..und es geht weiter!

Passend zum gestrigen Blog kommen immer mehr Details ans Licht. Auch werden immer mehr Einzelheiten bekannt, denn Herr Kühne rechnet ab!

Kühne: Es hat niemals Krach gegeben, sondern wir waren eine Zeitlang bemüht, unsere gegenseitigen Vorstellungen auf einen Nenner zu bringen. Ja, wir waren sogar auf einem sehr guten Wege. Dann hat Hoffmann sich gedreht – offensichtlich sind „Geben und Nehmen“ für ihn Fremdwörter. (Quelle: Sport1.de)

Eine Feststellung, die ich durchaus bestätigen kann. Schon aus Erzählungen aus der Vergangenheit hörte man immer wieder, dass der Mann immer nur so lange charmant sein kann, bis er sein Ziel erreicht hat. So soll er interessierten Firmen und Privatpersonen Logen angedreht haben und nachdem das Geschäft abgeschlossen war, die Gesprächspartner kurze Zeit später nicht einmal mehr gegrüßt haben. Katja Kraus musste dann immer die Schäden in Grenzen halten und den aufgebrachten Investoren erklären, der „Chef sei halt sehr im Stress“.

Aber jetzt kommt es richtig bitter für den Verein, denn…

Fakt ist, dass der Club für die Verstärkung des Zweitligakaders ohnehin keine Darlehen mehr bei Kühne aufnehmen wollte. Mit Filip Kostic, Alen Halilovic und Dou­glas Santos stehen noch drei Spieler im Kader, die der HSV vor zwei Jahren mithilfe eines erfolgsabhängigen Darlehens finanziert hatte. Der HSV müsste die Ablösesummen nur zurückzahlen, wenn er sich innerhalb von sechs Jahren dreimal für den Europapokal qualifiziert hätte.

Was bislang nicht klar war: Verkauft der HSV diese Spieler vor Ablauf der Vertragslaufzeit, geht der Großteil der Ablösesummen zurück an Kühne. Und der besteht auf diese Rückzahlung. Auf Abendblatt-Anfrage teilte Kühnes Büroleitung mit: „Soweit Herr Kühne im Zusammenhang mit Spielerverkäufen der HSV Fußball AG daraus Ansprüche ableiten kann, wird er dies tun, und soweit Darlehen gewährt wurden, auf deren volle Rückzahlung Wert legen.“

Man könnte es auch anders ausdrücken, nämlich: Kühne zieht dem HSV den Stecker. Der Mann möchte ab sofort jeden Cent, der ihm vertraglich zusteht, zurückhaben und zwar unmittelbar. Wie ein Verein, der sich die Lizenz gerade mit einer unsinnigen Vertragsverlängerung mit seinem Vermarkter und einem Kredit bei einer dubiosen Bank erkauft hat, dies stemmen will, bleibt ein Rätsel. Ebenso rätselhaft ist, wie man es Kühne erklären will, warum man einen 22-jährigen Halilovic nach Mailand verschenkt und Kühne damit seine Investitionen  verliert. Ob er sich das gefallen lassen wird?

Im Moment kommt es einem eher so vor, als man sich gerade gegenseitig bescheißt und das alles auf dem Rücken des Vereins. Also nichts Neues. Aber wie sagte Mr. President am Mittwoch doch bei Britta Kehrhahn so schön?

„Ja, und ganz deutlich ja-es geht auch ohne Kühne“ (https://www.ndr.de/903/sendungen/treffpunkt_hamburg/HSV-Chef-Bernd-Hoffmann-im-Stadtgespraech,sendung794062.html

Nun, den Beweis wird er demnächst antreten können…

 

Von | 2018-06-29T07:28:20+02:00 29. Juni 2018|Allgemein|49 Kommentare

49 Comments

  1. Mosche 29. Juni 2018 um 07:37 Uhr

    Im Case HSV ist Kühne halt ein schlechter Investor. PUNKT!
    Gönne Ihm jeden Cent, den er da in den Sand gesetzt hat 🙂
    – es werden noch viele Cents hinzukommen lieber Herr Kühne!!!!

    • Gravesen 29. Juni 2018 um 07:44 Uhr

      Mehr fällt dir dazu nicht ein?

      • Kevin allein in Hamburg 29. Juni 2018 um 08:05 Uhr

        Wenn ich ganz ehrlich bin, fällt mir dazu auch überhaupt nichts ein.
        Außer das Kühne und Hoffmann jetzt ihr wahre Gesicht zeigen ??
        Meiner Meinung nach hat die ganze Stänkerei nichts in der Öffentlichkeit zu suchen.
        Am Ende ist man jetzt so schlau, das man sich von Kühne nicht hätte abhängig machen sollen.
        Aber das wurde ja hier immer explizit erwähnt.
        Alles was jetztt kommt, ist heulen auf hohem Niveau.

      • Mosche 29. Juni 2018 um 08:39 Uhr

        Doch, aber das behalte ich für mich 🙂

  2. Volli 29. Juni 2018 um 08:01 Uhr

    Es zeigt aber auch jetzt das wahre Gesicht von Kühne. Helfen wollte er dem Verein nie, übernehmen wollte er den Club, und das mit Beratern die sich selbst jeden Cent in die eigene Tasche stecken! Mit Hoffmann kam jetzt im Februar ein Mann, den er nicht wie Beiersdorfer fernsteuern kann, und der selbst sehr machtbewußt agiert. Kühne und Hoffmann funktioniert halt nicht! Wenn Kühne jetzt den Stecker zieht, passiert genau das, was hier schon mindestens seit 2 Jahren gefordert wird. Das ein Halilovic jetzt verschenkt wird stößt mir übel auf, denn da dürften trotzdem Handgelder fließen, wer weiß in welche Taschen! 😉

  3. Sven 29. Juni 2018 um 08:16 Uhr

    „Verkauft der HSV diese Spieler vor Ablauf der Vertragslaufzeit, geht der Großteil der Ablösesummen zurück an Kühne. Und der besteht auf diese Rückzahlung.“ – Sehe ich völlig tiefenentspannt. Wenn der Verein fremdfinanzierte Spieler nicht mehr möchte, muss die Fremdfinanzierung eben zurück gezahlt werden. Hätte man sich vorher überlegen müssen. Aber man musste ja unbedingt was tun. Wegen dem besonderen Druck der Medien in Hamburg wahrscheinlich. Und ist ja nur das Risiko des Vereins, nicht das eigene. Danke Didi.

    PS: Ist das nicht eigentlich auch die sauberste Konstruktion, damit das nicht wie eine Schenkung ausschaut? Wenn man das schon so machen muss, anstatt im Rahmen seiner Möglichkeiten auf dem Teppich zu bleiben.

    PPS: Jetzt ist KMK mal richtig zu was gut. Tschüss Kartenhaus!

  4. Peter.Helm 29. Juni 2018 um 08:32 Uhr

    Ich frage mich wie die Herren in den schönen Anzügen im Pool HSV weiter planschen wollen, wenn die Pumpe nur noch abpumpt und nicht mehr zupumpt?

    Aber weil Zahlenmeister W wahrscheinlichlich eine Lizenz ohne Auflagen beschert hat, gibt es keine finanzielle Probleme? Oder Titz hat noch einen Buddy der Geld drucken kann. Ich weiß es nicht. Kühne drückt den ersten Schalter in der Sylvesteralle aus.

    Bei den Fans ist Kühne wohl damit durch, aber das wird wohl nie sein Motiv gewesen sein. Ich vermute er wollte nur das Gesicht eines schnellen Erfolges sein, aber das war ziemlich naiv und der Versuch sehr teuer.

    Ich war echt immer glühender Anhänger, aber was in Hamburg passiert ist nicht mehr zu erklären. Es ist Vorsatz. Es ist ein Verbrechen.

    1 Jahr noch…

  5. Gravesen 29. Juni 2018 um 09:00 Uhr

    Großartig übrigens gerade wieder die Hamburger Medien. Während BILD, Mopo und alle anderen sicher sind, dass Halilovic ablösefrei nach Mailand geht, möchte das Abendblatt eine Ablöse von € 4 Mio. – € 5 Mio. erzielen und somit Becker zum Super-Dealer krönen. Es ist so erbärmlich.

    • Micha 29. Juni 2018 um 17:08 Uhr

      Schätze, dass Halilovic ablösefrei geht, Hoffmann, Becker und Wettstein sich dafür einen Koffer mit 50-Euro-Scheinen teilen können.

      Kühne darf sich darüber ärgern, dass er mit einem kriminellen Verein gedealt hat.

  6. Weltmeister. 29. Juni 2018 um 09:09 Uhr

    Ich will nicht so weit gehen und für den älteren Herren Partei ergreifen, aber mal ehrlich: Was soll dieser Mann noch vom Club halten?
    Mal unabhängig betrachtet von seinen Fehlern: Egal wer an der Spitze stand – Alle haben sie ihn enttäuscht, verarscht und unwürdig behandelt.

    Der eine hat zunächst mal gepflegt auf die Konzeptwünsche der Mitglieder gekackt, die Kohle anschließend teilweise zweckentfremdet und „Communio: All-in“ gespielt. Der andere strotzte vor Arroganz und Selbstgefälligkeit. Trotzdem hat sich der alte Mann wieder breitschlagen lassen die Lizenz zu sichern. Kaum hatte der Club die frische Kohle, versteinerten sich die noch eben freundlichen Mienen. Am Ende erfuhr er aus den Medien, dass die neue Kohle nun lieber aus der Haifisch-Ecke stammen soll, statt von ihm. Hallo? Ohne ihn, dem langjährigen Geschäftspartner würde es diesen verkorksten Selbstbedienungsladen schon lange nicht mehr geben. Und nun das?
    Und zu allem Überfluss soll er jetzt auch noch taten- und klaglos zusehen, wie ein Spieler und somit seine Kohle leichtfertig „verschenkt“ wird? Er soll da rumsitzen und sein Maul halten, wie ich es gestern mehrfach las? Wirklich? Da läuft gewaltig was schief.

    Und mal abgesehen von den Kommentaren, haben die im Club überhaupt versucht den Bengel zum Bleiben zu bewegen? Oder gehen sie wieder den einfachsten Weg und verschenken ihn lieber, statt sich mit ihm auseinanderzusetzen?
    Wäre ich der alte Mann, würde ich erwarten, dass sie dem Begel den Stiefel in die Rosette rammen, auf Vertragserfüllung pochen und ihn auf seinen verdammten Platz im Zweitligakader zurückzuschicken. Erst wenn all das versucht wurde, darf er abgegeben werden. Aber dann würde ich erwarten, dass der Club wie ein Löwe um jeden einzelnen Cent kämpft. Es ist schließlich mein Geld. Das gehört sich alleine schon aus Respekt und Wertschätzung heraus.

    Ehrlich? Von mir würden die spätestens ab heute keinen einzigen Kupferpfennig mehr bekommen.

  7. hessenadler1899 29. Juni 2018 um 09:15 Uhr

    Morgen

    Interessant, dass Halilovic verschenkt wird !

    Aber wäre dass bei Herrn Lassoga nicht auch die bessere Variante ?

    Was der Herr pro Saison verdient, ist doch den anderen Mitspielern in
    der Mannschaft gar nicht vermittelbar.

    Nur mal angenommen, der HSV würde erfolgreicher FÜNFTER
    werden, die letzte Saison hatte Heidenheim (?) 48 Punkte.

    Macht mit seinem Grundgehalt und der daraus resultierenden
    Prämie von 720000 Euro mal eben 4.120.000 Euronen !

    Wenn ein anderer Spieler sagen wir mal zwischen 800000 –
    und 1000000 Euro bekommt –verdient sage ich jetzt besser
    mal nicht – ,also gerade mal ein Viertel, wie es da wohl um die
    mannschaftliche Geschlossenheit aussieht ?

    Gruss

    • Gravesen 29. Juni 2018 um 09:34 Uhr

      Mittlerweile wäre es wahrscheinlich eine vernünftige Lösung, die aber nicht machbar ist. Der Mann verdient beim HSV inkl. Prämien mehr als € 4 Mio.!!!, das ist ungefähr das, was ein Aubameyang in Dortmund vor seiner Vertragsverlängerung bekam. Es gibt keinen Verein auf dieser Welt, der ihm dieses Gehalt jemals wieder bezahlen wird, also müsste ihn der HSV nicht nur kostenfrei gehenlassen, sondern auch noch einen Großteil seines Gehalts übernehmen. Als Zweitligist!
      .
      Dies alles, die Verträge von Spielern wie Hunt, Holtby, Lasogga, Ekdal und und und hat der HSV Herrn Dietmar Beiersdorfer zu verdanken, der mit Vereinsgeldern geworfen hat, als wären es Kamellen beim Kölner Karneval. Er hat (unter)-durchschnittlichen Spielern Verträge auf Champions League-Niveau verschafft und ist selbst mit einer Abfindung von € 3,5 Mio. aus der Vordertür gegangen.
      .
      Vor einigen Tagen war ich auf einer Veranstaltung auf Kampnagel und dort trat dieser Mann auf. Was passierte, als er die Bühne betrat? Beifall!!! Nicht ein einziger Anwesender hat gepfiffen oder „Buh“ gerufen, nicht einer.
      .
      Und genau deshalb sind solche Leute beim HSV möglich. Deshalb war ein Beiersdorfer möglich und deshalb ist ein Hoffmann möglich. Weil sie keinerlei Konsequenzen zu befürchten haben.

      • hessenadler1899 29. Juni 2018 um 09:52 Uhr

        War zwar nicht die Antwort die ich mir erhofft habe, aber Danke trotzdem und schönes Wochenende !

        Mein Tipp für die Weltmeisterschaft wäre entweder England oder Belgien, abgesehen vom gestrigen Spiel schön anzusehen !

  8. Ex-HSVer im Herzen 29. Juni 2018 um 09:16 Uhr

    Das ist alles Provinztheater von Menschen, die weder Stil haben noch wirklich was auf dem
    Kasten haben. Auch Kühne ist für mich ein Lappen, der Papi‘s Kohle geerbt hat und andere dieses Vermögen für ihm vermehrt haben.
    Und Hoffmann war schon ein sich selbst überschätzender, arroganter Versager vor dem
    Herrn in seiner ersten Amtszeit. Ich habe es bereits am Tag seiner Wahl prophezeit, dass GENAU das passiert, was passiert.

    Müsste die DFL nicht mal einschreiten aufgrund der neuen Entwicklungen? Ich wette, in den Lizenzunterlagen wurde einiges gebogen und gelogen. Dieser Verein macht 1:1 weiter so als wenn er in der 1. Liga ist. Dabei wird bald das Erwachen kommen. Zum Beispiel heute, wenn der Spielplan veröffentlicht wird oder man Ende August vergeblich in der Sky-Konferenz HSV sucht.

  9. Matze 29. Juni 2018 um 09:51 Uhr

    Danke Grave! Ist ja alles nicht neu, weil du das Engagement von Kühne schon seit Ewigkeiten ins richtige Licht – oder besser in den Schatten – gerückt hast. Neu ist auch nicht, dass es jetzt natürlich alle schon immer gewusst haben und sich auf Kühne einschießen, also sich natürlich schon seit immer und ewig auf Kühne eingeschossen haben.^^
    .
    Neu ist auch nicht, dass jetzt wo Kühne aller Orts im Fokus der Kritik steht du wieder einmal einer der wenigen bist, der auch hier hinter die Kulissen schaut. Danke dafür!
    .
    Hoffmann-Kühne! Wettstein-Kühne! Und das Titz noch vor kurzem auf Kühne gebaut hat, würde ohne dich wohl erst wieder rausgekramt werden, wenn auch er das Nest verlassen musste.

  10. Kerberos 29. Juni 2018 um 10:11 Uhr

    .
    Sollte es tatsächlich die vom „Hamburger Abendblatt“ veröffentlichte Klausel geben, käme dies für den HSV einem Erdbeben gleich.
    .
    1. Diese „Darlehen“ zur Spielerfinanzierung sind auf Grund des Forderungsverzichts nicht mehr in den Verbindlichkeiten der Bilanz enthalten. Die Verbindlichkeiten des HSV werden sich also entsprechend erhöhen.
    .
    2. Die Forderungsverzichte zu diesen „Darlehen“ wurden bereits in den vorherigen Bilanzen als außerordentliche Erträge bilanziert (um die Verluste zu minimieren). Leben nun diese Darlehen wieder auf, so müssen diese jetzt als außerordentlicher Aufwand verbucht werden und führen somit zwangsläufig zu Verlusten.
    .
    Und dies natürlich erst in der 2.-Liga-Bilanz der Spielzeit 2018/19
    .
    3. Spieler verschenken ist auch keine Lösung. Dann fehlen die Transfer-Erlöse und es bleibt nur der Aufwand aus außerplanmäßiger Abschreibung. Würde man z.B. Kostic verschenken, so müssten € 9.2 Mio Verlust aus außerplanmäßiger Abschreibung in der Bilanz ausgewiesen werden.
    .
    4. Wird hingegen z.B. Kostic für € 9.2 Mio. verkauft, so egalisieren zwar die Transfer-Erlöse den Aufwand aus außerplanmäßiger Abschreibung, nur hat der HSV dadurch keine Einnahme und € 9.2 Mio. Verlust aus außerordentlichem Aufwand – es tritt dann nämlich das Kühne-Szenario aus Nr. 1 und 2 ein.
    .
    Der HSV ist schlicht am Arsch. Nur hätte man dies beim HSV von Beginn an wissen können – man hätte nur die Ausführungen von Kerberos in Sachen Forderungsverzicht mit Besserungsschein lesen müssen.
    .
    Und wirklich ganz spannend: in den Bilanzen wird ausdrücklich ausgeführt, dass eine Rückzahlung der „Darlehen“ zur Spielerfinanzierung durch den Forderungsverzicht mit Besserungsschein NUR im Fall des sportlichen Erfolgs erfolgen muss. Das ist der klassische Fall der Bilanzverschleierung – strafbar nach § 331 HGB, § 400 AktG sowie diverser weiterer Vorschriften.
    .
    Der HSV ist nur noch unappetitlich!

    • Hein Blöd 29. Juni 2018 um 11:47 Uhr

      Ach was, die verrechnen diese Schulden einfach mit neuen Anteilen für Onkel KlauMi und gut ist. Dem Fussballvolk kann man ja was von „besser als insolvent gehen“ erzählen, und der gute alte Erbonkel erhöht so seinen Anteil, mithilfe von Drohungen und den Medien, langsam auf über 51%…

      Gut, mit dem lustigen Trio, Super- Didi, Weissnix und Gernand wäre die Übernahme schneller vonstatten gegangen, hilft aber nix, also Plan B.

    • Sönke 29. Juni 2018 um 13:23 Uhr

      Sorry für den Doppelpost (s.u.), aber hier passt der deutlich besser:

      Wenn Kostic zum Buchwert verkauft würde, warum sollte dann eine außerordentliche Afa gebucht werden? Die Buchung wäre m.E. doch nur Forderung an Umsatz/Transfererlös?!

      • Sönke 29. Juni 2018 um 13:50 Uhr

        Hans A. hat mir unten meinen Denkfehler aufgezeigt…

    • Ex-HSVer im Herzen 29. Juni 2018 um 14:32 Uhr

      Ganz ganz schlimm! Aber was kann denn die Konsequenz sein? Könnten andere Vereine klagen wegen Wettbewerbsverstoß (also ein mehr als pleite Verein bekommt die Lizenz). Punktabzug, etc?

      Kann doch nicht angehen, dass so ein Gebaren absolut ohne Folgen bleibt.

    • Wormfood 29. Juni 2018 um 23:57 Uhr

      Wenn die Kausalkette lückenlos ist, wäre eine Anzeige beim zuständigen Finanzamt angebracht.

  11. Michael 29. Juni 2018 um 12:29 Uhr

    Ich sehe das so: da sind zwei aufeinander getroffen, die beide skrupellos sind. Die beide ihre dubiosen Ziele verfolgen. Mit dem Wohl des HSV hat das nichts zu tun.
    Es gibt schin lange keine Zukunft ohne Kühne bzw. Geld, viel Geld. Der einzig gangbare Weg war die letzten Jahre ein Deal mit dem Alten. Ein Deal, mit dem der HSV hätte leben können, ohne Struths, Calmunds, Wettsteine, Gernänder und sonstiges Gesochse.
    Ohne Kühne ist der Arsch endgültig ab. Kühne will seine Kohle zurück, da ihm Anteile oberhalb der Sperrminorität verwehrt werden. Verstehe ich.
    Was er wollte, war doch beim HSV jedem klar. Auch Hoffmann, der Kühne offensichtlich verarscht hat. Daß dieser nun den Stecker zieht, ist verständlich.
    Damit dürfte beim HSV im Laufe der Saison das Licht abgeschaltet werden. Pleite.

  12. Sönke 29. Juni 2018 um 12:35 Uhr

    Wenn Kostic zum Buchwert verkauft würde, warum sollte dann eine außerordentliche Afa gebucht werden? Die Buchung wäre m.E. doch nur Forderung an Umsatz/Transfererlös?!

    • Hans A. 29. Juni 2018 um 13:19 Uhr

      Oha. Und der Buchwert des Spielers bliebe dann einfach im Anlagevermögen erhalten obwohl der Spieler weg ist? Gewagte Konstruktion.

      • Sönke 29. Juni 2018 um 13:49 Uhr

        Fuck. Du hast Recht! Der Anlageabgang muss noch gebucht werden. Ist doch dann aber trotzdem keine außerordentliche Abschreibung…?

    • Kerberos 29. Juni 2018 um 15:11 Uhr

      .
      Außerplanmäßige (nicht ausserordenliche) Abschreibung: mit dem „Kauf“ eines Spielers wird ein Abschreibungsplan erstellt (Jährliche Abschreibung = Kaufpreis ./. Vertragslaufzeit). Jedwede abweichende Abschreibung vom Abschreibungsplan ist eine außerplanmäßige Abschreibung.
      .
      Bei Verkäufen von Anlagevermögen außerhalb der normalen Geschäftstätigkeit kann die Einnahme aus dem Verkauf auch direkt im Anlagekonto gebucht werden und eine Differenz zum Buchwert als außerordentlichen Ertrag / Aufwand erfasst werden.
      .
      Per Festlegung gehört das Transferwesen jedoch zu den gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten im Profi-Fußball (darüber lässt sich natürlich vortrefflich systemisch streiten – ist aber so). Jegliche Einnahmen aus Transferentschädigungen sind daher zwingend vollständig als Umsatzerlöse zu buchen. Daher muss nun also noch der „Anlagenabgang“ gebucht werden. Gehört das Transferwesen aber zur gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, so scheidet eine Buchung als außerordentlicher Aufwand aus – bleibt also nur die außerplanmäßige Abschreibung.
      .
      Ich hoffe, dass dies jetzt einigermaßen verständich ist.

      • Sönke 29. Juni 2018 um 15:45 Uhr

        Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das Soll-Konto für den Abgang des immateriellen Anlagegenstand (Lizenz Kostic) die außerplanmäßige Abschreibung? Ok. Wusste ich nicht. Vielen Dank für die Erläuterung!

  13. Axel 29. Juni 2018 um 12:53 Uhr

    Tja, im Grunde nichts überraschendes, als fleißiger Leser hier weiß man, dass es genau so kommen musste. Es tritt nun ein.

    Allerdings sehe ich die Rolle Hoffmanns noch nicht so konkret. Kühne spricht von vernünftigen Gesprächen, am Schluss habe sich Hoffmann dagegen entschieden. Finde ich prinzipiell erst mal nicht verkehrt.

    Dann schreibst du, so ist er, erst charmant, wenn er sein Ziel erreicht hat, dreht er sich. Welches Ziel soll er dabei verfolgen? In dem wissen dass es nur Pest oder Cholera gibt? Wenn schon, dann richtig mit wehenden Fahnen untergehen, Hauptsache, Hoffmann macht sich noch die Taschen voll? Das blicke ich noch nicht ganz.

  14. dergast 29. Juni 2018 um 13:11 Uhr

    Nach Kerberos Kommentar ist eigentlich alles über Onkel Franki sein Bilanzgetrickse gesagt – und wir Leser hier wissen allerdings seit Jahren, dass Kühne eben nicht der „Gönner“ ist sondern sich eben einfach nur machtgeil-sabbernd den HSV als „seinen“ Verein einverleiben will. Wenn es nicht nach seinen Regeln geht (als Minderanteilshalter eine Frechheit, dass Ihm überhaupt so viel Gehör‘ geschenkt wird!) macht er eben das Spiel kaputt. Von daher ist eigentlich egal, was Bernie macht: Entweder schmeisst er den Club dem Kühnen vor die Füsse zum fressen, oder er bleibt standhaft und fährt den Laden direkt in den Abgrund…
    ..
    Nur als Sidekick: Bei der DFL wissen Sie anscheinend wohl, wie wichtig ein nicht verpatzter Start ist: Wie könnte man den Spielplan sonst werten?
    Erst zu HAUSE am Freitag gegen Kiel (ausgeblutet und ohne das Hurra! Team vom letzten Jahr)
    Dann eine machbare Aufgabe gegen Sandhausen.
    Einen stärkere Gegner (Bielefeld), die in der letzten Rückserie nachgelassen haben – natürlich wieder zu HAUSE um dann nach Dresden zu fahren die bis zum Ende im Abstiegskrimi gesteckt haben.

    Ein Derby gegen FCSP am zweiten oder den ersten Spieltag auswärts in Köln wäre leider spannender gewesen.
    (Oder höre ich wieder Stimmen und Verschwörungen ?)

    dG

  15. Holger 29. Juni 2018 um 16:23 Uhr

    Hallo Grave,

    warum klingt es bei Dir irgendwie negativ, was Hoffmann da veranstaltet?

    Eigentlich müsste das Verhalten doch Deine Zustimmung und Unterstützung finden.
    Endlich ein VV mit Eiern, der versucht den HSV aus Kühnes Umklammerung zu lösen.

    Was genau macht Hoffmann falsch? Er setzt das um, was u.a. Du doch seit Jahren gefordert hast.

    • Gravesen 29. Juni 2018 um 16:35 Uhr

      Es klingt nicht irgendwie negativ, es ist negativ. Und was genau setzt er denn um? Der Verein geht mit einem Monster-Etat von € 33 Mio. in die nächste Saison, den er sich nicht leisten kann. Kein Anzeichen von Erkenntnis, kein Bemühen um Sparen etc. Er macht einfach nur so weiter wie bisher

      • Holger 29. Juni 2018 um 16:49 Uhr

        Wenn ich Kerberos Anmerkungen richtig verstehe, kann Hoffmann in weiten Teilen gar nicht anders, als teure Spieler zu behalten,
        wenn dort nicht entsprechende Transfererlöse winken.

        „Verschenken“ ist nicht, da dieses Minus dann in der Bilanz ausgewiesen werden muss, was den
        HSV geradewegs zu einem Pleiteverein (was er wahrscheinlich auch ist) machen würde.

        In diese Situation hat aber nicht B.H. diesen Klub manövriert, sondern unter anderem ein Herr Kühne, gegen den
        B.H. jetzt steht.

        Vielleicht sehe ich die Person Hoffmann zu sehr durch eine „rosa Brille“, aber das er einfach so weiter
        macht, wie bisher, kann ich nicht erkennen.

        Dann läge er doch schon längst mit Kühne im Bett ….

        • Kerberos 29. Juni 2018 um 18:36 Uhr

          Man muss differenzieren.
          .
          Es ist immer lohnend einen Spieler „ohne Buchwert“ zu verkaufen. Zuvorderst natürlich die Spieler aus dem eigenen Nachwuchs (Arp, Ito) mit noch verträglichem Gehalt und frei von der Kühne-Finanzierung.
          .
          Auch interessant bei überschaubarem Gehalt G. Jung (BW zum 01.07.2018 gerade noch € 50.000) und V. Janjicic (BW zum 01.07.2018 noch € 275.000).
          .
          Schwieriger schon B. Wood (BW zum 01.07.2018: € 1.75 Mio.) oder A. Ekdal (BW zum 01.07.2018: € 1.125 Mio.) oder P-M Lasogga (BW zum 01.07.2018: € 1.7 Mio.). Hier stimmen zwar die Buchwerte – nur, wer will für einen Spieler dieser Güte über € 4 Mio. Gehalt zahlen.
          .
          Praktisch „unverkäuflich“: P. Kostic (BW zum 01.07.2018: € 9.15 Mio.) oder K. Papa… (BW zum 01.07.2018: € 6.35 Mio.) – über € 4 Mio Gehalt und von K-M Kühne finanziert.
          .

          • Gravesen 29. Juni 2018 um 18:58 Uhr

            Interessant (und für den HSV möglichweise tödlich) ist ja noch ein weiterer Aspekt: Wenn Kühne nun tatsächlich Geld aus Transfers einfordern sollte und die Verträge diese Möglichkeit hergeben, hat der HSV gegen die TPO-Regeln der FIFA verstoßen.

        • Kerberos 29. Juni 2018 um 19:10 Uhr

          Hier fehlte wohl mein letzter Absatz:
          .
          Man kann also B. Wood, A. Ekdal und P-M Lasogga schon „verschenken“ – zumindest versuchen. Haut man ein Anlagevermögen von knapp € 5 Mio. in die Tonne und spart dadurch ca. € 10 Mio. Gehalt p.a.. Und vielleicht gibt es nach der WM für A. Ekdal ja auch noch ernsthafte Interessenten.
          .

      • Ex-HSVer im Herzen 30. Juni 2018 um 13:37 Uhr

        Warum soll er was ändern. Er hat seine 700.000 € (vielleicht um Schulden zurückzuzahlen) und die hat er sicher. Wenn der HSV aufsteigt, ist er der Held und bekommt einen langfristigen Vertrag mit bestimmt einigen Millionen.

        Er passt wie die Faust aufs Auge zum Selbstoptimierer-Verein.

  16. ausgegliedert 29. Juni 2018 um 20:47 Uhr

    Irgendwie ein irres Konstrukt, KMK scheint FV Dementius ja sogar f