Die Rückkehr der Dummschwätzer

Ach Gott, da sind sie ja endlich wieder. All die kleinen Loser, die die letzten Monate damit verbracht hatten, sich zuhause zu verkriechen, still vor sich hin zu weinen oder alternativ ihre Katze zu quälen. So ungefähr im September waren sie verschwunden, nämlich von dem Moment an, als selbst sie bemerken mussten, dass diese Saison in die Hose gehen würde. Dabei hatten sie doch nach dem letzten Saisonspiel und dem Tor von „Retter“ Waldschrat noch die Fresse aufgerissen, sie hätten es ja immer gewusst, dass „es“ gut gehen würde. Und all diejenigen, die den Verantwortlichen und Aktiven Unfähigkeit vorgeworfen hatten, waren mit einem Schlag mundtot gemacht, was für ein gnadenloser Triumph für die Hüpfer.

Außerdem war man doch in der Rückrunde insgesamt 7. geworden, hatte die Mannschaft mit Weltklasse wie Hahn, Pollersbeck und Thoelke aufgerüstet und den Weltrainer Gisdol gehalten. Ab jetzt ginge es steil nach oben, hieß es, Aufstellen für Europa sozusagen. Mahner, die darauf hinwiesen, wie dieser 7. Platz in der Rückserie zustande gekommen war, wurden niedergebrüllt. Anhänger, Blogger, die die Schwächen und die absolute Überteuerung der Neuzugänge anprangerten, waren binnen Sekundenfrist als Hater, Pester oder was auch immer identifiziert, als Fan „muss man auch mal vertrauen“. Jaja

Dann dieser überragende Saisonbeginn, der lediglich durch den Betriebsunfall DFB-Pokal gestört wurde, aber sowas passiert. Jeder, der damals schon erkannte, dass eine solche Leistung gegen einen Drittligisten Aufschluss über den Rest der Saison geben würde, war per se ein Arschloch. Und dann? Dann nahm das Schicksal seinen vorhersehbaren Lauf und die Super-Fans verschwanden, unter ihren Steinen, in ihren Löcher. Aber jetzt sind sie wieder da und machen da weiter, wo sie vor ca. 7 Monaten aufgehört haben. Es werden tatsächlich, und das ist schon relativ pervers, Kritiker und Mahner als MODEFANS markiert und das von Idioten, die „ihren“ Verein mehr als ein halbes Jahr freundlich im Regen haben stehenlassen, wie krank muss man eigentlich im Kopf sein?

Anyway, drei glückliche Siege später und alles ist bei diesen Ochsen vergessen, ganz besonders das eigene Geheule. Plötzlich ist mein Spamfilter wieder randvoll (keine Sorge, es wird ungelesen gelöscht. Automatisch), ich erhalte anonyme Anrufe mitten in der Nacht (ab sofort ist das Telefon ab 22.00 Uhr abgestellt), man pöbelt und beleidigt via Facebook und Twitter, dass sich die Balken biegen. Ein besonders kaputtes Exemplar mit einem Profil-Foto wie von Ralf Bednarek in schlimmsten Zeiten meinte bei Twitter über mich schreiben zu müssen:

Wenn man einmal eine absolut realitätsfremde Betrachtung der HSV-Situation lesen möchte, müssen man HSV-Arena lesen 😀

Genau. Und weil es hier so ungeheuer realitätsfremd zugeht, tritt auch immer das ein, was hier prophezeit wird. Und weil hier nur gehetzt und kritisiert wird, steht der Verein dieses Idioten-Zausels auf Platz 17. der Tabelle. Was für einen Kernschatten muss man haben? Aber noch geiler ist eigentlich, dass ein solches Arschloch ebenso wie eine Tussi namens TanjaM (oder so) mir irgendwelche Propaganda unterstellen wollen und als ich darauf reagieren wollte, bemerkte ich, dass ich von ihnen geblockt war. Hahahahaha, wie geil. Es wird geschrieben, man könne nicht mit mir diskutieren und um genau das zu untermauern, verhindert man eine Diskussion durch Blockieren. Genial.

Aber schön, sie sind halt wieder da. Fragt sich mal, wie lange diesmal. Ob sie auch nach einem Abstieg vor dem letzten Spieltag noch euphorisch die Verlängerung mit dem Wundertrainer fordern oder endlich merken, dass sie exakt das Gleiche mit den Herren Labbadia und Gisdol gemacht hatten? Oder ob sie einfach nur wieder zurück unter ihre Steine kriechen, bis es das nächste Mal eine Serie von zwei Siegen in Folge gibt und sie wieder raus gekrochen kommen und zeigen können, dass sie die einzig wahren Fans sind.

Meine Güte, was für kaputte Vollpfosten.

 

Von | 2018-04-30T07:05:16+02:00 30. April 2018|Allgemein|34 Kommentare

34 Comments

  1. Mosche 30. April 2018 um 07:32 Uhr

    Tut mir leid für Dich, dass Du diese Beleidigungen ertragen musst. Vielleicht ist manchmal etwas mehr Diplomatie in der Wortwahl eine Idee, damit Du nicht so viele Trottel anziehst … 🙂
    HSV braucht zwei Siege aus den beiden Spielen, damit die Relegation eingeloggt wird. Diese Tatsache macht den Klassenerhalt weiterhin mehr als unwahrscheinlich.

    Dennoch gefällt mir der Titz aktuell immer besser. Du hast zu Recht die Äußerungen von Holtby nach dem Spiel kritisiert.
    Ich möchte die Reaktion von Titz darauf loben, die zeigt, dass er sich auch mit dieser Thematik auseinandersetzt.

    Grundsätzlich wird sich beim HSV überhaupt nichts ändern und mal schauen wie enttäuscht Alle sind, wenn die U19 doch nicht Deutscher Meister wird :-), die Zwote nicht in die 3.Liga aufsteigt und der HSV nächstes Jahr in Liga 2. kickt…

    • Gravesen 30. April 2018 um 07:36 Uhr

      Keine Sorge, das prallt ab. Mich macht eigentlich vielmehr die Verblödung krank, aber dagegen kann man nichts machen. Was Herrn Titz betrifft: Warte man ab, wie das Ganze aussieht, wenn er mal drei Spiele verloren hat, denn das kennt er noch nicht, weder mit der U21 noch mit dem Profis. Dann wirkt das in der anschließenden PK wie jemand, der jeden Moment anfängt zu weinen. Wetten?

      • Kevin allein in Hamburg 30. April 2018 um 07:44 Uhr

        Was die Verblödung angeht bin ich bei Euch.
        Diese seltsame Randerscheinung der vollständigen Verblödung, in Verbindung mit dem Ausblenden der Realiät mit zunehmenden eigenem Leben in der hausgemachten eigenen Parallel-Welt ist Bundesweit zu beobachten und hoffentlich nicht ansteckend.
        Man kommt schon zu dem Schluss das dieses Epidemie der Verblödung in Stellingen seinen Ursprung hat.
        Auch genannt patient Null…………….

      • Mosche 30. April 2018 um 07:51 Uhr

        Ich habe nicht geschrieben, dass er mein Wunschtrainer ist 🙂 Er ist definitiv kein Hannes Wolf!
        Er macht diesen aktuell so unsympathischen Club und zu Recht unbeliebtesten Vereins Deutschlands,
        irgendwie ein klein wenig sympathischer 🙂

        Die Reaktion können wir nach der Klatsche gegen Frankfurt ja beobachten!

      • Volli 30. April 2018 um 07:56 Uhr

        Das denke ich auch, aber man muß ihm zugute halten, daß die Mannschaft wenigstens versucht wieder Fußball zu spielen. Nach Jahren des Gebolzes und der Fremdschämerei, sieht es wenigstens wieder wie Bundesligafußball aus. Aber das ist ja auch das Mindeste, was man erwarten kann.

        • Saschas Alte Liebe 30. April 2018 um 08:31 Uhr

          Aber diese Versuche, wieder ein wenig Fußball zu spielen, sind nur sehr relativ.
          Denn sie sind sehr vom ebenfalls teilweise erschreckend schwachen bis erstaunlich schwankenden Niveau der Konkurrenz abhängig.
          Selbst Clubs wie Leverkusen, Dortmund, Schalke brechen zwischendurch unerklärlich ein. Mit Wolfsburg erwächst dem HSV ein ernstzunehmender Konkurrenzverein bezüglich Planlosigkeit und Unfähigkeit in sportlicher wie auch wirtschaftlicher Hinsicht.
          Das nach einem wirklich leichten Sieg gegen diesen „Gegner“ HSV Spieler sich zu absurder Selbstwahrnehmung versteigen, das eigene Spiel mit „Tiki Taka“ zu beschreiben, zeigt die schon wieder um sich greifende größenwahnsinnige Lächerlichkeit des Selbstverständnisses, die diesen Club zur Dauerlachnummer des deutschen Fußballs gemacht hat.
          D.h., wenn viele positive und glückliche Umstände zusammenkommen, kann dieser HSV mit diesem Kader und diesem Trainer im Extrem-Modus gerade unten mithalten.
          Die eigentliche Relation ist allerdings die zum dafür bewegten Aufwand, der dafür notwendigen (wiederholten) „Erfahrungen“ im Saisonverlauf, die aber noch lange nicht als gefestigt und verinnerlicht betrachtet werden können.
          Wir werden das, in welcher Liga auch immer, bald sehen können.

  2. Micha 30. April 2018 um 08:10 Uhr

    @Grave: Wetten – weinen? – Ich fänd es ja sehr authentisch und einnehmend, wenn da mal jemand öffentlich weinen würde, wie weit sich der HSV von jedem Anspruch entfernt hat, wie weit man in der Schuldenfalle und Abhängigkeit von Herrn Kühne steckt (der vielleicht nicht mehr ‚helfen‘ will). Für mich ist Titz bislang das, was der HSV diametral entgegengesetzt nicht ist: kompetent und authentisch (einschließlich des Becker-Zwillingshaften). Wenn er nach drei verlorenen Spielen weint, weil die Spieler nicht mehr umsetzen können, was er ihnen perspektivisch aufgegeben hat – dann ist die seit Jahren verkorkste Kaderplanung schuld.

    • Gravesen 30. April 2018 um 08:13 Uhr

      Ich meinte nicht nach Ende der Saison, sondern grundsätzlich.

  3. Gravesen 30. April 2018 um 08:12 Uhr

    Ziemlich interessant, die Äußerungen von Shy Killer, dem einzigen Printjournalisten in Hamburg übrigens, dem ich sowas wie Respekt entgegenbringe. Ab und zu jedenfalls.
    .

    Menschen, die an der Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit von Medien zweifeln, sage ich: Echt jetzt? Im Donald-Trump-AfD-Fake-News-Lügenpresse-Zeitalter sind unabhängige Medien so wichtig wie selten zuvor. Das gilt in der großen Weltpolitik wie in der kleinen HSV-Politik, wo manch einer ja auch irrlichtert und ernsthaft glaubt, dass wir über all das Chaos vor allem deswegen berichten, weil wir dem Club zusätzlich schaden wollen. Nein, wollen wir nicht.

    .
    (Quelle: https://www.abendblatt.de/meinung/article214158955/Wer-ist-eigentlich.html)

  4. Michael 30. April 2018 um 08:15 Uhr

    Der HSV muss runter. Alle, außer den hirnlosen Hüpfern, wünschen es sich inzwischen.
    Alles verzockt, keine Sympathie mehr.

    • Saschas Alte Liebe 30. April 2018 um 08:47 Uhr

      Da bin ich mir garnicht so sicher. Für die deutsche Fußballöffentlichkeit ist der HSV ein Showfaktor, der einerseits nach Herzenslust wie „behindert“ begafft und verurteilt oder abfällig belächelt werden kann, und andererseits aber auch permanent für überaschende Wendungen, skurrile Auftritte und Abwechslungen in der Bayern-dominierten Fußballshow sorgt.
      Vielen würde etwas fehlen, wäre der bekloppte Dino nicht mehr da.
      Mal völlig unabhängig davon, wie man dies finden bzw. bewerten möchte.

      • BerndH60 30. April 2018 um 12:54 Uhr

        Du bringst es wunderbar auf den Punkt.
        Ich schrieb hier schon mal vor drei oder vier Jahren, das die Rolle des „Dorftrottels“ in jeder Volksbühne Pflicht ist.
        War das in der Buli bis weit in die neunziger Jahre Schalke 04, so ist heute der HSV.
        Und genau richtig, selbst „seriöse“ Fußballfans wollen das, ist wie beim Dschungelcamp. Da kannst du fragen, wen du willst, das sieht sich kein Mensch an, läuft aber seltsamerweise jedes Jahr aufs Neue.
        Zum HSV kam ich als Teenager in den 1970er Jahren, ohne jedes Interesse an Fußball, bin von meinen damaligen Kumpels „gezwungen“ worden, mich für einen Verein zu entscheiden.
        Der HSV wurde es nur aus Protest, umzingelt von Gladbach, Dortmund und Schalke Fans. Und Bayern München hatten meine Eltern schon beschlagnahmt.
        Als dann Ende der Siebziger der Erfolg einsetzte und ich mich zum ersten Male mit Profifußball auseinander setzte, war der HSV für mich der Inbegriff der Seriösität.
        Damals herrschten im Ruhrgebiet genau die Verhältnisse bei Vereinen wie Schalke oder Dortmund wie heutzutage beim HSV.
        Hätte mir damals jemand prophezeit was eines Tages passieren würden, ich hätte kein Wort geglaubt.

  5. NK1887 30. April 2018 um 08:28 Uhr

    Manchmal muss ich mich echt schämen für meine „Mitstreiter auf der Nordtribüne“, wobei wahrscheinlich sind diese Leute eben nicht auf der Nordtribüne, weil denen die Farbpötte zu bunt und die Stimmung zu laut ist… Manchmal echt peinlich.. Naja was auch immer, hoffen wir mal, dass der HSV den derzeit guten Fußball nächstes Jahr auch weiter erfolgreich in der 2. Liga spielt.
    LG, Dauerkarteninhaber

  6. Sag' Tschuess Dino 30. April 2018 um 09:08 Uhr

    [Nächtliche Anrufe]

    Dagegen ist ein Kraut gewachsen. Von mir ist nur eine Rufnummer öffentlich, eine weitere privat und geheim. Anrufe mit unterdrückter Nummer an die öffentliche Nummer werden von der Fritzbox über die automatischer Rufbehandlung automatisch mit einem Nur-Ansagetext beglückt, privat kommen nachts nur Personen durch, denen im Telefonbuch VIP Status gegeben wurde.

    Ein Aufwand von Minuten und Callcenter mit Werbeanrufen oder Umfragen rennen komplett vor den Poller.

  7. Holger 30. April 2018 um 10:04 Uhr

    Nach den Ergebnissen aus Mainz und Freiburg steht der Abstieg des HSV zu 99% fest. Nur will es keiner wahr haben! Damit meine ich nicht die Rosa- Hüpfer. Denen ist eh nicht zu helfen.

    Sondern die mediale Öffentlichkeit. An der Art und Weise, wie hier künstlich Spannung aufgebaut wird, zeigt sich wie sehr die Bundesliga diesen HSV als „bad Boy“ und aberwitzigen Sensationsbeschaffer braucht.

    Da bin ich einer Meinung mit Sascha.

    Die Schadenfreude über einen HSV- Abstieg wird sich in der nächsten Saison in einen gewaltigen Kater verwandeln. Das einzig wirklich aufregende und polarisierende in dieser langweiligen abgelutschten Kommerzshow Bundesliga war dieser Katastrophenverein. Ohne den HSV wären die letzten 5 Jahre Bundesliga noch langweiliger gewesen, als sie ohnehin schon waren. Der HSV war der Garant für ein bisschen „Drama“ in der eintönigen Suppe.

    An den wenigen Plätzen im Internet (z.B. Zeiglers wunderbare Welt …), an denen sich echte Fußballfans ohne rosa Brillen versammeln, wird sowohl der Abstieg als Tatsache gesehen, wie auch eine gewisse Trauer darüber zum Ausdruck gebracht. Sogar Werder- Fans bemerken, dass mit dem Abstieg des HSV das vielleicht letzte wirklich noch spannende und historisch an bessere Fußballzeiten erinnernde Element verloren geht.

    Ich wette mit Euch, dass wenn in der nächsten oder übernächsten Woche nach dem Abstieg die Rückblicke auf die Geschichte des HSV über die Bildschirme flimmern und noch einmal der Harken aus Jakobs Rücken gezogen, Felix den Ball zum 1:0 gegen Juve versenkt oder Seeler mit dem Hinterkopf einnetzt, so mancher Schalker, Bremer oder Dortmunder Fußballfreund mit einer Träne im Auge vor dem TV sitzt.

    Mit dem Scheitern von Lautern, 1860 und dem HSV wird deutlich, wo für der moderne Show- Betrieb Fußball steht. Misswirtschaft, Selbstbereicherung, Korruption, Unfähigkeit und Arroganz. Die Namen dieser Klubs stehen aber auch für eine Zeit in der der Fußball die Massen elektrisierte und für viele positive Werte stand.

    • Gravesen 30. April 2018 um 10:19 Uhr

      Da steckt einiges an Wahrheit drin! Lustig finde ich übrigens, wie sich ein Haufen Verstrahlter über die Leistung der Leipziger in Mainz auskotzt. Komisch, oder? Jede bessere Mannschaft, die gegen einen direkten Kandidaten um den Abstieg verliert, besteht nur aus charakterlosen Söldnern, aber wenn der HSV Schalke schlägt, dann war es eine Weltklasse-Leistung und hatte nichts mit den Schalkern zu tun. So viel Selbstbeschiss muss doch irgendwo weh tun.

    • Carsten 30. April 2018 um 11:07 Uhr

      Klar hat der HSV Unterhaltungswert. Bzw. hatte. Ich bin als Werderaner sicher nicht der größten Objektivität dem HSV gegenüber vedächtig, aber ich versuche nach Heimspielen gerne mal ins Gespräch mit Fans des Gegners zu kommen. Da ist der Tenor eigentlich durchweg, dass der HSV nur noch nervt und ein Abstieg jetzt endlich mal an der Zeit wäre. Ich glaube schon, dass die meisten Fans anderer Vereine dem HSV den Abstieg gönnen und ihn erst einmal nicht groß vermissen würden. Zumal man die Zusammenschnitte großer HSV-Momente auch schon heute oder vor vier Jahren erstellt haben könnte und es wäre Wehmut aufgekommen. Viele sagen ja, dass das Nordderby fehlen würde, aber ganz ehrlich: welches Nordderby der letzten Jahre war denn wirklich sehenswert? Die lebten doch alle nur noch von der Historie und von der in den Wochen zuvor aufgebauten Anspannung. Ich könnte zumindest ganz gut auch mal ohne Derbys auskommen, da bin ich ganz ehrlich.

      „Oder ob sie einfach nur wieder zurück unter ihre Steine kriechen, bis es das nächste Mal eine Serie von zwei Siegen in Folge gibt und sie wieder raus gekrochen kommen und zeigen können, dass sie die einzig wahren Fans sind.“

      Leider ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass der HSV in der 2. Liga mal zwei Siege am stück schafft. Die wirst du also nicht so schnell los, Grave. 😉

      • Holger 30. April 2018 um 12:29 Uhr

        Carsten, ich glaube Du hast das Thema in seiner ganzen Reichweite nicht erfasst. Das der HSV „nervt“ ist der Wert für die Bundesliga und die Fans.

        Was ist denn, wenn dieses „nerven“ weg ist?

        Ob Werder Bremen gewinnt oder verliert interessiert, außer Werder Fans keine Sau! Das Produkt „Fußball“ ist jetzt schon im Arsch. Das Verschwinden des HSV aus der 1. Liga wird ein weiterer Sargnagel. Grave hat das neulich schon richtig analysiert. Da ist „nichts“ mehr …

        Wir sind im WM- Jahr! Fällt Dir was auf? Vielleicht sogar bei Dir selber?

        Um es mit einem Popsong zu sagen: „Gib mir das Fieber zurück!“

        • Micha 30. April 2018 um 13:12 Uhr

          Gut beobachtet … Und nach der von Russland gekauften WM soll sogar noch eine Nations League (oder so) starten … Mein Interesse ist gleich Null!

          Im ersten Jahr in der 2. Liga – falls der HSV sich nicht doch noch ‚rettet‘ – werden die Öffentlich-Rechtlichen sich etwas einfallen lassen, um das Wiederaufstiegs-Drama des HSV zu vermarkten. Vielleicht das Top-2.Liga-Spiel, in dem der HSV-Jäger gejagt wird. Könnte sich aber auch schnell als totaler Flop heraus stellen…

        • Carsten 30. April 2018 um 15:07 Uhr

          Sorry Holger, aber ich glaube, dass du den aktuellen Stellenwert des HSV in der Republik ganz eindeutig überschätzt.

          • Holger 30. April 2018 um 16:08 Uhr

            Verstehe ich nicht, Carsten! Du schreibst doch selber welchen großen Stellenwert dieser Klub hat, wenn er sogar Thema bei Gesprächen von Fans unterschiedlicher Vereine im Stadion ist.

            Der HSV ist im Moment das „heiße Ding“ in der Liga. Welcher andere Klub bekommt denn heute Morgen medial so viel Aufmerksamkeit? Über wen wird in den Geschäften und an den Arbeitsplätzen diskutiert? Alleine die Tatsche, dass Du Dich hier einem HSV- Forum beteiligst, zeigt doch schon welche Rolle dieser Klub spielt.

            Was ist denn die Schlagzeile heute Morgen in den Sportzeilen der Republik? Der Abstieg von Köln? Der interessiert nur in Köln oder Düsseldorf. Würde mich nicht wundern, wenn das Abschalten der Uhr im Volkspark mehr Zuschauer hätte, als die Meisterfeier der Bayern.

  8. vsabi 30. April 2018 um 11:58 Uhr

    Carsten der Unterhaltungswert des HSV beschränkt sich meiner Meinung nach, nur auf die rosa Hüpfer, die ja alles gut finden was der Verein abliefert. Reist man durch die Republik und spricht über den HSV, erntet man nur Spott und Ablehnung. Dies resultiert aus dem Versagen in der Führung und der Arroganz der meisten Spieler in ihren Kommentaren nach jedem Spiel. Nachdem Dierkmeier mundtot gemacht wurde, hat jetzt die Rolle der Dauerkasper Holtby übernommenen.
    Meine Abneigung gegenüber dem HSV ( war nicht immer so ) wird momentan durch einen gewissen Hass auf Wolfsburg verlagert. Diese Trümmertruppe mit dem unfähigsten Möchtegern-Trainer der Bundesliga hätte am Wochenende alles klar machen können. Dieser Trottel wird auch hier wieder rausfliegen und hoffentlich keinen Verein mehr in den ersten fünf Ligen finden.

    • Kevin allein in Hamburg 30. April 2018 um 12:02 Uhr

      Wenn er dort fliegt ist er in einer Klasse mit Gisdol, Slomka und Konsorten.
      In dieser Klasse in der alle die nächsten Jahre bis zur Rente nachsitzen müssen wird keiner mehr in der 1. Liga einen Job bekommen.
      Höchstens als Parkplatzwärter (Hoffentlich)

  9. Ex-HSVer im Herzen 30. April 2018 um 12:11 Uhr

    Ach, Grave. Solche Leute sind doch alles Versager ohne Benehmen und mit einem verkorksten Leben. Die sind so wie die verprügelte Ehefrau, die sich nicht trennen kann, weil sie dann „nichts mehr hat“ und weil „man doch auch Gutes hatte vor Jahren“. Kaum bringt der Mann eine Blume mit nach Hause, ist alles Vorherige vergessen und alle Kritiker sind Lügner und wollen nur was Böses.

    Diese Menschen leben in einer kleinkarierten und mental/intellektuell begrenzten Welt in der es einfach ist, sie glücklich zu machen. Solche Menschen sind Kritik und Auseinandersetzen mit Fakten ein Fremdwort. Das sind alles Loser. Was bringt es, Dich anzurufen? Kranke Hirne!! Und zu behaupten, die Analysen hier wären erfundene Antipropaganda sollte zur direkten Einweisung nach Ochsenzoll führen.

    Ich habe Samstag bei Jovanov lediglich gepostet, dass alle mal den Ball flach halten sollen und sich einfach nur über den Sieg freuen sollen und man einfach nur dankbar sein soll, dass die letzten Gegner so unfassbar schwach gespielt haben. Außerdem habe ich einen fern kritisiert, dass er sich über Grave lustig gemacht hat und warum er sich nicht einfach nur freuen kann sondern so einen Scheiß schreibt. Alles sehr neutral geschrieben. Ihr glaubt gar nicht, was ich mir dann durchlesen musste. Habe dann entnervt meinen Kommentar gelöscht und entschieden dass es besser ist dort nichts mehr zu schreiben.

    Dieser Verein und seine Fans kotzt einen einfach nur noch an

  10. Tim schultz 30. April 2018 um 13:02 Uhr

    Zitat HA

    Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher schreibt dem HSV eine große gesellschaftliche Bedeutung zu und bangt um dessen Klassenverbleib. „Es macht viel von unserem Selbstbewusstsein aus, dass wir eine Sportstadt sind, in der der Fußball auch gut vertreten ist“, sagte Tschentscher im Sportclub des NDR-Fernsehens am Sonntagabend. „Ganz Deutschland schaut auf das, was im Fußballsport passiert. Der HSV ist ein ganz beliebter Verein auch über die Grenzen Hamburgs hinaus. Es macht uns sympathisch, wenn es gut läuft.“

    Die HSV ist ein beliebter Verein
    Hahaha…
    Selten so gelacht. Nach den Katastrophen und der Außendarstellung einiges Spieler ist doch fast ganz Fußballdeutschland froh wenn es endlich soweit ist.
    Diese arrogante Art von holtzby und Waldmeisterchen will doch keiner sehen.
    Die „Jubel“ schüren doch aggressivitäten allenthalben!

    • Gravesen 30. April 2018 um 13:06 Uhr

      Am Geilsten finde ich allerdings: Sportstadt Hamburg. Das ist genau so eine Fabel wie Dukaten-Didi und HSV-Sanierer Wettstein. Dinge, die einfach nicht wahr sind, die aber aus Bequemlichkeit immer wieder aus der Schublade gezogen werden, weil auch keiner widerspricht.
      .
      Wo genau ist Hamburg denn „Sportstadt“? Olympia – nicht gewollt. Eishockey – vorbei. Handball – gerade wieder in die 2. Liga aufgestiegen. Wegen Hanse-Marathon und Cyclassics? Das soll die Begründung sein? Ich lache mich tot. Dann ist München die Welthauptstadt des Sports.

      • Mosche 30. April 2018 um 14:54 Uhr

        HSV 1887 EUR Mitgliedschaft – Kapitalbeschaffung letzter Schuss

      • Carsten 30. April 2018 um 15:11 Uhr

        Ich meine, bei der Aussage einen Lacher im Publikum vernommen zu haben. Aber klar, dass Delling da nicht nachhakt. Überhaupt klang das alles eher so, als würde der HSV dieses Jahr knapp das europäische Geschäft verpassen und dass man nur ein paar Stellschräubchen bewegen müsste, damit der HSV wieder ganz nach oben zu kommen. Das war schon irreal, fand ich.

  11. Ex-HSVer im Herzen 30. April 2018 um 15:49 Uhr

    Ich hatte gerade eine Epiphanie! Der HSV rettet sich. In Frankfurt 1 Punkt, gegen Gladbach Sieg. Wolfsburg verliert in Leipzig und spielt 2:2 gegen Köln. Dann ein 1:1 und 1:0 gegen Kiel oder Nürnberg.

    Wer befürchtet das gleiche?
    ?

    • Micha 30. April 2018 um 16:30 Uhr

      Schlag bitte mal über Google nach, was Epiphanie bedeutet! – Du meinst wahrscheinlich Tagtraum als Zahlenspiel bzw. Albtraum oder Imagination…

  12. Martin 30. April 2018 um 16:17 Uhr

    „Der Begriff, auf den diese angsterregende Erscheinungsform des Religiösen zumeist gebracht wird, lautet Fundamentalismus. Die wenigsten, die ihn verwenden, dürften zu einer genauen Definition fähig sein; in der Regel wird eine Art neues „finsteres Mittelalter“ gemeint sein, mit unaufgeklärter Frömmigkeit und gewaltbereiter Intoleranz.“ ( Zeit )

    Wie sehr sich doch religiöse Frömmigkeit und Fankultur gleichen…

    • Saschas Alte Liebe 30. April 2018 um 21:17 Uhr

      Vorschlag: wir ändern diesen Begriff „Fankultur“ in das angemessenere „Fantum“.
      Mit Kultur hat das nun wirklich gar nichts zu tun.

      • Jakob 1. Mai 2018 um 02:41 Uhr

        Fanatismus – woher kommt wohl „fan“

        • Hein Blöd 1. Mai 2018 um 09:52 Uhr

          Von Fan[tastischer NurderHaSiVau]…
          *flitz*

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