Ein einziges großes Trauerspiel

Am gestrigen Nachmittag ging es für mich eigentlich nur noch um die Beantwortung der Frage, was jetzt eigentlich das Unfassbarste des Tages war. Ich muss ehrlich sein, ich bin noch zu keiner finalen Entscheidung gekommen, denn diesmal fällt die Wahl wirklich schwer. Ich erkläre mal..

Da wäre zuerst die Geschichte mit dem gewollt-designierten Aufsichtsratsvorsitzenden, der als Tiger gestartet, am Ende aber doch nur als Bettvorleger gelandet war. Spätestens, wirklich allerspätestens jetzt sollte auch der letzte „So-sehen-Sieger-aus-Krakeeler“ begriffen haben, was Sache ist. Wenn man nämlich vor seiner Wahl erklärt, dass man weniger als den Vorsitz im Kontrollgremium nicht akzeptieren wird und dann nach der ersten Sitzung doch nur als einfaches Mitglied mit einer Stimme hervorgeht, wirft man irgendwie Fragen auf, oder? Wenn man vor der Wahl die Frage stellt, wie es denn sein kann, dass ein Herr Goedhart nach seiner Intriganten-Veranstaltung immer noch in diesem Rat sitzen kann und nach der Wahl ist man mit dem gleichen Goedhart plötzlich Doppel-Klippo, dann kann ich über diese ganze Nummer nur noch lachen.

Aber, wir können die Nummer auch weiterdenken. Wer ist denn jetzt eigentlich dieser Michael Krall, den bis vor wenigen Wochen keine Sau kannte und der von Null auf Vorsitzender durchstartet? Nun, der Mann ist Vorstand bei KPMG, übrigens die gleiche KPMG, die seit ca. 20 Jahren eng mit dem HSV verbunden ist, Bilanzen erstellt etc. Bedeutet: Diese Gesellschaft weiß wie kein Zweiter, wie es denn tatsächlich um den Verein bestellt ist und dies seit den Zeiten, als Hoffmann noch Vorstandsvorsitzender war. Herr Krall kennt demnach all die (unschönen) Geheimnisse des Vereins und so schnell lässt sich der Wisser nicht vom neuen Job vertreiben.

Was hätten wir dann noch im Angebot? Ach ja, natürlich. Da setzt sich ein Rat, der gerade einmal aus 6 Personen besteht, das erste Mal zusammen und binnen Sekundenfrist landet wirklich jede gesprochene Silbe beim Hamburger Abendblatt. Unter normalen Menschen wäre dies Grund genug, das Selbstoptimierungs-Sextett sofort wieder aufzulösen, aber wir sind ja bekanntlich nicht unter normalen Menschen, sondern beim HSV

Und Entscheidung Nummer eins war bereits am Abend schnell gefallen: Anders als zunächst erwartet, bleibt Michael Krall bis auf Weiteres Aufsichtsratschef – und Hoffmann wird sein Stellvertreter.

Nach Abendblatt-Informationen soll sich Hoffmann auf der Sitzung ab 18 Uhr dafür stark gemacht haben, dass neben Vorstandschef Bruchhagen auch Sportchef Jens Todt gehen muss. Doch damit nicht genug: Im Falle des verfehlten Klassenerhalts dürfte auch der gerade erst von Bruchhagen und Todt verpflichtete Trainer Bernd Hollerbach, der genau wie Vorgänger Markus Gisdol im Abstiegsfall weiter bezahlt werden müsste, ersetzt werden.

Nach Abendblatt-Informationen gilt es als sicher, dass der HSV darüber hinaus erneut eine Bürgschaft als Sicherheit vorlegen müsste. Erster Ansprechpartner soll aus Mangel an Alternativen – Trommelwirbel – Investor Klaus-Michael Kühne sein.

Bruchhagen und Todt eben. Besonders Hoffmann soll dafür werben, eine hochkarätige Nachfolgeregelung zu finden, um so schnell wie möglich das Projekt „Neuaufstellen für die Zweite Liga“ zu forcieren. Finanzvorstand Wettstein, den Hoffmann zunächst kritisch beäugt haben soll, ist dagegen für den Neustart fest eingeplant

(Quelle: https://www.abendblatt.de/sport/fussball/hsv/article213573623/Hoffmann-plant-im-Abstiegsfall-personelle-Tabula-rasa.html)

Okay, nun könnte man einwenden, dass der ehrenwerte Herr Schiller diesen Artikel geschrieben hat, lange bevor die Sitzung überhaupt begonnen hatte. Bedenkt man, dass das Abendblatt am frühen Abend angedruckt wird und die AR-Sitzung erst zwischen 19.00 Uhr und 20.00 Uhr begonnen hatte, hat Herr Schiller wohl in der Mehrheit die Informationen aus alten Interviews zusammen geklaubt. Aber: Die Tabula-Rasa-Nummer muss durchgesteckt sein, daran besteht kaum ein Zweifel.

Wenn ich nun zu Nummer drei komme, verweise ich auf den fett-markierten Teil der Abendblatt-Zitate. Wie bitte kann es in einer normalen und gerechten Welt sein, dass ausgerechnet Chef-Intrigant und erklärter Hilke 2.0, Mächenonkel Frank Wettstein, als gesetzt gelten kann, wenn alle anderen ausnahmslos gehen müssen? Der Mann, seit 15.11.2014 Finanz-Vorstand der HSV Fußball AG, hat alle Maßnahmen der Herren Beiersdorfer, Hilke und anschließend Bruchhagen als Mitglied des Vorstandes mitgetragen und mit zu verantworten. Er ist maßgeblich für eine Verschacherung der AG-Anteile und für eine Jahrhundert-Verschuldung verantwortlich. Hinzu kommt, dass er seinen Kollegen und Mit-Vorstand Bruchhagen hinter dessen Rücken im Aufsichtsrat gemobbt und diffamiert hat. Und zur Belohnung soll dieser Vogel nun bleiben dürfen? Soll das vielleicht ein beschissener Witz sein?

Nö, ich will mich eigentlich nicht schon wieder aufregen, das ist dieser Kasper-Klub einfach nicht mehr wert. Lasst sie einfach weiter abgreifen, bescheissen, lügen und intrigieren, der Verein ist eh geliefert.

 

Von | 2018-06-02T17:34:34+02:00 1. März 2018|Allgemein|68 Kommentare

68 Comments

  1. Sag' Tschüss Dino 1. März 2018 um 07:31 Uhr

    Dieses in chronischer Selbstauflösung befindliche Vereinselend ist inklusive Mannschaft und Teilen der Fanszene die ganze Aufregung doch schon lange nicht mehr wert.

  2. Saschas Alte Liebe 1. März 2018 um 08:27 Uhr

    Hat mir keiner durchgesteckt, aber als nächstes wird es wohl um die nächsten acht Prozente gehen, die ja einhellig nicht veräußert werden würden; jedenfalls solange Meier Präsident und Bruchhagen VV ist…. 😀
    Aber in allergrößter Not, wenn es sonst keine Möglichkeit mehr geben würde, wenigstens für die Zweite Liga (und damit den sofortigen Wiederaufstieg!) eine Lizenz zu erhalten…
    Das Geschwätz von gestern.

  3. Sven 1. März 2018 um 08:45 Uhr

    Man sollte das ganze emotionslos sehen. Da wird sich so viel Kompromat im Verlauf der letzten Jahre angesammelt haben, dass sich alle Handelnden damit gegenseitig in Schach halten können, solange das unter der Decke bleibt. Ohne Totalcrash mit völliger Auflösung aller Verträge, Verflechtungen und Verpflichtungen kein Neuanfang. – Eine Niederlage gegen Mainz sollte die letzten Hoffnungen auf einen Klassenerhalt zerstören. Es geht einfach nicht anders. Die Titanic auf Kurs…

    PS: Herr Kühne, bitte, halten Sie sich die Taschen zu!

    PPS: Schlimm, dass Heine und Adenauer immer sinnentfremdend zitiert werden.^^

    • Saschas Alte Liebe 1. März 2018 um 09:03 Uhr

      Das war kein Adenauerzitat; es ist längst als ein HSV Uncharakter-Merkmal verselbstständigt, das Geschwätz von gestern genauso wie das von morgen. 😉

      • Sven 1. März 2018 um 09:10 Uhr

        Das stimmt. Denn weiter geht es beim alten Rhöndorfer mit: „Aber meine Herren, es kann mich doch niemand daran hindern, jeden Tag klüger zu werden.“ – Das ist wirklich ein Unterschied zum HSV. 😀

        • Saschas Alte Liebe 1. März 2018 um 09:33 Uhr

          Niemand kann den jemanden beim HSV daran hindern, jeden Tag dämlicher zu werden.

  4. Basti 1. März 2018 um 09:57 Uhr

    @Gravesen
    Meinst Du nicht, dass wenn der Abstieg vollzogen ist, es noch mehr Personalien treffen wird, außer den Dreien?

    • Gravesen 1. März 2018 um 09:59 Uhr

      Es wird ca. 200 andere „Personalien“ treffen. Oder denkst du, dass ein Zweitligist eine Geschäftsstelle mit 293 fahren und bezahlen kann?

      • Basti 1. März 2018 um 10:12 Uhr

        Stimmt… Die Scheiße fällt immer von oben nach unten… Unglaublich!
        Ich hasse meine rosarote Brille.

  5. Kerberos 1. März 2018 um 10:04 Uhr

    .
    Im Rahmen der genehmigten Kapitalerhöhung können noch 655.866 Aktien verscherbelt werden. Bei dem bisherigen Ausgabepreis von € 65,- je Aktie ergibt dies mithin € 42,5 Mio. Das könnte gerade für das Notwendigste zur Abwendung einer unmittelbaren Zahlungsunfähigkeit ausreichen, weil am Ende dieser Saison ~ € 30 Mio. kurzfristige Verbindlichkeiten (unter 1 Jahr) stehen werden. Und dann?
    .
    Der HSV muss ja nicht nur Verbindlichkeiten bezahlen. Nein, der HSV hat sich auch Werbeeinnahmen für die kommende Saison 2018/19 in Höhe von € 7.6 Mio bereits auszahlen lassen und diese komplett verbraten. Diese „Vorschüsse“ hat der HSV natürlich berechnet auf der Basis 1.te Bundesliga erhalten. Geht der HSV nun in die 2.te Liga, werden sich also nicht nur die Werbeeinnahmen vermindern, sondern der HSV wird hier auch noch kräftig bereits erhaltene „Vorschüsse“ an die Werbepartner zurückzahlen müssen.
    .
    Und gerne wird ja auch vergessen, dass ab 1.7.2018 die Herren Halilovic und Lasogga mit gut € 7.5 Mio. wieder auf der Gehaltsliste stehen werden. Der Marktwert einer jeden dieser Beiersdorfer-Granaten wird von Tranfermarkt.de aktuell mit € 2.5 Mio taxiert. Kaum vorstellbar, dass der größte Sportchef aller Zeiten hier Gehaltsreduzierungen für die 2.te Bundesliga in die Verträge geschrieben hatte. Und so dürften die Herren bei diesen Gehältern denn auch kaum zu verschenken sein. Weil für soviel Blödheit in Sachen Transfers hat der HSV in der Liga unbestritten ein Alleinstellungsmerkmal.
    .
    In solch düsteren Zeiten ist ein Märchenonkel wie F. Wettstein eben einfach unverzichtbar, denn er bedeutet Hoffnung für den hüpfenden HSV-Fan. Schließlich war es eben dieser F. Wettstein, der ganz ungeniert entgegen aller Fakten die Lizenz für die 2.te Liga als gesichert proklamierte. Wie also soll man diesen F. Wettstein denn ersetzen? Ein solch charakterloser Mensch wird selbst in Reihen des HSV nur schwerlich ein zweites Mal zu finden sein.
    .

    • Saschas Alte Liebe 1. März 2018 um 10:13 Uhr

      😀 😀
      Nun, dann blieben noch die von der MV abzusegnenden restlichen 16,9 Mio.
      Bei drastisch sinkender Tendenz reicht das vielleicht noch ein oder zwei Jährchen für die Abfindungen, Gehälter etc. bis zum Ende der Schächtung.
      Derweil bleibt der Dino nicht ganz koscher.

      • Kerberos 1. März 2018 um 10:37 Uhr

        .
        Welche restlichen € 16.9 Mio.?
        .
        € 42,5 Mio. gibt es doch nur, wenn man entgegen der Beschlusslage die Satzung mit 33% Anteilsverkauf ausnutzt – sonst gibt es so gut wie gar nichts mehr, denn bis 24,9% ist gerade noch 1% Luft.

        • Saschas Alte Liebe 1. März 2018 um 12:53 Uhr

          ich dachte, per Mitgliederbeschluss könnte auch von 33% noch auf 49,9% aufgerüstet werden.
          Das jeweilige ‚Geschwätz von gestern‘ mal unberücksichtigt gelassen.
          ??

          • Kerberos 1. März 2018 um 14:24 Uhr

            Ich möchte diesen Exkurs eigentlich hier beenden, weil es doch etwas komplizierter ist. Vergiss einfach den Verein.
            .
            Die Hauptversammlung der AG beschließt über Kapitalerhöhungen. Gesetzlich bestimmt ist, dass eine Kapitalerhöhung von der Hauptversammlung nur bis zur Höhe von 50% des Grundkapitals beschlossen werden kann. Entscheidend sind die Eintragungen im Handelsregister.
            .
            Bei 3.500.000 Aktien konnte also bei der Ausgliederung nur max. eine Kapitalerhöhung um 1.750.000 Aktien beschlossen werden. Dies entspricht dann 5.250.000 Aktien.
            .
            Aktuell (seit 25.08.2017) gibt es 4.594.134 Aktien. Die Hauptversammlung der AG könnte also Stand heute aktienrechtlich eine Kapitalerhöhung um 2.297.067 Aktien auf ins Gesamt 6.8921.201 Aktien beschließen.
            .
            Mehr geht aktuell nicht – auch nicht ohne 50+1-Regel und Zustimmung der MV des Vereins.
            .
            Und nicht vergessen: der Beschluss einer Kapitalerhöhung bedarf zwingend einer 3/4-Mehrheit in der Hauptversammlung! Hätte K-M Kühne über 24,9% könnte er jede Kapitalerhöhung verhindern und so den HSV von der Finanzierung über Kapitalerhöhung gänzlich abschneiden.
            .
            Daher dürfen ums Verrecken keine weiteren Anteile der AG an K-M Kühne gehen.

        • Saschas Alte Liebe 1. März 2018 um 13:54 Uhr

          pardon, 16,9 % natürlich !

    • Gravesen 1. März 2018 um 10:13 Uhr

      Nicht nur die Werbeeinnahmen, auch die Sponsoren- und Ausrüsterverträge sind betroffen, wie man lesen konnte.
      .
      https://www.sponsors.de/hsv-schuld-und-kuehne
      .
      Das muss man sich wirklich alles einmal vorstellen. Der Verein verlängert einen Vertrag (adidas), der noch bis 2016 läuft, im Jahr 2014 um weitere 10 Jahre!!!! zu miesesten Konditionen und lässt sich ca. € 10 Mio. von den zu erwartenden € 20 Mio. im Jahr 2014 auszahlen, um die Lizenz zu sichern. Die folgenden Zahlungen (eine lächerliche Million pro Jahr) sind an sportliche Erfolge (mindestens Platz 12) geknüpft, so dass der Verein sogar davon Gelder zurückzahlen musste. Mit anderen Worten: Die Kohle ist weg, der Vertrag läuft bis 2024 und der HSV hat Schulden bei seinem Ausrüster. Herzlichen Dank, Herr Hilke.

      • Sag' Tschüss Dino 1. März 2018 um 10:39 Uhr

        Das ganze Drama kommt einem vor, als ob die Titanic schon Kieloben auf den Eisberg zu fährt und auf der Brücke noch immer „Volle Kraft voraus!“ der Titanic-HSV ist traditionell unsinkbar.

        Was wurde ich beschimpft, wenn ich vor Jahren sagte, dass die überstandene Relegation ein reinigendes Gewitter verhindert und dem HSV noch viel mehr geschadet hat. Das gesamte in der ersten Liga zu erwirtschaftende Geld wurde für und durch Luschen verdummt, die man bei der Gelegenheit mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt hätte.

        • Saschas Alte Liebe 1. März 2018 um 12:55 Uhr

          UNTERM Eis ! Dieser Kahn treibt bereits seit längerem unter dem Eisberg durch…

        • db 1. März 2018 um 12:56 Uhr

          Im Zusammenhang mit den Glanzleistungen des HSV-Managements wird immer wieder der Vergleich mit der „Titanic“ bemüht.
          .
          Ich denke, der bevorstehende Crash ist eher mit der „Costa Concordia“ vergleichbar.
          Die Katastrophe wurde fahrlässig von der „Führungscrew“ [sic!] verursacht.
          Zum Zeitpunkt der erforderlichen Krisenbewältigung haben sich die Verantwortlichen (Didi, Hilke, Teile des AR´s) allerdings bereits schon feige aus dem Staub gemacht.

          • Saschas Alte Liebe 1. März 2018 um 13:52 Uhr

            Ja, passende Allegorie . ich war letztes Jahr dort; noch immer werden täglich Trümmer geborgen, die die schöne Insel beschmutzen und verschandeln…

          • Sag' Tschüss Dino 1. März 2018 um 22:18 Uhr

            Die Costa Concordia auf den Felsen zu setzen und sich dann ins Rettungsboot abzusetzen, passt ja auch sehr schön, aber andererseits wurde die Titanic mit ähnlich viel Nieten konstruiert wie der aktuelle HSV.

          • Sag' Tschüss Dino 2. März 2018 um 06:23 Uhr

            Das Drama mit der Costan Concordia und das Abseilen des Verantwortlichen ins Rettungsboot passt auch in gewisser Weise, aber bei der Titanic wie beim HSV waren mehr Nieten an Bord, die ihrer Aufgabe am Ende nicht gewachsen waren.

            „Eisberg voraus!“ ist dann auch mit dem Trainingslager vor dem Kellerderby gegen Mainz ganz gut zu vergleichen und im Falle einer Niederlage werden wohl bald weitere in die Rettungsboote türmen, bevor der Rest mit dem Schiff unter geht, vor allem die Crew und Gäste auf den billigen Plätzen.

    • Julia 1. März 2018 um 10:53 Uhr

      >> Bei dem bisherigen Ausgabepreis von € 65,- je Aktie ergibt dies mithin € 42,5 Mio.

      Wer sollte das zahlen wollen für Aktien einer quasi-überschuldeten AG mit miserablen Zukunftsaussichten und einem kurzfristigen Investitionsbedarf im gehobenen 2-stelligen Millionenbereich und ohne die Möglichkeit einer Einflußnahme? So ein Engagement kann doch allenfalls für einen Fan wie Kühne interessant sein. Wenn er dadurch seine Sperrminorität bekommt, wird der HSV für andere Investoren uninteressant, solange die 49%-Hürde besteht und Kühne keine Aktien abgibt. Macht der HSV nichts, wird es schwierig mit der Lizenz für die nächste Saison, und die Anträge müssen in den nächsten Tagen raus. Was wird also passieren?

      • Kerberos 1. März 2018 um 11:02 Uhr

        Absolut richtig. Ich wollte damit nur aufzeigen, dass selbst ein Aktienverkauf bis zu 33,33% bei optimistischen € 65,- je Aktie nicht ausreicht, weil der Kapitalbedarf der AG weitaus größer ist – Game over!

  6. tani1977 1. März 2018 um 10:31 Uhr

    heute auch irgendwo online gelesen..wie kommt man eigentlch auf die Idee für Kostic noch 15 Millionen zu bekommen,nur weil man selbst so doof war, soviel geld für den auszugeben? Und Arp 10 Millionen..ja,der Junge ist ein Talent..aber 10 Millionen?

  7. Kerberos 1. März 2018 um 10:59 Uhr

    .
    Zur Klarstellung:
    .
    aktuell gibt es ins Gesamt 4.594.134 Aktien (= 100%) von denen der HSV eV 3.500.000 Aktien (= 76,18%) hält.
    .
    bei einer Kapitalerhöhung mit 71.866 Aktien zu € 65,- je Aktie könnten noch € 4.671.290 vereinnahmt werden. Dann würde es ins Gesamt 4.666.000 Aktien (= 100%) geben von denen der HSV eV 3.500.000 Aktien (= 75,01%) hielte.
    .
    bei einer Kapitalerhöhung (lt. Satzung der AG eben genehmigt) mit 655.866 Aktien zu je € 65,- könnten € 42.631.290 vereinnahmt werden. Dann würde es ins Gesamt 5.250.000 Aktien (= 100%) geben von denen der HSV eV 3.500.000 Aktien (= 66,66%) hielte.
    .

    • Kugelblitz 1. März 2018 um 12:27 Uhr

      moin kerberos, ich steh gerade auf dem schlauch.

      ist bei einer genehmigten kapitalerhöhung um 655.866 aktion zu ca. 65 euro die AG auf einmal 42 mio mehr wert?

      man hatte den wert der AG doch mal bewerten lassen. bleibt es bei einer kapitalerhöhung bei dem wert? dann müsste die einzelne aktie ja aber im preis sinken?

      ich verstehs noch nicht so ganz

      • Kerberos 1. März 2018 um 13:13 Uhr

        Selbstverständlich erhöht sich der Wert der AG bei einer Kapitalerhöhung, denn die AG bekommt doch bei der Kapitalerhöhung vom „Käufer“ den Kaufpreis der Aktien als Eigenkapital in die Kasse und gibt dem „Käufer“ dafür streng genommen doch nur ein paar Stücke „wertloses Papier“, genannt Aktien. Die AG behält also alle Vermögensgegenstände und hat bei einer Kapitalerhöhung am Ende ein Plus an Geld in der Kasse – der Wert der AG steigt daher um dieses Plus an Geld in der Kasse.

        • Kugelblitz 1. März 2018 um 13:35 Uhr

          wie immer, vielen dank für die schnelle und gute erklärung.

  8. Ulrich 1. März 2018 um 11:07 Uhr

    Frei nach Herrn Kühne. Alles kein Problem.
    Jeder Fan kann ja seinen Teil dazu bei tragen für das Projekt Wiederaufstieg, egal, wie gering der Beitrag ist.

  9. Ex-HSVer im Herzen 1. März 2018 um 11:31 Uhr

    Absolut korrekt! Wenn ich dann jetzt schon wieder lese, wie Hoffmann einen auf Macher macht. Was für eine Wurst! Da hat sich der HSV ja wieder jemand ins Boot geholt, der in der normalen Wirtschaft mit seine Firma keinen Erfolg hatte.
    Jetzt schon wieder öffentlich die Angestellten zu demontieren ist genauso stillos, was wir seit Jahren erleben. Ich wette, das Abendblatt hat es von ihm. Ich bin mal gespannt, was aus Hannover füt eine Antwort kommt. Ist es denn so schwer, einfach mal seinen Job zu machen und erst dann an die Öffentlichkeit zu gehen, wenn etwas eingetütet ist.

    Was für Assis!!!!!

    PS: wo bleibt bitte die DFL-Strafe für das, was am Samstag passierte??

    • Saschas Alte Liebe 1. März 2018 um 13:02 Uhr

      „wo bleibt bitte die DFL-Strafe für das, was am Samstag passierte??“
      ————————–
      Schau Dir mal oben die Zahlen an, dann sind das doch Peanuts.
      Und was machen da ein paar Strafschulden bei der DfL ?
      Ein Griff in des nackten Mannes Tasche

      • Ex-HSVer im Herzen 1. März 2018 um 13:21 Uhr

        Ich meinte Sperrung Nordtribüne, Sperrung Gästeblocks auswärts für den Rest der Saison, etc.
        Die DFL ist auch nur ein Kaspertheater aus Funktionären, die keinen Sack in der Hose haben

        • Meikel 1. März 2018 um 15:28 Uhr

          Es soll doch vorerst keine Kollektivstrafen mehr geben, also weder Sperrung der Tribüne noch des Gästeblocks auswärts…

  10. BerndH60 1. März 2018 um 13:02 Uhr

    Meine Meinung zu dieser Fußballverein genannten Absurdität ist hier hinlänglich bekannt.
    Da die öffentlichen Zeichen ja eindeutig auf Insolvenz stehen, die Protagonisten aber alle so tun als sei alles paletti, wird es wohl eine böse Überraschung geben. Den Verantwortlichen kann man ja vieles vorwerfen, aber bestimmt nicht Dummheit. Wer sich über Jahre die eigenen Taschen auf fremde Kosten füllt benötigt zumindest ein Mindestmaß an Intelligenz.
    Ich gehe weiter davon aus, dass binnen 2 Jahren 50+1 so weit aufgeweicht wird, dass ein Investor jeden Verein dominieren kann.
    Wettstein ist Kühnes Mann und ist damit gesetzt. Der HSV wird am Beatmungsgerät bis zur DFL Entscheidung lebendig gehalten, egal in welcher Liga, und wird dann wie bereits seit 2014 geplant an den Edelfan oder seinen Nachfolger übergeben.
    Es wird keine Insolvenz, es wird keine Erlösung geben. Der HSV ist das 1860 München des Nordens.

  11. Bernd 1. März 2018 um 13:31 Uhr

    Wann verschwindet dieser Verein endlich dauerhaft von der Erdoberfläche ?

  12. alterplusser 1. März 2018 um 14:04 Uhr

    Und ich wünsche mir, dass am Ende des 34. Spieltag`s dann die voll gefüllte Arena zusammen singt:

    ……………………….. „So-sehen-Absteiger-aus“ !!!…………………………………..

    Gruß

  13. Libero 1. März 2018 um 14:30 Uhr

    Bei 10 Spielern läuft der Vertrag im Sommer 2018 aus, d.h. für alle diese Spieler bekommt man keine Ablösesumme.
    Bei 10 weiteren Spielern laufen die Verträge im Sommer 2019 aus.
    Um für diese Spieler noch eine Ablöse zu bekommen (z.B. Arp) müssen diese im Sommer 2018 oder spätestens in der Winterpause 2018/2019 verkauft werden.
    Durch das entstandene Entscheidungsvakuum (Todt und Bruchhagen stehen kurz vor dem Aus) werden z.Zt. keine Verträge verlängert oder neue Spieler verpflichtet.
    Es wird noch einige Monate dauern, um zu wissen, in welcher Liga man im nächsten Jahr überhaupt spielt (1.BL ist unwahrscheinlich, 2.,3. oder 4. Liga sind alle möglich).
    Insofern wird es nahezu unmöglich, neue Spieler, die einen wirklich weiterbringen könnten, zu verpflichten.
    Abgesehen von der Tatsache, dass man kein Geld für neue Transfers hat, wird der Kader in der nächsten Saison zahlenmäßig komplett ausgedünnt sein und auch nicht einmal den Ansprüchen für die 2. BL gerecht werden.
    Der heutige Kader hat gerade einmal 2. Liganiveau.
    Neben der nach wie vor völlig ungeklärten finanziellen Situation, wird der HSV auch sportlich keine (zumindest nicht für Liga 1 und 2) annähernd wettbewerbsfähige Mannschaft haben.
    Da man wohl Bruchhagen, Todt und Hollerbach bis zum Ende der Saison durchschleppen wird, kann keine vorausschauende und zielorientierte Kaderplanung für die nächste Saison erfolgen.
    Die einzige Möglichkeit sehe ich darin, die sportliche Leitung (Bruchhagen, Todt und Hollerbach) sofort zu entlassen und ab Montag, wenn gegen Mainz nicht gewonnen werden sollte, mit neuem Personal für Liga 2 zu planen.

  14. Bjoern 1. März 2018 um 16:21 Uhr