Der nette Herr Titz

Eigentlich ist das ja ein ganz Netter, der Herr Titz. Wenn man ihn so vor bzw. nach den Spielen reden hört und er im Boris Becker-Modus ruhig und gelassen rüberkommt, ich kann mir schon vorstellen, dass das einigen gefällt. Denn immerhin erzählt er ja das, was viele hören wollen. „Nie aufgeben“ und „wir glauben weiterhin an unsere Chance“, das kommt an. Und dann ist da ja noch die Hamburger Hofpresse, die den Mann hyped bis sich die Balken biegen. Die sehen größtenteils Spiele, die es nie gegeben hat, die sehen Systeme und revolutionären Fußball, der bei genauem Hingucken im Grunde nur ein Update zum Gekicke unter Gisdol ist. Hier vielleicht mal eine Ballstafette mehr, dort einen Querpass anstatt eines blind nach vorn gebolzten 70 Meter Pass und schon kommt für einige Tika taka dabei raus.

Wenn man jedoch ehrlich ist, und das ist in Hamburg seit Jahren des große Problem, wird man realisieren, dass sich unter Titz eigentlich gar nicht so viel geändert hat, wie man gern hätte. Betrachten wir den HSV unter Titz doch mal in Detail. Unmittelbar nach dem 0:6 in München musste Bernd Hollerbach gehen, Titz übernahm und verlor am 27. Spieltag mit 1:2 (trotz 1:0-Führung) gegen Berlin. Im Anschluss holte man einen glücklichen Punkt in Stuttgart, bevor das einzig wirklich gute Spiel gegen uninspirierte Schalker folgte, welches durch einen Glückstreffer von Hunt in der 86. Minute gewonnen wurde.

Am 30. Spieltag verlor man sang- und klanglos mit 0:2 in Hoffenheim, das Spiel hätte ein Debakel werden können. Im anschließenden Spiel gewann man mit mehr Glück und Verstand und der Hilfe von Schiri Cortus mit 1:0 gegen Freiburg, wobei eigentlich der Hamburger Steinmann beim Stande von 0:0 mit gelb/rot vom Platz gestellt sein musste. Danach musste man nach Wolfsburg und siegte gegen die wohl formschwächste Mannschaft der Liga mit 3:1, anschließend gab es in Frankfurt eine deutliche 0:3-Klatsche. Mit anderen Worten: Titz holte 10 von 21 möglichen Punkte bei 9:11 Toren. Aus dieser Bilanz und auch aus der Art und Weise, wie die Spiele abgelaufen sind, einen Wundertrainer formen zu wollen, halte ich für maßlos überzogen. Aber weiter.

Wo kommt der Mann, der sein Bundesliga-Debüt im stolzen Alter von 47 Jahren feiern durfte, eigentlich her? Titz kam ursprünglich auf die Empfehlung von Lewis Holtby zum HSV, hatte er doch zuvor als dessen Personal Jesus gewirkt. Wie von Zauberhand bekam er am 01.07.2015 die U17 des HSV an die Hand, er hatte angeblich den Autisten Peters von seinen Laptop-Fähigkeiten überzeugt. Der nächste Sprung gelang am 01.07.2017, damals übernahm Titz die U23 des HSV vom erfolgreichen Trainer Dirk Kuhnert, der zu Mainz 05 wechselte.

Dort wäre er heute noch, hätte man sich nicht von Bernd Hollerbach getrennt. Und hier beginnt eines meiner Probleme. Denn anstatt dankbar für diese Entwicklung und diese Chance zu sein, leitet Titz aus 10 von 21 Punkten einen Anspruch ab. Seine Aussage (sinngemäß): „Ich habe nun Blut geleckt und werde nicht wieder zur U23 in die Regionalliga zurückkehren. Meine Zukunft sehe ich in der 1. oder 2. Liga“. Nun, das mag ja durchaus legitim sein, für mich klingt das nach „die Gunst der Stunde nutzen“ und nicht eben nach Dankbarkeit gegenüber dem eigenen Verein für die Chance, die ihm gegeben wurde. Hinzu kommen die über die Presse lancierten Gerüchte über ein angebliches Angebot aus Kiel.

Wäre Titz wirklich so nett, wie viele glauben, hätte er anders reagieren müssen. „Ich habe einen Vertrag in Hamburg und habe gern in der Bundesliga trainiert. Wenn man dort ins Zukunft eine andere Lösung bevorzugt, gehe ich mit Freude zu meiner U23 zurück, dann dafür bin ich angestellt worden“. Sowas kommt einem in der Herde der Hamburger Selbstoptimierer aber nicht in den Sinn, hier heißt es: „Mitnehmen, was man kriegen kann“. Zu dem Zweck verbrüdert man sich auch gern mal, um den eigenen Forderungen Nachdruck verleihen zu können. Die unheilige Allianz aus Wettstein, Peters und Titz betreibt ausgerecht vor den entscheidenden Spielen in Frankfurt und gegen Gladbach intensivste Vereinspolitik in eigener Sache, jeder lobt jeden.

Wettstein findet Peters überragend, der revanchiert sich mit Lob und meint gleichzeitig erklären zu müssen, dass Titz ein Super-Trainer ist, wobei er nicht zu erwähnen vergisst, welchen Anteil er selbst an dessen Entwicklung hatte. Titz bedankt sich und findet, dass Peters ein genialer Sportvorstand wäre, man möchte kotzen. Wäre es nicht so durchschaubar, müsste man den ganzen Tag lachen, aber das Problem ist, dass die idiotischen Vollpfosten auf diese Manöver reinfallen. Und um es einmal ganz deutlich zu sagen:

Es ist verdammt nochmal scheißegal, ob ein Trainer NETT ist oder nicht. Es gibt keine alten und keine jungen Trainer. Es gibt keine netten oder unsympathischen Trainer. Es gibt keine dicken und keine dünnen Trainer. Es gibt nur erfolgreiche und nicht erfolgreiche Trainer, wann begreifen die Trottel in Hamburg das endlich? Nur, weil Herr Titz in jedem Gespräch aussieht, als würde er jede Sekunde anfangen zu weinen, muss er nicht der richtige Coach für den HSV sein.

Tut mir leid, wenn ich schon wieder einige enttäusche, aber durch das durchschaubare Manöver und die damit verbundene Allianz mit den Herren Wettstein und Peters hat sich Coach Titz in meinen Augen disqualifiziert. Und weil er deutlich demonstriert hat, dass es ihm ausschließlich um sich selbst und nicht um den Verein geht.

Von | 2018-05-08T07:07:08+02:00 8. Mai 2018|Allgemein|36 Kommentare

36 Comments

  1. Volli 8. Mai 2018 um 07:40 Uhr

    Du enttäuschst niemanden! Die Treppe sollte doch von oben nach unten feucht durchgewischt werden! Es kann doch nicht sein, daß ein bzw. zwei ansehnliche Spiele später die Herren Wettstein und Peters von einer positiven Entwicklung sprechen! Die Hofpresse sowie große Teile der Fangemeinde sind auch wieder auf den Zug aufgesprungen! Der einzige, der zur Zeit den Mund hält ist Hoffmann. Zufall?

  2. Bjoern 8. Mai 2018 um 08:10 Uhr

    Bei all dem Gehype der vergangenen Wochen wird Titz ab der kommenden Saison entweder der neue Trainer bei Real Madrid, oder der nächste Papst.

    Ehrlich, ich kann mich nicht erinnern, in der Vergangenheit eine solch lächerliche PR-Aktion in eigener Sache und in Kooperation mit der Hamburger Schmierpresse erlebt zu haben.

  3. Peter sein Rucksack 8. Mai 2018 um 08:13 Uhr

    Hoffmann wird bei einer Anti-Titz-Entscheidung wahrscheinlich medial durchs Dorf getrieben werden und steht in der Öffentlichkeit erst einmal wieder als der seelenlose Machtmensch da. Und wenn jetzt bereits Online-Petitionen für den Trainerverbleib geschaltet werden, dann fällt einem nichts mehr ein.

    • Gravesen 8. Mai 2018 um 08:20 Uhr

      Das eben war ja Sinn und Zweck einer Medien-Kampagne zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt und einer Allianz dreier Selbstoptimierer, die bei der ersten Gelegenheit zerbricht. Bevor man (Wettstein, Peters, Titz) selbst am nächsten Samstag das Gesicht des Abstiegs ist, schnell nochmal alle Hebel in Bewegung setzen und auf dem Rücken des Vereins und seiner Existenz das Optimale für sich selbst rausholen.
      .
      https://www.bild.de/sport/fussball/hsv/kommentar-mueller-peters-55617538.bild.html
      .
      Das eigentlich Schlimme dabei ist: Bei den vielen Vollidioten in und um Hamburg klappt es teilweise sogar.

  4. Kevin allein in Hamburg 8. Mai 2018 um 08:23 Uhr

    In diesem „Verein“ ist eigentlich fast jede Position mit Selbst-Optimierern und anderen schwachen Charakteren besetzt.
    Hier von oben nach unten die treppe feucht wischen bringt nichts.
    Es mus chemisch durchgereinigt werden, das heißt diese Unpersonen müssen genauso eiskalt abserviert werden wie diese sich eiskalt am „Verein“ HSV bereichert haben.
    Man muss diese leute mit Schimpf und Schande vom Hof jagen und dafür sorgen das die noch nicht einmal mehr als Platzwart in einem andren Verein auflaufen dürfen……………….

  5. Kobinho 8. Mai 2018 um 08:38 Uhr

    Aufgrund der Entwicklungen beim HSV in den letzten Jahren ist es nur zu verständlich, dass man skeptisch wird, wenn sich die Protagonisten gegenseitig mit Lob überhäufen.
    Andererseits lobt auch jeder andere Sportdirektor der Liga „seinen“ Trainer bis zum bitteren Ende. Business as usual.

    Bei der Bewertung von Wettstein bin ich bei Dir. Wenn der ein Sanierer ist, kann ich auch das Meer teilen.

    Peters sehe ich wie vor ein paar Tagen erwähnt durchaus positiv. Die gute Entwicklung im Nachwuchs lässt sich nicht von der Hand weisen. Wie er intern mit den Leuten umgeht, kann ich nicht bewerten.

    Wenn Titz keine weiteren Ambitionen im Profifußball hätte, könnte man ihm mangelnden Ehrgeiz vorwerfen. Auch keine optimale Eigenschaft für einen Trainer. Ohne ihn jetzt als „Wundertrainer“ zu sehen, halte ich seine Philosophie und seinen Willen, mit jungen Leuten zu arbeiten, für die richtigen Ansätze in Liga 2.

  6. Micha 8. Mai 2018 um 10:01 Uhr

    Lieber Ulrich Hetsch, Christian Titz kann nichts dafür, dass seine sich in absurde Stellungen redenden Mentoren sich in absurde Positionen reden. Es wäre auch sehr schwierig, wenn Herr Titz sich in die Position begäbe: Ich bin Titz und unabhängig. Herr Titz ist einfach nur Herr Titz, und er hat gute Arbeit geleistet bislang, er kann was, ist kompetent und hat ein Spiel-Konzept, das er weiter entwickeln kann. Dafür braucht es auch Zeit und viele Trainingseinheiten.

    LEIDER subsummierst du C. Titz unter Peters/Wetttsein – die beide weg müssen.

    • Gravesen 8. Mai 2018 um 10:44 Uhr

      Falsch. Er selbst redet sich während seines Medien-Marathons da rein, er allein. Und das Spielkonzept siehst du, weil du es gern sehen willst.

      • Micha 8. Mai 2018 um 11:40 Uhr

        Lieber Ulrich Hetsch, deine Antwort ist heute leider unter meinem Niveau! Kann mal passieren. Aber: Unter meinem Niveau!

        • Gravesen 8. Mai 2018 um 11:48 Uhr

          Geht’s denn noch?

        • Ex-HSVer im Herzen 9. Mai 2018 um 18:14 Uhr

          Warum hältst du dich nicht fern von hier, wenn du eine andere Weltanschauung hast wie Grave/wir? So ein arrogantes Getippe ist einfach nur peinlich

    • CarstenHae 9. Mai 2018 um 10:14 Uhr

      Liebe Micha(ela)?
      woran machen Sie denn die „Kompetenz“ und das „Spiel-Konzept“ von Herrn Titz fest? Und woran die „gute Arbeit“?
      Dies sehe ich nämlich anders.

      Gruß

      Carsten

  7. Saschas Alte Liebe 8. Mai 2018 um 10:05 Uhr

    Bislang lässt sich festhalten, dass es für Titz spricht, immerhin diesen typischen ‚Trainerwechselimpuls‘ wieder wirksam gemacht und grundsätzlich das Fußballspielen an sich wieder zur konzeptionellen Zielsetzung erhoben zu haben.
    Davon hatte sich Gisdol ja von selbst schon Ende der Saison 2016/17 verabschiedet, bei Hollerbach war es erst garnicht Thema.
    Die Mannschaft versucht nun Fußball zu spielen; etwas selbstverständliches also… und meist VERSUCHT sie es.
    Beim HSV reicht inzwischen schon allein der Versuch und die Absicht für Jubelstürme im Umfeld.
    Dass es ein anderer Trainer mit diesem Kader besser viel könnte, darf aber zumindest bezweifelt werden.
    Allerdings blieb ja auch überhaupt keine andere Möglichkeit mehr.
    Titz hat den absoluten Notfall-Modus für sich und, dass er das Traineramt völlig ohne jeglichen Erwartungsdruck übernehmen konnte. Der HSV war schon abgeschrieben, es gab nichts mehr zu verlieren.
    In solchen Situationen sieht alles gut aus, was über jenes Überlebenskrampfgebolze hinausgeht, mit dem der Dino die Zuschauer zuverlässig quälte.
    Letzte Saison hat Gisdol den HSV auf Platz 18 mit 2 Punkten übernommen und bis zum 28. Sptg. auf den 13. Platz (33 Pkt.) aufgeholt. Da war er der Trainerheld; mit sehr simplem Kampfpressing/Umschaltkonzept.
    Hätte jemand damals Gisdol rauswerfen wollen, wäre er wohl auch medial gelyncht worden.
    Dann gab es den Machtkampf um Lizenz, Neuverpflichtungen, HB’s Sparkurs, Kühnes Bedingungen und die Koalition mit Gisdol etc. sowie 4 klägliche Spiele und ein Waldschmidt-Tor,
    die große „Rettung“, wiedermal …
    Und wie war es 2015/16, als Retter Bruno ganz ohne Fußball zu spielen eine Saison ohne Abstiegsplatz schaffte, bevor er, Didi, Kühne, Struth usw…. ?!
    Die Machtkämpfe beim HSV sind derart pervers, dass es gerade so aussieht, als würde bei einem Abstieg Hoffmann, beim extrem glücklichen Verbleib in der Liga die Wettstein/Peters/Titz Selbstzweck-Koalition diesen ‚gewinnen‘.
    Das ganze ist nichts weiter als eine weitere Variante der Selbstzerfleischung mit leicht verändertem Line up der Darsteller.
    Kein „Neuanfang“, keine wundersame Wiederauferstehung, Kein Plan.
    Es geht immer weiter so abwärts bis ins Grab.
    Hoffentlich sind die bald komplett pleite.

  8. Tretwerk66 8. Mai 2018 um 11:43 Uhr

    Mit Titz immerhin ein Durchschnitt von 1,4 Punkten bei 7 Spielen in einer als bereits hoffnungslos eingetüteten Situation! Mit diesem Schnitt wäre man bei 48 Punkten am Ende der Saison. Also, ich habe in den vergangenen Jahren spielerisch keinen besseren HSV gesehen, höchstens härter und ein bisschen mehr Torgefährlichkeit.Aufgrund der jetzigen spielerischen Entwicklung – aus dieser Sicht nicht mehr das schlechteste Team der Liga – würde ich doch einen Verbleib in der Liga begrüßen, auch wenn es mir wehtun würde als gebürtiger Holsteiner Jung.
    Warten wir´s ab, was Am Sonnabend passiert!

    • Saschas Alte Liebe 8. Mai 2018 um 12:16 Uhr

      Solche Hochrechnungen sind substanzlos, eine Momentaufnahme in außergewöhnlicher Situation, und deshalb erst einmal irrelevant, zumindest vorläufig und in perspektivischer Hinsicht (noch) untauglich.
      Es ließen sich auch bei Labbadia(Hinrunde 15/16) und Gisdol(‚Zwischenspurt‘) Phasen von 5 bis 7 Spielen finden mit sogar noch höherem Schnitt.
      Es muss immer der größere Zusammenhang gesehen werden, die Rahmenbedingungen, Konzeption, Durchlässigkeit, sportliche Strategie, Planbarkeit bzw. Planungssicherheit, wirtschaftliche Perspektive, Kaderstruktur und Aufbau usw. und vor allem die effektive funktionierende Kooperation zwischen den Bereichen.
      Gerade die Trainerfrage kann nie isoliert betrachtet und bewertet werden.
      Die obigen Kriterien zeigen beim HSV ganz überwiegend weitgehende Unklarheiten oder teilweise auch nur Brache.
      Dass es nun schon wieder nur um Personalien-Dispute geht, zeigt die Größe und Tiefe der Problematik.

  9. Peter sein Rucksack 8. Mai 2018 um 12:25 Uhr

    Erinnert m.E. alles sehr stark an Hannover 96 vorletzte Saison. Anfangs total gehypt, am langen Ende reichte es dann doch nicht. Sehe hier gerade extreme Parallelen, nur als Kirsche auf der Sahne der zusätzliche Machtkamp. Hoffe Hoffmann hat heimlich, still und leise schon Dinger eingetütet….Aber halt, ist ja der HSV….

  10. hessenadler1899 8. Mai 2018 um 15:26 Uhr

    @ bloguser

    Hallo Fraund aus dem Norden,

    ihr geht ja stürmischen Zeiten entgegen ! Sieht jedenfalls aus meiner Entfernung so aus.
    Und da ihr mal anfangen solltet, kleinere Brötchen zu backen, hier eine kostengünstige Variante:

    – Vorstandschef Hoffmann
    – Sportdirektor Spors
    – Trainer Titz

    ….

    und wenn ich richtig informiert bin, plant das Duo Spors / Titz eh schon eure kommende Manschaft für Liga zwei !

    Adlergrüße

  11. Hein Blöd 8. Mai 2018 um 18:50 Uhr

    Hoffmann ist, wenn auch Aufsichtsratvorsitzender, so doch nur einer von –
    wieviele waren das noch mal? Fünf? Sieben?
    Auf alle Fälle muss er für jeden Schritt den er plant, auch den eventuellen
    Vorsitz der AG, erstmal eine Mehrheit hinter sich bringen.
    Nicht gerade einfach, möchte ich behaupten.
    Einfach zu sagen „Ihr könnt das alle nicht, ich machs!“ geht nicht, auch
    wenn das in den Jubelblättern so rüberkommt.

    • Holger 9. Mai 2018 um 11:59 Uhr

      Nein. Hoffmann repräsentiert den Mehrheitseigner mit 75%. So ein Unternehmen ist keine Demokratie, wo jede Aufsichtsratsstimme gleich viel Wert ist.

      In „normalen“ Unternehmen hat der, der die 75% hält eigentlich das Sagen. Beim HSV ist man aber leider abhängig vom guten Willen eines deutlich kleineren Anteilseigners 😉

      • Hein Blöd 9. Mai 2018 um 16:37 Uhr

        Mmmh…
        Tut mir leid, darüber finde ich nichts im Aktiengesetz.
        Kannst Du mir da bitte eine Quelle nennen welche diese Behauptung stützt?

        Ich mein ja nur, in dem Fall bräuchte die FAG ja gar keinen Aufsichtsrat, wenn der Hoffmann eh alles alleine bestimmen kann.

  12. Michael 9. Mai 2018 um 09:09 Uhr

    Ich hoffe sehnlichst, diese übelriechende Blase platzt und schleudert alle Blutsauger weg. Je länger es dauert, umso größer werden meine Befürchtungen, dass es auf ein „Weiter So Release 2.0“ oder ein „Weiter So light“ hinausläuft.
    Je höher die Klasse, um so wahrscheinlicher und schlimmer, daß es so eintritt. Per se wird erst mal nichts besser in der Zweiten Bundesliga. Der Sturz aus dem Ligafußball hätte zwangsläufig Erneuerungsprozesse in Gang gesetzt, so entsteht erst mal kein Druck auf die Juwelensaniertrainer-Gruppe. Dieses unheilvolle Triumvirat, das sich gerade mit Ringloben gegenseitig in Position bringt.
    Warum ich so pessimistisch bin und mich nicht an Pseudoerfolgen wie einzelnen (glücklich!) gewonnenen Spielen hochziehe? Weil die üblen Vögel da sind und wir sie doch sehen können in ihrem Strampeln ums unnütze, aber fette Überleben. Wie die Parole „direkter Wiederaufstieg“ ausgegeben wird z.B. Demut gelernt? Fehlanzeige. Keinen Arsch in der Hose, aber La Paloma pfeifen. Der HSV, wie iihn die Republik nicht mehr liebt.
    Titz hat nichts substantielles geliefert, drauf gepfiffen, ob jetzt mal der Ball ein wenig länger geführt und gepasst wird. Drauf gepfiffen, wie schlecht der Kader ist und mit wieviel Unverstand und Einflussnahme zusammengekauft. Ich sehe keinne Handschrift, nach dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt stand dort wieder Hänschen Ratlos. Wie seine Vorgänger.
    Der Kader erfordert eine radikale Umstrukturierung unter Leitung eines Sportdirektors und Trainers mit Sachverstand. Ohne Moos nichts los…gute Leute werden nicht kommen. wir werden noch unser blaues wunder erleben, was den Kader anbetrifft bzw. wer nächste Saison noch beim HSV rumdilettiert. Kaum einer der Graupen ist verkäuflich, etliche haben langfristige Verträge. Megabomber Lasogga noch bis 2019! Hoffentlich werden wenigstens keine Verträge verlängert, sicher kann man sich da auch nicht sein.
    Falls ich überhaupt ein Licht am Ende des Tunnels sehe, dann ist es der uns entgegenkommende ICE.

  13. Holger 9. Mai 2018 um 10:42 Uhr

    Warum haken hier eigentlich so viele auf Titz rum? Der Kader ist so kacke, da kann keiner Wunder vollbringen. Wobei Titz schon ein kleines „Wunder“ gelungen ist, in dem er nach nur einer Woche im Amt schon „Fußball“ spielen ließ.

    Wenn es einen gibt, der überhaupt keine „Schuld“ an dem Abstieg und der finanziellen Situation trägt, dann ist das Titz.

    Und natürlich ist deutlich eine neue und andere Handschrift unter dem Trainer zu erkennen.

    Ob er damit der „richtige Mann“ für den Aufbau einer neuen Mannschaft ist, kann ich nicht sagen und hängt sicher auch von dem (hoffentlich dann vorhandenen) Konzept einer neuen sportlichen Leitung ab, aber ihn zu kritisieren halte ich für falsch. Der Mann hat immerhin den Mut gehabt, statt weiter zu „wurschteln“ und Bälle Langholz zu kloppen, zu versuchen Fußball zu spielen.

    • Gravesen 9. Mai 2018 um 11:04 Uhr

      Das ist weder ein „Gehacke“ noch sonstwas, sondern einzig und allein der Versuch, die aktuelle Situation ohne Fanbrille und ohne den Gedanken „Das hätte ich jetzt aber gern“ zu betrachten. Ob man das, was Titz da gerade spielen lässt (vielleicht Ausnahme das Schalke-Spiel) als Fußball bezeichnen kann, darüber gehen die Meinungen auseinander

      • Holger 9. Mai 2018 um 11:45 Uhr

        Nö, Grave! Da können die Meinungen nicht auseinander gehen. Es ist eindeutig eine andere Philosophie. Vor allem was das Aufbauspiel anbelangt. Und damit eben auch der Versuch „Fußball“ zu spielen.

        Das macht aus einem Esel aber eben auch kein Rennpferd und aus einer Fußballmannschaft, die seit Wochen verloren hat, völlig untauglich zusammengestellt ist und weit überbezahlte und unterqualifizierte Spieler in ihren Reihen hat, keinen Meisteranwärter.

        Du hast doch selber lang genug gekickt, um zu wissen, wie schwierig es ist Veränderungen in einem Team herbei zu führen. Erst recht auf dem Niveau „Bundesliga“, wo die Gegner leider auch ein bisschen kicken können. Titz versucht anders spielen zu lassen … Das wirst Du doch nicht ernsthaft bestreiten?

        Kann es sein, dass Deine Objektivität in Sachen „Titz“ darunter leidet, dass er ein „Peters“- Mann ist und einen Deiner Lieblingsspieler (Mister Duracell) wieder aktiviert hat?

        Auch kann ich überhaupt nichts Negatives daran sehen, dass er versucht über das „Sprungbrett“ HSV- Aushilfstrainer beruflich als Profitrainer Fuß zu fassen. Was erwartest Du? Soll er in Interviews sagen, dass er eigentlich nur für die Regionalliga taugt? Erwartest Du da nicht ein bisschen viel Altruismus von jemandem, der sein Geld als Fußballtrainer verdient?

        Zwischen der „rosaroten Wünsch- Dir- was- Brille“ und der „ist- doch- alles- Scheiße- Brille“ liegt irgendwo die objektive Bewertung von Fakten. Fakt ist, unter Titz wird anders Fußball gespielt, Fakt ist auch, nicht unbedingt erfolgreicher als vorher.

        • Gravesen 9. Mai 2018 um 13:07 Uhr

          Doch, kann ich behaupten. Und nun ?

          • Sag' Tschuess Dino 9. Mai 2018 um 13:24 Uhr

            Gank offen, Holgers Eindruck ist kein Einzelfall. Was sollte Titz so schnell reissen können, nachdem die belastungsgesteuerten unter Gisdol totale Trainingsdefizite hatten, wie schon Hollerbach feststellen mußte?!

  14. Ex-HSVer im Herzen 9. Mai 2018 um 11:21 Uhr

    Guter Blog! Vor allem, weil er etwas anspricht, was mich schon seit einiger Zeit ziemlich ankotzt. Dieser neue Trainer bringt die Mannschaft langsam auf ein Level, was man als völlig selbstverständlich und einigermaßen normal ansehen kann. Das hat gar nichts von „super“, „toll“ oder sonstwas zu tun. Aber der einfache Pöbel verliert nun mal die Relationen aus dem Auge. 50% Qualität sind doppelt so viel wie die vorigen 25 %. Aber immer noch meilenweit entfernt von dem, was man guten Fußball nennen kann.

    Und dass er sich in dieser Situation so in der Presse äußert entlarvt ihn auch nur als einen von diesen opportunistischen Schwätzern in der Fußball-Szene. Und er leidet unter der gleichen Krankheit wie so viele in unserer Gesellschaft: Selbstüberschätzung!!! Was ist das bitte für eine respektlose Äußerung dass er sicherlich nicht mehr zur U23 zurück geht. Als wenn das ein schlechter Job ist. So eine Pfeife hat nichts in der ersten und zweiten Liga zu suchen!

    PS: wie kann man bitte vor so einem entscheidenden Spiel am Montag trainingsfrei geben! Unfassbar!!!!

  15. Gravesen 9. Mai 2018 um 16:46 Uhr

    Mal zur Erklärung: Man darf hier seine eigene Meinung äußern, damit habe ich absolut kein Problem. Wenn man allerdings meint, mich in meinem eigene Blog, den ich kostenlos zur Verfügung stelle, dumm von der Seite anmachen zu müssen, fliegt man raus. Und zwar sofort und auf Dauer.

  16. vsabi 9. Mai 2018 um 16:53 Uhr

    Ich sehe es ähnlich, dass Titz eine Mannschaft von 25% Leistung auf 50% bekommt. Dies darf nicht ausreichend für eine Bundesligamanschaft sein, nicht bei diesem Gehaltsnivau. Aber interessiert sich noch bei diesem Verein , einer für Leistung. Die Spieler sind mit ihrem Ego beschäftigt und geraden fast in Panik, keinen neuen Verein zu finden. Dierkmeier heute in der BLÖD, macht sich Gedanken nach der Saison und will sich dann mit seiner Frau abstimmen. Wo, Herr Struth sind die vielen Anfragen aus der PL ? Diese primitive Masche könnten sie bei dem Versager Todt und dem Totengräber Beiersdorfer und seinem unfähigen Nachfolger Bruchhagen anwenden.
    Müller, der Torjubler hofft auf eine Vertragsverlängerung, hat man schon vergessen, wie Müller den Verein erpresst hatte.
    Noch ist der Bär nicht erlegt und schon bringen sich die Leichenflätterer in Stellung. Der charakterlose Peters setzt alles auf eine Karte und bringt sich als Sportvorstand ins Gespräch, zu einem Zeitpunkt der total überflüssig ist. Dieser Typ immer in Hintergrund aber ständig am Absägen von anderen Personen.
    Wettstein ein Bauernschlauer und Typ Hütchenspieler lehnt im Falle eines Aufstiegs von Kiel, eine Vermietung des HSV Stadion ab, denn im Falle einer Relegation und Niederlage des HSV, rückt der Verlierer nach, weil die Mafia DFL , Kiel aufgrund des Stadion keine Lizenz erteilt.
    Die Machenschaften beim HSV sind so erbärmlich, hoffentlich findet dies am Samstag ein gerechtes Ende………ABSTIEG

  17. tani1977 9. Mai 2018 um 18:09 Uhr

    also,wenn ich allein heute schon wieder den artikel über ito gelesen hab..und dieses ärgern über das „geklaute“ Tor..dann frag ich mich manchmal,was für ne Sichtweise da an den Tag gelegt wird…geklaut wäre es,wenn man ein absolut reguläres tor nicht anerkannt hätte…aber das war halt ,wenn auch knapp,abseits..aber abseits ist abseits,egal wie knapp es ist..und wie war das eigentlich mit dem 1:1 in Leipzig, hatte man da nicht von ner eigentlichen Fehlentscheidung profitiert..

    dass jetzt teils der evtl. Abstieg an diesem einem Tor festgemacht wird und jeder dann noch sagt, der HSV hätte natürlich danach klar das spiel gewonnen.das weiss man doch nicht…die eintracht hat sich auch öfters nach rückständen berappellt….

    es nervt einfach nur noch..und dass Titz jetzt zum Welttrainer hochgepusht wird,ist auch sehr unverständlich..er holt vielleicht aus der Trümmertruppe noch das Beste raus,okay…aber spielt sich,meiner meinung nach,auch wieder zu sehr in den Vordergrund, bei Presseterminen etc

    • Holger 9. Mai 2018 um 20:55 Uhr

      Da haste Recht! Das mit dem Tor ist völlig „gaga“. 1. Ist auch ein Zentimeter Abseits und 2. hat man den Abstieg nicht in Frankfurt klar gemacht. Da gab es viele Spiele vorher.

      Diesen ganzen Blödsinn können wir mal komplett vergessen. Ich habe mich schon darüber geärgert, dass letzte Woche so getan wurde, als hätte Freiburg mit 11 Mann das Spiel noch gedreht. Genau so wenig ist davon auszugehen, dass die Eintracht sich zwangsläufig von einem 0:1 nicht erholt hätte. Das passt er zu dem durchgeknallten Verschwörungstheoretiker aus Freiburg.

      Die Medien brauchen halt irgendwie „Drama“ haben und versuchen die Bundesliga schön zu (be-) schreiben. Schließlich leben sie von dem Produkt. Ich habe es neulich schon mal geschrieben, der der HSV ist immens wichtig für das Produkt Bundesliga und für die Medien. Der einzige wirkliche „Aufreger“ in dieser langweiligen Fußball- Show.

      Die verantwortlichen Trainer und Spieler täten aber gut daran die Dinge mal gerade zu rücken und nicht in Streich- Manier über vermeidliche Ungerechtigkeiten zu jammern. Fehl- und Interpretationsentscheidungen hat es schon immer im Fußball gegeben. Wer nach 34 Spieltagen absteigt, steigt nicht wegen solcher Entscheidungen ab, sondern weil er einfach schlechter als 16 andere Teams war!