Es gibt Leute, denen ist wirklich nichts peinlich…

Einem Hinweis folgend, bin ich gestern auf diese wunderbaren Zeilen gestoßen. Zur Erklärung: Ich lese diese Art von mentaler Inkontinenz im Regelfall ebenso wenig, wie ich mir Einfallspinsel-Podcasts anhöre, mir ist meine Zeit einfach zu schade für diesen Schwachsinn. Ich möchte auch gar nicht darauf hinweisen, welcher peinliche Psycho diesen Propaganda-Dreck verbrochen hat, ich möchte auf etwas ganz anderes hinaus. Hier nun das Zitat, es steht am Ende eines unendlich peinlichen Textes:

Ich bin von Bernd Hoffmann überzeugt, ich werde ihn wählen und ich hoffe, daß am 18.02. möglichst viele Mitglieder zur MV kommen, um ihn zum zukünftigen HSV-Präsidenten zu wählen.
Es muß sich jedes Mitglied die Frage stellen: „Will ich, daß es bleibt wie es ist, oder will ich etwas ändern und dem im Sportmanagement erfahrenen und erfolgreichen Bernd Hoffmann und seinem Team meine Stimme geben?“

Nur der HSV (fb) #TeamHoffmann

Soweit, so gut. Natürlich steht es jedem frei, sich für eine Sache, eine Initiative oder einen Kandidaten zu begeistern, dagegen ist überhaupt nichts zu sagen. Der Hammer ist nur, dass ausgerechnet diese Spacken bis vor wenigen Tagen die Thesen vertreten haben, dass beim HSV alles in bester Ordnung sei, man auf dem richtige Weg wäre und lediglich ein wenig Spielglück fehlen würde. Exakt der Autor dieses Textes vertrat die Meinung, dass der HSV mit Frank Wettstein den Geld-Experten schlechthin in seinen Reihen hätte, welcher die Finanzen des HSV wieder geordnet hätte. Exakt diese Vögel haben bis vor zwei Wochen jeden zur Sau gemacht, der nicht ihrer Meinung war und diese Meinung lautete, dass Gisdol ein toller Trainer wäre und man mit jedem Spieltag mehr seine Handschrift erkennen könnte.

Diese Typen waren es, die nach dem 25.05.2014 (HSV+) alles und jeden angemacht haben, der so etwas wie Kritik an Herrn Beiersdorfer äußern wollte, diese Typen waren es, die den „findigen 44-jährigen“ Hilke gegen jede kritische Anmerkung mit Waffengewalt verteidigten. Ihrer Auffassung nach waren die pösen Buben Ertel, Hunke, Floberg, Jarchow und Co. endlich besiegt und am Horizont konnte man die Erdbeerfelder blühen sehen. Jemand, der etwas anderes behauptet hat, war automatisch Hater, Pester oder ahnungslos. Ok, alles gut. Vollkommen lächerlich, aber gut. Denn für Dummheit kann man nichts.

Aber für Trittbrettfahrerei kann man was, ihr Loser. Denn vielleicht könnt ihr mit mal eines erklären. Wenn alles so supi-endgeil ist, wie ihr die letzten 4 Jahre verkündet habt, wofür braucht ihr denn jetzt Bernd Hoffmann? Vor wem soll euch Bernd denn retten, wenn alles in Butter ist? Warum muss denn der Ex-Vorstand eurem Verein jetzt plötzlich helfen, wo doch bis vor 3 Wochen alles in den richtigen Bahnen lief? Ehrlich, ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte. Ihr reißt 4 Jahre lang die Fresse auf und jetzt wechselt ihr die Pferde im Galopp und verratet alles, was ihr bis gestern vertreten habt? Wofür? Für ein Gespräch in der Küche zwischen den Flipcharts? Ihr seid wirklich das Jämmerlichste, was dieser Verein zu bieten hat und das will wahrlich etwas heißen.

Die Perversion ins Extrem getrieben haben diese Knalltüten jedesmal dann, wenn sie einen Beweis forderten. Beiersdorfer, Hilke, Gernandt, Bruchhagen und Co. konnten noch so viel Mist verzapfen, sie wurden freigesprochen. Oder den Kritikern wurde entgegnet: „Hast du einen Beweis? Warst du dabei?“. Komisch, oder? Denn während bei ihren Götzenbildern jeweils die Beweisführung angeordnet wurde, konnten exakt die gleichen Vögel Leute wie Ertel, Hunke, Erhardt und Konsorten ans Kreuz nageln. Und zwar ohne je einen einzigen Beweis ihrer „Schuld“ zu erbringen. Das nenne ich kranke Doppelmoral.

Damit man mich richtig versteht – jeder soll doch bitte wählen, was er für richtig hält. Wenn es für eine Person Argumente für Meier gibt, soll er sein Kreuz machen. Ebenso bei Hoffmann. Aber man soll doch bitte aufhören, zu lügen bis sich andere Leute übergeben müssen. Diese Pfeifen haben aus HSV+ weniger als nichts gelernt, sie sind offensichtlich zu blöd dafür. All diese Leute, und man sieht sie aktuell wieder vermehrt auf den einschlägigen Facebook-Seiten wie „Team Hoffmann für den HSV“, haben 2014 für HSV+ geworben und gestimmt und sind böse auf den Arsch gefallen, wie wir alle. Aber anstatt heute Fragen zu stellen, sind sie, wie Kai aus der Klapse, alle wieder da und machen den gleichen Fehler wie damals. Der Fehler war nicht, HSV+ zu wählen und ob eine Wahl von Bernd Hoffmann ein Fehler wäre, kann niemand sagen. Aber sie machen den Fehler, erneut alles über Bord zu werfen, keine Fragen zu stellen, einfach wie die Lemminge der Herde hinterher zu rennen und das Maul aufzureißen.

Und am Ende wundern sie sich wieder.

Nochmal zum mitschreiben: Wählt das, was ihr für richtig haltet. Wenn ihr meint, Argumente für Meier zu haben wählt ihn. Wenn ihr meint, Hoffmann sei die bessere Alternative, wählt ihn. Aber wählt aus den richtigen Gründen und nicht nur, um „dabei zu sein“, wenn die neue Zeitrechnung beginnt.

Anbei noch ein kleiner, alter Artikel. Zur Einordnung.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-15348776.html

Von | 2018-01-31T07:26:09+01:00 31. Januar 2018|Allgemein|40 Kommentare

40 Comments

  1. Michael 31. Januar 2018 um 08:26 Uhr

    Abgründe, wohin man auch blickt..

  2. Holger 31. Januar 2018 um 08:42 Uhr

    Meinst Du wirklich der geneigte Fan und Vereinsmitglied will das alles wissen?

    Fußball ist für diese Menschen „Emotion“, nicht wirtschaftliche oder strategische Analyse von Vorstandswahlen, etc.

    „Hoffnung“ ist eine starke Emotion. Wenn aus einem Namen „Hoffnung“ wird, dann wird er gewählt. So einfach ist das. Nicht nur in einem Sportverein. Fakten spielen dabei eine weit untergeordnete Rolle.

    „HSV+“ stand ebenso für Hoffnung. Hoffnung auf tolle Europacup- Abende im Volkspark, Hoffnung endlich mal wieder einen Pokal oder eine Schale feiern zu können. Die Mitglieder haben nicht wegen irgend welcher „Konzepte“ oder „Inhalte“ für HSV+ votiert und dementsprechend auch natürlich nicht hinterfragt.

    Ebenso wenig wird es bei der Wahl Meier gegen Hoffmann darum gehen, wer die besseren Argumente oder Strategien hat. Hier geht es um den letzten Strohhalm, an den sich der treue Anhänger klammern möchte.

    • Gravesen 31. Januar 2018 um 08:46 Uhr

      Ich bin zu 100% bei dir, das entbindet mich aber nicht von der Pflicht, auf die Realitäten hinzuweisen.

    • Saschas Alte Liebe 31. Januar 2018 um 09:21 Uhr

      Auch die Hoffnung auf nur das Dabeisein bei Erfolgen Anderer ist doch ziemlich arm.
      So so viele kleine Wesen ohne eigenes selbstbestimmtes Leben.
      Wie Motten um ein wenig Licht; um ein wenig des Scheins abzubekommen…

  3. Saschas Alte Liebe 31. Januar 2018 um 09:18 Uhr

    All diese Vögel wird man nur los, wenn es nichts mehr abzuzocken gibt.
    Ob vor 18 Jahren Hoffmann oder 28 Jahren Hunke schon mal oder 2014 oder jetzt,
    die Zecken fallen über ihre Wirte her und saugen und zanken um die Pfründe.
    Und Heerscharen von charakterlos wendehälsigen Mitläufern hecheln lechzend um ein paar Krümel hinterher, einfach nur, um dabeizu sein, auf der „richtigen“ Seite.
    Und weitere Heerscharen von indoktrinierten unwissenden Fanlemmingen vergöttern hirnlos abwechselnd den Einen oder den Anderen als „Retter“ vor dem jeweils angeblich bevorstehenden Untergang.
    Ein erbärmliches Schauspiel und Abbild der Gesellschaft.
    Und ein paar Zecken fressen sich am Aufstieg wie am Siechtum, am Wachstum wie am Untergang noch permanent fett und fetter.
    Aber warum eigentlich? Wofür? Weiß das noch irgendwer? Fragt danach irgendjemand?
    Eine hoch inkubative Sucht, durch und durch krank.
    Armselig.

    • Ex-HSVer im Herzen 31. Januar 2018 um 11:13 Uhr

      Hervorragend zusammengefasst!! Wie in so vielen anderen Fällen in unser Gesellschaft beziehungsweise der Menschheitsgeschichte sorgt der oftmals ungebildete und ziellose Pöbel dafür, dass eine Hoffnung gewählt wird und keine Fakten. Das Ergebnis war stets der komplette Zusammenbruch.

    • Saschas Alte Liebe 31. Januar 2018 um 11:24 Uhr

      Stimmt. Somit also schlimmer als Zecken für den Wirt; oder eben krankhafte Zecken.

      • Wormfood 1. Februar 2018 um 15:45 Uhr

        Eher so etwas wie Filzläuse oder Bandwürmer.

  4. Ex-HSVer im Herzen 31. Januar 2018 um 11:21 Uhr

    In den letzten Wochen erinnere ich mich immer wieder an einen Spruch von meiner Oma: „Junge, was ist so spannend daran, dass 22 Männer in kurzen Hosen einem Lederball hinterher laufen“.

    Wenn ich dieses ganze Theater um Wahlen, Trainerwechsel, Spielerkäufe und Fanboy-Blogs sehe, stelle ich mir diese Frage mittlerweile auch. Denn letztlich ist es genau das, was meine Oma gesagt hat. Doch erwachsene, durchaus intelligente Männer, oft Familienväter opfern ihre Zeit, ihre Zuneigung und Emotionen für so etwas. Und zwar in einem Maße, das über unsere kurzweilige Beschäftigung mit diesem Blig o.ä. hinaus geht. Irgendwie pervers. Denn egal, was passiert, das hat alles keinen Einfluss auf die eigene Lebensführung oder das eigene Schicksal. Mal von sehr rudimentär vorkommenden positiven Gefühlen nach einem Sieg der eigenen Mannschaft (warum eigentlich?). Aber im Verhältnis zum Großen und Ganzen des eigenen Lebens ist das doch einfach nur überflüssig und lächerlich.

    Dementsprechend wird auch klar, warum es so viele Lemminge und Wendehälse gibt: Sie haben schlicht und einfach sonst nichts Befriedigendes in ihrem Leben und deswegen sollten diese Menschen uns eigentlich leid tun.

  5. Sag' Tschüss Dino 31. Januar 2018 um 12:41 Uhr

    http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/716275/artikel_offiziell-bvb-kassiert-6375-millionen-fuer-aubameyang.html

    Der BVB hat sein abgegebenes Problem immerhin so viel Geld bekommen, wie der HSV in jüngster Zeit insgesamt verdummt hat.

  6. Gravesen 31. Januar 2018 um 13:36 Uhr

    https://www.wuerzburger-kickers.de/de/news/profis/2018-01-31-formale-klaerung-in-der-causa-hollerbach
    .
    Dabei haben die FWK-Gremien den Verantwortlichen des HSV aber noch einmal mitgeteilt, dass man über die Versäumnisse eines korrekten Vorgehens, einer zeitnahen klaren Vereinbarung und nicht zuletzt über die mit dem Angebot selbst zum Ausdruck gebrachte geringe Wertschätzung absolut kein Verständnis habe.
    .
    „Objektiv muss man leider festhalten, dass der Umfang des Angebots dem Wert und den Qualitäten von Bernd sowie der Wichtigkeit seiner Verpflichtung in der aktuellen HSV-Situation nicht annähernd gerecht wird. Wir nehmen es aber einzig und allein aufgrund der Freundschaft zu Bernd an. Wir werden das Geld vom Hamburger SV nicht behalten. Stattdessen suchen wir uns karitative Organisationen und werden es an bedürftige Kinder und Jugendliche spenden – hälftig an soziale Einrichtungen bei uns in der Region, hälftig an soziale Einrichtungen im Stadtteil St. Pauli“, sagt FWK-Vorstandsvorsitzender Daniel Sauer: „Der Hamburger SV hat mit der Verpflichtung von Bernd Hollerbach als neuem Cheftrainer seine wohl wichtigste Personal-Entscheidung der Rückrunde und im Kampf um den Bundesliga-Klassenerhalt getroffen. Bei einer solch wichtigen Personalie hätten wir uns als beteiligte Partei mehr Respekt und ein sorgsameres Vorgehen gewünscht.“

    • Levti 31. Januar 2018 um 14:03 Uhr

      Unabhängig davon, ob das Thema so stimmt, bzw. alles so gelaufen ist, wie es dargestellt wurde, aber da hat Stil. Das war nicht dritt- sondern erstklassig. So einen Text würde man auf der Seite des HSV nie lesen.

      TOP!

    • Ex-HSVe im Herzen 31. Januar 2018 um 15:28 Uhr

      Das Bla Bla der Würzburger interessiert beim HSV doch keine Sau. Die hätten mal Rückgrat zeigen sollen und das Ganze noch ein paar Wochen verzögern sollen. Das wäre lustig in der Presse geworden.

  7. CH 31. Januar 2018 um 14:33 Uhr

    Ich finde die PM inkl. St. Pauli-Bezug und der weiteren Spitzen komplett albern, Herr Sauer hat sich mit seinem Ultimatum in die Sackgasse manövriert. Rechtlich war da offensichtlich nichts mehr zu bestellen (siehe RA Kletke im HA), die Kommunikation zwischen Sauer und seinem ARV Fischer nicht vorhanden und die Feststellung man ist juristisch und moralisch im Recht, obliegt im ersten Fall ausschließlich einem Gericht oder sind wir hier im englischen Königshaus, Stichwort „Dieu et mon Droit“?

    • Gravesen 31. Januar 2018 um 14:43 Uhr

      Ach wirklich. Ist das die Meinung, die man ab sofort aus der Mopo erfahren darf?

    • Oberberger 31. Januar 2018 um 14:53 Uhr

      Ich finde es albern, dass der HSV der einzige Bundesliga-Club ist bei dem solche Peinlichkeiten passieren.
      Zuerst hat man den HSV gehaßt, dann bemitleidet und jetzt wird er nur noch ausgelacht.
      Herr Todt läßt sich für jeden Scheiß bezahlen und Boni in den Verttrag schreiben, schafft es aber nicht mal einen arbeitsrechtlich einwandfreien Trainerwechsel auf die Reihe zu kriegen.
      Das Transfergeschäft ist was für Profis und nicht für reiselustige Amateure, die erst auf der PK den Macher markieren und dann hinterher kleinlaut feststellen, dass der vorgestellte Trainer ihnen irgendwie doch noch nicht gehört.
      Außerdem frage ich mich wie solche Peinlichkeiten einem Verein passieren können, dessen Administration zahlenmäßig auf Championsleague Niveau agiert.
      Sorry…aber sowas ist einfach nur selten dämlich und zeigt die ganze Unfähigkeit dieser Kompetenzsimulatoren.
      Das haben sich die Herren redlich verdient von einem Drittliga-Club einmal ausführlich am Ring durch die Manege geführt zu werden.

  8. CH 31. Januar 2018 um 14:48 Uhr

    Wieso Mopo?

    • Gravesen 31. Januar 2018 um 14:57 Uhr

      Nicht verstanden? Dann nochmal langsam zum mitschreiben. Du behauptest einfach mal fröhlich los, übrigens genau wie der Herr Rechtsanwalt, der keinerlei Kenntnisse über die Vertragsinhalte in Würzburg hatte, sich aber trotzdem traut, eine Art Urteil abzugeben. Fakt ist: Der HSV hat sich, wieder einmal, bis auf die Knochen blamiert und ich kann aber auch jede Silbe der Würzburger verstehen, mit der sie diese Situation ausnutzen wollen.

  9. CH 31. Januar 2018 um 15:19 Uhr

    Das der HSV hier wie üblich nicht gut aussieht ist doch unbestritten. Findest Du, das die Würzburger mit der PM gut aussehen? Herr Fischer hat sich offensichtlich zu weit aus dem Fenster gelehnt, sonst hätte er doch in seiner Funktion die Pflicht, die Ansprüche seines Vereins rechtlich durchzusetzen. Jetzt ist man zurück gerudert und kann sich Spitzen nicht verkneifen, was auch nicht souverän wirkt. Natürlich kenne ich weder Vertragsinhalte noch den genauen Ablauf, aber Fakt ist doch, dass Würzburgs Sauer den von ihm eingeschlagenen Kurs in der Angelegenheit lieber nicht weiter verfolgt.

    • Gravesen 31. Januar 2018 um 15:22 Uhr

      Und das legst du natürlich als Schwäche aus.

  10. Levti 31. Januar 2018 um 15:42 Uhr

    Es gab mal einen schönen Spruch von David Lee Roth (Sänger Van Halen)

    „Es ist egal, ob Du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an, wie gut Du dabei aussiehst.“

    Für mich sehen die Würzburger eindeutig besser aus – vielleicht kein techischer KO, aber zumindest deutlich nach Punkten.

    HSV – alles andere ist nur Fußball!

  11. BerndH60 31. Januar 2018 um 15:46 Uhr

    Die HSV – Würzburg – Hollerbach Geschichte gehört für mich in die übelste und dunkelste Ecke des Fussballs,
    Ich bin überzeugt, dass kurzerhand durch gewisse DFL Kanäle den Würzburgern klar gemacht worden ist, das weiteres Aufwirbeln von Staub nur zum Würzburger Schaden ist.
    „Ich habe ihm ein Angebot gemacht, dass er nicht ablehnen konnte.“ Don Corleone, der Pate I, lässt grüßen.
    .
    Der HSV wird aus Image Gründen, letztes verbliebenes Gründungsmitglied der Bundesliga, mit aller Macht in der ersten Liga gehalten. Auch wenn der Verein nur noch die schlechtest mögliche Karikatur seiner selbst ist und bei 98% der deutschen Fußballfans akuten Brechreiz auslöst.
    .
    Ein Blick hinter die Kulissen und der Verein könnte wahlweise von der Steuerfahndung, des Dezernates für organisierte Kriminalität oder der DFL dicht gemacht werden.
    Aber da stehen wohl zu mächtige Interessen gegen.

  12. CH 31. Januar 2018 um 15:50 Uhr

    Zumindest haben sich die Würzburger m. E. auch nicht mit Ruhm bekleckert. Interessanter als meine unmaßgebliche Meinung wäre vielleicht eher zu wissen, welche Leistung BH für den FWK noch erbracht hat und da jetzt offenbar doch Geld geflossen ist, sind die an den HSV-Klassenerhalt gekoppelten ein oder zwei (?) Freundschaftsspiele jetzt hinfällig?

  13. Kerberos 31. Januar 2018 um 15:58 Uhr

    Was für ein Quatsch – Quelle „MoPo“ und die „dubiosen“ Ausführungen eines Sportrechtlers. Im Arbeitsrecht gibt es, ohne dass es zusätzlicher vertraglicher Vereinbarungen bedarf, bei wirksamen Arbeitsverträgen grundsätzlich ein gesetzliches Konkurrenzverbot. Basta! Und hier geht es eben um eine identische Tätigkeit bei 2 Vereinen aus dem Profifußball.
    .
    Nur ist Vertragspartner der Würzburger eben B. Hollerbach und nicht der HSV. Daher hätten die Würzburger gegen B. Hollerbach eine einstweilige Verfügung auf Unterlassen der Tätigkeit beim HSV erwirken können, die dann für den Fall der Zuwiderhandlung mit hoher Geldstrafe (gegen B. Hollerbach) hinterlegt ist. Die Vorlage des Arbeitsvertrages und eine eidestattliche Versicherung (das der Vertrag ungekündigt ist) hätten hier genügt. Unerheblich dabei ist, ob B. Hollerbach freigestellt war oder nicht – entscheidend ist der wirksame, noch ungekündigte, Arbeitsvertrag mit den Würzburgern.
    .
    Den juristischen Ärger hätte aber eben nur B. Hollerbach gehabt, nicht der HSV – der hätte allerdings keinen Trainer mehr. Daher macht die Erklärung der Würzburger absolut Sinn.
    .

    • humorbaer 31. Januar 2018 um 16:08 Uhr

      Das mach ja soweit stimmen.
      Frage ist nur, wann Herr Bruchhagen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Würzburger gesprochen hat und was.
      Da aber niemand dabei war,ist das Thema müssig.Auch wenn 99% des HSV`s Fehler sind,muss man sich nicht bemühen,
      dass letzte % auch noch schlecht zu scheiben!

      • Gravesen 31. Januar 2018 um 16:18 Uhr

        Doch, muss man. Damit auch der Letzte begreift, was für Vollpfosten dort die Millionen verdienen und sich gegenseitig die Verträge verlängern.

      • Kerberos 31. Januar 2018 um 16:22 Uhr

        Das ist doch vollkommen egal! B. Hollerbach muss seinen Vertrag in Würzburg auflösen, nicht der HSV und nicht H. Bruchhagen.

      • Ex-HSVer im Herzen 31. Januar 2018 um 17:41 Uhr

        Hast du schon einmal erlebt, dass in der normalen Wirtschaft der neue Arbeitgeber mit dem alten Arbeitgeber spricht, solange der Arbeitnehmer nicht seinen Vertrag gekündigt hat?

  14. HamburgerJung70 31. Januar 2018 um 16:13 Uhr

    http://www.sueddeutsche.de/sport/hamburger-sv-bernd-hollerbach-der-trainer-mit-den-zwei-vertraegen-1.3847280

    Hmmm, dieses Geschehen unterstellt, muss man dem HSV (und dem AR-Vorsitzenden der Würzburger) vorwerfen, nicht sauber genug formal-juristisch agiert zu haben. Vom Geschehen her selbst hält sich meine Empörung dann aber doch in Grenzen

    • Kerberos 31. Januar 2018 um 16:25 Uhr

      Da hat niemand ordentlich gearbeitet. Hollerbach hat zu Bruchhagen gesagt, mach Du das mal und der hat mit dem Einzigen gelabert, den er zufällig noch kannte. Faxgeräte sind beim HSV immer kaputt und der Mail-Server ständig abgeschmiert – ja, da konnte man das Telefonat vom Montag natürlich auch erst am Freitag bestätigen. Das ist kein Chaos-Verein, das ist der reinste Sauhaufen beim HSV.

  15. CH 31. Januar 2018 um 16:27 Uhr

    Hollerbach hatte sein Traineramt aber offenbar mit Einwilligung des FWK niedergelegt, sonst hätten sie ihn ja zur Erfüllung seiner vertraglich geschuldeten Arbeitsleistung als Trainer auffordern müssen. Deshalb die Frage, was er überhaupt zuletzt für den Klub gemacht hat. Und warum stellt der FWK dem HSV ein Ultimatum, wo doch BH sein Vertragspartner ist? Beide Seiten sprechen hier mit den falschen Ansprechpartnern? Das Würzburg sich nun auch noch auf den Schutz und die Verdienste des lieben Bernd beruft und den HSV so aus der Schlinge lässt…sozialromantische Motive spielen doch im versifften Big Business Profifußball längst keine Rolle mehr. Die Verantwortlichen des HSV haben mal wieder Scheiße gebaut und die Würzburger und Bernd Hollerbach ebenso, nur ist deren Haufen natürlich deutlich kleiner und stinkt nicht so, was keine gute Grundlage für Pressemitteilungen ist.

    • Kevin allein in Hamburg 31. Januar 2018 um 16:35 Uhr

      Ich finde du solltest jetzt mal die Tastatur in Ruhe lassen und noch einmal genau den oder die Kommentare von Kerberos durch lesen.
      Der Mann hat Recht !
      Es ist nicht das erste und auch nicht das letzte Mal das sich der HSV mit diesen unfähigen Personal bis auf die Knochen blamiert hat.
      Das weiß mittlerweile jeder…..

  16. Tom65 31. Januar 2018 um 16:34 Uhr

    Die DFL und der DFB ermitteln also nicht gegen den HSV? Die wollen Hamburg mit allen Mitteln in der Liga halten. Vermutlich hat Sky auch seine Finger im Spiel. Aber diesmal hilft das alles nicht, der HSV bettelt einfach zu sehr um den Abstieg.

  17. HamburgerJung70 31. Januar 2018 um 16:39 Uhr

    Tja, Cheffe 1 spricht mit dem (gefühlten und de facto tatsächlichen, aber nicht formalen) Cheffe 2, der wiederum mit H. dicke ist und keiner will sich was Böses und dann zickt der „echte“ Cheffe 2, weil dieser sich übergangen fühlt.

    Diese Hemdsärmligkeit sog. Macher sehe ich öfter. Dilettantisch ist es natürlich. Absolut unverständlich ist es, wie man sich in einer solchen Situation eine solche Blöße geben kann. Und natürlich drängt sich der Verdacht auf, dass es bei B. nicht nur ein Patzer ist, sondern ein Muster sichtbar ist.

    Ich glaube ja, dass man den VV so oder so austauschen wird. Aber nicht vor der Wahl.

    Traurig ist das natürlich alles. Und Besserungsansätze erkenne ich keine.

  18. Kerberos 31. Januar 2018 um 16:48 Uhr

    Genau das ist doch das Problem. Nach solchen Telefonaten (in der Praxis durchaus Usus) kommt unverzüglich (sogar sofort!) ein kaufmännisches Bestätigungsschreiben an den Sitz der Geschäftsleitung per Fax. Ein Zweizeiler unter Bezugnahme auf das Telefonat hätte doch genügt „vereinbart wird die Auflösung des Arbeitsvertrages unter gegenseitiger Gewährung einer Generalquittung“ und „der HSV verpflichtet sich zur Austragung….“. Fertig; unter Vollkaufleuten gilt auch das Schweigen auf solche kaufmännischen Bestätigungsschreiben als Annahme des Angebots.

    • ausgegliedert 31. Januar 2018 um 19:46 Uhr

      Da erwartest du aber viel Professionalität.
      Muss doch reichen, daß sich HB als VV den Respekt des ARV für die Verpflichtung von BH verdient hat.

      Juristisches oder kaufmännisches Drumherum braucht doch kein Mensch.

  19. Micha 31. Januar 2018 um 17:09 Uhr

    Man muss ja nur zuletzt an das gebuchte Trainingslager in Österreich denken, wo die Plätze wenige Tage vor Trainingslager-Beginn von 20 internationalen Ärzte-Teams umgepflügt worden sind.

    Der Sauhaufen beim HSV bekommt nichts auf die Reihe, weil alles schnell abgehandelt wird, nichts sauber kommuniziert, nichts antizipiert und geprüft wird. Man nimmt kurz den Telefonhörer in die Hand, labert sich was zusammen und fertig ist das nächste Fettnäpfchen…

    Das wird ewig so weitergehen!