Genau meine Meinung

Ehrlich jetzt. Ich bin nicht immer mit diesen sogenannten TV-Experten einer Meinung, die Meisten halte ich für selbstgerechte Texter, die im Fernsehen das absondern, was von ihnen laut Vertrag erwartet wird. Fußball ist Business und Berichterstattung über Fußball erst recht. Aber das, was Dietmar Hamann in der Sportbild über den HSV und besonders meinen „Freund“ Lewis Harry Holtby erzählt, trifft exakt meine Auffassung.

„Wenn ich Holtby und Co. in den letzten Wochen höre oder Interviews von ihnen lese, fällt mir teilweise nichts mehr ein. Ein Gespür für die Realität ist da nicht jedermanns Sache. Bei Holtby hört sich das nach vier Toren so an, als stünde er kurz vor dem WM-Finale. Was ist mit den 25 Spielen, die komplett zum Vergessen waren? Was ist mit dem Lewis Holtby der letzten drei, vier Jahre?“ (Quelle: Sportbild)

Auf den Punkt! DJ Duracell scheint an Gedächtnisschwund zu leiden, anders ist es nicht zu erklären, dass er die letzten 4 Jahre offenbar komplett gestrichen hat. 4 Jahre, in denen der HSV beständig mies, gegen den Abstieg und vor allem – mit ihm – gespielt hat. Demut? Bescheidenheit? Fehlanzeige! Holtby zeigt sich in diesen Tagen als der, der er tatsächlich ist: Ein großkotziger, selbstgerechter Blender, der den HSV in den letzten 4 Jahren mehr als € 21 Mio. gekostet hat. Ein Spieler, der seinen Marktwert von € 11 Mio. (2012) auf € 3 Mio. zersägt hat. Ein Spieler, der mit jetzt 27 Jahren bei insgesamt 7 Klubs im Profibereich gespielt hat.

„Jetzt stellt er sich vor Kameras und tut so, als seien sie zum einem schon gerettet und er zum anderen der Held. Der Held, der nach vier Jahren endlich mal einen Trainer hat, der was von Fußball versteht. Sehr respektlos gegenüber seinen früheren Fußball-Lehrern. Ein bisschen Bodenhaftung und Demut bitte“ (Quelle: Sportbild)

Bodenhaftung und Demut gibt es in Hamburg allerdings nicht, dafür bedarf es wohl mindestens eines Abstiegs. Wenn man sieht, wie sich einige Leute in der Stadt aufführen (Fans und Spieler), könnte man denken, die spielen um den Einzug in den Champions League und haben nicht 28 Spieltage und 7 Jahre in Folge versagt, was das Zeug hält.

 

 

Von | 2018-06-02T17:33:54+02:00 3. Mai 2018|Allgemein|15 Kommentare

15 Comments

  1. Saschas Alte Liebe 3. Mai 2018 um 17:22 Uhr

    Tut mir leid, irgendwie kann ich mir absolut nicht vorstellen, das auch bei einem Abstieg Weisheit und Demut urplötzlich über den HSV und seine Protagonisten kommen könnte. Woher auch.
    Also sehe ich eine besondere Betonung bei dem „mindestens“.
    Nach wie vor scheint mir nur ein Gang durch die Insolvenz mit Abstufung in Liga 4 oder 5 sowie eine komplette Lösung bzw. Vertreibung von all diesen Blendern und Profilierern quer durch alle Bereiche als echte Chance für einen Neuanfang.
    Alles andere käme für mich einem wirklichen Wunder gleich.
    Aber vielleicht irre ich ja auch und unterschätze solche Typen wie Hoffmann oder Wettstein usw.

    • Sag' Tschuess Dino 3. Mai 2018 um 22:16 Uhr

      Auch ich denke, dass die Bauchlandung nicht reicht, erst noch die Schmerzen und Fan Reaktionen eines doppelten Nicht-Aufstiegs dazu kommen müssen, damit sich diesbezüglich in Stellingen was ändert.

      • Saschas Alte Liebe 4. Mai 2018 um 00:00 Uhr

        ich bin sicher, erst wenn man beim HSV allesamt mit völlig leeren Händen dasteht, verschwinden fiese Figuren wirklich.

  2. Oberberger 3. Mai 2018 um 17:50 Uhr

    Wenn man sich das Kasperle-Theater in der sogenannten Führung des HSV anschaut, braucht man sich nicht zu wundern, dass sich das nahtlos auf und neben dem Platz fortsetzt.
    Leistung ist Nebensache, große Klappe und Social Media ist Trumpf.
    Ein Hoeneß, Watzke, Rummenigge, Streich würden solche Luftpumpen zum Rapport zitieren und auf Normalgröße zurechtstutzen.
    In Hamburg können die Jungmillionäre dagegen das Leben in vollen Zügen (und vor allem: bei vollen Bezügen) genießen und konsequent jegliche sportliche Verantwortung von sich weisen. Schuld sind immer die Anderen.
    Aber was will man erwarten, wenn das von oben herab im ganzen Verein so vorgelebt wird ?

  3. Holger 3. Mai 2018 um 18:37 Uhr

    Absolute Zustimmung, Grave!

    Mir gingen schon die meisterfeierähnlichen Exzesse am letzten Spieltag der letzten Saison auf den Sack, wo Rosa- Hüpfer und Spieler so taten, als hätten sie gerade das Triple gewonnen.

    In Hamburg fehlt jedes Gespür und jeder Realitätssinn!

    Aber ich glaube auch nicht, dass ein Abstieg automatisch „heilt“.

    Ein Teil der Heilung könnte aber ein Vorstand (Präsident) sein, der wirklich angemessene Leistung für die Einkommen in allen Bereichen erwartet, ein Sportvorstand (Manager) der echtes scouting und teambuilding betreibt und ein Trainer, der eine Mannschaft „formt“ ohne Rücksicht auf Namen und Gehälter.

    Zumindest Ansätze kann man erkennen …

  4. Micha 3. Mai 2018 um 18:51 Uhr

    Das ist die DNA des HSV, vorgelebt von Wettstein & Co., nachgelebt von Holtby & Co,, mitgelebt von den idiotischen HSV-Fans.

    Man muss auf einen Abstieg und Nicht-Sofortwiederaufstieg hoffen, so dass es zur Insolvenz kommen wird… Vorher scheint kein Neuanfang möglich!

  5. Gravesen 3. Mai 2018 um 20:28 Uhr

    http://meedia.de/2018/05/03/spiegel-online-chefin-barbara-hans-journalismus-macht-sich-ueberfluessig-wenn-er-nur-ueber-das-berichtet-was-dem-nutzer-gefaellt/
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    Spiegel Online-Chefin Barbara Hans möchte sich erwartungsgemäß die Artikelauswahl nicht diktieren lassen. „Journalismus macht sich überflüssig, wenn er nur über das berichtet, was dem Nutzer gefällt,“ sagte die 37-Jährige auf der re:publica.

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    “Wer Aufmerksamkeit um jeden Preis will, verliert am Ende seine Glaubwürdigkeit.” Denn: “Wenn Journalismus die Leute anschreit, wenden sie sich ab – genau wie im normalen Leben.” Wenn auch Aufmerksamkeit für den Qualitätsjournalismus „Mittel zum Zweck“ sei.

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  6. Volli 3. Mai 2018 um 22:58 Uhr

    Sehr schön auch die neuerlichen Aussagen des KMK „Die schlechteste Investition meines Lebens“ ? „Es wurde in den letzten Jahren das falsche Management verpflichtet“ ? ? ? So langsam habe ich das Gefühl, daß jeder die letzten Jahre vergessen hat! Wurde 2014 nicht das ganze Personal nach den Wünschen von KMK zusammengestellt? Wer sollte denn, seiner Meinung nach, ins Management? Calmund und Struth?

  7. sauerland 3. Mai 2018 um 23:48 Uhr

    Na ja ich weiß zwar nicht was genau in der Sportbild steht (da ich Bild, Sportbild aus Prinzip nicht lese) und nur aus einzelnen Passagen kann man sich keine Meinung bilden (frag mal bei Sky Mertesacker nach)
    Aber zu den Interviews , erstens sie waren meistens kurz nach Abpfiff und die muss man nicht immer 100% ernst nehmen und alles auf die Goldwaage legen.
    Außerdem was ist so schlimm an Aussagen wie: Schritt in die richtige Richtung, Frankfurt ist ein schweres Auswärtsspiel usw??

    ok seine Aussage über die Trainer war natürlich überflüssig, aber dafür hat er ja auch sein Anschiss vom Trainer bekommen.
    Zu Hamann, einige Aussagen von Ihn in diesem Jahr waren genauso falsch und schlecht.

  8. Spörl 4. Mai 2018 um 00:11 Uhr

    Cool, Bruchhagen am Samstag im Stadion! Fehlt noch, dass Todt, Beiersdorfer und Hafen-Meier ins Stadion kommen. Calli kommentiert bestimmt im schicken Sky Outfit.

    Die Gesichter des Abstiegs scheinen sich am Tag des selbigen zu zeigen! Dazu passend erscheint Referee Aytekin, einer der schlechtesten Schiedsrichter im Profifußball meiner Meinung.

    Es scheint sich alles zu fügen, ähnlich einem Final Destination Film.

  9. Goldfather 4. Mai 2018 um 04:51 Uhr

    Sicherlich war es unklug von Holtby direkt nach dem Spiel und kurz vor dem möglichen Abstieg in die zweite Liga ein derartiges Interview zu geben. Allerdings trifft Holtby für mich den Kern des sportlichen Niedergangs der letzten Jahrzehnte ziemlich exakt: Seit Happel haben zu 99% blinde Trainer auf dem Stuhl beim HSV gesessen. Martin Jol war für mich die einzige Ausnahme, die es geschafft hat ein Spielsystem zu implementieren, das nach Fußball aussah und zugleich erfolgreich war. Beiersdorfer, sowie die vielen anderen Managerexperimente nach Netzer, hat von Trainern soviel Ahnung gehabt wie ein Blinder von der Farbenlehre Goethes.
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    Ob Titz der Heilsbringer ist für den ihn derzeit viele halten wird sich in genau 12 Monaten gezeigt haben, wenn er entweder beim HSV oder bei einem anderen Proficlub einen halbwegs ernst zu nehmenden PPS-Wert im Profifußball vorweisen kann.
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    Bislang ist es allerdings durchaus das Verdienst von Titz, dass er aufgezeigt hat über welch ein gewaltiges Potenzial der HSV als Club trotz einer katastrophalen wirtschaftlichen Situation immer noch verfügt. Es lag nie am Kader und es lag nie am fehlenden Geld, da allein die Stadt Hamburg, sowie die erweiterten Einzugsgebiete für hochtalentierte Spieler, die bis nach Skandinavien reichen, massenhaft Spieler hervorbringen die bei entsprechender Ausbildung in der Lage wären den HSV mindestens im Mittelfeld einer schwachen Bundesliga zu halten.
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    Schaut man sich die taktisch strategischen Fähigkeiten italienischer oder spanischer Mannschaften an kann selbst die hervorragend geführte DFB-Elf unter Löw nicht mehr übertünchen, dass die Liga im internationalen Vergleich mehr als schlecht dasteht. Doch auch diesen Umstand konnte der HSV nicht für sich nutzen. Treudoof passte man sich Jahr für Jahr an die hierzulande üblichen Trainingsformen und taktischen Vorgaben an.
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    Allein die von vielen „Experten“ und Fans geäußerte Vorstellung, dass ein Spieler mit 23 Jahren ausgelernt hat und ein Trainer ihn nur noch bewegen muß wie ein Pferdesporttrainer seine Rennpferde, ist derartig bescheuert, dass man kotzen möchte. Die Wirklichkeit sieht so aus, dass selbst Spieler wie Messi oder C.Ronaldo täglich dazulernen müssen, um sich an der Spitze der Nahrungskette halten zu können. Diese Spieler leben davon, dass sie im Training und im Spiel permanent am Limit gefordert werden und somit ständig an sich arbeiten müssen.
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    Titz Spiel- und Trainingssystem wird in den nächsten Wochen komplett entschlüsselt sein und von jedem halbwegs blinden Profianalysten im Schlaf hergebetet werden können. Und genau dann, wenn alle wissen wie der kleinste vorgegebene Laufweg des HSV aussieht entscheidet sich das sportliche Schicksal von Titz. Ist er entwicklungsfähig? Arbeitet er akribischer? Ist er innovativer? Ist er gnadenloser im Ausmerzen von Fehlern? Besitzt er eine überlegene taktische Intelligenz? Ist er schnell genug?
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    Selbst Toptrainer wie Guardiola, Tuchel oder Nagelsmann haben Schwächephasen und müssen nach neuen Wegen suchen ohne das Altbewährte dabei über Bord gehen zu lassen und trotzdem glaubwürdig und authentisch für ihre Spieler und das Umfeld sein.
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    Titz kann genauso schnell in der Versenkung verschwinden wie viele andere ehemalige Erstligatrainer vor ihm. Der Trainermarkt ist noch brutaler als der Spielermarkt und dennoch hat Titz für einen kurzen Moment den Hauch des Geschmacks zurückgebracht der davon kündet was für ein großartiger Club der HSV sein könnte.

    • marlor 4. Mai 2018 um 10:20 Uhr

      Auch wenn ich deinen letzten Satz etwas übertrieben finde. Dennoch: den Kern triffst du. Auch hier im Blog wurde in den letzten Jahren immer wieder kritisiert, was für einen Anti-Fußball der HSV gespielt hat und das betrifft alle Trainer seit 2010 und insbesondere diejenigen seit 2013. Jetzt kommt einer, der tatsächlich wieder Fußball spielen lässt und trotzdem wird er niedergemacht (Günstling von Peters und Wettstein, nutzt nur den Augenblick um sich zu profilieren …). Das finde ich nicht fair. Natürlich muss Titz zeigen, ob er wirklich ein guter Trainer ist. Natürlich: mit internationalem Fußball will ich sein System schon mal gar nicht vergleichen. Da können in Deutschland nur die Bayern mithalten. Selbst Dortmund, Schalke, Leverkusen, Hoffenheim usw. haben in der jüngeren Vergangenheit international ihre Grenzen aufgezeigt bekommen.
      Jeder Begabte braucht einen Förderer, der an ihm glaubt und ihm seine erste Chance im Profifußball bietet, das ist bei Trainern nicht anders als bei Spielern. Dass diese Personen in diesem Fall Wettstein und Peters sind, kann man Titz nicht vorwerfen. Auch nicht, dass er schon 47 ist. Vielleicht ist er auch nur aus Geldmangel gewählt worden, so what? Großkotzig kommt er nicht daher. Er hatte von Anfang an keine Chance, aber diese will er nutzen (5 Euro ins Phrasenschein). Er kommt symphatisch, bodenständig, realistisch und demütig in seinen Interviews rüber. Er rüffelt Spieler, wenn sie sich im Ton vergriffen haben (Holtby, Papa), schafft es aber trotzdem die Mannschaft zu motivieren und eben nicht Fußball kämpfen sondern spielen zu lassen und das zollt mir Respekt ab. Er hat eine faire Chance verdient.
      Dass der HSV absteigen muss und auch wird, daran besteht bei mir nach wie vor kein Zweifel. Trotzdem gibt es mir ein gutes Gefühl, wenn am Wochenende mal verdient gewonnen und gezeigt wird, dass mehr in der Mannschaft steckt, als in den letzten Jahren gezeigt wurde. Ich freue mich für diese wenigen Glücksmomente als HSV-Fan, verliere dabei aber nicht den Blick für die Realität.

      • Kobinho 5. Mai 2018 um 09:19 Uhr

        100% Zustimmung!

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