Und Bruchlandung so: “Ich fordere mehr Respekt!“

Ohne Worte.

Entgegen anderslautenden Aussagen von Verantwortlichen des Hamburger SV am vergangenen Wochenende besteht noch keine vertragliche und rechtlich wirksame Einigung zwischen dem FC Würzburger Kickers sowie dem HSV im Zuge der Verpflichtung von Bernd Hollerbach als neuem Cheftrainer der Hanseaten.  „Erst am vergangenen Freitag erhielten wir ein schriftliches und offizielles Angebot des Hamburger SV. Ohne auf Details eingehen zu wollen, entspricht dieses allerdings nicht unseren Vorstellungen – und in der Form auch nicht der Wertigkeit der Personalie!“, erklärt Daniel Sauer, FWK-Vorstandsvorsitzender. Diese Position habe er Heribert Bruchhagen, Vorstandsvorsitzender der HSV Fußball AG, in einem Telefonat auch noch einmal mitgeteilt.

Da seitens des Hamburger SV bislang kein neues Angebot eingegangen ist, wird der FC Würzburger Kickers noch heute seinerseits einen konkreten Vorschlag unterbreiten. „Wir werden dem HSV darin eine Frist bis Mittwoch, 31. Januar, 12:00 Uhr setzen“, erklärt Sauer. Das Thema hätte indes schon vergangene Woche schnell geklärt werden müssen. „Herr Bruchhagen ist ein sehr erfahrener Fuchs im Profi-Fußball, aber hier war er gewiss ein wenig zu schnell. Umgekehrt hätten er und der HSV sicher nie ein Telefonat als abgeschlossene vertragliche Vereinbarung angesehen.“

(Quelle: https://www.wuerzburger-kickers.de/de/news/profis/2018-01-29-noch-keine-einigung-mit-dem-hamburger-sv)

War es nicht der „gewiss etwas zu schnelle“ Herr Bruchhagen, der seit mehr als einem Jahr nicht müde wird, für sich, seine Arbeit und für den Verein mehr Respekt einzufordern? Respekt wofür? Dafür, dass man einem Trainer einen Vertrag gibt, der noch einen gültigen, ungekündigten Vertrag bei einem anderen Verein besitzt? Respekt dafür, dass man zu dämlich ist, solche Gegebenheiten im Vorfeld abzuklären? Oder Respekt dafür, dass man seine eigenen Anhänger und den Rest der Republik wieder einmal dreist belogen hat? Erklären sie doch mal, Herr Bruchhagen.

Bevor der 48-Jährige am Montag beim HSV für eineinhalb Jahre unterschrieb, einigte sich der HSV mit Kickers-Aufsichtsratsboss Thorsten Fischer. „Wir haben eine Vereinbarung mit den Würzburgern“, bestätigt HSV-Vorstandschef Heribert Bruchhagen. (Quelle: Mopo)

Bevor der 48-Jährige am Montag beim HSV für eineinhalb Jahre unterschrieb!!!!! 

Um einmal zu Chronologie zurück zu kehren: Der HSV berichtet von einer Einigung, Hollerbach unterschreibt am Montag beim HSV (nachdem man ihn erst am Samstag davor kontaktierte), aber erst am darauffolgenden Freitag gab es ein schriftliches und offizielles Angebot von Seiten des HSV. Das sind die Fakten! Meine Frage an dieser Stelle lautet: Wann schreiten DFL und DFB endlich ein und machen diesen dilettantischen Treiben ein Ende? Wann werden die Herren im Volkspark endlich für ihre ständigen Lügenmärchen bestraft?

Man muss sich das einmal vorstellen. Der HSV-Trainer, der am Wochenende mit seiner Mannschaft einen Punkt in Leipzig holte, stand zu diesem Zeitpunkt (und steht immer noch) in Würzburg unter Vertrag und ist aus eben diesem Grund für den HSV gar nicht (spiel)-berechtigt. Wie verfährt nun die DFL in diesem Fall bzw. wie müsste sie verfahren. Stellt ein Verein einen nicht spielberechtigten Spieler auf, wird das Spiel später als Niederlage gewertet. Im Grunde müsste dies für einen nicht berechtigten Trainer ebenso der Fall sein. Erheben die Leipziger nun Einspruch gegen das Ergebnis? Ich würde es tun.

Fast noch unfassbarer ist allerdings, dass es nun Bestrebungen gibt, die Würzburger als Abzocker darzustellen, weil die Herren im HSV Vorstand wieder einmal zu verblödet waren, die einfachsten kaufmännischen Regularien zu beachten. Das schlägt nun wirklich dem Fass den Boden aus. Wann hat das alles eigentlich endlich einmal Konsequenzen? Wie lange dürfen Arroganz-Heri und Laberclown Todt noch so tun, als verstünden sie das Geschäft? Wann greift ein Kontrollgremium wie der Aufsichtsrat eigentlich ein? Diese Veranstaltung ist wieder einmal bezeichnend dafür, wie dieser Verein aufgestellt ist und wieder einmal ist es den Gehalts-Millionären gelungen, den HSV zur Lachnummer der Republik zu machen.

Wo wir schon beim Thema sind…

Gestern Abend bekam ich eine Nachricht zugespielt (ich lese/höre den Dreck nicht und habe die Kasper blockiert), die ich euch nicht vorenthalten möchte, im Sinne der Informations-Weitergabe natürlich.

Aus technischen Gründen verschiebt sich der #Podcast auf MITTWOCH. Gemeinsam mit @fiete06 besuchte ich Bernd #Hoffmann am vergangenen Freitag in Hamburg. Das Ergebnis in 2 Tagen. #HSV #nurderHSV

Nun denn. Wenn der Präsidentschafts-Kandidat sich bereits jetzt bemüssigt fühlt, nicht nur Exklusiv-Interviews zu geben und zu Pressekonferenzen zu laden, sondern auch noch Meinungs-Salafisten wie Schraubenverkäufer Maaß aus Bremen und Schweinebauer Fiete Börnsen (der gar nicht Fiete Börnsen heißt) zum Tee zu empfangen, dann klingt das für mich langsam aber sicher nach Verzweiflung. Ein Podcast mit knapp 50 Zuhörern pro Ausgabe, alle Achtung. Aber halt jeder, wie er mag….

 

Von | 2018-06-02T17:35:11+02:00 30. Januar 2018|Allgemein|32 Kommentare

32 Comments

  1. Kugelblitz 30. Januar 2018 um 08:28 Uhr

    eine frage habe ich noch zu dem gestern von dir verlinkten abendblattartikel. dort wird hoffmann so zitiert:

    „In Fall zwei wäre der Präsident ein bewusst sehr viel mehr gestaltender Aufsichtsrat“

    was muss man sich darunter vorstellen? welche gestalterischen möglichkeiten hat ein aufsichtsrat?

    • Gravesen 30. Januar 2018 um 08:35 Uhr

      Ich denke, die Aussage ist so zu verstehen, dass der Aufsichtsrat wesentlich öfter ins (Tages)-Geschehen eingreifen sollte/würde als bisher. So muss der AR Etats freigeben, besondere Zahlungen genehmigen, wenn z.B. Spieler gekauft werde sollen, der Etat aber ausgereizt ist. Desweiteren muss der AR bei Anteilsverkäufen der AG zustimmen, hier könnte der Aufsichtsrat in Zukunft deutlich zurückhaltender agieren. Der Aufsichtsrat wählt den Vorstand aus und stellt ihn ein usw.
      .
      Mit anderen Worten: Der Aufsichtsrat hätte schon deutlich mehr Möglichkeiten, die (Tages)-Arbeit des Vorstandes zu beeinflussen und offenbar sieht Hoffmann hier eine dringende Notwendigkeit, dies endlich zu tun und die Versager nicht einfach machen zu lassen.

      • Kugelblitz 30. Januar 2018 um 08:56 Uhr

        ah danke, gravesen.

        ich dachte, der AR hätte eher eine Kontrollfunktion statt sich ums Tagesgeschäft zu kümmern. Dann wirds uns auf jeden Fall nicht langweilig werden, mit dem HSV 🙂

    • HamburgerJung70 30. Januar 2018 um 09:51 Uhr

      Im Zweifel kündigt H. hier schon den nächsten HSV-internen Twist an.

      Der Vorstand ist (nicht nur) für das Tagesgeschäft verantwortlich.

      Zwar kann der AR die Frage vorgeben, ob man „nur das ausgeben kann, was man hat“ (oder bereit ist, ein Jahresminus zu erwirtschaften), doch diese Frage stellt sich beim HSV nicht wirklich, da man soooo knapp an der Inso vorbeiwirtschaftet.

      In dieser Lage mag der Vorstand verpflichtet sein, (ausnahmsweise) Spielerkäufe genehmigen zu lassen. Aber halt auch nur dann, wenn der Kauf von den bisherigen Planungen nicht gedeckt ist und keine anderweitigen ausreichenden ungeplanten Einnahmen gegenüberstehen (z.B. durch Spielerverkäufe). „Njet“ zu sagen, ist aber noch kein „Gestalten“. AKTIV in die Spielersuche einzusteigen, wäre ganz sicher nicht die Aufgabe des AR. Will er es doch, dann ist doch hier der nächste von H. provozierte Organkompetenzstreit vorgezeichnet.

      Absolut zulässig wäre es, wenn der AR die groben, künftigen Ziele und Grundsätze vorgibt und den Vorstand danach aussucht. DIESER hat dann aber die Umsetzungsverantwortung. Wenn H. es also nicht nur bei Schlagworten belassen und sagen würde: Unter meiner Verantwortung werden wir künftig sparen und kein weiteres Minus erwirtschaften oder unsere Geldgeberstruktur werden wir künftig deutlich verbreitern und uns nicht erpressbar machen… Aber wer würde dem H. DAS abnehmen?

      Aber Grave hat natürlich recht., wenn er beklagt, dass (auch) der AR seine Aufgaben nicht wahrnimmt.

  2. Michael 30. Januar 2018 um 09:05 Uhr

    Die Hollerbach-Nummer ist der vorläufige Höhepunkt des Dilettantismus im Volkspark. Vorläufig, weil meinerseits der Erwartungsdruck an Schnodderheri und Spongebob sehr hoch ist: ich traue ihnen inzwischen noch mehr Dummheiten zu.
    Klar, dass die Kickers Druck ausüben und den Preis damit hoch treiben. Würde jeder so machen. Nur bringt sich bzw. seinen Arbeitgeber nicht jeder so in die Bredouille, wie es die beiden tun.
    Die Abschiedsrunde des HSV in der Ersten Liga wird auf Dschungelcampniveau unterhaltsam. Ich gucke aber so flache Formate gar nicht…

  3. Raschi 30. Januar 2018 um 09:06 Uhr

    Wenn es Verzweiflung wäre, dann wäre es traurig und der endgültige Beweis dafür, wie unrettbar, verdammt und rott der HSV ist.
    Da liefert die Posse um die Hollerbach-Verpflichtung den nächsten täglichen Beweis wie dilettantisch der HSV „(vor)geführt“ und letztlich auch kontrolliert wird und der Herausforderer um das Präsidentenamt, derjenige, der für die letzte erfolgreiche Zeit beim HSV steht, hat trotzdem keine Chance?
    Wenn dem so ist, dann haben die HSV-Fans und -Mitglieder wirklich nichts Besseres als Meier, Todt, Bruchhagen, Beiersdorfer, Hilke, Gernandt und Co. sowie den endgültigen Untergang verdient. Wer den HSV abschafft, der schafft auch solche Trittbrettfahrer und Emporkömmlinge wie Gottschalk und Hunke ab – insofern ist Meier vielleicht wirklich die bessere Wahl. Aber vielleicht ist es ja gar keine Verzweiflung sondern Basisnähe und -arbeit, etwas, ohne das man beim HSV wohl leider nix wird. Und etwas, was Hoffmann vielleicht schmerzlich gelernt hat, weil es nicht seine Kompetenz sondern die fehlende Clan-Nähe war, die ihm damals den Kopf gekostet hat. Ich kann darauf gerne verzichten, mir reicht Hoffmanns Arbeit und Kompetenz, aber so tickt diese Eitelkeitenmanege und dieser Selbstbedienungsladen momentan leider nicht. Deshalb drücke ich Hoffmann für den Moment ganz fest die Daumen, dass er ausreichend Verbündete an der Basis motivieren und eigene Allianzen schmieden kann. Vielleicht hat er dann ja nochmal die Chance, den aktuellen Club der Selbsdarsteller von innen heraus zu bekämpfen und ihm endlich den fehlenden Leistungsgedanken zu implementieren. Ich würde dem HSV diese Chance gönnen und wünschen, glaube aber, dass er sich mit all seinen Selbstdarstellern und Vereinsmeiern lieber selber abschafft. Das könnte man zwar ausgiebig feiern, angesichts der Chance, die Hoffmann dem HSV mit seiner Kandidatur derzeit aber noch einmal bietet, ist es dann doch eher ein Jammer und zum Verzweifeln.

  4. Didi-der-Grosse 30. Januar 2018 um 09:44 Uhr

    Und die Bild kennt auch schon wieder den Fiete Vertrag…. Wer da wohl wieder in Plauderlaune war :D. Bestimmt der Tod persönlich, damit seine Unfähigkeit weiter geschützt wird

    • Ex-HSVer im Herzen 30. Januar 2018 um 12:00 Uhr

      Genau das habe ich auch gedacht!! Das kann doch nicht wahr sein, dass solche vertraulichen Informationen ausgeplaudert werden. Obwohl ich es zu tiefst befremdlich finde, dass ein 18-jähriger Abiturient, der auch wirklich noch gar nichts geleistet hat, schon sicherer Millionär ist. Diese Branche ist so krank!!!

  5. randomize 30. Januar 2018 um 10:09 Uhr

    Herr Bruchhagen saß im November im ICE von FFM nach Hamburg. Neben Bild-Lektüre war da zum einen die Abfahrtszeit von „erst“ 9 Uhr auffällig und zum anderen das bis Hannover (mein Ziel) keinerlei Mobilgespräche geführt wurden. Man macht sich eben nicht kaputt..

  6. Wenzel 30. Januar 2018 um 11:16 Uhr

    Wäre Hollerbeck nicht ebenso doof wie hacksexuell, hätte er gewußt, daß er nix unterschreibt, bevor er gekündigt hat.
    Wären Bruchmüller nicht schon dement und der andere nicht so doof wie 10m Waldweg, hätte man das auch gewußt.

    Als Lasse Sobiech zu uns transferiert wurde (ablösefrei) wurde noch eine Ablöse non ca. 1Mio gezahlt. Ich musste erstmal zigfach googeln, um zu sehen, daß das tatsächlich so stimmen kann. Es stimmte.

    Fazit: Spiel gegen RBL ungültig 2-0 Nierderlage am grünen Tisch; das wäre DFB-Gerechtigkeit.
    DFB-Tatsache wird sein: Tatasachenentscheidung. Widerliches Packvolk.

    Wenn es Euch – als immer noch H$V affine – schon ankotzt, was meint Ihr, wie es mir geht??
    Interessiert sicher niemanden, aber es vergeigt mir fast die Lust auf Fußball.

    • Ex-HSVer im Herzen 30. Januar 2018 um 12:02 Uhr

      Damit hast du absolut recht. Es wäre ein leichtes, dass unter diesen juristischen Gegebenheiten als Niederlage zu werden. Und keiner würde sich aufregen, außer der HSV. Aber bei der DFL sitzen halt auch nur opportunistische Arschkriecher

    • Manfred Laugwitz 30. Januar 2018 um 12:04 Uhr

      Höre ich da ein leichtes Mimimi weil Holler damals, mit einem kleinen Umweg, von Pauli zum HSV gewechselt ist? Deinem Fazit stimme ich zu, um Dir bei HSV-affin deutlich zu widersprechen. Denn von unserer „Verwandtschaft“ oder Parallelität zum HSV, ist nicht viel geblieben. 🙂

      • Wenzel 30. Januar 2018 um 12:57 Uhr

        Nö, kein Mimimi, ist zu lange her, und sympathisch ist er ja dennoch geblieben.
        Mal sehen, wie viele Sympathiebrocken er in dieser Zeit abzukauen in der Lage ist.

    • HamburgerJung70 30. Januar 2018 um 12:44 Uhr

      Proteste gegen die Spielwertung sind binnen zweier Tage zu stellen. Die Protestgründe sind benannt, ein Verstoß des Trainers gegen vertragliche Regelungen ggü. seinem „früheren“ und noch aktuellen Arbeitgeber (hier: Würzburg) sind nicht aufgeführt. Ein Protest wäre ohne Chance gewesen. Insofern: Viel Aufregung um nichts.

      Davon abgesehen, scheinen natürlich die rechtlichen Grundkenntnisse im HSV grundsätzlich eher mau ausgeprägt zu sein. Egal ob es arbeits- oder gesellschaftsrechtliche Kenntnisse (Bruchhagen/Hoffmann) anbelangt.

      Früher hätte ich darüber gelacht, mittlerweile finde ich das alles ziemlich trostlos.

  7. Fernsehsportler 30. Januar 2018 um 11:44 Uhr

    Das Einstellen von Personal ist eine immer wiederkehrende Aufgabe.
    Der HSV hat als Wirtschaftsunternehmen eine sicherlich größere Personalabteilung und Rechtsbeistand.

    Eine Einstellung geht sicher durch mehrere Hände.
    Ich glaube nicht, dass Details von Verhandlungen vom HB geklärt werden.

    Also entweder hat der HSV ihre Prozesse nicht im Griff, oder da wurden schnell schnell (quasi im Panikmodus)
    Fakten geschaffen.

    Beides ist scheisse

  8. Levti 30. Januar 2018 um 11:45 Uhr

    Moin zusammen,

    unabhängig von der Trainer-Vertrags-Problematik und der anstehenden Wahl musste ich heute schlucken, als ich las, dass man Arp jetzt knappe 2 Millionen anbietet.

    Sorry, aber hierzu zwei Punkte.
    a) Ist der Junge das wirklich wert? Im Prinzip ist das eine Wette auf die Zukunft, von der keiner weiß, wie sie ausgehen wird. Und jetzt sage mir keiner, dass das ein hoffnungsvoller Uxx-Spieler war/ist. Das waren Berg und Chrisantus auch. Wenn man hier ein gutes Angebot vorliegen hat, dann würde ich wirklich über einen Verkauf nachdenken, auch wenn es schwerfällt.
    b) Wie kann es sein, dass solche Zahlen in der Presse herumgeistern? Ist man sich nicht im Klaren darüber, dass man mit so etwas nur Verlierer produziert?

    Dieses Jahr ist es soweit, dieses Jahr wird der Meteorit HSV den Dino erschlagen und in der Evolution um mindestens eine Klasse zurückwerfen. Vollkommen verdient. Schade, dass zumindest der eine Bernd erst so spät an Bord kommen möge.

    Es gibt ganz viele Jobs, bei denen ich nicht beurteilen kann, ob der Gehaltsempfänger die Kohle wirklich wert ist, die er bekommt. Und auch wenn es hart klingt, aber Bruchhagen und Todt bekommen eindeutig zu viel. Selbst wenn deren Arbeit ehrenamtlich wäre, müsste man sogar noch prüfen, ob sie nicht Schadensersatzpflichtig sind.

    Das Transferfenster schließt bald und was hört man von JT? Er führt andauernd Telefonate, reist durch die Weltgeschichte und bewegt im Grunde nichts. Keine sinnvollen Zugänge und leider auch eine Abgänge, die unsere Kostenstruktur entlasten könnten.

    Es ist hart, aktuell (seit Jahren) HSV Fan oder Mitglied zu sein. Man kann mal Pech haben, aber das was wir da haben, schlägt alles. Unfähige Gehaltsempfänger mit großer Schnauze und 0 Leistung.

    HSV – alles andere ist Fußball!

  9. Hein Blöd 30. Januar 2018 um 12:00 Uhr

    „Der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen hat trotz der Turbulenzen in den vergangenen Monaten beim Hamburger SV Atmosphäre und Struktur beim Fußball-Bundesligisten gelobt. „Es gibt nicht den Ansatz eines Chaos beim HSV. Dieser Verein funktioniert großartig“, sagte Bruchhagen am Sonntag bei seiner Antrittsrede auf der Mitgliederversammlung des Universalsportvereins HSV.“

    (Hamburger Abendblatt vom 08.01.2017)

    Und weiter:
    „Ich werde es nicht zulassen, dass der HSV als Chaos-Verein dargestellt wird nur aufgrund der fehlenden sportlichen Leistungen.“

    Nein, Herr Bruchhagen.
    Der HaSiVau wird als Chaosverein dargestellt weil er ein Chaosverein IST:
    Unter anderen Dank Ihnen, Herr Bruchhagen.

  10. Ex-HSVer im Herzen 30. Januar 2018 um 12:08 Uhr

    Hervorragender Artikel! Da ich mittlerweile kaum noch die Presse lese, eine sehr gute Zusammenfassung. Vor allem dass du darauf hinweist, dass dies eigentlich zur anderen Wertung seitens der DFL führen müsste. Ich bin mal gespannt, was in dieser Sache passiert. Eigentlich müsstest du da weiter hartnäckig die relevanten Stellen informieren. Ich als Leipzig würde das knallhart durchziehen. Zumindest mal der ganzen Republik zu zeigen, was für Dilettanten hier arbeiten. Dann außerhalb Hamburgs und Würzburgs interessiert das glaube ich keinen.

    Wenn ich Würzburg wäre, würde ich Der Vertragsauflösung nicht zustimmen. Das wäre dann ein sicheres Thema für jeden Saison Rückblick in 50 Jahren und mehr wert als ein paar 100.000 €. Die man sowieso irgendwann im Laufe der nächsten Monate bekommt, da dieses Verhalten der Grund für eine fristlose Kündigung ist und man somit das Gehalt an Hollerbach spart.

    Kann mal einer einen Sack in der Hose haben und das juristisch mal vernünftig durchfechten. So wie es im Kleinen tagtäglich zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber passiert.

    Dieses Pack beim HSV muss endlich die Quittung bekommen

  11. Ex-HSVer im Herzen 30. Januar 2018 um 13:16 Uhr

    Arp 2 Mio pro Jahr!!!!!!!!!!!! Und dann gleich für 5 Jahre. Haben die nicht alle Latten am Zaun??? Der Junge ist 18!!! Und wenn er 23 ist, hat er 6 Mio netto auf dem Konto, selbst wenn er nur 50 Spiele macht wegen mieser Leistung.

    Heilige Mutter Gottes!

    Da muss doch endlich mal jemand einschreiten! Du kannst doch nicht einen Vertrag über 10 Millionen abschließen, wenn du kurz vor der Insolvenz bist. Das nennt sich Bankrott!

    • Gravesen 30. Januar 2018 um 13:24 Uhr

      Ich denke, hier muss man sich einfach mal die Marktgegebenheiten anschauen. Fiete Arp ist ein Versprechen für die Zukunft, ein Spieler, der mit 17 Jahren schon zweimal in der Bundesliga traf und an dem wohl alle großen Vereine interessiert sind. Insofern ist der Versuch des HSV sinnvoll, die kolportierten € 2 Mio. sind eher Durchschnitt. Viel wichtiger als all das sind jedoch die Vertragsmodalitäten. Eine Ausstiegsklausel von € 10 Mio. ist natürlich albern, aber wahrscheinlich greift diese auch nur bei Abstieg, bei Klassenerhalt dürfte sie drei – bis viermal so hoch ausfallen.
      .
      All das kann ich verstehen, finde es sogar richtig. Was natürlich, wie beim HSV gelernt, überhaupt nicht geht, ist die Tatsache, dass diese Details schon wieder bei der BILD landen. Das wird weder Fiete Arp noch seinen Berater Milewski erfreuen.
      .
      Und noch eines: Man sollt bei Arp keine Angst haben, dass der Junge in Hamburg 10 Mio. verdient, so viele Jahre wird er nicht mehr hier sein.
      .
      Vermutung: Ich schätze, die Information bzgl. Verlängerung und Vertragsinhalte ist absichtlich aus dem Verein lanciert worden, weil man von Arp’s Seite hat durchblicken lassen, dass man nicht verlängern wird. So aber steht der HSV da als Verein, der bis weit über seine Grenzen gegangen ist, der wirklich alles versucht hat und zwar rechtzeitig. Ihr dürft nie vergessen – das Ganze ist ein Showgeschäft.

      • Kevin allein in Hamburg 30. Januar 2018 um 14:35 Uhr

        das Ganze ist ein Showgeschäft………..
        The Show must go on…………

      • Ex-HSVer im Herzen 30. Januar 2018 um 15:09 Uhr

        Das ist mir natürlich auch alles bewusst. Ich finde das alles nur noch pervers und zum Kotzen. Deswegen produziert diese Branche auch keine wirklichen Superstars mehr. Wer mit 20 oder 21 zigfacher Millionär ist, hat keinen Anreiz mehr sich zu quälen oder zu lernen. Messi und Ronaldo werden für lange Zeit die letzten genialen Fußballer bleiben. Was ist aus Pogba, Götze, Odegaard geworden? Goretzka wird der nächste sein. Natürlich ist es schon hoffnungsvoll, wenn einer mit 17 Jahren zweimal getroffen hat. Aber das dieses allein schon reicht, um danach Multimillionär zu werden ist doch einfach nur noch pervers.

        Und mit dem Rest bin ich völlig bei Dir. Taktik, sonst nix. Alles Pfeifen

  12. HamburgerJung70 30. Januar 2018 um 15:32 Uhr

    Finde nur ich die momentane Situation so skurril?

    Da gliedert man 2014 die Profiabteilung aus und koppelt diese bewusst weitestgehend vom Verein ab (weshalb er auch machtlos, nämlich nur mit einem Vertreter im AR der AG vertreten ist). Zudem stellt man nicht nur den AR zusammen, sondern verantwortet auch den ersten Vorstand (noch am Tage der Ausgliederung frohlockte die Verantwortlichen, dass man an Didi dran sei).

    Nach 3,5 Jahren ist der Schuldenstand kaum verändert, aber man hat soviel Geld verbrannt, dass einem nur noch knapp 3/4 der Anteile selbst gehört. Diese z.T. hahnebüchenen Transfers wären überhaupt nicht denkbar gewesen, wenn der grinsende Steuerflüchtling nicht immer wieder Geld gegeben hätte, während dessen Anteile am HSV immer weiter anstiegen.

    KMK ist bereits sooo dicht an der Sperrminorität und was machen die Ärsche im HSV? Verweigern weitere Geldannahmen. Treten auf die Transferbremse. Suchen nach anderen Geldgebern! Kurz: Da haben wohl ein paar Dummköpfe nicht verstanden, wofür sie eingestellt wurden.

    Und was passiert? Tataaaa! Jemand, der den Laden aufräumen soll. Gaaaanz zufällig unterstützt von der gleichen Marketing-Agentur, die bereits die Ausgliederung mit gepusht hat. Auch damals natürlich schon total uneigennützig und ehrenamtlich…

    Da muss man doch jetzt nur 1 + 1 zusammenzählen…

    • Volli 30. Januar 2018 um 23:00 Uhr

      Wenn ich das jetzt richtig verstehe, bist du der Meinung, daß Kühne Hoffmann einschleusen will, um weitere Anteile und die damit verbundene Sperrminorität zu erhalten????

  13. Wormfood 30. Januar 2018 um 16:10 Uhr

    Mündliche Vereinbarungen zwischen Kaufleuten sind durchaus rechtskräftig. Hier geht es aber wohl darum, dass der HSV eine Vereinbarung mit dem Würzburger Aufsichtsratsvorsitzenden getroffen hat, der dafür überhaupt nicht zuständig ist. Kann mir vorstellen, dass der Vorstandsvorsitzende deswegen angepisst ist, wenn man ihn übergangen hat bei einem solchen Gekungel.

    Die Situation ist ansonsten nicht vergleichbar mit dem Einsatz von nicht spielberechtigten Spielern. Hollerbach dürfte wohl die notwendige Trainerlizenz für die 1. Bundesliga haben. Der Rest geht DFB/DFL nichts an. Das ist eine rein arbeitsrechtliche Angelegenheit.

  14. Spörl 30. Januar 2018 um 19:03 Uhr

    Und das einzige was man in der Winterpause zustande bringt ist ein Anruf bei Mehmedi…

    Naja, macht ja nichts. Hauptsache im Tischtennis und Skat läufts beim e.V.

    Wer kann schon was dafür, wenn die Profis zu wenig Tore schiessen?

    Steigen wir halt ab. Hauptsache kein Aktionismus. Ob Todt morgen zum Deadline Day einen Wellness Tag für sich geplant hat?

    • Spahic 30. Januar 2018 um 22:43 Uhr

      Warten auf den Weihnachtsmann
      Todt ist wieder mal spät dran
      Und Santa Klaus hat keine Lust
      Auf noch mehr Stümper-Dino-Frust.

      Das Trauerspiel ist bald vorbei
      Spätestens am zwölften Mai
      Wird die Titanic untergehn
      und die blöde Uhr bleibt stehn.

  15. Cokie 30. Januar 2018 um 19:40 Uhr

    Nochmal zu Hollerbach: das war eine Arbeit auf Probe. So etwas kann man machen, um sich gegenseitig kennen zu lernen. Allerdings geht das nicht bei bestehendem Arbeitsvertrag. Wie dabei eine Beurlaubung mit ggf. solchen Freiheiten inkludiert sich auswirkt, … keine Ahnung.
    PS: Ironie off…

  16. Wenzel 30. Januar 2018 um 21:14 Uhr

    Leider gilbt es ein Recht auf eine Spielanullierung – leider – nur dann, wenn beide Vertragsparteien sich in der gleichen Liga befinden.

    Wieder einmal bepinkeltt sich der H$V selbst, aber muß sich nicht selbst abwaschen.

    Wer aber bezahlt das alles und wovon?
    Gegen dieses mafiöses Verhalten waren „Der Pate I.-III.“ schon fast Comedy.

    Es ist, als wenn ich beim Fleischfachverkäufer Spezialkäse kaufen wollte.
    Wenn man nicht mal mehr die richtigen Ansprechpartner weiß, was denn dann?

    Wäre es nicht so unerträglich, wäre es echt komisch.

  17. Spörl 30. Januar 2018 um 22:42 Uhr

    Vermutlich wird Todt am 1. Februar nach Schliessen des Transferfensters unmittelbar freigestellt. Anders kann ich mir die Ruhe beim HSV derzeit nicht erklären.

    Es besteht ab 1. Februar schlichtweg keine Aufgabe mehr für ihn. Und warum hat man wohl nichts über Verstärkungen gehört in der Winterpause?

    Nicht ein Gerücht! Mehmedi angerufen. Danke das wars. Nicht mal ein Gerücht zu einer Leihe.

    Da erscheint es unwahrscheinlich, dass der HSV bzw. Todt überhaupt an irgendeiner Sofortverstärkung irgendwo dran gewesen wäre. Da war dann wohl nichts. Anscheinend sinnlose und planlose Scouting-Trips nach Spanien und Polen.

    Den Wiederaufstieg soll anscheinend jemand anders planen. So sehen es wohl auch die Aufsichtsräte, die den HSV anscheinend sehenden Auges absteigen lassen.

    • Wormfood 31. Januar 2018 um 00:09 Uhr

      Jens Todt ist doch der Durchhalteparolenverkünder. Als solcher hat er seine Existenzberechtigung. Ich würde den Job deutlich preiswerter und mit größerer Abwechselung im Wortschatz machen, habe aber nicht sein Renommee als Ex-Profifußballer.

  18. Michael 30. Januar 2018 um 22:59 Uhr

    Zumindest hat Spongebob Argentinien gesehen! Auf Kosten des HSV.
    Wir müssen darauf sparen.
    Mich wundert, daß noch kein last minute-Transfer im Gange ist. So eine Soforthilfe, ligaerfahren, ein Leader, also nicht zu jung. So 29, besser 32 Jahre alt. Im Sommer ablösefrei, aber