Das kann doch alles nur noch ein ganz schlechter Witz sein…

Sorry, aber die haben doch nicht mehr alle Nadeln an der Tanne da draußen im Volkspark.

„Ich habe immer bereitgestanden, dass ich meine Position zur Verfügung stelle, wenn das das Beste für den HSV ist. Wenn der Aufsichtsrat diese Einschätzung hat, wird man mich abberufen und dann kommt ein anderer“, sagte Bruchhagen am Tag nach dem enttäuschenden 0:0 des HSV in der Bundesliga gegen den FSV Mainz 05.

„Wenn es das beste ist für den HSV, dass ich gehe, dann soll es der Aufsichtsrat mir mitteilen. Aber ich bin selbstbewusst zu sagen, dass ich dem HSV mit meiner Erfahrung durchaus auch in der 2. Liga helfen kann“

Bruchhagen verriet zudem, dass er seinen Nachfolger mit aussuchen könne. „In meinem Vertrag steht, dass der Aufsichtsrat mich darum bittet, bei der Suche nach meinem Nachfolger mitzuarbeiten„, ergänzte der 69-Jährige, der seit Dezember 2016 an der Spitze des Liga-Dinos steht.

Das muss man sich jetzt wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen. Derjenigen, der das Zerstörungswerk des Dietmar Beiersdorfer ansatzlos beendet hat, der sich selbst nach einem katastrophalen Jahr den Vertrag selbst verlängert hat, der soll jetzt tatsächlich noch „zu Rate gezogen“ werden, wenn es darum geht, das arme Schwein zu finden, das seine Scherben auffegt? Sind die denn alle komplett vom Hahn gehackt, allen voran der ehemalige Vorstand um Herrn Gernandt, der diesem Mann einen solchen Vertrag zur Unterschrift vorlegte?

Was kommt als Nächstes? Wird man Aaron Hunt befragen, wen er in der 2. Liga als Spielmacher empfehlen würde? Darf Dennis Diekmeier mitreden, wenn man einen neuen Rechtsverteidiger sucht? Das kann doch alles nur noch ein mieser Gag sein, ernst kann man in diesem Verein wirklich niemanden mehr nehmen. Eines zeigen Vertragsgebilde wie diese jedoch überdeutlich: Beim HSV gibt es wesentlich mehr Baustellen, als uns Märchenerzähler wie Wettstein weismachen wollen. Was da bis zum Ende der Saison noch alles hoch ploppen wird, man mag gar nicht dran denken.

Da werden die abenteuerlichsten Vertragsinhalte und Absprachen auftauchen, die Leute werden aus dem Staunen nicht mehr rauskommen, ich bin zu 100% sicher.

„Gestern war die Enttäuschung groß“, sagte der Trainer. „Jetzt haben wir eine Nacht drüber geschlafen und das Spiel analysiert. Was ich spielerisch gesehen habe, war richtig gut. Das war ein Klasse-Auftritt. Das einzige, was gefehlt hat, war das Tor.

Ich bin nach dem Spiel zuversichtlich, dass wir es noch schaffen werden.“ Mit Blick auf die kommenden Aufgaben beim FC Bayern fügte Hollerbach hinzu: „Bayern ist schwer, aber ich habe immer gesagt, dass man in jedem Spiel eine Chance hat.“

(Quelle: Mopo)

Dieser Trainer-Simulant holt 3 von 18 möglichen Punkten und haut solche Texte raus? Mir fehlen nur noch die Worte.

Eines möchte ich an dieser Stelle noch einmal ganz deutlich sagen: Wie gern wird zur Zeit auf die Herren Bruchhagen und Todt eingeprügelt und natürlich mit Recht. Wie oft werden die Herren Hunke und Ertel verteufelt, dabei waren sie damals nur 2 von 12 und die anderen 10 werden grundsätzlich vergessen. Was die Brüllfrösche, Transparenten-Schreiber und Kommentatoren jedoch immer wieder vergessen, sind die Namen der wirklichen Schuldigen.

Es war ein Aufsichtsrat bestehend aus den Herren Gernandt, Becken, Goedhart, Bönte, Nogly, von Heesen und Meier, die einem Versager wie Dietmar Beiersdorfer diesen Verein in die Hände gaben.

Sie waren es, die dem HSV den Todesstoß versetzten, nicht Hunke und nicht Ertel.

Sie waren es, die all die Fehlentscheidungen mit trugen, unterstützen oder zumindest nicht verhinderten.

Sie waren es, die solche Verträge wie den von Bruchhagen unterschrieben haben.

Es war ein Joachim Hilke, der seine Spielchen spielte.

Es war ein Frank Wettstein, der kläglich versagte und immer noch versagen darf. Der intrigiert und mobbt.

Es war ein Herr Kühne, der Gönner spielen wollte und den Verein dabei in den Abgrund zog.

Es waren die Herren Calmund und Struth, die die Chance sahen, an einem sterbenden Patienten noch gutes Geld verdienen zu können.

Das Problem der Kritiker ist es, ein extremes Kurzzeitgedächtnis zu besitzen und immer nur drei Wochen zurückdenken zu können. Bruchhagen und Todt haben am Ende nur das zu Ende geführt, was ihnen an Schrott übergeben wurde. Das macht sie nicht weniger schuldig, aber eben nicht allein schuldig.

Und wenn man der Dummheit noch die Krone aufsetzen möchte, dann schreibt man sowas:

https://www.bild.de/sport/fussball/hsv/10-gruende-fuer-den-klassenerhalt-54997998.bild.html?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter

Mit Diekmeier, Hahn und Arp hat der HSV gleich drei Hardcore-Fans im Profi-Kader! Volle Identifikation.

Unfassbar.

 

 

Von | 2018-03-05T07:09:51+01:00 5. März 2018|Allgemein|33 Kommentare

33 Comments

  1. Bietmar Deiersdorfer 5. März 2018 um 07:37 Uhr

    Interessant finde ich, dass man all die Herren um Beiersdorfer und ihn selbst bei Kommentaren, z.B. bei der MoPo, nicht erwähnen darf, ansonsten werden die Kommentare kassiert. Mich würde mal interessieren, welchen Deal die Redaktion um Braasch und Linnenbrügger mit der Lichtgestalt aus Winterhude hatten. Kann da noch eine, für viele unangenehme, Wahrheit ans Licht kommen…?

    • Gravesen 5. März 2018 um 07:41 Uhr

      Ist das tatsächlich so? Nun, ich habe mit so gut wie jedem Menschen im Verein und um den Verein gesprochen und wirklich niemand konnte mir eine Erklärung für dieses Phänomen liefern. Einer sagte: „So viele Personen kann er ja gar nicht bestochen, bedroht oder geschmiert haben….“. Fakt ist: Dieser Mann hat den HSV getötet und niemand anderes. Kein Hoffmann, kein Hunke, kein Ertel, kein Jarchow, kein Bruchhagen und kein Todt. Würde man die Schuld an dem Untergang des HSV in Prozenten beziffern wollen, liegt Beiersdorfer allein bei mehr als 70%

      • Bietmar Deiersdorfer 5. März 2018 um 08:10 Uhr

        Es ist tatsächlich so, ja.
        Natürlich darf man den Herren Beiersdorfer erwähnen aber eben nicht im von uns diskutierten Zusammenhang. Gleiches gilt für Hilke (Mal im Ernst: Die ihm zur Last gelegten Vorwürfe wurden doch elegant totgeschwiegen…)
        Was mach wütend macht ist die Tatsache, dass nach der Saison, also nach dem Abstieg, der Name Beiersdorfer nicht vorkommen wird wenn es um die Schuldzuweisung geht und dafür muss es ja Gründe geben. Es kann nicht nur daran liegen, dass der Boulevard nur das schreibt, was die Leserschaft konsumieren möchte. Das ist sicher auch ein Punkt aber eben auch nur einer…
        Wie dem auch sei, der Drops ist gelutscht und auch wenn das nur folgerichtig ist gibt es noch immer einen winzigen Teil in mir, der das bedauert, schließlich hat dieser Verein einen gewichtigen Teil meiner Vergangenheit ausgemacht. Manchmal muss Altes sterben, damit Neues entstehen kann aber auch diesbezüglich geht meine Erwartung gegen Null…

  2. Gravesen 5. März 2018 um 07:47 Uhr

    Sportlicher Niedergang hat ja immer auch etwas mit Verblendung zu tun.

    Das Verkennen von Fehlern, das Nichteingestehen einer Krise, die Unfähigkeit selbige abzuwenden: Im Fußball führen derlei existenzgefährdende Symptome häufig zu Abstiegen.

    Wie sehr der Hamburger SV davon befallen ist, demonstrierte Bernd Hollerbach Sonntag Vormittag auf eindrucksvolle Weise.

    Keine 18 Stunden zuvor war sein Team nach einem 0:0 gegen am Ende nur noch zehn Mainzer vom Platz geschlichen. Das Resultat hatte so ziemlich jedem in Hamburg die Resthoffnung auf den Klassenerhalt geraubt.

    Bei noch neun ausstehenden Spielen hat der HSV sieben Zähler Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Vielleicht war es die kollektive Depression im Umfeld, die Hollerbach veranlasste, die Realität auszublenden, als er vor die Presse trat.

    „Was ich spielerisch gesehen habe, war richtig gut“, sagte er. „Das war ein Klasse-Auftritt. Ich bin nach dem Spiel zuversichtlich, dass wir es noch schaffen werden.“

    https://www.sport1.de/fussball/bundesliga/2018/03/hamburger-sv-gibt-sich-auf-hollerbach-leidet-an-realitaetsverlust

  3. Heinrich 5. März 2018 um 07:51 Uhr

    Ich hatte ja angekündigt, dass ich den Verlauf eines Insolvenzverfahrens skizzieren wollte. Nach wirklich reiflicher Überlegung spare ich es uns einfach, den es wird kein Insolvenzverfahren geben. Das Verfahren würde ja am Amtsgericht Hamburg stattfinden und dort würde das AG natürlich einen Verwalter aus Hamburg einsetzen. Damit ist das Thema durch.

    Jeder (berechtigte) Gläubiger könnte aktuell einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahren einreichen (es gibt keinen Mindestbetrag), der Verwalter prüft dann die Zahlungsunfähigkeit bzw. später den genauen Zeitpunkt der Zahlungsunfähigkeit (wichtig), daraus leiten sich dann wieder weitere Ansprüche ab.

    Grundsätzlich greift dann auch eine Haftung gegen den Vorstand. Allerdings braucht hier niemand glauben/hoffen, dass dieser ernsthaft sanktioniert werden würde (siehe Verfahren wie Schlecker, Deilmann, Imtech etc.)

    Der HSV ist politisch zu wichtig, um zu scheitern. Das beginnt beim DFB und endet beim Hamburger Senat.
    Die Zuschauerzahlen in der 1 + 2. Bundesliga sind rückläufig (der DFB behauptet in geschönten Pressemitteilungen natürlich das Gegenteil), Sky braucht die Einschaltquoten in der zweiten Liga, die Stadt Hamburg braucht wohl irgendwie zwei Vereine in der zweiten Liga.
    Der Imageschadem in der „Liga des Weltmeisters“ (ich lache an genau dieser Stelle sehr laut) wäre katastrophal.

    Die Finanzierung dieser ganzen Unternehmung ist dabei zu vernachlässigen. KMK wird es schon machen oder eben wer anders. Mercedes-Benz ist ja auch bei Stuttgart eingestiegen, allerdings war das eine Jahr in der zweiten Liga wohl zu wenig um sich anständig neu aufstellen zu können. Es geht für Investoren schlicht um einen attraktiven Zeitpunkt des Einstiegs in den Bereich Profi-Fussball (es gibt ja schlichtweg nichts anderes)

    Die Luschen bleiben hier doch auch im Falle eines Abstiegs kleben, nur damit der Wiederaufstieg (irgendwann) dann ganz groß auf dem Rathausplatz gefeiert werden kann.

  4. Michael 5. März 2018 um 08:10 Uhr

    Alles richtig. Um so wichtiger, immer wieder den Namen dessen zu nennen, der den HSV maßgeblich ruiniert hat. Eben weil es keiner hören will.
    „Wer nicht hören will, muss fühlen.“ Der HSV, damit meine ich gleich die Fans und die Schleimpresse mit, haben weggeguckt und weggehört. Sie wollen es immer noch nicht wahrhaben. Jetzt müssen sie den Abstieg fühlen. Vielleicht nennt man ihn dann beim Namen, den Dukatenverbrenner. Vielleicht oder wahrscheinlich ist man damit zufrieden, Bruchhagen und Todt als Schuldige zu beschimpfen. Dann ist Ihnen einfach nicht zu helfen. Doof bleibt doof.
    Zu Hollerbach: ich erkenne das System, das er spielt! Es heißt „Versuch und Irrtum“. Hätte er gedurft, hätte er zehn Spieler ausgewechselt. Er weiß nicht, was er mit den Graupen anfangen soll. Ich wüsste es auch nicht, ich käme aber wohl vor lauter Arschtreten nicht mehr auf den Boden.

  5. Miroslav Okonski 5. März 2018 um 08:22 Uhr

    Sorry, Didi kann gar nicht Schuld sein denn, laut Focus:

    „Dass der Club in der Winterpause nicht noch einmal auf dem Transfermarkt tätig wurde, wird als einer der schwersten Fehler in die Vereinsgeschichte eingehen.“

    … und da wa der der gute Didi gar nicht mehr da.

    Soviel zum Thema Kurzzeitgedächtnis. Dass die Verein da sowohl sportlich als auch finanziell schon an die Wand gefahren war, wen interessierts.

    Eines ist jedenfalls sicher, alle die die glauben der Abstieg würde dem Verein gut tun, werden sich noch arg wundern. Wir werden den HSV in den nächsten 5 Jahren sicher nicht mehr in der Bundesliga sehen!

  6. Martin 5. März 2018 um 09:44 Uhr

    Alexandre Dumas ließ seinen Helden Edmont in den Gefängnismauern des Château d’If immer wieder die Namen der vier Verschwörer wiederholen… Der Durst nach Rache ließ ihm in den dunkelsten Stunden am Leben… ich stelle mir vor, es sollte sich ein HSV Fan bemühen, nachts, vor dem Einschlafen all die Namen aufzuzählen, die den Verein dahin gebracht haben, wo er ist – es würde bis zum Morgen dauern, alle aufzuzählen.

    Ich kann die Fans von Dynamo Dresden verstehen, die hingen einst ein Plakat auf: Ihr habt eine Stunde Zeit, unsere Stadt zu verlassen….

    Wenn ich mir vorstelle, dass man in Winterhude das Leben genießt, vermutlich den Tag mit einem Frisörtermin beginnt, dann frühstücken geht… und ansonsten sich keine Sorgen machen muss… Da wünschte ich mir den einen oder anderen Filialleiter, der von seinem Hausrecht Gebrauch macht.. Tut mir Leid, Herr Beiersdorfer, aber ich darf sie bitten zu gehen. In meinem Restaurant sind sie nicht erwünscht…

    Aber selbst dazu hätten die Hamburger wohl keine Eier ..

  7. Dirk45 5. März 2018 um 10:47 Uhr

    Mir tut es vor allem leid für Hamburg. Wie schafft es eigentlich so eine große Stadt, nächstes Jahr in keiner der fünf großen Ballsportligen mehr vertreten zu sein? (Fußball, Handball, Basketball, Eishockey, Volleyball)
    Ein Trauerspiel, was augenscheinlich größer als der HSV ist

    • Raschi 5. März 2018 um 11:47 Uhr

      Scheißegal, wir haben das Fest der 1000 Zwerge!

    • Goldfather 5. März 2018 um 18:11 Uhr

      Dieser Umstand wird bei der emotional verständlichen Sicht auf die HSV-Katastrophe selten erwähnt und trägt doch letztendlich den Kern des Problems in sich. In Hamburg gibt es keine positive Beziehung zum Spitzensport, was in der Ablehnung der Olympiabewerbung gipfelte. Desweiteren gibt es in Hamburg keine sportwissenschaftliche Fakultät die sich erfolgreich mit Spitzensport auseinandergesetzt hätte. Es gibt nicht ein einziges Projekt im bezahlten Spitzensport in dem Hamburg irgendetwas mit der Weltspitze zu tun hätte.
      .
      Im Kern läuft beim FC St.Pauli das gleiche Programm wie beim HSV, man verwaltet die Liga ohne jeglichen sportlichen Anspruch, ohne jegliche sportliche Vision und Idee einer deutlichen Verbesserung der Situation.
      .
      Talente gibt es in Hamburg und Umgebung wie Sand am Meer. Außerdem besitzen Clubs wie der HSV und St.Pauli die Möglichkeit ein weltweites Scoutingnetz zu entwickeln und sich eine echte Scouting- und Analyseabteilung zuzulegen. Allein die Tatsache, dass hierbei das eigentliche Potenzial nicht nur verschlafen sondern eigentlich abgelehnt wurde und wird, zeigt mir an, dass es in den Clubs um andere Interessen geht.
      .
      Insbesondere beim HSV ging es um Selbstbedienung und somit letztendlich um korrupte Strukturen zugunsten von Funktionären und Beratern. Fans mit Mütze und Schal sind für diese Leute nichts anderes als ein Bestandteil des Produktes mit dem man sein Geld verdient. Und selbstverständlich ist es aus Sicht derjenigen, die sich die Taschen voll machen, gut, dass die meisten dieser Fans hinter Zäunen gehalten und von der Polizei beaufsichtigt werden.
      .
      Ein wirtschaftlich gesunder Erstligist kann in Hamburg nur entstehen, wenn man sich an der Spitze des Know-Hows befindet, dort wo sich der FC Barcelona, Ajax Amsterdam und die N11 des DFB befinden. Nicht zuletzt deswegen haben die Bayern immer dann die Finger im Spiel gehabt, als sich in Hamburg mit den Personalien Siegenthaler oder Sammer eine deutliche Veränderung zum Besseren abzeichnete.
      .
      Beiersdorfer, Bruchhagen, Todt haben nie im internationalen Spitzenfußball gespielt oder trainiert, noch gehörten sie als Funktionäre jemals Organisationen an die dort agierten. Schaut man sich zudem an was abseits des FC Bayern und RB Leipzig´s an fußballerischen Projekten in der ersten Liga läuft dann weiß man, dass die Bundesliga sicherlich nicht zu den stärksten zwei Ligen Europas gehört.
      .
      Beim HSV wird es jetzt lange Zeit um Namen und Zahlen gehen, aber kaum jemand wird sich um den Kern des Spiels kümmern, kaum jemand wird sich Gedanken machen über die Ausbildung junger Spieler und die Weiterentwicklung älterer Spieler. Niemand, keiner, 0- Personen werden sich in den Hamburger Proficlubs darum kümmern wie aus technisch gut ausgebildeten Einzelspielern eine Einheit wird, die stärker als die Summe ihrer Einzelteile ist.
      .
      Fußball ist im Zeitalter der digitalen Analyseverfahren zu einer Ingenieurstechnologie geworden die zusätzlich aus den Fachbereichen Sport, Pädagogik, Medizin und Psychologie das Beste benötigt um Spitzenleistungen abrufen zu können. Der Fußball den der HSV spielen müsste, um erfolgreich in der europäischen Spitze zu sein, ohne dabei wirtschaftlich kaputt zu gehen, ist sicherlich nicht weniger komplex und anspruchsvoll wie der Bau eines A380 der Firma Airbus.
      .
      Allerdings glauben alle Beteiligten insbesondere in Hamburg, dass es sich um einen einfachen Proletensport handelt bei dem derjenige mit den dicksten Schenkeln im Kader die Nase vorn hat. Der Hamburger an sich hat nicht den geringsten Respekt vor Spitzensport und vor Ballsportarten mit denen sich Kinder beschäftigen schon gar nicht. Lediglich als Wirtschaftsfaktor zählt der Fußball und seine Verwandten am Rande des gesellschaftlichen Spektrums.
      .
      Diese gnadenlose Unterschätzung des Know-Hows, welches beim liebsten Hobby Deutschlands leider vonnöten ist, wenn man sich mit Profis an einen Tisch setzt, hat einen Klaus – Michael Kühne 70 Millionen € gekostet und ihn am Ende seines Lebensabends zum Gespött der sportinteresserten Journaille und ihrer Anhängerschaft gemacht.
      .
      Und wenn ich mir die bisherigen Vorschläge der Lokalpresse und einiger Funktionäre und Ex-Funktionäre so anschaue hat der Leidensweg des HSV und seiner Fans gerade erst begonnen.

  8. Skeptiker 5. März 2018 um 11:19 Uhr

    Was man auch noch beachten sollte: Selbst als Beiersdorfers zweiter Abgang beim HSV beschlossene Sache war, schaffte dieser Mann es noch, dem neuen Vorstand den von ihm ausgesuchten Jens Todt unterzujubeln.

  9. Micha 5. März 2018 um 11:25 Uhr

    Und mir tut´s für die Kiddies leid, die so etwas miterleben müssen. Da stirbt etwas in Einem. So wie Uli Höneß damals die Europameisterschaft mit seinem Elfer vergeigte. Ich war Monate lang traumatisiert (wie jetzt, D. kann verlieren?)
    Und ich hatte das Glück, die einzig große Zeit des HSV als Kid/Jugendlicher mit zu erleben…
    Der legendäre 4:3 Auswärtssieg bei den Bayern, die Meisterschaften, der Felix-Hammer ins Herz von Turin.
    Aus diesen wenigen erfolgreichen Jahren begründete sich eine Ignoranz und Arroganz an Ansprüche, die man per se an die Vergangenheit koppelte.In HH gibt es keine seriösen Pfeffersäcke, nur arrogante, inkompotente und rückwärts gewandte
    Selbstoptimierer, deren Ego (und Konto) wichtiger als der Verein ist.
    Der HSV hat´s tatsächlich geschafft, daß er mir seit so vielen Jahren (außer Wut) fast am Arsch vorbei geht. (Dank Graves Blogs)
    Für die Kids hoffe ich, daß da irgendwie was Neues, von Blutsaugern und Trittbrettfahrern befreites entsteht.

    Wollte ich nur mal loswerden.

  10. henne 5. März 2018 um 11:38 Uhr

    Die Hoffnung schwindet zunehmend und der Finanzmarkt straft die Fan Anleihe nun endgültig ab:

    https://www.finanzen.net/anleihen/a1pgvn-hamburger-sport-verein-ev-anleihe

    -> zum Glück hab ich meine Papiere rechtzeitig Zeit vertickt!

    .
    .
    wir*sehen*uns*unten

    • Ex-HSVer im Herzen 5. März 2018 um 14:58 Uhr

      Was bedeutet das letztlich?

  11. Thomas Vernunft 5. März 2018 um 12:06 Uhr

    Fällte heute das Training aus oder ist Geheimtraining angesetzt ?

  12. Kerberos 5. März 2018 um 13:24 Uhr

    .
    Die Fan-Anleihe des HSV ist im freien Fall: aktuell bei 67% (62% Tagestief). Ramschniveau! Am Markt glaubt fast keiner, dass der HSV die Anleihe bei Abstieg wird zurückbezahlen können.
    .
    Der Stecker wurde beim HSV ganz deutlich bereits am 27.12.2017 gezogen. Seit dem sieht sich die Anleihe einem starken Verkaufsdruck ohne Käufer ausgesetzt. Also, weit vor einem Trainerwechsel oder noch deutlich VOR der Transferperiode. Todt und Bruchhagen sind in dem ganzen Spiel doch nur Laiendarsteller in unbedeutenden Nebenrollen. Wer da wohl dem HSV seine Freundschaft und Unterstützung aufgekündigt haben mag?
    .
    Also; alle hirnlosen Hüpfer die bereits die 2.te Liga mit sofortigem Wiederaufstieg planen: Fan-Anleihe KAUFEN. Aktuelle Rendite 37,15% p.a. – leider aber nur, wenn der HSV am 28.09.2019 noch zahlen kann!
    .

    • Ex-HSVer im Herzen 5. März 2018 um 15:05 Uhr

      Bedeutet die Nicht-Zurückzahlung die Insolvenz? Denn Kühne oder ein anderer kann ja nicht Kohle geben, ohne dass diese Schuld prioritär bezahlt werden müsste, oder wie verhält sich das?

      • Kerberos 5. März 2018 um 15:29 Uhr

        .
        Selbstverständlich. Ist der HSV vor dem 28.09.19 bereits insolvent, gibt es ev. noch einen Teil der Fan-Anleihe aus der Insolvenzmasse zurück – kann hingegen der HSV lediglich die Anleihe am 28.09.19 nicht zurückzahlen, so wird der HSV deswegen insolvent werden. Die Verpflichtung zur Rückzahlung besteht jedoch erst am 28.09.2019, erst mit diesem Tag muss der HSV zur Rückzahlung der Anleihe in der Lage sein. Es reicht also, wenn er sich einen Tag vorher noch die erforderlichen Mittel dazu beschaffen kann oder die Verplichtung zur Rückzahlung aussetzen kann.
        .
        Und vergesst endlich diese K-M Kühne und dieses ewige „Kohle geben“!
        .

        • Ex-HSVer im Herzen 5. März 2018 um 15:57 Uhr

          Daher schrieb ich ja „oder ein anderer“. Obwohl ich nicht wüsste, welcher klar denkende Unternehmer auch nur einen Euro in eine Pleitefirma stecken sollte, was nur zur Schuldentilgung dienen würde.

          Alles klar. Das heisst, sollte ein Investor vorher 20 Mio geben, dürften diese eigentlich nur für die Rückzahlung der Anleihe verwendet werden. Ansonsten wäre es aufgrund der feststehenden Verpflichtung Insolvenzverschleppung, oder? Ich habe es so gelernt, dass ein Unternehmen zu allererst bestehende Schulden begleichen muss, bevor es wieder einnahmen in Investitionen tätigen kann.

          • Kerberos 5. März 2018 um 16:29 Uhr

            .
            Nein, dann hast Du nicht richtig aufgepasst.
            .
            Was der HSV bis zum 27.09.2019 mit liquiden Mitteln macht ist hinsichtlich der Fan-Anleihe erst einmal unerheblich. Deshalb scheiterte auch die Strafanzeige zur Fan-Anleihe. Die Staatsanwaltschaft hat zu dem Zeitpunkt richtigerweise festgestellt, dass es bisher keinen Geschädigten gibt, da Zinsen korrekt ausgekehrt wurden und zur Rückzahlung und Verwendung eine abschließende Feststellung bis zum zeitlichen Ablauf der Fan-Anleihe vor dem 28.09.2019 nicht getroffen werden kann. Und so bleibt es hinsichtlich einer möglichen Insolvenz auch unerheblich, wenn der HSV, gleich wie, seinen Zahlungsverpflichtungen am 28.09.2019 nachkommen kann.
            .
            Erst wenn der HSV am 28.09.2019 seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann, kann eine Zahlungsunfähigkeit festgestellt werden.
            .
            Und dann erst kann, im Nachgang, geprüft werden, ob der HSV hätte eine drohende Zahlungsunfähigkeit unter Würdigung der Gesamtumstände hätte erkennen können (einfache Fahrlässigkeit) oder hätte sogar erkennen müssen (grobe Fahrlässigkeit). Auch der hierfür zurechenbare Zeitpunt für eine eventuell bereits drohende Zahlungsunfähigkeit wird im Rahmen dieser retrospektiven Prüfung erst ermittelt werden können.
            .

  13. Ex-HSVer im Herzen 5. März 2018 um 15:09 Uhr

    Grave, Du machst es einen nicht leicht bei Deinen Blogs noch was zu kommentieren, weil Du alles allumfassend darlegst und man eigentlich nur: „nix hinzuzufügen“ schreiben kann.

    Ich wusste schon seit langem, dass da richtige Abgrunde aufploppen werden.

    Aber das wird alles Latte sein, denn der HSV ist „too important too fail“ für diverse!

  14. HamburgerJung70 5. März 2018 um 16:13 Uhr

    Ähnlich wie bei der HSH-Nordbank war das Problem, dass man gewissen Menschen viel zu viel Geld an die Hand gegeben hat und das Management mangels ausreichender fachlicher Kompetenz und wegen fehlendem Risikomanagements das Boot auf Grund gesetzt hat.

    Beim HSV geht es m.E. ledliglich noch um die Frage, ob man noch wesentlichen Teile an Kühne verramschen (darf) oder die Verwertung erst auf Insolvenzwege erfolgt. Und ehrlich gesagt: Der „Profi“Bereich ist mir mittlerweile ziemlich egal.

    Was mir bei diesen Diskussionen aber zu kurz kommt:

    Wegen div. Haftungsregeln sind AG und eV immer noch wirtschaftlich eng verzahnt. Wir reden also nicht nur lediglich über eine einfache Beteiligung (AG) des Vereins, die in die Grütze geht.

    Da der Steuerflüchting div. sportpolitisch unsinnige Bedarfe mitprovoziert hat, trägt er m.E. eine erhebliche MITverantwortung an der jetzigen Situation. Geht die AG baden, hängt der Verein mit drin.

    Die Fußballfreunde sehen das naturgemäß anders, aber ich bin sicher, trotz wirtschaftlicher Bedeutung etc. ist der Ärger um den Universalverein mit seinen 7-8000 Mitgliedern kommunalpolitisch das größere Ärgernis.

    @Kerberos u.a.: Glaubt ihr, dass sich KMK das anhängen lässt? Bzw. ist das nicht der letzte Hebel (Androhung der Insolvenz), um mit dem Steuerflüchtling noch einen irgendwie gesichtswahrenden Deal zu vereinbaren?

    • HamburgerJung70 5. März 2018 um 17:10 Uhr

      Ich habe den Bereich / die Abteilung Fördernde Mitglieder (ca. 70 k) herausgerechnet. Der weitüberwiegende Teil ist allein wegen des Profifußballs dort und interessiert sich in der Regel ein Sch*** für das, was in den anderen Abteilungen (Badminton, TT, Tanzen etc) passiert. In der Gesamtbetrachtung unbedeutend, aber es wird eine heiße Diskussion geben, wenn deren Mittel und Sportgeräte in die Insolvenzmasse fallen.

    • Kerberos 5. März 2018 um 17:42 Uhr

      .
      Nun nicht gleich Alles in einen Topf werfen. Der Verein hat mit einem möglichen Insolvenzverfahren der AG erst einmal gar nichts zu tun. Der Verein geht weder automatisch mit in die Insolvenz noch gehört das Vereinsvermögen zur mgl. Insolvenzmasse der AG.
      .
      Beim Verein handelt es sich gegenüber der AG um eine Haftung für im Zuge der Ausgliederung übertragene Verträge und Verbindlichkeiten. Hier unter Anderem eben Arbeitsverträge, Fan-Anleihe, Stadion-Finanzierung und sonstige Verbindlichkeiten. Der Verein haftet jedoch nicht für von der AG erst nach der Ausgliederung eingegangene Verbindlichkeiten. Insofern hat sich auch die Stadion-Finanzierung für den Verein erledigt, da der Verein mit dem Schuldschein-Darlehen der AG nichts zu tun hat und gegenüber Kreditinstituten keine Verbindlichkeiten mehr bestehen. Gleiches gilt natürlich auch für, bereits bezahlte, übertragene sonstigen Verbindlichkeiten.
      .
      Das macht es zwar nocht nicht gut für den Verein, aber doch besser. Denn es bleibt natürlich zumindest die Problematik der übertragenen Arbeitsverträge (ohne Neueinstellungen) und die Fan-Anleihe.
      .

      • HamburgerJung70 5. März 2018 um 18:45 Uhr

        Der von Dir beschriebene fehlende Automatismus ist natürlich richtig. Aber neben den von Dir benannten Belastungen aus der Fan-Anleihe und den Arbeitsverträgen sind aktuell die in die AG eingebrachten und noch nicht getilgten Verbindlichkeiten (in mir so nicht bekannter Höhe) und die wahrscheinlichen Ausfälle für den Unterhalt Trainingsgelände Ochsenzoll zu nennen. Ob die Unentgeltlichkeit für die Nutzung der Raute im Insolvenzfalle noch gewährleistet ist, halte ich ebenfalls für zweifelhaft. Ich glaube ja nicht, dass derartige Belastungen / Ausfälle für den eV zu stemmen sein werden, nachdem im Übrigen mit der Ausgliederung alle wesentlichen Vermögenswerte auf die AG übertragen wurden. Und eine Umwidmung des Sportgeländes für eine wirtschaftlich interessante Verwertung dürfte in der gegebenen Zeit kaum möglich sein.

        Daher: Ja, die Gesellschaften (AG & eV) sind gesondert zu betrachten, de facto „hängt“ der eV im Falle einer AG-Inso m.E. aber mit. Aus die Maus.

        • Kerberos 5. März 2018 um 19:14 Uhr

          .
          Das ist so einfach nicht richtig und nicht unwichtig!
          .
          Am Verein hat K-M Kühne überhaupt kein Interesse, denn ihn interessiert nur Fußball. Andererseits kommt für den Verein A. Otto mit seiner Stiftung als „Retter“ des Vereins wieder in Betracht, denn die Stiftung darf ausschließlich im Amateurbereich unterstützen (daher auch diese Konstruktion mit dem NLZ). Und nicht zu vergessen, dass ohne Profi-Fußball der HSV wieder Breitensport ist, womit sich auch für die Stadt Hamburg wieder Möglichkeiten eröffnen (mgl. über Ochsenzoll). Und wer gerade 7 Milliarden mit der HSH Nordbank versenkt hat, ….
          .
          Es ist noch längst nicht ausgemacht, dass ein Ende der AG auch zwingend das Ende des Vereins bedeuten muss. Die bei der AG befindlichen Namens- und Markenrechte, die dann zur Insolvenzmasse gehören, sind natürlich ein gewaltiges Problem. Da gab es seiner Zeit genug Mahner und Warner. Und selbstverständlich war die vollständige Übertragung auf die AG nicht zwingend erforderlich. Bei Eintracht Frankfurt sind diese Rechte vollständig im Verein verblieben und bei Werder Bremen wurden nur 50% übertragen. Alles möglich. Diesen unsäglichen Plussern, allen voran diese erneut klugscheißenden Typen wie Kröger aka Lars49, sollte man ….. . Ach was soll´s.
          .

          • Goldfather 5. März 2018 um 21:12 Uhr

            Die Namens- und Markenrechte der AG sind der eigentliche Schatz um den sich letztendlich der Senat und die Stadt Hamburg zu bemühen haben, um einen Neuanfang nach der Insolvenz der AG zu ermöglichen.
            .
            Der Deal kann eigentlich nur so aussehen, dass ein Teil der Schulden direkt beglichen wird für die Rechte an der Raute und dem Namen. Eine unmittelbare Verschuldung der Neugründung muß vermieden werden, um nicht dort weiterzumachen wo man jetzt gerade aufhört.
            .
            Alexander Otto sollte gemeinsam mit dem zuständigen Innensenator für seriöse V