbrannt.
 
Keine Entschuldung, keine Werterhaltung oder gar Steigerung.
 
Nun also der erhoffte letzte Rettungsanker, mit dessen Hilfe man hofft, sich vom unberechenbaren und launischen „Gönner“ lösen zu können, ein neuer „Gönner“. Nur – was sollte dieser neue „Gönner“ denn tun? 
Schenken wird niemand dem HSV irgendwas und investieren kann man kaum noch, da kaum noch Anteile zu erwerben sind. An Transfers darf sich keine externe Kraft mehr beteiligen und Gehälter können auch nicht extern übernommen werden. Mit anderen Worten: Ein neuer Geldgeber hat überhaupt keine Möglichkeit, dem HSV Mittel zukommen zu lassen.
 
Es bliebe nur die eine Chance, dass es jemandem gibt, der bereit wäre, Kühne dessen mehr als 20% Anteile abzukaufen, aber warum sollte Kühne das machen? Und was hätte der HSV davon, wenn die bereits verkauften 20% einem anderen „Gönner“ gehören würden? Eben, nichts. Das Problem des HSV ist, dass er Gelder aus eigener Kraft generieren muss.
 
Aus dem Verkauf von Spielern
 
Durch eine Verbesserung in der Tabellen und damit eine Erhöhung der TV-Einnahmen.
 
Andere Möglichkeiten stehen dem Verein nicht mehr zu Verfügung, es sei denn, man erhöht den Anteil der zu verkaufenden Anteile auf € 49,9% und so wie es aussieht, wird dem Verein gar nichts anderes übrig bleiben. Dies wäre allerdings die endgültige Bankrott-Erklärung, aber wen würde es eigentlich noch stören?
Für mich steht heute, am 11.11.2017 nur eines mit absoluter Sicherheit fest: Nach dem Pamphlet des Herrn Kühne, welches er ohne Not aus eigenem Antrieb an die Medien gab, anstatt die Thematik intern zu regeln, gibt es kein Zurück mehr.
Kein Zurück zu einer Zusammenarbeit mit Kühne, denn dafür waren die Äußerungen und „Forderungen“ zu deutlich.
Kein Zurück mehr für Gernandt in den Aufsichtsrat
Die Situation ist weitaus dramatischer, als es sich viele eingestehen wollen und die Konsequenzen werden wir spätestens im Mai 2018 zu spüren bekommen. Spätestens.
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By the way, da fällt mir noch was ein. Ich zitiere Münchhausen „de Vrij van Gaal Relaunch Eidgenosse Spendenbeschiss“ Scholz, der mit dieser Meinung scheinbar nicht allein ist:
Zudem müssen zwei Vertreter aus dem Fußball dabei sein. Ein Marcell Jansen ist ein Schritt nach vorn, aber er reicht noch nicht.
Warum, zur Hölle, sollte ein Aufsichtsrats-Mitglied Marcell Jansen ein „Schritt nach vorn sein“? Was befähigt den ehemaligen Kabinen-Schnacker und BILD-Freund Jansen dazu, in diesem Gremium zu sitzen? Außer vielleicht seine Nähe zu verschiedenen Medien des Axel-Springer-Verlages? Soll man irgendwann einmal irgendwo lesen, „Marcell Jansen hat den Aufsichtsrat nie geliebt“?
Von | 2017-11-11T09:57:07+01:00 11. November 2017|Allgemein|34 Kommentare

34 Comments

  1. LeonadomitCabrio 11. November 2017 um 10:02 Uhr

    Moin Grave,

    ich vermute, es wird eine ähnliche Schlammschlacht geben, wie seinerseits bei 1860.
    Es ist bitter, was man aus dem Verein gemacht hat.
    Der erste vernünftige Name, den ich zur Zeit lese, war bei Daniel Jovanov, der Bernd Hoffmann ins Spiel bringt..
    Mai 2018 wird der von dir vorausgesehene Knall kommen.

    • Gravesen 11. November 2017 um 10:08 Uhr

      Hoffmann 🙂 Und was sollte Bernd dann machen? Im Aufsichtsrat mit Marcell Jansen und Herrn Luther sitzen und merken, dass es nichts mehr zu kontrollieren gibt?

      • BerndH60 11. November 2017 um 10:26 Uhr

        Selbstverständlich wäre die Position AR für Hoffmann falsch.
        Neuer AR, dann Hoffmann VV.
        Bernd Hoffmann traue ich als Einzigem zu entweder Kühne in den Griff zu bekommen in dem er intern glaubwürdig mit der Insolvenz droht oder den HSV über den von dir aufgezeigten Weg aus der Abhängigkeit befreit.

        • Launi 11. November 2017 um 13:15 Uhr

          Was soll Hoffmann ohne einen gescheiten Sportdirektor machen?

  2. LeonadomitCabrio 11. November 2017 um 10:18 Uhr

    Ich hab ja nur gesagt, geschrieben, dass es der erste vernünftige Name ist…
    Das Hoffmann allein nichts mehr bewirken kann wissen wir doch längst.. Der Zug ist abgefahren und wir warten nur auf den Tag, wo der Rauchpilz aus der Sylvesterallee aufsteigt…

  3. Michael 11. November 2017 um 10:32 Uhr

    Ich sehe auch keinen wirklichen Ausweg. Weitere 25% der Anteile zu verkaufen, ist nur ein scheinbarer Ausweg. Wer bitteschön, soll mit der Kohle dann vernünftig umgehen? Wer soll der Käufer sein? Der große Unbekannte, der Chinamann?
    Die egoistischen und unfähigen Pappnasen stellen unfähige und egoistische Pappnasen ein, die den Laden weiter kaputtmachen.
    Es kann gut sein, dass es in Kürze trorzdem darauf hinausläuft. Als letzter Versuch.

  4. LeonadomitCabrio 11. November 2017 um 10:49 Uhr

    Man wird und MUSS den Laden bis 49 % verscherbeln, um die zweckentfremdete Anleihe auszahlen zu können (die wird doch nächstes Jahr fällig?) … Also alles für nichts und wieder nichts verpulvert…

  5. Sven 11. November 2017 um 11:16 Uhr

    Für einen zusätzlichen Großinvestor mit Plan besteht die Crux imho darin, einerseits im Stile einer Rettungsinsolvenz mit diesem Personal durchgreifen zu müssen (plus einem irrlichterndem KMK im Gepäck), andererseits den Schein der Unabhängigkeit ggü der DFL aufrecht zu erhalten. – Diese Saison ist für das Geschäftsmodell KMK-Gernandt-Bruchhagen-Wettstein game over…

  6. Gravesen 11. November 2017 um 13:40 Uhr

    Auch das gehört zur Sport-Landschaft in Hamburg und der Berichterstattung über den HSV dazu und ist ein Merkmal für vieles – die bewusste Veralberung des Lesers. Nach Relaunch-Lüge und Spendenbeschiss arbeitet das Abendblatt nun mit dem Mittel der Zweit-bzw- Resteverwertung.
    .
    https://www.abendblatt.de/sport/fussball/hsv/article212509989/Wie-oft-sollen-HSV-Profis-trainieren.html
    .
    https://hsv-blog.abendblatt.de/2017/11/10/26663/

  7. Gravesen 11. November 2017 um 13:47 Uhr

    Mal wieder schön abgeschrieben, GeschlechtsVerkehr1977

  8. Ex-HSVer im Herzen 11. November 2017 um 15:11 Uhr

    Wer soll denn bitte noch Anteile an diesem maroden Insolvenzkandidaten kaufen? Ohne Kühne hätte der HSV immer noch keine Investoren (die anderen sind für mich Liebhaber). Das waren ausschliesslich emotionale Gründe. Keiner wird Anteile eines Unternehmens übernehmen, das jedes Jahr zweistellige Millionen-Verluste erwirtschaftet ohne Aussicht auf Verbesserung und wo schon alle Aktiva belastet sind.

    Ich gehe aber jede Wette ein, dass dieses Thema überhaupt nicht mehr relevant ist, wenn am nächsten Samstag wieder Bundesliga ist. Außerdem interessiert es den gemeinen Fan sowieso nicht. Für den wird schon alles gut. Denn man ist ja auf dem richtigen Weg.

    Ich kann es nicht nachvollziehen, warum man in der jetzigen Situation nicht jeden Tag Knüppelhart trainiert. Standards, Taktik, Schwächen beseitigen. Denn wirklich viele Spieler müssen ja momentan nicht abgestellt werden. Da gebe ich Sonntags frei und ansonsten malochen bis die Füße und die Birme qualmt. Bei einem Durchschnittsgehalt von 1 Million € ist so etwas doch nicht so viel verlangt. Ich kenne so viele Freunde, die aufgrund wirtschaftlicher Probleme in ihren Firmen für 2000-4000 brutto Überstunden ohne Ende schieben müssen oder der Laden fährt gegen die Wand. Aber hier ist das nicht möglich. Alles nur noch krank

    Und mal ehrlich zu den anderen Blogs: wer liest das noch ausser 100 Hardcore Fan(atiker)s! Die Minuten, die es kosten würde, bohre ich lieber in der Nase.

  9. Kerberos 11. November 2017 um 16:27 Uhr

    .
    Genau SO ist es. Die haben dem K-M Kühne im Sommer noch die letzten Anteile umgehängt, damit die Transfers finanziert und ihm jetzt ´ne Nase gedreht (weil Darlehen wegen der Lizenz und mgl. Überschuldung nur schwer darstellbar ist). Man hat weder für Kühne noch für einen anderen Investor aktuell Verwendung.
    .
    Nachvollziehbar, dass der Alm-Öhi solch einen Veit-Tanz aufführt. Das war von K-M Kühne weder eine Drohung noch eine Erpressung – das war die Endabrechnung eines Genarrten mit „seinem“ HSV.
    .
    Und jede Wette: der Märchenonkel strickt bereits schon an der nächsten Fan-Anleihe. Er wird es wieder Restrukturierung der Verbindlichkeiten nennen. Man wird aber schlicht alte Schulden (alte Fan-Anleihe) mit neuen Schulden bedienen. Und natürlich bei der neuen Fan-Anleihe noch eine ordentliche Schippe drauflegen – think big!
    .

    • Micha 11. November 2017 um 16:58 Uhr

      Das machen andere allerdings auch, beim HSV ist es aber womöglich eines der letzten Mittel:

      „Der FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e.V. plant in einer neuen Anleiheemission seine Anleihe 2012/2019 im Volumen von 50 Mio. Euro vorzeitig zu refinanzieren. Interessierte Investoren haben die Wahl zwischen zwei Anleihen: einer 5-jährigen mit einem Zinssatz von 4,25 % p.a. (Anleihe 2016/2021) und einer 7-jährigen mit einem Zinssatz von 5,00 % p.a.“

      • Kerberos 11. November 2017 um 17:30 Uhr

        Eben, denn Schalke könnte mit der Ausgliederung die Anleihe zu jeder Zeit zurückzahlen. Schalke verlängert und erhöht aktuell die Anleihe statt einer Ausgliederung, weil der Diskussionsprozess um die Ausgliederung in Schalke noch nicht abgeschlossen ist und man zeitlich einfach nicht unter Druck geraten will. Diese Situation ist aus der Sicht des HSV einfach nur beneidenswert.

  10. Micha 11. November 2017 um 18:49 Uhr

    Dann wird die HSV-Leitung demnächst mit stolzgeschwellter Brust das Höchstrisiko-Finanzprodukt

    „7% Niemals-zweite-Liga-Fananleihe 2018 / 2025“

    präsentieren. Ob das wie warme Semmeln weg geht?

  11. Goldfather 11. November 2017 um 20:28 Uhr

    „Herr Kühne kann nicht einfach von heute auf morgen sagen: Ich bin raus. Für seine 20 Prozent Aktienanteile muss er erst mal einen Käufer finden. Und die Darlehensverträge können auch nicht einfach gekündigt werden“ – Jarchow am Donnerstag gegenüber Sport1.
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    Carl-Edgar mag ein fleißiger Videothekar, Lokalpolitiker und Rautenliebhaber sein, aber die Denke eines Multimilliardärs geht ihm höchstwahrscheinlich ab.
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    Ob der altehrwürdige Hamburger Sportverein wirtschaftlich den Bach runter geht interessiert in Schindeleggi nicht einmal den Kioskverkäufer. Einen Teil der Verluste die Klaus – Michael mit seiner Liebhaberei in Hamburg gemacht hat wird er locker von der Steuer absetzen, sofern er irgendwo noch welche zahlt.
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    Angesichts eines geschätzten Gesamtvermögens von 9 Milliarden €/$ und einer ebenso geschätzten Jahresrendite von ca. 5% auf dieses Vermögen muß man von 300 – 600 Millionen €/$ Zuwachs pro Jahr rechnen, wodurch schnell deutlich wird welchen Stellenwert die insgesamt 60 Millionen € an Zuwendungen und Anteilserwerb, die bis dato geflossen sein sollen, haben.
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    Der HSV bekommt aus Schindeleggi eine Beerdigung erster Klasse wenn Karl Gernandt nicht genau dort sitzen darf wo er sitzen soll. Und sein wir doch einmal ehrlich: Wer von uns würde sich nicht liebend gern ein Profiteam kaufen, um noch dichter dran zu sein und sogar in das operative Geschäft einzugreifen?
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    Wer Ausgliederung sagt und Klaus – Michael ins Boot holt kann nicht ernsthaft glauben zu den Wurzeln des e.V. zurückkehren zu können, so als ob nichts gewesen wäre.
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    Möglicherweise bekommt man es sogar durch Spielerverkäufe hin die Lizenz für 18/19 ohne Klaus zu organisieren. Doch niemals wird der Kader stark genug sein um die Liga zu halten. Und was im Falle eines Abstiegs bei steigenden Verbindlichkeiten passiert ist allgemein bekannt: 1860 München, aktueller Tabellenführer der Bayernliga, lässt grüßen.
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    Erstligafußball wird es in Hamburg auf die eine oder andere Weise auch in Zukunft geben, dafür ist die Stadt zu reich und zu fußballverrückt, als das Investoren und der DFB auf die Einnahmen verzichten könnten. Ob es in der Zukunft der HSV sein wird der Hamburg in der ersten Liga vertritt steht auf einem anderen Blatt.
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    Der Erfolg RB Leipzigs führt nicht nur zur direkten sportlichen Verdrängung von Traditionsclubs sondern wird spätestens nach dem Gewinn der ersten Meisterschaft dazu führen dieses Modell auch auf andere Städte und Regionen zu übertragen. Warum sollte sich ein potenzieller Investor mit tausenden Fans und der lokalen Wirtschafts- und Politikelite herumschlagen, wenn er mit einer handvoll Leuten einen Retortenclub gründen kann um dort ungehindert Konzepte umsetzen zu können die bei Traditionsclubs nur schwer umsetzbar sind?
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    Stand jetzt säuft der HSV innerhalb der nächsten 36 Monate ohne Klaus in die vierte Liga ab und der FC St.Pauli wird seine Vision im oberen Drittel der zweiten Liga mitschwimmen zu wollen nicht verraten. Daraus ergibt sich eine Marktlücke für Erstligafußball in Hamburg: CC (Coca-Cola) Soccer-Giants Hamburg, Hanseatic Airbus Flyers, Harburg Seabirds (Blohm & Voss), Hamburg Rockets (Northtrop Grumman), Hanseatic Liners ( Sinaloa – Kartell), Hamburg Drilling Maschines ( Saudi Aramco) …..
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    „Herrenloses Geld“ welches nach Investitionsmöglichkeiten Ausschau hält gibt es reichlich und der deutsche Erstligafußball wird zukünftig mit immer besser werdenden Vermarktungsoptionen ein noch lohnenswerteres Geschäft, als er dies bereits schon ist, für einige Akteure.
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    Im übrigen kann ich mir sogar so etwas wie eine Professionalisierung der Liga nach nordamerikanischem Muster (Salary Cap, Draft, kein Abstieg, Aufteilung nach Zonen möglicherweise auf europäischer Ebene) vorstellen wenn ausreichend wirtschaftliche Schwergewichte in der Liga vertreten sind. Niemals werden die Jungs vom Sinaloa Kartell oder von Coca Cola es zulassen so abgebürstet zu werden wie dies die Traditionsclubs mit sich machen ließen in der Spätphase der relativ unregulierten Bundesliga, als die Meisterschaft sklavisch nach München zu gehen hatte und der BVB dafür den DFB-Pokal bekam.
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    Die Männer von den Kartellen und Konzernen werden eine neue Liga schaffen für Internetuser auf der ganzen Welt, die in jeder Saison Milliarden $ bezahlen werden, während parallel dazu die Teams und Ligen des DFB als nationale Farmteams in Juniorligen für die German/European Superleague fungieren.
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    In der alten Welt, der Welt der Bundesliga in der der FC Bayern, Bayer Leverkusen, Dortmund und der DFB eine Position inne haben die der HSV nur schwerlich erreichen kann, wird es keine Meisterschaft mehr geben für die Raute, die auf dem Rathausmarkt gefeiert werden könnte.
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    Klaus – Michael Kühne ist lediglich der Geburtshelfer und nicht die Ursache für Veränderungen die durch die weltweite Kommerzialisierung, das Internet und die Monopolstellung des FC Bayern auf alle Fußballfans der Bundesliga zukommen.
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    Der HSV wäre gut beraten entweder die Speerspitze dieser absehbaren Entwicklung darzustellen oder aber sich konservativ auf den e.V. Gedanken zurückzuziehen und den Breitensport zu favorisieren.
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    Profifußball ist gnadenloses Big Business bei dem lokale Größen wie der Buntbetuchte, Carl Edgar Jarchow oder Hafenmeier nicht den Hauch einer Chance haben. Die Jungs und Mädchen der Hamburger Handelskammer und der G20- Bürgerschaft sind sicherlich liebenswerte Menschen, aber leider versuchen sie in der brutalen Welt des Profisports Geschäfte zu machen und Positionen zu beziehen die an einen Amateurdealer erinnern der sich mit einem Luftgewehr bewaffnet aufmacht um mit dem mexikanischen Sinaloa Kartell zu dealen…..

    • Rothose78 11. November 2017 um 23:53 Uhr

      Lange nicht mehr so einen guten Kommentar gelesen?!!

  12. alfa 11. November 2017 um 22:22 Uhr

    Nur mal so als Grundidee: Kann es vielleicht sein.dass da der nächstgrößere Beschiss
    gerade um die Ecke biegt, nach der Ausgliederungskarikatur mit entsprechenden Protagonisten.Ich kann mich vage erinnern , dass die Stimmung in der Mitgliedschaft, ich vermute nur weil ich kein Mitglied mehr bin, eine weitere Freigabe der Aktienanteile nicht mehr befürwoten würde, und schon gar Nicht mehr an den Alm-Öhi . Daher werfe ich einfach mal den folgenden Gedanken in den Ring. Kann es sein dass da der langangelegte Plan eines ehrenwerten Gönners den Verein ( feindlich) zu übernehmen nur den gegebenen Umständen entsprechend modifiziert wurde.
    Um die verbleibenden veräusserbaren Anteile von der Mitgliedschaft abzuluchsen werden künstlich zwei Lager entwickelt die scheinbar miteinander ein Kräftemessen veranstalten und dem smarten Herrn Hafenmeyerle fällt dann nach Zustimmung der Mitgliedschaft auf, dass es ja ohne den Öhi ja nicht ginge, weil sie sich ja soll sehr bemüht haben aber keiner Anteile kaufen wolle. Und siehe da bevor der Herr Gönner seinen ach so geliebten HSV vor die Hunde gehen lässt kauft er , ehrenhalber natürlich so günstig wie möglich alle verfügbaren Anteile , womit er denn auch nur lächerliche 45 Prozent hätte, sich aber immer noch nicht in das operative Geschäft einmischen will. Für seinen zwischenzeitlichen mutigen Kampf gegen die Einflussnahme des Almi- Gönners würde der Meyerle sicherlich , von wem auch immer ( kenne nur einen)
    nicht unerheblich bedacht werden. Genau diese Schmierentheater traue ich den Herrschaften zu. Kerberos habe ich bei diesem hypothetischen Potential der Realitätserfassung etwas so grundlegendes übersehen, dass diesen Gedanken als unmöglich entlarvt? Seit der Ausgliederung passieren so viele absurde Dinge…..

    • Kerberos 12. November 2017 um 09:15 Uhr

      .
      So direkt angesprochen muss ich leider sagen, dass Du da einiges außer Acht gelassen hast.
      .
      Die Mitglieder des Vereins müssten das Präsidum des Vereins ermächtigen, in der Haupversammlung der AG die Erhöhung des Grundkapials zu beschließen und den Vorstand der AG per Beschluss ermächtigen, in diesem Rahmen Kapitalerhöhungen durchzuführen.
      .
      Eine Kapitalerhöhung kann im Ganzen oder in Teilen nur durch den Vorstand der AG durchgeführt werden. Dabei muss aber jeweils jede vom Vorstand durchzuführende Kapitalerhöhung unter Vorlage der konkreten Bedingungen (Art und Höhe des Kaufpreises, Gewährung von Bezugsrechten, etc.) vom Aufsichtsrat der AG genehmigt werde.
      .
      In Deiner „Verschwörungstheorie“ müssten also ausnahmslos alle Protagonisten des HSV – Präsidium des Vereins, Vorstand der AG und der Aufsichtsrat der AG – mit im Spiel sein. Und das ist doch, auch wenn beim HSV tatsächlich kaum noch etwas unmöglich erscheint, wohl eher unrealistisch.
      .

  13. Gravesen 12. November 2017 um 07:12 Uhr

    Meine Herren, ist bei Graupen Perle/mein Scheiß und SchmocksEinöde die Luft raus 😀

    • Kevin allein in Hamburg 12. November 2017 um 09:22 Uhr

      Was ist denn da passiert ?
      Oder auch nicht……….

      • Saschas Alte Liebe 12. November 2017 um 13:39 Uhr

        So ist das mit heißer Luft. Ein paarmal pupsen, es riecht ein bischen, und das war’s.

  14. Kerberos 12. November 2017 um 10:03 Uhr

    .
    An dieser Stelle sei angemerkt, das der vorstehende Blog von Grave zweifelsfrei die Situation des HSV korrekt und nahezu vollständig wiederspiegelt. Denn beim HSV kann man eigentlich auch alle noch darüberhinaus bestehenden Möglichkeiten von Zuwendungen als verdecktes Eigenkapital mit Fug und Recht unter dem Begriff des „Schenkens“ subsumieren.
    .
    Und zu Recht wird im Blog auch nicht erwägt, dass K-M Kühne (oder auch ein anderer Investor) durch irgendgeartete „Werbeverträge“ die Einnahmen des HSV exorbitant erhöhen könnte. Einfach unfassbar, wenn selbsternannte Finanz-Genies über die Möglichkeit fabulieren, K-M Kühne könnte ja für die Rechte am Stadion-Namen jährlich einfach € 40 Mio bezahlen und so die Einnahmen des HSV und damit die Umsatzerlöse erhöhen. DAS geht eben gerade nicht.
    .
    Denn sowohl die DFL als auch die Finanz-Behörden prüfen den Inhalt der Verträge auf den zwingend erforderlichen Leistungsaustausch. Hier also konkret, wass ein „Fremder“ unter ökonomischen Ansätzen und marktüblichen Konditionen für die Rechte am Stadion-Namen zu zahlen bereit wäre. Der hierüber hinausgehend vereinbarte Entgeltanteil wird nicht als Umsatzerlös anerkannt und umqualifiziert (ggf. als „Schenkung“?).
    .
    Diese Hirngespinste sind weder realistisch noch neu. Denn mit solch einem „Fake“-Werbevertrag über € 200 Mio ist bereits Paris SG vor einiger Zeit mächtig auf die Schnauze gefallen; wobei hier auf der Grundlage des „Financial-Fairplay“ sogar der Ausschluss aus den Wettbewerben des Europapokals drohte.
    .

    • Saschas Alte Liebe 12. November 2017 um 13:36 Uhr

      Mit der Drohung des Ausschlusses von europäischen Wettbewerben ist beim HSV sicher kaum jemand ernsthaft zu schocken. 😀 😀

    • Micha 12. November 2017 um 13:45 Uhr

      Das Hauptproblem ist aber doch, dass Kühne in die 24 Prozent gar nicht investieren will, weil er niemanden beim HSV für kompetent hält. Vielleicht zieht er sich auch vollständig zurück, weil er nach der Wood/Hahn-Pleite auch Struth nicht mehr vertraut. Kühnes Engagement beim HSV ist gescheitert! Wenn Kühne dran bleiben will, muss er sich eine ganz neue Strategie einfallen lassen, und das ginge nur mit völlig neuem und kompetentem Führungs-Personal in der AG.

    • atari 12. November 2017 um 17:21 Uhr

      das ist doch genau das, worüber Münchhausen immer fantasiert. Kühne solle mal eben mehr als 100 Mio. auf den Tisch legen und schon sind alle Probleme gelöst. Das geht überhaupt nicht. Mit solchem Schwachsinn kommt ein Journalist um die Ecke. Auch wenn im Moment Sanktionen im Bezug auf den europäischem Wettbewerb für den HSV nicht in Frage kommen schaut die UEFA immer mindestens drei Jahre rückwärts. Wäre doch ein Jammer, wenn es in ein paar Jahren tatsächlich mal fähige Leute schaffen den HSV nach Europa zu führen und die UEFA dann aufgrund solcher Unregelmäßigkeiten sanktioniert.

    • Kerberos 12. November 2017 um 18:31 Uhr

      .
      PSG hatte ich nur als ein krasses Beispiel erwähnen wollen. Konkret gemeint ist, das in einem Lizenzierungsverfahren der DFL durch solche „Zuwendungen“ keine Umsatzerlöse darstellbar sind, also bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit die Verluste im gewöhnlichen Geschäftsbereich nicht ausgeglichen werden können und insofern eben bestehen bleiben.
      .
      Und solche „Zuwendungen“ sind eben, auch nach den Statuten der DFL in Übereinstimmung mit den Bestimmungen der Uefa, weder dauerhaft noch in beliebigem Umfang statthaft und können daher nur in definierten Ausnahmen als Grundlage einer Lizenzerteilung dienen.
      .

      • Heidelberger 12. November 2017 um 19:53 Uhr

        Hi Kerberos,

        du kennst dich mit der Thematik wesentlich besser aus, als ich es gewillt bin jemals zu tun. Davon ganz abgesehen, dass jegliche Forderungen oder Wünsche ein letzter aussichtsloser Versuch sind den HSV unberechtigter Weise am Leben zu halten, habe ich vor Jahren etwas zu dem Thema gehört. Es stand meine ich in einem Artikel der Welt, der sich mit dem Thema Financial Fair Play beschäftigt hatte.

        Demnach soll es statthaft sein, dass ein Miteigentümer bis zu 30% der Einnahmen aus dem ordentlichen Geschäftsbetrieb beisteuern darf, bevor die von dir genannten Regeln seitens der DFL und der UEFA in Kraft treten. Zu klären blieben somit folgende Dinge

        1. Welche Einnahmeposten zählen zu dem ordentlichen Geschäftsbetrieb
        2. Muss diese Art Zuwendung zeitlich begrenzt sein
        3. Muss ein solcher Werbevertrag über mindestens x Jahre laufen, damit dieser statthaft wird

        Oder ist diese Information grundsätzlich falsch? Das Thema ist so undurchsichtig und es kursieren leider eine Menge Fehlinformationen. Aber vielleicht kannst du ja Licht ins Dunkel bringen.

        Auch wenn diese in Bezug auf Kühne vollkommen irrelevant ist. Denn er wird meiner Meinung nach nie der Gönner werden, den so viele gerne in ihm sehen wollen. Er will meiner Meinung nach die AG möglichst günstig und mit Blick auf sein Alter möglichst schnell ganz übernehmen. Aber das ist ein anderes Thema….