Der HSV braucht mehr als einen „Retter“…

Das ist der HSV, wie man ihn kennt: Der 12. Spieltag steht vor der Tür, der HSV „darf“ am Sonntag auf Schalke antreten und die Wahrscheinlichkeit, dass man sich zu Wochenbeginn auf einem der drei letzten Plätze wiederfindet, ist durchaus gegeben. Aber  – keinen scheint es zu interessieren. Naja, ist ja auch nur Fußball, das überlassen wir gern den Anderen. Denn dieser Verein ist viel zu sehr damit beschäftigt, sich intern zu zerfleischen, die zahllosen Würdenträger empfinden es als wichtiger, die Grenzen des Machbaren auszustecken, die eigene Machtposition zu sichern, Verbündete hinter sich zu vereinen. Der Klub selbst spielt, wie eigentlich immer in Hamburg, nur eine untergeordnete Rolle.

So kommt es auch nicht von ungefähr, dass sich in Zeiten der Unruhe die alten Fahrensmänner bemüssigt fühlen, ihren Senf und ihre Sicht der Dinge abzusondern und sie stoßen auf reges Interesse. Mal ganz nebenbei, der Aufschrei der Massen dröhnt im Ohr, nämlich immer dann, wenn sich jemand zu Wort meldet, der dies nach Auffassung der Wutbürger nicht darf, weil er sich in der Vergangenheit am Verein versündigt hatte. Jarchow spricht über die drohende DFL, Hunke spricht über Kühne, Ertel spricht über Emanzipation, Bandow spricht über die Lizenz. Im Grunde sagen sie fast alle die Wahrheit, aber das dürfen sie nicht. Nun stellte sich mir die Frage: Wer darf es denn eigentlich? Wer darf sich über den HSV 2017 äußern, ohne einen Shitstorm zu entfachen? Eigentlich darf das keiner, denn im Grunde hat der HSV nach dem Pokalsieg 1987 nichts anderes als Verlierer produziert.

Becker, Hunke, Wulf, Seeler, Hackmann, Mares, Hoffmann, Jarchow, Beiersdorfer. Diese Herren haben, unterschiedlich lange, diesen Verein geführt und der Einzige, der gerade eine Art Wiederauferstehung feiert, ist Bernd Hoffmann. Dabei ist Hoffmann derjenige, der noch am wenigsten sagt und bis vor wenigen Wochen wäre auch ihm jede kritische Äußerung untersagt worden. Aber mal ehrlich, keiner dieser Herren (Werner Hackmann und Rolf Mares sind  ja leider verstorben) hat sich aufgrund überragender Performance das Recht erworben, Kritik üben zu dürfen, so denkt jedenfalls der Pöbel. Von den zahllosen Mitglieder des Aufsichtsrats möchte ich gar nicht erst anfangen, denn auch die haben sich wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert.

Problem ist nur – irgendjemand muss sich ja äußern.

Kommen wir aber zurück zum Thema, dem Retter des HSV. Was ist eigentlich deutscher, als an die eine Person zu glauben, die es richten wird. Er (oder im Notfall auch sie), der/die den Durchblick hat und mit einem Genie- respektive Handstreich alle Probleme verschwinden und den Verein wie Phoenix aus der Asche auferstehen lässt. Er (oder sie), der/die den großen Plan hat, die einzigartige Idee, auf die noch keiner gekommen ist. Schade nur, dass es sowas nur im Kino, aber ganz sicher nicht im Volkspark gibt. Keine Person, auch Bernd Hoffmann nicht, könnte den HSV im Alleingang gesund machen, dazu bedarf es mehr. Es bedürfte z.B. neben einer willens- und entscheidungsstarken Persönlichkeit auch ein Gremium im Hintergrund, der eben dieser Person den Rücken freihält und mit allen Vollmachten ausstattet. Dies scheint bei einem HSV, in dem sogar in einem sechsköpfigen Aufsichtsrat mit 3 verschiedenen Stimmen gesprochen wird, mehr als unwahrscheinlich. Hinzu kommt, dass „der Retter“ in der Lage sein müsste, einen Klaus-Michael Kühne zu bändigen oder zumindest einzufangen. Dieser populistische Schwachsinn von wegen „von Kühne emanzipieren“ oder gar „alles ohne Kühne machen“ ist genauso unsinnig wie unmöglich.

Denn eines ist mal so sicher wie Weihnachten: Spätestens Mitte März, wenn die Lizenzunterlagen für die zweite Liga abgegeben werden müssen, sind die Herren wieder einmal gezwungen, bei Kühne auf der Matte zu stehen. Es sei denn, es fällt ihnen noch ein anderer Scherz ein, Gerüchte weise hört man, dass es Überlegungen geben soll, den bis 2021 laufenden Sportfive-Vertrag vorzeitig bis 2025 zu verlängern, um mittels eines Signing Fee die Kröten zusammen zu kratzen. Eine andere Möglichkeit wäre es, die Anteile der zu verkaufenden AG-Anteile von 24,9% auf 49,9% zu erhöhen, aber das geht nicht einfach. Hierzu eine Darstellung von Kerberos, die er mir vor einigen Tagen zukommen ließ:

Nach der Satzung des Vereins vom Mai 2016 dürfen grundsätzlich nach § 6 Abs. 1 („Der Verein ist Aktionär der HSV Fußball AG (vormals HSV Sport AG). Sein Anteil darf eine Beteiligung in Höhe der Hälfte aller Aktien zzgl. einer Aktie nicht unterschreiten.“) 49,9% der Anteile veräußert werden.

Diese Regelung wird jedoch einschränkend durch die Rechte der Mitglieder des Vereins in der Satzung des Vereins vom Mai 2016 ergänzt durch § 14 Abs 2 Ziffer h („Zustimmung zu Entscheidungen, durch die ein Gesellschafter der HSV Fußball AG allein oder mit einem anderen Unternehmen eine Beteiligung von 25 % oder mehr des Kapitals oder der Stimmrechte erhält oder durch die die Anteile oder Stimmrechte des HSV e.V. auf einen Anteil von 75 % oder darunter sinken, ebenso für die Beschlussfassung über eine entsprechende Kapitalerhöhung. Für diese Beschlüsse ist neben der Zustimmung der Mitgliederversammlung die Zustimmung der Mehrheit der Präsidiumsmitglieder des HSV e.V. in der Hauptversammlung der HSV Fußball AG notwendig“.).

Konsequenz: für eine weitere Veräußerung von Anteilen der AG über 24,9% hinaus bedarf es keiner Satzungsänderung des Vereins und somit keiner 3/4-Mehrheit der Mitglieder. Es bedarf jedoch der Zustimmung der Mitglieder mit einfacher Mehrheit als ein Mitgliederbeschluss des Vereins.

Bitte nicht mit meinen Ausführungen zur Situation bei einer mgl. Insolvenz verwechseln. Denn dann tritt der Vorbehalt des Zustimmungserfordernises der Vereinsmitglieder hinter die Insolvenzordnung zurück und Gläubiger können eben auch ohne einen Mitgliederbeschluss bis zu 49,9% der Aktien im Rahmen der Befriedigung ihrer Ansprüche einfordern – weil bei einen Grundkapital von € 3.5 Mio bereits auch per Satzung und Beschluss der Hauptversammlung der AG eine Kapitalerhöhung mit einem genehmigten Kapital von € 1.750.000 genehmigt wurde – und dies entspricht eben 33,33% der AG-Anteile. Dies aber eben NUR bei Insolvenz!

Bedenkt man nun, dass die Herren am Mittwoch die Kühne&Nagel-Zentrale (was für eine Ironie) ohne Ergebnis verlassen und sich (und die Entscheidungen) auf Anfang 2018 vertagt haben, zieht sich die Schlinge offenbar immer enger zu. Für Meier, der als Krisenmanager die denkbar schlechteste Figur abgibt. Für den gesamten Aufsichtsrat, denn der alte ist gescheitert und der neue bereits enteiert. Und für einen Verein, der sich auf direktem Weg Richtung Eisberg befindet. Diesen Kurs kann ein Retter allein nicht mehr umkehren, auch wenn er Hoffmann heißen würde. Dies würde nur Aussicht auf Erfolg haben, wenn endlich einmal alle Personen an einem Strick ziehen und die persönlichen Interessen hintenan stellen würden.

Also nie.

Am 17.11.2017 sage ich: Dieser Verein ist pleite. Die Herren müssen demnächst eine Steuernachzahlung in Höhe von knapp € 20 Mio. leisten und haben keine Ahnung, wie sie das machen sollen. Die Herren müssen 2019 (große) Teile der Fan-Anleihe in Höhe von  € 17,5 Mio. zurückzahlen und haben keine Rücklagen geschaffen. Die Herren müssen im März die Lizenz-Unterlagen für die 2. Liga einreichen und haben keine Ahnung, wie sie die Liquidität nachweisen sollen. Dies alles weiß Kühne! Wenn man dann aber bedenkt, dass all das bekannt war und diese Wahnsinnigen Spielern wie Papadopoulos und Wood Gehälter jenseits der € 4 Mio. pro Jahr bezahlen, für den blinden Griechen € 10 Mio. und für Hahn € 6 Mio. abgedrückt haben, gehören die nicht gefeuert, die gehören eingesperrt.

Übrigens: Wer die Satzung der HSV Fußball AG im Netz findet, kriegt nen Keks 😉 (Zur Erklärung: Dieses Satzung war gestern Abend bis ca. 22.00 Uhr im Netz nicht zu finden)

Von | 2017-11-17T08:08:41+01:00 17. November 2017|Allgemein|35 Kommentare

35 Comments

  1. Gravesen 17. November 2017 um 07:53 Uhr

    Wertes Hamburger Abendblatt, das ist einfach nur noch peinlich. Und ihr wollt euch erdreisten, einen Verein wegen Unfähigkeit und Faulheit zu verurteilen?
    .
    Matz Ab-Blog (16.11.2017) : https://hsv-blog.abendblatt.de/2017/11/16/der-verlierer-ist-nur-der-hsv/#comments
    .
    Leitartikel (17.11.2017): https://www.abendblatt.de/meinung/article212570039/Der-gelaehmte-Verein.html

    • Kevin allein in Hamburg 17. November 2017 um 08:22 Uhr

      Hast du ernsthaft etwas anderes erwartet ?

      • Gravesen 17. November 2017 um 08:25 Uhr

        Eigentlich nicht. Das Problem ist jedoch, dass man jegliches Recht auf Kritik verliert, wenn man selbst bereit ist, seine Leser zu bescheißen. Wie will ich denn nach Spendenbeschiss, Relaunch-Lüge etc. noch glaubwürdig sein?

  2. Axel 17. November 2017 um 08:33 Uhr

    Wenn jemand für jeden ersichtlich komplett am Boden liegt und zu Ende gezählt wurde, macht das Nachtreten doch erst richtig Spaß. Hab mir nur den Leitartikel gegönnt, Matz tu ich mir nicht an.

    • Gravesen 17. November 2017 um 08:37 Uhr

      Es geht nicht um vermeintliches Nachtreten, es geht darum, dass man ein und denselben Artikel am Abend als Blog und am nächsten Tag als Leitartikel verkauft. Da sitzen mindestens 6 sogenannte Journalisten beim Abendblatt, die so wie nichts anderes machen als HSV. Und dann wird ausschließlich copy/paste veranstaltet? Aber das ist nicht das eigentliche Problem. Das eigentliche Problem liegt darin, dass man selbst immer nur dann als Ankläger auftreten kann, wenn man selbst keinen Dreck ins Haus geschleppt hat.

      • Kevin allein in Hamburg 17. November 2017 um 09:06 Uhr

        Alles soweit richtig.
        Es ist schon erschreckend wie solche Medien die Leute einfach nur verarschen.
        Statt Qualität ist es Quantität auf unterstem Niveau.
        Aber solange die noch genug rosa Hüpfer finden die sich verarschen lassen scheint die Welt noch in Ordnung zu sein.

      • Axel 17. November 2017 um 09:28 Uhr

        Ach darauf wolltest du hinaus. Gut. Ich finde es dennoch völlig peinlich, sich jetzt in der Art zu öußern, was jahrelang komplett vernachlässigt wurde.

      • Sven 17. November 2017 um 09:54 Uhr

        Zweitverwurstung ist imho nicht wirklich das Problem. Das gibt es/gab es bei anderen Zeitungen auch. Bspw. bei der FAZ, wo Autoren wie R. Meier oder F. Lübberding ihre Beiträge in einen eigenen Blog stellten, um mit dem Leser diskutieren zu können. – Die Misere ist eher, dass es keine Artikel auf Deinem Niveau sind, also KRITISCH VORHER berichtet und diskutiert wird, sondern erst, wenn es die Spatzen von den Dächern pfeifen und auch dann nur lauwarm.

  3. Julia 17. November 2017 um 09:16 Uhr

    Wenn man eins und eins zusammenzählt, steht die HSV AG unmittelbar vor der Insolvenz wegen tatsächlicher Zahlungsunfähigkeit. Zum Stichtag 30.6.17 verfügte die AG über keine nennenswerte Liquidität, dafür aber über insgesamt 144 Millionen Finanzschulden, kurzfristige Verbindlichkeiten aus dem laufenden Betrieb, Rückstellungen und RAP, denen als einzig nennenswerter Aktivposten ein Stadion gegenüber steht, das nur von einem regional ansässigem Fußball-Club sinnvoll genutzt werden kann und bereits als Sicherheit für diverse Anleihen herhalten muß.

    Die Gelder, die Kühne für die Sommer-Transfers locker gemacht hat, dürften weitgehend ausgegeben worden sein, und weil sich in der Kosten- und Erlösstruktur nichts Wesentliches geändert hat, dürfte im Geschäftsjahr 2017/18 wie in den Vorjahren ein zweistelliger Millionen-Verlust auflaufen. Das Geschäftsjahr 2017/18 ist mittlerweile fast zur Hälfte rum, so daß aus dem laufenden Betrieb erste Liquiditätsenpässe drohen. Entweder der HSV bekommt Cash, oder es wird absehbar, daß die Gehälter demnächst nicht mehr bezahlt werden können. Das ist die Situation, und es ist nur eine Frage von Monaten. Die Hütte brennt lichterloh.

    Und spätestens hier wird der Wirtschaftsprüfer unruhig, denn in seinem Testat hat er auf Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, gesondert einzugehen, und das Liquiditätsrisiko kann man bereits riechen. Es stinkt. Solange die Finanzierung nicht gesichert ist, z.B. durch einen „Retter“, Kreditlinien, Darlehen, eine bevorstehende Kapitalerhöhung etc., ist der Abschlußprüfer gezwungen, seinen Bestätigungsvermerk entsprechend zu ergänzen. Und dann hätte man das JETZT schwarz auf weiß, denn mit der Einladung zur HV werden Jahresabschluß und Lagebericht öffentlich. Wenn der Wirtschaftsprüfer im Testat Zweifel an der Überlebensfähigkeit des HSV äussert, ist das in der derzeitigen Situation nicht unbedingt förderlich. Auch oder vielleicht sogar deshalb wurde die HV im Dezember abgesagt, denn so bleibt der Jahresabschluß unter Verschluß und man gewinnt Zeit für Finanzierungsmaßnahmen, mit denen man die drohende Insolvenz abwenden kann.

    Die fehlende Billigung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat ist m.E. nicht nur das gesetzlich notwendige Vehikel zur Verschiebung der HV, sondern auch der eigentliche Grund dafür, sonst hätte nach §175 Abs. 1 AktG die HV unverzüglich einberufen werden müssen. Mit der Aufsichtsratswahl kann die Verschiebung der HV mangels gesetzlicher Grundlage jedenfalls nicht begründet werden. Im Gegenteil: Lt. §101 AktG ist die HV gar nicht an Wahlvorschläge gebunden. Meiers Liste ist also eine Finte.

    Man darf gespannt sein, ob in den nächsten 2-3 Monaten noch eine Lösung gefunden wird, die finanzielle Entspannung bringt. Formal müßte die HV spätestens Ende Februar stattfinden, und bis dahin ist das Offensichtliche offensichtlich.

  4. Sven 17. November 2017 um 09:28 Uhr

    „Keine Person, auch Bernd Hoffmann nicht, könnte den HSV im Alleingang gesund machen, dazu bedarf es mehr.“ – Auch meine Linie. Genau deswegen ist der HSV im A****. Es braucht im Aufsichtsrat und im Vorstand vernünftiges Personal. Potenzielle Kandidaten schauen sich die Lage an und sehen einen überschuldeten Verein, einen unkontrollierbaren Milliardär und unterklassige Mitarbeiter in den beiden Gremien. Jede Mitarbeit würde einen Karriereknick darstellen. Es kämen also nur jene, a la Todt, auf die man genauso gut verzichten kann. Entweder legt KMK eine andere Strategie an den Tag (Warum sollte er bzw. warum hat er es dann nicht längst getan?) oder ein Weißer Ritter kauft ihn raus (um einen irrlichternden KMK vom Hals zu haben) und schießt obendrein noch zu (Wer sollte sich das warum antun?).

    Das Personal, was der HSV braucht, kriegt er jetzt nicht mehr. Egal ob in den Gremien, oder auf dem Spielfeld. Nicht nur aus finanziellen Gründen. Danke Didi für nichts. Die Titanic auf Kurs…

  5. Bidriovo 17. November 2017 um 09:43 Uhr

    So chaotisch die Führung bei Machtkämpfen und Spieleraktivitäten auftritt, so findig sind sie auf der Suche nach Geld. Ich bin mir sicher, dass es noch jede menge Möglichkeiten gibt, das finanzielle Desaster weiter aufzuschieben. Seien es neue Anleihen, die die Alte dann ablösen oder das Stadion wird an die Stadt verkauft und dann erstmal gemietet oder oder oder. Mit irgendwas kommen sie immer um die Ecke, wenn man glaubt, jetzt kommt endlich der längst überfällige Hammer. Und ja, wer ist denn so blöd und kauft die Anleihe. Nun auch da haben sich in der Vergangenheit immer genug Leute gefunden, die für ein bißchen Publicity „der Retter des HSV“ Geld zur Verfügung stellen. Deswegen ist das was mich vordergründig interessiert, die Leistung auf dem Platz. Und ja auch dieses Jahr gibt es wieder genügend Mannschaften, die verhindern, das der HSV absteigt.

  6. Michael 17. November 2017 um 09:58 Uhr

    Ich schrieb es gestern zum Ende des vorherigen Beitrags, das geht dann leicht unter. Die absolute Dummheit, der Gipfel der Speichelleckerei und Arschkriecherei der HSV-Fans gipfelt darin, dass der Supporters Club dem GröSchaZ (größter Schädling aller Zeiten) Didi Beiersdorfer zum Geburtstag gratuliert.
    Er fährt den HSV erst an die Wand und dann über die Klippe, die Lutscher gratulieren ihm! Der Supporters Club ist das Ultrafiltrat der Blödheit.
    Diese Leute wollen nichts lernen, sie können es oft auch gar nicht. Statt Hirn haben sie einen Putzlappen oder Holzwolle in der Birne. Nur beim HSV kriegt der Naziknubbel einen Job. In einem anderen Verein liefen sie längst Amok gegen die Führung.
    Wer Verstand hat, wendet sich mit Schaudern ab vom HSV.
    Vor diesem nicht durchschnittlichen Hintergrund des Sklavengehorsams und der Kadavertreue lässt sich trefflich fuhrwerken und verdienen. Das ist nicht normal, das ist abartig. Aber das, genau das, ist der HSV von hier und jetzt. Dekadent, abgewirtschaftet, pleite, erfolglos, geführt und kontrolliert von Dilettanten und Intriganten sowie Plünderern und Egomanen. Die eine Meute von Dummdödeln systematisch verarscht. Die Presse, Ausnahmen bekannt, macht fleißig mit. Kritik nur, wenn alles offensichtlich ist, aber auch nur einen Tag. Dann geht die schwache Schreibe weiter.
    Ich teile die Einschätzung, dass der point of return längst überschritten ist. Eine Umkehr, Rettung oder was auch immer wird es nicht mehr geben, ggf. eine Verlängerung des Siechtums um eine Saison. Am wahrscheinlichsten ist m.M. nach, dass noch versucht wird, Anteile zu verkloppen, Kohle bei Kühne zu pumpen und die Rückzahlung der Fananleihe mit einer neuen Fananleihe „umzuschulden“. Also alle Tricks zusammenzukratzen, nur um an Kohle zu kommen. Die Fälligkeiten mit noch mehr geliehenem Geld zu bedienen. Ob das zur Lizenzerteilung für die zweite Liga reicht und obendrein die Kohle bringt, die zur Zahlung z.B. der fälligen Steuern und der Fananleihe nötig ist, ist fraglich. Von mir gibt es nichts, nada, rien. Nicht mal den Vereinsbeitrag mehr. Der eine oder andere Fan, der die erste Anleihe gezeichnet hat, wird dies nicht noch mal tun. Risikokapital, aber sowas von! Wer außer Kühne will Anteile kaufen? Zu welchem Preis? Der Wert ist im Keller.
    Es bedar vieler Retter: eine einige und kompetente Führung, einen einigen Aufsichtsrat, beide so gut vernetzt und angesehen, dass sie ein Finanzkonsortium auf die Füße stellen, daß ausreichend Mittel zur Verfügung stellt. Das wird an jenem Feiertag passieren, an dem Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen. Dieser Feiertag ist Gläubigen auch als „St. Nimmerlein“ bekannt.

    • Ex-HSVer im Herzen 17. November 2017 um 11:23 Uhr

      Super Comment! Vor allem „Ultrafiltrat der Blödheit“ ist grandios! Das trifft es sowas von!!

    • BerndH60 17. November 2017 um 21:43 Uhr

      Ultrafiltrat der Blödheit

      Mein Vater pflegte in solchen Fällen immer zu sagen:
      „Doof geboren, nichts dazu gelernt und die Hälfte vergessen!!“

  7. Kerberos 17. November 2017 um 10:02 Uhr

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    Zu meinen im Blog erwähnten Ausführungen gegenüber Grave wird sich der aufmerksame Leser fragen müssen, wie kann eine Regelung der Satzung (Begrenzung auf 24,9%) Einfluss auf die Satzung der AG haben? Daher möchte ich nachstehend ergänzend erläutern:
    .
    § 4 Abs 4 der Satzung der AG regelt, dass eine Übertrag von Aktien grundsätzlich nur mit Zustimmung der Gesellschaft möglich ist und die Hauptversammlung der AG über die Erteilung der Zustimmung beschließt. Dies bedeutet im Klartext, dass die Vertreter des HSV Verein in der Hauptversammlung der AG jeder Aktienübertragung zustimmen müssen.
    .
    Und hier greift eben § 14 Abs 2 Ziffer h der Satzung des Vereins: hiernach ist es den Vertretern des HSV-Vereins (Präsidium) untersagt, einer Übertragung von Aktien in der Hauptversammlung der AG zuzustimmen, wenn dadurch der Anteil des Vereins an der AG unter 75,1% sinken würde. Zumindest soweit und solange, bis die Mitgliederversammlung des Vereins einen entsprechend anderslautenden Beschluss gefasst hat.
    .

    • Kevin allein in Hamburg 17. November 2017 um 12:41 Uhr

      Hallo Kerberos.
      Deine ausführlichen Beiträge sind immer wieder erfrischend zu lesen in dem ganzen Chaos rund um den HSV.
      Auch wenn für mich die vielen Begriffe aus der Finanz Welt mit den vielen Paragraphen und zwischen den Zeilen lesen schwer verständlich sind, weil ich eben nicht aus der Branche komme. Dennoch ist es relativ klar zu verstehen aufgrund deiner Ausführungen, das beim HSV das blanke Chaos durch intensive Inkompetenz herrscht.
      Mich würde Deine persönliche Meinung bzw Einschätzung interessieren wie diese Situation beim HSV enden wird ?

      • Kerberos 17. November 2017 um 13:03 Uhr

        .
        Da kann ich vorbehaltlos auf den heutigen Kommentar von Julia verweisen, dem ich mich nur uneingeschränkt anschließen kann. Im Übrigen habe ich die Kommentare von Julia stets als sachlich fundiert wahrgenommen und wünschte mir für diesen Blog mehr davon – denn sachkundige Unterstützung ist immer von Vorteil.
        .

        • Kevin allein in Hamburg 17. November 2017 um 13:22 Uhr

          Vielen Dank.
          Ich sehe es eigentlich genauso.
          Stand jetzt steht die Ampel auf „DUNKELORANGE“ und es erweckt den Eindruck, das schon jemand am Schalter bereit steht um das Licht auszuschalten.
          .
          Es wurde ja nahezu Jahrelang darum gebettelt.
          Und somit wurde es sich wahrlich auch redlich verdient.
          Man darf gespannt sein wie das Personal-Karussell sich weiter dreht.
          Und falls ein Marcel Jansen in irgendeiner Form in ein Gremium bzw Amt „GEHOBEN“ wird, dann habe ich wirklich keine Hoffnung mehr.
          Das ist noch schlimmer als jemand von den Vorgängern die sich jetzt zu Wort melden.
          Meine Meinung.
          Provinztheater mit bedingt intelligenten Personen auf breiter Front.

  8. Gravesen 17. November 2017 um 14:00 Uhr

    Der großartige Projekt „Graupen Perle/Mein Scheiß“, als Geld-Generierungs-Aktion für einen arbeitslosen Journalisten gedacht, ist bereits wenige Wochen nach Eröffnung krachend gescheitert. Ohne einen selbst-kreierten Charakter namens „Thekenphilosoph“ (17 von 51) Beiträgen wäre dort schon die gleiche Friedhofs-Atmosphäre wie im Blog der Untoten, SchmocksEinöde. Aber – kein Wunder, denn Münchhausen macht dort nichts anderes als vorher beim Abendblatt. Hingerotzte Blogs voller Rechtschreibfehler, nicht eingelöste Versprechen (Wir bessern die technischen Fehler nach) etc. Nur absolute Vollpfosten lassen sich von dieser Nullnummer noch verarschen.

    • Saschas Alte Liebe 17. November 2017 um 14:32 Uhr

      man „philosophiert“ an der Perlentauchtheke über Gerreros Flugangst und die HA „Sportreporter“ begießen ihren Blogfriedhof mit Belangloslaberei.
      Aber verwunderlich ist das doch nicht, oder !?

    • Kevin allein in Hamburg 17. November 2017 um 15:54 Uhr

      Wie man sieht, gibt es noch welche die das noch nicht durchschaut haben.
      Was dieser unsägliche Versager eigentlich nicht zu begreifen scheint, ist die Tatsache das er
      absolut gescheitert ist. Schon vorher, auch in der Zusammenarbeit mit der „FRISUR“ Journalisten- Attrappe D. Matz.

      Er war mit Sicherheit dem Trugschluss aufgesessen das er beim Abendblatt und „DIESEM BLOG“ beruflich
      ausgesorgt hat und seine Brötchen im Halbschlaf mit schlecht verfassten und Rechtschreibfehlern belasteten Berichten bis zur
      Rente ein sorgenfreies, Stress freies Leben gehabt hätte.
      Dann kam die Funke Gruppe und dem werten Herr wurde ein fetter Strich durch seine Rechnung gemacht.
      Seine „Qualitäten“ wurden schnell erkannt, das Ergebnis ist allgemein bekannt und war zu erwarten.
      Die lebenserhaltenden 100.000,00 € die der Blog angeblich benötigte, diese waren meiner Meinung nichts anderes als sein
      jährliches Wunschgehalt ohne Weihnachtsgeld……
      Dieser Mann hat bis heute nichts verstanden.
      Er ist mit Anlauf auf die Schnauze gefallen. Und das mit Ansage.
      Die Zeichen der Zeit wurden vom Ihm nicht erkannt.
      Ob es Ignoranz oder einfaches menschliches Versagen war/ist, das kann nur er selbst wissen.
      Als Familienvater sollte er sich so schnell wie möglich eine Arbeit suchen, bei der er ein geregeltes Einkommen hat und seine Familie ernähren kann
      ohne das er bei seiner Frau auf der Brieftasche sitzt.
      Und bloß keine Berichterstattung mehr als Journalist und über den HSV.
      Einfach zum kotzen so etwas…..

    • Skeptiker 17. November 2017 um 17:37 Uhr

      Ich dachte, dass dort Typen wie HSV Jonny und Co. wieder zu großer Form auflaufen, oder sind die gesperrt? Entschuldigt meine Unwissenheit, ich habe den Mist von Graupenperle noch nicht genauer verfolgt.

      • Kevin allein in Hamburg 17. November 2017 um 17:40 Uhr

        Die sind alle eingesperrt.
        Im geschlossenen Blog bei HELUECHT.

  9. Jens 17. November 2017 um 14:40 Uhr

    @Grave meintest Du das??? Wenn ja, hätte ich gern meinen Keks.

    http://docplayer.org/11416953-Satzung-der-hsv-fussball-ag.html

    • Micha 17. November 2017 um 15:08 Uhr

      Ergänzung zu Julias Kommentar:

      §20 (4) „Nach Eingang des Berichts des Aufsichtsrates hat der Vorstand die ordentliche Hauptversammlung einzuberufen. DerJahresabschluss, der Lagebericht, der Bericht des Aufsichtsrates und der Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns sind von der Einberufung an in den Geschäftsräumen der Gesellschaft zur Einsicht der Akti-onäre auszulegen; davon unberührt bleiben gesetzliche Bekanntmachungsvorschriften.“

  10. atari 17. November 2017 um 14:43 Uhr

    meinst Du den Journalisten Simulanten, der sich ein Einkommen ohne den HSV nicht vorstellen kann?

    • Kevin allein in Hamburg 17. November 2017 um 16:51 Uhr

      Wird dort das Honorar eigentlich nach Klickzahlen gezahlt ??

  11. Moik68 17. November 2017 um 18:05 Uhr

    Dem Patient wird nur noch mittels Maschinen das Leben verlängert! Doch irgendwann gibt es mal einen Stromausfall! Und dann ist Ende im Gelände! Tut euch einen Gefallen und schaltet die Maschinen ab alles andere ist Quälerei!!!

  12. Kevin allein in Hamburg 17. November 2017 um 18:50 Uhr

    Mal so nebenbei.
    Ich habe eben einen interessanten Artikel in der Süddeutschen Zeitung gelesen.
    Es geht um eine Investoren Gruppe die dem Investor Ismaik alle Anteile abkaufen möchte.