Im Norden nichts Neues…

Gestern Abend rief mich mein Vater aus dem Urlaub in Dänemark an und meinte: „Ist ja dann doch nur 6:0 geworden“. Ja, ist es.  Und betrachtet man die ausgelassenen Chancen der Bayern auf der einen und die „Leistung“ der HSV-Spieler auf der anderen Seite, kann man durchaus von Glück reden. Glück nach einer 0:6-Niederlage, mehr muss man nicht mehr wissen. Was besonders betroffen macht, sind die Leistungen bzw. die Leistungsbereitschaft der etablierten Spieler. Was dort Akteure wie Diekmeier, Sakai, Papadopoulos, Hunt, Kostic etc. abliefern, das ist mit dem Begriff Verweigerung nicht ausreichend gewürdigt. Ehrlich, die meisten dieser Spieler würden bei mir in dieser Saison einen Stammplatz auf der Tribüne bekommen.

Umso unfassbarer dann die Sprüche nach dem Ende des Spiels.

Papadopoulos kritisiert die Ex-Bosse: „Auch im Sommer und in den Transferperioden wurden Fehler gemacht. Der Mannschaft wurde nicht geholfen…“

Papa kritisiert die Ex-Bosse Todt/Bruchhagen: “Mannschaften wie Köln und Stuttgart haben Spieler geholt, die Tore schießen. Nur wir haben keine bekommen.”

Sven Schipplock im NDR: „Viel schlimmer als gegnerische Fan-Gesänge ist die Einstellung bei einigen von uns – keine Ahnung, wie so etwas möglich ist. Die sollte man mal fragen…“

„Wir wollten alles geben – aber das war kein Männersport“, erklärte Gotoku Sakai.

„Papadopoulos platzt der Kragen nach blutleerem HSV-Auftritt“ labert Grinse-Popper Stefan Walther vom Hamburger Abendblatt. Meine Meinung?  Papadopoulos, der während des Spiels den Bayern-Spielern Geleitschutz gab, soll seine Fresse halten! „In den zurückliegenden beiden Transferperioden sind einige Fehler gemacht worden“, sagte der Abwehrkoloss. Stimmt. Der größte Fehler war, einen blinden Söldner wie dich zu verpflichten!

Ganz ehrlich, wenn ich diesen Spiel-untauglichen € 10 Mio.-Griechen sehe, der außer Augenrollen und Blutgrätschen aber auch überhaupt nichts kann, der aber bei jeder Gelegenheit mit dem Finger auf Mitspieler zeigt und jetzt auch noch die Fresse aufreißt, möchte ich mich übergeben. Danke nochmal für diesen wunderbaren Transfer des Mentalitätsmonsters, dessen Mentalität leider zum Kotzen ist. 

Wer noch Zweifel hat: Dies ist eine Mannschaft im Selbstzerstörungs-Modus und ich denke, dass jeder Verständnis hätte, wenn gegen Hertha alle jungen Spieler von Anfang an eine Chance bekommen würden. Janjicic, Jatta, Waldschmidt, Pfeifer, Arp, Ito,  Vagnoman, Pollersbeck rein, Auslaufvertragsversager raus. Was genau soll denn noch schlimmer werden? Der Trainer weiß doch offenbar, was die Stunde geschlagen hat.

Bernd Hollerbach ist nach der Klatsche in München Realist: „Ich weiß nicht ob es eng für mich wird. Die Verantwortlichen müssen entscheiden. Ich denke, sie werden dann auf mich zu kommen“.

Wenn mir einer mit dem Spruch „Nur mit Jungen geht es nicht“ kommt, zeige ich ihm die Spiele der Saison und erkläre ihm: „Mit den Alten geht es aber scheinbar auch nicht“. Mal zum Vergleich, wie haben eigentlich die Mitkonkurrenten bei den Bayern ausgesehen?

Bayern – Mainz 4:0

Bayern – Wolfsburg 2:2

Bayern – Freiburg 5:0

Bayern – Augsburg 3:0

Bayern – Hannover 3:1

Bayern – Köln 1:0

Bayern – Bremen 4:2

Stimmt, verloren haben sie (fast) alle, aber keine andere Mannschaft lief Gefahr, sich eine zweistellige Niederlage abzuholen, das schafft nur der HSV. Und ab sofort wird es in Hamburg scheinbar noch ungemütlicher.

Ob diese Drohung nun der richtige Weg ist, möchte ich bezweifeln, verstehen kann ich den Zorn der „Fans“ allerdings schon. Aber Zorn und Verzweiflung kann man artikulieren, indem man pfeift oder schimpft. Oder noch besser – indem man wegbleibt. Nicht aber so. Ich verurteile diese Aktion auf Schärfste und hoffe, dass man die Verantwortlichen schnellstmöglich erwischt und zur Rechenschaft zieht. Kritik ja, Todesdrohungen sind das Allerletzte und in diesem Fall muss man sich fragen, ob die sogenannten „Fans“ mit dieser Aktion die Leistung der Mannschaft nicht um ein Vielfaches unterboten haben .

Was mich jedoch mindestens so betroffen macht wie diese Scheiß-Aktion ist der Umstand, dass auch und besonders diese Kreuz-Bastler vergessen haben, an wen sie sich mit ihrem Zorn zu wenden haben und hier haben die Hamburger Medien ihren (großen) Teil beigetragen. Der Niedergang begann vor 7 Jahren, aber die Beschleunigung der Katastrophe nahm seinen Lauf am 07.07.2014, dem ersten Arbeitstag von Dietmar Beiersdorfer als Vorstandsvorsitzender der HSV Fußball AG.

Das Bild, welches dieser Verein, diese Spieler, die Verantwortlichen und die „Fans“ in diesem Zeiten abgeben, ist das Bild eines Vereins, der nicht in die erste, sondern in die vierte Liga gehört. Mindestens. Diese Mannschaft hat derart viele faule Äpfel in der Kiste, zum Glück sind sie in 8 Wochen alle weg. Was bin ich froh, wenn ich Gestalten wie Diekmeier, Kostic, Hunt, Sakai und Papadopoulos nicht mehr sehen muss.

 

 

Von | 2018-06-02T17:34:26+02:00 11. März 2018|Allgemein|55 Kommentare

55 Comments

  1. Kevin allein in Hamburg 11. März 2018 um 07:52 Uhr

    Nach dem ersten Gegentor gestern habe ich sofort abgeschaltet und habe mit meinem Oldtimer eine Ausfahrt getätigt bei dem schönen Wetter.
    Das war eine gute Entscheidung.
    Allein das zustande kommen des ersten Tor nach einer Vorlage vom ruhmreichen Kapitän des HSV zeigt das ganze Drama was diese Mannschaft zu Tage fördert.

  2. Michael 11. März 2018 um 08:07 Uhr

    Ich habe das Spiel meiner Frau zuliebe gesehen. Die etablierten Spieler sind nicht resigniert, sondern abgebrüht. Es geht ihnen am Ar… vorbei, wie das aussieht, was sie abliefern. Sie sind mit dem HSV schon lange fertig, die Kohle kommt bis zum Ende, danach ziehen sie weiter oder werden zum Rentner. Ganz recht, die jungen hätten wenigstens Bock auf Fußball.
    Die Äußerungen der Spieler sind Offenbarungen. Bei Papadopoulos die übliche Leistungslüge, bei Sakai, immer noch Kapitän, hohle Phrasen nach einer individuell wie mannschaftlich katastrophalen Leistung. Nicht einer gefiel von den Stammspielern.
    Der Trainer hat fertig. Dass er ein Himmelfahrtskommando übernommen hat, ist klar. Dass er aus dieser durch und durch verdorbenen Graupentruppe keinen Senkrechtstarter macht, hat man erwartet. Aber doch nicht, dass er wie Hänschen Ratlos wirkt. Er hat bei der Mannschaft überhaupt nichts zu sagen. Sie haben ihn geprüft und für zu leicht befunden. Der nächste, der jetzt abgefunden wird mit dem Rest der liquiden Mittel.
    Ich werde sehr froh sein, wenn es endlich vorbei ist mit „Immer erste Liga…“ Dann mal ganz kritisch beäugen, was getan wird bzw. passiert. Zweite oder vierte Liga, gehen die Selbstoptimierer, kommt ein Sanierer bzw. macht Hoffmann ihn, was passiert finanziell usw. Fan werde ich in diesem Leben nicht mehr, aber vielleicht bekommen sie es hin, dass ich mir in ein paar Jahren wieder ein Spiel aus eigenem Antrieb ansehe.
    Wie bei vielen anderen Dingen gilt: das Leben ist zu kurz für schlechten Fußball. Davon hatte ich zu viel.

  3. Arnold 11. März 2018 um 08:33 Uhr

    Unfassbar inakzeptabel, dass eine Mannschaft mit Spielern die 2-3 Mio jährlich verdienen, sich dort regelmäßig in Form von kompletter Leistungsverweigerung so abschlachten lässt. Das zeigt auch den Zusammenhalt in der Mannschaft auf…
    Hoffentlich verpissen sich diese ganzen Söldner entgültig nach dem Abstieg.
    PS : war gestern n geiles Bewerbungsvideo von „Diekie“ für seinen zukünftigen Premiere League Club!

  4. Sven 11. März 2018 um 08:35 Uhr

    Hatte ich nach dem Mainz Spiel schon geschrieben: man sollte die Zwote bzw die Jungen bzw die Viertligaverbleiber noch etwas Buliluft schnuppern lassen.

    Habe nur den SponTicker verfolgt, aber die beiden letzten Tore nach Elfmeter lasen sich nach Hilflosigkeit und Selbstaufgabe. Oder siehe oben nach frustrierter Selbstzerstötung. Man sollte dem vermuteten Kader der nächsten Saison den Rasen überlassen und die Nullleister auf die Tribüne schicken. Ablösen gibt es ohnehin keine zu erwirtschaften.
    Schönen Sonntag Euch allen…

  5. steven-leonardo 11. März 2018 um 08:42 Uhr

    Das die gegenseitigen Schuldzuweisungen der „Spieler“ gegeneinander irgendwann losgehen würden war klar. Wie immer sind die angeblichen Mentalitätsmonster vorneweg .. Problem dabei ist, dass sie die Schuld wie immer bei den anderen suchen, nur nicht bei sich selbst und ihren Minderleistungen. Ein übles Charakterproblem, dass sich offenbar aber seit Jahren durch die Mannschaft zieht.

    Ein ebenso charakterliches Problem haben die sogenannten Fans mit ihrer absolut geschmacklosen Aktion. Das Ganze ist einfach nur widerwärtig. Diese Hohlköpfe haben sich sehendes Auges seit Jahren durch den Verein und der Journalie verarschen lassen. Auch jetzt geht es diesen „Hirntoten“ nicht auf, dass auch sie ein elementarer Bestandteil dieses Niederganges sind.

    In beiden Fällen fehlt definitiv die Hirnkapazität zur Selbstreflektion.

    • Arnold 11. März 2018 um 09:02 Uhr

      Kein Wunder, das lebt die Führung ja vor, von Selbstkritik bisher keine Spur…

    • Wormfood 11. März 2018 um 11:59 Uhr

      Ich sehe da weniger Charakterprobleme, sondern Selbstvermarktung. Die meisten wollen schließlich noch bei anderen Vereinen unterkommen und tun so, als wären sie lediglich Opfer der Umstände, könnten aber in Wirklichkeit viel mehr, wenn man sie nur ließe.

  6. Chancentod 11. März 2018 um 09:07 Uhr

    Moin zusammen

    die Truppe fällt auseinander, alle versuchen nur noch ein Platz im letzten Flugzeug zu ergattern um aus dem Kessel rauszukommen. An Gefechte nimmt man noch teil, immer mit dem Ziel: keine Verletzung in den letzten Tagen einfangen.
    Zum Thema Europa: der Niveaupegelmesser steht aktuell bei 3:51 Tore.

    Die kommende Fahrstuhlära beim HSV wird lustig

  7. Halmakenreuther 11. März 2018 um 10:30 Uhr

    Bitte Hertha, Mainz und Wolfsburg, macht nächste Woche den Deckel drauf!

  8. Mosche 11. März 2018 um 11:34 Uhr

    Wobei liegt Grave denn falsch ? Mir fällt aktuell wenig ein ?
    Selbst die Idee mit den ganzen jungen Spielern anzutreten, die überwiegend kein Bundesliganiveau haben, kann ich teilen, weil es schlimmer nicht werden kann ?
    Sport1 Beckmann, die Spur führt nach China, Wolf ein enger Vertrauter von BH … sollte das im Ansatz der Umbruch … ?

    • Gravesen 11. März 2018 um 11:37 Uhr

      Vergiss den Schwachkopf. Es gibt Leute, die können es nicht begreifen, wenn man eine Woche Skifahren und anschließend eine Woche nach Dubai fährt.

      • Mosche 11. März 2018 um 11:43 Uhr

        ? ganz bitterer Start. Korrekt

      • Kevin allein in Hamburg 11. März 2018 um 11:43 Uhr

        Hab ich was verpasst ? ?

        • Wormfood 11. März 2018 um 12:08 Uhr

          Spekulationen beim Doppelsuff. Beckmann vermutete, dass Bernd Hoffmann nicht in Dubai im Urlaub war, sondern in China, um mit Jörn Wolf (Ex-Mediendirektor HSV) und Trainer Roger Schmidt zu sprechen.
          Hatte was klatschtantenhaft Spekulatives. Würde mich nicht wundern, wenn MoPo und BILD darauf anspringen.

          • Kevin allein in Hamburg 11. März 2018 um 12:45 Uhr

            Ich gucke dieses betreutes trinken am Sonntag nicht. ?

  9. Colonnaden-Jörni 11. März 2018 um 13:23 Uhr

    BHs Dubai-Reise würde dann ganz sicher auch dazu dienen, Hauptsponsor „Emirates“ auf hoffentlich geschmeidige Art die Stange zu halten. Ob dieser DXB-Besuch dann auf dem Hin- oder Rückflug nach/von China stattfindet,
    oder vielleicht auch erst in zwei Wochen, ist doch unerheblich. Man kennt sich doch sowieso von früher.
    Renewal of aquaintances kann zudem nie schaden.

  10. AlexEinstein69 11. März 2018 um 14:48 Uhr

    Ich wünsche einen schönen Sonntag Nachmittag, mein Name ist Alex und ich komme aus dem tiefsten Ruhrgebiet, genauer aus Duisburg. Ich lese hier in diesem Blog seit Monaten mit und hab mich nun dazu durchgerungen selbst meinen Senf dazu beizutragen.
    Ich erinnere mich zwar nicht mehr, welcher Blog der erste war, aber ich erinnere mich, wie ich anfing zu schmunzeln, aufgrund der ehrlichen und direkten Worte, es traf genau meinen Geschmack und da ich ein Freund solcher Worte bin und der Inhalt mich mit meinen, zu dem Zeitpunkt auftretenden Gedanken, bestätigte. Danke dafür Gravesen! Seitdem lese ich hier jeden Tag und genieße den Blog und seine Gastblogs von Kerberos und ebenso seine Kommentare, ebenfalls danke dafür!

    Ich frage mich schon lange nichts mehr bzgl. des HSV, aber ich habe nie verstanden, warum man von Transfers aus Holland (oder explizit Holländer) weggegangen ist (Rick v.D. mal ausgenommen), es gibt so viele Talente und auch bundesligataugliche Profis in den umliegenden Ländern (Belgien, Skandinavien im Allgemeinen, Frankreich, Polen, Tschechien), aber gut da für bedarf es ein vorhandenes Scouting oder einen fähigen Sportdirektor. Beides seit Jahren nicht vorhanden (Ausnahme F. Arnesen).

    Vieles wurde hier schon etliche Male beschrieben und deswegen möchte ich gar nicht so weit ausholen, außerdem ist gleich die HZ. im West-Derby zwischen dem MSV Duisburg und der Fortuna zu Ende.

    Apropos MSV, da fällt mir doch noch eine Anekdote ein, mein Vater wollte mich immer als Zebra erziehen, gemeinsame Besuche im Wedaustadion, Abstiege und Aufstiege miterlebt, Pokalfinale gegen die Bayern in Berlin, ein Highlight in jungen Jahren, damals Bashi Salou, mit dem überragenden 1-0, später dann von Tarnat brutal gefoult und dem späten Ausgleich der Bayern. Das waren in der Region auch noch schöne Zeiten mit Erle Wolters, Stig Töfting und Thomas Hajto. Das Schmankerl besteht darin, dass es nie klappte aus mir einen MSV Fan zu machen, ich wurde HSV Fan, und mittlerweile muss ich sagen, dass die Sympathien aufgrund der Misswirtschaft wechseln. Mein Vater hätte also nur zwei Dekaden warten müssen, es hätte sich selbst geregelt. Der MSV ist mittlerweile ein schönes Beispiel wie aus wenig eine funktionierende Mannschaft geformt werden kann, die zwar nicht den besten, aber erfolgreichen Fussball spielt, aufgrund des stark vorhandenen Teamspirit, einem guten Zweitliga-Trainer, und mit dem Freistoßgott der 2000er Jahre, Ivica Grlic, als Sportvorstand. Hier hätte man sich übrigens Anfang der Saison einen billigen 8er und Torwart holen können, wenn man Ahnung von smarten Transfers hätte. (Mark Flekken (bekannt durch die Trinkflaschenpanne) und den Spieler des Jahres in Liga 3, Fabian Schnellhardt, beide nicht schlechter als das vorhandene Personal beim HSV!

    So doch deutlich mehr geworden, als gedacht, den Punkt bzgl. Jugend- und U23-Spieler unterstütze ich komplett!

    Schönen Sonntag noch zusammen Gruß von der Wedau.

  11. Ex-HSVer im Herzen 11. März 2018 um 15:02 Uhr

    Für mich begann der Niedergang etwas früher. Als man van Buyten und Boulharouz zusammen verkauft hat, obwohl man sich gerade für die Champion‘s League qualifiziert hat. Kein Mensch mit Verstand verkauft den Garanten für den Erfolg, nämlich die unüberwindbare Innenverteidigung. Mit den beiden wäre das Viertelfinale drin gewesen und eine weitere erfolgreiche Saison.

    • Goldfather 12. März 2018 um 02:04 Uhr

      In der Tat sehe auch ich dort einen von vielen Böcken Dietmars. Die Idee Spieler beim HSV groß werden zu lassen, um sie dann gewinnbringend zu verkaufen, mag man mit einzelnen Kaderstützen tun können, aber Dietmar verkaufte blockweise 06/07 Boulahrouz, van Buyten, gab Barbarez ablösefrei an Leverkusen ab, während Beinlich in Richtung Rostock die Segel strich.
      .
      Selbst ein Stefan Beinlich wäre für sporadische Einsätze immer noch zu gebrauchen gewesen, während wir über Barbarez nicht weiter sprechen müssen. Didi enteierte das Team indem er ihm die Innenverteidigung nahm und beraubte es zusätzlich indem er die zwei erfahrensten kreativen Mittelfeldspieler ziehen ließ.
      .
      Von den genannten vier Spielern hätte maximal einer gehen dürfen und der hätte nicht Daniel van Buyten heißen dürfen. Die Vorstellung ein genialer Transferkünstler zu sein mag in bestimmten Situationen hilfreich sein, aber sie geht spätestens dann nach hinten loß wenn man das was man selbst aufgebaut hat mit dem eigenen Arsch wieder einreißt.
      .
      Eine funktionierende Mannschaft ist ein fragiles Gebilde welches man nicht nach belieben umbauen kann ohne das Risiko eines Leistungsverlustes in Kauf zu nehmen.
      .
      Also Dietmar als Nachschulung, für deine Akten:
      .

      1. Never change a winning Team.
      .
      2. Defense wins championships.
      .
      Uli Hoeneß ist ein Meister darin mit einem oder zwei Transfers Konkurrenzmannschaften signifikant zu schwächen, so wie es übrigens auch Tante Käthe mit dem HSV im Bereich der Talente tut, nur das Leverkusen bereits früher ansetzt als die Bayern.
      .
      Insofern halte ich das Engagement Calmunds bezüglich des HSV auch für äußerst schwierig, da ich davon ausgehe, dass Calmund immer noch einen sehr guten Draht zu Rudi Völler hat und dem HSV somit eher schadet, als das er ihm nützt.
      .
      Dietmar hat es nie verstanden ein Team langfristig aufzubauen und zu entwickeln. Tolle Transfers sind eindeutig zu wenig und zum Ende hin blieben dann auch noch die guten Transfers aus.
      .
      Doch abgesehen von Dietmars Transferrausch in die roten Zahlen, hat es der HSV seit Jahrzehnten nicht drauf gehabt einen guten Fußball zu spielen. Dem HSV geht die Kompetenz nicht erst seit ein paar Jahren ab, sondern eigentlich exakt seit dem Tag als Ernst Happel das Schiff verließ.
      .
      Lediglich die Ressourcen des Clubs mit dem Stadion und der Stadt im Rücken haben lange genug dafür gesorgt, dass der tiefe Fall nicht schon viel früher einsetzte. Sammers Kritik bezüglich des mangelnden Know-Hows in Hamburg (gilt übrigens auch für den Kiezclub) bezieht sich bei genauer Analyse nicht nur auf die letzten zehn Jahre.
      .
      Und so heißt der letzte Strohhalm Bernd Hoffmann. Hoffmann war es immerhin zu verdanken, dass hier über Klopp, Sammer, Siegenthaler nachgedacht wurde und Arnesen gar verpflichtet wurde. Selbst wenn man mit Arnesen und einem jungen, intelligenten Trainer oder gar Armin Veh abgestiegen wäre, würde man angesichts des Netzwerkes von Arnesen und seiner Fähigkeit Teams zu entwickeln heutzutage sicherlich auf Augenhöhe mit Frankfurt oder Augsburg agieren können und zwar ohne 105 Millionen € Schulden.
      .
      Hoffmann mag Fehler gemacht haben und eine eingeschränkte Teamfähigkeit besitzen, aber Hoffmann ist einer von sehr wenigen HSVern die 24 Stunden für den Club gehen und zudem den sportlichen und wirtschaftlichen Anspruch an den Club haben den er verdient.
      .
      Wer vorgestern das Interview mit Domenico Tedesco dem aktuellen Trainer von S04 gesehen hat, der weiß, dass der HSV seit langer Zeit keinen intellektuell ebenbürtigen Trainer auf der Bank gesehen hat. Bei allem Respekt vor Bernd Hollerbach, Markus Gisdol oder Bruno Labbadia aber die jüngere Trainergeneration Tedesco, Nagelsmann, Kohfeldt spielt bereits schon an der Taktiktafel in einer anderen Liga.

  12. Skeptiker 11. März 2018 um 15:04 Uhr

    Diese Dilettanten im Volkspark bringen es fertig und wechseln jetzt für die letzten acht Spiele noch einmal den Trainer aus. Jetzt, wo das Kind in den Brunnen gefallen ist, gibt es plötzlich hektische Betriebsamkeit. So sieht das also aus, wenn der Lautsprecher Hoffmann die Treppe von oben nach unten fegt. Er lässt aktionistisch die Führungsspitze absetzen ohne eine Nachfolgelösung parat zu haben. Da würde eine weitere Trainerentlassung genau ins Bild passen. Hoffmann hat bei mir in der letzten Zeit unglaublich viel Kredit verspielt. Vielleicht hat man den Vogel tatsächlich überschätzt.

    • Ex-HSVer im Herzen 11. März 2018 um 15:21 Uhr

      Natürlich wird Hoffmann überschätzt. Und er überschätzt sich auch selbst maßlos. Die Aktion letzte Woche war eine Bankrotterklärung an den Professionalismus. Kein Aufsichtsrat schmeißt seinen VV raus, ohne einen Nachfolger zu haben. Das ist wieder genau so eine Aktion, um den Fans und dem Pöbel zu gefallen.
      Ich habe schon immer gesagt, dass die einzige Chance für einen Neuanfang ist, wenn es keine ehemaligen Personen mehr im Umfeld dieses Vereins gibt

    • Marco 11. März 2018 um 15:44 Uhr

      Was wäre denn die Alternative gewesen? Bruchhagen und damit auch Todt im Amt zu lassen und damit Todt die Aufgabe,die Transfers für die kommende Saison zu tägigen, zu überlassen?
      Nein, dieser Schritt war alternativllos.

      • Didi-der-Grosse 11. März 2018 um 16:05 Uhr

        Sehe ich genau so. Der Zeitpunkt war längst überfällig, da die beiden so und so keine Entscheidungen mehr treffen durften.

      • Skeptiker 11. März 2018 um 16:19 Uhr

        Die Alternative wäre gewesen, sich rechtzeitig einzugestehen, dass man absteigen wird, und sich deshalb rechtzeitig um eine neue Führungsmannschaft zu kümmern. Das wäre die Aufgabe des Aufsichtsrates gewesen. Dieser hat wiederholt versagt. Jetzt ist der Club wieder führungslos, was ja schon das konfuse Theater nach der Bayernklatsche zeigt. Es gibt immer noch keine langfristige Strategie, es wird von Tag zu Tag entschieden, und dann eben planlos und aktionistisch. Wer plant denn jetzt nach der Entlassung von Bruchhagen und Todt für die zweite Liga? Wettstein? Das ist doch alles an Dilettantismus nicht mehr zu überbieten.

        • Marco 11. März 2018 um 16:47 Uhr

          Da Deine Kritik sich gehen Hoffmann gerichtet hat, würde mich nun interessieren wie er die von Dir genannte Alternative hätte umsetzen sollen?

          • Skeptiker 11. März 2018 um 17:55 Uhr

            Hoffmann kann natürlich nichts dafür, dass der AR mal wieder gepennt hat. Er hat aber vor seiner Wahl mit großen Sprüchen Erwartungen geweckt, die er gar nicht erfüllen kann. Aber er kann mich natürlich nachträglich noch vom Gegenteil überzeugen, damit hätte ich kein Problem.

  13. Kevin allein in Hamburg 11. März 2018 um 16:02 Uhr

    Ob jetzt Hoffmann Bruchhagen und Todt entlassen hat oder Wer anders.
    Völlig Latte.
    Es war schon lange überfällig.
    Hollerbach hätte nicht verpflichtet werden dürfen.
    Aber er wird als nächster gehen, davon gehe ich aus.
    Man wird versuchen mit einem letzten Großen Kraftakt den relegationsplatz zu erreichen.
    Und wenn Magath sich noch für die letzten Spiele als Trainer hinstellt und Hollerbach vielleicht als cotrainer.

  14. vsabi 11. März 2018 um 17:55 Uhr

    Hätte Hoffmann Bruchhagen nicht entlassen, hätte dieser Abzocker, Todt noch seinen Vertrag verlängert . Dieser unfähige Drittligaspordi wäre weiter in Südamerika auf Spielersuche gegangen, während seine Kollegen erfolgreich die zweite Liga durchforsten. Der dritte Versager im Bunde ist Wettstein, er wird nach Abstieg folgen.
    Die Spieler, vorneweg die Luschen, zerfleischen sich gegenseitig und sehen keine Schuld bei sich selber. Die dümmliche Frau Dierkmeier hat sich auch zu Wort gemeldet, obwohl die Null niemand aufgerufen hat.
    Die Aktion mit dem Transparent und den Kreuzen zeigt die einmalige Dummheit der HSV-FANS. Über zwanzig Spiele die nicht Bundesligatauglich waren, kein Hauch von Kritik, jetzt aber ausfallend werden.
    Über die an der untersten Stufe befindlichen Hamburger Journalie muss man keinen Kommentar äußern.

  15. cajunX 11. März 2018 um 18:53 Uhr

    @Kevin allein in Hamburg – 16:02

    „Man wird versuchen mit einem letzten Großen Kraftakt den relegationsplatz zu erreichen.
    Und wenn Magath sich noch für die letzten Spiele als Trainer hinstellt und Hollerbach vielleicht als cotrainer.“

    Magath? So dämlich kann der doch gar nicht sein und das bißchen Reputation, die er noch hat, durch den HSV an die Wand zu fahren. In dem Interview vor ein paar Tagen hatte er ja auch klar zum Ausdruck gebracht, daß er unter keinen Umständen eine Funktion beim HSV übernehmen wird, solange die gegenwärtigen Strukturen Bestand haben. Was sollte er auch beim HSV? Selbst unter äußerst optimistischen Voraussetzungen bräuchte der HSV bei seinem miserablen Torverhältnis zu seinen 18 Punkten mindestens weitere 17 um die Relegation bestreiten zu können. Das wären bei 8 verbleibenden Spielen 2.1 Punkte/Spiel. Btw, Bayern hat einen Punkteschnitt von 2.5 und der derzeitige Tabellenzweite Schalke 04 hat einen von knapp 1.8. Und bisher wurden in den 9 Rückrundenspielen sage und schreibe 3 Punkte geholt oder 0,33/Spiel …n 😉

    Wie soll denn das gehen? Der HSV ist die mit Abstand schlechteste Mannschaft der Rückrunde und das spiegelt sich auch in der Tabelle wider. Nach der Vorrunde hatte der HSV mit 15 Punkten 9 Punkte Vorsprung auf den FC aus Köln, jetzt ist es vor dem Kölner Gastspiel in Bremen noch einer. Man war punktgleich mit Werder, die mittlerweile 9 Punkte (plus TV) enteilt sind, Mainz war nur 2 Punkte besser, nun sind es 7. Die RR-Bilanzen von Freiburg und Stuttgart verschweigt man lieber. Kurz gesagt, über den Relegationsplatz braucht man noch nicht einmal nachzudenken. Im Gegenteil, die Wahrscheinlichkeit ist wesentlich größer, daß sich der HSV demnächst nicht nur mit einer antiquierten Stadionuhr, sondern auch mit der aktuellen roten Laterne der BL-Saison 2017/18 schmücken darf, da Köln den HSV in Kürze hinter sich lassen wird, auch wenn es nicht mehr für die Relegation reichen wird. Es würde mich wundern, wenn der HSV am Saisonende mehr als 23-25 Punkte auf seinem Punktekonto stehen hätte.

    • Kevin allein in Hamburg 11. März 2018 um 19:55 Uhr

      Magath würde der einzige sein der diesen scheiss Söldnern in dieser Mannschaft noch einmal richtig den Tarif ansagt bis Saison Ende.
      Ansonsten war es mehr ironisch gemeint.
      Aber beim HSV weiß man ja nie….

  16. Seleer 11. März 2018 um 19:34 Uhr

    Ich gehe davon aus, dass Hoffmann am Montag oder Dienstag den nächsten Paukenschlag präsentieren wird. Nach Aussage von Herrn Calmund, wird der HSV nochmal in der nächsten Woche handeln.

    • Gravesen 11. März 2018 um 19:39 Uhr

      Allein der Umstand, dass sich dieses Wesen, welches am Niedergang des Vereins seinen Anteil hat, immer noch zum HSV äußert, ist unfassbar.

  17. Micha 11. März 2018 um 20:05 Uhr

    Ich würde Hollerbach erlösen und Payroll-Gisdol für die letzten Spiele zurückholen. Gisdol hatte dann eine Verschnaufpause und kann nochmal mit aller Energie antreten und sein Credo „D