Mögen die Spielchen beginnen!

Am Sonntag Nachmittag um 14.34 Uhr erhielt ich folgende WhatsApp-Nachricht:

…morgen 11.30 kleines Gespräch mit Journalisten im Astraturm, Büro Finanzloge mit meinen Mitstreitern. Bei Interesse bitte kurze Rü. Gruß

Absender dieser Nachricht war kein Geringerer als Bernd Hoffmann, einer der beiden Kandidaten um die e.V.-Präsidentschaft des HSV und der Wahlkampf hatte so richtig Fahrt aufgenommen. Okay, dachte ich, das ist legitim. Alle Berichterstatter werden zeitgleich informiert, alle werden auf dem gleichen Informationsstand gehalten. Mitnichten. Denn bereits gestern Abend wurde bekannt, dass sich das Hamburger Abendblatt in Person von Kai Schiller einen Informationsvorsprung sichern konnte und am heutigen Montag mit einer Story über die Ambitionen des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden aufmachen konnte. Mit anderen Worten:

Mögen die Spielchen beginnen!

Ehrlich, ich bin unter Garantie nicht so vermessen, dass ich denke, ich würde Informationen dieser Größenordnung vorab und als Erster erhalten, warum sollte man das auch machen? Aber wenn jemand zu einer Presserunde einlädt und dann bekannt wird, dass eines oder mehrere Medien (Im Kicker ist angeblich auch ein Artikel zu dem Thema) einen Vorsprung erhalten, dann kann man sich bereits an dieser Stelle ausmalen, in welche Richtung das Ganze auch in Zukunft gehen wird. Sorry, aber ich mag diese Art von Spielchen einfach nicht, wenn man mir auch erklären möchte, dass sie einfach zum Business dazu gehören. Ich mag eine gerade Sprache und ich mag Offenheit und ich mag Ehrlichkeit, wenn aber jemand dieses Spiel bereits dann (wieder) zu spielen beginnt, bevor er die Funktion überhaupt angetreten hat, dann weiß ich, wie die Geschichte in Zukunft laufen wird, eben nicht ehrlich.

Um es an dieser Stelle ganz deutlich zu sagen: Dies wird keine (Wahl)-Empfehlung gegen Hoffmann oder für Meier sein, andersrum ebenso wenig. Es soll lediglich aufzeigen, wie die Veranstaltung, von der das gemeine Mitglied normalerweise nichts mitbekommen, im Hintergrund abläuft. Ich bin einigermaßen sicher, dass Herr Meier nicht anders verfährt und deshalb halte ich mich aus dieser, für den HSV eminent wichtigen Wahl heraus. Zum Glück bin ich kein HSV-Mitglied mehr und ich muss mich für keinen Kandidaten entscheiden. Wäre ich noch Mitglied, würde ich die Wahl höchstwahrscheinlich boykottieren.

Vielleicht nochmal zur Erklärung, warum ich mich für keine der beiden Seiten instrumentalisieren lasse. In den Jahren 2013/14 tobte der Wahlkampf um die Initiative HSV+ und um die Ausgliederung der Profi-Abteilung. Ich war damals von der Notwendigkeit dieser Maßnahmen überzeugt, aber ich habe einen Fehler gemacht. Nicht den Fehler, für etwas Partei zu ergreifen, von dem ich auch heute noch sicher bin, dass es richtig und notwendig war. Nein, den Fehler, mich instrumentalisieren und  benutzen zu lassen. Unzählige Stunden sind dabei drauf gegangen, mich mit Leuten zu unterhalten, diverse Male saß ich in der Agentur KolleRebbe und ließ mich von einem der damaligen Inhaber beschallen. (Der gleiche Herr beschallt jetzt übrigens wieder, diesmal im Auftrag Hoffmann’s).  Im Schneetreiben stand ich vor der Kanzlei des beratenden Anwalts und ich fuhr Kilometer um Kilometer, um mich zu engagieren.

In der Zeit machte ich mir wenig Freunde, aber reichlich Feinde. Wofür? Dafür, dass die Idee von HSV+ im Anschluss missbraucht wurde, ich behaupte heute, vorsätzlich missbraucht wurde. Die tatsächliche Umsetzung der Inhalte war, zumindest von Teilen der Initiative, nie wirklich beabsichtigt, so gut wie jeder HSVPlusser in Vorreiter-Funktion wollte im Anschluss an den Wahl persönlich profitieren. Der Eine wollte hinterher e.V.-Präsident, der Andere Vorstandsvorsitzender der AG werden. Wieder ein Anderer wollte in den Aufsichtsrat einziehen und der Nächste wollte seine Stellung als Vorstand Marketing stärken. Tatsächlich hat kaum einer der Initiatoren das Ganze uneigennützig und für den Verein betrieben, sondern am Ende für seine eigenen privaten Ambitionen.

Was aber passierte dann, als mehr und mehr bekannt wurde, dass Beiersdorfer die Inhalte von HSV+ gar nicht kannte und ad absurdum führte? All die Initiatoren verschwanden im Nirwana, sie hatten laut eigener Aussage mit der tatsächlichen Umsetzung von HSV+ ja nichts mehr zu tun. Aber es waren Leute wie ich, die die nächsten 4 Jahre in die Fresse bekamen und ausgerechnet Leuten wie mir wurde unterstellt, ich hätte das Ganze nur supported, um persönlich davon zu profitieren. Jetzt, wo dies scheinbar in die Hose gegangen war, wäre ich verbittert und würde versuchen, blutige Rache an HSV+ zu nehmen, was für ein unfassbarer Bullshit.

Wisst ihr, ich habe ein Prinzip, ich möchte jeden Fehler nur einmal machen. Würde ich mich jetzt erneut instrumentalisieren lassen, würde ich meinen HSV+-Fehler wiederholen und das wird nicht passieren. Wenn ich heute jedoch sehe, wie die Dinge bereits jetzt zu laufen beginnen, kann ich mir leicht ausmalen, wie die Zukunft aussieht.

Sorry die Herren, aber nicht mit mir.

Wer über die Inhalte, über die morgen (oder heute Abend) dann die Krümel-Aufleser berichten werden, informiert sein möchte, lese bitte hier:

http://www.bild.de/bild-plus/sport/fussball/hsv/hoffmann-will-an-die-macht-hoeness-plan-54625348,view=conversionToLogin.bild.html

https://www.abendblatt.de/sport/fussball/hsv/article213252371/Vorbild-Bayern-Hoffmann-will-auch-Aufsichtsratschef-werden.html

 

 

Von | 2018-01-29T09:46:37+01:00 29. Januar 2018|Allgemein|52 Kommentare

52 Comments

  1. marlor 29. Januar 2018 um 10:13 Uhr

    Richtig so. Man kann hier nur zwischen Übel und Elend entscheiden. Welcher der Kandidaten jedoch das kleinere Übel bzw. das kompetentere Elend darstellt, muss jedes Mitglied für sich entscheiden…

  2. Gravesen 29. Januar 2018 um 10:19 Uhr

    Bis zum großen Duell sind es noch 20 Tage. Bei der Mitglieder-Versammlung des HSV e.V. am 18.2. plant Ex-HSV-Boss Bernd Hoffmann (55) sein Comeback.

    Hoffmann will Jens Meier (51) als e.V-Präsident ablösen. Und dann den kompletten Klub als Aufsichtsrats-Chef neu strukturieren. Im Stil von Bayern-Macher Uli Hoeneß (66).

    BILD: Herr Hoffmann, warum wollen Sie beim HSV noch mal angreifen?

    Hoffmann: „Den HSV in seiner Gesamtstruktur zu ordnen, ist aus meiner Sicht die spannendste Management-Aufgabe im deutschen Sport. Das will ich mit totaler Leidenschaft machen.“

    BILD: Als e.V.-Präsident gibt es nichts zu verdienen…

    Hoffmann: „Das weiß ich. Dieser Verein liegt mir am Herzen, und ich wäre quasi hauptamtlich-ehrenamtlich bereit.“

    BILD: Das heißt…

    Hoffmann: „Ich bin so organisiert, dass ich mich hauptsächlich um den HSV kümmern kann, bin total unabhängig. Ich kann jede Entscheidung, alles, was ich tue, ausschließlich am Wohle des HSV orientieren und muss auf nichts und niemanden Rücksicht nehmen.“

    BILD: Sie sehen die Gesamtstruktur des HSV als größtes Problem?
    Hoffmann: „Der HSV ist seit der Ausgliederung aufgeteilt in e.V. und AG. Der wichtigere Teil ist der e.V. als Mehrheits-Gesellschafter der AG. Diesen Einfluss auszuüben, ist eine große Aufgabe. Innerhalb der AG gibt es drei Gremien, in denen die relevanten Entscheidungen fallen, die auch wichtig sind für den sportlichen Erfolg in der Bundesliga.“

    BILD: Konkret?

    Hoffmann: „Zum einen ist es die Hauptversammlung, wo der e.V. die Mehrheit hat und übrigens nicht Herr Kühne. Der Aufsichtsrat, der durch den HSV e.V. bestimmt wird. Und der Vorstand, der wiederum durch den Aufsichtsrat bestimmt wird. Von daher ist die Möglichkeit über den HSV e.V. Einfluss auszuüben und zu gestalten sehr hoch.“

    BILD: In der Öffentlichkeit wirkt es meist so, als hätte Investor Klaus-Michael Kühne die Hosen an. Und nicht der e.V. mit 76 Prozent.

    Hoffmann: „Man hat ein bisschen den Eindruck gewonnen, dass da der Schwanz mit dem Hund wedelt und Herr Kühne tatsächlich bestimmt. Der e.V. ist bislang nicht als Mehrheits-Gesellschafter wahrgenommen worden – und genau das möchte ich ändern. Ich interpretiere die Rolle des e.V.-Präsidiums und dessen Vertreter im Aufsichtsrat völlig anders. Die entscheidenden Weichen müssen am Volkspark gestellt werden und nirgendwo anders.“

    MEHR VOM HSV

    GIBT’S NOCH VERSTÄRKUNG?Keine Kühne-Kohle, keine Neuen

    BILD: Wie würden Sie bei einem Wahlsieg die Rolle im Aufsichtsrat leben?

    Hoffmann: „Ich stelle mir vor, dass der e.V.-Präsident eine deutlich wahrnehmbarere Stimme, eine kräftigere Stimme, bekommt als es bisher der Fall war.“

    BILD: Eine kräftige oder die kräftigste?

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    Hoffmann: „Die kräftigste, weil es der Mehrheits-Gesellschafter ist. Ich kenne kein Unternehmen, in dem der 76-Prozent-Gesellschafter für sich reklamiert, er sei einer von sechs Aufsichtsräten.“

    Hoffmann: „Die kräftigste, weil es der Mehrheits-Gesellschafter ist. Ich kenne kein Unternehmen, in dem der 76-Prozent-Gesellschafter für sich reklamiert, er sei einer von sechs Aufsichtsräten.“

    BILD: Das heißt, Sie würden als e.V.-Präsident auch den Rats-Vorsitz anstreben?

    Hoffmann: „Ich würde mich zumindest darum bewerben. Das ist auch bei anderen Vereinen in der Bundesliga so – egal ob in Stuttgart oder bei Bayern. Der Vereins-Präsident hat da qua Amt den Aufsichtsrats-Vorsitz. Damit ist nach innen und außen klar, wer die Richtung vorgibt. Herr Kühne ist der wichtigste Partner des HSV, aber es gibt klare Regeln, die man mit ihm vereinbaren muss – und an die müssen sich beide halten.“

    BILD: Das aktuelle Präsidium hat mit dem Beirat einen neuen Aufsichtsrat zusammengestellt. Der soll am 6. Februar abgesegnet werden. Zwölf Tage vor der Mitglieder-Versammlung – bei der möglicherweise die Karten neu gemischt werden.

    Hoffmann: „Das ist in der Tat sehr unglücklich. Ich gehe davon aus, dass das Präsidium sich damit beschäftigt, diese zeitlichen Abläufe zu ändern.

  3. Kevin allein in Hamburg 29. Januar 2018 um 11:05 Uhr

    Es wird wohl eine Schlammschlacht werden.
    Trotzdem bin ich der Meinung, das Hoffmann die bessere Wahl ist und der Hafensänger ja bis jetzt überhaupt nichts auf die Kette bekommen hat.
    Man darf nicht vergessen, das es hier um den HSV geht und nicht um Einzel Schicksale.
    Die Zeit der persönlichen Bereicherung muss endlich vorbei sein.
    Aber da verlange ich wohl zuviel.
    Fakt ist wohl, das die unfähigen Ratten versuchen werden, mit allen perfiden Mitteln die Wahl Hoffmanns zu verhindern.

  4. Ex -HSVer im Herzen 29. Januar 2018 um 11:19 Uhr

    Du hast absolut recht. Das fängt jetzt schon wieder zu stinken an. Klassischer Wahlkampf mit Spielchen und Eiertanz. Game of Thrones für Arme.

    Hunke hatte recht: Es wäre das Vernünftigste, wenn das alles auf Juni verschoben wird, wenn klar ist, in welcher Liga der Club spielt.

  5. Micha 29. Januar 2018 um 11:43 Uhr

    Dank an Grave für die Zitate-Zusammenstellung.

    Offener Machtkampf. Der Hafensänger spielt perfide mit der installierten Seilschaft, der Herausforderer baut den Popanz vom mächtigen e.V.-Präsidenten auf, der bisher in der Tat nicht ein einziges Mal zu sehen war.

    Die entscheidende Frage wird eh sein, wie denn der HSV noch ein Mal sehr viel Geld akquirieren will, um den Kader noch ein Mal entscheidend neu auszurichten.

    Kühne-Kölsch oder Wan-tan-Suppe oder ???

  6. Weltmeister. 29. Januar 2018 um 12:39 Uhr

    Wohin uns der Vorstand rund um Beiersdorfer & Bruchhagen sportlich und wirtschaftlich geführt hat, ist bekannt. Allerdings war dies in seiner vollen Blüte überhaupt erst möglich geworden, weil der e.V.-Vorstand (Meier!) schwach ist und sie die ganze Zeit hat gewähren lassen.
    Nun regt sich endlich Widerstand und ein Gegenkandidat betritt die Bühne.

    Vorweg: Das was Hoffmann damals wie heute von sich gibt, klingt plausibel.
    Ich durfte ihn damals als sehr direkten, beinahe zu ehrlichen, aber zugleich konsequenten und unnachgiebigen Menschen „kennengelernen“. (In Anführungszeichen, denn ich war nie eine große Nummer beim HSV.)
    Der Mann hat jedenfalls klare Vorstellungen und hält damit auch nicht hinterm Berg. – Also das genaue Gegenteil von Dampfplauderern wie Beiersdorfer, Bruchhagen, Knäbel, Kreuzer, Todt oder Meier, die der Öffentlichkeit stets nur „Allgemeinplätzchen“ zum Frass anbieten.
    Hoffmann hat sicherlich auch seine Macken, aber wer hat die nicht? Und ob es ihm gelingt die alte HSV-Titanic tatsächlich noch rechtzeitig vorm Untergang zu retten, vermag ich auch nicht vorauszusagen.
    Mein Gefühl sagt mir aber: Mit Meier, Todt & Bruchhagen saufen wir ab. Und zwar schnell.
    Ganz klar: Pro Hoffmann!

    • Volli 29. Januar 2018 um 13:20 Uhr

      Seh ich genauso! Die Titanic ist auf Kurs. Hoffmann wird wenigstens versuchen eine Kurskorrektur vorzunehmen. Den einzigen Plan den Meier haben dürfte, ist nochmal als VV dick abzukassieren.

    • HamburgerJung70 29. Januar 2018 um 17:18 Uhr

      Das ist der Punkt. „Mein Gefühl sagt mir…“. Das hatten wir doch erst. Und wieder lassen sich Leute wie Du (das meine ich jetzt gar nicht böse, geschweige denn, dass ich Dich persönlich angreifen will) positionieren, ohne dass sie wirklich etwas Konkretes, Verbindliches geboten bekommen.

      • Volli 29. Januar 2018 um 18:29 Uhr

        Man bekommt doch was geboten! Zwei Namen. Das ist doch wie in der Politik. Der Eine hatte jetzt 4 Jahre Zeit, steht für das tolerieren von maßloser Geldverschwendung, und Vernachlässigung seiner Aufsichtspflichten. Der Andere steht für dich erfolgreichste Zeit, der letzten 30 Jahre. Das reicht mir erst einmal um mich zu positionieren. ?

      • Weltmeister 30. Januar 2018 um 01:43 Uhr

        Ja, Mensch. So läuft das nun mal im Leben. Aber wenn ich eine Wahl habe, dann versuche ich wenigstens zwischen den Möglichkeiten abzuwägen, welche das „kleinere Übel“ ist.
        Meier ist für mich jedenfalls das größere Übel.

  7. Kerberos 29. Januar 2018 um 13:07 Uhr

    Die causa „Aufsichtsrat“ ist doch ein inszenierter Popanz. Das neugewählte Präsidium kann jeder Zeit nach Lage der Dinge den jeweiligen Erfordernissen entsprechend jedes AR-Mitglied mit der 3/4-Mehrheit des Vereins in der Hauptversammlung abberufen. Nur – neu zu wählende AR-Mitglieder bedürfen dann erneut der Zustimmung des Beirats. Was soll also der ganze Zirkus, zumal die Satzung der AG eine Verschiebung der Wahl des Aufsichtsrats nicht zulässt.
    .
    Die Mitglieder des HSV werden ständig von allen Seiten einfach nur verarscht – es gibt am 18.02.2018 tatsächlich nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.
    .

  8. Saschas Alte Liebe 29. Januar 2018 um 13:47 Uhr

    Großartig ! Da haben die HSVer sich nun die Wahl zwischen Regen und Traufe eingebrockt.
    Das kommt vom unkritischen Mitläufer- und Abnickertum ohne jegliche Fähigkeit, objektive Perspektiven einnehmen zu können.
    Raute im Hirn…
    …HSV im Arsch (pardon)

  9. Skeptiker 29. Januar 2018 um 13:49 Uhr

    Gerade beim HSV werde ich immer besonders hellhörig, wenn ein Kandidat so intensiv betont, dass er das alles ausschließlich zum Wohle des Vereins tun möchte.

  10. Ulrich 29. Januar 2018 um 14:35 Uhr

    Bei dieser Wahl kann man sagen, ohne ein großer Vorhersager zu sein, dass dort nichts normal ablaufen wird. Die werden sich wie die Kesselflicker streiten und ob es zu Ergebnissen kommt, nun ja, mal abwarten.
    Ich kann mir am darauffolgenden Montag wieder die Häme anhören.
    Wenn Hoffmann gewinnt, ist das ok. Denn schlechter als die bisherigen Plinsen ist er auch nicht. Dann wird er vermutlich endlich mal einen gestandenen Sportmanager holen. Den Fehler wird er wohl nicht mehr begehen.

    • Gravesen 29. Januar 2018 um 14:51 Uhr

      Als Aufsichtsrats (Mitglied) kannst du keinen Sportchef einstellen, dies obliegt dem Vorstand. Einzige Ausnahme: Der neue Sportchef wird Vorstandsmitglied, wie es z.B. Frank Arnesen war. Da sich der HSV aber höchstwahrscheinlich nicht noch ein Vorstandsgehalt leisten möchte, wird es nicht dazu kommen. Ergo: Hoffmann könnte im AR zwar Stimmung gegen den Vorstand machen, nicht aber den Sportchef austauschen.

      • Ulrich 29. Januar 2018 um 18:24 Uhr

        Ok. Gute Info. Kann Hoffmann denn Druck ausüben? Könnten dann einige vor ihm Einknicken und eine Mehrheit erzwingen? Ist so was denkbar, auch wenn es verwerflich wäre?

  11. Ex-HSVer im Herzen 29. Januar 2018 um 14:54 Uhr

    Was ich mich frage ist, warum es nur einen Gegenkandidaten gibt. Und warum kein anderer aus Hamburg oder sonstwo aus der Republik antritt. Ein wirklich unabhängiger Profi mit finanzieller Absicherung und einem wirklich strategischen Plan würde beide Kandidaten aus dem Saal fegen. Meiner Meinung nach tut sich kein wirklich erfolgreicher Mensch dieses Bauerntheater an.

    Das ist alles so unerträglich. Auch wenn die letzte erfolgreiche Zeit unter Hoffmann war, sollte man seine Zeit auch mal kritischer beleuchten. Erst wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen, kann man sich ein Bild machen. Denn was passierte denn damals? Der HSV war finanziell die Nummer 4 mit gutem Umsatz. Doch statt dann einen sinnvollen Umbruch zu starten (ja, damals wären viele Talente gekommen), holte man Auslaufmodelle wie van Nistelrooy fürs Volk und schmiss mit Abfindungen nur so um sich statt smarte Verträge zu schließen (und nicht 4 oder 5 Jahre). Allein schon, dass Hoffmann 1 Jahr selbst den Spodi machte, finde ich befremdlich. Das ist nicht professionell gewesen.

    Und mal ehrlich: ein AR-Vorsitzende ist eine lame duck, wenn er nicht die Mehrheit der anderen auf seiner Seite hat. Da kann er noch so viel „aktiv“ sein wollen.

    • Gravesen 29. Januar 2018 um 15:09 Uhr

      Also da sollten wir schon bei der Wahrheit bleiben. Nachdem Beiersdorfer als Vorstand Sport!!!! freiwillig und mit Abfindung verstehen, gegangen war, war es nicht Hoffmann, der keinen neuen Sportchef fand, es war der großartige Aufsichtsrat. Tatsächlich war es sogar Hoffmann, der Leute wie Sammer, Grill (Spielerberater) und Arnesen anschleppte, um die Position zu besetzen, obwohl dies gar nicht zu seinen Aufgaben gehörte. Die Legende vom Vorstandsvorsitzenden Hoffmann, der meinte, gleichzeitig Sportchef sein zu können, ist nun eigentlich oft genug erzählt worden. Mindestens so häufig wie die Legende vom Dukaten-Didi

      • Ex-HSVer im Herzen 29. Januar 2018 um 20:09 Uhr

        Danke für die Aufklärung. Stimmt, ich erinnere mich. Seitdem ist so viel passiert, dass einiges verschütt gegangen ist.

      • Weltmeister 30. Januar 2018 um 01:46 Uhr

        Völlig richtig!

  12. Tom65 29. Januar 2018 um 15:28 Uhr

    Völlig richtig sich nicht instrumentalisieren zu lassen! Ich hatte allerdings schon auf eine klare Aussage gehofft, welches wohl das kleinere Übel ist. Aber wer sich nicht festlegt, muss hinterher nicht zurückrudern, das habe ich verstanden.
    Und Gisdol will lieber erstmal Urlaub machen als bei Stuttgart anzuheuern. Saubere Arbeitseinstellung.

  13. Volli 29. Januar 2018 um 16:44 Uhr

    Ist das nicht herrlich, wie der Name Hoffmann polarisiert. Scheinbar steht ja nur er zur Wahl. Hoffmann ja, Hoffmann nein. Hoffmann der Heilsbringer, Hoffmann die Ursache allen Übels. Scheinbar wieder heilos zerstritten, in zwei Lager getrennt argumentiert die Anhängerschaft pro und contra. Vom Hafensänger hört man, wie immer nix! ?

    • Micha 29. Januar 2018 um 17:07 Uhr

      Meier singt am Hafen „Hamburg, meine Perle“. Allein das disqualifiziert ihn schon, es sei denn, Hoffmann singt mit! Dann müssen beide weg: („Wenn du aus Dortmund kommst, schießt Geld hier keine Tore etc. pp.“)

  14. Wormfood 29. Januar 2018 um 16:45 Uhr

    Der VfB Stuttgart hat Tayfun Korkut zum Trainer gemacht. Damit steigen die Chancen für den HSV auf den Klassenerhalt. 🙁

    Punktedurchschnitte Korkut:
    Hannover: 1,17 in 48 Spielen
    Kaiserslautern: 1,06 in 18 Spielen
    Leverkusen: 1,00 in 12 Spielen

    • Ex-HSVer im Herzen 29. Januar 2018 um 20:12 Uhr

      Genau das meine ich mit „diesmal klappt es wieder“… ohne Worte!

      Dass Personen, die augenscheinlich Versager sind, beziehungsweise keine wirklich guten Fußball-Lehrer, immer wieder gut dotierte Jobs kriegen ist für mich einfach nur unfassbar

  15. Kevin allein in Hamburg 29. Januar 2018 um 17:02 Uhr

    Die Frage sollte auch lauten, warum Herr Hoffmann sich das wirklich noch einmal antun möchte.
    Ist der HSV auch sein Baby ?????
    Das mit dem Baby hat doch der stotternde Beiersdorfer schon versucht…..

  16. HamburgerJung70 29. Januar 2018 um 17:15 Uhr

    Man soll meine folgenden Ausführungen nicht als Werbung für Hafenmeier deuten, aber mit Verlaub, die Ausführungen von Hoffmann sind doch Bull-Shit.

    Wir erinnern uns:

    Ziel der Ausgliederung war es u.a., die Geschicke der Profis „professionell“ in der AG zu lenken. Der Einfluss des Vereins wurde bewusst maximal begrenzt, was u.a. darin Ausdruck fand, dass eine Beherrschung des Aufsichtsrates (AR) durch vereinsnahe Personen vermieden wurde. Diese Ausgrenzung fanden seinerzeit ja auch fast alle super.

    Die beiden wichtigsten Organe sind
    – der Vorstand und
    – der Aufsichtsrat.

    Für das operative Geschäft (der HSV AG) ist der Vorstand verantwortlich. Dies sowohl hinsichtlich des Tagesgeschäftes, wie auch der mittel- und langfristigen Geschäftsplanungen.

    Der AR ist in erster Linie ein Kontrollorgan, der zugleich für die Besetzung des Vorstandes verantwortlich ist. Der AR kann sich zwar mittels GO eine Zustimmung zu bestimmten Geschäften vorbehalten, ist aber im Übrigen NICHT gegenüber dem Vorstand weisungsbefugt (wenn der Vorstand „störrisch“ ist, bleibt dem AR somit nur dessen Absetzung).

    Die Einflussmöglichkeiten des Vereins (über die Hauptversammlung der AG) beschränkt sich im Wesentlichen auf die Wahl des Aufsichtsrates.

    Das ist alles so bei der Ausgliederung gewollt gewesen.

    Es nutzt Hoffmann im Zweifel doch gar nichts, dass er e.V.-Vorsitzender als „kräftigste“ Stimme im AR wahrgenommen wird; egal ob er den Vorsitz hat oder eine Doppelstimme in Pattsituationen hat (bekommt). Das alleine ist doch Piffpaff. Der Verein sichert sich seinen Einfluss doch nur, wenn er eine Hauptversammlung einberuft, in der über eine ihm genehme Kandidatenliste abstimmt, die ihm zugleich die Mehrheit im AR sichert. Und dann kann er im zweiten Step versuchen, den Vorstand mittelbar auf Linie zu bringen (ein Weisungsrecht hat er ja nicht) oder er tauscht ihn aus.

    Der Witz ist, dass dieser Zustand (bzw. diese Aktivität des Vereins) von den Ausgliederungsbefürwortern gerade nicht gewollt war.

    Der andere Punkt ist, dass ein „Macher“ im Zweifel auf den Vorstandsvorsitz schielen wird (s.o.) und entweder auf einen schwachen AR oder eine gedeihliche Zusammenarbeit mit dem AR setzen wird. Soll heißen: Der eV-Vorsitz ist in diesem Fall auch nur eine Zwischenstation für Hoffmann.

    Dass es im Übrigen an jeglicher irgendwie konkreten, nachvollziehbaren oder glaubwürdigen Planung oder Strategie (auch?) seitens Hoffmann fehlt – geschenkt. Mich hat an dieser Stelle zunächst allein die gesellschaftsrechtliche / strategische Nebelbombe von H. geärgert.

    • HamburgerJung70 29. Januar 2018 um 18:11 Uhr

      Kurz mal weitergedacht:

      Wenn man den Ansatz von Hoffmann bejaht, wonach über den eV maßgeblicher Einfluss auf die AG genommen werden soll, dann wäre es doch wenig überraschend und demokratisch-legitim, wenn der SC bei der nächsten Wahl seinen Kandidaten durchboxt. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Alfred Tetzlaff hätte damit Hoffmann schon längst als U-Boot des SC enttarnt und den Wahlantritt als Vorboten einer Conterrevolution geoutet. Wahnsinn.

    • Volli 29. Januar 2018 um 19:48 Uhr

      Hoffmann stand garantiert im letzten Jahr schon als VV zur Verfügung. Nur holten sich die alten Seilschaften lieber den einfacher zu händelnden Verwalter Bruchlandung ins Boot. Natürlich möchte Hoffmann die Kontrolle über die Fussball AG, und das funktioniert am Besten, wenn er sich bei der Wahl die Legitimation der Mitglieder holt. Hoffmann möchte nicht mehr, wie damals, vom Wohlwollen eines völlig inkompetenten Aufsichtsrat abhängig sein! Er möchte das Gebilde HSV von oben nach unten komplett neu strukturieren. Wenn er das System Hoeneß präferiert, dürfte jeder wissen, wo die Reise, mit seiner Wahl, hingehen soll. Wie er die Finanzen in den Griff bekommen will, bleibt spannend, aber hätte er keinen Plan dafür, wäre seine ganze Kandidatur eine Luftnummer! Hoffnung oder Meier, das sind die beiden Kandidaten. Mir fällt die Entscheidung da nicht sehr schwer!

      • HamburgerJung70 29. Januar 2018 um 20:49 Uhr

        System Hoeneß? Du meinst: Nur Geld ausgeben, dass man hat; keine Schulden machen? Ein Qualitätsprodukt anbieten und eine möglichst breite Basis an wichtigen Geldgebern aufbauen? 🙂 Nun, DAS würde ich auf Hamburg bezogen nicht unbedingt als realistischen (ernstzunehmenden) „Plan“ bezeichnen…

        Und was heißt hier, er wolle nicht mehr vom AR abhängig sein? Gewönne Hoffmann die Wahl, könnte er – über die Mitgliederversammlung (AG) – eine Beherrschung des AR anstreben (indem er nicht nur selbst dem AR angehört, sondern der AR zudem künftig mehrheitlich mit „vereinsnahen“ AR-Mitglieder besetzt wird), der dann nicht nur kontrolliert, sondern einen ihm genehmen Vorstand besetzt. Natürlich alles nur und ausschließlich zum Wohle des HSV. Auch wenn damit eines DER Ziele der Ausgliederung über den Haufen geworfen wird. Und solange es natürlich keiner vom SC nachmacht…

        • Volli 29. Januar 2018 um 22:44 Uhr

          Die nächste Wahl des e.V Präsidiums ist im Jahr 2022.Genug Zeit um an vielen Stellschrauben zu drehen, wenn es nicht eh schon viel zu spät ist. Ein weiter so, unter Meier, stellt für mich keine Alternative da. Aber die Wahl wird eh abhängig, von den nächsten Ergebnissen der Mannschaft.

  17. Aus_dem-Süden 29. Januar 2018 um 17:15 Uhr

    Stellungnahme der Würzburger Kickers:
    Noch keine Einigung mit dem Hamburger SV!

    https://www.wuerzburger-kickers.de/de/news/profis/2018-01-29-noch-keine-einigung-mit-dem-hamburger-sv

    „Herr Bruchhagen ist ein sehr erfahrener Fuchs im Profi-Fußball, aber hier war er gewiss ein wenig zu schnell. Umgekehrt hätten er und der HSV sicher nie ein Telefonat als abgeschlossene vertragliche Vereinbarung angesehen.“

    • Ex-HSVer im Herzen 29. Januar 2018 um 20:14 Uhr

      Ohne Worte!!

  18. cajunX 29. Januar 2018 um 17:39 Uhr

    @Hollerbach / Forderungen Würzburg

    90PLUS @neunzig_plus auf Twitter:

    Offiziell: Die Kickers #Würzburg bestätigen, dass man entgegen anderslautender Aussagen der #HSV-Verantwortlichen noch keine Einigung in der Personalie Bern