Ein Verein zerlegt sich in seine Bestandteile…

Ehrlich, ich kann euch gar nicht sagen, wie froh ich bin. Froh, über die ungeheure Ruhe, die Anästhesist Bruchhagen in den Verein gebracht und ihn damit auf Platz 17 der Tabelle geführt hat. Und noch froher bin ich darüber, dass nicht, aber auch gar nichts mehr „nach außen dringt“. Im Kloster Volksparkstadion herrscht das Schweigegelübde, hier steht man zusammen, hier geht man gemeinsam durch dick und dünn.

I’m just kidding.

„Die streng vertrauliche E-Mail, die kürzlich im Aufsichtsrat des HSV die Runde machte, hatte es in sich. Der komprimierte Inhalt: Clubchef Heribert Bruchhagen und Sportchef Jens Todt sollten weg. Dafür gab es zwei Alternativvorschläge: eine interne Doppellösung mit Finanzvorstand Frank Wettstein als neuem HSV-Chef und Sportdirektor Bernhard Peters als neuem Sportchef. Und eine externe Lösung mit – mal wieder – dem Tutto-Completto-Ausweg Felix Magath. (Quelle: Abendblatt)

Absender dieser Email soll nach Abendblatt-Informationen der liebe Herr Felix Goedhart gewesen sein, eben der liebe Herr Goedhart, der nach 4 Jahren Scheiß-Arbeit im alten, nun auch im neuen Aufsichtsrat sitzen sollte, was sich hiermit wohl erledigt hat. Kein gutes Zeichen für Noch-Präsident Meier, der Goedhart vorgeschlagen hatte und vor allem Wasser auf die Mühlen von Bernd Hoffmann, der bereits in der Wahlkampfphase die miesen Entscheidungen des AR kritisch erwähnte.

Aber nicht nur die Art und Weise ist niedlich, denn natürlich kann sich das Kontrollgremium mit der Ablösung des Vorstandes beschäftigen, vor allem dann, wenn der Erfolg ausbleibt. Der Umstand aber, dass man keine Lösung präsentieren, sondern nur zwei Alternativvorschläge abklopfen wollte, ist an Dilettantismus mal wieder nicht zu toppen. Und dann natürlich die Kandidaten. Was genau hat „HSV-Sanierer“ Wettstein eigentlich geleistet, um Bruchhagen beerben zu können? Außer, dass er nicht saniert, sondern weiter verschuldet hat, nichts. Und warum sollte Hockey-Autist und „HSV-Juwelier“ Latschen-Bernie Peters den Sportchef machen dürfen?

Der Putschversuch, der nicht die notwendige Mehrheit im Aufsichtsrat fand, ist vor allem deshalb hochbrisant, weil das Kontrollgremium in seiner bisherigen Zusammensetzung nur noch bis zur Hauptversammlung am Dienstag im Amt ist. Warum Teile dieses Aufsichtsrats nun auf der Zielgeraden Tabula rasa machen wollen, ist nicht bekannt. Der naheliegende Verdacht: Noch vor der Präsidentenwahl am 18. Februar mit den Kandidaten Jens Meier und Bernd Hoffmann sollten Fakten geschaffen werden. Noch brisanter wird die Angelegenheit, wenn man bedenkt, dass Goedhart auch dem kommenden Rat angehören soll (Quelle: Abendblatt)

Aha, da sollten also Fakten geschaffen werden. Man könnte auch sagen, dass man aus dem Aufsichtsrat bereits vor der e.V.-Wahl die Rolle des Herrn Meier stärken und Hoffmanns Chancen eindämmen wollte. Hierzu sind einem Gremium bzw. Teile eines Gremiums wohl alle Mittel recht, Hauptsache, man bleibt selbst an der Quelle. Und nun der Witz des Tages. Ich hatte mich ja bereits mehrfach gefragt, warum „Gönner“ Klaus-Michael Kühne so unglaublich leise in diesen Tagen war und das Gleiche hat sich offenbar auch das Abendblatt gefragt.

Gegenüber dem Abendblatt bestritt Kühne zudem vehement das Gerücht, dass er der eigentliche Drahtzieher der Putschpläne sei. Eine derartige Initiative ginge nicht von ihm aus, versicherte der Wahl-Schweizer.

Natürlich nicht, wer glaubt denn auch sowas? Wer hätte geglaubt, dass KMK eine Lösung mit seinem Mann im Vorstand, Frank Wettstein, schlecht gefunden hätte und wer denkt ernsthaft, dass Magath-Fan Kühne ein Engagement von Quälix gegenüber Reichsverweser Bruchhagen bevorzugt hätte? Ne, wer sowas denkt, der  – denkt.

Fazit: Unmittelbar vor dem 12 Punkte-Spiel gegen Hannover zerlegt sich der HSV in seine Bestandteile. Ein künftiges Miteinander mit den Putschisten und den Herren Bruchhagen und Todt kann es ebenso nicht mehr geben, wie ein Miteinander zwischen Bruchhagen und seinem designierten Nachfolger Wettstein. Jeder, wirklich jeder in jedem Führungsgremium des Hamburger Sportvereins ist extrem beschädigt und nicht mehr tragbar. Fakt ist – der HSV müsste eigentlich noch heute Aufsichtsrat und Vorstand auflösen, aber das wird nicht passieren. Man ist noch handlungsunfähiger als gestern und jeder misstraut jedem. Zu Recht.

Hach, was bin ich froh, dass nichts mehr „nach außen dringt“ 🙂

 

 

 

Von | 2018-02-02T07:00:24+01:00 2. Februar 2018|Allgemein|39 Kommentare

39 Comments

  1. llorc 2. Februar 2018 um 07:24 Uhr

    Aber wie kommt eine solche Mail nach draußen ?

    gewollt ???

    llorc

    • Gravesen 2. Februar 2018 um 07:28 Uhr

      Selbstverständlich.

  2. kaane 2. Februar 2018 um 07:30 Uhr

    Nicht einmal mehr Punsch können sie. Mich würde es nicht wundern, wenn auf der Geschäftsstelle sogar regelmäßig die Grünpflanzen eingehen. Was können die überhaupt? Mal gesagt: Das ist doch wirklich nicht mehr zu toppen — Doch, genau das werden sie hinkriegen.

  3. Volli 2. Februar 2018 um 07:36 Uhr

    Mittlerweile blickt man gar nicht mehr durch. Wer mit wem und warum??? Irrenhaus HSV. Warum zieht Kühne nicht einfach den Stecker?

    • Gravesen 2. Februar 2018 um 07:39 Uhr

      Weil er bis zum Hals mit drinsteckt.

  4. Axel 2. Februar 2018 um 08:06 Uhr

    Hat Kühne Angst vor Hoffmann oder warum soll das ganze noch vor der Wahl über die Bühne gebracht worden sein?

  5. Micha 2. Februar 2018 um 08:12 Uhr

    ENTWEDER

    stimmen die Mitglieder für eine Begrenzung der Investoren-Anteile auf 24,9 Prozent,

    dann geht die AG in die Insolvenz und in die Regionalliga, oder man meldet sie ab und Fußball wird Breitensport beim HSV e.V.

    ODER

    die Mitglieder stimmen gegen die 50 + 1-Regel (der Antrag müsste dementsprechend aktualisiert werden) und Kühne kauft zunächst bis zu 51 Prozent, setzt eine neue Führung ein, der er vertraut, und investiert dann sehr viel Geld über Gesellschafter-Einlagen, damit sich der HSV sportlich erneuern kann. Der e.V. macht weiter Breitensport. Die AG ist dann ein ganz normales Unternehmen wie Nivea – mit drumherum inszenierter Folklore und Romantik (wie in England).

    • Raschi 2. Februar 2018 um 09:03 Uhr

      Wenn ich noch HSV-Mitglied wäre und Kühne bzw. das Kühne-Lager würde den Antrag stellen, man möge die satzungsinterne 50+1-Regel abschaffen, dann würde ich ganz sicher andere Namen als Wettstein hören wollen, die dadurch die Treppe hochfallen. Bei mir würde da vielleicht was bei Namen wie Bierhoff gehen. Eigentlich kann man nur hoffen, dass dieser Antrag erst dann gestellt wird, wenn ein Investor mit etwas mehr Durchblick als Kühne, der die Versager nicht erkennt bzw. erkennen will, vor der Tür steht. Mag sein, dass er all diese Versager brauchte, um genau dieses Szenario in all seiner Alternativ- und Ausweglosigkeit heraufzubeschwören und die Mitglieder tatsächlich vor die Frage „Tod oder Kühne“ zu stellen. Dieses Spiel wäre und war dann aber so schäbig und perfide, dass der Tod hier wohl wirklich die bessere Alternative ist. Hamburg ist ein guter Standort und würde ganz sicher nicht lange ohne Profifußball, der die Ambitionen St. Paulis übersteigt, bleiben, gibt bestimmt irgendeinen Scheich, der die Elbphilharmonie gesehen hat und ganz nett findet. Hat zwar nichts mehr mit dem HSV und dem Fußball unserer Kindheit und Jugend zu tun, aber die Zeit ist ohnehin unwiederbringlich vorbei.

    • Wormfood 2. Februar 2018 um 10:32 Uhr

      „die Mitglieder stimmen gegen die 50 + 1-Regel (der Antrag müsste dementsprechend aktualisiert werden) und Kühne kauft zunächst bis zu 51 Prozent“

      Dann gibt es keine Lizenz für die 1. und 2. Bundesliga. Die DFL stellt sich gerade Martin Kinds Übernahmeversuch von H96 in den Weg. KMK ist erst seit wenigen Jahren Investor. Also bleibt nur der Klageweg. Und der würde erst in ein paar Jahren vor dem Europäischen Gerichtshof enden.

  6. Ulrich 2. Februar 2018 um 08:24 Uhr

    Ein Bild des Hammers. Wer gibt Mails weiter an die Bild? Warum scheint aber klarer zu werden. Die Wahl steht bevor und jemand oder mehrere wollen verhindern, dass Meier und Co gewinnen. Oder nicht? Ach, auch egal. Wenn sie im Mai den Abstieg besiegelt haben, werden die Gazetten voller Schlagzeilen stehen. Dann sind die alle eh weg vom Fenster

  7. Weltmeister. 2. Februar 2018 um 08:33 Uhr

    Hach, Heribert & Co. sind schon clevere Füchse. Haben sie sich doch vor Kurzem noch eben schnell die Verträge über den Sankt Nimmerleinstag hinaus verlängert. Selbst wenn der Aufsichtsrat Mario Basler & Mario Barth als deren Nachfolger installiert – die Rente ist sicher.

    Zumindest in Punkto Selbstoptimierung hat der HSV in den letzten Jahren die besten Männer Deutschlands beschäftigt.

  8. Saschas Alte Liebe 2. Februar 2018 um 09:02 Uhr

    Warum muss ich an den Türkei-„Putsch“ denken, wenn ich das lese?
    Cui bono ?

  9. Michael 2. Februar 2018 um 09:05 Uhr

    Das Credo des HSV: „Schlimmer geht immer.“ ?

  10. Kerberos 2. Februar 2018 um 09:42 Uhr

    Der Antrag – das genehmigte Kapital auf 24,9% per Satzungsänderung in der AG zu begrenzen – bedeutet doch nicht, dass man grundsätzlich nicht noch weitere Anteile der AG über künftige Kapitalerhöhungen verkaufen kann oder will. Dieser Antrag „korrigiert“ doch lediglich die Generalermächtigung für den Vorstand nach Gutdünken handeln zu können.
    .
    Ich persönlich unterstütze diesen Antrag und bin dennoch ausdrücklich für weitere Anteilsverkäufe bis zu 49,8% – nur eben nicht über eine Generalermächtigung für den Vorstand! So würde ich persönlich sofort einem konkreten (weiteren) Anteilsverkauf unter der Bedingung der Sicherstellung zustimmen, dass kein Aktionär alleine dadurch mittelbar oder unmittelbar eine Sperrminorität (also über 24,9%) erlangt. Gerne kann am Ende (bei Entfall von 50+1) der Verein selbst dann auch lediglich nur noch 25,3% halten – sich also bei 3 externen Investoren mit einer Sperrminorität begnügen. Auch würde ich den Investoren über eine Vereinbarung die entsprechende Anzahl der AR-Mitglieder zubilligen, ggf. den AR bis zu 10 Mitgliedern vergrößern (je 10% = 1 AR-Mitglied).
    .
    Ich möchte gerne K-M Kühne und/oder Chinesen und Andere als Investoren – der Verein muss und soll doch keineswegs der „Beherrscher“ der AG sein. Nur möchte ich den HSV weder an K-M Kühne noch an Chinesen übergeben und damit den Verein eben nur durch einen dieser Protagonisten ersetzt wissen. Dies wäre auch wider dem Sinn einer Aktiengesellschaft.
    .

    • Micha 2. Februar 2018 um 11:25 Uhr

      Danke für deine sehr nachvollziehbare Stellungnahme / Erläuterung.

      Das heißt ja, dass an Herrn Kühne nur noch ca. 4 Prozent Anteile verkauft werden können, was nicht einmal den Verlust dieser Saison deckt.

      Wenn kein anderer Investor mit bis zu 24,x Prozent einsteigt, bleibt nur die Insolvenz. Und bei Bruchhagen/Todt wird niemand einsteigen, da müssten schon Kaliber wie Bierhoff oder Flick, evtl. auch Magath, und als Sportvorstand Hrubesch oder Philipp Lahm u.a. geködert werden.

      Mir tun die HSV-Mitglieder leid, es ist ja völlig unklar, was Meier vs. Hoffmann mit wem als Investor in welcher Dimension wollen.

      • Kerberos 2. Februar 2018 um 12:11 Uhr

        Tja, dann kommt es eben zur Insolvenz und hoffentlich jagen dann endlich die Mitglieder die ganze Bande von Strippenziehern und Vereinsmeiern vor einem „echten“ Neubeginn zum Teufel.
        .
        Ein Traditionsverein wie der HSV mit knapp 80.000 Mitgliedern muss die Kraft zu einem Neubeginn in sich tragen. Fehlt es hingegen an dieser Kraft zum Neubeginn, dann war und ist dieser Verein bereits nur noch eine leblose Hülle, dessen endgültiger Untergang wahrlich kein Verlust ist.
        .

        • Saschas Alte Liebe 2. Februar 2018 um 15:40 Uhr

          Das sollte in der Geschäftstelle eingerahmt an der Wand hängen und ebenso in den Köpfen aller 80000 tief eingebrannt sein !
          Die möglichen Szenarien bzw. Optionen von Insolvenz aufzuführen wäre sicher sehr nützlich und erhellend.
          Es könnte evtl. auch zur Eindämmung, Relativierung und Versachlichung der sehr verbreiteten traumatischen Angstreflexe vor einem solchen „Untergang“ dienen.
          Wäre dies nicht ein wunderbares zukunftsweisendes Gastblogthema ? 😉

      • Julia 2. Februar 2018 um 12:43 Uhr

        >> Das heißt ja, dass an Herrn Kühne nur noch ca. 4 Prozent Anteile verkauft werden können,
        >> was nicht einmal den Verlust dieser Saison deckt.

        Eben, und dann wären 28% des genehmigten Kapitals ausgeschöpft, und welcher ernsthafte Investor sollte sich dann noch für die verbleibenden 5% interessieren? Selbst wenn man danach das genehmigte Kapital auf 49% aufstocken würde, könnte ein weiterer Investor dann keine Sperrminorität mehr erreichen, weil ja auch noch rund 3,3% der Aktien im Besitz diverser Familien sind. Für eine Sperrminorität eines weiteren Investors dürfen Kühne keine weiteren Aktien angeboten werden, das genehmigte Kapital müsste auf die aktuell max. möglichen 49% aufgestockt werden, und dazu müssen die Mitglieder des HSV e.V. erstmal zustimmen. Werden sie das jetzt pauschal tun, ohne dass der Investor vorher benannt wird? Ich denke, aktuell eher nicht.

        Das ist die Krux, und in diese Situation hat sich die HSV-Führung im Sommer selbst hinein manöveriert, indem sie Kühne das Aktienkapital noch mal auf über 20% erhöhen liessen. Und dann haben sie die Kühne-Millionen einfach verprasst, indem sie die Gehälter der Spieler erhöht haben und Neuzugänge wie Pollersbeck, Thoelke, Hahn und Salihović gekauft haben, die bis heute kaum oder gar keine Rolle spielen. Und diesen Vorständen, Aufsichtsräten, Sportdirektor und Trainer und Fußballern soll ein Investor seine Millionen anvertrauen? Bei den bisherigen Kursen macht eine Sperrminorität um die 75 Mio., und dafür muß man schon was bieten.

        Kühne lehnt sich derweil auf Malle zurück, träumt von seinem Hotel und muß einfach nur abwarten. Der HSV ist stehend k.o., sportlich, finanziell, personell. Wir haben Anfang Februar, in gut 3 Monaten ist die Saison zu Ende, und es gibt keinen Plan, wie es danach weitergehen soll. Wenn sich daran in den nächsten Wochen nichts Grundsätzliches ändert, kann er nochmal zuschlagen und dann ‚helfen‘. Dafür stehen ihm alle Optionen offen, und wenn er es nicht will, kommt niemand an ihm vorbei, auch ohne eigene Sperrminorität nicht, denn neben dem aktuell noch verbliebenen genehmigten Kapital (immerhin rund 9%) sind da ja auch noch die Darlehen. Das einzige, was ihm in die Quere kommen würde, wäre der Abstieg, den er wohl nicht nur in Kauf nimmt, sondern durch die irrsinnigen Transfers im Sommer dann auch mitverursacht hätte. Im Fall einer Insolvenz könnte er seinen Einsatz zwar verlieren, aber er hätte auch die Mittel, nahezu unbegrenzt aufzustocken, in welcher Form auch immer.

        • Kerberos 2. Februar 2018 um 13:23 Uhr

          Also die Krux liegt natürlich in der Satzung der AG, die auch an anderer Stelle dringend geändert werden muss. Denn aktuell hat der Vorstand nach der Satzung der AG die Generalermächtigung zu beliebigen Ausgliederungen, ohne dass es hierfür eines Beschlusses der Hauptversammlung der AG bedarf.
          .
          Der Vorstand könnte also z.B. den gesamten Spielbetrieb samt Profikader in eine Betriebsgesellschaft überführen und/oder die Markenrechte „HSV“ in eine weitere Gesellschaft ausgliedern. An diesen Gesellschaften müsste die HSV AG lediglich mit 1% beteiligt sein (bei der Bestriebsgesellschaft noch mit 51% bis zum Fall von 50+1), könnte also bis zu 99% an Investoren verkloppen (ähnlich ist bereits D. Hopp mit der TSG aufgestellt).
          .
          Die HSV AG wäre am Ende lediglich noch eine Holding, der Aufsichtsrat in der AG obsolet und ALLE Aktionäre machen eine lange Nase. Der Verein kann dies aktuell auch mit seiner 3/4-Mehrheit nicht verhindern. Dabei denke ich natürlich an den findigen B. Hoffmann, der solche Möglichkeiten gerne ausnutzt. Zurücklehen und ruhig abwarten kann K-M Kühne sich mit Sicherheit noch nicht.
          .
          Eine weitere Baustelle sind die Schuldscheindarlehen. Diese sind abtretbar, so dass man gar nicht weiß, wer die Darlehen aktuell hält. Banken sind es mit Sicherheit nicht, denn die Schuldscheindarlehen werden als sonstige Verbindlichkeiten bilanziert (nicht als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten). Auch haben nur Schulscheindarlehen in Höhe von € 21 Mio eine Laufzeit von 10 Jahren. € 19,5 werden innerhalb der nächsten 4 Jahre zur Rückzahlung fällig.
          .
          Es gibt m.E. nur eine Lösung: Schlusstrich, Auflösung und Neubeginn.
          .

          • HamburgerJung70 2. Februar 2018 um 14:27 Uhr

            Es ist natürlich eine ziemlich lustige Vorstellung:

            „Michael, entweder reden wir über einen fairen, belastbaren Zukunftsplan oder wir gliedern aus, holen noch einmal richtig Kohle rein und entweder klappt es oder auch nicht. Im letztgenannten Fall kannst Du Dir Dein Investment an der AG in die Haare schmieren.“ Und zu keinem Moment hätte KMK eine direkte Eingriffsmöglichkeit.

            (für die Markenrechte allein dürften sich doch rasch Investoren finden)

            Aber letztlich stimme ich Dir schon zu, Kerberos.

  11. Mosche 2. Februar 2018 um 10:27 Uhr

    So geil,
    1. Wettstein sollte mal mit Kind telefonieren
    2. Logo wollten Teile des AR mit Magath ins Geschäft kommen, inkl. Kühne. #Angst vor TeamHoffmann
    3. Hoffmann will die 75% sehr offensiv erhalten und trotzdem zu Kühne das Verhältnis verbessern.
    Ich glaube nicht daran.

    Ergebnis – HSV Teufelskreis
    Machtkampf und Politik begleiteten den HSV seit Jahren. Da bleibt keine Zeit für das Sportliche

  12. Hein Blöd 2. Februar 2018 um 10:31 Uhr

    Wenn Du glaubst mehr geht nicht mehr,
    kommt der nächste Klopps daher…

  13. Sag' Tschüss Dino 2. Februar 2018 um 11:49 Uhr

    “ … Sportchef Todt lässt sich von den Berichten nicht aus der Ruhe bringen. „Ich weiß nichts von diesen Plänen. Aber es ist wohl normal, dass es in unserer Situation Kritik gibt“, sagte er gegenüber dem Hamburger Abendblatt: „Ich konzentriere mich auf die Dinge, die ich beeinflussen kann.“ … “

    Klingt, als legt er wieder die Füße hoch und macht gar nichts. 😉

    Kleines Update zum Thema 50+1

    http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/716463/artikel_dfl-verweigert-kind-uebernahme-von-hannover-96.html

  14. Ex-HSVer im Herzen 2. Februar 2018 um 11:52 Uhr

    Ich musste gestern abend schmunzeln, weil ich wusste, dass Du EXAKT das schreibst, was hier zu lesen ist. Was für ein Irrenhaus!!!

    Goedhart ist auch nur einer dieser sich selbst überschätzenden Waschlappen ohne was auf dem Kasten. Wie kann man bitte so grenzdebil sein und das Ganze PER EMAIL machen!!! Zum einen, Weil man so etwas nur von Auge zu Auge in einem geschlossenen Raum macht und zum anderen weil es ein Naturgesetz ist, dass beim HSV alles nach außen dringt. Was für eine Pfeife!

    Und das Schlimme ist, dass es allen im Aufsichtsrat und Vorstand Scheiß egal ist wie es weitergeht. Denn sonst würden die nicht so agieren wie sie agieren. Diese Firma ist quasi insolvent und dementsprechend müsste man auch handeln und nicht business as usual machen. Jeder kleine Geschäftsführer würde in so einer Situation Angst vor den Knast haben beziehungsweise vor dem Staatsanwalt und er würde alles tun, um die finanzielle Situation zu verbessern. Und es würde keine Rolle spielen ob man nun absteigt oder nicht. Das ist halt die gehirnlose Fußball Familie. Alles Pfeifen!!!

    Hoffentlich kriegen sie Sonntag einen auf den Sack und alle Mannschaften davor gewinnen. Dann gehen langsam die Lichter aus.

  15. Keynes 2. Februar 2018 um 12:45 Uhr

    Jetzt ist klar warum beim HSV kein Wintertransfer gemacht werden konnte. Der Chefberater war krank: http://www.bild.de/bild-plus/sport/fussball/primera-division/kroos-berater-war-in-lebensgefahr-54671642.bild.html

  16. alterplusser 2. Februar 2018 um 13:05 Uhr

    Hallo,

    mal eine ganz eifache Frage an Gravesen oder Kerberos, da die beiden ja Fachleute sind !!!

    Was wäre mit einer Planinsolvenz ?

    Der Verein bekommt doch sechs bis acht Punkte im der laufenden Saison abgezogen, kann man trotzdem die Liga halten,
    bleibt man dieser Liga enthalten. Wenn dass nicht der Fall ist, wonach es momentan aussieht, steigt man ab in Liga zwei.

    Richtig ?

    Gruß

    • Kerberos 2. Februar 2018 um 14:21 Uhr

      Für eine Planinsolvenz ist der Zug bereits abgefahren. Hier müsste der aktuelle Vorstand (der bliebe auch während des Insolvenzverfahrens im Amt) mit dem Sanierer (begleitet die Insolvenz) einen Insolvenzplan ausarbeiten und die Zustimmung der Gläubiger erhalten.
      .
      Ich hatte dies vor knapp 2 Jahren angeregt. Dafür hätte man aber zuerst die Fan-Anleihe vorzeitig ablösen müssen (Mittel dazu wären noch durch Kapitalerhöhung vorhanden gewesen), da alle Zeichner der Anleihe auch Gläubiger in der (Plan-) Insolvenz wären. Jetzt fehlen einfach Zeit und Geld.
      .
      Ein Verein erhält bei Insolvenz grundsätzlich 8 Punkte Abzug. Der Verein kann weiter am Spielbetrieb der Ligen teilnehmen, sofern er die entsprechende Lizenz erhält und der Insolvenzverwalter selbst den Verein weiterführt; dazu bedarf es keiner Planinsolvenz.
      .

      • Saschas Alte Liebe 2. Februar 2018 um 15:50 Uhr

        Dennoch muss es doch nicht gleich auf eine Zerschlagung des Unternehmens herauslaufen, oder ?

  17. Bjoern 2. Februar 2018 um 13:54 Uhr

    Schwer vorstellbar, dass es wahr ist, aber angeblich hat KMK dem bedruckten Fischeinwickelpapier mit seinen Journalistensimulanten – der MoPo – ein exklusives Interview gegeben.

    • Wormfood 2. Februar 2018 um 16:44 Uhr

      KMK wirkt im Interview arg angefressen, wohl weil man ihn diesmal nicht angebettelt hat.

      Als Dealer wäre ich auch stinkig, wenn mein bester Kunde es mit kaltem Entzug versuchen will.

  18. Micha 2. Februar 2018 um 14:47 Uhr

    Todt: „Ich konzentriere mich auf die Dinge, die ich beeinflussen kann.“

    … das Abendessen mit einem Freund, das Frühstück, die Mittagspause?

  19. AKKARIN 2. Februar 2018 um 14:50 Uhr

    Mir ist vor allem nicht klar, warum man nicht mal versucht, die Kadersituation zu verbessern.

    Wenn Freiburg 2-4 Mios für Waldschmidt bietet, muss man mit dem Geld doch z.B. Holstein mal fragen, ob man den Duksch haben kann.

    Oder warum versauert in Frankfurt ein Regäsel als RV auf der Tribüne (weil er an Wolf und Chandler nicht vorbeikommt), aber der HSV verlängert Diekmeier, weil es am Markt keine Alternativen geben soll?

    • Oberberger 2. Februar 2018 um 15:41 Uhr

      Das sind Aktivitäten, die sich mit der Freizeitplaung von Herrn Todt überschneiden würden.
      Herr Todt hat für sich die Gisdolsche Belastungssteuerung eingeführt und konzentriert sich auf die Dinge die er beeinflussen kann. Also auf NICHTS.
      Vermutlich wacht er erst wieder aus seinem komatösen Zustand auf, wenn eine seiner vertraglich fixierten Prämien zur Auszahlung ansteht.

    • Wenzel 3. Februar 2018 um 10:05 Uhr

      Duksch „gehört“ St.Pauli, ist nur Leihe

  20. Saschas Alte Liebe 2. Februar 2018 um 15:56 Uhr

    Bei Abzug von 8 Punkten wäre der HSV derzeit unterhalb des Rekordlevels von Tasmania.
    Dieser Art Alleinstellungsmerkmale sind des Problemdinos Problem nicht.

  21. Michael 2. Februar 2018 um 22:32 Uhr

    Wer heute gesehen hat, wie Köln spielt, weiß, wer Abstiegskandidat ist.
    Ich lehne mich aus dem Fenster und tippe (Kostnix…haha, Wortspiel, der Onkel macht Spaß!): HSV und Stuttgart.

  22. Tim Schultz 2. Februar 2018 um 23:08 Uhr