Der ewige Blick zurück

 

 

Irgendwie erschüttert es mich dann doch immer wieder, der Vorwurf, ich würde mich nicht „einbringen“, würde diesen Blog nur betreiben, um zu kritisieren. Ich würde keine Vorschläge zur Verbesserung machen, außerdem bin ich ja bekanntlich kein Fan (mehr), mir würde Kritik demnach gar nicht zustehen. Ach so. Hinzu kommt, ich wäre kein Mitglied (mehr), ich dürfte mich also zu den Vorkommnissen auf Mitgliederversammlungen nicht äußern. Und wenn mir 20 Leute erzählen, dass dort der blanke Hass zwischen den verfeindeten Gruppen herrschte und dass die Geschichte kurz vor der körperliche Eskalation stand, dann ist das einfach nicht wahr. Warum? Weil ich es geschrieben habe. Deshalb.

Wie komplett kaputt im Kopf das ist, muss ich eigentlich nicht mehr erklären, aber dennoch: Es gibt wohl kaum jemanden, der über den Verein berichtet, der so oft konkrete Vorschläge gemacht und Anregungen gegeben habe, wie ich. Ich habe in den letzten Jahren im Detail erklärt (und zwar mehrfach), was der Verein aus meiner Sicht machen müsste und ich habe es vor allem nicht hinterher erklärt, sondern vorher. Dies aber stand mir wahrscheinlich erneut nicht zu, weil ich ja die Raute nicht irgendwo habe und kein Fan (mehr) bin. Insofern muss es bei den Leuten, die diese Vorschläge gern gelesen hätten, irgendwo durchgerutscht sein.

Dass es aber laut Aussage eines Menschen Bestrebungen gibt, mir mit körperlicher Gewalt zu drohen, macht absolut fassungslos, sagt aber alles über die Zustände in diesem Verein aus. Aber bitte, macht es so. Bedroht die Letzten, die den Mut haben, euch die Wahrheit zu sagen. Macht die mundtot, die euch warnen und euch die Szenarien erklären, bevor sie passieren und nicht erst in bester Mopo/Abendblatt/BILD-Manier dann, wenn das Kind im Brunnen aufgeklatscht ist. Beschwert euch darüber, dass es ein Medium gibt, in dem die Wahrheit dann zu lesen ist, wenn sie geschieht und nicht erst dann, wenn sie nicht mehr zu übersehen ist. Und vor allem: Guckt bloß immer nur zurück und nie nach vorn. Wundert euch, dass es nie vorwärts, sondern immer nur weiter abwärts geht, wenn ihr immer nur wieder auf bekannte Gesichter zurückgreift, weil diese angeblich irgendeine Verbindung zum Verein, die Raute in irgendeinem Organ oder was auch immer haben.

Dabei ist diese Verhaltensweise im HSV nicht wirklich neu, sondern alt und bekannt. Erinnern wir uns an das Jahr 1995. Der HSV war in der abgelaufenen Saison 13. geworden, im Verein ging fast nichts mehr. Wer also sollte als Präsident den Verein zurück ins Licht führen? Ur-HSVer, Ex-Nationalmannschafts-Kapitän, Idol der Idole Uwe Seeler. Heute wissen wir, wie diese Geschichte ausgegangen ist, aber sie war nur der Beginn einer langen Reihe von personellen Fehleinschätzungen und entwicklungshemmenden Blicken in den Spiegel. Besonders tragisch natürlich die Installation des „Experten mit Stallgeruch“, Dietmar Beiersdorfer als denjenigen, der die gerade beschlossene Ausgliederung umsetzen sollte. Aber Verbrennungs-Düdü war nicht allein. So holte man mit Bastian Reinhard einen Ex-Spieler und machte ihn zum Sportchef, das Gleiche passierte mit Ex-Nachwuchskoordinator Jens Todt. Als es dem HSV sportlich richtig mies ging, wer musste kommen und den Retter spielen? Richtig, Ex-Stürmer und Ex-Trainer Bruno Labbadia und wer beerbte den glücklosen Markus Gisdol? Genau, Ex-Verteidiger Bernd Hollerbach.

Nach der Ausgliederung saß plötzlich wer im Aufsichtsrat? Ach ja, es war Ex-Spieler Thomas von Hessen, der im neuen Aufsichtsrat durch Ex-Spieler Marcel Jansen ersetzt wird. Auf der Bank sitzt neben Hollerbach jetzt wieder Ex-Spieler Cardoso und mit wem wollte der damalige e.V.-Präsident Meier angeblich „drohen“, um sich das Amt zu sichern? Genau, es war Ex-Sturmtank Horst Hrubesch. Sogar Ex-Mitausgliederer Hilke war bereits Jahre zuvor Mitglied im Vorstand gewesen.

Auf den Hafensänger Meier folgt Ex-Vorstandsvorsitzender Bernd Hoffmann als Präsident des e.V. und „Gönner“ Klaus-Michael Kühne hatte den Ex-Aufsichtsratschef Rieckhoff als neues AR-Mitglied im Blick. Gern, oft und seit Jahren wird Ex-Spieler und Ex-Manager Felix Magath als Allheilmittel verkauft und ganz sicher habe ich noch den einen oder anderen vergessen.

Hoogma, Doll, Jol. Immer wieder die alten Namen. Immer wieder der Blick zurück.

Was ich damit sagen will? Dieser Verein ist in sich gefangen, weil er immer nur nach hinten und nie nach vorn schaut. Es wird grundsätzlich versucht, auf Althergebrachtes  zu setzen, anstatt die Spirale einmal zu unterbrechen und etwas vollkommen Neues zu tun. Wann war der HSV eigentlich das letzte Mal sowas wie erfolgreich? Ach ja, als man einen gebürtigen Leverkusener ohne Raute im Herzen zum Boss machte und dieser Emotions-befreit nach anderen Kriterien als Vereinstreue und Dauer der Mitgliedschaft werken konnte. Und dann gab es da noch einen Dänen ohne HSV-Vergangenheit und Bezug, der Transfers tätigte, von denen der Verein heute nur träumen kann.

Das Problem wird der Verein allerdings nur aus sich selbst lösen können, aber ob dies gelingt, ist zweifelhaft. Denn vor dieser neuen Aufstellungen sitzen z.B. ein Seniorenrat mit Mitgliedern, denen nichts wichtiger ist als die Dauer der Mitgliedschaft und die Raute am Hintern. Ein Beirat, der ähnlich denkt. Ein Umfeld, welches um seine Privilegien fürchtet und deshalb „keinen von draußen“ mitmachen lassen möchte. All diese Herren haben eins gemeinsam: Bei ihnen steht das eigene Wohl vor dem des Vereins.

Fazit: Dieser Verein wird aus sich heraus niemals heilen, wenn er immer nur wieder auf die gleichen, bekannten Gesichter setzt. Dieser Verein braucht frisches Blut, frische Ideen und keine Kenntnis über das Fest der 1000 Zwerge oder eine 20-jährige Mitgliedschaft bzw. eine Dauerkarte seit 17 Dekaden. Dies zu schaffen wird aber die wahre Aufgabe sein, denn betrachtet man das Verhalten der Mitglieder, die heute noch auf einer Versammlung auftauchen, so kann einem Angst und Bange werden.

Wie gesagt: All diese Leute stehen dem Wohl, der Entwicklung und der Zukunft des HSV im Wege, aber derjenige, der euch das sagt, ist der Spalter? Wie krank ist das? Ihr solltet euch vielleicht mal Gedanken darüber machen, warum in eurem Verein eine Witzfigur wie „Helm-Peter“ Kult sein kann, während jemand, der erwiesenermaßen immer richtig gelegen und die Wahrheit gesagt hat, angefeindet wird.

Oder, um es einmal anders auszudrücken: Für sowas liebe ich den Fußball immer noch

Und für sowas eben nicht.

Von | 2018-06-02T17:34:46+02:00 21. Februar 2018|Allgemein|21 Kommentare

21 Comments

  1. Mosche 21. Februar 2018 um 07:36 Uhr

    Grave, Dein Artikel gefällt mir, aber das Video ist fehl am Platz. Du schreibst selbst, dass wir nicht immer zurückblicken sollen und postest dann ein Video aus 2011, wo BH noch Präsident war. Das war nicht am Wochenende …
    BG!
    (nicht, dass sich einige wenige Fans (nicht die Fans) am Wochenende besser benommen hätten ….)

    • Gravesen 21. Februar 2018 um 07:43 Uhr

      Dann denke man darüber nach, warum ich ausgerechnet heute ein Video aus dem Jahr 2011 gepostet habe.

  2. Mosche 21. Februar 2018 um 07:45 Uhr

    Ist mir schon klar, aber am Wochenende gab es gewisse Szenen exakt gegen Leverkusen.
    Mach, wie Du meinst.

  3. Halmakenreuther 21. Februar 2018 um 08:03 Uhr

    Genau meine Meinung! Diese ganzen elenden Rückholaktionen von Leuten die in einem Verein irgendwann mal (unter völlig anderen Bedingungen und ggf. in ganz anderer Position) erfolgreich gearbeitet haben oder einfach für eine erfolgreiche Zeit stehen, haben so gut wie noch nie etwas gebracht. Man denkt immer, dass sich so etwas ja einfach wiederholen ließe. Dem ist aber nicht so!
    Und genau so verhält es sich nun auch mit dem angeschlagenen Hoffmann. Und ich glaube das ist auch ihm schon Sekunden nach der Wahl bewusst geworden.

  4. Michael 21. Februar 2018 um 08:03 Uhr

    Ewig grüßt das Murmeltier…von der Elbe.

  5. Volli 21. Februar 2018 um 08:07 Uhr

    Mit der Wahl Hoffmanns sind leider die alten Strippenzieher und Denunzianten nicht weg! Deshalb scheint seine Aufgabe fast unlösbar. Nur wer spaltet denn in diesem Verein, Hoffmann??? Sind es nicht vielmehr diese Leute, die Fangruppen, die einen Tag vorher noch irgendwelche asozialen Plakate aufgehangen haben, zur Mitgliederversammlung bitten, um für den richtigen Kandidaten zu stimmen? Sind es nicht die Leute, die vor der Wahl Lügenmärchen erzählen, und die Mitglieder aufhetzen!

  6. Thomas S. 21. Februar 2018 um 09:39 Uhr

    Nun, das mit dem Einbinden von Ehemaligen macht der FC Bayern auch. Allerdings achtet dort eine starke Vereinsführung in Person von Uli Hoeneß darauf, dass dies nur auf Positionen geschieht für die diese auch qualifiziert sind, und scheut sich auch nicht, sie wieder abzuberufen, wenn sie sich als Fehlbesetzung erweisen. Vielleicht ist das der entscheidende Unterschied.
    Hoffmann und Arnesen wurden dem entsprechend ja auch nicht in erster Linie wegen dieses oder jenes Fehlers kritisiert, sondern ganz grundsätzlich dafür abgelehnt, dass sie ihren Job gemacht haben, nämlich den Verein zu führen. Führung nervt natürlich manchmal, vor allem wenn man es nicht gewohnt ist. Also holte man lieber sanfte Begleiter à la Jarchow und schließlich Beiersdorfer, die niemandem weh tun (gerne ausgedrückt durch den Brechreiz auslösender Euphemismus „den Verein einen“).
    Was man nur nicht wahrhaben wollte: Wo die Führung fehlt oder schwach ist, tanzen die Mäuse auf dem Tisch. Schamlose Vorstände, die sich die Taschen vollmachen und Interna an die Presse durchstechen. Freidrehende Trainer. Gehaltsverdopplungen für Lowperformer. Verscherbeln von Spielern mit Potenzial. Gekungel mit Beratern. All das. Nur – irgendwann ist die Party vorbei und die Rechnung liegt auf dem Tisch. Dann ist das Geheule groß.

  7. Raschi 21. Februar 2018 um 10:06 Uhr

    Du hast Heribert Bruchhagen vergessen, der ja schon damals zusammen mit Hunke ein miserables Gespann abgab. Aber ist ja egal, man mag sich, man kennt sich. Und man hat damals den SC als eigenständige Abteilung mit Stimmrecht installiert und damit auch einen persönlichen Unterstützerzirkel geschaffen, der einen ins Amt hieven und den eigenen Posten absichern kann. Solange dieses Geflecht und vereinsinterne Netzwerk nicht an Bedeutung verliert, hat sich der HSV selbst in Ketten gelegt. Die eine Hand wäscht die andere, das heißt aber nicht, dass man dann sauber ist. Die Ausgliederung war vielleicht ein Anfang in die richtige Richtung, das ihr zugrunde liegende Konzept wurde aber zu keinem Zeitpunkt umgesetzt, eine professionelle zielgerichtete Arbeit und Vereins- oder besser Unternehmenskultur wurde nie etabliert, weil das gar nicht das Ziel ist, weil sportlicher (und wirtschaftlicher) Erfolg gar nicht an erster Stelle steht, da sind die Prioritäten unseres bestimmenden Kernzirkels andere, man hat sich im HSV wohl und heimisch gefühlt und das soll verdammt nochmal auch so bleiben, für Ungemütlichkeit und echte Arbeit ist da kein Platz.
    2014 haben ein paar aufmuckende Reformer zwar die Ausgliederung durchgeboxt, aber natürlich nur halbherzig und mit dem alles entscheidenden Problem, mit der Rücksicht auf die Befindlichkeiten der alten Daddys und jungen Hüpfer, deren soziale Kontakte an den HSV geknüpft sind, womit sie ihn in Geiselhaft nehmen und an die Kette legen, was allen anderen gegenüber, allen, für die der HSV etwas anderes als Teestube und Stammkneipe ist, relativ egoistisch und asozial ist. Mit der Ausgliederung hat sich so gut wie nichts verändert, die entscheidende Abstimmung, die über die Fernwahl, die haben die alten Buddys, Selbstauserwählten und Unterstützer gewonnen und damit ihren Einfluss samt ihrer eigentlichen Hauptziele und Prioritäten fortgeschrieben und zementiert. Es muss sich also niemand wundern, wenn der HSV von Heribert über den Beirat bis hin zur Mannschaft in erster Linie mal muckelige Bude und Wohlfühlstube ist. Das ist gewollt, das ist die allererste Priorität. Und ja, da passte und passt Bernd Hoffmann nicht rein, der ist und bleibt der größte Feind, ein penetranter und ungehobelter Störenfried. Solange der Einfluss der Buddies nicht gebrochen ist, solange es keine Fernwahlmöglichkeit gibt, sind Macher Eindringlinge und Visionen eine Gefahr. Wir können jetzt also noch zehn, zwanzig Mal die Abstimmung über die Fernwahl verlieren, den HSV vollends ruinieren und zur Rettung in fremde Hände legen oder konsequent sein und den Falke-Weg gehen, abhauen und einen FC Hamburg nach RB Leipzig-Vorbild gründen, der dann die ernsthafte und erfolgs- sowie leistungsorientierte Teilnahme am sportlichen Wettbewerb zum Ziel hat, an einem vergreisten Verein aber, in dem keinerlei Dynamik mehr steckt, in dem Greise zuallererst mal in trauter Runde ihren Tee schlürfen wollen und alles andere eher Ruhestörung und lästig ist, bin ich (noch) nicht interessiert. Aber wenn man sieht, dass die jungen Hüpfer, die bisher weniger den HSV als die Teetrinker unterstützten und absicherten, sich langsam ihrer Rolle bewusst werden zunehmend Zivis in der Altenpflege zu sein, dann gibt es vielleicht doch noch Hoffnung, das die alten Allianzen brechen. Vielleicht bin ich da zu naiv, aber für so einen Ultra und Pyromanen muss doch das Kettensprengen attraktiver als so ne verstaubte, heimelige Teestube sein. So ne Choreo und Fackelshow kriegt in den Niederungen der Amateurligen doch keiner mehr mit. Wo ist da noch der Reiz? Im Grunde genommen müssten die Ultras schon aus Egoismus und Selbsterhaltungstrieb ihre Sichtweise, Einstellung und Prioritäten ändern und alles dafür tun, dass hier endlich Macher und Visionäre übernehmen. Ohne große Bühne kein großes Publikum und verstecken und einfach so verschwinden ist eigentlich nicht so das Ultra-Ding. Die Uhr wird stehenbleiben, aber wenn die Ultras und Supporter dann ihre Wut überwunden haben und keinen mehr jagen wollen, wenn sie ihre Rolle an der Sache erkennen und merken, dass sie nur Handlanger und Pflegepersonal waren, dann kann der HSV auch wieder etwas mehr Dynamik entfalten, sich ein Leistungsgedanke etablieren und um sich greifen und damit ein Comeback gelingen. Die Ultras haben es in der Hand, sie können den HSV gerade viel mehr unterstützen und helfen, wenn sie die alten Allianzen brechen und das nicht als Verrat und Illoyalität empfindern, sondern als Ende des Selbstbetrugs und der Selbstverleugnung erkennen. Wenn es soweit ist, dann werden hier nicht immer nut die alten Bekannten reaktiviert, die dann selbstverständlich ihre alten bekannten Fehler machen, sondern neue, frische Leute frischen Wind reinbringen, von dem letztlich alle, auch die Teetrinker, profitieren.

    • Holger 21. Februar 2018 um 11:42 Uhr

      Ja. Könnten!

      Aber nicht die Hamburger Fanszene. Der HSV hat (wahrscheinlich) die „dümmsten“ oder am wenigsten an Fußball interessierten Anhänger der Liga. Die „Ultras“, aber auch alle anderen „Fangruppen“, ebenso wie die Vereinsmitglieder haben sich immer von den führenden Köpfen einlullen lassen. „Wir müssen jetzt zusammen stehen …, Es ist nicht die Zeit für Streit …, wer jetzt „spaltet“ ist Schuld am Abstieg, u.s.w.“

      Anstatt die Versager aus dem Stadion und zum Teufel zu jagen, ist es der Vereins- und AG- Führung immer gelungen an eine vermeidliche Solidarität und Zusammengehörigkeit zu appellieren, die „in diesen Zeiten“ notwendig ist.

      Man muss sich das mal vorstellen, da fordern die Macher, die Millionengehälter und/oder Ansehen und Logenplätze kassieren die Solidarität und „Zusammenhalt“ von den Leuten ein, die ein Monatseinkommen für eine Dauerkarte aufbringen müssen, damit sie bedingungslos Spieler unterstützen, deren Wocheneinkommen zum Teil dem Jahreseinkommen der sogenannten „Fans“ entspricht.

      Und was macht dieses „dumme Fußvolk“? Es folgt brav. Lässt sich Woche für Woche mit Folterfußball quälen und schön „ruhig“ halten, weil „wer die Raute im Herzen …., etc.“ steht natürlich in dieser schwierigen Situation zu seinem Verein. Natürlich meinen die Verbrenner und Kassierer nicht den „Verein“, sondern sich selbst! Wenn die Anhänger nämlich zu ihrem Verein stehen würden, würden sie die Verbrenner und Kassierer vom Hof jagen.

      Jetzt, wo alles zu spät ist, schwant es so langsam auch den größten Hohlköpfen in der Kurve, dass sie sich haben über Jahre verarschen lassen.

      Wie immer, wenn Hohlköpfe was merken, suchen sie sich „Opfer“ an denen sie ihre Wut auslassen können. Wen sie da im Auge haben, konnten wir am Samstag auf den widerlichen Transparent lesen. Die gleichen Jungs, die diesen Scheiß geschrieben haben, freuen sich aber sicher über ein Selfi mit dem „Raute-im- Herzen- Diddi“, wenn sie ihm in der Stadt begegnen.

    • ausgegliedert 21. Februar 2018 um 19:14 Uhr

      Da setzt du beim einen oder anderen vermutlich zuviel Intelligenz voraus.
      Diese unliebsamen Krusten allüberall aufzubrechen, ist mit einem einzelnen Hoffnungsträger nicht machbar. Dabei dürfte es ziemlich egal sein, wer sich an dieser Mammutaufgabe versucht.

  8. Axel 21. Februar 2018 um 10:21 Uhr

    Dem Unsinn endlich ein Ende bereiten wollen. Das sind typische Drohungen von Leuten, von denen es leider immer mehr gibt, die ausschließlich Gewalt als Argumentation benutzen können. Warum dürfte klar sein.
    Wenn jemand verbal so auffällig ist wie Grave, entgegnet man dem entweder auf Augenhöhe, meidet ihn oder zeigt ihn wegen Beleidigung an. Dieses dämliche androhen von Gewalt jedenfalls ist unterste Schublade und nervt gewaltig, weil solche Leute eh nur in Gruppen stark sind und sich letztlich alleine eh nicht trauen.
    Ob er nun jemandem einen Tritt in die fresse angedroht hat weiß ich nicht. Ich lache über sowas und wie gesagt, entspricht er nicht meiner Meinung, meide ich ihn einfach.

  9. Ex-HSVer im Herzen 21. Februar 2018 um 11:39 Uhr

    Guter Beitrag. Das spiegelt die allgemeine Lage der Gesellschaft wider: 90% der Menschen sind wahlweise dumm/ungebildet/mental begrenzt/asozial/durchschnittlich/nicht belesen/naiv/faul/visionslos/simpel/gewalttätig/usw.

    Diese Menschen bilden untereinander in vielen Dingen eine kompakte Einheit, die zu durchdringen fast unmöglich ist. Schon gar nicht mit Argumenten. Denn die Argumente sind der Feind der obigen Attribute. Keine Chance, da durchzudringen.
    Veränderungen und Verbesserungen der bestehenden Situation führen nur die herbei, die Fakten analysieren, logisch denken und Dinge hinterfragen. Nur solche Personen bringen die Gesellschaft oder auch Teilgebiete wie Wissenschaft und Technik weiter. Das beste Beispiel sind Personen wie Steve Jobs, Jeff Bezos, Elon Musk, Sam Walmart, Bill Gates, usw.

    Nur Personen mit richtig starker Persönlichkeit bleiben auf Dauer ein effektiver Leader. Sobald sie von der Masse vereinnahmt werder durch Freundschaft, Buddytum, Opportunismus, Abhängigkeiten, ist es vorbei und das Ende ist besiegelt. Nur noch eine Frage der Zeit.

    Womit wie wieder beim HSV sind. Hier ist keiner wirklich unabhängig und im Netz der 90% gefangen. Wie ich hier schon mehrfach erwähnt habe, ist die einzige Chance, langfristig wieder erfolgreich zu sein ein komplett unabhängige Aufsichtsrat und Vorstand. Der sich ein Ei darauf backt, was irgendwelche traditionsbewussten Nasen und Ultras so erzählen.

    • Saschas Alte Liebe 21. Februar 2018 um 12:07 Uhr

      „Der sich ein Ei darauf backt, was irgendwelche traditionsbewussten Nasen und Ultras so erzählen.“
      —————–
      Und auch das wird von genau diesen eben jenen dann noch vorgeworfen werden.
      Im Grunde sind diese Gestalten erst bedient, wenn es Erfolge gibt. Dann und dafür hüpfen sie jedem hinterher.

  10. Saschas Alte Liebe 21. Februar 2018 um 12:03 Uhr

    Es bleibt zu hoffen, dass im Sommer dem dann Ex-Dino die Ex-Bundesligazugehörigkeit mitsamt der Ex-Uhr und seiner Vergangenheit als (Ex-?)Chaosclub und all den vielen Ex-zellenzen ordentlich um die Ohren geflogen ist, wegen all der Misswirtschaft und Inkompetenz, Eitelkeit, Arroganz und Egoismen sowie der überhaupt nicht vergangenen Schulden und Defekte.
    Erst wenn dies alles und auch letztere „ex“ sein werden, besteht erst wieder eine Chance, etwas sinvolles anzufangen, das nicht vor allem „ex“ ist bzw. sein werden wird.
    .
    Sicher ist es immer gut sich zu hinterfragen. Doch im Falle solcher Anfeindungen ist doch sowohl die Motivation wie auch die Zielrichtung völlig eindeutig; und oben ausreichend beschrieben.
    Also heißt es doch nur, weiterhin klar zu bleiben und sich von dem frustrationsgesteuerten Angstgepöbel garnicht provozieren zu lassen.
    Gegen den Strom zu schwimmen ist eben anstrengend und ungemütlich.
    Doch ‚einfach und leicht‘ geht’s im Leben immer nur abwärts.

  11. Sonny 21. Februar 2018 um 12:40 Uhr

    Auch ein Blick zurück zum 19.5.2017:

    Ein satirischer Artikel aus der Welt:

    „Hammer in der Bundesliga! Der Hamburger SV greift nächste Saison erst in der Relegation ins Geschehen ein. Vorteil: Die Nerven von Fans und Konkurrenten werden geschont, die Spieler haben länger frei.“

    „34 Spieltage das ewig gleiche Gewürge und Herumgezittere, obwohl jedem klar ist, wie die ganze Sache endet – das wolle man weder den eigenen Fans noch den anderen Vereinen länger zumuten, sagte Bruchhagen.“

    hätten die das durchgezogen wäre der HSV nun besser dran 😉

    https://www.welt.de/satire/article164735603/HSV-steigt-naechste-Saison-direkt-in-Relegation-ein.html

  12. Holger 21. Februar 2018 um 12:42 Uhr

    Matthias, solche „Verschwörungstheorien“ sind Hüpfer- bullshit.

    Dagegen spricht schon, dass der HSV auch das „Glück“ aufgebraucht zu haben scheint. Ein Abstieg von Werder ist für die DFL übrigens eine Katastrophe, genau so wie ein Abstieg des HSV oder 1. FC Köln.

    Sky zahlt nämlich nicht Milliarden für die Einschaltquoten, die Augsburg, Mainz oder Hoffenheim hervorbringen.

    Aus finanzieller Sicht wäre es für die DFL sicher schicker, wenn Hoffenheim, Wolfsburg oder Freiburg absteigen.

    Also erst denken, dann schreiben.

    Gilt auch für grüne Hüpfer!

  13. Kugelblitz 21. Februar 2018 um 14:30 Uhr

    was meinst du, was passieren wird, wenn das bundesverwaltungsgericht der stadt bremen recht geben sollte?

    dann werden möglicherweise alle bundesländer nachziehen und rechnungen an die vereine schicken, die die dann die dfl weiterreichen.

    und du wirst bremen bei der klage nicht stoppen, indem du sie eine klasse niedriger spielen lässt.

  14. Bidriovo 21. Februar 2018 um 22:16 Uhr

    Eine passende Überschrift wurde heute im Kicker gewählt Hunt: „Uns hilft auch keiner“. Wahrscheinlich möchte er gerne mit 27 Punkten nicht absteigen, so wie anno 2014. Aber auch diese werden nicht erreicht werden, wenn das Punkte sammeln weiterhin so „zügig“ vorangeht. Ich frage mich, welche Halb- und Vollinvaliden zur neuen Saison verpflichtet werden. Ekdal, Müller, Papadopoulos, Wood und Co. werden kaum in der zweiten Liga für den HSV kicken.

  15. Wormfood 22. Februar 2018 um 04:11 Uhr

    Der Dino muss sterben und die Stadionuhr abgeschaltet werden. Soweit Konsenz hier.

    Aber es sollte dann schon Platz 18 werden mit möglichst vielen Punkten Rückstand auf Platz 17.

    Das bedeutet: der 1. FC Köln muss den HSV überholen. Und es besteht Hoffnung!

    Der LA-Dribbelwirbel Leonardo Bittencourt ist wieder im Training (letztes Spiel am 12. Spieltag).

    Einer Kölner Offensive mit Terrode, Bittencourt, Osako und Risse sollte es möglich sein, die Tore zu schießen, um den HSV hinter sich zu lassen.

    Ich drücke dem FC die Daumen!

    • Christian 22. Februar 2018 um 08:17 Uhr

      Volle Zustimmung! Abstieg als 18. mit viel Rückstand, damit wirklich alles klar ist und nicht wieder ewig hätte, wäre, wenn diskutiert wird. Und alle Verantwortlichen bitte noch im Amt.

      Trotzdem habe ich noch Bammel, dass der HSV selbst das vermasseln könnte ….

  16. Wenzel 22. Februar 2018 um 16:25 Uhr

    Ebenfalls volle Zustimmung.
    Jahrelanger Umgang mit Fußball hat mich jedoch gelehrt, daß mein pers. Wunschdenken immer negiert wird, von wem auch immer.

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