Offener Brief an alle HSV-Verantwortlichen

Meine Herren. Unter normalen Umstände würde ich die Anrede „Sehr geehrte“ wählen, aber dafür müsste ich sie sehr ehren und das tue ich nicht, ganz im Gegenteil. Im Laufe der letzten 6 Jahre habe ich in meinem Blog immer und immer wieder auf die Mißstände innerhalb des Vereins, auf die Mißstände in den sogenannten „vereinsnahen Kreisen“ und ebenso auf die Mißstände in der berichtenden Medien hingewiesen und ich kann ihnen sagen, ich habe dafür reichlich Prügel einstecken müssen. Mir wurde unterstellt, ich wäre wahlweise Bremer, Münchner oder St. Paulianer. Desweiteren wurde mir unterstellt, ich wäre verbittert, weil ich im Zuge der Ausgliederung keinen der wohl-dotierten  Jobs abgreifen konnte. Wenn ich dann den Untersteller gefragt habe, welcher Job das denn hätte sein sollen, erhielt ich keine Antwort. Es konnte auch keine Antwort darauf geben, denn die Unterstellung ist an Schwachsinnigkeit nicht zu übertreffen. Aber wahrscheinlich kann man sich in der HSV-Welt nur auf Verschwörungstheorien stützen, denn viel zu verwirrend wäre die Erklärung, dass jemand all das macht, weil er an so etwas wie Wahrheit, Gerechtigkeit, Wort-Treue und Ehre glaubt. Anyway…

Zurück zu ihnen, meine Herren. Ich habe eine Frage und die kann ich im Grunde pauschal an sie alle stellen:

Schämen sie sich eigentlich nicht?

Herr Bruchhagen, schämen sie sich eigentlich nicht? Sie übernahmen am 14.12.2016 das Amt des Vorstandsvorsitzenden von ihrem Vorgänger Dietmar Beiersdorfer und was genau haben sie in den letzten 14 Monaten ihrer Meinung nach geleistet? Als sie kamen, kamen sie als eine Art Hoffnungsträger. Jemand, der nur das Geld ausgibt, welches er zuvor eingenommen hat. Jemand, der sich den Ruf eines halbwegs seriösen Vereinslenkers erworben hatte. Nun, so kann man sich täuschen. In den vergangenen 14 Monaten haben sie nichts anderes getan, als das zerstörerische Werk des Herrn Beiersdorfer fortzuführen, das Ganze natürlich immer garniert mit einer ihnen nicht zustehenden Arroganz und Überheblichkeit, die dem Ruf des Vereins nachhaltig geschadet haben. Sie haben einen Zickzack-Kurs ohnegleichen gefahren (Kühne-nein. Kühne-ja. Jetzt wieder Kühne-nein) und die angebliche Ruhe, die sie in den Verein gebracht haben, ist in Wahrheit Stillstand und Bewusstlosigkeit. In einem normalen Unternehmen wäre ein Mann mit ihrer „Erfolgsquote“ gefeuert worden, sie aber sind sich nicht zu schade, ihren Vertrag um ein weiteres Jahr zu verlängern und das wunderschöne Gehalt eines Vereins, der nahezu insolvent ist, mitzunehmen. Schämen sie sich nicht?

Herr Wettstein, schämen sie sich eigentlich nicht?  Sie lassen sich von der hiesigen Presse als „HSV-Sanierer“ abfeiern, dabei hat der HSV seit ihrer Amtseinführung am 15.11.2014 mehr Verbindlichkeiten und Schulden angehäuft als je zuvor. Aber anstatt still und leise zu sein, schwärzen sie ihren Vorstandskollegen Bruchhagen hinter dessen Rücken im Aufsichtsrat an, als hätten Beiersdorfer und Bruchhagen all die Katastrophen-Entscheidungen ohne sie getroffen. Sie, Herr Wettstein, waren in den den letzten 3 1/4 Jahren Finanz-Vorstand und jetzt wollen sie so tun, als hätten sie mit all dem nichts zu tun gehabt? Stattdessen intrigieren sie gegen einen Kollegen und wollen sich nach dem Königsmord zum neuen Chef krönen lassen? Angeblich ist Herrn Goedhart eine Unterdeckung von € 15 Mio. nicht aufgefallen und sie wollen den Leuten erzählen, sie als Finanz-Vorstand hätten nichts davon gewusst? Schämen sie sich nicht?

Herr Todt, schämen sie sich eigentlich nicht? Wenn ich ehrlich bin, muss ich sagen, dass ich ihre Rolle innerhalb dieses Vereins jeden Tag weniger verstehe. Sind sie jetzt eigentlich wirklich so faul und naiv, können sie es nicht besser oder dürfen sie nicht? Sie sind Mittäter oder Marionette? Wie auch immer man es dreht und wendet, offenbar sind sie überflüssig. Wenn ich allerdings lesen muss, dass sie ernsthaft mit einem Dennis Diekmeier über eine Vertragsverlängerung zu verbesserten Bezügen verhandeln, verliere ich die Fassung. Wenn ich dann noch lese, dass sie allen Ernstes einem 30-jährigen Kreuzband-Patienten wie Nicolai Müller einen 3 Jahresvertrag plus Option auf ein 4. Jahr bei verbesserten Bezügen angeboten haben, fällt mir kaum noch etwas ein. Sie, Herr Todt, sind ein Labersack. Was ist aus ihren „smarten Transfers“ geworden, die sie beständig ankündigen? Sie sehen coole Auswärtsspiele, die verloren werden und gute Spiele, die nicht stattgefunden haben. Sie, Herr Todt, labern diesen Verein in die 2. Liga. Schämen sie sich nicht?

Die Herren des Aufsichtsrat, schämen sie sich eigentlich nicht? Wenn sie, Herr Gernandt, Herr Meier, Herr Becken, Herr Bönte, Herr Goedhart, Herr Nogly und auch Herr Dr. Peters, wenn sie auf die Zeit seit dem 25.05.2014 zurückblicken, wie sieht dann ihre persönliche Bilanz aus? Von ihren Vorgängern sprach man vom „Rat der Ahnungslosen“, aber was sind sie dann? Der „Rat der Lügner“? Der „Rat der Blender“? Oder einfach nur der „Rat der Vollversager“? Sie haben sehenden Auges zugelassen, dass ein Dietmar Beiersdorfer, dem sie zuvor das Büro des Vorstandsvorsitzenden aufgeschlossen  und den sie mit einer Rekordgage ausgestattet hatten, diesen Verein vorsätzlich gegen die Wand fährt. Dieser Mann hat eine Fehlentscheidung nach der nächsten getroffen und sie haben dabei zugesehen und mitgemacht. Sie haben es zu keinem Zeitpunkt geschafft, das Verhältnis zu Klaus-Michael Kühne auf ein, für den HSV, tragbares Fundament zu stellen, dafür haben sie aber Steigbügelhalter gespielt, als es darum ging, den Verein bzw. die AG an Kühne zu verscherbeln. Als sie sich schließlich dazu durch gerungen hatten, den Loser loszuwerden, haben sie sich mit sicher Hand für den denkbar schlechtesten Nachfolger entschieden. Sie, Herren des Aufsichtsrat, sind Täter, nicht Opfer. Aber anstatt einmal so etwas wie Anstand zu zeigen und zurück zu treten, sind sich Herren wie Meier und Goedhart keiner Schuld bewusst und machen einfach ungeniert weiter. Schämen sie sich nicht?

Herr Kühne, sie haben nicht hören wollen. Inzwischen sind sie bei vielen Anhängern vom Paulus zum Saulus mutiert, der Kühne, der den Fans einmal großzügig das Volksparkstadion bzw. den Namen des Stadions geschenkt hat, den gibt es nicht mehr. Und das ist auch richtig so. Ich bin mir ziemlich sicher, Herr Kühne, dass hinter ihrem Engagement beim HSV kein perfider, von langer Hand gesteuerter Plan gesteckt hat, sondern schlicht und ergreifend die Möglichkeit, es tun zu können. Warum hat er es gemacht? Weil er es konnte. Sie aber haben es falsch gemacht, jedenfalls im Sinne des Vereins falsch gemacht. Sie hätten sich beraten lassen sollen, aber beraten von anderen Leuten als Calmund und Struth, denn diese wollten nicht den HSV nach vorn bringen, sondern sich selbst. Statt zu helfen haben sie es mit all ihrem Geld nur noch schlimmer gemacht. Heute, im Jahr 2018, sind sie und ihr Geld mehr Fluch als Segen und das haben sie mit Sicherheit nicht gewollt. Aber wenn sie es hätten machen wollen, hätten sie es richtig machen sollen. So aber sind sie nur einer der vielen Totengräber geworden.

Die Herren von der Presse, schämen sie sich eigentlich nicht? Wenn ich mir vorstelle, was ich als kleiner Blogger weiß, dann muss ich davon ausgehen, dass sie, die sie Zugang zu Personen und Ämtern des Vereins haben, noch viel mehr wissen. Aber anstatt all diese Dinge rechtzeitig zu berichten, sind sie lieber Teil des Systems. Sie dealen mit, sie spielen die Spielchen mit, sie betreiben (Vereins)-Politik und dies auf den Rücken derer, die ihre Produkte kaufen – den Lesern und Fans. Dabei ist ihnen die Wahrheit wie sie ist, scheißegal. Sie unterstützen Personen, weil sie bei diesen Personen von ihrer Unterstützung den meisten Profit erwarten (können). Sie schützen Täter und sie rasieren Unschuldigen (Arnesen). Warum? Ganz einfach, weil sie einen Vorteil davon haben. Dabei ist ihnen sehr wohl bewusst, dass sie lügen, manipulieren und teilweise steuern, aber auch das spielt keine Rolle. Die Wahrheit ist etwas, was ihnen vor langer Zeit abhanden gekommen ist, aber man kann all diese Handlungen auch wunderbar unter dem Deckmantel „zum Schutze des Vereins“ verbergen. Fatal nur, dass sie damit den Verein nicht beschützen, sondern nur ihre Informanten und am Ende sich selbst. Dann, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, kommen sie hervor gekrochen und klagen an. Dann wird nachgetreten und geopfert, bis die Nase blutet, aber dann ist es zu spät. Von mir aus könnt ihr mich Träumer oder Idealist nennen, aber ich kann morgens in den Spiegel gucken. Können sie das auch? Schämen sie sich!

Die Freunde vom Supporter Club, gehts eigentlich noch? Einmal pro Jahr sondert ihr einen Hilferuf ab, in dem ihr an die Fans und deren Vereinstreue appelliert, aber habt ihr vergessen, dass es eure Institution war, die all das erst ermöglich hat? Ich erinnere bei dieser Gelegenheit an die Zeiten der Liebnaus, Bednareks, Scheels, Biebersteins und all den anderen. Aber auch Typen wie Timo Horn und Co., ihr alle habt dabei mitgespielt. Ihr habt Vereinspolitik betrieben und ihr habt manipuliert ohne Ende. Dabei das alles mehr zum Selbstzweck und weniger, um den Verein zu unterstützen. Heute stellt ihr euch erneut hin und schreibt flammende Aufrufe, aber vielleicht solltet ihr zuerst einmal euch selbst hinterfragen.

Spieler des Hamburger Sport-Vereins, ich weiß, dass ihr euch nicht schämt. Ich weiß auch, dass ihr alle, absolut alle, nur aus dem einen Grund hier seid, wegen der Kohle. Das ist vollkommen in Ordnung und ist in Frankfurt nicht anders als in Sevilla. Eurer Beruf ist es, Fußball zu spielen und seinen Beruf übt man aus, um damit Geld zu verdienen. Wenn einer der Fans auf der Nordtribüne, der bei Firma A € 40.000 verdient und Firma B macht ihm ein Angebot über € 70.000, dann geht er. Wer etwas anderes behauptet, der lügt. Aber hört doch einfach auf mit diesem verlogenen Schulterschluss und „Wir zusammen für den HSV“, das ist doch lächerlich. Hört auf mit der Rautenküsserei, tut mir den Gefallen. Aber nehmt euren Job endlich einmal so ernst wie euer Bankkonto und den Tätowierer eures Vertrauens

Liebe Fans des HSV, seid ihr endlich aufgewacht? Nein, seid ihr noch lange nicht und ich muss euch leider sagen, auch, wenn es euch nicht passt: Auch ihr seid mitschuldig und Teil des Problems. Nicht, weil ihr eure Mannschaft unterstützt, dafür seid ihr halt Fans. Aber viele von euch waren an vorderster Front, als es darum ging, diejenigen, die euch rechtzeitig auf die Katastrophen aufmerksam machen wollten, abzustrafen, zu beleidigen und zu bepöbeln, teilweise körperlich zu bedrohen. Ihr habt Schwachsinn-Facebookseiten wie „HSV1887tv“ zugejubelt oder fandet Vollidioten-Podcasts wie „Wunderbarer HSV“ nett, weil die immer so herrlich positiv berichtet haben und fühltet euch „bestens informiert“. Heute seht ihr, dass dieser Copy/paste-Scheißdreck nichts anderes als billige Propaganda war, aber was macht ihr? Ihr schweigt. Genauso wie ihr schweigt, wenn es um die Verfehlungen des Herrn Beiersdorfer geht. Zwar gibt es heute kaum noch jemanden, der behaupten will, dass Didi doch eigentlich „ein guter Sportchef“ war, aber angeklagt wird er dennoch nicht. Es wird versucht, ihn tot zu schweigen. So nicht.

Herr Struth, zu ihnen fällt selbst mir nichts mehr ein. Das Gleiche gilt für Herrn Calmund

Zum Schluss, das Letzte…

Herr Beiersdorfer, fahren sie zur Hölle. Die Ausdrücke, die ich für sie hätte, sind nicht spruchreif, deshalb unterlasse ich es lieber. Aus Selbstschutz. Sie haben einmal gesagt, dass der HSV „ihr Baby sei“, dann aber wären sie ein Kindesmörder. Sie haben diesen Klub zugrunde gerichtet und sind dabei selbst ein steinreicher Mann geworden. Jemand mit Anstand wäre einfach gegangen, sie aber haben den Verein bereits zweimal mit einer Millionen-Abfindung in Trümmern liegend verlassen. Sie waren tatsächlich das einzige Vorstandsmitglied, welches im Falle eines Abstiegs auf die volle Höhe ihrer Bezüge bestanden hätte und sie reden über „ihr Baby“? Der Umstand, dass es ihnen selbst im Jahr 2018 noch möglich gemacht wird, dieses Stadion ungehindert zu betreten, macht mich krank.

Eines noch.

Ehrlich, wenn ihr wahlberechtigt seid, dann wählt am 18.02.2018 was ihr wollt. Aber seid bitte nicht zu enttäuscht, wenn nach der Wahl die Treppe doch nicht so „von oben nach unten gefegt wird“, wie ihr es euch erträumt.

 

 

 

Von | 2018-02-09T07:54:56+01:00 9. Februar 2018|Allgemein|60 Kommentare

60 Comments

  1. Jörg 9. Februar 2018 um 07:51 Uhr

    Vielen Dank für diese Abrechnung!

  2. Freundchen 9. Februar 2018 um 07:53 Uhr

    Meine Herren (ebenfalls NICHT „sehr geehrte“: Hängt Euch diesen Brief in die Euch nicht zustehenden Büros! Gerne komme ich vorbei und unterzeichne!

  3. Maierlanski 9. Februar 2018 um 08:13 Uhr

    „Eine Wahrheit kann erst wirken, wenn der Empfänger für sie reif ist.“

    Dies bezweifle ich aber bei diesen Herren, Fans usw.

    Es wird sich beim HSV nichts ändern.

  4. Raschi 9. Februar 2018 um 08:18 Uhr

    Da schließe ich mich gerne an. Und dem Widerlichsten von allen, Herrn Beiersdorfer, schicke ich noch ein gepflegtes „PFUI!“ mit auf den Weg. Ich hätte da auch noch ganz andere und passendere Worte und Töne, aber der Zocker, Zauderer und Stammler ist es nicht wert.

  5. Kugelblitz 9. Februar 2018 um 08:33 Uhr

    das nenn ich mal einen weltklasse blog. danke für schonungslos offenen worte.

    jeder, der es mit dem hsv hält, sollte so denken, denn nur dann kann man etwas verändern.

    oder man dreht handyvideos vom training.

  6. Willem 9. Februar 2018 um 08:36 Uhr

    Das hätte niemand besser und ehrlicher schreiben können. Hut ab !!!!

  7. NochNieDerHSV 9. Februar 2018 um 08:38 Uhr

    Eine meisterliche Generalabrechnung. Ich „fürchte“ nur, dass die angesprochenen Herren ausnahmslos ein ganz anderes Bild von ihrem Wirken haben und gar nicht verstehen, was es daran nicht gut zu finden geben könnte. Sie sind zu verblendet, zu eitel und unfähig oder nicht willens, sich zu hinterfragen.

    • Christian 9. Februar 2018 um 09:27 Uhr

      Ich denke, dass es ihnen egal sein dürfte. Ein Blick auf das Konto, in eines der netten Autos gestiegen zu einem der netten Häuser gefahren und einen schönen Rotwein, da kann man schon einiges ausblenden und es sich trotzdem gutgehen lassen.
      Und das es offenbar alle so machen, ist man ja in bester Gesellschaft und hat keinen Grund, etwas in Frage zu stellen. Leider.

  8. Michael 9. Februar 2018 um 08:39 Uhr

    Der Abstieg wird zumindest einige der Parasiten zum Verlassen des abkühlenden Kadavers bewegen. Aber nicht alle, und jeder dieser Versager infiziert jeden Neuen. Das konnten man sehr gut bei den Transfers der letzten Jahre sehen, Ostrzollek hat es mal in der Presse so gesagt. Die Tapete sagt jedem, wie beim HSV die ruhige Kugel geschoben wird.
    Was fehlt, ist tatsächlich jemand, der vom obenher den Laden saniert. Das ist nicht dieser „Wunsch nach dem starken Mann“ á la „Magath muss her!“, sondern der Wunsch nach einem harten und aufrichtigen Arbeiter. Jemand, der einen transparenten Sanierungsplan erstellt und knallhart durchzieht. Jeder, der sich in den Weg stellt, muss weichen bzw. wird gleich vorher vor die Tür gesetzt.
    Dass das auch passiert, ist fraglich. Nicht mit diesem Puppentheater von Aufsichtsrat, der für Kontinuität dieser Machenschaften steht. Nicht mit diesem Vorstand, nicht mit diesem Sportdirektor, nicht mit diesen Funktionären, nicht mit diesem Supporters Club, nicht mit diesen Fußballern. Das sind doch Zecken und Milben.
    Wer soll denn wen einstellen? Wer kommt denn zum HSV und hat gleichzeitig noch nachweisbar Erfolg?
    Ich fürchte, auch ein Hoffmann fährt sich fest im „Weiter so….“ des HSV.

  9. 69er 9. Februar 2018 um 08:43 Uhr

    alles, was in dem heutigen blog geschrieben wurde, spricht mir aus tiefstem herzen. jeder absatz trifft vollständig und zielgenau ins schwarze, auch wenn es dort schmerzlich die raute trifft, die ich seit mehr als vierzig jahren im herzen trage.

  10. Ulrich 9. Februar 2018 um 08:49 Uhr

    Mich würde es interessieren, ob jemand vom HSV hier ließt. Wahrscheinlich nicht, denn sie sind hochnäsig und arrogant.
    Das ist so als würde man Perlen vor die Säue werfen.
    Aber nur noch bis Ende Mai, nach dem Abstieg, dann sind diese Penner weg.

    • Gravesen 9. Februar 2018 um 08:51 Uhr

      Eines haben ich den Jahren gelernt: Sie lesen es ALLE! Sei sicher.

      • Raschi 9. Februar 2018 um 08:56 Uhr

        Verstehen sie es auch?

  11. Olaf B. 9. Februar 2018 um 09:04 Uhr

    Ach Grave, gäbe es doch einen Pulitzerpreis für die beste Blogprosa ever !!! Feinste journalistische Klinge ! Chapeau !

    • Gravesen 9. Februar 2018 um 09:05 Uhr

      Es gibt ja noch nicht mal Blog-Sponsoren 🙂

  12. NK1887 9. Februar 2018 um 09:11 Uhr

    Danke für diese Zusammenfassung, Grave! Ich selbst bin nun seit knapp 15 Jahren HSV Fan und es schmerzt mich jedes Mal aufs neue, wenn ich sehe wie mein Verein zu Grunde geht. Vor einigen Jahren hätte ich noch deutlich emotionaler reagiert, wenn der HSV mal wieder mit einer schlechten Leistung gegen einen Abstiegskandidat verliert, doch heute ist es für mich beinahe Alltag geworden. Über einen Sieg wird sich gefreut, ganz egal wie er errungen wurde und bei einer Niederlage ist es halt einfach so und ich zucke mit den Schultern. Trotz allerdem bleibe ich Vereinsmitglied und Dauerkarteninhaber, auch wenn der Dino kurz vorm Meteoritenschauer steht, der HSV ist und bleibt mein Verein. Und wenn er untergeht? Dann gehe ich mit Ihm unter, weil ich seit ich denken kann HSV Fan bin und das werden die obengenannten Henker nicht ändern.
    LG NK

  13. Gravesen 9. Februar 2018 um 09:22 Uhr

    Tue ich, wie man lesen konnte. Aber die Wahrheit verkauft sich in unserer Zeit nun mal schwerer als die Lüge. Hinzu kommt, dass ich weder meinen Blog noch meine Art ihn zu betreiben, umstellen würde. Es gibt aber wohl Firmen/Unternehmen, die Einfluss auf die Inhalte der Produkte nehmen möchte, die sind unterstützen. Mit anderen Worten, mir bliebe die Wahl. So zu bleiben, wie ich bin und wie ich auch irgendwie erfolgreich bin. Oder mich kaufen zu lassen und dann meinen Stil zu verlieren. Ich würde mich immer für die erste Varianten entscheiden.

  14. Gravesen 9. Februar 2018 um 09:45 Uhr

    Die haben aber kein Geld 😀

  15. Volli 9. Februar 2018 um 09:50 Uhr

    Was ich am Besten finde, ist das bei Kühne nicht steht „Schämen sie sich eigentlich nicht?“ Seine Intention war sicherlich nie, sich die Taschen voll zu machen(die sind es ja bereits?), sondern dem Verein zu helfen. Das bei soviel Kohle, immer die falschen Leute auf den Plan kommen ist logisch. Parasiten und Schmarotzer, die in diesem Geschäft immer mehr zunehmen, sind der Untergang dieses Sports, und mit das widerlichste was es gibt. Der Name des größten widerwärtigsten Absahners wurde in diesem Blog immer wieder genannt. Leider nur in diesem Blog!!! Kühne ist aber auch der Einzige, der mit den richtigen „Arbeitern“ den Laden nochmal auf Links drehen könnte. Er ist in der Lage, relativ zügig, die Zahlungsunfähigkeit herzustellen. Ist der Wirt erst tot, zieht es den Schmarotzer weiter! Obwohl ich von Hoffmann sehr viel halte, was soll er bewirken, wenn er in ein solch verdorbenes Konstrukt gerät. Also lieber Herr Kühne, vielleicht ist es an der Zeit, das Haus gnadenlos zu entkernen, und von innen neu aufzubauen. Sicherlich, sie haben schon einige Jahre auf dem Buckel, aber das wäre doch nochmal ein großes Ding! Dir, lieber Grave, danke für diesen genialen Blog!

  16. Halibuthunter 9. Februar 2018 um 10:03 Uhr

    Danke Grave.

  17. Saschas Alte Liebe 9. Februar 2018 um 11:12 Uhr

    Niemand, kein einziger dieser Gestalten schämt sich. Sonst hätten sie nicht das getan, was sie taten und noch tun, und wie.
    Doch, es wird schon schief gehn…
    Es ist eben auch.. nur der HSV

  18. Frank Aepkers 9. Februar 2018 um 12:09 Uhr

    Was mir insgesamt auffällt: Alle kommen sie als Hoffnungsträger, es endlich zum Besseren zu wenden. Zum Teil aus Machtbesessenheit, Geldgier, Prestige, aber bestimmt auch einige, weil sie den Verein wirklich voran bringen wollen. Und alle scheitern: Ob Spieler, Trainer, Vorstand, Aufsichtsrat, Kühne. ALLE! Vom Hoffnungsträger zum Versager, nirgendwo klappt das so wunderbar wie hier. Der Nächste ist wahrscheinlich Hoffmann und so weiter und sofort… Ist dieses System überhaupt zu durchbrechen? Ein Abstieg? Ich bezweifle das… Der Verein ist ein Fall für einen „Kollektiv-Psychologen“!

  19. Horst Uwe Weetendorf 9. Februar 2018 um 12:14 Uhr

    Tatsächlich Wahnsinn, wie viel Mist sich beim HSV auftürmt. So viel Dilletatntismus kannst Du nicht ewig aushalten. Und Hafenmeier zieht sein Ding gnadenlos durch, weiß von nichts, und wird hoffentlich bald erlöst. Ich denke, die klare pro Hoffmann Wahlempfehlung hier ist alternativlos.

    • Gravesen 9. Februar 2018 um 12:17 Uhr

      Wenn du der Meinung bist, eine Pro Hoffmann-Wahlempfehlung aussprechen zu müssen, kannst du es tun. Ich mache es nicht.

  20. marlor 9. Februar 2018 um 12:17 Uhr

    Perfekt und auf den Nagel getroffen.

    Respekt…

    … wie immer!

  21. Horst Uwe Weetendorf 9. Februar 2018 um 12:26 Uhr

    Vermutlich wird die MV ja aufgrund der begrenzten Kapazität der Lokalität kurzfristig verschoben werden müssen. Ein Schelm wer Böses dabei denkt…

  22. Kerberos 9. Februar 2018 um 12:49 Uhr

    Und irgendwann in nicht mehr allzu ferner Zukunft wird einer dieser düsteren Spießgesellen dann auch noch den historischen Satz tun „Aber ich liebe Euch doch Alle….“. Wartet es nur ab – ceterum censeo HSV esse delendam!

  23. Ex-HSVer im Herzen 9. Februar 2018 um 12:57 Uhr

    Hervorragender Blog!! Messerscharf, keine Beleidigungen und zu 100% wahr. Daher bitte ich alle Mitleser und Mitkommentatoren, heute mal oben rechts den Spendenknopf zu betätigen. Meinen Obulus habe ich schon geleistet. 10-20 € tun uns nicht weh und machen Grave nicht reich, aber es ist ein Zeichen Des Respekts für so eine hervorragende journalistische Leistung in den letzten Jahren.

    Zum Inhalt: Dieser entlarvt Kühne als die eigentlich Enttäuschung und für mich ist er eigentlich nur ein opportunistischer Blender. 9 Milliarden Vermögen hin oder her. Wenn dieser Mann ein echter Macher wäre, hätte er sich selbst in den Aufsichtsrat wählen lassen mit kompetenten Mitstreitern, die Personen wie Düdü, Bruchhagen, Wettstein verhindert hätten. Denn dieses Gremium führt letztlich die Geschicke einer AG. Der Vorstand ist auch nur ausführendes Organ.
    Wenn ich mehrere Milliarden auf dem Konto hätte und MEIN Verein wieder auferstehen soll, dann eier ich nicht so rum. Zeit genug hat dieser Mann. Seine 60 Mio sind ein Furz im Wind bei 9 Mrd. Vermögen. Das wäre so, als wenn man 900.000 € Vermögen gerade mal 6000 € gibt. Man merkt NIX! Dabei gibt er nicht nur, sondern er will das auch noch mit Rendite zurück. Also aufhören mit der Heiligsprechung.

    Dieser Verein ist symbolisch dafür, was in dieser Gesellschaft falsch läuft. Versager kleben an ihrem Posten und diejenigen, die sie absägen oder verhindern können machen nichts, weil sie selbst drin stecken im Sumpf aus Macht, Geld, Gier, Korruption, Betrug und so weiter. Siehe die Posse um unsere neue Regierung. Siehe Vorstände Deutsche Bank, siehe Dieselskandal. Man könnte die Liste unendlich fortsetzen.

    Wir haben halt das Problem, dass wir intelligent sind und unsere Gehirne anspruchsvoller sind als sich mit dem Status Quo zufrieden zu geben und wir hinterfragen Dinge, die augenscheinlich zum Himmel stinken. 1x die Woche einer sehnsuchtsvollen Vergangenheit zu huldigen und das Hirn zu deaktivieren bringt einen halt nicht weiter im Leben.

    • db 9. Februar 2018 um 13:18 Uhr

      „…Dieser entlarvt Kühne als die eigentlich Enttäuschung und für mich ist er eigentlich nur ein opportunistischer Blender. 9 Milliarden Vermögen hin oder her. Wenn dieser Mann ein echter Macher wäre, hätte er sich selbst in den Aufsichtsrat wählen lassen mit kompetenten Mitstreitern, die Personen wie Düdü, Bruchhagen, Wettstein verhindert hätten. ..“
      .
      Anstatt sich selbst hat Kühne seinen Generalbevollmächtigten als AR-Vorsitzenden installiert, der in vielerlei Hinsicht in dieser Funktion eine erbärmliche Figur abgegeben hat:
      Großspurige Sprüche à la „durchdeklinieren“, Führung des AR nach Gutsherrenart, Installation von Beiersdorfer als Vorsitzenden der HSV AG und durch Plauderei maßgeblich und fahrlässig das Engagement von Tuchel als HSV-Coach vereitelt.

      • Ex-HSVer im Herzen 9. Februar 2018 um 14:33 Uhr

        So sehe ich das auch!! Man kann einen Fussballclub nicht wie eine Logistik-AG führen. Auch wenn es damals eine AG wurde, bleibt es immer noch ein Verein. Das Buch aus den 80er „Nieten in Nadelstreifen“ ist aktueller denn je.

        Wenn Kühne wirklich so ein toller Geschäftsmann wäre, hätte er das Ganze professionell und strategisch im Hintergrund gemacht: die besten Exekutives gescoutet und nach Hamburg geholt mit freier Hand und einer erfolgsbasierten Zusatzentlohnung.

  24. Ex-HSVer im Herzen 9. Februar 2018 um 13:02 Uhr

    Und eins noch: unter Hoffmann wird sich kurzfristig Nullkommanull ändern.

    • Kevin allein in Hamburg 9. Februar 2018 um 13:24 Uhr

      Ja wie denn auch ?
      Der Karren ist so tief im Dreck das es unmöglich ist da wieder heraus zu kommen.

      • Ex-HSVer im Herzen 9. Februar 2018 um 15:19 Uhr

        Genauso ist es. Warum ein Mensch sich das unter diesen Bedingungen antut ist mir suspekt. Ich sag nur: Opportunistisches Handeln.

        Wenn ich Hoffmann wäre würde ich bis Mai warten und als Mitglied eine ausserordentliche Mitgliederversammlung einberufen und dann mit fast 100% Zustimmung den EV-Präsidenten hinweg fegen! (Wenn das juristisch geht).

  25. Micha 9. Februar 2018 um 14:04 Uhr

    In allen Punkten sehr treffend formulierter Blog!

    Hoffmann ist alternativlos, auch wenn man die Erwartungen auf kurzfristige Wirkungen niedrig halten sollte. Die gesamte Struktur beim HSV ist mit fahrlässigen bis vorsätzlichen Versagern besetzt.

    Intrigen wie von Goedhart und Wettstein werden nach Scheitern weggelächelt, weil jeder am Niedergang mit schuldig ist. Öffentliche Auftritte des Vorstands und des Aufsichtsrats sind reine Lügen-Märchen, die AG hat jede Glaubwürdigkeit eingebüßt!