Um Gottes Willen

Liebe Kölner,

ihr habt in den letzten Jahren so viel erreicht. Ihr habt euren ehemaligen Skandalklub zu einem etablierten Bundesligisten aufgebaut und durch harte Arbeit und Kreativität eurer Image eines Witz-Vereins abgelegt.  Ihr habt den turn-around geschafft, ihr nennt euch selbst offiziell “Karnevalsverein” und das ist sympathisch. Ihr hattet mit einem erfolgreichen Trainer/Manager-Gespann etwas geschafft, wovon wir in Hamburg nur träumen und wir haben mit Neid und Bewunderung ins Rheinland geschaut. Und all das wollt ihr jetzt mit einem Schlag kaputtmachen, in dem ihr euch die größte Flasche ins Haus holt, die auf dem Markt frei verfügbar rumdümpelt? Sorry, aber das kann nicht eurer Ernst sein.

Deutlich schneller könnte es mit Dietmar Beiersdorfer gehen. Der Ex-HSV-Boss soll neuer Sportchef des FC werden. Mehrmals schon traf er sich nach MOPO-Informationen mit Klub-Offiziellen, zuletzt am Sonnabend in einem Hotel am Kölner Heumarkt. Darauf angesprochen antwortete Spinner nur: „Vielleicht war er hier auf dem Weihnachtsmarkt.“ Weder witzig noch klug – sondern allenfalls albern.  (Quelle: Mopo)

Ich weiß ja mittlerweile, wie das Geschäft läuft. Wenn einem sonst nichts einfällt, bedient man sich im trüben Teich der großen glücklichen “Fußball-Familie”. Hier geht keiner verloren, hier kennt man sich, hier schätzt man sich (oder nicht) und hier schanzt man sich gegenseitig die Jobs zu. Alles bekannt, aber muss es ausgerechnet Verbrennungs-Didi sein? Habt ihr denn die Zeit zwischen 2014 und 2017 nicht beobachtet, als dieser Loser einen Traditionsverein an einen launischen Milliardär verschenkt und für alle Zeiten versenkt hat? Habt ihr die Leistungen seiner Sensations-Transfers nicht gesehen und habt ihr nicht einmal seine Transferbilanz studiert? Liebe Kölner, nehmt lieber Geißbock Hennes den 212. als Sportchef, aber nicht diesen Stammel-Vogel.

Okay, ihr seid Konkurrenten in der Bundesliga, aber das hat wirklich kein Verein dieser Welt verdient. Bitte, nehmt euch die Zeit und arbeitet euch durch die letzten 3 Jahre dieses Blogs. Hinweis: Dies sind keine Gerüchte oder Vermutungen, es sich FAKTEN! Macht euch die Arbeit. Wenn nicht, sehen wir uns in einem Jahr wieder. Der HSV wahrscheinlich immer noch in der Bundesliga, der FC aber am Tabellenende von Liga 2. Zerrüttet, sportlich am Ende und unter Garantie um einige Millionen ärmer.

Soll wirklich nur ein gut gemeinter Tipp sein.

Mit sportlichem Gruß

Der Spielausschuß

Zitat von Daniel Jovanov, Journalist bei goal.com:

Nach seiner Bilanz beim HSV kommt das wirklich überraschend. Aber selbst in Hamburg, wo jeder Zeuge dieses Desasters werden konnte, haben immer noch nicht alle begriffen, was er sportlich und finanziell hinterlassen hat. Andere hätten für weitaus weniger Fehler längst Stadionverbot bekommen.

Von | 2017-12-05T15:31:24+01:00 5. Dezember 2017|Allgemein|30 Kommentare

30 Comments

  1. Gravesen 5. Dezember 2017 um 08:34 Uhr - Antworten

    OT.
    Zum Thema Bernhard Peters zitiere ich “Billy Bremner”. Man kann durch auch etwas Richtiges schreiben, selbst dann, wenn man einen eingetragenen Kernschatten hat.
    .

    BILLY BREMNER
    4. Dezember 2017 – 22:10
    Bernhard Peters wurde hier von allen Seiten über Jahre hinweg als inkompetenter Hockeytrainer verunglimpft. Ein arroganter, schnodderiger Eigenbrötler ohne soziale Kompetenz hieß es allerorten. Vor einem Jahr schrieb Laux im Abendblatt noch “Peters vor dem Aus”. Er war der einsamste Mann in ganz Hamburg. Bis man beim HSV dieses Jahr nach einem weiteren katastrophalen Fehlstart in die Saison dringend positive Schlagzeilen und einen Heilsbringer/Hoffnungsschimmer brauchte. Da die Jugendmannschaften grad ganz gut dastanden, Ito aufgrund hanebüchener Kaderplanung den Sprung ins Bundesligateam schaffte und Arp die U17-WM aufmischte, erinnerte man sich im Verein an Peters und erfand gemeinsam mit der hiesigen Hofberichterstatterzunft die Mär vom Nachwuchsprimus HSV. Einzig und allein um damit von den desaströsen sportlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen abzulenken. Wenn Arp nächstes Jahr unweigerlich verkauft werden muss und dann nicht sofort der nächste Fiete aus der eigenen Jugend in den Startlöchern steht, wird sich das Narrativ vermutlich wieder sehr schnell ändern.

  2. ULRICH ANGENENDT 5. Dezember 2017 um 08:38 Uhr - Antworten

    Unfassbar, wieviel dämliche Vereine es in der Buli gibt. Kein Wunder also, warum es mit einem Abstieg so lange dauert

    • Kevin allein in Hamburg 5. Dezember 2017 um 09:29 Uhr - Antworten

      Genau. Wie im Universum auch beim HSV.
      Wir sind nicht allein…………

  3. db 5. Dezember 2017 um 09:12 Uhr - Antworten

    https://www.mopo.de/sport/hsv/ex-hsv-boss-beiersdorfer-didi-soll-koeln-aus-dem-chaos-fuehren-28994530
    .
    “…Optionen wie Ex-Profi Sebastian Kehl scheiden aus, da die FC-Bosse nach einem erfahrenen Mann fahnden. Einem Mann, der schon im Feuer stand – und in der Lage war, es zu löschen. Einem Mann wie Beiersdorfer. ”
    .
    Was haben diese Journalisten-Darsteller eigentlich geraucht oder eingenommen, um so eine Grütze zu verzapfen?

    • Gravesen 5. Dezember 2017 um 09:21 Uhr - Antworten

      Der Chef-Brandstifter als Feuerlöscher. Es wäre zum Brüllen, wenn es nicht so traurig wäre.

  4. atari 5. Dezember 2017 um 09:13 Uhr - Antworten

    Didi geht nicht nach Köln.

  5. dirk45 5. Dezember 2017 um 10:24 Uhr - Antworten

    Nicht ganz richtig. Es gibt diverse Studien, die belegen, dass Projektleiter, die größere Projekte in den Sand gesetzt haben, eher für Großprojekte ausgewählt werden als Leute, die kleinere Projekte erfolgreich erledigt haben. Grund ist, dass man im Hinterkopf glaubt, dass die Leute aus ihren Fehlern lernen. Außerdem ist der HSV unter Beiersdorfer nicht abgestiegen. Das dürfte dem Effzeh als Erfolg reichen 🙂
    Leider ist mir nicht bekannt, ob es Studien gibt, die den Erfolg von solchen Projekten analysiert haben.

  6. heRBert 5. Dezember 2017 um 10:36 Uhr - Antworten

    Wenn Didi nach Köln gehen sollte, hat der HSV die einmalige Chance, ihn aus seinem Vertrag herauszukaufen!!! Das wäre dann der Gipfel.

  7. llorc 5. Dezember 2017 um 11:06 Uhr - Antworten

    Was im Himmel ist denn eine “Pißflitsche”?

    Hört sich jedefalls sehr geil an…weiß schon was du meinst.
    Jubel, ich lerne neue ,alte neckische Wörter.
    kann schon verstehen,das dir der Kragen platzt !

    gruß,
    llorc

    • Gravesen 5. Dezember 2017 um 11:10 Uhr - Antworten

      Seit mittlerweile mehr als 3 Jahren, jeden Tag. Egal, ob ich etwas schreibe. Egal, was ich schreibe. Richard Müthel gehört in eine Anstalt und nicht wieder freigelassen. Irgendwann erwische ich ihn, wenn er am wenigsten damit rechnet. Und dann kann er mir die “Pißflitsche” mal ins Gesicht sagen.

      • atari 5. Dezember 2017 um 12:22 Uhr - Antworten

        Das kann man doch alles technisch “blocken”. Diesen Typen muss man sich wirklich nicht antun.

        • Gravesen 5. Dezember 2017 um 12:28 Uhr - Antworten

          Landet eh nur auf dem Spam-Filter und wird in 99% der Fälle ungelesen gelöscht. Irgendwann wird der Spacken selbst gelöscht.

      • alterplusser 5. Dezember 2017 um 15:07 Uhr - Antworten

        Morgen,

        aber wer ist den ” Richard Müthel” ?

        Neuer Co – Trainer ?

        Aber “Pißflitsche” ist schon genial !

        Obwohl ich eher “Pissflitsche” schreiben würde.

        Gruß

  8. moik68 5. Dezember 2017 um 11:10 Uhr - Antworten

    Grave…ich bitte dich…wir sind hier doch nicht bei Rautenscheiß ??

  9. Marco 5. Dezember 2017 um 13:45 Uhr - Antworten

    Ich fände es toll wenn Didi zum FC gehen würde. Ich wette wir werden dann Holtby, Hunt und Schipplock für insgesamt 18,5 € Mio los, plus Beteiligungen für jede Torvorlage und jedes Tor an dem die drei beteiligt sind. Also es würde bei den 18,5 Mio bleiben…

  10. vsabi 5. Dezember 2017 um 14:09 Uhr - Antworten

    Ein Wort zu Herrn Seeler, Sie haben die letzten Jahre, als der Verein und seine Führung täglich Sch…. verbrochen haben, sich nur Sorgen gemacht. Nein, einmal sind Sie laut und aggressiv geworden, als der HSV nicht bereit war, ihrem Enkelsohn ein überhöhtes Gehalt zu zahlen. Jetzt gehen Sie auf Sammer los, einem Experten, zugegeben er ist kein Sympathieträger, aber er hat mit seinen Analysen recht. Lieber Herr Seeler, genießen Sie Ihre Privilegien und halten den Mund.
    Der Kölner Karnevalsverein wird wenn er ernsthaft am Bundesligatopversager Beiersdorfer interessiert ist, in wenigen Monaten dort wieder sein, wo er vor Stöber war. Es ist ausserdem eine BELEIDIGUNG gegenüber einem Erfolgreichen Sportdirektor Schmadke, dies hat er nicht verdient, dass die größte Flasche im Fussballgeschäft seine Nachfolge antritt.
    KÖLN lasst die Finger von Stotter-Didi !

  11. Micha 5. Dezember 2017 um 14:35 Uhr - Antworten

    Die Effzeh-Leitung spricht mit Beiersdorfer …

    Das ist so, als wenn ein Ex-Junkie, der von allen guten Geistern (Schmadtke, Stöger) verlassen wurde, mit dem abgeschmacktesten Dealer der Szene in Kontakt tritt …

    Vor diesem Hintergrund hat Graves Brief an die Kölner etwas sehr Rührendes.

    Man kann für die Kölner nur hoffen, dass ihnen dieser Rückfall, der tödlich enden kann, erspart bleibt und sie mit geeigneteren Personen in Kontakt treten.

  12. Wormfood 5. Dezember 2017 um 14:50 Uhr - Antworten

    Bislang sind das nur Gerüchte auf MoPo-Niveau. Aber leider mangelt es dem FC derzeit tatsächlich an sportlicher Kompetenz in der Führungsetage. Der zuständige Vizepräsident Harald “Toni” Schumacher ist ein Schwätzer auf Doppelpass-Niveau. Es gibt sogar Gerüchte, dass Reiner Calmund gewissen Einfluss nimmt.
    Dr. Jörg Jakobs (der u. a. damals Stöger empfohlen hatte und das Feld für Schmadtke bereitete) wurde in den Jugendbereich abgeschoben und wird wohl ohnehin am Saisonende gehen.

  13. Gravesen 5. Dezember 2017 um 15:35 Uhr - Antworten

    Ein kurzer Hinweis zu Verbrennungs-Düdü sei noch gestattet bzw. zwei Fragen.
    .
    1 Wer ist der Berater von Beiersdorfer und hat ihm unter anderem die Jobs bei Red Bull Salzburg und St. Petersburg beschafft?
    2. Wer hat sein Büro in Köln?
    .
    Kleiner Tipp: http://www.sportstotal.com/agentur/philosophie/

  14. Wenzel 5. Dezember 2017 um 15:56 Uhr - Antworten

    Traurig.
    Hatte Köln ein eigentlich sympathisches und kompetentes Duo am Start und verprellt diese, aus welchen Gründen auch immer, das nur am Punktestand festzumachen, ist idiotisch und voreilig.

    Zumindest vom kolportierten Neutrainer ist ein (Markus / Neu-) Anfang zu erwarten, obschon Kiel schon mit Storchenbeinen geprügelt sein muß, wenn sie den überhaupt oder für weniger als 10Mio gehen lassen.
    Das wäre ja dann der perfekte Einstieg für DB, sofort schon wieder 10Mios für einen Trainer verbrannt, das nennt man dann wohl Kontinuität.

    Schade, daß vermutlich ein Abstiegsplatz für den H$V schon fast wieder belegt ist…
    Selbst in der Adventszeit bleibt für mich der Fußballgott ein rautenaffiner Kiffer in Sandalen.

  15. Querkopf 5. Dezember 2017 um 17:44 Uhr - Antworten

    Vielen Dank für die guten Ratschläge aus Hamburg, lieber Ulrich Hetsch alias Gravesen!

    Ich kann als Fan des Effzeh konstatieren, dass in Kölle eine Angst umgeht, die fast noch größer ist als die vor Terroranschlägen auf Weihnachtsmärkten: die Angst vor dem Kühne-Lakai Didi Beiersdorfer, der bei euch bereits verbrannte Erde hinterlassen hat, aber davon offenbar den Hals nicht vollkriegt.

    Möge vorweihnachtliche Weisheit in die Birnen des FC-Vorstands einkehren, damit er die wandelnde A-Bombe nach ein paar Glühwein wieder nach Hause schickt! Immerhin war man hier so dumm, sich mit ihr in einem zentral gelegenen Hotel zu treffen, sodass den Fans der Schrecken frühzeitig in die Glieder fahren konnte. So viel Dilettantismus in Sachen Geheimhaltung macht Hoffnung.

    Anmerken möchte ich aber noch, dass Jörg Schmadtke nicht vom Vorstand geschasst wurde, sondern selber hinwarf, weil er, Schmadtke, die frühzeitige Entlassung von Peter Stöger nicht durchsetzen konnte. Jedenfalls ist dies die wahrscheinlichste Version von allen, wenn es um notwendige “Impulse” und angebliche “Handlungsunfähigkeit” geht (Wortwahl von Schmadtke).

    Peter Stöger wiederum hat ebenfalls seine Trennung vom Effzeh im Grunde genommen selbst herbeigeführt, als er öffentlich eine Entscheidung einforderte.

    Wie auch immer, es ist schön zu lesen, dass über Vereinsgrenzen hinweg mitgedacht und mitgefühlt wird. Vielen Dank dafür!

    In diesem Sinne wünsche ich dem HSV, dass er in der Tabelle weit vor dem Effzeh landen möge, was wahrscheinlich so oder so unvermeidbar sein wird. 😉

    Querkopf

    • Wenzel 5. Dezember 2017 um 18:42 Uhr - Antworten

      “In diesem Sinne wünsche ich dem HSV, dass er in der Tabelle weit vor dem Effzeh landen möge, was wahrscheinlich so oder so unvermeidbar sein wird. ?”

      1 Platz plus (17) genügt….

  16. Gravesen 5. Dezember 2017 um 19:48 Uhr - Antworten

    Und was genau willst du jetzt? Eine Bewertung der HSV-Jugendarbeit oder eine Bewertung der Rolle, die Peters dort spielt? Und: Blocksatz geht wunderbar, wie du siehst