Extrem trübe Aussichten

Es war am 24. August 1963, also ziemlich exakt ein Jahr, bevor ich zur Welt kam. Der erste Bundesliga-Spieltag bescherte die Begegnung Preussen Münster gegen den HSV und Charlie Dörfel gleich in der 80. Minute zum 1:1 Endstand aus. Am Ende der Saison, nach 30 Spieltagen, belegte der HSV mit 32:28 Punkten den 6. Tabellenplatz, der 1.FC Köln wurde der erste deutsche Meister der neuen Bundesliga. Am 12.05.2018 um 17.25 Uhr, also knappe 55 Jahre später, wird all dies zu Ende sein, es wird Geschichte sein. Der HSV wird zum ersten Mal nicht Teil einer neuen Bundesliga-Saison sein und ich frage mich, wie sich das wohl anfühlen wird, weil das Gefühl neu für mich sein wird.

Wie wird das wohl sein, wenn man am Samstag die Bundesliga schaut und den Namen „Hamburger Sportverein“ vergeblich suchen wird, weil dieser bereits am Freitag gegen Sandhausen gespielt hat oder am Sonntag um 13.00 Uhr Eintracht Braunschweig empfängt. Wenn dort Spieler am Montag Abend auflaufen, die man vorher nicht von Vereinen wie Köln, Stuttgart, Leverkusen oder Freiburg kannte, sondern die nun aus Meppen, Jena oder Zwickau gekommen sind. Wenn dort im „weiten Rund“ des Volksparkstadions keine 52.000, sondern nur noch 28.000 Zuschauer sitzen und sich an die neuen Zeiten gewöhnen müssen.

In der Länderspielpause wird weder Mopo noch BILD über HSV-Spieler berichten, weil es in Hamburg schlicht und ergreifend keine Nationalspieler mehr gibt, noch nicht mal aus Japan oder Serbien. Ich frage mich, was für ein Gefühl das sein wird, wenn man während eines regulären Spieltags ein halbleeres Stadion sehen wird, während am Vortag Leipzig gegen Düsseldorf in der Bundesliga gespielt hat. Der Mensch ist bekannt dafür, dass er sich schnell an neue Gegebenheiten gewöhnen kann, aber wie schnell wird man sich an etwas gewöhnen, was man noch nie erlebt hat?

Und wie wird das Gefühl sein, wenn man am 15. Spieltag der neuen Saison der 2. Liga auf dem Tabellenplatz 10 steht und eben nicht als unangefochtener Tabellenführer, den direkten Wiederaufstieg vor Augen? Anders ausgedrückt: Wie wird man bzw. wie werde ich mich fühlen, wenn man realisiert, dass man endgültig auf dem Level von Bochum, Heidenheim und Fürth angekommen ist? Wenn man in Hamburg halt nicht mehr von einem „großen Verein“ fabulieren kann, ohne sich der Gefahr auszusetzen, sich komplett zum Idioten zu machen. Und wie wird das wohl sein, wenn Lotto-Pfosten vor dem Spiel gegen den SC Paderborn „Wenn du aus der Hauptstadt kommst, scheißen wir auf dich und dein Lied“ trällert? Wird man sich dann noch mehr fremdschämen als bisher?

Mein Gefühl sagt mir, dass viele Hamburger noch nicht mal im Ansatz begriffen haben, was auf sie zukommen wird. Die selbsternannte „Sportstadt“ Hamburg wird, außer dem Hockey, nichts mehr Erstklassiges zu bieten haben. Keinen Fußball, kein Eishockey, keinen Handball, keinen Basketball, nichts. Hamburg ist zwar in der Lage, ein Konzerthaus für knapp € 900 Mio. zu bauen, was den Sport betrifft, ist die angeblich „schönste Stadt der Welt“ nur noch zweitklassig, eine Randnotiz. Spitzenfußball wird im Ruhrpott (Schalke, Dortmund) gespielt, erste Liga findet in Augsburg (289.545 Einwohner), Sinsheim (35.482 Einwohner) und Mönchengladbach (260.925 Einwohner) statt. Warum?

Nicht etwa, weil es dort mehr zu verdienen gibt oder weil das Umland schöner ist. Nein, dort wird auch weiterhin Erstliga-Fußball gespielt, weil dort besser gearbeitet wird. In diesen Vereinen beschäftigen sich die Verantwortlichen damit, ihren Job zu machen und nicht damit, sich die eigenen Taschen zu füllen. Dorthin gehen Spieler, die noch (sportliche) Ziele haben und eben keine, deren einziges Ziel es ist, mit so wenig Leistung wie möglich so viel Geld wie möglich ab zugreifen.

Eines sollte für alle Zeiten klar sein: Die Namen derer, die diesen Niedergang zu verantworten haben, sind nicht etwa die Herren Ertel, Hunke, Jarchow etc., auch, wenn es einige Vollverstrahlte immer noch nicht verstanden haben. Auch diese Herren haben ihren Teil beigetragen, wie es jeder getan hat, der in den letzten 40 Jahren irgendeine Funktion im Verein hatte. Aber! Nach der Ausgliederung 2014 wäre vieles möglich gewesen. Man hatte den neuen Bossen eine Blanco-Karte in die Hand gegeben und sie haben sie genutzt. Nicht für den Verein, aber für sich. Wenn jemand wie Dietmar Beiersdorfer in 2 1/2 Jahren als Allein-Verantwortlicher einen Fehler am nächsten begeht, und zwar mit voller Absicht, und dann auch noch mit einer Abfindung in Höhe von mehr als € 3 Mio. nach Hause gehen darf, sozusagen als Belohnung, dann sagt das alles über den Zustand dieses Vereins aus. Gernandt, Becken, Goethard, Nogly, von Heesen, Meier, Bönte. Sie saßen im Aufsichtsrat und haben nichts unternommen. Bruchhagen hat das Erbe Beiersdorfers einfach nur vollendet. Und der endgültige Totengräber wird der Mann ohne Gedächnis, der Vorsatz-Lügner Frank Wettstein sein. Bei diesen Herren kann sich jeder Hamburger, jedes HSV-Mitglied und jeder Fan bedanken.

Nun denn, ich habe absolut keine Ahnung, wie sich all das anfühlen wird, aber wir alle werden demnächst Gelegenheit bekommen, es herauszufinden.

 

Von | 2018-03-25T07:34:48+02:00 25. März 2018|Allgemein|41 Kommentare

41 Comments

  1. Kevin allein in Hamburg 25. März 2018 um 08:20 Uhr

    Ich bin gespannt auf die ganzen blöden Hüpfer in der Nordkurve und den anderen verstrahlten wie die sich verhalten nachdem der Abstieg besiegelt ist.
    Ich glaube nicht mehr an ein Wunder.
    Die Realiät kann man nicht ausblenden.
    Der HSV hat jahrelang sein Glück mißbraucht und verbraucht.
    Es ist Zeit das sich dieses Drama erledigt.
    Ich kann das alles nicht mehr sehen, lesen und geschweige ertragen.

  2. Wormfood 25. März 2018 um 08:27 Uhr

    Viel hängt davon ab, ob man Respekt vor dem ganz anderen Fußball in der 2. Liga entwickelt. Die meisten Gegner werden sich hinten reinstellen und auf Konter lauern. Der HSV wird gezwungen sein, das Spiel zu machen, bekanntlich keine Stärke der jüngeren Vergangenheit.

    Geht man in die Saison mit der Arroganz, lediglich einen Betriebsunfall korrigieren zu müssen, wird sich z. B. der FC St. Pauli über die sicheren sechs Punkte freuen.

    • Christan 25. März 2018 um 09:01 Uhr

      Wofür ist der HSV wohl eher bekannt, für seinen Respekt vor dem Gegner oder für seine Arroganz?

    • Kugelblitz 25. März 2018 um 16:21 Uhr

      zumindest die fans werden der Liga keinen Respekt zollen.

      Ich höre sie auswärts schon singen:

      „Kniet nieder, ihr Bauern – Hamburg ist zu Gast“

  3. Joachim Schaefer 25. März 2018 um 08:59 Uhr

    geiler blog Digger!

  4. Cabdriver 25. März 2018 um 10:22 Uhr

    Wenn es den so kommt, es wird ein tolles Gefühl sein!

  5. Sven 25. März 2018 um 10:28 Uhr

    Wir können schon mal die Namen der zwoten Mannschaft lernen. Von der ersten wird (gottseidank) nicht viel übrig bleiben.

  6. marlor 25. März 2018 um 11:40 Uhr

    Ich werde mind. 1 Jahr Pause vom Fußball haben. Zu den Spielzeiten der 2. Liga spielt i.d.R. einer meiner 3 Söhne Fußball und das schaue ich mir unendlich mal lieber an. Und montags muss ich immer arbeiten. Bleibt nur noch der Freitag und da habe ich auch meist Besseres zu tun. Und andere Spiele in der Bundesliga als mit HSV Beteiligung schaue ich schon seit Jahren nicht mehr. Nur EM und WM, sonst nichts.
    Ach, wie werde ich diese Zeit genießen ?

    Ich fürchte aber auch, dass das sehr seltsam wird. ?

  7. Oberberger 25. März 2018 um 11:45 Uhr

    Sehr, sehr guter Blog.
    Es wird sich wohl alles erstmal ziemlich komisch anfühlen.
    Andererseits werde ich mich freuen junge, leistungsbereite Spieler zu sehen und nicht mehr die dämlichen H…fressen von Diekmeier, Papa, Holtby, und wie sie alle heißen mögen.
    Tschüß ihr überbezahlten Leistungssimulanten und viel Erfolg in der Premier League !

  8. Ex-HSVer im Herzen 25. März 2018 um 12:39 Uhr

    Ich denke, es werden 3 Dinge passieren:

    1.) es wird vom neuen Trainer und Spielern weiterhin geschwafelt „so ein großer Verein gehört in die 1. Liga“ und die Fans und Verantwortlichen werden ab dem 13.05. sagen: „Jetzt erst recht“ und „in einem Jahr sind wir zurück

    2.) Nach der ersten Saison auf Platz 7 oder 8 wird Ernüchterung einziehen und das Geschwafel aus 1.) langsam abebben

    3.) Für 99% der HSV-Fans wird sich im Leben aber auch so gar nix ändern. Sie gehen weiterhin ins Stadion oder schauen sich die Spiele an bzw. sind genauso desinteressiert wie wir gerade und nutzen ihre Lebenszeit für wichtigeres als Fussball. Denn es ist nur ein Hobby/Spiel und keines der Dinge, die wirklich im Leben zählen.
    In Liga 2 kapieren es die meisten Hüpfer auch. Vor allem, wenn sie keine Kinder/Schüler sind, so wie 90% der Ultras.

  9. Volli 25. März 2018 um 12:46 Uhr

    Tja, der Abstieg gehört zum Sport dazu! Daran haben sich auch schon andere Städte gewöhnen müssen. Da ich aus dem Rheinland komme, und es hier von Köln und Kaiserslautern Fans nur so wimmelt, weiß ich, daß der wahre Fan auch weiter ins Stadion pilgert, und die Hoffnung auf Besserung nicht aufgibt. Der Event Fan allerdings, wird sich sehr schnell zurückziehen. Sekt und Champustrinker, die nur ihre Logen präsentieren wollen, werden sich auch nicht mit der zweiten Liga abfinden wollen. Wenn man die zweite Liga rigoros zum Umdenken nutzt, ist es wirklich eine Chance zum Neustart. Wahrscheinlich braucht es aber, wie in Köln, mehrere Auf und Abstiege bis mal konsequent eine Strategie verfolgt wird. Laß mich aber gerne eines besseren belehren!

  10. Sven 25. März 2018 um 13:27 Uhr

    Ich verstehe das mit der 2. Liga immer nicht. Im Link die TV Einnahmen der Cluberer und Kleeblätter. Lasst es 20 Millionen sein, das ist mit dieser Ausgabenseite niemals zu stemmen.

    http://www.nordbayern.de/sport/tv-einnahmen-geldregen-fur-club-und-kleeblatt-1.6274666

    • Kugelblitz 25. März 2018 um 16:32 Uhr

      bleibt der hsv 18. gibts knapp 20 mio.

      da heißt es, die gürtel enger zu schnallen.

      http://fernsehgelder.de/

      • Sven 25. März 2018 um 18:23 Uhr

        Oh, danke für den Link!!! Lag ich ja richtig. Frei nach Schäuble: Isch over.

  11. fondapepe 25. März 2018 um 15:20 Uhr

    Wenn man Deine Zeilen so liest, kann man einfach nicht glauben dass du dich komplett vom Verein gelöst hast.

  12. Didi 25. März 2018 um 15:50 Uhr

    „und zwar mit voller Absicht“ … ich dachte bislang, er wäre einfach nur unfähig gewesen. Welche Motive hatte er, absichtlich den ganzen scheiß zu bauen?

    • Micha 25. März 2018 um 18:44 Uhr

      massiv überteuerte transfers, gehälter, vetternverträge etc. = handgelder, kickbackzahlungen, abfindung

  13. Olaf B. 25. März 2018 um 18:24 Uhr

    @didi..
    das kann ich aufklären Magath kannte damals nur Friseure oder Zauberer, wie gern wäre Beiersdorfer ein Zauberer gewesen. Im Grunde hasst er den HSV. Genial, sein Vernichtungskonstrukt. Und immer noch im Besitz der Ehrenkarte und des Parkausweises im Vorstandsbereich. Unglaublich !

  14. Thomas Vernunft 25. März 2018 um 19:28 Uhr

    Ganz starker Blog ! Da werden am Ende noch viele Leute hart aufschlagen wenn sie realisieren daß man am Montagabend gegen Sandhausen spielt….

  15. CH 25. März 2018 um 19:31 Uhr

    Ich freue mich mittlerweile auf Liga 2, denn bevor man theoretisch das 17. Mal nach Leverkusen fährt, endlich neue Ziele, neue Grounds, junge Spieler und vielleicht sogar Fußball mit Spielideen. Wirklich zu gewinnen gibt es national nichts mehr, nicht mal mehr für Dortmund oder Leipzig von internationalen Wettbewerben ganz zu schweigen, der Markt ist dank CL und finanziellem Wettrüsten zementiert, man muss sich an kleinen Momenten erfreuen, ein AS Rom steht nach zehn Jahren (!) das erste Mal wieder im CL-Viertelfinale, Gegner: Barca, adios…

    Und natürlich: Leicester City forever!

    Das Sytem im US-Sport mit Salary Cap und Draft hat schon was, auch wenn es mit Ownern und Franchises ohne Auf- und Abstieg nicht mit unserer Vereins- und Ligenkultur in Einklang zu bringen ist

  16. TonyYeboah 25. März 2018 um 20:13 Uhr

    Frage mich, für wie viel ein Kostic geht.
    Für 14 Mio vom Absteiger Stuttgart gekauft… damals war er etwa 23, heute 25. Leistungstechnisch hat er sich weder zurück noch weiter entwickelt- er kann immer noch nur einen Trick und flankt auf Knie-Höhe.

    Ich tippe auf einen 5 Mio Transfer. Zu Wolfsburg.

    Die Vorfreude auf die 2.Liga besteht durchaus – allein aus einem inneren Gerechtigkeitsgefühl…

    • alterplusser 26. März 2018 um 10:18 Uhr

      Hier kommt es darauf an, wie sich der ein oder andere Protagonist bei der kommenden Weltmeisterschaft präsentiert !!!

      Gruß

  17. JokusDokus 25. März 2018 um 20:27 Uhr

    https://www.ndr.de/sport/fussball/bundesliga/Hoffmann-HSV-Klassenerhalt-waere-ein-Wunder,hoffmann406.html

    „Hoffmann machte klar, dass dieser Umbau jedoch nicht lange Zeit habe. Im Falle eines Abstiegs wolle er den Club schnellstmöglich wieder in die erste Liga führen, so Hoffmann. „Für jahrelange Aufbau-Arbeit hat man in Hamburg keine Zeit“, meinte der 55-Jährige mit Blick auf die hohen Ansprüche in der Hansestadt.“

    Jetzt sollte auch dem letzten klar sein, dass sich unter Hoffmann rein gar nichts aendern wird, Absteig hin oder her.

    • Volli 25. März 2018 um 21:03 Uhr

      Unrecht hat Hoffmann mit seinen Aussagen aber nicht! Soll er sich jetzt hinstellen, und erzählen, daß es sein Ziel ist, sich in der zweiten Liga über Jahre neu aufzustellen? Natürlich muss es der Anspruch sein, sofort wieder aufzusteigen. Es kommt aber auf das „Wie“ an! Vor allen Dingen interessiert mich, mit welchen Leuten er das Ziel erreichen will.

      • Kugelblitz 25. März 2018 um 23:55 Uhr

        war das nur ein versprecher?? oder sieht er sich irgendwie auf der position?

        bei min 00:00:47

        „wir als vorstand haben eine veränderung…..“

      • JokusDokus 26. März 2018 um 00:46 Uhr

        Er sollte sich hinstellen und sagen, dass die finanzielle Gesundung oberste Priorität ist, sich alles diesem unterzuordnen hat und der Aufstieg auch erstmal NUR unter diesem Rahmen angegangen wird.

        Stattdessen positioniert er die Figuren schon jetzt Richtung kurzfristiger sportlicher Erfolg um jeden langfristigen Preis, man habe ja keine Zeit in Hamburg…

    • Ex-HSVer im Herzen 25. März 2018 um 22:14 Uhr

      Hoffmann ist ein talentloser Schwätzer!! „Keine Zeit in Hamburg“… wenn er ein Mann mit Eiern in der Hose wäre, würde er darauf scheißen was man erwartet. Und erst mal vernünftig anfangen mit einem langfristigen strategischen Plan. Zum Beispiel in fünf Jahren wieder im oberen Drittel mitspielen und in zehn Jahren dauerhaft in der Champions League zu spielen. Das wäre ein vernünftiger Plan. Und nicht wieder dieses Rumhühnern um sofort aufzusteigen. Denn das kannst du mit Personalkosten sowieso nicht planen.

      Am meisten nervt es mich jedoch, dass er schon wieder in den Medien rumsabbelt. Statt einfach mal die Fresse zu halten und hart zu arbeiten. Ätzender Selbstdarsteller

    • alterplusser 26. März 2018 um 10:20 Uhr

      Woran machst du deine Meinung fest ???

      Gruß

  18. Olaf B. 25. März 2018 um 22:14 Uhr

    Mein Gott, der Hoffmann stammelt ja fast schon so wie Beiersdorfer, ein unglücklicher Auftritt.

  19. Horst Uwe Weetendorf 25. März 2018 um 22:36 Uhr

    Interessanter, aufgeräumter Auftritt von Hoffmann im NDR. Wenn hier einige schreiben er sei bereits gescheitert wegen von Heesen, Aussagen zu Zielen in der zweiten Liga etc. dann deswegen weil sie es ihm wünschen. Stand jetzt muss man ihm zumindest mal bis zur neuen Saison Zeit geben.

    • Volli 26. März 2018 um 08:34 Uhr

      Seh ich genauso!

  20. Micha 25. März 2018 um 23:10 Uhr

    #Lachnummer #Uhr #Retro

    Zur Ablenkung mal ein Blick zum ‚großen‘ FC Bayern München, der jetzt international zur Lachnummer zu werden droht.

    Erst hat Philipp Lahm abgesagt – jetzt sagt Tuchel ab: zwei starke Lösungen auf den wichtigsten sportlichen Positionen, vor denen man (Hoeneß) Angst hatte.

    Wenn Heynckes – kurze Zeit lang die scheinbar ideale Interimslösung – nun gegen Sevilla oder im Halbfinale ausscheidet, brennt der Baum.

    Man kann m.E. daraus lernen, welchen Einschnitt ein Gefängnisaufenthalt bedeuten kann. Vor der Haftstrafe hat Hoeneß an einer starken Nachfolge gearbeitet, um sich allmählich zurück zu ziehen. Die Haftzeit und der Lebensverlust haben Hoeneß innere Uhr aber zerstört: Jetzt klammert er sich an die Macht und würde am liebsten die Uhr-Zeit auf Retro stellen.

  21. Micha 25. März 2018 um 23:22 Uhr

    #Volltrottel

    Wasser und Medizin auf die Wunden der geschundenen HSVer???

    Vobius schreibt im mia-san-rot-Blog:

    „Jetzt sind wir auf jeden Fall schon mal einen Schritt weiter, weil wir alle klar wissen:

    1. Tuchel wirds nicht. Da sind doch auch einige ganz froh drüber, weil er ja menschlich so ungeheuer schwierig, stur und moralisch korrekt sein soll. Das hätte bei uns ja überhaupt nicht gepasst und nur zu Problemen geführt.

    2. Wer an den seit Monaten an den in der Schublade liegenden Masterplan glaubte, war zu optimistisch und naiv, denn den gibt es nicht und gab es wohl auch nie. Aber denkt euch nichts, nahmenhafte Experten und meine wenigkeit waren ja auch der Meinung, weil wir uns vom Glanz und Glamour haben blenden lassen. Aber das ist der eigentliche Skandal, dass der FC Bayern und seine Führung es wieder geschafft haben, sich als absolute Volltrottel darzustellen.“

  22. Micha 25. März 2018 um 23:28 Uhr

    Jetzt fehlt nur noch die Nachricht, dass Hoffmann Lahm als Sport-Vorstand holt und Tuchel als Trainer engagiert hat.

    Leider sagte sein nichtssagender Radio- und Stotter-Auftritt heute nur, dass der HSV komplett pleite und einfach nur ruiniert ist.

    Die letzte Hoffnung heißt natürlich nicht Hoffmann, sondern wieder einmal K…

  23. Andreas 26. März 2018 um 04:44 Uhr

    Schön das hier mal mein Freund Hoeneß erwähnt wird.
    Ich finde es vorbildlich gerade für junge Leute das man gern ein paar Millionen Steuern hinterziehen darf, aber selbstverständlich in der Position im Verein bleibt.
    Was lernen wir daraus, erdolgreich bescheissen gehört einfach zum guten Ton, die Welt ist ein Selbstbedienungsladen, wer sich nicht bedient ist dumm .

    Und Kollege Rummezigge war auch knapp bei Kasse als er versuchte die Rolex durch den Zoll zu schmuggeln, warum auch ordentlich versteuern.
    Das tun nur die kleinen Dummies die regelmäßig ihr Geld beim Eintritt für die Stars lassen.

    Oh what a wild world

  24. Goldfather 26. März 2018 um 05:30 Uhr

    Der Abstieg des HSV ist nicht nur für Hamburg ein einschneidendes Erlebnis, sondern für den gesamten Fußball in Deutschland und dessen Vermarktungspotenzial. Mit Hamburg verliert die DFL eines ihrer besten Zugpferde in einer Liga die immer traditionsärmer und marktorientierter wird.
    .
    Ein harter Kern von 20 – 30.000 Zuschauern wird bleiben doch im Bereich der Kinder und Jugendlichen wird die Umorientierung hin zu anderen Sportarten und Clubs beschleunigt werden. Für den Hamburger Nachwuchs ist es schlichtweg eine Katastrophe auf Clubs wie Bremen, Hannover und Wolfsburg angewiesen zu sein, um eine Karriere in der ersten Liga anstreben zu können.
    .
    Das Leben in der Stadt wird sich ein Stück weit weniger um Fußball drehen und der einstmals große HSV, der früher in der Mitte der Stadt am Rothenbaum seine Spiele austrug, wird langsam in Vergessenheit geraten, sofern der direkte Wiederaufstieg nicht gelingt.
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    Ausgehend von den Spielen am Rothenbaum wurde der HSV für die Stadt und die Bewohner im Zentrum eigentlich immer bedeutungsloser, obwohl man in den achtziger Jahren noch einmal extrem erfolgreich war. Die gesellschaftliche Bedeutung des HSV hat sich diametral zur gesellschaftlichen Bedeutung des FC Bayern München entwickelt. Bei den Bayern sitzt die gesellschaftliche Elite Deutschlands in irgendwelchen Gremien während der HSV sich mit geltungsgeilen Mittelständlern, Kleinkriminellen und einem Milliardär am Ende seines Lebensabends begnügen musste.
    .
    Warum sollten die Spieler auf dem Rasen soviel besser sein, als jene die für das Führungspersonal im Club verantwortlich sind? Möglicherweise kennzeichnet das, was dem HSV gerade passiert, die Fähigkeiten und Möglichkeiten der Stadt Hamburg und seiner Unternehmungen viel besser, als die überteuerte Fidelbude am Hafenrand?
    .
    Hamburg ist eher das Tor zum unteren Mittelmaß, als zur Weltspitze und der HSV ist einer der größten Botschafter dieser Qualität. Lediglich die Geographie, die Hamburg einen Hafen bescherte, machte aus einer durchschnittlichen Kaufmannsstadt eine vermögende Kaufmannsstadt.
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    Doch wie beim HSV ändern sich die Umstände und Technologien, so dass bereits in nicht all zu ferner Zukunft ängstliches Mittelmaß nicht mehr ausreichen könnte, um den bislang genossenen Wohlstand weiterhin bewundern zu können. Künstliche Intelligenz beispielsweise wird Handelsströme verändern, weil Produktionsstandorte sich drastisch verändern könnten. Neue Formen des Transportes und neue Zentren im Welthandel werden ihr Übriges tun, sofern es keine Entwicklung in der Hansestadt gibt, die nicht dem Mittelmaß entspringt.
    .
    KI( Künstliche Intelligenz) wird übrigens der nächste Hype im Weltfußball werden, wenn es darum geht Daten zu erfassen und Spielsysteme zu entwickeln. So wie die Maschinen im Schach und im japanischen Brettspiel GO sowie in sämtlichen anderen relevanten Strategiespielen, die Menschen jemals gespielt haben, die unangefochtene Führerschaft übernommen haben, oder kurz davor stehen, so wird es auch im Sport und dort im speziellen beim Fußball, Basketball, Eishockey usw. geschehen.
    .
    Der HSV hingegen wird diese Entwicklung verschlafen, so wie er das vernetzte Denken, das flächendeckende Scouting und die wissenschaftlichen Errungenschaften der Hirnforschung im Zusammenhang mit der Entwicklung von Sportlern verschlafen hat, weil er es für überflüssig hielt oder weil es vielleicht bestimmte Geschäfte gestört hätte. Der DFB mit seinem Aushängeschild der Nationalmannschaft, RB Leipzig, Hoffenheim, Freiburg, FC Bayern und Leverkusen werden diese Entwicklungen im Fußballbereich sicherlich nicht verschlafen.
    .
    Anstatt über neue Methoden und Denkweisen zu sprechen wird die Nabelschau des unteren Mittelmaßes weiter anhalten und weiterhin skurrile Phänomene und Possen rund um die Raute ans Tageslicht befördern.
    .
    Zumindest in dieser Kategorie gehört der HSV zu den Größten, auch in einer fernen Zukunft.

  25. CH 26. März 2018 um 08:53 Uhr

    „The Times they are a changing“, sang einst Bob Dylan.

    Und auf der kürzlich stattgefundenen ITB hieß es: „China wird die neue Weltmacht und die USA aufs Abstellgleis verfrachten. Davon zeigt sich Joschka Fischer überzeugt. „Wir erleben gerade, wie die alte Weltordnung mit unserer Schutzmacht Amerika untergeht“, sagt der Ex-Sponti und einstige deutsche Außenminister. Zwar werde das 21. Jahrhundert noch eine Zeitlang von einem Duopol aus China und den USA geprägt sein. Langfristig jedoch werde sich das Macht- und Wohlstandszentrum dieser Welt nach Peking verlagern.“ (Quelle: BizTravel)

    Gott sei Dank gilt die Beschränkung auf zwei Amtsperioden bei US-Präsidenten auch für Trump, während sich das chinesische Pendant gerade auf Lebenszeit alle Macht sichert.

    HSV-Bezug? Die alten Zeiten sind für immer vorbei. Der Abstieg Hamburgs als Sportstadt ist seit dem gescheiterten Olympia-Referendum allerdings atemberaubend und nun sieht der bisherige Bürgermeister seine Perspektiven auch lieber in Berlin. Immerhin soll Herr Tschentscher als gebürtiger Bremer (sic!) ja auch HSV-Fan sein ?

  26. Nob