…und immer wieder die gleiche Geschichte.

Ehrlich, ich bin müde. Und ich kann sogar erklären, was mich so müde macht. Es ist diese Unfähigkeit, aus Fehlern zu lernen. Immer wieder die gleichen Geschichten und immer wieder die gleichen Fehler. Wie oft ist es dem HSV allein in den letzten Jahren passiert, dass man am Saison-Ende mit einem Trainer irgendwie erfolgreich war, was beim HSV bedeutet, dass man mit knapper Not dem Abstieg entronnen ist? Wie oft hat man daraufhin den Platz gestürmt und dem jeweiligen Übungsleiter eine überlebensgroße Statue direkt neben Uwe’s Mauke versprochen? Und wie oft ist man dann mit exakt dem Übungsleiter, der dann auch immer seine Stimme bei Neuverpflichtungen abgeben durfte, in die nächste Saison-Vorbereitung und in die nächste Spielzeit gegangen, um ihn bereits vor dem 10. Spieltag und nach dem nächsten Fehlstart zu feuern? Und wie oft konnte man dann, zu diesem Zeitpunkt, von den sogenannten „Experten“ hören/lesen, dass es ein Fehler war, den Retter der letzten zum Erneuerer der neuen Saison zu machen? Wie oft?

Aber ich mache gern noch weiter. Wie oft konnte man lesen/hören, dass es nun dieser Trainer sei, der den entwicklungstechnischen Quantensprung herbeiführen würde? War es einmal der legitime nächste Bayern-Trainer Fink, war es einmal der Motivator Labbadia und war es beim nächsten Mal der Konzepttrainer Gisdol. Immer und immer wieder konnten Fans und „Experten“ in dem jeweiligen Hoffnungsträger etwas erkennen, was sich im Anschluss als heiße Luft rausstellte.

Ich habe mit dem Versuch einer Analyse des Herrn Titz etwas getan, von dem ich denke bzw. hoffe, dass es die Verantwortlichen im Volkspark auch tun, nämlich die Arbeit eines Mitarbeiters leidenschaftslos zu betrachten. Unglücklicherweise ist diese Leidenschaftslosigkeit nicht allzu viel Leuten gegeben, denn allein der Versuch einer neutralen Analyse wird tatsächlich als Hetzerei oder Rumgehacke interpretiert und ich frage mich manchmal, ob ich eigentlich im Kindergarten gelandet bin. Und dann der Höhepunkt – man konfrontiert mich mit der Auffassung von sogenannten Experten, die eine Meinung vertreten, soll ich darüber eigentlich lachen oder weinen?

Soll ich an diese sogenannten Experten erinnern, wie sie über Verpflichtungen von Spielern wie Lasogga, Halilovic, Mavraj, Papadopoulos, Ekdal, Berahmi, Hahn, Kostic und und und gejubelt haben, während ich bereits vor den Vertragsunterschriften geschrieben habe, was ich davon halte? Soll ich daran erinnern, wie diese „Experten“ geschrieben/erzählt haben, welch Wunderdinge Trainer wie Gisdol, Zinnbauer, Hollerbach und und und hier vollbringen werden? Soll ich nochmal Texte rausholen, in denen Würdenträger wie Beiersdorfer (Das Herz des HSV), Hilke (der findige 44-Jährige), Gernandt (endlich Weltklasse im Aufsichtsrat), Wettstein (Der HSV-Sanierer) und und und abgefeiert wurden? Im Ernst jetzt?

Wann lernt ihr eigentlich endlich aus euren Fehlern? Wann begreift ihr, dass all die Jubelmeldungen über all diese Personen lanciert und gesteuert werden? Wann rafft ihr, welches Spiel Berater und Journalisten zusammen spielen? Wie lange muss ich diese Scheiße hier eigentlich noch machen??? 

Es geht überhaupt nicht darum, Christian Titz anzupinkeln, aber es geht darum, endlich einmal die richtige Entscheidung für diesen Verein zum richtigen Zeitpunkt zu treffen. Denn eines sollte jedem klar sein: Dies ist die letzte Patrone. Sollte die nächste Saison erneut in die Hose gehen, ist es vorbei mit diesem Verein, dann geht es im Fahrstuhl nach unten. Und eben genau aus diesem Grund sollte endlich einmal das Gefühl hinten angestellt und im Detail analysiert werden. Der HSV kann es sich einfach nicht mehr länger leisten, den nächsten krassen Fehlgriff zu tätigen, weil es einigen Personen in ihren persönlichen Plan passt.

Zur Zeit erinnert mich vieles beim HSV an einen Film, den ich mehr als 50 Mal in voller Länge gesehen habe. Ich nenne es „das Titz-Prinzip“.

„“Ich sage, du bist der Messias. Und ich muss es wissen, denn ich bin schon einigen gefolgt“

„Dieser Mann ist ein Ungläubiger. Verurteilt und tötet den Ketzer“

Jetzt mal ohne Scheiß: Wie sehr muss man eigentlich jemandem ins Hirn geschissen haben?

…und die werden, so befürchte ich, weiter getroffen. Und von den vielen Fans und Mitgliedern wird keiner gefragt ob es richtig oder falsch ist. Es wird leider keine Abstimmung unter den Mitgliedern geben, wenn es um Entscheidungen wie Trainer oder Spielereinkäufe geht. Bei Spielereinkäufen wäre es auch zu zeitaufwendig und der Spieler könnte schon woanders unterschreiben. Aber bei dem Trainer könnte ich mir so etwas schon vorstellen. Wäre für den jeweiligen Trainer vielleicht auch mal ein Anreiz seine Ideen zu überdenken.

Nur mal so als Gedankenanstoß – kann auch völlig falsch sein

Wofür halten sich solche komplett verstrahlten Frührentner und Kleingarten-Besitzer eigentlich? Aber eines kann man an derart hirnrissigen Äußerungen erkennen: Die gezielte Propaganda der Herren Wettstein, Peters und Titz wirkt und Hoffmann wird bereits jetzt zum „bösen Buben“ gebastelt“, noch bevor er die erste Entscheidung gefällt hat. Dabei waren es genau diese Vollidioten, die noch im Februar etwas von „Treppe von oben nach unten fegen“ und „feucht durchwischen“ gelabert hatten. Klar soll gefegt werden, aber es sollen doch bitte nur die gefegt werden, die nicht in der Lage waren, die Medien für ihre eigenen persönlichen Zwecke zu benutzen. Herrgott, diese Dummheit. Immer wieder diese unfassbare Dummheit.

 

 

Von | 2018-06-02T17:33:51+02:00 10. Mai 2018|Allgemein|76 Kommentare

76 Comments

  1. Halmakenreuther 10. Mai 2018 um 07:47 Uhr

    Das größte Kapital des HSV, ist die Dummheit seiner Fans. Es läuft immer wieder auf diesen Satz hinaus.

    Man möge nur mal in diese völlig verblödeten, gedankenlosen Gesichter schauen und sich anhören, was die so absondern:
    https://www.youtube.com/watch?v=2vG-lLa0B6U

    Erinnern einen wirklich an irgendwelche Klofliegen, die immer wieder gegen die Scheibe fliegen, obwohl sie schon 100 Mal zuvor dagegen gescheppert sind.

    Und Respekt, dass Sie immer noch von einer „letzten Patrone“ sprechen. Für mich wurde die schon vor Jahren verschossen, der Verein stolpert und kriecht doch nur noch umher wie ein angeschossenes Wildschwein. Ein Nichtabstieg (Gott bewahre) würde es nur noch schlimmer machen und wenn man die Zeichen rund um den Verein richtig deutet, wird selbst ein Abstieg für keine entscheidenden Änderungen sorgen. Weil er auf Raten kam und ihn sich alle rund um den Club schon lange schön geredet/gesoffen haben, inkl. dem Vergessen, wer eigentlich dafür verantwortlich ist. Wie gesagt, Klofliegen…

    • Ex-HSVer im Herzen 10. Mai 2018 um 12:25 Uhr

      Heilige Mutter Gottes!!! Was für ein asoziales Pack! Die saufen ja so viel Alkohol, dass es eine Woche dauert bis er abgebaut ist und deswegen sondern sie auch so eine Scheiße unter der Woche ab.

  2. Kevin allein in Hamburg 10. Mai 2018 um 08:35 Uhr

    Und wenn es so kommt wie es kommen muss sind beim HSV immer die anderen Schuld.
    Thema Papierkugel usw usw…………………………………

  3. Manfred Laugwitz 10. Mai 2018 um 08:52 Uhr

    Ach herrje, Mitbestimmung beim HSV durch Vollpfosten. War da nicht einmal etwas?^^ Nee, der Verein ist durch!

  4. Gravesen 10. Mai 2018 um 09:15 Uhr

    Schröder bleibt in Mainz! – Sportvorstand sagt dem Hamburger SV ab #HSV

    • Mosche 10. Mai 2018 um 10:05 Uhr

      für mich sowas von klar!
      das wird Alles intern gelöst und Titz wird auch Trainer bleiben, ist mein Eindruck.
      Der HSV ist so handlungsunfähig, dass Qualität sich den Verein genau anschaut und dann absagt.

      Titz hat auf jeden Fall mehr Qualität als Bruno oder Hollerbach, ganz zu schweigen von Gisela.
      Deshalb sollten wir aufhören zu träumen, weil die letzte Patrone längst verbraucht ist. Der HSV geht Samstag in Liga 2 und wird von den Verantwortlichen direkt zum Abstiegskandidaten geformt. Bernd H. müsste sein Posten schnell wieder räumen und weiter geht das Schauspiel. Deshalb holt er sich noch den Vorstandsvorsitz, damit er nochmal 2 Jahre dranhängt. Mit VIEL Glück bleiben wir bis 2020 in Liga 2.

      • Gravesen 10. Mai 2018 um 10:16 Uhr

        WARUM hat Titz mehr „Qualität“ als die anderen Trainer? Wegen 3 Siegen aus 7 Spielen? Weil er spricht wie Boris Becker? Oder weil du gern möchtest, dass er mehr „Qualität“ hat? Wach doch endlich mal auf, meine Fresse nochmal.

      • Ex-HSVer im Herzen 10. Mai 2018 um 12:28 Uhr

        Auch meine Frage: wieso hat Titz mehr Qualität? Das, was er macht, ist absolut normal und er hat das Glück, gegen Mannschaften gewonnen zu haben, die nicht oben mitspielen. Ausser Schalke, die nachweislich unter Drogen standen

    • Volli 10. Mai 2018 um 10:19 Uhr

      Das einzige was bei den unfassbar inkompetenten Blendern funktioniert ist ihre Propagandamachinerie! Diese Leute hätten sich besser einen Job in der Politik besorgt, da wird allerdings nicht so gut bezahlt! Ich lass mich gerne nach einem Abstieg überraschen, aber Hoffmann hatte scheinbar von Anfang an keine reelle Chance. Gegen Intriganten, deren Hofpresse und eine manipulierte Fangemeinde ist man machtlos.

      • Ex-HSVer im Herzen 10. Mai 2018 um 12:29 Uhr

        Mein Reden! Wäre Hoffmann dieser eloquente und fähige Manager, hätte er niemals diese Kandidatur zu dem Zeitpunkt und dem Umfeld gemacht

    • holly 10. Mai 2018 um 13:59 Uhr

      das der sich überhaupt mit einer anfrage beschäftigt hat, verwundert einen doch sehr

  5. Michael 10. Mai 2018 um 10:05 Uhr

    Man muss keinen Prophetenlehrgang besucht haben, um bestimmte Dinge vorhersagen zu können. Wie sagst Du immer wieder? “ Eins und eins zusammenzählen“, genau beobachten und die Schlüsse ziehen.
    Gute Leute gehen nicht zum HSV. Es wäre an der Zeit, mit Talenten zu arbeiten, die den HSV als Sprungbrett nutzen wollen. Nicht nur Spielern! Was aber nicht geht, denn die arrogante Denke á la „der HSV ist kein Ausbildungsverein“ steht dem entgegegen. Es ist doch noch nicht einmal eine klare Philosophie implementiert.
    Der Abstieg in Liga II wird nicht genug Veränderungen, personell wie in der Denke, in Gang setzen. Das war´s noch lange nicht für den HSV.

  6. Gravesen 10. Mai 2018 um 11:08 Uhr

    Einen Punkteschnitt nach 7 Spieltagen zu berechnen.
    Einem Trainer irgendwelchen Mut zu attestieren, wo ihm doch nach Gisdol und Hollerbach gar nichts anderes übrig geblieben war.
    Irgendwelche „Entwicklungen“ zu erkennen, die es nicht gibt.
    .
    Verarschen kann ich mich auch allein. Aber bitte,fallt auf die Propaganda rein. Aber nicht in diesem Blog!

  7. Raschi 10. Mai 2018 um 11:19 Uhr

    So sehr ich Deine Arbeit hier schätze und Deine Meinung teile, so sehr liegen wir bei der Beurteilung von Titz‘ Arbeit auseinander. Auch wenn der HSV das erste Spiel unter Titz gegen Hertha verloren hat, so konnte man schon hier Dinge sehen, die es beim HSV so seit sieben Jahren nicht mehr gab: Pässe über fünf Meter, die beim Mitspieler und nicht beim Gegner ankamen, und davon gleich so viele am Stück, dass es der Mannschaft tatsächlich gelang, sich aus Bedrängnis „herauszukombinieren.“ Hinzu kamen so etwas wie „tödliche Pässe,“ die die Abwehr des Gegners ausgehebelt haben. Steinmann wurde reingeworfen und hat sich zum besten Sechser der Saison, wenn nicht seit Diaz entwickelt, Ito wurde wieder von der Bank bzw. der Tribüne geholt, Spieler wurden eher besser als schlechter, das System umgestellt. Es gibt noch einiges mehr, das ich anführen könnte, worum es mir aber geht ist aufzuzeigen, dass mir mein positives Titz-Bild nicht eingetrichtert und ich kein Kampagnen-Opfer bin, sondern lediglich beurteile, was ich auf dem Platz von der Mannschaft sehe und da kann ich sehr wohl eine sehr positive Entwicklung, die ich so unter keinem seiner Vorgänger gesehen habe, erkennen.
    Meiner Meinung nach sollten auch wir damit aufhören zu pauschalisieren und die Fehler der Vergangenheit nicht wie selbstverständlich auf die neuen Leute projizieren. Titz hat keinerlei Schuld an der Misere und man kann ihn so bewerten wie Du, aber auch die Spielweise betrachten und seinen Punkteschnitt hochrechnen. Ich bin auch der Meinung, dass das hypothetisch und damit sinnlos wäre und doch würden wir mit so einer Punkteausbeute gerade um den Einzug in die Euroleague spielen. Mit dieser Truppe!
    Ich weiß nicht, ob sich auch der Titz-Effekt schnell totlaufen würde, aber seine bisherige Leistung bewerte ich trotz des Rückfalls in die Gisdolsche und Hollerbachsche Schietbüdel-Variante immer noch als gut. Es ist absolut richtig und wichtig, die alten, vorhersehbaren Fehler der Vergangenheit endlich abzustellen, aber ein zukünftiger Trainer Schmidt, Hecking, Keller oder Schubert wäre in meinen Augen genau das. Sie haben alle noch nicht viel gerissen, sind alle irgendwie gescheitert, es gibt keinen Grund zur Annahme, dass irgendeiner von ihnen beim HSV besser funktioniert. Titz hingegen hat schon gute Ansätze gezeigt, und zwar bei diesem kaputten HSV.
    Ich mag beispielsweise Hunke nicht, trotzdem kann ich anerkennen und zugeben, wenn er was richtiges sagt. Und genauso geht es mir bei Titz. Mag ja sein, dass ihn Holtby hier angeschleppt hat, mag ja sein, dass sich Wettstein und Peters für ihn aussprechen und auf seinem Rücken ihre kleine Selbstoptimierungs-Kampagne austragen, trotzdem ist und bleibt Titz Arbeit gut. Ich bin dafür etwas mehr zu differenzieren. Die Heckenschützen Wettstein und Peters sollten hier am 13. Mai Geschichte sein, sie haben gezeigt wie sie ticken, ihre persönlichen Belange über die des HSV gestellt und sich damit für eine Tätigkeit beim HSV disqualifiziert. Diese Machenschaften und Machtspielchen darf der HSV nicht mehr dulden, da muss er rigoros sein und sich endlich konsequent von diesen Egomanen trennen. Gleichzeitig aber muss er auch lernen, wirklich gute Arbeit zu erkennen und anzuerkennen. Das sind die beiden Seiten der gleichen Medaille, die gleichermaßen wichtig sind, um hier bzw. beim HSV endlich so etwas wie eine Leistungskultur zu etablieren.
    Man kann die Leistung von Titz ja unterschiedlich beurteilen und darauf basierend zu unterschiedlichen Ergebnissen, was die Sinnhaftigkeit einer Weiterbeschäftigung angeht, kommen, sich von Titz aber mit der Begründung trennen zu wollen, dass sich bisher so ziemlich jede Vertragsverlängerung bei seinen Vorgängern als falsch und Trugschluss herausgestellt hat, wäre eine Lektion, die wir aus der Vergangenheit lieber nicht lernen sollten, weil sie uns den Weg versperrt, Leistung und gute Arbeit anzuerkennen und im Verein bzw. der AG halten zu können.
    Nichts für Ungut also. Ich bewerte die Arbeit von Titz einfach anders und das hat lediglich mit dem, was ich sehe und nichts mit dem Hype in den Medien zu tun. Ich weiß nicht, wie das bei den anderen ist, mir aber kann niemand etwas vorschreiben, ich bin, obwohl ich Pro Titz bin, kein Opfer, ich bilde mir meine Meinung da schon selbst.

    • Gravesen 10. Mai 2018 um 11:29 Uhr

      Eben das ist ja die Kunst der Propaganda. Nämlich, dass man die propagierte Meldung als eigene Meinung wahrnimmt. Aber, wenn du meinst…

      • Raschi 10. Mai 2018 um 11:35 Uhr

        Ich habe Titz‘ „Handschrift“ nach 20 Minuten im ersten Spiel gegen Hertha erkannt und innerlich bejubelt. Da stand noch nichts in der Presse.

        • Gravesen 10. Mai 2018 um 11:37 Uhr

          du ist der Größte

          • Raschi 10. Mai 2018 um 11:52 Uhr

            Ich war nicht der Einzige, der das sehen konnte und gesehen hat.

          • Kobinho 10. Mai 2018 um 12:59 Uhr

            Natürlich kann man einen Trainer nach sieben Spielen nicht als bestmögliche Lösung beurteilen. Aber genauso sollte man ihn nach sieben Spielen nicht „in die Tonne kloppen“. Das ist so unsachlich wie die „Propaganda“ in den Medien.
            Bei Titz ist der Zeitraum zur Beurteilung allerdings größer, denn man konnte sein Wirken schon im Nachwuchs und bei der Zweiten sehen. Letztere hat sich spielerisch signifikant verbessert und sogar günstige Spieler für die Bundesliga hervorgebracht. Eigentlich das, was wir alle wollen. Für diese Sichtweise brauche ich keine Presseerzeugnisse. Ich verfolge diesen Sport lange genug, um mir eine eigene Meinung zu bilden.
            Ich sehe auf dem Trainermarkt keine realistische Alternative, die eine bessere Perspektive verspricht. Natürlich würde ich einen Lucien Favre nicht ablehnen, aber geträumt wurde genug.

        • Ex-HSVer im Herzen 10. Mai 2018 um 13:22 Uhr

          Ich habe im Spiel gegen Hertha auch nix gesehen.

          Leute, er ist Fan von Titz, was doch völlig okay ist. Das braucht man nicht zu kommentieren finde ich.

    • Saschas Alte Liebe 10. Mai 2018 um 11:37 Uhr

      ich finde die Betrachtung von jemandem gestern sehr treffend, dass die Qualität des Spiels sich unter Titz verdoppelt habe; von 25 auf 50% Bundesligatauglichkeit. Vielleicht sind es sogar 75%.
      Bei 100% würde es beginnen,ernsthaft Sinn zu machen, vorauseilend positiv zu werten.

    • Ex-HSVer im Herzen 10. Mai 2018 um 12:32 Uhr

      Was hat sich denn wirklich (!!!) unter Titz geändert, was nicht jeder andere neue auch geändert hätte. Die Jungen spielen lassen? Hätte ich auch. Und dass Pässe ankommen, liegt ja nun nicht wirklich am Trainer. Das Problem ist, dass Fußballprofis heutzutage verwöhnte, sich selbst überschätzende Waschlappen sind. Wenn irgendetwas nicht nach ihrer Nase läuft, spielen sie auf beleidigte Leberwurst und performen nicht mehr. Titz ist 08/15. mehr nicht

    • UliStein 10. Mai 2018 um 13:05 Uhr

      Schmidt, Hecking, Keller oder Schubert sind im Vergleich zu Titz Gescheiterte? Harter Tobak. Die haben ja alle nur Champions League gespielt, Mannschaften entwickelt und Erfolge erzielt.

  8. Saschas Alte Liebe 10. Mai 2018 um 11:31 Uhr

    Vielleicht wiederhole ich mich, das bitte ich zu entschuldigen. Aber Wiederholungen fallen in Sachen HSV ja auch nicht weiter auf.
    Für mich ist Titz‘ Kompetenz für Liga 1 oder 2 noch garnicht wirklich zu beurteilen. Er hat gerade mal sieben Spiele in dieser Position hinter sich, und dafür ist isoliert betrachtet die Bilanz erstmal vergleichsweise akzeptabel. Nicht mehr und nicht weniger.
    Er versucht, wieder mehr Fußball spielen zu lassen, vor allem nach vorne.
    Das ist teilweise ansprechender anzusehen als zuvor, aber noch immer mit deutlich zu wenig Durchschlagskraft. In der Defensive ist der HSV unter Titz nicht wirklich stabiler geworden.
    Titz hat den Vorteil, zu einem Zeitpunkt eingestiegen zu sein, zu dem es keinerlei Erwartung- und Leistungsdruck mehr gab.
    Nun, nachdem es wieder eine theoretische Chance auf einen Klassenerhalt gibt, befinden sich Verein, Umfeld, Mannschaft und Trainer in einem unschwer erkennbaren Extremfallmodus;
    vieles scheint möglich. doch sicher ist, dass dieser Modus nicht anhaltend oder übertragbar sein kann; siehe Hochrechnung der Rückrunde 2016/16 auf die gerade zu Ende gehende Saison.
    Dies, also dieser Extremfallmodus, war auch schon häufiger der Fall und die Erfahrung zeigt doch, wie wenig Aussagekraft das für die längerfristige Arbeit hat und haben kann.
    Auch unter Fink, Labbadia oder Gisdol gab es Phasen von 5 bis 10 Spielen mit einem vergleichbaren Punkteschnitt.
    Darüberhinaus wird sich der Kader in Kürze sehr deutlich verändern; es wird einige nicht unwesentliche Abgänge geben.
    Angesichts der wirtschaftlichen Zwangslage wird es kaum möglich sein, einen neuen Kader nach bedarfsgerecht qualitativen Kriterien zusammenzustellen. Man wird nehmen müssen, was eben ohne Geld zu haben ist. Und man wird beinahe jeden verkaufen müssen, der verkäuflich ist.
    Dies sind selbsterklärend nicht die Kriterien, die einen Verbleib in der Bundesliga oder einen Wiederaufstieg aus Liga 2 als Perspektive und Ziel rechtfertigen können, ganz nüchtern betrachtet.
    Nüchterne Beurteilung der Lage ist ein weiteres Kriterium.
    Auch, ob die Herren Peters und Spors überhaupt in der Lage sein können, zumal unter den gegebenen Umständen, einen tauglichen Kader zu bauen, ist eine weitere offene Frage.
    Dass es in der Regionalliga mit der U23/U21 funktionierte hat wenig Aussagekraft für BL oder 2.Liga, ist nur punktuell übertragbar, Voraussetzungen, Anforderungen und Umstände sind weitgehend andere, in vielerlei Hinsicht.
    Ganz grundsätzlich bedarf es für eine erfolgreiche Arbeit immer ein gemeinsam effektiv ineinandergreifend arbeitendes Team kompetenter Leute.
    Alle Beteiligten müssen jederzeit korrelierend in eine Richtung zusammenarbeiten.
    Gezänk, Machtgerangel und vorrangig egoistische Motive sind zuverlässige Negativkriterien und wirken sich sehr direkt störend bis verhindernd aus.
    Ob und welche Voraussetzungen gegeben, machbar und welche Kriterien erfüllt sind, mag sich jeder selbst fragen.
    Aussichten,Annahmen und Vermutungen können natürlich angestellt werden.
    Die Realität aber wird es dann später beantworten können.

  9. Kevin allein in Hamburg 10. Mai 2018 um 12:28 Uhr

    Insgesamt fällt das Niveau heute stark ab in diesem Blog.
    Grave respektiert auch andere Meinungen. Also respektiert auch seine.
    Soll das gegenseitige ankacken hier das Niveau von dem Blog dessen Namen wir nicht nennen erreicht werden ???

    Musste mal gesagt werden.

    Sorry

    • Kobinho 10. Mai 2018 um 13:03 Uhr

      Wurden Posts gelöscht?
      Ansonsten ist doch nur zu sehen, dass unterschiedliche Meinungen zum Trainer vernünftig ausgetauscht werden.

  10. Ex-HSVer im Herzen 10. Mai 2018 um 12:45 Uhr

    Das, was beim HSV und seinen Anhängern passiert erinnert mich an Deutschland anno 1933. Jubeln ohne Peilung. Nach Jahren des Niedergangs und des persönlichen Leidens wurde ein Mann als Messias gefeiert und gewählt, der nur durch gezielte Propaganda zu einem kompetenten Führer mit glorreicher Zukunft gemacht wurde. Das Volk war so unten, dass es jedem Mini-Erfolg dürstend aufsaugte und feierte. Dabei war er völlig inkompetent und ein größenwahnsinniger Psychopath (hmmm..: komisch, erinnert mich an einige beim HSV). Die breite Masse hat nie verstanden, dass der Erfolg in den Jahren 1934-1941 nur auf Pump geschah und dass die starke Wirtschaft das Ergebnis der Kriegsplanungen war und kein organisches, gesundes Wachstum.

    Das gleiche passiert beim HSV. Nur die substanzlosen Kredite einer suspekten Bank und vorgezogene Einnahmen lassen diese Bruchbude am Leben. Und keiner kapiert es.

    Bitte Gladbach: nur noch einmal die Hausaufgaben machen!!!

    • Saschas Alte Liebe 10. Mai 2018 um 13:25 Uhr

      ich hoffe, du meinst diesen Vergleich nicht wirklich ernst ! Aber auch im Spaß, möchte ich meinen, verbietet er sich. So etwas ist respektlos und despektierlich gegenüber Millionen von Naziopfern.
      Hier geht es nicht um historische Verbrechen, sondern lediglich um den Niedergang eines maroden Fußballvereins, wobei ein paar tausend Fans einfach nur um ihr liebstes Freizeitvergnügen fürchten. Nicht wirklich wichtig.
      Voll daneben also !
      Für Vergleiche betreffend medialer Beeinflussung und massenhafter Propagandaopfer bietet die gegenwärtige politische, kulturelle, soziale oder sportliche Lage sicher ausreichend bessere Beispiele von gleichwertigem Rang.

      • Jakob 10. Mai 2018 um 15:18 Uhr

        Ich bin da ganz bei dir Ex-HSVer. Die Verdummung und die Gier ist in allen gesellschaftlichen Schichten zu beobachten – durch die Zwangsgebühren-, Privatsender und Axel Springer und Spiegel erreicht. Dümmste Shows bis zum Erbrechen, Schuld sind immer die Russen – und das alles statt Aufklärung. Ich meine nicht nur Politik. Wobei Novychok ist das beste Beispiel. Russe war Schuld. Und es stellt sich raus nix da. Alles Kriegsprovokationen.
        Football Leaks sind raus und was machen wir alle hier? Diskutieren über HSV statt auf einer Website den totalen Boykott der Fussball-Mafia zu fordern. Während dessen überweisen Merkelisten 80Milliarden Steuergelder an die Banken.
        Die völlige Verblödung der Bevölkerung ist im vollen Gange.
        Warum werden woll progressive Journalisten oder Aktivisten wie Grave, Jovanov (im Sport) ignoriert oder gar verleumdet und bedroht? Nix von Football Leaks im Kicker oder Sportstudio. Müsste eigebtlich tag täglich laufen bis die Mafia im Knast sitzt. Stattdessen – WM-Käufer Beckenbauer von der Bildfläche verschwunden. Das hängt alles zusammen!

      • Ex-HSVer im Herzen 10. Mai 2018 um 16:18 Uhr

        Den Vergleich meine ich sehr ernst. Denn es geht im Kern darum, dass mediale Beeinflussung 1933 genauso den Pöbel beeinflusst hat wie heute. Und dass im Falle von „ganz unten“ nach dem erstbesten Strohhalm gegriffen wird statt Dinge kritisch zu hinterfragen. Das hat mit Naziopfern etc. nichts zu tun. Es geht um den Kern.

        Schau dir doch mal das völlig ungefilterte Jubeln an, dass mit Titz jetzt verlängert wird. Zwei Tage vor so einem Spiel ohne Sinn und Verstand. Das ist doch alles nur noch traurig

        • Saschas Alte Liebe 10. Mai 2018 um 16:54 Uhr

          Mir geht es nicht um das Prinzip der Beeinflussung, da gibt es unzweifelhaft eine Menge Ähnlichkeiten. ich weiß, was Du meinst.
          Es ist nur falsche Beispiel. Wenn ich A mit B vergleiche, tue ich dies logischerweise auch andersherum.
          bei dem Einen geht es um die Öffentlichkeitsbeeinflussung im Fußball/Sport/Show und Kommerzbereich. Ein Großteil der Konsumenten weiß darüber, will es aber nicht hören bzw. auf diese Unterhaltungsshow verzichten.
          Beim anderen ging es um die Ausrottung ganzer Völker, die Anzettelung eines gigantischen Weltkrieges und viele Millionen Tote !
          Da stimmt einfach das Maß nicht, der Vergleich ist geschmacklos und viel zu platt.
          Nimm doch einfach einen anderen, dann bin ich bei Dir.

          • Jakob 10. Mai 2018 um 17:47 Uhr

            Sascha, und was passiert aktuell im Nahen Osten und „schon immer“ in Afrika?! Das kannst Du doch nicht im ersnt ausblenden?

  11. Michael 10. Mai 2018 um 12:51 Uhr

    Es ist m.E. noch zu viel Hoffnung bei zu vielen vorhanden. Resthoffnung: vielleicht wird ja alles doch noch gut…es wird wieder Fußball gespielt (schlecht, erfolglos, aber „besser“). Ja, aber 3 mal Null ist immer noch Null. Hoffmann wird es nach der Saison richten…
    Macht Euch frei davon. Guckt Euch das nächste Spiel an und direkt danach die Tabelle. Die lügt nie. Zieht ein Fazit.
    Dann den Saisonauftakt nach 8 bis 10 Spielen.
    Wer dann noch Hoffnung hat, ist ein streng Gläubiger. Mit Vernunft hat das nichts zu tun.